Ausgabe 
31.8.1933 Frühausgabe
 
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mit erhöhter Spannung dem Ablauf

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in das Gebäude eingelassen wurden. Dem Kontrolleur Zeilberger wurde auf seine Frage, was los sei, geantwortet:Eine ge­fährliche Einlieferung". In der Aufnahme­kanzlei wurde er von den drei Männern überfallen und chloroformiert. In­zwischen kam der diensthabende Kontrolleur Bergles, der die Schritte im Gange gcchört hatte, hinzu. Er wurde gleichfalls be­täubt, desgleichen der Aufscherstelloertreter Ludwig. Nachdem sich die Täter aus einem Schlüsselkasten einen Bund Schlüssel geholt hat­ten, holten sie Gauleiter Hofer aus seiner Zelle, in die sie die Beamten ein­zuschließen versuchten. Den Schlüssel zur Aus­gangstür holten sie aus der Wohnung des Ausseherstellvertreters Ludwig und entka­men so. Der ganze Ueberfall und die Be­freiung spielten sich in ungemein kurzer Zeit und ohne Lärm ab.

Berlin, 80. Aug. (CNB.) Der Reichs­pressechef der NSDAP. Dr. Dietrich äußerte sich vor seiner Abreise von Obersalzberg nach Nürnberg in einer Unterredung mit dem Münchener Vertreter derDAZ." über den bevorstehenden Reichsparteitag, wobei er eine Reihe von Fragen beantwortete.

Frage:Worin erblicken Sie die beson- 1933?" Bedeutung des Reichsparteitages

Antwort: Der diesjährige Reichsparteitag unterscheidet sich zunächst grundlegend dadurch von allen früheren, daß hier die Nationalso­zialistische Partei nach ihrem Durch.- bruch zum Staat zum ersten Male als Repräsentantin des ganzen deut­schen Volkes auftritt. Weil die national­sozialistische Bewegung im Besitz der Macht zur Trägerin des Staates geworden ist, han­delt es sich hier also nicht mehr um eine Par­teitagung schlechthin, sondern gleichzeitig gleich­sam um eine politische Generalmu- sterung des neuen Deutschlands.

Frage: Die gewaltige Nürnberger Tagung wird also naturgemäß eine außerordentliche Wirkung ausstrahlen nicht nur auf die An­hänger der NSDAP., sondern auch auf die ihr bisher Ferner st ehenden?

Antwort: Ich hoffe das zuversichtlich, und zwar in erster Linie aus dem persönlich inneren Erleben eines jeden, der als Gast oder Zuschauer nach Nürnberg kommt. Gerade diejenigen, die dem Ringen unserer Bewegung bisher fremd gegenüber- stanöen, werden in Nürnberg Gelegenheit fin­den, das innere Wesen des National­sozialismus auch seelisch begreifen zu lernen und sich eine Vorstellung von dem gewaltigen Weltanschauungskampf zu machen, den die NSDAP, geführt hat und heute noch führt. In der Proklamation des Führers auf dem Reichsparteitag sowie in den verschiedenen Vorträgen und Referaten auf dem Kongreß werden die unverrückbaren Grundsätze des nationalsozialistischen Staa­tes, daneben aber auch die neugewon­nenen Erkenntnisse aus der Pra­xis der Verantwortung heraus, rund gegeben.

Frage: Muß nicht gerade das Ausland

Die politische Ordnung in Deutschland im Interesse der ganzen Welt auch in Zukunft zu garantieren, bleibt weiterhin ihre große und verantwortungsvolle Aufgabe. Wenn in dieser Richtung etwa noch Zweifel zu zer­streuen wären, dann müßten sie schon allein durch die Tatsache beseitigt sein, daß ja in Nürnberg keineswegs die gesamte SA. und SS. aufmarschiert. Der Reichs­parteitag hat vornehmlich geistigen und weltanschaulichen Inhalt. Bewußt wurde der Aufmarsch auf einen verhältnis­mäßig kleinen Teil beschränkt, dessen die Ta­gung nun einmal als einer festlichen Umrah­mung bedarf. Um dieses äußere eindrucksvolle Bild der Tagung handelt es sich und nicht um die Absicht, zahlenmäßig besonders große Ein­heiten der Kämpfer für das Dritte Reich etwa demonstrativ aufmarschieren zu lassen.

