tugen, wo» von der
er Taneff troffen.
. tzun a orberttn an (9
6in Zeuge im AeichsiagsbrandWerprozeß wegen Meineids verhastei.
Oie Mitglieder des Werberates -er deuffchen Wirtschaft.
Reichspropagandaminister Or. Goebbels eröffnet den Werberat -er -rutschen Wirtschaff.
Keine bürokratische Reglementierung der Wirtschastspropaganda, aber Zusammenfassung unter einheitlichem Willen zur Verstärkung der Stoßkraft und Wirksamkeit.
____ids über den Grund und Zweck der Brondstiftuna gesagt habe. Der Zeuge erfiärt, daß Cubbe auf seine Frage geantwortet habe, d i e Verhältnisse in Deutschland seien für ein solch Unternehmen günstiger gewesen al» anderswo und auch die politische Loge sei in Deutschland so, dah eine solche Tot bei der De- völkerung mehr Anklang finden würde. Huf (eine Frage, ob er Kommunist sei, habe Lubbe geont-
[er Angelegenheit zwischen Deutschland und Ruß. land eine völlige Einigun g erzielt worden ist. Litwinow werde nach seiner Rückkehr aus Ame- rika noch die Gelegenheit ergreifen, mit dem deut- Ichen Außenminister Fragen, die die beiden Länder onaehen, zu erörtern, und auch davon erhoffe man in Moskau weitere Annäherung. Auch über eine Ausgestaltung der deutsch-russischen W i r t s ch o f t s. deziehungen würden in der nächsten Zeit Der- Handlungen stattfinden.
Was will England?
Berlin, 30. Oft (WTB.) In der heutigen Sitzung des Reichstagsbrandstifterprozesses bestätigt als erster Zeuge der frühere Wirt des Angeklagten Taneff, Sönke, daß Taneff etwa acht Tage unter seinem richtigen Namen bei ihm
zugeben, daß Sie den Koffer Daneff» a b g e h o l l haben.
Zeuge Sönke: Jawohl. (Bewegung.)
Vorsitzender: Das haben Sie denn für einen Zweck mit Ihrem Tficinetb verfolgt?
Zeuge: Ich habe nicht gewollt, daß ich in di« Sache verwickelt werde.
Rach kurzer Beratung verkündet der Vorsitzende folgende Entscheidung: E» ist za proto- koll festzustellen: Der Zeuge Sönke Hot durch die eidliche Aussage, er kenne Tauess au» Rumänien, habe ihn zufällig auf der Straß« in Berlin getroffen und ihm Quartier angeboten und er habe keinen Koffer für ihn abgeholt oder erinnere sich dessen nicht, sich de» oer- suchten Meineide» dringend verdächtig gemacht, da er selbst auf Vorhalt zugegeben hat, daß er In diesen Punkten be« wühl die Unwahrheit gesagt hak. Vie vorläufige Festnahme ist schon an»ge- sprachen worden. Der Zeuge Sönke ist in Po- lizeigewahrsam zu nehmen und dort so lange zu behalten, bi» ein Haftbefehl gegen ihn ergangen ist. — Der Zeuge Sönke wird von pollzel- beamten abgesührl.
Der nächste Zeuge, Kriminalkommissar Bunge, behandelt die kriminaltechnische Seite der Sache. Bei der Untersuchung der Spuren an den Quadern des Reichstagsgebäude» habe sich deutlich ergeben, daß nur eine Person hinausgeklettert fein kann, dagegen sei es nicht ousgeschlosien, daß ein anderer Täter auf dem Sims entlang gegangen sei: entsprechende Spuren seien aber nicht wahr»
nehmbar gewesen.
Der Vorsitzende fragt den Zei Lubbe ihm damals über den Gr
wartet: Kommunist wohl, ober doch mit einem gewissen Unterschied. Heber seine Festnahme habe Lubbe sich dahin geäußert, daß er sich unter allen Umständen habe fest« nehmen lassen wollen. Auch wenn ein Fluchtweg offen gewesen wäre, würde er sich hin« gestellt und gewartet haben, bis jemand kam. De? bisherige nationalsozialistische Reichstagsabgeordneter Dr. Ruptn ist am Drandtag etwa um 14 Uhr zu feinem Arbeitszimmer in das zweite Obergeschoß gefahren. Er kam dabei an einigen
Vorsitzender: haben Sie dem Taneff Gepäck vom Bahnhof geholt.
