Ausgabe 
30.8.1933 Erstes Blatt
 
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Obecheffen

«WemI m Ausbau btt ' Strahl

ulbo.

zum Betriebe einer haben das Recht, Gäste werden auch erhoben

C3 a st wirtschaft besitzen, gu beherbergen.

Die gleichen Klagen gegen Privatpersonen,

gelten zum Ausbau her Straße unterhalb evn8""«

Rinn in Gießen 12213^0 Mark £

Stabl Tiehen.

ö^ortnrntg für bie Ml Mit bem läge bei O^orbnung wirb bie 12. \Juti 1892 aufge»

Daten für Mittwoch, .10. August.

1856:. der Nordpolfahrer John Roß in Lon- k»on gestorben lgeboren 1777); 1863: Henry Ford geboren tsicbzig Jahre alt); 1928: t»:r Maler und Bildhauer Franz v. Stuck in München gestorben lgeboren 1867).

<Sornoti£CH

aieher lassen nichts unversucht, ihre Hetzschris. ten gegen das neue Deutschland an den Mann zu bringen. In den letzten Tagen wurden a.us der Oder zwischen Krcuzenbort und -troorfau zivei Flaschen hcrausge- fischt, die je ein Exemplar der in Prag er- tchcinenden HetzschriftB o r ro ä rt ö* ent­hielten. Bekanntlich wird diese Schrift von den verflossenen sozialdemokratischen Groszen ehemals deutscher Staatsangehörigkeit hcraus- gcgeben. steht fest, daß die Flaschenpost i n der Tschechoslowakei in d i e Oder geworfen wurde, nm sie auf diesem unge­wöhnlichen Wege nach Deutschland zu bringen. Wie weiter berichtet wird, wurden aus der Oder auch größere schwimmende Be­hälter beobachtet, die anscheinend gleichfalls als Transportmittel für m a r x i - stifche Hetzschriften benutzt werden. ist aber nicht gelungen, diese Behälter aufzu- fischen.

Adolf Hitler Pate Peter Crößmanns.

Darmstadt, 29. Aug. (WSN.) Wie die /'#eff. Lanücszcitung" mittcilt, hat Reichskanz­ler Adolf Hitler beim elften Kinde des Herrn Georg Crößmann in Pfungstadt, dem Va­ter des ermordeten Hitlerjungcn Georg Cröß- mann, die Patenschaft übernommen. Das vom Führer eigenhändig unterzeichnete Schreiben lautet:

Sehr geehrter Herr Crößmann! Mir wurde heute Ihre Bitte um Uebernahme der Paten- schaft Ihres elften Kindes vorgetragen. Ich er­fülle gern Ihre Bitte und nehme die Paten­schaft an. Ihrem Sohne wünsche ich das Beste für sein ferneres Leben. Mit deutschem Gruß!

Adolf Hitler/'

Unfall oder Mord?

WSN. Mainz, 29. Aug. Tie Reichs­bahndirektion teilt mit: Gestern gegen 20.45 Uhr fiel zwischen den Bahnhöfen Kelster­bach und Raunheim in der Nähe des Blocks Menzhof der verheiratete Lokomotivheizer Michael Breckner aus Mainz auf unge­klärte Weise von der Lokomotive. Ter Loko­motivführer verständigte sofort den Bahnhof Naunheim, der für die Bergung des Schwerverletzten sorgte und ihn mit dem fälligen Pcrsoncnzug nach Frankfurt a. M. befördern ließ. Auf dem Transport ist B r c ck- n e r bereits g e st o r b e n.

Lokomotivführer Hißnauer unter Mordverdacht verhaftet.

Zu diesem Vorfall wird aus Darmstadt weiter mitgeteilt: Breckner fuhr als Heizer mit dem Lokomotivführer Hißnauer aus Mainz auf der Lokomotive des fahrplanmäßi­gen Personenzuges 20.10 Uhr ab Mainz. Bei der Einfahrt des Zuges in Raunheim rief -Hißnauer dem Bahnmeister zu, daß fein Heizer auf unerklärliche Weise von der Lokomotive verschwunden sei. Bei langsamem Abfahren der Strecke fand man den Heizer schwer verletzt neben dem Bahn- glcis liegend auf und brachte ihn nach Frank- urt. Der Verletzte starb auf dem Transport. Bei der Untersuchung der Leiche im Institut ur gerichtliche Medizin in Frankfurt wurde ein Rippenbruch und eine klaffende Wunde am Hinterkopf fcstgestellt.

