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31.8.1933 Erstes Blatt
 
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Aus Der PromnüialbuiiptflaOt

Kieme Nachtmusik zum Mond.

Drei, vier Häuser umgrenzen mit den Rück­fronten die Gärten, die nun, in der großen Dunkelheit der Nacht, erfüllt sind mit den

Meine politische Nachrichten.

Reichspräsident von Hindenburg ist Mittwochvormittag mit dem fahrplanmäßi­gen Zuge 7.23 Uhr von Neudeck, Westpreußen, in Berlin, Bahnhof Friedrichstraße, ein­getroffen.

Auf der Moorwcide wurde das Hamburger Wehrstahlhelm-Regiment in Anwe­senheit der SA.-Führer und der Vertreter des Senats feierlich in die GruppeHansa" der SA. eingegliedert.

lichkeit der Nordwolle.

Vorsitzender:Ist es richtig, daß Sie Dr. Dörner die Tätigkeit erschwert haben?"

Karl Lahusen:Das bestreite ich in vollem Umfange."

Vorsitzender:Haben Sie Dr. Dörner ge­beten, gewiffe Dinge gegen Jakob Gold­schmidt geheim zu halten?"

Karl Lahusen:Das bestreite ich auf das allerentschiedcnste. Das uns gemeinsam bin­dende Interesse war ja, der Nordwolle und, wie ich erst später erfuhr, der Danatbank durchzuhelfen."

Im weiteren Verlauf macht Karl Lahusen dann Ausführungen über die Bilanzar- b eit en. Beim Bilanzentwurf per 31. De­zember 1931 mit einem Verlust von 8 Mill. Reichsmark habe es sich um einen vorläufigen Entwurf gehandelt. Nach Ansicht der Danat­bank hätte es einen schlechten Eindruck gemacht, wenn die Nordwolle mit einem Ver­lust zwischen 15 und 25 Mill. RM. heraus- gckommen wäre.

Bremen, SO. Aug. (WTB.) Im Lahusen- Prozeß schilderte der Angeklagte Karl La­husen seinen Lebensgang. Er wurde in Del­menhorst geboren, kam als 12jährigcr auf das humanistische Gymnasium Bremen, das er 1907 mit dem Abiturium verließ. Er trat dann als Lehrling in die Norddeutsche Wollkämmerei ein, arbeitete in allen Abteilungen, nur nicht in der Buchhaltung, mit deren Grundzügen er bekannt gemacht wurde. Nach einjährigem Auf­enthalt in Argentinien wurde er Abteilungs­leiterRohwolle". 1912 wurde er Stellver­treter seines Vaters, schließlich einziger Pro­kurist der Nordwolle.

Die weiteren Darlegungen Karl Lahusens waren dem eigentlichen Auf- und Ausbau der Nordwolle vom Jahre des Entstehens 1884 an gewidmet. Das bis zum Kriegsaus­bruch auf 22,5 Mill. NM. lautende Aktien­kapital sei im Laufe der Jahre z. Zt. der höchsten Wollpreise 1927 bis 1929 nach und nach auf 75 Mill. NM. erhöht worden, nachdem es bei der Umstellung auf Goldmark- Eröffnungsbilanz im Jahre 1924 ungefähr 30 Mill. NM. betragen hatte. Die Nordwollc habe bei dem ständig wachsenden Umfang des Geschäftes niemals Schwierigkeiten gehabt, den Kreditbedarf zu befriedigen. Die Bildung der Komplexe Toga und Alrova sei keine wirt­schaftlich unzulässige Ausdehnung.

Die weitere Vernehmung von G. Karl La­husen wandte sich dann der Errichtung des eigenen Verwaltungsgebäudes in Bremen zu. Die Notwendigkeit des eigenen Baues habe sich aus der Zentralisierung der Verwaltung des inzwischen aufgeblühten Nord- wolle-Unternehmens ergeben. In besten Kon­junkturzeiten habe das gesamte Nordwolle- Unternehmen in 30 Waschpartien mit 400 000 Spindeln 22,111 Mill, kg Kammgarn jeder Art bei einer Arbeiterzahl von insgesamt 22 300 erzeugt. Karl Lahusen bezog ein Jahres­gehalt von 75000 Mark und 10 Pro­zent Tantieme aus dem Reinge­winn, Heinz Lahusen ein solches von 50 000 Mark und zunächst 6 Prozent Tantieme und ab 1927 7 Prozent. Auf eigene Anweisung Karl Lahusens wurde der Vertrag von 1927 infolge der durch die Kapitalcrhöhung geän­derten Verhältnisse insofern abgeändert, als

Ein bekannter Amsterdamer Anwalt und Verteidiger in Strafsachen, Franyois P a u - weis, ist von den Familienmitgliedern des holländischen Reichstags-Brandstif­ters Marinus van der Lubbe ersucht worden, die Interessen van der Lübbes wäh­rend des bevorstehenden Prozesses wahrzu­nehmen. Pauwels hat diesen Auftrag ange­nommen.