Zeuge Sönke: Das weiß ich nicht mehr.
Vorfitzender: Vorher haben Sie gesagt, er hätte kein Gepäck gehabt, bann können Sie jetzt nicht sagen. Sie wissen nicht, ob Sie Gepäck abgeholt haben.
Zeuge: Nein, ich habe Gepäck nicht vom Bahnhof geholt.
Vorsitzender: Taneff hat früher die Sache ;anz anders dargestellt. Er hat gesagt, Poposs labe ihn durch einen Mittelsmann die Wohnung bei Sönke beschafft
Taneff: Als ich am 24. Februar in Berlin ankam, traf i ch mit Popoff auf dem Bahnhof Zoozusammen. Popost gab mir einen feiner Freunde mit auf den Weg, der mich zur Wohnung Sönkes führte. An demselben Abend habe ich Sönke Geld gegeben und ihn beauftragt, er möge am nächsten Tage vom Babnhof Zoo meinen kleinen Koffer a b h o I e n. Das bat er auch getan. E» ist nicht wahr, daß mich Sänke auf der Strafe« getroffen hat. Ich habe Sönke von früher her nicht gekannt Ich habe ihn erst hier kennengelernt. Ich fordere den Zeugen auf, doch die Wahrheit zu sagen.
Sänke: Es ift möglich, dafe ein Mann Tonest zu mir gebracht hat.
Vorsitzender: Sie haben einen bereu feien Meineid geleistet Sie haben der Wahrheit zuwider gesagt, dafe Sie Tonest aus der Strafe« getrosten hätten, während Sie fetzt zugeben, dafe er zu Ihnen in die Wohnung geführt worden ist.
Oberrrichsanwalt: Ich beantrag« die sosar- tigeFestoahwe diese»Zeugen ug.
mann begibt sich zu dem Zeugen Sänke.)
Rechtsanwalt Dr. Telchert: wollen Sie fetzi
schaftspolittk braucht Aufklärung und Er- ziehungsarbeit, vielleicht sogar mehr als jede andere Politik. Darüber hinaus begrüßt das Reichswirkschastsministerium die Errichtung des Werberates der deutschen Wirtschaft als eine För- öerung der Gemeinschaftswerbung. Der Werberat der deutschen Wirtschaft wird sich ein großes Verdienst erwerben, wenn er sich für den Absatz deutscher Erzeugnisse einsetzt, um an dem großen Ziel der deutschen Arbeitsbeschaffung mit- zuarbeiten.
Der deustche Wirtschaftler muß begreifen, daß nicht nur die Werbung ihm dient, die den Absatz feine, Erzeugnisses fördert sondern daß am besten die Werbung nützt, die den Boden bereitet für den Absatz deutscher Erzeugnisse schlechthin. Werbung hat nicht die Aufgabe, den fi o n- kurrenten zu vernichten. Da» war der Standpunkt de» vergangenen Individuali»mu». — Die Grundlage einer ualionalwirtfchafllich richtig eingestellten Werbung ist die Erkenntnis, daß da» harwouische Miteinander
gewohnt habe. Er habe Taneff bereit» 1919 ober 1920 in Bukarest, wo sich der Zeuge in Kriegsgefangenschaft befand, kennengelernt Wenige Tage vor dem Reichstagsbrand, etwa zwischen dem 24. und 26. Februar, habe in Berlin auf der Straße ae
Da Taneff keine Wohnung hatte, habe er ihm einen Unterschlupf bei sich angeboten. Er habe weder Kosscr noch Tasche bei sich gehabt, nur ein kleines Päckchen mit Lebensrnitteln. Tonest habe angegeben, daß er von der Reise komme, aber nicht woher.
d*r Konkurrenten bk beste Grundlage auch des eigenen Erfolge, Ift.
Reichswirtschaftsministerium begrüfet endlich auch die Errichtung des Werberate» der deutschen Wirtschaft im Interesse des deutschen Außenhandel,. Bei der heute nun einmal gegebenen Wirtschastsentwicklung der Welt ist Deutschland gezwungen, in erster Linie seine eigene nationale Wirtschaft zu pflegen und auf ihr auf» zubauen. Das kann aber für uns nicht heißen, daß stch Deutschland in dem Maße von der Welt ab- schließe, wie manch andere Staaten e, können, die über eine ausgedehntere Rohstoffbasis und den notwendigen Lebensraum verfügen. Soll Deutschlands Wirtschaft sich wieder zu neuer Blüte entfalten, fo kann es auf bie pflege des Exports nicht verzichten. Deutschlands nationale und wirtschaftspolitische Ziele sind nicht gegen das Ausland gerichtet. Sie dienen der Wiederher st ellung der erforderlichen nationalwirtschaftlichen Lustauschbeziehungen zum Ausland. Die Tätigkeit des deutschen Exportkaufmanns soll dabei verantwortungsbewußt unterstützt werden durch die Aufklärungsarbeit des Werbe- rate» der deutschen Wirtschaft.