Führers umjubelten, waren ein Bild stärkster Ein- dringlichkeit.

Nach Beendigung der großen Standkonzerte, die von den Stanüartcnkapellen auf allen Plätzen Nürnbergs veranstaltet wurden, for­mierten sich die Kapellen zu einem Zuge. Sie marschierten, von einer riesigen Menschen­menge begleitet, am Deut sch en Hof vor­bei, um dem Führer ihren Gruß zu brin­gen. Unter den Klängen des Deutschlandliedes ging es im Paradeschritt an dem Hause vor­bei. Gleich darauf zeigte sich an einem Fenster des ersten Stockwerkes der Führer. Nun kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Alle Sperrketten wurden durchbrochen, und die Straße glich weithin einem wogenden, bro­delnden Menschenmeer, aus dem sich steil wie ein Wald die Arme emporstreckten. Dann klang das Horst-Wesscl-Lied auf. Immer wieder und immer wieder hörte man die Klänge des Deutschlandliedes und nationalsozialistischer Kampflieder. Erst in den späten Abendstunden gelang es, die Umgebung des Hotels von den Menschenmengen freizuhalten.

Dollfuß setzt die Verfolgung der NGDAp. fort.

DieAberkennungderösterreichischenStaats- bürgerschaft für nationalsozialistische

Führer.

Wien, 29. August. (CNB.) Im Zusammen­hang mit der Aberkennung der Landesbürger­schaft für die Funktionäre der NSDAP., Lan­desleiter Proksch, Gauleiter von Ober­österreich Bolek und Propagandaleiter von Oberösterreich Tremel, mit welchen Maß­nahmen auch die österreichische Staatsbürger­schaft erlischt, berichtet das Heimatschutz-Abenü- blatt, daß alle notwendigen Feststellungen be­reits durchgeführt wurden, um allen jenen Mitgliedern der NSDAP., diestrafbare Handlungen" begangen haben undgeflüchtet" sind, die Staatsbürgerschaft abzuerkennen und deren erfaßbares bewegliches und unbeweg­liches Vermögen zu beschlagnahmen. Die 23er= folgun_gen und Bestrafungen von National­sozialisten aus allen möglichen Gründen gehen weiter. Nur einige besonders krasse Fälle seien angeführt. Die politische Behörde in Ried in Oberösterreich hat einen Befehl an die Gen­darmerie ergehen lassen, daß wegen Ma­len s von Hakenkreuzen, wenn die Täter unbekannt bleiben, drei Nationalsozia­listen zur Beseitigung der Zeichen und Schriften heranzuziehen sind. Ver­weigern diese die Arbeit, so werden sie mit Geldstrafe bis zu 2000 Schilling oder Arrest bis zu sechs Monaten oder mit beiden Strafen gleichzeitig bestraft. Weil drei Nationalsozialisten in Linz Heimat- schutzler angeblich herausfordernd mit Heil Hitler grüßten, wurden sie verhaftet. In Bad Ischl wurde ein Gerichtsbeamter we­gen angeblicher nationalsozialistischer Betäti­gung sofort aus dem Dienst entlassen. In Fischamend wurde wegen desselbenVer­brechens" ein Privatangestellter zu sechs Wochen Arre st verurteilt. 14 Tage Arrest erhielt in Gallspach in Oberösterreich ein Pen­sionsbesitzer, weil man , bei ihm einen Brief an die Propaganda st eile der NSDAP, in Nürnberg gefunden haben soll. Zwei Landwirte aus dem Burgenland, die bei Salzburg die Grenze nach Bayern überschreiten wollten, wurden verhaftet und zu vier Wochen Arre st verurteilt.

