Ausgabe 
25.3.1935
 
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Ur 71 Erstes Blatt 185. Jahrgang IRontag, 25. März 1935

Eichener Anzeiger

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SlMlffÄ:: 11686 Druck und Verlag: SrSHI'sche Univerfitäts-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleltung und G-schöstsftelle: Lchulftrahe 7 M°ng°n°b,chlüff-Staffel 8

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Heute beginnen die Berliner Besprechungen

Der britische Staatssekretär des Auswärtigen Sir John Simon wird beim Verlassen des Flugzeuges von Reichsaußenminister Freiherrn von Neu­rath willkommen geheißen.

werde England nach dem Berliner Besuch, voraus­gesetzt, daß alles glatt gehe, mit unparteiischer Freundlichkeit eine Politik durchführen, die allen in gleicher Wei se zum Vorteil aus­schlagen werde.

Die Zusammenkunft in Stresa fei eine Höflich­keit gegenüber den beiden anderen Regierun­gen. Ls fei angebracht, daß ihnen die britischen Minister direkt und in vertraulicher Haltung ihre Eindrücke mitteilten. Aber man dürfe hof­fen, daß nichts geschehen werde, um der Zusammenkunft von Stresa ein antideut­sches Aussehen zu geben. Zu den Zielen dieser Zusammenkunft werde vielleicht eine Vereinbarung über eine weitere Konfe­renz gehören, auf der Deutschland und zweifellos auch die Sowjetunion und Polen vertreten sein würden.

Wenn Hitler seine britischen Besucher überzeugt, daß eine verstärkte Armee wirklich nur dazu be­stimmt ist, ihm die Gleichheit der Rechtsstellung und Gleichheit der Verhandlung mit anderen Ländern zu geben und nicht für aggressive Zwecke verwendet werden soll, dann mag Europa an der Schwelle einer Aera stehen, in der Aenderungen ohne Gewaltanwendung vorgenommen werden können, und in der ein etwaiger Angriff durch die Aussicht, einem Widerstand entgegen­treten zu müssen, ab geschreckt werden kann.

Paris, 23. März. (DNB.) Der italienische Unter­staatssekretär Suvich war am Samstagmorgen in Paris eingetroffen. Gegen 10 Uhr erschien der englische Lordsiegelbewahrer Eden am Quai d'Orsay. Als er Laval wieder verlassen hatte, wurde Suvich gemeldet, der sich ebenfalls einige Zeit allein mit Laval unterhielt. Bald nach 11 Uhr be­gannen die gemeinsamen Beratungen. Am Schlüsse der Besprechungen tft folgende Ver­lautbarung ausgegeben worden:

Außenminister Laval, Lordsiegelbewahrer Eden und Unterstaatssekretär Subid) sind am Samstag am Quai d'Orsay zusammengelroffen und haben einen Meinungsaustausch über die allgemeine Lage vorgenommen. 3m Laufe der Aussprache ist daran erinnert worden, daß der Besuch der englischen Minister in BerlineinenZnformationscharak- ter hat, und daß der Rahmen und der Gegen st and ihrer Besprechungen dem entspricht, was In der Londoner Ver­lautbarung vom 3. Februar ausgemacht worden ist, auf der sich die Einheit der An­sichten der Regierungen in London, Paris und Rom begründet. Ls ist beschlossen worden, daß die Außenminister Lnglands, Frankreichs und Italiens sichnachdemBerlinerBefuch und den anderen englischen Be­suchen in Moskau, Warschau und p r a g, bei denen die französische und italie- nische Regierung die Engländer mit ihren Wün­schen begleiten, am 11. April in Stresa Zusammentreffen werden. Außenmini­ster Laval, Lordsiegelbewahrer Lden und Un- terstaatssekrelär Suvich haben mit Befriedi­gung die völlige Solidarität ihrer Re­gierungen festgestellt.

verschiedener Ansicht sein könne, daß aber England, Frankreich und Italien eng miteinander verbunden blieben und eine feste Front zur Ver­teidigung der Ordnung und des Friedens bildeten.

Louis B e r t r a n d kritisiert in der Abendzeitung La Presse" die groteske und bedauerliche Hal­tung der französischen öffentlichen Meinung in ihrem Entsetzen über den Schritt Hitlers. Nachdem man den Gegner der Brutalität, der Lüge und der Un­aufrichtigkeit beschuldigt habe, als ob das in der Politik nicht laufende Münze sei, priesen die Orakel der journalistischen Diplomatie jetzt wieder ihre sinnlosen Heilmittel an, die Stärkung des Trios Frankreich, England, Italien. Das feien alles Worte. Besonders ungehalten ist Bertrand aber darüber, daß ein französischer Ministerin Mos­kau um die Hilfe der Leute betteln werde, die Frankreich irnJahrel917 ver­raten hätten, und deren Regime eine Herausfor­derung gegen das menschliche Gewissen und die menschliche Würde sei". Der große Kampf gehe nicht zwischen Frankreich und Deutschland, sondern zwi­schen Deutschland und dem Bolschewis­mus. Werde, so fragt Bertrand, Frankreich s i ch von einem halbasiatischen Land ins Schlepptu nehmen lassen, das für die alten 'i Kulturvölker nur eine Barbarei darstelle und im voraus als besiegt gelten könne.