0 n' 30' 2kt. (TU.) MajorMalcolm Sande- man schlagt in einer Zuschrift an die „Morning- pofr bie Bijöung eines Dreibundes D e u tschland — England — Japan mit Sicherungen für Frankreich und die Vereinigten Staaten vor. Sandeman begründet seinen Vorschlag hauptsächlich damit, daß Deutschland ein Bollwerk gegen den russischen Bolsche- mi, mus sei, und daß England auf keinen Fall die Partei Rußlands ergreifen würde. Dasselbe gelte auch für Japan, dos wie Deutschland, in einen Krieg mit Rußland verwickelt werden konnte.
Sandeman tritt der Auffassung entgegen, daß Deutschland den nächsten Krieg anfangen werde, um feinen Platz als Großmacht wieder zu gewinnen, und daß (fnglartb dann wiederum mit Frankreich gegen Deutschland kämpfen würde. Deutschland fei trotz Versailles eine große Nation, und wenn England diele Tatsache und die Gleich- berechtigung Deutschlands anerkenne, dann werde Deutschland keine Ursache zum Kriege haben. Fer- ner fei die Beweisführung falsch, daß die stramme Erziehung der deutschen Jugend notwendigerweise bedeute, Deutschland wolle bei der nächsten Ge- legenheit feine Nachbarn angreifen. Man könne Deutschland nicht Dafür tadeln, daß es oer- suche, die jüngere Generation von dem G e i st derSchwächezu befreien. Deutschland zeige keine Zeichen von Feindseligkeit gegen England und werde wahrscheinlich jedes Freundschaftszeichen Englands willkommen heißen. Es bestehe daher für England keine Ursache, Deutschland nicht die Wiederaufrüstung zu gestatten, wenn es Frankreich nicht angreife.
Gespannte Lage in Palästina.
Große Erregung unter den Arabern.
, 3e r,.u Ia lern, 30. Ott (TU.) Die Spannung In Palästina dauert an. Die Zahl der Todesopfer hat sich auf 33 erhöht. Sämtliche Stadttore in Jerusalem werden von der Polizei bewacht, die niemanden ein- oder ousgshen läßt. In Haifa ift Die Erregung der Araber sehr groß. Bei einer Straßenkundgebung wurde gerufen: Tötet die 3uben! Eine Abordnung arabischer Frauen sprach beim Oberkommissar vor, um gegen das Blutver- gießen durch die Polizisten zu protestieren. Der Generalstreik dauert schon seit drei Togen unausgesetzt an. Sämtliche arabischen Läden sind noch immer geschlossen.
Auch in Damaskus, der Hauptstadt des französischen Mandatsgebietes Syrien, ist ein Generalstreik als Sympathiezeichen für die Araber in Palästina erklärt worden. In ollen Moscheen von Damaskus werden Erinnerungsgottesdienste an die durch die Unruhen getöteten Araber abge» fealten. Die französischen Behörden haben sämtliche arabischen Zeitungen verboten, weil sie sich weiger- ten, die Nachrichten über das Blutvergießen in Palästina zu unterdrücken.
Das mit 900 jüdischen Emigranten besetzte dänische Schiff „P o l o n I a" ist auf Anweisung der valästinesischen Behörden nach Port Said in Aegypten gelenkt worden. Die ägyptische Regierung hat jedoch den Juden ebenfalls die Landung verweigert.
Oer Reichsauhenminister plani eine 2Reifc nach der Türkei.
