Ausgabe 
31.5.1933 Erstes Blatt
 
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Industrie- und Handelskammer Gießen.

liebe, die gestrige Sitzung der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns von der Handels­kammer folgender Bericht übermittelt:

In dem mit den Bildern des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers, sowie mit frischem Grün geschmückten Sitzungssaal trat die Handelskammer am gestrigen Tag nach ihrer Umwandlung zu ihrer ersten feierlichen Sitzung zusammen. Der Herr

Vorsitzende Ludwig Rinn

eröffnete die Versammlung mit folgender Ansprache: Meine Herren! Wie schon die äußeren Zeichen, die Bilder unserer führenden Männer und der Blumen­schmuck dartun, handelt es sich heute um eine Tagung von besonderer Wichtigkeit für unsere Kammer. Es ist die erste Sitzung nach den gewaltigen Umwäl­zungen der letzten Zeit. Ich heiße Sie herzlich will­kommen und begrüße ganz besonders die neu ein­getretenen Kollegen. Möge sich unter Ihrer Mitwir­kung eine gedeihliche Zusammenarbeit entwickeln zum»Besten der Wirtschaft und zum Segen für unser Vaterland. Ich benutze die Gelegenheit, den Dank der Kammer denjenigen Kollegen auszusprechen, die auf Grund der Neuordnung ausscheiden mußten. Die Kammer verliert in ihnen bewährte, meist lang­jährige Mitglieder, die sich um die Förderung der wirtschaftlichen Interessen große Verdienste erwor­ben haben, und ich hoffe, daß sie uns auch fernerhin in speziellen Fragen mit ihren Erfahrungen zur Ver­fügung stehen werden. Besonders betonen möchte ich noch das kollegial-freundschaftliche Verhältnis, das stets zwischen uns bestanden hat.

Die jetzige Zeit läßt uns Ereignisse durchleben, die wir in ihrer ganzen Größe und Bedeutung erst dann richtig schätzen können, wenn wir einen gewissen Ab­stand dazu haben werden. Es ist notwendig, rück­blickend aus die lange Leidenszeit der Wirtschaft in den Nachkriegsjahren hinzuweisen.

Die Ursache des fast restlosen Zusammenbruchs unserer einstmals so stolzen und gefürchteten wirtschaft ist hauptsächlich in dem Schandver- irog von Versailles und der völlig verfehlten Staatsführung begründet.

Damals, meine Herren, haben deutsche Volksvertre­ter die Alleinschuld am Kriege anerkannt und Ver­pflichtungen übernommen, die niemals zu erfüllen sind. Der deutsche Kaufmann hat niemals mehr ver­sprochen, als er bewußt halten konnte; unsere da­malige Regierung hat sich über diesen Grundsatz hin­weggefetzt, um zunächst Ruhe zu bekommen, ohne Rücksicht auf die klar erkennbaren Folgen. Das, was Herr Reichsbankpräsident Dr. Schacht gestern aus­führte, ist auch eine Auswirkung der damals be­gangenen Sünden. Was wir sonst noch alles erdul­den mußten, kann man im Rahmen unserer heutigen Sitzung nicht erörtern; ich weise nur auf die Be­setzung des Ruhrgebietes und die sonstigenSank­tionen" hin, die die deutsche Wirtschaft immer mehr geschwächt und unzählige Existenzen vernichtet haben. Als stolzer Held ragt aus dieser trüben Zeit A l b e r t Schlageter hervor, dessen zehnten Todes­tag mir am 26. Mai unter der Anteilnahme des ganzen Volkes mit ernster Feier gewürdigt haben. Die Wirtschaft hat dann noch Jahre der Hoff­nungslosigkeit und Verzweiflung erlebt, was auch bei unseren Kammersitzungen immer erneut zum Ausdruck kam. Dies führte in den letzten drei Jahren zu einer Krise von so.ungeheurem Aus­maß, daß die schon vorder stark geschwächte Wirt­schaft fast völlig zum Erliegen kam. Die Kraft des Einzelnen versagte, wo eine verfehlte Steuer- und Tarifpolitik die besten und redlichsten Absichten zu­nichte machte.