Da das Verhältnis zwischen dem Toten und einem Lokomotivführer kein gutes gewesen ein soll, wurde der Verdacht geäußert, daß der Lokomotivführer an dem Tode des Breckner nicht ganz unschuldig sei und daß er diesen von der Lokomotive gc- toßen habe. Hißnauer wurde deshalb von der Darmstädter Kriminalpolizei festge- n o m m e n. Tie weiteren Ermittlungen müssen ergeben, ob wirklich Mord oder ein Un- gl ü ck s f a l l vorliegt.

Mehrfach in letzter Zett hier vorgebrachte Beschwerden lassen vermuten, daß namentlich während der Zeit der hier stattfindenden Vieh- »närkte Wirte, die nur im Besitze der Schank- lonzession sind, Gäste gegen Entgelt beherber­gen. Diese Art der Fremdenbehcrbergung ist »erboten und »strafbar. Nur die Hoteliers und Wirte, die Konzession

________ die sehr oft Reisende und zum Viehmarkt kommende Händler, oft sogar in volle Pension ans einige Tage nehmen und somit gewerbsmäßige Fremdenpensionen betreiben. Abgesehen davon, daß sie das schwer mm seine Existenz ringende Hotel- und Gast- rrirtsgewerbe, welches nicht unerhebliche auf seinen Betrieben ruhende Steuern zahlt, sehr schädigen, vergehen sie sich auch noch teilweise regen bestehende gesetzliche Bestimmungen, wie i- B. gegen 8 14 der Gewerbeordnung.

Die Polizcibeamten sind angewiesen, ein Icharfes Slugenmerf auf diese Mißstände zu richten und Zuwiderhandelnde unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen.

;d) beteiligen will, M ihre Gaben bie ErMwMn in . Äm nMen Tage >ä) stromauf- bzw. im Deutschen 6d ge­lösten prächtig ge-

Ausmerksamkeit bc5 sich zu ziehen. Alte bei im Vordergrund zute auch wieder rein ich! wird.

je einen Erntewagen elfteste (f. unten) ent» h bis zum b. septem- !nb für Deut)che. ung,r- ranksurter yos, >t weitere Weisungen

-eMe Kultur. lt Reichsleitung:

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m Bauern!

Rutsche Kultur hat am deutschen Rhein ein großes deutsches

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t soll dem deutschen ne mühevolle Aroeit olles von der Stadt- hrt wird.

olhast sür das ganze . wird

Koblenz der Altar wsgebaut, au wel-

Bodens gesegnet

Oekanatstaa

des evangl. Dekanats Hungen.

)( Lich, 24. Aug. Heute Vormittag wurde im hiesigen Stiftischen Gemeindesaal der D e - kanatstag d es evangelischen Deka­nats Hungen abgehalten. Er wurde mit einer Andacht, gehalten von Pfarrer H o tz - Villingen über 4. Mose Kap. 11 Vers 16 ff. eingeleitet.

Nach Verlesung des Bescheids der Kirchen­behörde auf die letzte Tagung gab Stiftsde­chant Kahn als Dekanstelloertreter im Auf­trag des Dekanatsausschusses wichtige Ergän­zungen zu dem gedruckt vvrliegeudu N e ch e n- schaftsbericht über den kirchlichen und religiös-sittlichen Zustand der Dekanatsge- memöen in den Jahren 1931 und 1932. Im Anschluß an den Bericht wurde besonders von den weltlichen Abgeordneten eine größere S o u n t a g s h e il i g u n g in unseren Ge­meinden und mehr Rücksichtnahme seitens der Bereine und Verbände auf die gottesdienst­lichen Zeiten gefordert.

Bei den Wahlen für den Dekanatsaus- schuß wurden einstimmig die bisherigen Mit­glieder Landwirt Altvater-Melbach, Bür­germeister Müller-Bellersheim und Bür­germeister Zimm er-Villingen wieder- und Rektor Erb-Lich neugewählt. Als Stellver­treter wurden auf Antrag der Versammlung von dem Leiter berufen: Kaufmann Köhler- Hungen, die Landwirte A l w o h n - Wölfers­heim, Boller- Gambach und Karl Mau­rer I.-Müuzenberg.