Widerstände gegen Roosevelt.

Gegen die Zentralisierung. Was wird Ford tun'?

N e w y o r k, 30. Aug. (TU.) Der Vorsitzende der amerikanischen Anwaltsvereinigung, Clä­rens M a r t i n, eröffnete in Grandrapids (Mi­chigan) die 56. Jahresversammlung mit einer Aufsehen erregenden Rede, in der er heftige Angriffe gegen den Präsidenten Roosevelt richtete. Er erklärte, daß Roose­velt durch die Bundesmaßnahmen beabsichtige, die Souvernänität der Einzelstaaten und damit die amerikanische Republik zu zerstören und

neral der Infanterie verliehen der Berechtigung zum Tragen der Uniform Relchsheeres.

Keine Blumen in den Wagen des Führers werfen!

Nürnberg, 31. Aug. Dem Führer sind

Der Herr Reichspräsident hat den neuer­nannten amerikanischen Botschafter in Berlin, Dodd, empfangen, ferner nacheinander den grie­chischen Gesandten Alexander Rizo-Rangabe, den königlich-siamesischen Gesandten Phya-Su- barn Sompati und den königlich ungarischen Gesandten Constantin von Masirevich zur Entgegennahme ihrer Beglaubigungsschreiben. An den Empfängen nahm der Reichsminister des Aus­wärtigen Freiherr von Neurath teil.

Schatten stummer Geheimnisse. Es ist ganz still, die Straßen der Stadt sind nah und doch so weit fort. Klar zirkeln die dunklen Pro­file der Baumkronen gegen den Himmel, und kleine Sterne blinzeln hell und freundlich durch die Blätter, wie Fenster eines zauber­haften Hauses, gütig aufgetan dem Frieden einer ruhig schlafenden Welt. Wie besinnlich dies alles ist! Gute Gedanken kommen auf leisen Füßen zu mir, und die Blätter der al­ten Bäume rauschen und flüstern von heim­lichen Dingen.

Leuchtend schön schwebt der Mond über den Dächern, eine klare Schale aus Silber, ein sanfter Lichtkelch der großen Stille ...

Hinter den Bäumen erklingt plötzlich ein Ton, schwermütig und leise schwimmt eine kleine Melodie durch das blaue Schweigen. Der Nachtwind, der eben noch auch weichen Sohlen über den Himmel huschte, hält ganz erstaunt den zarten Atem an. Uebcr die dunk­len Wipfel der Gärten wandert die kleine Melodie hinauf zu dem leuchtenden Mond, schwingt sich empor auf einer feinen silbernen Leiter, und der Mond lächelt ein wundermil­des und verträumtes Lächeln, wie er es in alten Märchen tut, die längst vergessen sind...

Irgend jemand ist verborgen hinter den schimmernden Zweigen der alten Bäume und spielt auf einer Mundharmonika ein kleines Lied, sicherlich war sein Tag grau und voller Mühen. Nun aber ist die tiefe Erlösung^ der Nacht gegenwärtig, und er sieht still in die silberblaue Weite und spielt so vor sich hin. Ein kleines Sehnen und ein heimliches Glück - schwingt in dem kleinen Lied, die Sternlein blinken vom Himmel und der gute Mond lächelt herab.

Den ganzen Märchenzauber der samtenen Stunde trägt die Melodie auf ihren Händen, nun blüht die blaue Blume der Romantik auf im Schimmer des Mondenscheins. Bin ich noch in der Stadt? Gibt es noch den lauten Tag mit nüchternem Lärm und hastender Eile? Mir ist, als wäre ich in einem verwunschenen Schloß inmitten uralter Bäume, weit dahin­ten, wo das große Sehnen wohnt ...