Die Entführung Hofers.

Der amtliche Bericht.

I n n s b r u ck, 30. Aug. (WTB.) Zu der Be­freiung des Gauleiters Hofer werden amtlich folgende Einzelheiten bekanntgegeben:

Kurz vor 1 Uhr fuhr ein Auto beim Eingangstor des Gefangenenhau- s e s vor, dem zwei Männer in Heimwehr­uniform und ein Zivilist, der die Hände so hielt, als ob er gefesselt wäre, entstiegen und |

Tage folgen?

Antwort: Die große Kundgebung in Nürn­berg, die bevorstehenden Manifestationen des nationalsozialistischen Geistes und Willens werden zweifellos das Ohr der ganzen Welt besitzen. Das Erscheinen so zahlreicher Vertreter des diplomatischen Korps und von Vertretern der gesamten Weltpresse in Nürn­berg beweist deutlich, daß man sich der über­ragenden Bedeutung dieser.Tagung durchaus bewußt ist.

Frage: Was wird das Ausland vor allem in Nürnberg sehen und erkennen können?

Antwort: Der Reichsparteitag wird nicht nur dem ganzen deutschen Volk, sondern viel­leicht auch der Welt das Verständnis dafür näher bringen welche wertvolle welt­anschauliche Kraft und Tiefe in der nationalsozialistischen Bewegung liegen. Er wird vielleicht auch die volle Erkenntnis för­dern, daß die Neuordnung des politischen Le­bens, die sich in Deutschland vollzogen und die innere und äußere Haltung unseres Volkes grundlegend gewandelt hat, auch für die politische Ordnung der Nationen untereinander von größtem Nu­tzen ist, weil das Deutschland der Autorität und Ordnung zu einem dauerhaften, f e st e n Faktor in der internationalen Politik geworden ist.

Frage:Halten Sie es für möglich, daß der Aufmarsch der SA. und SS. irgend­wie mißdeutet wird?"

Antwort: Nach unseren Erfahrungen muß natürlich mit einer Mißdeutung dieses Auf­marsches gerechnet werden bei denen, die die Wahrheit nicht erkennen wollen. Umso nach­drücklicher möchte ich nochmals betonen, was ja schon allgemein bekannt ist, aber uns immer wieder bewußt falsch ausgelegt wird, nämlich, daß die SA. und die SS. keinesfalls militärische oder auch nur militär- ähnliche Formationen darstellen. Die Besucher des Neichsparteitages werden viel­mehr in ihnen die Bekämpfer des Bol- schewismus erkennen, denen die ganze zivilisierte Welt dankbar sein sollte, weil durch ihr Verdienst dieser Weltgefahr im Herzen Europas Einhalt geboten worden ist.

Die politische Generalmusterung des neuen Deutschlands.

Reichspreffechef Or. Dietrich über die Bedeutung des Parteitags.

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Der Weg des Theaters im Dritten Reich.

Dom Intendanten Hanns König.

Mir haben den neuen Leiter des Gießener Stadtthcatcrs. Intendanten Hanns König, um einige Worte zum bevorstehenden Be­ginn der Winterspielzeit gebeten: sie mögen richtunggebend sein für die künstlerische Ar­beit an unserem Theater.