B e r I i n, 30. Oft. (WTB.) Zu der Nachricht, der Reichsminister des Auswärtigen beabsichtige, sich zu einem Besuch bei der türkischen Regie- rung nach Ankara zu begeben, verlautet, daß in der Tat ein solcher Besuch i n 2Iu»fid)t genommen ist, wegen der starken Beanspruchung des Ministers jedoch nicht mehrin diesemIabre zur Ausführung wird gelangen können. Falls jedoch die dienstlichen Obliegenheiten Freiherrn v. Neurath eine längere Abwesenheit von Berlin erlauben werden, ist diese Reise für das Frühjahr vorgesehen. Zuschußanträge für Znstandsehungs-
Farben; Staatsrat Wilhelm Mein berg, Reichsobmann der bäuerlichen Selbstverwaltung: Adolf Müller-München, Druckereibefitzer; Hemrick Neuerburg -Köln, Zigarettenindustrie; Generaldirektor O b o u f f i c r • Hamburg, Hapag; Geheimrat Prentzel, Kalisyndikat; Generaldirektor Prost-Frankfurt, Städlereklame; Dr. v. Bente l n, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages; Reinhard, Verein DeutscherZeitungs- oerleger; Rode, Paul, Präsident de» Zentralver» banüe» de» Deutschen Groß- und Ueberfeehandels', Generalrat Konsul Rofeliu», Bremen, Kaffe» Hag; Dr. Scheuermann, Präsident der Film- kammer; Abgeordneter Schmid t-Wiesbaden, Präsident des Deutschen Handwerks; Dr. P. 0 o l b • s chmidt - Leipzig, Adreßbuckwesen: Dr. v Schnitz- (er, Vorsitzender des Ausstellung»- und Messe» ausschuffe» im Reichsoerband der Deutschen Industrie; Dr. Martin Sogemeier, Verband nordwestdeutscher Wirtschaftsoertretungen: Direktor Dr. Schüßler, Heilmittel; Direktor Schwartz, Salamander: Generaldirektor Theunert, Kathreiner GmbH.: Arnold Trumpf, Präsident bei Reichsoerbandes der landwirtschaftlichen Genossen- schäften; Generaldirektor Thomas, BVG; Direktor Uhl, Agfa, Wiethorn, Reichsverband der Plakatanschlagunlernehmen. Dr. o. Winterfeld, elektrische Industrie (Siemen»): Direktor W i 11 f e • Dresden, Vorsitzender de» Verbandes sächsischer Industrieller.
Berlin, 30.Oft. (WTB.) Der Reichsminister । für Lolksaufklärung und Propaganda hatte zu heute t mittag zur Eröffnungssitzung des Werberates der deutschen Wirtschaft eingeladen. Im Kronsaal des alten Friedrich-Leopoldpalais hatten sich die Mit- glieber des Werberates, sowie die seines Verwal- tungsrates und zahlreiche Gäste eingefunden.
Staatssekretär Walter Funk
eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache, in der er davon ausging, daß heute die Durchführungsbestimmungen zum Gesetz über Wirtschaftsformen veröffentlicht werden, nach denen der Werberat der Deutschen Wirtschaft als öffentlich rechtliche Körperschaft errichtet ist. Zum Präsidenten bestellt wurde Ministerialdirektor Ernst Reichard, zu Geschäftsführern Dr. Heinrich Hunke, Erwin Finkenzeller und Zimts« aerichtsrat Dr. Carol Edler o. Braunmühl. Zu Mitgliedern des Werberates wurden 50 Vertreter der an der Werbung besonders interessierten Wirtschaftskreise ernannt. Vorsitzender im Verwal- tungsrat ist Staatssekretär Funk selbst, zweiter Vorsitzender Staatssekretär Dr. P o s s e vom Reichs- wirtschastsministerium, dritter Vorsitzender Staatssekretär Backe vom Reichsernährungsministerium. Der Werberat der deutschen Wirtschaft soll der Wirtschaft helfen, bie Werbung besser, billige r, wirkungsvoller zu gestalten. Für biefe Arbeit erhebe der Weberat eine kleine Gebühr von durchschnittlich 2 v. H. des Werbeumsatzes, bie wiederum zur Werbung verwandt werden. Außerdem solle der Werberat alle staatlichen Mittel zur Wirtschaftswerbung zentral bewirtschaften.
Die dringlichste IDerbeaufgabe fei die Förderung de» Abfahe» deutscher waren und deutscher Leistungen im In- und Auslande. Unter den großen ungelösten reeltwirlschaftlichen Problemen sei die Frage der Absahregulierung und der Neuordnung der Märkte ein« der wichtigsten. Entweder wir müssen neuen Bedarf für unsere Industrieprodukte Hervorrufen, ober unsere allgemeinen Bedürfnisse ein- schränken.