Pfarrer Lenz-Münzenberg sprach daun in einem ausgezeichneten und mit großem Bei­fall aufgenommenen Vortrag überDie Landeskirche und die politischen Weltanschauungen der Gegenwart". Nachdem der Redner die für unser Volk und unsere Kirche verderblichen Folgen der Welt­anschauungen des Liberalismus und Marxis­mus aufgezeigt hatte, entwickelte er aus tief­stem inneren Verstehen und persönlicher An­teilnahme die geschlossene Weltanschauung des Nationalsozialismus und die Aufgaben, die die Kirche dieser Bewegung und damit unse­rem Volke gegenüber hat. Die Kirche darf nicht an unserem Volk vorübergehen, sie hat ein freudiges Ja zur nationalsozialistischen Bewegung zu sprechen und in lebendiger Be­rührung mit dem Aufbruch unseres Volkes zu bleiben. Sie hat aber auf Grund ihres göttlichen Auftrags auch die Pflicht, Volk und Bewegung immer wieder vor den Herrn der Kirche zu stellen, das Sendungsbewußtsein zu stärken und Gottes Herrschaftsanspruch anzu­melden. Das biblische Evangelium des gekreu­zigten und auferstandenen Herrn ist in artge­mäßer Verkündigung zu bezeugen, die Buß­predigt darf nicht unterschlagen werden, aber auch die Gnadenpredigt nicht fehlen. Die Zu­kunft unseres Volkes hängt ab von seiner Stellung zu Gott, die Gottesfrage ist die ent­scheidendste Frage. In unerschrockenem Zeu­genmut hat die Kirche zu Gott zu rufen und den Dienst an Volk und Vaterland auszurich­ten.

Unter dem tiefen Eindruck der gewissen­schärfenden Ausführungen des schon lange in der Bewegung stehenden Redners beschloß die Versammlung von einer Aussprache abzu­sehen. Nur die Fragen nach der Heiden- u n d I u d e n m i s s i o n wurden auf Wunsch noch beantwortet und geklärt.

Zum Schluß der Tagung wurde folgender Antrag einstimmig angenommen: ,.Der Dekanatstag beschließt, die hohe Kirchen- behörüe wolle mit den zuständigen staatlichen Stellen verhandeln, damit die ländlichen Organisten und Chordirigenten, soweit sie Staatsbeamte sind, ihrem Dienst er­halten bleiben, ohne daß ihre Bezüge an die Hauptstaatskasse abzuliefern sind. Wir befürch­ten sonst eine Schädigung des kirchlichen und kulturellen Lebens auf dem flachen Lande."

Ebenso einstimmig beschlossen die Mitglieder des Dekanatstags, auf die Hälfte ihrer Tagegelder zugunsten der Spende für die nationale Arbeit z u ver­zichten. Es konnten 54 Mark überwiesen werden.

In einer der Tagung vorausgehenden kurzen Konferenz beschlossen die Geistlichen des De­kanats, bis auf weiteres mindestens 1 v.H. ihres Gehaltes für die Spende der nationalen Arbeit sich abziehen zu lassen.

Tagung der Hessischen DolkSmisswn in Langsdorf.

oo Langsdorf, 29. Aug. Sonntag und Mon­tag fand in unserer Gemeinde die diesjährige Ar­beitstagung der Hessischen Volks- Mission statt. Am Sonntagvormittag versammelte sich die Jugend vom 10. bis 17. Lebensjahre in der Küche, um von Pfarrer Dörr (Büttelborn) zu hören, um welche Aufgaben es sich bei diesem jun­gen Zweig kirchlicher Arbeit handle. Am Nachmittag fand sich eine sehr stattliche Gemeinde zum Festgot- tesdienste ein, den der Direktor der Inneren Mis- sion in Hessen, Pfarrer Röhricht (Darmstadt), lei­tete. Er führt u. a. aus, daß der Glaube, der die Volksmifsion tragen müsse, Wille, Tat und Leben sei. In der Nachoersammlung erzählten die beiden Redner des Vormittags von den Erfahrungen in der Arbeit der Volksmission, besonders an den gefährdeten und dem Glauben entfremdeten Massen