'Deutschland erwacht! Unser Vaterland sucht nach einer neuen Menschheitssorm, ebenso wie nach einer neuen Lebensform. Unser Führer und feine nächsten Mitarbeiter gehen mit heiligem Ernst an ihre Aufgabe, um all die Verschüttung der letzten Jahre wegzulöschen. Das deutsche Theater hat dabei die hohe Aufgabe, Sprachrohr zu sein eines neuen Kulturwillens. Doch ein Sprachrohr ist ein toter Gegenstand, wenn aus ihm keine Stimme ruft. Wir vom Theater wollen und müssen diese Stimme fein. Wir waren immer Stimme! Aber ohne Sprachrohr! Wir waren eine unverständ­liche Stimme. Wir sprachen mit schwacher Reso­nanz Sachen, von denen wir nur wenig überzeugt waren, und vermochten uns kein Gehör zu ver­schaffen. Woher kam das? Das, was das Theater brachte, war unecht und meist aufgesetzt. Zu dem kam, daß der Schauspieler und Regisseur sein Eigenstes verloren hatte. Das Eigenste aber ist der Heimatboden, in dem wir wurzeln und der uns nährt. Man hatte die Heimat vergessen: man schielte nach Ausländern. Man hatte den Boden verloren. Dazu kam, daß man in der Zeit ber zahllosen -Ismusse nicht mehr nötig zu haben glaubte, das rein Handwerksmäßige unserer Krmstform zu beherrschen. Es stiegen Raketen am Theaterhimmel auf, leuchteten oder besser bien» beten eine kurze Zeit, um in das Nichts zurück­zusinken, aus dem sie gekommen waren. Wer lernte noch, sich selbst, seinen Körper, seine Hände Augen, vor allem seine Stimme beherrschen, um damit jenen Ausdruck zu formen, der erschüttert? Wir vom Theater, Bühnenleiter, Regisseur Schauspieler und der ganze technische Apparat' haben nur Berechtigung, wenn wir es fertig bringen, andere zu ergreifen. Wir müssen er­greifen können, zum Lachen oder zum Weinen: wir müssen wirken können, um in die Herzen zu dringen. Aber wir können das nur, wenn wir unsere Mittel bis zum Letzten ausschöpfen und beherrschen, um damit schöpfen und herrschen zu können. Rach dem Krieg kam der Umsturz, und mit ihm das Ringen nach einer neuen Form, die auch dem Ereignis von 1918/19 entsprach. Im Dunkel tappten schreiende Menschen herum und

Aus oller Welt.

Explosion auf einem norwegischen Kriegsschiff. Drei Tote, neun verletzte.

Sei den Schießübungen des norwegischen PanzerschiffesT o r d e n s k j o l d" in der Nahe der Insel Jungfrauland hat sich ein schweres Unglück ereignet. Beim Abschuß emev 12-Zentimeter-Steuerbordgeschützes er- plodierte die Ladung nach rückwärts uud'- t e t e einen Oberleutnant und zwei Mann der Besatzung. Weitere drei Mann wurden schwer und sechs leichter verletzt. Die Ursachen des Unglücks sind noch nicht einwandfrei ge­klärt. Gleich nach dem Unglück brach das Pan­zerschiff die Uebungen ab, setzte die Flagge auf halbmast und steuerte Larvik an, um die To­ten und Schwerverwunüeten an Land zu brin- gen. Ein Kadett hat das Augenlicht verloren, während einem Kanonier der rechte Arm am­putiert werden mußte. Alle Verletzten haben Brandwunden erlitten. An Deck hat der Rück- schuß alles fortgefegt, was in seiner Richtung lag. Es handelt sich um eine der schwersten Katastrophen in der Geschichte der norwegi­schen Marine.

Autounglück bei Ehlingen. vier lote, ein Schwerverletzter.

Auf der Straße von Stuttgart nach Eßlin­gen in der Nähe von Brühl ereignete sich ein schweres Kraftwagenunglück. Ein mit fünf Personen besetzter Wagen aus dem Rheinland, der mit außerordentlicher Ge­schwindigkeit die stellenweise lehr kurvige Straße nach Eßlingen besuhr, geriet ins Schleudern und kam dadurch von der Fahrbahn ab. Im hohen Bogen flog der Wagen in ein Ackerfeld und stürzte dort um, sämtliche fünf Insassen unter sich begrabend. Zwei Personen waren sofort tot, zwei weitere starben bald nach ihrer Einlieferung im Eßlinger Krankenhaus.- Der fünfte Insasse, ein Herr Sailer, Sohn des Direktors der Firma Daimler in Untertürkheim, erlitt eine schwere Gehirn­erschütterung. Unter den vier Toten be­findet sich auch eine Frau.