Ls hat sich bitter gerächt, daß die mahnenden Stimmen praktischer Wirtschoftsführer nicht be­achtet wurden.

Die erste Hoffnung auf Besserung der Verhältnisse wurde ins Wirtschaftsleben getragen durch die be­kannte Rede des damaligen Reichskanzlers v. P a - p e n in Münster im Juli o. I. Die Gesamtwirtschaft atmete dankbar auf.

Wenn auch die häufigen Wahlen zunächst neue Unsicherheit brachten, so müssen wir doch heute mit Dank feststellen, daß wir endlich wieder eine Führung haben, der wir Vertrauen entgegenbrin­gen können. Der 30. Januar, der 21. März, der 1. und 17. Mai 1933 sind Tage, die in der deut­schen Geschichte nicht auszuloschen sind. Ganz be­

sonders möchte ich auf die Stunde in der Garnisonkirche vonPotsdam Hinweisen.

Als bei diesem feierlichen Akt der junge Kanzler unferm alloerehrten Reichspräsidenten die Hul­digung und Verehrung des ganzen Volkes aus­sprach und sich beide die Hände reichten, gingen eine stolze Freude und innere Bewegung nicht nur durch die Anwesenden, sondern auch durch Millionen Deutsche, die die Rebertragung am

Rundfunk milanhorten.

Neben dem für das neue Deutschland so denk­würdigen Tag von Potsdam ist der politisch so hoch bedeutsame 17. Mai hervorzuheben, an dem unser Kanzler zeigte, daß er nicht nur Parteifüh­rer, sondern auch ein kluger und weitblickender Staatsmann ist. Nur seiner damaligen Nede ist es zu verdanken, daß sich die sehr ernste politische Lage entspannte. An diesem Erfolg konnte auch dadurch nichts gemindert werden, daß einzelne Staaten, die uns niemals wohlgesinnt waren, Vor­behalte machten. Lind daß unser Kanzler auch großes Verständnis für die Wirtschaft zeigt, be­weisen die bedeutsamen Ausführungen, die er vor der deutschen Arbeitsfront im Sitzungs­saal des preußischen Staatsrats gemacht hat. Ader sein größtes Verdienst, meine Herren, ist die Tat­sache, daß es ihm gelungen ist, Deutschland vor der bolschewistischen Gefahr zu be­wahren.

Die Kammer stellt sich mit vollem Ver­trauen hinter die Regierung und sie hofft auf verständnisvolle Zusammenarbeit mit den ihr übergeordneten Stellen, d. h. sie erwartet, daß die Meinungsäußerungen der berufenen Wirtschaftsvertretung eingeholt und beachtet wer­den. Ganz besonders bei dem gegenwärtigen Wie­deraufbau ist sorgsamste Pflege der wirtschaftlichen Interessen notwendig; schädigende Experimente müssen unter allen Umständen vermieden wer­den. Diese Mahnung richtet sich vorzugsweise an die überschäumende Jugend, der noch vielfach die Erfahrung mangelt und die in mancherlei Tleber- griffen auch gegen den Willen der Führung ge­handelt hat. Die nächste Zeit wird die Mitarbeit der in der Wirtschaft erfahrenen Männer mehr als je notwendig machen. Sie ist in ganz hervor­ragendem Maße erforderlich bei dem schwierigen Problem unserer Außenhandelspolitik. Meine Herren,

wir können einen namhaften Export weder jetzt noch in Zukunft entbehren

und müssen den Weg finden, der diese lebenswich­tige Frage in möglichst vorteilhafter Weise löst. Den böswillig erfundenen Greuel- nachrichten des Auslands muh auch von In­dustrie und Außenhandel in jeder nur denkbaren Weise durch ihre Auslandverbindungen entge­gengetreten werden, da hier staatliche Abwehr allein nicht genügt. Heute kann der im Ausland wieder zu Ansehen gekommene deutsche Kaufmann wirksam mithelfen, die Haltlosigkeit dieser An­schuldigungen darzutun. Unfere Kammer hat von jeher im vaterländischen Sinne gearbeitet und bei sorgfältiger Wahrung aller ihr anvertrauter Interessen auch der Notlage unseres wichtigsten Berufsstandes, der Landwirtschaft, in reichem Maße Rechnung getragen. Wir freuen uns dar­über, daß wir uns hiermit in voller Lieberein- stimmung mit unserem Reichskanzler befinden.