Damit fei das Wirtschaftsproblem in erster Linie ein Organisationsproblem geworden. Durch Propaganda könne man auch ftemden Ländern bisher völlig fremde Bedürfnisse anerziehen und so den Absatz fördern. Der Werberat der Deutschen Wirtschaft habe die Aufgabe, durch bessere Organisation der Werbung eine stärkere Wirkung zu geben.
Reichsminister Dr. Goebbels führte bann u. a. aus, daß die Grundformel der deutschen Revolution die Forderung sei, den schrankenlosen Individualismus durch ein volks- mäßig gebundenes Denken und Empfinden zu ersetzen. Auch das Gebiet der Wirt- schaftswerbung, auf dem liberalistifche Wirtschasts- auffasfung chaotische Zustände habe entstehen lassen, müsse nach nationalsozialistischen Prinzipien wieder als Dienerin in die gesamte Volkswirtschaft eingebaut werden. Eine der wesentlichsten Aufgaben seines Ministeriums sei, das wirtschaftliche Streben und bie wirtschaftspolitische Ueberzeugung des wirt- schaftenden Menschen mit der Wirtschaftspolitik bes Reiches in Uebereinftimmung zu bringen. Private Initiative falle auch auf dem Gebiet der Wirt- fchastspropaganba ausschlaggebend fein.
Niemand reisse besser ol» die Nationalsozialisten, dah die Propaganda eine Kunst ist, bie nur von ber persönllchkeit durch bas von ihr ausgestrahlte geistige und seelische Fluidum gemacht werden könne. Erfolgreiche Propaganda brauche Bolksnähe und muffe auf die Mentalität de» Kreise» abgestimmt fein, auf den sie einwirken solle. Eine bürokratische Reglementierung der Propaganda würde der Tod der wirtschaftsreerbung sein. Jeder Wirtschaftler bleibe auch in Zukunft verantwortlich für feine Propaganda.
Die Aufgabe bes Werberates fei, die gesamte beut- sche Wirtschaftswerbung unter einen ein- heitlichen Willen zu stellen. Er werde Klarheit, Sauberkeit, Ordnung und Ge- schlossenheit der Wirtschaftswerbung herbeiführen und bie Autorität bes neuen Staates hinter bie deutsche Wirtschaftsmerbung stellen. Wie der neue Staat ein sauberer Staat ist, so solle nunmehr die unlautere Werbung einer Werbung Platz ma- djen. bie in Sprache und Ausdruck wahr und deut'ch ist. Die deutsche Wirtschaft habe seit vielen Jahren gegen bie MißstÜnde angefämpft unb ihre Beseitigung durch den Staat ge- ordert. Die nationalsozialistische Regierung werbe nunmehr bie alten Forberungen der deutschen Wirtschaft, Treu und Glauben auf dem Gebiet der Wirtschaftswerbung, erfüllen.
Die Abgabe, die der Werberat erhebe, bedeutet keine neue Belastung der schwer leidenden deutschen Wirtschaft, sondern diene ihrer Förderung. Die Wettbewerbsämter der Industrie- und Handelskammern erhielten durch den Werberat der deutschen Wirtschaft eine noch größere Autorität, als sie von ihnen bisher immer gewünscht worden sei. Bei der Lösung der Aufgaben, den beut- scheu Binnenmarkt unb ben Außenmarkt zu er» chließcn, solle ber Werberat Wegweiser unb Heller ein. Alle bisher bestehenden Organisationen für Wirtfchaftswerbung sollten in Zukunft nach den Weisungen de» Werberate» dem gemeinsamen Ziel dienen, da» die nationalsozialistische Regierung sich zur Ausgabe gemacht habe: Dem deutschen Volke wieder Ehre und Brot zu geben.