Tod eines deutschen Schauspielers in Reuyork.

Der deutsche Schauspieler Wilhelm Bracke- b u | ch wurde in einer leeren Wohnung des Neuyorker Hauses, in dem er in den letzten äroei Jahren als Hausmeister in einer Keller­wohnung mit seiner Familie ein kärgliches tefcen fristete, mit einem Brotmesser ersto - e n aufgefunden. Die Polizei untersucht zur Zeit, ob es sich um einen Mord oder einen Selbstmord handelt. Brackebusch, der im Jahre 1884 in Hannover geboren ist, war früher be­kannt als Darsteller des Petrus in den Frei­burger Festspielen.

Ium singenden Walfisch."

Wii-tshauöfchilder und Wirtshaussprüche.

Wenn auch bie Romantik des Gasthauses von Anno bazumal sich heute nur in verschwiegenen Winkeln erhalten hat, so wirkt sie gerade des­wegen mit einem altertümlichen Zauber. Wie lieblich locken die wundervollen schmiedeeisernen und Holzbeschnihten Schilder und Zeichen, die sich noch hie und da erhalten haben. Ein kunstvoller Arm hält dasGoldene Schwert", von reichem Arabeskenwerk umrahmt, segelt dasGoldene Schiff in der Luft, die Rose funkelt aus grü­nem Laub, und die drei "Mohren halten in phan­tastischer Pracht die Wacht. Im Mittelalter war die Führung eines solchen Wirtshausschildes aus­drücklich vorgeschrieben, und da jedes Haus sein Zeichen besaß, suchten die Gaststätten mit beson­ders kühnen und anziehenden Ramen aufzuwar­ten. Da hören wir z. B. von Gasthäusernzum tol en Ferkel".dum singenden Walfisch",zur flötenden Auster" usw. Schon im Altertum führ­ten die Wirtshäuser solche Schilder und schon da­mals waren besonders die Tierbilder beliebt. So hören wir von einem Gasthaus zum Kamel, und in Pompeji hat man ein Wirtshaus ausgegraben, über dessen Tür ein von einem Zwerg geführter Elefant gemalt war. Andere Bezeichnungen an­tiker Wirtshäuser sind:Zum großen Adler",Zu den Schlangen",Zum Olivenstall",Zum Schwert",Zum Kranich" usw. Auf den Schil­dern versprachen auch schon Inschriften gute Be­dienung und alle Bequemlichkeitnach haupt­städtischer Weise", womit es aber in der Antike niemals weit her war. An einem besonders von Geschäftsreisenden besuchten Gasthaus in Lyon, das wohl Mercur und Apollo im Schilde führte war zu lesen:Hier verspricht Mercur Gewinw Apoll Gesundheit, Septumanus (Rame des Wirts) freundliche Aufnahme nebst Mahlzeit Wer hier einkehrt, wird nachher besser dran sein Fremder, sieh zu, wo Du bleibst." Auf einem Gastwirtsschild zu Antibes heißt es:Ein Wört­chen, lieber Wanderer! komm einmal herein- Dort meldet alles eine Kupfertafel Dir" (offenbar ein Tons).

Bei den Gasthausinschriften der neueren Zeit wird öfters auf den Ramen angespielt. So gibt es ö-.D.im Elsaß ein WirtshausZu den drei

Das Schild zeigt aber nur zwei und dar­unter steht die anzügliche Frage:Wann sehen S5 PJf. 3n Rothenburg ob der Tau- ber steht am Gasthaus zum Bären: Der Bär ist sonst ein böses Tier, jedoch ganz anders ist es tianr £ritl lin* «8 ^ch lohnen, in seiner W Su wohnen. Unter dem Bilde der Ma­donna am Wirtshaus zum Elefanten in Brixen

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lallten Wvrtfetzen, die seelenlos waren und zu keiner Seele dringen konnten. Das Wortge­ballt" spukte auf allen Bühnen. Es fehlte aber die Gewalt, es fehlte das Pathos! Wir müssen den Weg zum Pathos wieder finden! Richt zum hohlen Pathos, zum erlebnislosen Pathos. Rein! Wir wollen jenes Pathos, das, fundiert in der Kunst der Sprache und in der Kunst des Aus­drucks, zu unserem Publikum dringt.