Ein Beschluß der Kammer in ihrer ersten Jah- ressihung 1933 sieht Referate vor, die von ein­zelnen Mitgliedern aus ihren Berufszweigen ab­wechselnd gehalten werden sollen. Ich denke, daß dieser Beschluß auch von der Kammer in ihrer jetzigen Zusammensetzung genehmigt werden wird. Weiter sollen von Zeit zu Zeit wichtige Industrie- Werke des Kammerbezirks besichtigt werden, damit die einzelnen Mitglieder auch andere Berufe ken­nen lernen.

Meine Herren! Ich konnte in meinen Ausfüh­rungen natürlich nicht alles bringen, was in dieser ersten Sitzung zu sagen gewesen wäre. Ich möchte nur noch auf das Hinweisen, was ich vor etwa zweieinhalb Jahren bei der Äebernahme des Vor­sitzes erwähnte. Damals sprach ich die Hoffnung aus, daß es mir vergönnt sein möge, den Vor­sitz auch in einer Zeit zu führen, in der wir wieder ein freies, mächtiges und sauberes Deutschland haben werden. Ich hoffe und glaube,

daß wir heute auf dem besten Wrge zu diesem Ziel sind. Gebe Gott, daß wir es bald in voll­kommener Weise erreichen!

Oie ersten Beschlüsse.

Durch das Reichsgesetz über die Neuwahl der Schöffen, Geschworenen und Handelsrichter vom 7. April 1933 ist die Amtsdauer der Han­delsrichter mit dem 30. Juni 1933 für be­endet erklärt worden und die Ernennung neuer Handelsrichter nach den Vorschriften des Ge­richtsverfassungsgesetzes vor dem l.Juli 1933 vorzunehmen. In Durchführung dieses Gesetzes hat der Herr Landgerichtspräsident die Kammer aufgefordert, die Vorschlagsliste der Handels­und Crgänzungsrichter unter Beobachtung der hessischen Verordnung vom 14. Mai 1879 betr. Ernennung der Handelsrichter vorzunehmen. Es wurden demgemäß die Wahlen der Hauptrichter und Crgänzungsrichter durch Stimmzettel vor­genommen.

Nach Artikel 1 des Gesetzes über die Neu­bildung der Steuerausschüsse vom 22. April 1933 sind die Steuerausschüsse bei den Fi­nanzämtern unter dem Gesichtspunkte der Gleichschaltung neu zu bilden. Einem Ersuchen des Herrn Präsidenten des Landesfinapzamts entsprechend wurden die Wahlen unter Beobach­tung der gesetzlichen Vorschriften für die ein­zelnen Abteilungen der Steuerausschüsse bei den Finanzämtern in Gießen, Grünberg, jungen, Alsfeld und Lauterbach vorgenommen.

Herr Bankdirektor Grießbauer berichtete über die Audienz von Vertretern der hessischen Industrie- und Handelskammern bei dem Herrn Ministerpräsidenten Dr. Werner, welche die Zu­kunft und die Zusammenarbeit der Jndustrie- und Handelskammern im Nhein-Maingebiet zum Gegenstand hatte. In dieser Aussprache wurde der feste Wille auf Erhaltung der Selbständig­keit der hessischen Kammern zugleich aber auch die Bereitwilligkeit zur Mitarbeit an den ge­meinsamen Wirtschaftsfragen des Rhein-Main­gebietes bekundet. Die Vertreter der Kammern konnten die Tleberzeugung mit fortnehmen, daß sie hierfür auf die tatkräftige ^Unterstützung der hessischen Regierung rechnen können.

