Hilfsaktion hatte auf politischer Grundlage erfolgen müssen. Die italienische Politik aber habe einen derartigen Plan, weil er von Frankreich gekommen sei, zunichte gemacht und versuche nun, ihn zu eigenen Gunsten wieder aufzunehmen. Man müsse sich fragen, ob Italien Erfolg haben werde. „Da wir nur noch eine Zuschaucrrolle spielen", so schließt das Blatt, „wollen wir Freikarten haben und unsere Plätze nicht bezahlen."
Oer nationalsozialiftffche Gauleiter von Tirol aus dem Gefängnis befreit.
Innsbruck, 80. Aug. (TU.) Wie amtlich mitgeteilt wird, ist am Mittwoch gegen 1 Uhr nachts der seit dem 12. Juni, dem Tage des Anschlags auf Dr.Stcidle im Gefängnis des Innsbrucker Landgerichts befindliche nationalsozialistische Gauleiter von Tirol und Voralberg Franz Hofer durch einige Männer nach einem Kampf mit den Gefängnisbeamten gewaltsam befreit und in einem bc- reitgohaltencn Kraftwagen fortgeschafft worden.
Ein Gcndarmerieposten am Brenner versuchte, das Auto durch Rufe anzuhalten, doch fuhr dieses mit unverminderter Schnelligkeit weiter. Gendarmen sandten dem Auto mehrere Schüsse nach. Gegen 5 Uhr wurde das Auto ohne Insassen etwa eine halbe Stunde vor der italienischen Grenze am Brenner aufgefunden. Man stellte am Wagen an verschiedenen Stellen Schuß- fpuren fest und auch im Wagen fand man Blutflecke. Auch auf der Strecke wurden Blutspuren gefunden. Man nimmt daher an, daß einer der Insassen durch die Schüsse verletzt worden ist. Im Auto fand man die Personaldokumente des Gauleiters Hofer und einige Kleidungsstücke, außerdem eine Aktentasche mit einem zwischenstaatlichen Führerschein und einen Triptyk für Deutschland, Italien und die Schweiz. Die Grenze gegen Italien wurde hermetisch abge- chlossen. Man glaubt, die Flüchtenden, wenn ie sich nicht schon auf italienischem Boden be- inden, noch fassen zu können. Nicht nur in Innsbruck, sondern auch in ganz Tirol wurden zahlreiche Führer der NSDAP, wegen dieses Vorfalles verhaftet.
Schwere Kerkerstrafe im Prozeß wegen des Kremser HandgranatenanschlagS.
Wien, 29. Aug. (TU.) Im Prozeß wegen des Kremser Handgranatenanschlags wurde Herbert Mosel zu 12 Jahren schweren Kerkers und Heinrich Mosel, sein Bruder, zu 6 Jahren schweren Kerkers verurteilt. In der Urteilsbegründung erklärte der Vorsitzende den Einfluß politischer Strömungen auf die Angeklagten als den wichtigsten mildernden Umstand. Beide Angeklagte behielten sich Bedenkzeit vor. Das Urteil wurde von den Zuhörern ruhig ausgenommen. Das große Aufgebot von Sicherheitsbeamten fand nicht den geringsten Grund zum Einschreiten. Die G e s ch w o r e n e n b a n k war nach der neuen Notverordnung mit sechs Geschworenen beseht. Bereits im Verlauf des Prozesses behielt sich der Verteidiger aus diesen formalen Gründen die Möglichkeit der Nichtigkeitsbeschwerde vor.
2Rintden wird österreichischer Gesandter tn Hom.
Wien, 29. Aug. (WTB.-Funkspruch.) Nach einer Meldung der Politischen Korrespondenz wird der bisherige österreichische Gesandte in Rom, Dr. Lothar Egger-Möllwald zum österreichischen Gesandten in Paris ernannt. An seiner Stelle wird der Landeshauptmann von Steiermark, Universitätsprofesfor Dr. Anton N i n t e l e n, Gesandter in Nom.
Eine volkssoziaüstische Selbsthilfe der Pfalz.