Wir müssen uns zuxückfinden zu jener Aus­drucksform, die jedem unserer Volksgenossen ver­ständlich ist und nicht das Vorrecht einiger weniger Intellektueller ist, di? dank ihrerBildung" vor- geben, jede neue Richtung zu verstehen. Das Volk, unser Volk, das mit seinem Kindergemüt im besten Sinne des Wortes vom Primitiven er» faßt wird, dies Volk muß wieder Horen lernen. Es muß genau, wie wir auf der Bühne unten im Zuschauerraum lauschen können und mit der Seele dabei sein. Es muß mitleben und teilnehmen dürfen am Geschehnis, das oben abrollt, und es muh sich wieder begeistern lassen. Wie wir oben uns von der Begeisterung des Schaffens tragen lassen, so muß das Publikum sich seiner Begeisterung nicht mehr zu schämen brauchen.

c,*32® man liest, daß in Mannheim bei der Uraufführung derRäuber" die Menschen ge­schrien haben, sich umarmten und ob des Erleb­nisses außer Rand und Band gerieten, dann möchte man weinen über die Verschüttung unseres heutigen Gefühlslebens. Heute wagt kaum mehr Gefühle SU zeigen: kaum einer wagt ferne Begeisterung zu offenbaren, denn man scheut fid) inneres Gefühl an den Tag zu legen. Wenn es dem neuen deutschen Menschen gelingen wird bi« Primitivität der Gefühle zurückzugewinnen' um wie das Kind zu spielen, um wie das Kind zu erschrecken, zu fühlen, dann ist der Boden bereit Sur Ausnahme für die tiefe Saat, die in uns allen schlummert, die wir Deutsche sind. Wenn wir wieder den Mut zu unserem Gemüt gefunden I haben, dann wird ber Schauspieler wieder schaffen können, um fein Publikum, fein gutes deutsches Publikum, zu beschenken mit seinem Erlebnis und seiner Seele. Um sich verschenken und ausgeben zu können, muß er die Form beherrschen. Er muß von seiner Mission getragen fein und wissen, daß er nur ein Werkzeug ist, Diener einer Idee. Persönliche Eitelkeit, Reid, Großmannssucht Dumpfheit müssen abfallen. Er kann nur als Glöckchen im Glockenspiel gelten: aber dies Glück- eben muß klingen können und es muß sich in die Harmonie des Ganzen einfügen. Es muh! Und leder, der unsere wahrhaft große Zeit erkannt hat. wird gerne mitflingen wollen, damit auch unser Deutschlandlied von der Bühne herab den Widerhall findet, der in aller Herzen tönt

schen Hof zurück. Die Fahrt des Führers und seiner Mitarbeiter durch die Stadt führte abermals durch ein so dichtes Menschenspalier, daß die Wagen kaum durchkamen, Blumen über Blumen türmten sich zu Bergen im Wagen des Führers und seiner Begleiter. Der Jubel der Bevölkerung machte sich immer wieder Luft in dem begeisterten Absingen nationasozialistischer Kampflieder.

Dem festlichen Eröffnungsabend des Reichspar­teitages gaben Standkonzerte einen feier­lichen Abschluß, für die die bereits in Nürnberg weilenden SA.-Kapellen der Gruppe Westfalen, des Gaues Sachsen, der Gruppen Hessen-Nassau, Baden und Oberbayern mit den bewährten Kapellen von Nürnberg, Fürth, Erlangen, Bayreuth und Würz­burg angetreten waren. Ein festliches Bild bot sich auf derBurgfreiung , wo die Kapelle der SA.- Gruppe Westfalen, begleitet von 5000 Fackelträ­gern, auMarschiert war und die Reihe ihrer Dar- bietunjjen mit dem Badenweiler Marsch eröffnete. Die Türme der Burg, ebenfalls in Licht getaucht und der Blick auf das tief zu Füßen der Burgfrei- ung liegende Lichtermeer der im festlichen Glanze strahlenden Stadt und auf die vielen Tausenden, die vor dem Rathaus die An- und Abfahrt des