Von starken Freunden umgeben" Laval betont Frankreichs Friedenswillen.

Paris, 25. März. (DNB.-Funkspruch.) ,Oeuvre" berichtet über eine Ansprache des Außenministers Laval bei der Einweihung einer Schule. Der Minister verurteilte gewisse kritische Aeußerungen der französischen Presse an England und erklärte, wir wollen uns lieb er diskret und zurück-

Oer Führer seit Gamstag wieder in Berlin.

Die Urlaubstage in Wiesbaden beendet.

Der Führer und Reichskanzler traf Samstag kurz nach 12 Uhr nach Beendigung seines Wiesbadener Aufenthaltes wieder auf d em Flughafen Tempelhof ein und begab sich sofort in die Reichskanzlei.

Der Aufenthalt des Führers in Wiesbaden ist bis zum letzten Augenblick vom Wetter außer­ordentlich begünstigt gewesen. Nachdem in den frühen Morgenstunden des Samstag R"gen niedergegangen war, brach gegen 9 Uhr die Sonne wieder durch. Die Kunde von der b e v o r st e h en­de n A b r e i s e des Führers hatte sich in Wiesbaden mit großer Schnelligkeit verbreitet, so daß der Wagen des Führers, als er kurz nach zehn Uhr das Hotel verließ, sich nur langsam durch die dichten Menschenmassen in der Wilhelmstraße fortbewegen konnte. Aufrecht stand der Führer im Wagen, die stürmischen Heilrufe und das be­geisterte Zuwinken der zahlreich aufmarschierten Jugend mit seiner bekannten Liebenswürdigkeit er­widernd. Auch auf dem E r b e n h e i m e r Flug­platz bei Wiesbaden, wo die beiden für den Flug nach Berlin bestimmten riesigen Flugmaschinen warteten,hatte sich eine zahlreich eMenschen- menge eingefunden. In freundlichen Worten sprach der Füher vor seiner Abfahrt nochmals den Vertretern der Stadt und der Kurdirektion seinen Dank für die schönen Tage aus, die er in Wiesbaden verlebt hat. Um 10.30 Uhr erhoben sich beide Flugzeuge in die Luft und verschwanden unter Abschiedswin'ken der Menge nach einer Schleife über dem Flugplatz in wenigen Minuten über den nahen Taunusbergen.

Die pariser Besprechung.

Eine zweite Zusammenkunft in Stresa für den H. April festgesetzt.

Die englischen Gäste aus dem Tempelhofer Flugplatz. Von links nach rechts: Staatssekretär Dr. Meiß­ner, Sir John Simon, Reichsauhenminister Freiherr von Neurath und der englische

Botschafter in Berlin Sir Eric P h i p p s.

tivsystem verhindere. Dies könne besser durch offene Aussprache als durch diplo­matischeBreitseiten" geschehen. Simon habe die Aufgabe, Deutschland zur Rückkehr in das Kollektivsystem zu überreden, und zwar unter Bedingungen, die für den deutschen Ratio­nalstolz ebenso wie für das gegenwärtig sehr lebhafte Mißtrauen feiner Rachbarn annehm­bar feien.

Times" wiederholt die Erklärung, daß die bri­tischen Minister in Berlin die Unter st ützung der ganzen Nation hinter sich hätten, und daß es Großbritanniens einziges Ziel fei, einander widersprechende Interessen zu versöhnen und ein System zu schaffen, das nicht herausgeforderte An­griffe verbiete und unter Strafe stelle. Die erste Erschütterung, die in Paris und anderen Städten durch die Wiederherstellung der Dienstpflicht in Deutschland hervorgerufen worden sind, habe bereits nachgelassen.Times" bemerkt, es fei befriedigend, daß die französische und die italienische Regierung das Ziel des- britischen Besuchs in Berlin gebil­ligt hätten. Noch befriedigender würde es aller­dings gewesen sein, wenn es einer solchen erneuten Versicherung nicht bedürft hätte. Es sollte der britischen Regierung wirklich möglich sein, eine eigene Politik zu betreiben, ohne jeden Schritt erläutern und rechtfer­tigen zu müssen, am wenigsten gegenüber einer bestimmten Gruppe von Ländern. Hoffentlich

London, 25. März. (DNB.-Funkspruch.) Der Empfang der beiden britischen Minister m Berlin wird von den Berichterstattern der Londoner Presse ausführlich geschildert. Besondere Erwähnung fin­det in allen Berichten die Ehrenbezeugung durch den Ehren st urm der Leibwache Hitlers oder wie derTimes"-Korrespondent schreibt,durch die hundert lebendigen Wahrzeichen einer einseitigen Revision von Verträgen". In dem Bericht derDaily Mail" heißt es, Simon sei unvoreingenommen nach Berlin ge­kommen und werde bereit sein, jede vernünftige Beschwerde der deutschen Regierung in Erwägung zu ziehen. Die deutsche Presse und das deutsche Volk hätten die britischen Minister in sehr freundlicher Weise empfangen.