N e u st a d t a. d. Haardt, 29. Aug. (TU.) Hier sprach am Dienstag vor den Bürgermeistern der pfälzischen Städte, den Kreisleitern der PO., den Kreisbetriebszellenleitern sowie vor Vertretern der Wirtschaft Gauleiter B ü r ck e l über die praktische Durchführung der oolkssozialistischen Selbsthilfe der Rheinpfalz. Im Vordergrund der Aktion steht nicht das Almosen, sondern die bindende Verpflichtung der einzelnen Spender gegenüber der vorgesetzten Dienststelle, die ermächtigt wird, einen b e - stimmten Betrag vom Lohn oder Gehalt einzubehalten und an die Sparkassen zugunsten der Selbsthilfe abzuführen. Daneben läuft eine Büchse n sammlung. Firmen, die sich der Aktion anschließen, wird gestattet, das Ehrenzeichen der Volksselbsthilfe auf Briefbögen, Waren usw. anzubringen. Um das Prinzip der Freiwilligkeit in gewisse Bindungen zu bringen, wird eine volkssozialistische Ehrenlegion gebildet, deren Satzungen in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. Bereits jetzt, noch ehe die Organisation der Selbsthilfe in allen Einzelheiten errichtet ist, sind Spenden bis zu 300 Mark im Einzelfalle eingelaufen. Die Betriebe Ludwigshafen und Oppau der IG.-Farben spendeten einen Betrag von 210 000 Mark. Die Organisation der Selbsthilfe wird am Mittwoch systematisch einsetzen. Bei der Besprechung wurde betont, daß die Leistung der Kreisleiter danach bemessen wird, welche Arbeit sie im Dienste der Selbsthilfe leisten. Es gelte nicht Almosen zu sammeln, sondern ein neues Denken in die Wirtschaft hineinzutragen. Am 0. September, 13 Uhr, läuft die Frist ab, bis zu der die Aemter, Betriebe, Verbände, Vereine und Bünde ihre Verpflichtungsscheine abgegeben haben müssen.
Keine Schwarzarbeit bei Znstand- setzungsarbeiten.
Berlin, 29. Ang. (VdZ. Funkspruch.) Der Neichsarbeitsminister weist in einem Schreiben an die Landesregierungen darauf hin, daß die R e i ch s z u s ch Ü s s e für die Instandsetzung von Wohngebäuden und landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden nur dann eine starke Auswirkung für das Baugewerbe erzielen könnten, wenn dabei jegliche Schwarzarbeit ausgeschaltet würde. Er habe daher die Berücksichtigung von Regiearbeiten ausgeschlossen. Dem Ziel der Maßnahme würde es widersprechen, wenn ein Grundstückseigentümer oder seine Angehörigen für die Dauer des Umbaues oder der Instandsetzung von dem Handwerker als Pflichtorbeiter eingestellt würde Hierdurch
Der Bremer Lahusen-prozeß.
Scharfe Angriffe der Staatsanwaltschaft. - Oie Ablehnungsanträge der Verteidigung zurückgewiesen.
Bremen, 30. Aug. Nach einer Panse erklärt die Staatsanwaltschaft im Lahusen- Prozeß, sie halte den Antrag der Verteidigung aus Ablehnung der drei Treuhand Sachverständigen für nicht begründet. Nach zwei Jahren sei für die Staatsanwaltschaft endlich die Gelegenheit gekommen, den Mund aufzutun, um zu den Unwahrheiten, Verdrehungen, Vorwürfen und Beleidigungen Stellung zu nehmen. Die öffentliche Meinung sei getrübt, getäuscht und irregefsihrt uorcen.
G. Carl Lahusen.
Es sei gewisiermaßen eine Massenpsychose em- getreten. Die Psychose sei soweit gegangen, daß die Entschuldigungen der Angeklagten, lediglich Kapitalflucht getrieben zu haben, bis heute ohne eine Bemerkung hingenvmmen worden seien, obwohl über den kleinsten Devisenschieber geschrieen werde. Die Staatsanwaltschaft warte bis zur Stunde vergebens auf das Material, das angeblich die Verteidigung seit langem haben wolle und durch das „lawinenartig die Beschuldigungen hinweggefegt" würden. Wenn dieses Material im Besitze der Verteidigung sei, so sei es nach Ausfassung der Staatsanwaltschaft eine unverantwortliche Pflichtverletzung, wenn die Verteidigung dem Gericht das Material nicht zur Verfügung stelle und zulasse, daß die Angeklagten nach langer Haft noch auf der Anklagebank sitzen.