Nun weht der warme Nachtwind wieder im Rauschen der Wipfel, und die Musik ver­stummt, kleine Nachtmusik zum Mond, die zit­ternd verschwimmt im blauen Licht.Gute Nacht" sagt der Mond und nickt mir freund­lich zu. Kleine silberne Wolken ziehen über den Himmel ... H. C. v. M.

Religiöse Andachten in den <^chu en.

Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kunst und Volkstum teilt in einer Bekannt­machung an die Direktionen der höheren Lehr­anstalten und an die Kreis- nnd Stadtschul­ämter mit, daß, da bei zahlreichen Schulen die Hebung besteht, mit Schulfeiern und vater­ländischen Weihestunden religiöse Andachten

seine Fahrten durch Deutschland und insbesondere am Mittwoch durch Nürnberg wiederum große Mengen Blumen in den Wagen geworfen worden. Der. Führer bittet darum, diese Blumen, die für seine SA. bestimmt sind, sofort feiner SA. zu geben, da er von diesen Unmengen von Blumen auch keinen Bruchteil in sein Zimmer st eilen kann. Im Zusammenhang damit wird darauf hingewiesen, daß Das Werfen von Blumen in den Wagen des Führers feit längerer Zeit verboten ist, weil bei schneller Fahrt durch geworfene Blumen­sträuße leicht Personen verletzt werden können.

durch eine soziale Demokratie (Social Demo- craty kann auch heißen: Eine Sozialdemo­kratie) zu ersetzen. Martin bezeichnete das amerikanische Kinderarbeitsgesetz als ein Werk, das von kommunistischen Ideen ge­tragen sei und nennt das Bundeskriminal- geseh den letzten Akt der amerikanischen Tra­gödie. Die Bundesstaaten würden zu Ver­waltungsbezirken degradiert wer­den, falls die wirtschaftlichen Notmaßnahmen, wie die national recovery act als dauernde Gesetze beibehalten würden.

In Kreisen der amerikanischen Regierung Ist man ernstlich besorgt über das hartnäckige Schweigen Henry Fords, der bis jetzt den Autoindustrie-Code noch nicht unterzeichnet hat. Der Präsident hofft offenbar, Ford zur freiwilligen Annahme des Codes zu bewegen und will nach Möglichkeit einen Zwang zur Unterschrift ver­meiden. Die Abneigung Henry Fords gegen den Autoindustrie-Cooe soll sich in erster Linie gegen die Bestimmung richten, wonach alle Autowerke verpflichtet sind, ihre sämtlichen Bücher der USA.-Autokammer vorzulegen. Andererseits aber ist auch die Ansicht ver­breitet, daß das Schweigen und die zögernde Haltung Fords nur ein Reklametrick sind, da die Fordwerke das System der Min­destlöhne und der Arbeitszeitkürzung bereits seit Jahren eingeführt haben.

Aufstieg und Medergang der Aordwolle

Karl Lahusen schildert dem Gericht die Entwicklung des Konzerns.

Unterhalb des Thomaswerkes des Röchlinaer Eisen- u. Stahlwerkes in Völklingen (Saar) wollte ein Lieferwagen einem entgegenkommenden Auto ausweichen, streifte dabei aber die Chausseebaume. Durch das Schleudern des Wagens wurden zwei Handwerksburschen, die der Besitzer mitgenommen hatte, von der Baumreihe die Köpfe buch st üb­lich zerschmettert. Die Schuld soll den Be­sitzer des Wagens treffen, der so betrunken war, - er, wie polizeilich festgestellt wurde, nicht ein­mal etwas von dem Vorfall wußte. (!)

Oie Ehrengabe Nürnbergs für den Führer.

Nürnberg, 80.Aug. (WTB.) Die bei der Begrüßung des Führers im großen histori­schen Nathaussaal durch Oberbürgermeister Liebel dem Reichskanzler überreichte pracht­volle und kostbare Ehrengabe besteht aus einem roten Ledereinband mit Goldlinien, der innen eine künstlerische Widmung und einen seltenen jahrhundertealten Abdruck eines Wer­kes unseres weltberühmten Meisters Albrecht Dürer enthält.