- Aus dem Stadttheaterbüro wird uns g schrieben:Arbeit! Dienst! Pflicht!", Bolks- icick in 3 Akten von Heinrich Bartholo- 11 "" s , das am gestrigen Tage vor fast aus- v erkauftem Hause im Stadttheater Gießen kvinn« <>« ^p^H.ettung des Intendanten, Fvinns König, seine Erstaufsührung erlebte, kommt am morgigen Donnerstag auf Grund s«r zahlreichen Kartennachfragen um 20.15 Uhr nochmals 8ur_ Aufführung. Kartenvorverkauf nwr an öer Theaterkasse und in den Borve'-- .«ufs,teilen: Schokoladengeschäft Huntemann, s rltervweg, und Berkehrsverein, Seltersweg. Piene der Platze von 0,30 bis 1,50 RM. Menitunöen von 10 bis 13 Uhr, Donnerstag außerdem von 16 bis 17 Uhr. Ende gegen

Wettervoraussage.

Durch die kräftige Erwärmung wird das kontinen- täte Hoch an seiner Westseite allmählich abgebaut, 0 daß sich ein Tiefausläufer südlich Vorarbeiten kann. Gleichzeitig steigt aber von Westen her der Luftdruck wieder an, wodurch die Zufuhr ozeanischer 2uft begünstigt wird. Unter diesen Umständen werden ich lokale Gewitterstörungen herausbilden, nach deren Auftreten sich aber der hohe Druck von Westen her über bas Festland ausbreiten und die Schön­wetterlage erneut Herstellen wird.

Aussichten für Donnerstag: Nach lo- kalen Gewitterstörungen mit vorübergehender Ab­kühlung wieder Herstellung der Schönwetterlage.

Aussichten für Freitag: Teils heiter, teils wolkig, warm, vereinzelt noch Gewitterneigung.

unseres Volkes Der Montag brachte sachliche Be­ratungen. Pfarrer Kornmann (Laubach) sprach über Die Frage:Vor welche Aufgaben stellt uns der Arbeitsdienst?" Der Vortragende wies nach, daß die Kirche durch den Arbeitsdienst im neuen Deutsch, land nicht nur eine seit langem schmerzlich vermißte Gelegenheit gefunden habe, Einfluß auf die heran- wachsende Jugend zu gewinnen, sondern daß ihr auch die große Aufgabe gegeben sei, die Arbeit des Staates mit Den Kräften des Evangeliums zu ver­tiefen. Die eingehende Besprechung des Vortrages brachte manche förderliche Anregung. Mittags wurde in der Dorstandssißung ein Rückblick auf die Arbeit des letzten Winters gegeben, wobei besonders Mis- sionar Walther (Gießen) von erfreulichen Erfah­rungen berichten konnte. Beim Blick auf die Aufga­ben der allernächsten Zukunft wurden die mit Der Rassenfrage in Zusammenhang stehenden Probleme berührt und Der Aufbau Der Volksmifsion in Der im Entstehen begriffenen großhessischen Kirche ins Auge gefaßt. Zum Abschluß Der Gesamttagung hielt Pfarrer Knodt (Bad-Nauheim) eine Bibelstunde.

Landkreis «Kicken.

* Annerod, 29. Aug. Heute morgen gegen 10 Uhr ereignete sich auf der Straße Gießen Annerod ein Unfall. Ein Radfahrer, der in rascher Fahrt aus einer Schneise auf die Straße einbiegcn wollte, brachte einen Motor­radfahrer, der im gleichen Augenblick die Straße an dieser Stelle passierte, erheblich in Gefahr. Um einen Zusammenstoß zu vermei­den, bog der Motorradfahrer gcistesgegen- wärtigwärtig auf die linke Straßenseite aus und fuhr dabei in den Straßengraben. Er er­litt Hautabschürfungen im Gesicht, der Radfahrer blieb unverletzt. Das Motorrad wurde beschädigt.

"Aus der NSDAP. Die Amtswalter der Ortsgruppe Gießen-Nord versammeln sich am morgigen Donnerstag, 20 Uhr, bei Nohl, Ederstraße 6, zur Begleitung der Fahne und der Teilnehmer am Reichsparteitag in Nürn- bcr0* Die NS.-Frauenschast Gießen hält am heutigen Mittwoch, 20.30 Uhr, im Cafe

Äe .einmalige gemeinsame Singprobe p?". ^chester der vier Ortsgruppen zum Kreis-Frauenschaftstreffen ab. Eine Mit- g leder-Versammlung der NS.-Frauenschaft Fetzen-Ost findet am morgigen Donnerstag, 10/J0 Uhr, im Schützenhaus statt.