Der Staatsanwalt wandte sich dann gegen die Diffamierung der Sachverständigen der Treuverkehr, die nur ihre Pflicht erfüllt hätten. Sie hätten allerdings nichts Gutes finden können. Nur ein Zu- fall habe Licht in die Angelegenheit Lahusen ge- bracht, denn bei seinem Ausscheiden habe G Karl Lahusen eine Anzahl Briefe vernichtet Kurz
vor dem Konkurs der Gesellschaft In Holland gelang es einem Sachverständigen der Treuoerkehr jedoch, dort wichtige Briefe aufzufinden und zu photographieren, durch die die Geheimkonten aufgedeckt wurden, von denen nur die beiden Angeklagten etwas wüßten. Es fei nicht nur mit Spionen und Spitzeln, sondern auch mit Detektiven gegen die Treuverkehr gearbeitet worden. Ein Berliner Detektiv hatte beispielsweise den Auftrag, Material gegen die Treuoerkehr zu fammeln. Bestimmtes Material sollte sogar durch Diebstahl aus dem Geiheimarchio einer Berliner Bank bejschafst werden Ein Verhängnis sei es für die Verteidigung, daß der Staatsanwaltschaft die Zwischenbilanze n in die Hände gefallen seien, in denen Jahre hindurch persönliche Aufstellungen gemacht wurden, aus denen sich die immer größer werdenden Verluste bei der Nordwolle ergäben und die mit eigenhändigen Vermerken der Angeklagten versehen seien, in welcher Weise man versuchen müsse, die Millionenverluste zu verbergen. Wenn er, so betonte der Erste Staatsanwalt, all das Material früher gehabt hätte, über das er jetzt verfüge, dann würden nicht nur zwei Angeklagte, die Brüder Lahusen, sondern drei oder vier weitere Angeklagte auf der Bank sitzen. Die Angabe der Verteidigung, die Treuverkehr habe bei der Sache 500 000 Mark verdient, sei irreführend. Er warnte die Verteidigung, durch Anträge die Verhandlung zu gefährden.
Rechtsanwalt Dr. Schmidt erwiderte auf diese Ausführungen, daß man den Eindruck haben könne, am Schluß der Verhand- l u n g zu stehen, wenn man dieses „Plädoyer des Staatsanwalts" — so müsse er die Rede bezeichnen — gehört habe. Der Antrag der Verteidigung bezweifle lediglich die Objektivität der Sachverständigen. Der Vorsitzende verlas sodann eine Drahtnachricht von Dr. Lütgebrune, in der dieser mitteilt, daß er aus sachlichen und persönlichen Gründen insbesondere mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand verhindert sei, in dem Verfahren aufzutreten. Aus der Nachricht ging aber nicht hervor, ob Dr. Lütgebrune sein Amt als Verteidiger völlig niedergelegt hat oder ob er nur zeitweilig verhindert ist.
Das Gericht zog sich sodann zur Beratung der Ablehnungsanträge zurück. Der Antrag, die Angeklagten aus der Schutzhaft zur Untersuchungshaft zu bringen, wurde abgelehnt. Das Ablehnungsgesuch der Angeklagten gegen die Treuverkehrssachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit wird als unbegründet zurückgewiesen. Das Ablehnungsgesuch der Verteidigung gegen sämtliche Angestellten der Treuverkehr wegen Besorgnis der Befangenheit wird gleichfalls abgelehnt.
würde die Beschäftigungslosigkeit der Bauhandwerker nicht verringert und ein solches Vorgehen wäre eine Umgehung der Bestimmungen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Für die Berechnung der Höhe des Zuschusses könnten nur die dem Grundstückseigentümer tatsächlich entstandenen Kosten in Betracht kommen, die durch Rechnungen des Handwerkers nach gewiesen werden müßten. Die Berücksichtigung einer Kostenersparnis, die der Grundstückseigentümer durch eigene Mitarbeit oder Mitarbeit seines Personals erzielt, würde dem mit der Hergabe von Neichszuschüssen verfolgten Zweck widersprechen
Die akademische Zagend im neuen Staat.
Kultusminister Rust besichtigt die Frankfurter Universität.