Die Widmungsadresse zeigt oben in der Mitte das Hakenkreuz, links und rechts flankiert von den beiden Nürnberger Wappen­darunter befindet sich folgender Text:

Dem Führer Adolf Hitler, dem Begrün­der und Kanzler des Dritten Reiches, der die Stadt Nürnberg durch Erhebung zur Stadt des Neichsparteitages zu neuer großer Tradition berufen hat, weiht die Stadtgemeinde aus ihrem Kunstschatz die­ses Werk ihres größten Sohnes in tiefster Dankbarkeit. Nürnberg, am 80. August 1933, dem Tage des Beginnes des ersten Neichsparteitages nach dem Siege. Liebel, Oberbürgermeister."

Das K u n st b l a t t s e l b st, das sich auf der rechten Innenseite befindet, stellt eine Szene aus Dürers SchöpfungRitter, Tod und Teu­fel" dar. Der Kupferstich rührt aus dem Jahre 1513 her: er ist von Dürer gestochen und mit seinem Signum versehen. Der Abzug ist einer der älstesten und stammt noch aus Dürers Zeit. Er wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, also unmittelbar nach Dürers Tod, der berühmten von Praunschen Samm­lung einverleibt, ging in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in die Hände des an­gesehenen Kunsthändlers Börner und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die des Privatsammlers Hertel über, der seine sämt­lichen Privatsammlungen der Stadt Nürnberg vermachte. Seitdem wurde das wertvolle Bild im Germanischen Museum verwahrt.

Ein Gturmflug Görings.

Blitzschlag in die Flugmaschine.

Berlin, 30. Aug. (WTB.) Der Flug des Mi­nisterpräsidenten Reichsluftfahrtminister Göring am 23. d. M. v o n M ü n ch e n nach Berlin mußte, wie jetzt gemeldet wird, auf Grund dringen­der zeitlicher Dispositionen während der Dun- k e l y e i t durchgeführt werden. Das Flugzeug Manfred o. Richthofen", das um 20.20 Uhr in München gestartet war, geriet hierbei über dem Thüringer Wald in etwa 2500 Meter Höhe in einen Schnee st urm und kurz darauf in ein durch den plötzlichen Kälteeinbruch entstandenes Gewitter, in dem d i e Bordfunkstation durch Blitzschlag außer Betrieb gesetzt wurde. Trotzdem wurde der Flug glatt und pünktlich durchgeführt, und nach einer Flugzeit von nur drei Stunden fünf Minuten lan­dete das Flugzeug im Berliner Zentralflughafen Tempelhof.

Reichsluftfahrtminifter Göring hat dem Führer des Flugzeugs, Den Flugkapitän der Deutschen Luft- Hansa, Friedrich Hu ecke, dafür seinen besonderen Dank und seine Anerkennung ausgesprochen. In dem Schreiben heißt es: Sie haben unter schwierig­sten Wetterbedingungen im Nachtflua er­neut Ihr großes Können, Ihre Umsicht, Entschluß­kraft und Zähigkeit unter Beweis gestellt. Nachdem durch Blitzschlag das FT.-Gerät betriebsunfähig ge- worden war, haben Sie in unerschütterlicher Ruhe den Flug zu Ende geführt. Män­ner Ihres Wertes und Ihres Könnens verdienen, dem Heranwachsenden fliegerischen Nachwuchs stets als Vorbild pflichttreuen Einsat­zes und ruhiger Bescheidenheit, der besten männlichen Tugenden, hingestellt zu werden. Mit Siegheil Ihr dankbarer Hermann Göring, Reichsminister der Luftfahrt.

Beförderungen Blombergs und Görings.

Berlin, 31. Aug. (WTB. Funkfpruch.) A m (- l i ch wird mitgeteilf: Der Herr Reichspräsi­dent hat mit Wirkung vom heutigen Tage den Herrn Reichswehrminister, General der Infanterie von Blomberg, zum Generaloberst befördert.

Er hat ferner im Rahmen anderer Beförderungen den preußischen Ministerpräsident und Hauptmann a. D. Göring, Ritter des pour le merite, in An­erkennung seiner hervorragenden Verdienste in Krieg und Frieden den Charakter als G e -

der Tat dringend verdächtig der in Schanz bei Ma- ricnbaD wohnende 31 Jahre alte Arbeiter Max Eckert, der zum Einsteigen in die Villa eine Leiter der Feuerwehr von Schanz benutzte. Es wird angenommen, daß Eckert bereits über d i e Grenze geflüchtet ist.