* E in Siebzigjähriger. Am morgi­gen Donnerstag, 81. August, kann der Besitzer des Braunen Hauses in Gießen, Herr Gustav -trinf aus, Seltersweg 50, in bester kör­perlicher und geistiger Frische seinen 70. Ge­burtstag begehen. Herr Trinkaus, dessen freundliches Wesen ihm in weiten Kreisen der Bürgerschaft Sympathie und Wertschätzung einbrachte, ist eine markante Persönlichkeit des Gießener Mittelstandes, die sich durch zähe und freudige Schaffenskraft, aber auch durch solide Geschäftsführung aus kleinen Anfängen emporgearbeitet hat. Als Besitzer des Braunen Hauses hatte der alte Herr in den letzten Jahren bei den unruhevollen De­monstrationen der damaligen Linksparteien manche Stürme mitzubeftchen, die ihn aber von seiner durch das Braune Haus gekennzeich­neten politischen Einstellung nicht im gering­sten abgebracht haben.

** Gießener Lebensretter an d e r Ostsee. Ein auf der Wanderschaft be­findlicher Schreinergehilfe, der dieser Tage zum erstenmal in der Ostsee bei Stolpmünde badete und nicht auf die Brandung achtete, geriet in die Gefahr des Ertrinkens. Er rief um Hilfe. Ein Einwohner unserer Stadt, Herr Ernst Müller (Angehöriger der Familie M ü ll e r von der Badeanstalt), der als Bade­gast am Strande weilte, kam, trotzdem er durch ein steifes Bein sehr behindert war, dem Hilfe­rufenden sofort zu Hilfe und hielt ihn über Wasser. Nachdem noch einige andere Bade­gäste herbeigecilt waren, konnte der Ertrin­kende auf das Land gebracht werden und war bald wieder so weit hergcstellt, daß er sich bei seinem Retter bedanken konnte.

** Auszeichnungen für treue Tier­pfleger. Der Tierschutzoerein für Hessen gewährt, wie in Den vergangenen Jahren, auch in diesem Jahre eifrigen Förderern des Tierschutzes und treuen Tierpflegern, Diplome und Geldgeschenke. In der jüngsten Ausschußsitzung wurden auf Vorschlag ge­nehmigt für: 53 Gendarmerie- und Polizeibeamte 33 Diplome und 265 Mark Geldgeschenke, 41 treue Tier­pfleger 41 Diplome und 200 Mark Geldgeschenke, ;n drei Fällen für besondere Verdienste 3 Diplome und 20 Mark Geldgeschenke. Im ganzen wurden also 97 Personen mit 77 Diplomen und 485 Mark Geld­

geschenke bedacht. Auszeichnungen erhielten u. a.: die Gendarmericmeister Wendel (Reiskirchen) und Jäger (Butzbach); die Gendarmeriehauptwachtmei- fter Wahl (Herchenhain), Philippi (Schotten) und Becker (Laubach). Die Hauptwachtmeister Boll (Gießen) und Jung (Lich) sowie der Polizei- hauptwachlmeister Nies (Gießen). Ferner wurden mit Auszeichnungen bedacht der Knecht Wilhelm Burg (Zeilbach) und der Knecht Karl Suhl (Or­tenberg), der Gespannführer Nikolaus Spam er (Hof Saasen), Der Knecht Louis Becker (Unter- Schmitten) und der Knecht O. B e ck e r (Schotten).

** Geschäftsjubiläum. Schuhmacher- meister Johannes Glitsch, Lindenplatz 12, ein aus Dirlammen (Kreis Lauterbach) gebür­tiger Oberhesse, kann auf das 40jährige Be­stehen feines Geschäftes zurückblicken. Meister Glitsch arbeitete acht Jahre lang selbständig in seiner Heimatgemcinde, um dann im Jahre 1901 nach Gießen überzusiedeln. Noch heute betreibt er zusammen mit seinem Sohne das Geschäft und erfreut sich des Vertrauens feiner Kundschaft.