Frankfurt a. M. (WSN.) Der preußische Kultusminister Rust stattete der Universität und der Studentenschaft einen Besuch ab. Der Minister wurde von Bürgermeister Linder und dem Kurator der Universität Dr. Wisser durch die Institute der Universität geführt. Namentlich ist dabei auch die Neueinrichtung der Akademie der Arbeit im nationalsozialistischen Sinne behandelt worden. Nachdem der Minister das Senckenberg-Museum und das Haus der Studentenschaft besichtigt hatte, fuhr er in die Volkssportlager der Frankfurter Studentenschaft in Oberursel und Hohemark. In dem einen Lager waren die Studenten gerade zu sportlichen Hebungen angetreten, während in dem andern Lager ein Schulungskursus abgehalten wurde. Der Minister führte aus, daß es nicht darauf ankäme, das Programm der Partei zu begreifen und sich dazu zu bekennen, sondern vielmehr komme es an auf den Sozialismus der Tat. Den könne jeder nur erwerben, wenn durch kameradschaftliches und einfaches Zusammenleben d i e m e n s ch l i ch e n Bindungen und Voraussetzungen geschaffen würden. Er freue sich, daß die akademische Jugend ein so gänzlich anderes Gesicht habe, wie zu seiner Studentenzeit. Es gebe keine falsche Romantik mehr, sondern nur den Willen, den Staat Adolf Hitlers bauen zu helfen. Bei diesem Staatsaufbau komme es sehr darauf an, welche Hochschulbildung die Jugend des Volkes habe. Er habe die Gewißheit, daß die akademische Jugend neuer Prägung allen Anforderungen, die an sie gestellt werden, gerecht werden würde, und er wünsche nur, daß der Führer einmal vor diesen Studentenreihen in den Lagern stehen könne, um zu sehen, was seine Lehre und seine Persönlichkeit aus der deutschen Jugend gemacht haben. Der Minister verließ das Lager mit einem „Weitermachen!"
Eine neue Verfaffung für die bayerischen Universitäten.
München, 30. Aug. (WTB. Funkspruch.) Kultusminister S ch e m m hat für die bayerischen Universitäten eine neue Verfassung erlassen, die, wie in anderen deutschen Ländern, die Universität u n • ter die Führung des Rektors stellt, der vom Minister auf Vorschlag des Senats 1 der Universität ernannt wird. Der Rektor er
nennt seine Vertreter. Der akademische Senat wird Führerrat des Rektors. Die Senatoren werden vom Rektor ernannt. Auch künftig werden — selbstverständlich wie bisher unter der Oberleitung des Staates — die wissenschaftlichen Belange der Universität von den Fakultäten in kollegialer Beratung verwaltet. Die Dekane ernennt der Rektor. Die Dekane ernennen ihre Vertreter und die Ausschüsse der Fakultäten
Deutsch-Ostairika soll britisch bleiben.
Wie man in England ein Bölkerbunds- mandat auffatzt.
London, 29. Aug. (TU.) Vor der Handelskammer von Mombassa in Uganda hielt Sir John Sandeman Allen, der von dort aus eine Reise durch Ostafrika unternehmen will, eine Rede über die Stellung des Mandatsgebietes Tanganjika. Er erklärte, daß sich die englischen Kaufleute in Ostafrika keine Sorge um die Zukunft dieses Gebiets zu machen brauchten, denn das englische Mandat habe Dauercharakter. Tanganjika sei daher genau so britisch wie irgend ein anderes Protektorat. Der Redner ging ferner auf wirtschaftliche Fragen ein und betonte sehr scharf die Notwendigkeit einer engen Wirtschaftsunion zwischen den unter englischer Flagge stehenden Ländern Ost- afrika einschließlich Tanganjikas. Das Zollabkommen zwischen Kenya, Uganda und Tanganjika müsse weiter ausgebaut werden.
Die Rede Sir John Sandeman Allens hat angesichts seiner Stellung als Präsident der englischen Handelskammern und als Vizepräsident des Vereinigten parlamentarischen Ausschusses für einen engeren Zusammenschluß der ostafrikanischen Besitzungen Englands einen sehr starken Eindruck gemacht.
Kleine politische Nachrichten.