ist zu lesen:O Iungfrau, bie der Schlange Feind, Bleib immer Elefantens Freund. Mit Deinem Schutz bedenke dies Haus, treib Krankheit, Rot und jedes Unheil aus." Die Bibel ist vielfach bei diesen Inschriften benutzt, meist in naiver Form. Andere Zitate entstammen klassischen Dich­tern, wie z. B. der Vers, der im Reich-enbergev Ratskeller steht:Was auch draus werde, steh' zu deinem Volke, es ist dein angestammter Platz." Ueberhaupt findet man in den alten Rathaus- Kellern eine besonders reiche Inschriften-Weis- heit. Der Eingang zum Bremer Ratskeller ist durch den Hinweis gekennzeichnet:Dieweil ein ebler Rat die Weisheit oben pfleget, hat er der Weisheitsquell hier unten angeleget." Im Nürn­berger Rathauskeller heißt es u. a.:Hier hal- ten nach der Arbeit Last so Rat, so Bürger gute -Kaft und:Hier wird das beft im ganzen Haus getan/ Im neuen Münchner Ratskeller heißt es: O heiliger St. Florian, Du wirst wohl schwere Arbeit han, Zu löschen hier die Brände alle In dieses Kellers weiter Halle."

.. 3n den älteren Inschriften der Wirtshäuser sind häufig lange gereimte Anweisungen für gutes Benehmen gegeben, die in die reiche Literatur derFischzuchten" fallen. Aus den Bitten die da ausgesprochen werden, erhält man gerade kein

Bild von dem. was damals an Unflätigkeiten und Raufereien beim Biere moq- ^Hser wird an die Bezahlung gemahnt. So heißt es etwa:Wer Geld hat, komme freudig an fürcht' sich nicht vorm wilden

Oder-Hier ist das Haus zur Sonnen.

J?rr uin hat geh zum Bronnen."Wer rS?9®«-0?! komm morgen."Richte Dich nach Deiner Tasche und nicht nach meiner Flasche." dem borgen haben die Wirte so Erfahrung gemacht, daß sie diese schlechte Gewohnheit in zahllosen Inschriften ablehnen. Am Eingang eurer Wirtschaft in Weimar ftan-

s ^e-3?cSc: schimpfen will über Kaiser

und Reich, Der bleibe nur lieber draußen gleich!" Das ärgerte einen alten Herrn, weil er seine ein- ^staatlichen Gefühle nicht berücksichtigt fand, und er schrieb darunter:Und über unfern Großher- M der ooch". Auf recht bedenkliche Gewohn- df^ten laßt die Ditte eines Wirtes in der Rhön !Aeßen:Bei eintretenden Streitigkeiten sollen Glaser und Stuhlbeine unberührt bleiben. Hinter

cn s^den die Knüppel!" Drohend war die Inschrift aus dem Iahre 1567, die früher über einer Weinstube zu Zittau stand unter einem 0110, 008 eine Hand mit einem Schwert zeigte: Fluchen, schmähen und Lästerwort wird ver­boten an diesem Ort. So jemand schlägt und die Srecheit bricht, der hat sich selbst zum Schwert

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Trotz der über Steuer hort aegeben Zweifel beft bei ßefeßei fei, fotoeil r Gleuerpflidjtig f)at bet Reich SlenetMchlie übet bitten t C^W

iben ju Frage beba

1. Beschre ftanbes;

2. Mitteil ober Herste über, was

3. Mittet beschaffung

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Das Fiw dem Antra Steuerausf oergünstigu Finanzamt, len, baß eir tagungsoerf

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