** Fettverbilligungsscheine. Vom Wohlfahrtsamt wird uns geschrieben:Die Ausgabe der Fettverbilligungsscheine für den Monat September erfolgt an die seitherigen Bezugsberechtigten ab sofort bei den zustän­digen Fürsorgestellen des Wohlfahrtsamts."

** Rundfunkvortrag über d i e Freizeit im Freiwilligen Arbeits­dienst. Immer wieder kommen Fragen aus der Oeffentlichkeit, ob die im Arbeitsdienst stehenden jungen Menschen sich in ihrer Frei­zeit vollkommen selbst überlassen bleiben oder ob auch hier seitens der Führung irgendein Einfluß ansgeübt wird. Auf alle diese Fragen wird in einem Zwiegespräch geantwortet, das am heutigen Mittwochabend um 20.40 Uhr zwischen Dr. Decker, M. d. R., Lehrer an der Reichsschule des deutschen Arbeitsdienstes, und Oberfeldmeister Scheidt, einem alten Praktiker des Arbeitsdienstes, ebenfalls Leh­rer an der gleichen Schule, über den Berliner Sender stattfindet.

** Gleichschaltung des Männer- baüevereins. Der Männerbadeverein hielt imPostkeller" eine Generalversamm­lung ab, in der die Gleichschaltung des Ver­eins vollzogen wurde. Der seitherige 1. Vor­sitzende, Herr Gg. Todt, begrüßte die Ver­sammlung und gab den Rücktritt des Vorstan­des bekannt. Der mit der Gleichschaltung be­auftragte Ortsgruppenlciter Pg. Herrn. Tho­mas beauftragte Pg. Karl M ö l l mit der Vcrsammlungsleitung, welcher in eindrucks­vollen Worten Sinn und Ziel des Führer­gedankens unseres Volkskanzlers erörterte. Wie überall, so müsse sich auch hier alles Par­tei- und vercinspolitische Geschehen dem ziel- bewußten Willen unseres Führers unterord­nen. In diesem Sinne wurde Pg. Herrn. Tho­mas zum 1. und Pg. K. Möll zum 2.Vor­sitzenden bestimmt. Zu Rechner und Schrift­führer wurden die Pg. Karl Zimmer und Fritz Jaeggle sowie zu Beisitzer die Pg. Karl Andreas, Karl Müller und Fritz Weber ernannt Die Kassenprüfung wurde den Pg. Kurt S ch ü ß l e r und K. Waag übertragen. Dem seitherigen ersten Vorsitzen­den, Herrn Gg. Todt, der den Verein 23 Jahre leitete, wurde in Anerkennung seines Verdienstes der Ehrenvorsitz übertragen und ihm und dem scheidenden bisherigen Vorstand für seine Arbeit gedankt. Es folgte anschlie­ßend eine Beratung der im Rahmen des Ar- beüsbeschaffungsprogramms auszuführenden Erneuerungsarbeiten. Des ferneren wurde eine Senkung der Beiträge, namentlich für Familien mit größeren Kindern, angekündigt und die Anschaffung einer Hakenkreuzfahne be- chlossen. Außerdem wurde der Vorstand zur Vornahme von Satzungsänderungen ermäch­tigt und die Einführung des Arierparagra-

bclfer eintritt. Die Arbeitsämter werden den Landwirten dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es ist Ehrenpflicht der Landwirtschaft, zu verhindern, daß von den 14 050 bis 15 000 hessi­schen Landhelfern ein nennenswerter Teil im Winter arbeitslos wird.

50 Zähre im Eisenbahndienst.

Dem Vorsteher des Bahnhofs Gießen, Reichsbahnamtmann Dörr, wurde gestern nachmittag anläßlich seiner 50jährigen Dienstzeit bei der Reichsbahn eine Jubiläumsehrung seiner Behörde dargebracht. Aus diesem Anlaß war das Dienstzimmer des Jubilars mit Tannengrün, Blumen und den Farben und Symbolen des nationalen Deutschlands auf das Prächtigste geschmückt. Verschiedene schöne Geschenke fügten sich in Öen festlichen Rahmen und legten Zeugnis ab von der Beliebtheit, der sich der Jubilar tu Den Kreisen der Beamten und des Personals der Reichsbahn erfreut.