Der Nationalsozialistische Reichsverband der deut- scheu Arbeitsopfer ist unter der neuen Bezeichnung „Gesamtoerband Deutscher Arbeitsopfer in der Deutschen Arbeitsfront" als geschlossenes Ganzes der Deutschen Arbeitsfront eingegliedert worden. An seiner Organisation wird nichts geändert werden. Der bisherige Leiter des Verbandes Diplomkaufmann Friedrich Ebeling ist, von Dr. Ley in seinem Amt erneut b e st ä t i g t und in den Kleinen Arbeitskonoent berufen worden
Das Reichsgericht verurteilte xroct kommunistische Funktionäre, Walter Oldehofs (Bremen) und Dietrich Wiers (Emden), wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu je drei Jahren Zucht- haus und fünf Jahren Ehrverlust. — Bei Oldehofs war eine große Menge belastenden Schriftmaterials, das sich mit der SA. und SS. sowie mit der Reichsmarine befaßt, beschlagnahmt worden. Die Angaben über die Marine stammten von dem Mitangeklagten Wiers.
Argentinien hat den Führer der argentinischen Delegation, Bretton, telegraphisch ermächtigt, das Londoner Weizenabkommen zu unterzeichnen.
Aus Oer provinzlalvauptstavt.
Die übrige Tagesordnung
der gestrigen Stadtratssitzung.
Nach der Verabschiedung des Voranschlags werden noch folgende Vorlagen glatt genehmigt:
Jilial- und Warenhaussteuer.
Die Filialsteuer und die Warenhaus- teuer werden für das Rj. 1933 in Höhe von 200 vom Hundert der allgemeinen Gewerbesteuer erhoben. Den Entwürfen der beiden Ortssatzungen wird zugestimmt.
Vergnügungssteuer.
Dem Entwurf einer neuen Steuerordnung über die ab 1.Juli 1933 zu erhebende Vergnügungs- ft e u e r in der Stadt Gießen wird zugestimmt.
Die plocksche Stiftung.
Der Voranschlag der Plockschen Stiftung für das Rechnungsjahr 1933, der in Einnahme und Ausgabe mit 2782,05 Mark abschließt, wird genehmigt.
Line neue Ortsbausahung.
Dem abgeänberten Entwurf der Ortsbau- fatzung für das Gebiet zwischen der Eisenbahn Gießen—Fulda, Licher Straße, Landes-Heil- und Pflegeanstalt und dem alten Steinbacher Weg wird zugestimmt.
Vergebung von Arbeiten und Lieferungen.
a) Vergebung der Rohbauarbeiten zur Errichtung von 14 Kleinwohnungen am Anne« röder Weg.
b) Neubefestigung der Klinikftrahe zwischen dem Wetzlarer Weg und der Frankfurter Straße; hier: Vergebung der Arbeiten und Liefe- I rungen.
c) Kanalbauarbeiten zum Ausbau der e Siedlun ar echts der Licher Straße unterhalb der Bahn Gießen—Fulda.
Die Erd- und Kanalbauarbeiten zum Ausbau der Siedlung rechts der Licher Straße unterhalb der Bahn Gießen—Fulda werden art die Firma Arbeitsgemeinschaft Abermann & Rinn in Gießen zu ihrem Angebotspreis von 12 273,50 Mark vergeben.
Feuerlöschordnung der Stabt Gießen.
Der oorliegenben Feuerlöschorbnung für bis Stadt Gießen wird zugestimmt. Mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Feuerlöschordnung wird die Ortsfeuerlöschordnung vom 12. Juli 1892 aufgehoben.
An die deutschen Bauern!
Der Kampfbund für Deutsche Kultur hat J sich die Aufgabe gestellt, am deutschen Rhein | und seinen Nebenflüssen ein großes deutsches
Erniedank-Feft
zu veranstalten. Das Fest soll dem deutschen Bauern beweisen, daß seine mühevolle Arveit um die Ernährung des Volkes von der Stadtbevölkerung dankbar geehrt wird.
Um diese Ehrung symbolhaft für das ganze Deutsche Reich zu gestalten, wird
am Deutschen Eck in Koblenz der Altar des deutschen Volkes ansgcbant, an welchem die Früchte des Bodens gesegnet ( werden.
Jede Gemeinde, welche sich beteiligen will, bringt in einem Erntewagen ihre Gaben m eine nahe Stadt, welche die Erntewagen in feierlicher Weise empfängt. Am nächsten Tage werden die Gaben im Schiff stromauf- bzw. -abwärts nach Koblenz zum Deutschen Eck gebracht. Die Erntewagen sollen prächtig geschmückt sein, um die Aufmerksamkeit des ganzen Stadtvolkes auf sich zu ziehen. Alte Trachten sollen hierbei im Vordergrund stehen, damit das Alte, Gute auch wieder rein äußerlich zu Ehren gebracht wird.