Reichswirtschastsministcr Or. Schmitt
Berlin, 30.01t (WTB.) Zu Mitgliedern de» Werberates der deutschen Wirtschaft werden zunächst berufen:
Verlaasdirektor Amann- München, Reichsleiter der NSDAP, für die Presse; Direktor Dr. Baumann» Berlin, Reicksbahnzentrale für den Fernverkehr; Verleger Bischofs, Verein deutscher Zeit- schriftenverleger; Fabrikant Fritz B l e y I e - Stuttgart, Bekleidungsindustrie; C. Th. Bruger, Ge- schäftsführer der Hauptabteilung Werbung im Amt für Agrarpolitik"; Präsident Freudemann, Präsident der Hauptaemeinschaft des deutschen Einzelhandels e. B.; Fritz Gabler, Heidelberg, Gaststättengewerbe; Dr. Gattineau, Stickstoff- inbuftrie; Direktor v. Halem - Düsseldorf, Bereinigte Stahlwerke; Dr. Heinkel - Warnemünde, Flugzeugbau: Dr. Hilland, Deutscher Industrie- und Handelstag: Dr. Hugo Henkel- Düsseldorf, Perfilwerke: Direktor v. Hentig, Automobilindustrie (Daimler, Benz): Dr. Jakob Herle, Reichsoerband der deutschen Industrie: Präsident Kalifen, Präsident der Kleinhandelskammer Bremen; Direktor K e i I - Dresden; Dr. Kind- Solingen, Henckels Zwillingswerk: Generaldirektor Klitsch, Anzeigengewerbe: Dr. Karl ft r ä u 11 e, Geschastsführender Präsident des Reichslanbbundes, Christian K u p f e r b e r g - Mainz; Kübarth- Königsberg i. Pr., Handelskammerpräsident: Richard Künzler, Reichsverband deutscher Werbe- sachleute; Generaldirektor Dr. ßübbert, Ber- kehrswesen AG.; Konsul Mann-Leverkusen, IG.
arbeiten müssen sofort gestellt werden.
Berlin, 30. Oft. (WTB.) Der Reichsarbeiis- nünifter weist erneut darauf hin, daß die vom Reich zur Berfügung gestellten Zuschüße für 3 n st andsetzungs - und Ergänzung»- ebäuden und in Wohnung e n rund 40 o. H., für Wohnungsteilungen unö sonstige Umbauten rund 62 v. H. der Kosten betragen. Die ungesäumte Beantragung " "d Dur chsührung solcher Arbeiten ist daher Pflicht jedes Hausbesitzers, Ge- werbetreibenden ober Mieters, besten pau» ober Wohnung ber Instandsetzung unb Ber- benerung bebarf. Ieber, ber solche Arbeiten mit Hld)^u,d)u^n vusführen läßt, hat selbst erhebliche Vorteile unb unter ft ü ö t burch sei» n , n u n 1 r 0 9 & * e Bemühungen unb Bc» ‘ .Ü“ n V ,n. b e 6 Führer» und de» gesamten wJLlS!? 8 um das große Aufbauwerk ber »rbe. sbeschassung in ben kommenden Winter- kXr.Cni T". ?"'ksgknoste wird daher aufqe-
*etien Zulchufeantrag bei der zu- (tönbigen örtlichen Stelle einzureichen.
Wieder 12,2 Millionen Reichsmark für Arbeitsbeschaffung bewilligt.
bIrbeiÄriT ^^"dita^sschufe
runb 12,2 Millionen Mark im Rahmen be &it^ descha fungsprogramm» der Reich»regierung bereit St“: । bcr Rhein-Main-Donau. 21 G. ein Betraa von zwei Millionen Mark für Bag- verarbeiten an Jentfa.nftufcn. liefbauarbeiten an schleusen und Wehren und für die Bebebuna nnn 6tauf<Uen der Mainkanal.sierung z w i7ch° „ Aschaffenburg und Würzburg zur Ber- lutzuuq gestellt. Hit Hilfe ein,» DarUn» von 400 000 Mark wird ferner von der Stadt Am- berg (Oberpfalz) ein große» Arbeitsvorhaben xur Regulierung der Bil» durchaesührt. Sin der Stadt Heidelberg bewilligte» Darlehen bient ber Er. ftellung einer Bewässerungsanlage iur Erhöhung bes Ertragswert» ber gärtneriktwn ftu|. turen in der Gemarkung Hanbschuhsdelm Größere Beträge entfielen weiter auf d. n Freiltaat Sachsen, Thüringen und M e <f l» * > * r a, Schwerin.
Arte bann u. a. aus: Der ©erberat ber beuttchen Wirtschaft soll Mittler fein zwischen bem für bie Führung ber Wirtschaftspolitik verantwortlich-n chswirtschaftsminifter unb bem wirtschaftenden d,,n' t>amif dieser vertraut wirb mit ben Ab- I Wen ber Reichsregierunq unb fein privates Wol- I £n.2mö rtanbeln voll einictzen kann für do» große Ausbauprogramm der Reichsregierung. Luch Win-