Der Voranschlag der Öffentlichen Handelslehr­anstalt Gießen für das Schuljahr 1933/34 wurde in der vorliegenden Fassung genehmigt.

Oie neueZusammensehung der Kammer wie sie von der Regierung bestätigt wurde, ist folgende:

In der Kammer sind verblieben die Herren: Jakob Diehm II., Lauterbach, Ludwig Griehbauer, Gießen, Hans Jhring, Lich, Martin Kimm, Alsseld, Jakob Maternus, Gießen, Wil­helm Poppe, Gießen, Kommerzienrat Ramspeck, Alsfeld, Ludwig Rinn, Heuchelheim, Joseph Sauer, Gießen und Wilhelm Wenzel, Lauterbach.

Neu eingetreten sind folgende Herren: Georg Baumgärtner, Schlitz, Heinrich Christ, Lol­lar, Fried. Jacob Hehd, Gießen, Friedrich Hof­mann, Grünberg, Karl Horst, Gießen, Hermann Lipphardt, Alsfeld, Karl Noll, Gießen, Dr. Erasmus Pauly, Gießen, Carl Röhr jun., Gie­ßen, Fritz Schuchard, Gießen.

Der Vorstand besteht aus folgenden Her­ren: Ludwig Rinn, Vorsitzender, Kommerzienrat Gustav Ramspeck und Ludwig Griehbauer, stell­vertretende Vorsitzende, Dr. Erasmus Pauly, Rechner, Fritz Schuchard, Karl Horst.

Gründung einerNGOAp.-Ortsgruppe in Wieseck.

X Wieseck, 29. Mai. In einer gutbesuchten Mitgliederversammlung im großen Saal von Gast­wirt Braun fand am Samstag die Grün­dung der Ortsgruppe der NSDAP, statt. 2m festlich geschmückten Saal hatten sich die Parteigenossen, die SA., die Frauenfchaft, der BdM. und die NSBO. versammelt, die vom Zel­lenwart K. Euler begrüßt wurden, der beson­ders Kreisleiter Dr. Harth, Kreispropaganda­leiter Hopfenmüller und den Ortsgruppen­leiter Giehen-Nord Thomas (Wieseck gehörte seither als Zelle zu Gießen-Nord), willkommen hieß. Hopfenmüller sprach sodann in länge» geren Ausführungen, In denen er auf die Bedeu­tung des Tages für Wieseck und die entstehenden Pflichten und Aufgaben, die der Ortsgruppe als jetzt selbständiger Körper gerade in Wieseck zu­fallen. Er streifte kurz die einzuschlagende Kom­

munalpolitik, die ganz im Geiste HitlersGe^ meinnuh vor Eigennutz" geleitet werden müsse. Die eindringlichen Worte des Redners klangen aus in dem Wunsche, daß die neue Ortsgruppe ein festes und starkes Glied im großen Bau des Führers sein möge. Ortsgruppenleiter K. Euler dankte sodann in längeren Ausführungen für die Wünsche und gab das Versprechen, aus der einst so berüchtigten marxistischen Hochburg eine natio­nalsozialistische zu erkämpfen. Rückblickend auf die besonderen örtlichen Verhältnisse und den lange verbissenen aber erfolgreichen Kampf wolle ec jeden willkommen heißen, der aufrichtig und treu das Ziel erreichen helfe. Kreisleiter Dr. Harth beglückwünschte nach dem Horst-Wessel-Lied die Versammlung zur längst gebührenden Selbständig- werdung in dem Bewußtsein, daß gerade die hie­sige Bewegung durch ständigen frischerhaltenden Kamps gegen alles lähmende Spießertum gefeit sei. Thomas (Gießen) widmete in eindrucks­voller Weise dem Gedenken Schlageters eine stille Minute. Der Leiter der NSBO. Wie­seck E. Jung wurde sodann zum stellvertretenden Ortsgruppenführer ernannt. Im zweiten Teil des Abends, der durch Musikstücke und Tänze um­rahmt wurde, reichte die Frauenschaft. Kaffee und Kuchen. Ortsgruppenleiter K. Euler schloß so­dann mit zukunftsfreudigen Worten den denkwür­digen Abend.