Alle Gemeinden, welche einen Erntewagen an die zuständige Sammelstelle (s. unten) entsenden wollen, mögen sich bis zum 5. September mit dem Kampfbund für Deutsche Kultur, Reichsleitung, z. Zt. Frankfurt a. M., Hotel Frankfurter Hof, in Verbindung setzen, der weitere Weisungen erteilt.
Kampfbund für Deutsche Kultur.
Der Beauftragte der Reichsleitung: gez. Habel.
Sammelorte: Ludwigshafen, Mannheim, Speyer, Worms, Neustadt a. d. H., Frankfurt a. M., Rüsselsheim a. M., Mainz, Wiesbaden-Biebrich, Bingen, Rüdeshcim, Kreuznach, Hanau a. M., Bach ar ach, St. Goar, Boppard, Ober- und Niederlahnstein, Koblenz, Traben-Trarbach, Cochem, Trier, Bad Ems, Limburg, Gießen, Marburg, Neuwied, Andernach, Remagen, Bad Neuenahr, Honnef, Königswinter, Bonn, Bad Godesberg, Bern- castel-Cues
Aufruf
au die Bürgerschaft der Stadt Gieße«!
Am 10. September findet in G i e ß e n ein Aufmarsch des Jungvolkes, Jungbann I, statt. Die Jungen kommen größtenteils von auswärts und brauchen an diesem Tage Mittagessen. Wir bitten daher die Gießener Bürgerschaft um vollste Unterstützung! Alle Jungen müssen zum Essen untergebracht werden! Sie kommen dann etwa zwischen 12 und 13 Uhr in ihre einzelnen Quartiere. Es wird bestimmt keiner, der einen Jungen zum Mittagessen angenommen hat, vergessen werden. Unsere Gießener Jungvölker werden in den nächsten Tagen in den Häusern die Anmeldungen sammeln und dankend ent- ‘ gegennefjmen. Unterstützen Sie uns also, bitte, so gut als möglich, daß jeder Junge an diesem Tage sein Mittagessen erhält. Im voraus besten Dank! Heil Hitler!
Stamm Welfen, Gießen-Stadt. Der Stammführer (m. d. F. b.). K. Stroh.
Oie Landhilfe im Muter.
Die Presse st elledesLandesarbeits- amtes Hessen teilt uns mit:
Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit wird erst bann wirklich zum Erfolg, wenn es gelingt, Rückschläge zu vermeiden und den Arbeitslosen in langfristige Beschäftigung zu bringen. Hierzu kann und muß vor allem auch die Landwirtschaft weitgehend beitragen. Durch die Landhilseaktion wird insbesondere der kleinbäuerliche Betrieb in diesem Sommer und Herbst nachhaltig unterstützt. Der { Dauer hat eine zusätzliche Arbeitskraft bekommen und den Darlohn hat er durch den Landhelfer-
nid)t dafür s nimmt- qft der / Hlark 7 hält,de-; wirte, dle LondE haben, s-0 dauer von Llnterbrea Helfer,em Lanölv'rh stehen, v'6
Winter art
50 J
Dem
na-D-M Diente
Sus diesem Jubilars mi Farben «« Deutschlands SeiiNene den festliche von der ,-Öe den Kreisen der Rerchöb Äls Ve Frankfurt ger e* des Gene die herzl denen sich furt ansch amtmann den Wort!
„Zu 50jähr che ich Ich v Anerk gesells Die ns!
In eine Landen lars herv Bemühung als gebon hessischen i zwischen i das Engst
Ter Le Oberbahn Jubilar )i das Wort tonte, daß wesen sei, und dem ' wirken u> zwischen 5 fen.
Reichsba teile die übergab de mung, in । -wischen bei herrscht, den Nr die S bayn-AWei ausgabe u Inspektor ! abfertigunc hinaus wi persönliche
Für die schlichten k
Verbo
Die Po uns mit:
Mehrfac Beschwert« während d markte W Konzession 6en. Diese verboten i Birte, di ® a lt wirt -u behcrbe
Tie glej gegen Prj und zum : fvstar in oo unö somit betreiben. A Um feine A wsttsgewech
bestehe,
Net . 1856: der M gebot tz. Maler Lunchen g
M-s
"'aus z ■ "erkauft-!? unter 'S
nur S* Si
UK »A ÄafflS ber
Ug vi