.Als Vertreter der Reichsbahndirektion Frankfurt war Oberbahnrat Landenber­ge r erschienen, der dem Jubilar im Namen des Generaldirektors Dr. Dorpmüller die herzlichsten Glückwünsche übermittelte, denen sich auch die Neichsbahndirektion Frank­furt anschloß. Gleichzeitig wurde Reichsbahn­amtmann Dörr eine Ehren-Nrkunde folgen­den Wortlauts überreicht:

Zur Feier des Tages, an dem Sie eine 50jäOrige Dienstzeit vollendet haben, spre­che ich Ihnen meine besten Wünsche aus. Ich verbinde damit den Dank und die Anerkennung der Deutschen Reichsbahu- gesellschast für die geleisteten treuen Dienste, gez. D o r p m ü l l e r."

In einer kurzen Ansprache hob Oberbaurat Landenberger die Verdienste des Jubi­lars hervor und schilderte gleichzeitig feine Bemühungen, in Hessen tätig zu sein, da er als geborener Grünberger sich immer seiner hessischen Heimat, dem Ueberbrückungsgelände zwischen dem Norden und dem Süden, auf das Engste verbunden fühlte.

Ter Leiter des Betriebamtes I Gießen, Oberbahnrat Wilke, griff, nachdem er dem Jubilar seinen Glückwunsch dargebracht hatte, das WortUeberbrückung" auf, indem er be­tonte, daß Amtmann Dörr stets bemüht ge­wesen sei, zwischen der Verwaltung einerseits und dem Personal anderseits überbrückend zu wirken und so ein harmonisches Verhältnis zwischen Verwaltung und Personal zu schaf­fen.

Reichsbahninspektor Lockemann übermit­telte die Glückwünsche des Personals und übergab dem Jubilar ein Bild mit einer Wid­mung, in der das herzliche Verhältnis, das zwischen dem Personal und dem Vorgesetzten herrscht, deutlich zum Ausdruck kam.

Für die Beamtenvertretung sprach Reichs- bayn-Asfistent Reusch, für die Fahrkarten­ausgabe und die Gepäckabfertigung Ober- inipcftor Kliffmüller, für die Güter­abfertigung Oberinspektor Schad. Darüber hinaus wurden Amimann Dörr zahlreiche persönliche Glückwünsche zuteil.

Für die Ehrungen dankte der Jubilar mit fchlichten herzlichen Worten.

Verbotene Kremdentzeherbegung.

Die Polizeidirektion Gießen teilt und mit:

pcn angenommen. Pg. Thomas schloß die Versammlung mit einem Treugelöbnis für unseren obersten Führer und mit dem Horst- Wessel-Lied. Gesellige Unterhaltung hielt- die Mitglieder noch einige Zeit zusammen.

** Der Ma n n mit den falschen Ma r k st ü den. In Frankfurt a. M. ist ver­schiedentlich ein Mann beobachtet worden, der alte, außer Kurs gesetzte Markstücke an den Mann zu bringen versucht. Wenn er auf das falsche Geld aufmerksam gemacht wird, ent­schuldigt er sich damit, daß er schlecht sehe und sich vergriffen habe. Auf diese Weise hat er schon eine ganze Reihe außer Kurs gesetzter Markstücke untergebracht. Vorsicht!

Zlaschenpost auf der Oder mit marxistischen Hehschr.sten.

Ratibor, 28. Aug. (TU.) Die in der Tschechoslowakei sitzenden marxistischen Draht

T a g e s k a l e n d e r für Mittwoch - VAB., 20.30 UhrHindenburg", Zusammen- Vereinshaus, 9 bis 19 Uhr, Ausstellung der Kelkheimer Möbelfabrik. - Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die Un- IduID vom Lande .

Aus dem ....

zuschuh ohne weiteres aufbringen können. Es ist nicht meh-r als recht und billig, weim der Dauer dafür auch im Winter die Verpflichtung über­nimmt, den Landhelfer durchzuhalten. 3ft der Zuschuß auch im Winter um ein paar Mark niedriger, so sind die Aufwendungen des Landwirts in dieser Zeit auch nicht so hoch. Dafür hält der Landwirt seine angelernte Arbeitskraft. Es liegt darum im eigenen Interesse der Land­wirte, die nicht schon in kluger Voraussicht ihren Landhelfervertrag auf 12 Monate abgeschlossen haben, schleunigst die Verträge bis zur Gesamt­dauer von einem Jahr zu verlängern, damit keine Unterbrechung in der Beschäftigung der Land-

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