Daily Telegraph" sagt, die gegenwärtige Stunde fei bedeutungsvoll, aber nicht ln dem Sinne, daß endgültige und unwiderrufliche Entscheidungen bevorständen. Simon und Eden feien nicht nach Berlin gegangen, um ein Tauschgeschäft zwischen Eng- land und Deutschland abzuschlie­ßen. und noch weniger als Bevoll­mächtigte für eine Einheitsfront England-Frankreich-Italien. 3hre Sendung gelte Lrkundungszwecken. Die Ber­liner Besprechungen sollten zeigen, was Deutsch­land an der Rückkehr in das europäische kollek-

haltend zeigen. Man hat behauptet, daß Eng­land uns im Stich gelassen hätte, weil sich seine Haltung vor einigen Tagen nicht mit der unserigen decke. In dieser Stunde kommen Sir John Slmon und Eden in Berlin an. Sie werden feststellen, ob Deutschland entschlossen und endgültig dem Frieden den Rücken kehren will, oder ob eine Hoffnung be­seht, daß es wieder in das europäische Konzert zurückkehrt. Sicher ist, daß wir mit England über d i e Friedenspolitik einig sind. Das, was Muffolini jagte, beweist, wie sehr ich Recht hatte, als ich nach Rom reifte. Frankreich hätte unter schwierigen Umständen sonst allein stehen können. Jetzt ist es nunmehr von begeisterten, ergebenen und ft a r - fen Freunden umgeben. Es gibt in Frank­reich keine Kriegspartei. Es gibt nur Leute, die nach dem Frieden ihrer heimischen Herde streben. Aber wenn wir auch nicht den Krieg wollen, so nehmen wir doch ebenso wenig eine Erniedrigung hin.

Präsident Roosevelt genehmigt philippinische Verfassung. Washington, 23. März. (DNB.) Samstag genehmigte Präsident Roosevelt die philippi­nische Verfassung. Vom Bundeskongreß war in einem Gesetz im vorigen Jahr beschlossen worden, eine zehnjährige Uebergangszeit für die Philippinen alsCommonwealth of the Philip- pines" zu schaffen, an deren Ende dann die völlige Unabhängigkeit des philippinischen Freistaates be­ginnt. Die Verfassung wird nun dem philippini­schen Volk in einer Volksbefragung vorge- legt. Sobald die Verfassung durch die Volksbesra- gung ratifiziert ist, beginnt eine zehnjährige Pe- riode, während der Amerika wohl feine Flot­tenstützpunkte auf den Philippinen behalt, aber zolltechnisch eine allmähliche Tren­nung der beiden Wirtschaftsgebiete vornimmt.

Die Ankunft der Safte.

Freiherr von Neurath begrüßt den britischen Außenminister.

Berlin, 24. März. (DNB.) Sir John Simon ist mit seiner Begleitung auf der Durchreise nau; der Reichshauptstadt um 13 Uhr auf dem A m - fterbamer Flughafen Schiphol gelandet. Eine Minute später traf Eden aus Paris ein. Nach der Einnahme des Frühstücks wurde der Flug fortgesetzt. Um 16 Uhr erfolgte eine kurze Zwischenlandung in Hannover. Zur Be­grüßung der englischen Staatsmänner hatten sich Oberbürgermeister Dr. M e n g e , der englische Kon­sul Aue und Oberpräsident Staatsrat Lutze ein­gefunden. Die englischen Minister begaben sich in die Gaststätte des Flughafens und unterhielten sich dort bei einer Tasse Tee eine Viertelstunde mit den Hannoverschen Herren in angeregter Weise. Dann wurde der Flug nach Berlin fortgesetzt.