Landkreis Gietzen.

* Steinbach, 31. Mai. Am morgigen 1. Juni können der Zimmermann und Rottmeister i. R. Heinrich Keßler I. und Frau Katharine,geb. Haas, in körperlicher und geistiger Frische das sel­tene Fest der Eisernen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 90 Jahre, seine Frau 85 Jahre alt. Das Jubelpaar kann an seinem Ehrentage noch 6 Kinder, 18 Enkel und 4 Urenkel um sich vereinen.

Neuer Landrat im Kreis Wehlar.

WSN. Wetzlar, 27. Mai. Die Regierung hat den Kreisleiter der NSDAP., Rittmeister a. D. Heinz Grillo aus Braunfels, zum Land­rat des Kreises Wetzlar ernannt. Dee neue Landrat übernahm heute die Amtsgeschäfte.

Wirtschaft.

Frankfurt schwächer.

Frankfurt a. M., 31.Mai. (WDB. Draht­meldung.) Die heutige Mittagsbörse eröffnete fast auf der ganzen Linie in abgeschwächter Tendenz, nachdem bereits gestern abend leichte Abschwächun­gen eingetreten waren. Seitens der Kundschaft lagen keine Orders vor, während die Kulisse zu Glattstellungen schritt, wobei die immer rojs^er auf- tretenden Schwierigkeiten hinsichtlich einer Unter­zeichnung des Viermächtepaktes etwas Verstim­mung auslösten. Das nur kleine Angebot fand bei der Gefchäftsstille kaum Aufnahmeneigung, so daß gegenüber der' Abendbörse durchschnittliche Verluste von 1 v. H. eintraten.

Etwas fester tendierten nur Elektropapiere, für die offenbar Stillhaltegelder angelegt waren. Sie­mens gewannen 1,50 v. H. und die übrigen Werte 0,50 bis 1 v. S). Lechwerke waren auf die Bilanz­ziffern hin weiter gesucht und 2,50 v. H. höher. Stärker abgeschwächt waren Montanwerte, wobei gerüchtweise verlautete, daß bei Hösch-Eisen ein Verlustabschluß zu erwarten sei. Buderus büßten 2 v. H., Rheinstahl und Mannesmann je 1,75 v. H., Harpener, Gelsenkirchen, Stahlverein und Klöckner- Werke je 1 d. H. ein. Am Chemiemarkt gaben IG. 0,75 v. $). und Theodor Goldschmidt 2,13 o. H. nach, während die übrigen Kurse widerstandsfähig eröff­neten. Sonst lagen noch Akkumulatoren 1 v. H., Holzmann 0,75 v. 5)., Scheideanstalt 0,50 v. H., Reichsbank, Aku und Daimler-Motoren 0,50 v. H. niedriger, wogegen Gebrüder Junghans 1,40 ge­wannen. Kaliaktien tendierten uneinheitlich, Aschers­leben erschienen mit plus 1,25 o. $)., Westeregeln mit minus 0,75 v. H. Im Verlaufe gaben did Kurse bei fast völliger Geschäftsstille weiter nach. Durch­schnittlich betrugen die Verluste 0,50 bis 1 v. H. Dabei büßten Rheinstahl 1,50 v. $)., Harpener ebenfalls 1,50 v. $)., IG. 0,50 v. Sj. und Siemens 1 v. H. ein.

Der Rentenmarkt lag fast geschäftslos und über­wiegend schwächer. Deutschs Anleihen verloren 0,25 bis 0,50 v. $). Späte Reichsschuldbuchforderungen verloren nach behauptetem Beginn ebenfalls 0,50 v. H. Am Pfandbriefmarkt gingen Gold- und Li­quidationspfandbriefe um 0,50 v. H. zurück.

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