Das tschechoslowakische Pressebüro erfährt weiter, daß der verdächtige Max Eckert e i n bekannter Wilddieb ist, der bereits wegen eines Ueberfalles fünf Monate Gefäng­nis erhalten hat.

Wiedererrichtung von Amts­gerichten in Preußen

WSN. F r a n t f u r t a. 3R., 30. Aug. Amtlich. Der preußische Iustizminister Serri hat bereits un­mittelbar nach seinem Amtsantritt die Auffassung vertreten, daß die zum 1. Oktober 1932 erfolgte Aufhebung von 60 Amtsgerichten in vielen Fällen als ein Fehlgriff zu betrachten ist, weil die für die Staatskassen erzielten Erspar- nissenur gering seien, dafür aber die enge Verbundenheit der Landbevölkerung mit ihrem Amtsgericht zum Schaden der Rechtspflege gelöst und der Bevölkerung das Auf­suchen des neuen für sie zuständigen Amtsgerichts wesentlich erschwert werde. Nunmehr hat das preußische Staatsminifterium auf Vorschlag des Iustizministers ein Gesetz verabschiedet, das sich zum Ziele gemacht hat, die mit der Aufhebung der 60 Amtsgerichte für die Bevölkerung verbundenen Nachteile aus ein erträgliches Maß zu- rückzuführen. Zu diesem Zwecke werden am 1. Ok­tober 1933 neun der aufgehobenen Amtsgerichte an ihrem früheren Sitz wieder eingerichtet, ferner werden an Stelle von aufgehobenen Gerich­ten zwei Amtsgerichte an neuen Orten errichtet. Endlich werden in größerer Zahl an Orten, die früher Sitz eines jetzt aufgehobenen Amtsge­richts waren, Zweigstellen der Amtsgerichte eingerichtet, an denen hauptsächlich b i e G e - schäfte der freiwilligen Gerichtsbar­keit durch einen Rechtspfleger erledigt werden sol­len. Die durch das Gesetz angeordneten Maßnahmen verteilen sich auf die Oberlandesgerichtsbezirke Frankfurt a. M. und Kassel wie folgt: ranffurt: Katzenellenbogen, Dammertingen und Wald werden Sitz einer Zweigstelle: Kassel: An Stelle der aufgehobenen Amtsgerichte Rauschen- berg und Rosenthal wird ein Amtsgericht in Gmunden (Wohra) errichtet: Sitz einer Zweig­stelle werden: Birstein, Netra, Nieder-Aula und Voehl.

Aus aller Welt

Wertvolle Altarbilder gestohlen.

Aus der Burg in Bojnice (Tschechoslowakei) wurden fünf äußerst wertvolle Altarbilder, . ,, - , .. ~ ,,

gefloßen. Die Bilder sind etwa 140 cm 8u verbinden, bei derartigen Veranstaltungen hoch und 60 cm breit und stammen von dem aus Anfordern des Schulleiters die im ^chul- italienischen Maler Ortagna Andrea Dio ne. dienst befindlichen Geistlichen beider christlicher Sie stellen dar: Die Madonna mit kleinem Konfessionen mitzuwirken haben.

Jesus an der Hand, den Heiligen Jakob, den Bekanntmachungen des personalamies Heiligen Jeremias, den Heiligen Johannes . ... .

den Täufer und den Heiligen Johannes als Inden Ruhestand versetzt wurden: Almosenspender. Die Täter werden zweisel- Am -7. Juli 1933 der Justizinipektor bei dem los versuchen, die Bilder über die tschechische Amtsgericht Wörrstadt Friedrich Herbert Grenze zu bringen, um sie im Auslande ab- auf Nachiuchen unter Anerkennung seiner dem zusetzen. Die Bilder sind sämtlich ohne Rah- Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste men und haben einen Gesamtwert von etwa und des un na len Interesse bekundeten 9 k an,rr qnnrf Opsersinns Mit Wirkung vom 1. Januar 1934:

OV« am 23. August 1933: der Obersekrctär an der

D»e Zigeuner-Schlacht in Warrvarin. Adolf-Hitler-Bauschule zu Darmstadt, Georg Die grausamen Vorgänge m Warwarin die Zilch7auf sein Nachsuchen unter Verleihung zur L y n ch u n g von d r ei Zig u " . Der AmtsbezeichnungVerwaltungs-Jnspek-

fuOrten, fanden, wie Belgrad Amekdet tor mit Wirkung vom 1. November 1933 ab. wird, eine Überraschende Ausklaru lg. Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze

Horden nehvien es jetzt als ziemlich sicher an, &cr Staatsbeamten tritt am 1. September daß der Sturm aus die Zigeuner ««« 1933 der Vorsitzende der Staatlichen Betriebs- wurde. sich>L L £"öeu °

k?»nb,e°ünd°»-b°nd-t? Nicht- Er n a n n t wÄd-n: Am 5. August 1933: iSftofe svurlos^ verschwunden istund nicht &cr Rektor an der Volksschule zu Mainz, Emil

ZL-: . S.°d.,chu--°. b°i d°m St°d.-

Luefu°wLr°Ä de^t-»'beNh-?Ü

® 1 J Die Äl der Verhaftungen beträgt »en a. Rh., Dr. Wilhelm H a a g, zum Kreis- fw*i4? 11 nh ift noch im Steigen begriffen, schulrat bei dem Kreisschulamt in Oppcn- Jnzwtschen wurde auch die Identität des blin- ^ei m a. Rh., beide mit Wirkung vom 16. Aug. den Mädchens festgestellt. Die Kleine ist tat- 1933 an- xc ,

sächlich keine Zigeunerin, sondern stammt aus ^UN0sUMUveNragUNg

einer rumänischen Familie, gelangte aber völ- KOm Varteitaa der NGOAV. lig rechtmäßig in den Besitz der Zigeuner. Sie9 F

wurde nämlich von den Eltern, die ihre elf Donnerstag:

Kinder nicht ernähren konnten, an die (jetzt Der Rundfunk überträgt heute: L0 bis 22 Uhr erschlagene) Zigeunerin Schiwana um 3000 über die Sender-Gruppe Deutschlandsender, Lei verkauft. Ueber den Verkauf des Kindes Breslau, Frankfurt, Hamburg, Königsberg, sind regelrechte Dokumente vorhanden, die die Stuttgart: Standtonzerte vom Adolf-Hitler- Zigeunerin bei sich führte und den Behörden Platz und Kornmarkt Nürnberg, vorgewiesen hätte, wenn sie nicht unterwegs Freitag-

den SaImCn Cnttiffen ""^lyncht wor- ^r Rundfunk übirträgt 'am morgigen Frei- oen wäre. _ . tag: 16 bis 16.30 Uhr über alle Sender: Funk-

Sporl-Ehrenpreise aus Bernstein. öertdjt vom Hauptbahnhof Nürnberg über die

Die maßgeblichen Stellen der Deutschen Ankunft der Züge der politischen Organisation, Sportbehörde haben, wie der Preußische anschließend Marschmusik. 17 Uhr über alle Pressedienst der NSDAP, berichtet, den in 1 Sender: Rede des Führers auf der Kultur- Frage kommenden Verbänden gegenüber der 1 tagung. 19 Uhr über alle Sender, Stunde der

Erwartung Ausdruck gegeben, daß bet der Anschaffung von Ehrenpreisen die her- matliche B e r n st e i n i n d u st r i e in besonde- rem Maße berücksichtigt werde, damit nicht un­nötig Devisen an das Ausland für Ehren­preise aus Silber und Gold ausgeführt wer- WMMZMIWWMM Der 1929 erfolgte Zusammenbruch der Betrunkener Chauffeur fährt zwei handwerksburschen W o l - B a n k in Amsterdam sei das erste | in den Tod.

Fanal dafür gewesen, daß bei der Wolle nicht alles in Ordnung sei. Der Zusammenbruch habe mittelbar einen starken Einfluß auf die Aktien der Nordwolle ge­habt. Ausländische Banken hätten Kredite bei der Nordwolle zurückgezogen und kurz darauf der Ultra Mare gegeben. Der Kreditabzug in Deutschland sei 1929 noch erträglich gewesen. Ende 1929 sei die Danatbank mit dem i m Vorschlag herangetreten, e i n größeres Kreditabkommen zu treffen. Man habe sich schließlich auf 2 Mill, englische Pfund ge­einigt. Der ausländische Kredit sei stark zu- rückgcgangen, bis die von der Nordwollc be­nötigten Kredite fast ausschließlich von deutschen Banken bewilligt wurden. Dr. Dörner, als Beauftragter der Bank, kam Anfang Februar 1931 nach Bremen und stu­dierte die Einrichtungen und die Wirtschaft-

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