Um 17.30 Uhr war das Sonderflugzeug der Imperial Airways auf dem Berliner Zentralflug­hafen T e m p e l h o f gelandet. In der Umgebung des Flughafens hatte sich eine nach vielen Tau­senden zählende Menge angesammelt. Von amtlichen Persönlichkeiten waren u. a. erschienen: Der englische Botschafter Sir Eric Phipps, Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, der Staatssekretär in der Präsidialkanzlei Dr. Meißner als Vertreter des Führers und Reichs­kanzlers, der Staatssekretär des Auswärtigen Am­tes von Bülow, der Chef des Protokolls Graf B a s f e w i tz und Polizeipräsident v. L e v e tz o w. Die Presse war ebenfalls zahlreich vertreten. Auf dem Rollfeld war der 1. Sturm der Leib­standarte Adolf Hitler als Ehrenbereit- schast angetreten. 17.28 wurde das englische Son­derflugzeug gesichtet. Die Ehrenbereitschaft trat un­ter Gewehr.

pünktlich um 17.30 Uhr setzte das Flugzeug zur Landung an. Als erster verließ Außenminister Sir Iohn Simon bas Flugzeug. Er begrüßte den Reichsaußenminister, mit dem er sich eine Zeit lang unterhielt, dann den englischen Bot­schafter und die übrigen Persönlichkeiten. Rach Simon verlieh Lordsiegelbewahrer Eden das Flugzeug. Auch er tauschte Grüße mit den offi­ziellen Persönlichkeiten aus. Der Kommandant des Ehrensturmes der Leibsiandarte Adolf Hitler meldete dem englischen Außenminister die Lhren- bereitschafl.

Die Minister bestiegen darauf die Kraftwagen. Im ersten Wagen nahm Reichsaußenminister Frei­herr von Neurath neben dem englischen Außenminister Sir John Simon Platz. Die Fahrt ging vom Flughafen zunächst zur eng­lischen B o t s ch a f t, wo sie gemeinsam den Tee einnahmen. In der Wilhelmstraße hatte sich, wie auch vor dem Hotel Adlon und in der Straße Unter den Linden, eine große Menschen­menge angesammelt, die den Ministern einen herzlichen Empfang bereitete. Die Polizeimann­schaften hatten alle Hände voll zu tun, um die Fahrbahnen der Wilhelmstraße und der Linden für die Anfahrt der Minister freizuhalten.

In einer gemeinschaftlichen Unterhaltung wurde zwischen den englischen Ministern und dem Reichs­außenminister Frhr. v. Neurath das für Montag vorgesehene Programm besprochen. Wenige Minuten nach 20 Uhr begaben sich die englischen Minister mit ihrer Begleitung, nachdem Reichs­außenminister Frhr. v. Neurath und die übrigen deutschen Herren bereits vorher die englische Bot­schaft verlassen hatten, zum Hotel Adlon, wo sie zunächst von dem Chef des Hauses, Herrn Louis Adlon, willkommen geheißen wurden. In der Halle bereiteten die hier anwesenden zahlreichen Angehörigen der englischen Kolonie ihren Mi­nistern einen herzlichen Empfang.

Das Echo in London.

Die französische Presse stellt fest, daß der fran­zösische Text des Kommuniques in einem wich- tigenAusdruck von der englischen Fassung a b w e i ch t. Da, wo der französische Text von völliger Solidarität" spricht, findet sich im englischen Text der AusdruckEinheit der A b s i ch t e n". DasJournal" meint, daß die eng­lische FassungEinheit der Absichten" merklich unbestimmter klinge alsvöllige Solidarität". Nach Ansicht des Blattes fei man über das Ziel der gleichzeitigen Verwirklichung der Sicher- heits- und Rüstungsgleichheit einig, aber nicht über d i e Mittel. In der Frage der an­zuwendenden Mittel liege nur eingemeinschaft­liches Streben" vor.Echo de Paris" tadelt Flandin und Laval, weil sie die Politik Doumergues und Barthous, die Frankreich die Initiative ver­lieh, aufgegeben hätten. Als S i ch e r h e i t s f o r - berung hätten Laval und Suvich zum Ausgleich der industriellen Ueberlegenheit Deutschlands die Notwendigkeit einer Ueberlegenheit der ständigen Militär st reitkräfte ihrer Länder betont. Der französische Außenminister habe Eden und Suvich die Schlußfolgerung mitgeteilt, zu der am Tage vorher d e r französische Oberste Rat für Landesverteidigung gelangt sei. Das Blatt fürchtet, daß wegen des späten Termins der Stresa-Konferenz Sir John Simon wahrscheinlich schon bann mit einem u n - abänderlichen Programm kommen werde. Aus diesem Grunde müßte Frankreich den N o r b- ostpakt unter Dach unb Fach bringen; denn nur in biesem Falle hätte eine Reise Lavals nach Moskau einen Sinn. Der marxistische Populaire" ist ber Ansicht, baß Englanb besten­falls auf Deutschlanb einen Druck ausüben werbe, sich in ein gerechtes Abkommen ber Rüstungen, ber Kontrolle und des Beistandes einzugliedern.- Der Temps" bemerkt beruhigend, daß man über b i e Methoben zur Erreichung einer allgemeinen Regelung im Rahmen ber organisierten Sicherheit