Ausgabe 
30.5.1933 Frühausgabe
 
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Sie letzten Soldaten des Weltmeges.

Teilnehmerberichten nacherzählt von Walter Schimmel-Falkenau.

I.

Die Heldentragödie im Baltikum.

Vielfach werden auch noch heute die Beweggründe verkannt, die damals die deutschesten aller Soldaten veranlaßten, auch über den Schmachfrieden von Ver­sailles hinaus noch am Feinde zu bleiben und auf eigene Faust zur Bewahrung der deutschstämmigen Bevölkerung in den baltischen Provinzen vor dem Bolschewismus den Kampf gegen die rote Armee weiter zu führen. Vielfach ist die Mei­nung vertreten, daß es sich dabei um landsknecht- hafte Abenteuer handelte, daß diese Soldaten dort oben im Baltikum sich in das bürgerliche Leben nicht mehr einordnen konnten, daß der Krieg eben zu ihrem Handwerk geworden war. Da diese Meinung und Ansicht über das Baltikumunternehmen auch heute noch mancherorts anzutreffen ist, wollen wir im Folgenden den Versuch unternehmen, auf Grund zahlreicher Rücksprachen mit führenden Baltikum- kampfern, unter anderm auch mit dem Führer der russischen Westarmee, dem Fürsten A w a l o f f, die großdeutschen, von tiefer vaterländischer Erkenntnis getragenen Beweggründe, die dem Baltikumunter­nehmen zugrunde logen, hier innerhalb einer Dar­stellung des ganzen heroischen Kampfes um Deutsch­lands Ehre darzustellen.

Mit dem Ausbruch der Revolution 1918 zeigte sich mit einem Schlage, wie sehr die deutschen Truppen bereits von der sozialdemokratischen Wühl- und Hetz­arbeit zersetzt worden waren. Die deutsche Militär­verwaltung O b e r o st verlor den notwendigen Ein­fluß auf die zerfallenden und fluchtartig ^urückwei- chenden Truppen, sie konnte nicht verhindern, daß die Esten und Letten und auch die Litauer, die bis zum November 1918 zu den deutschen Truppen, zu ihrer Disziplin und Heldenhaftigkeit bewundernd aufgcsehen hatten, nun angesichts dieser furchtbaren Zcrfallserscheinungen sich nach anderen Helfern um­sahen. Sogar die Deutsch-Balten waren skep­tisch und ablehnend geworden. Die baltischen Pro­vinzen waren also nach dem Zusammenbruch des deutschen Heeres schutzlos dem immer mehr an­rückenden Feinde, den Bolschewiken, preisgegeben und mit ihnen die in sieben Jahrhunderten mühschin aufgebaute deutsche Arbeit der Deutsch-Balten. Da­mals fanden sich viele, sie zählten noch nach vielen Tausenden, die sich zu freiwilligen Ver­bänden zusammenschließen wollten, und die nun neugebildeten Republiken Lettland und Estland waren auch damals noch bereit, mit den Deutschen gegendie Bolschewiken zu marschieren. Aus der achten Armee hätten sich allein genügend starke Verbände aufstellen lassen können, die an den Gren­zen der Ostseeprovinzen den Ansturm der roten Armee aufgehalten hätten. Jedoch auf Befehl des Oberkommandos mußten solche in Narwa bereits gebildete reichsdeutsche Freiwilligenverbände wieder a u f g e l ö st werden. So wurde im entscheidenden Augenblick man dachte nur an den Rücktransport der fliehenden Truppen, an die Bergung der Vor­räte der Heeresverwaltung verabsäumt, das Land und die Deutsch-Balten, die seit Jahrhunderten als Pioniere des Deutschtums dort angesessen waren, vor dem Bolschewismus zu bewahren und dadurch dem seiner Kolonien beraubten Vaterlande im Balti­kum neue Handelsbeziehungen zu schaffen, neue Aus- Wanderungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Als schließlich das Oberkommando unter dem Druck der Ereignisse die Bildung von Freiwilligen­verbänden anordnete, fanden sich zwar noch ge­nügend Offiziere, aber nur wenige Mannschaften. Mitte Dezember 1918 erfolgte dann der Zusammen­schluß dieser an Offizieren starken Freiwilligenver- bände zu derEisernen Brigade". Von ir­regulären Banden umgeben, bedroht von der revo­lutionären Truppe, mußte sich dieEiserne Brigade" mühsam auf Riga zurückziehen. Die Esten und die dort beheimateten Deutsch-Balten waren schutzlos den immer weiter vordringenden Bolschewiken aus- geliefert. Neugebildete estnische Truppen, darunter das Freiwillige Deutschbaltenregi­ment, wichen westlich zurück, nahmen im Zurück- gehen neue Truppen auf und konnten fchließlich den bolschewistischen Angriff im Januar 1919 zwischen Narwa und Reval aufhalten. Die Bolschewisten warfen sich nun auf Riga und eroberten diese Stadt und mit ihr für viele Millionen deutsches Kriegs­material, Lebensmittel und Bekleidung. DieEiserne Brigade" zog sich auf Mitau zurück. Die Bolschewiken errichteten in Riaa die Sowjet-Republik Latwija. Besonders hatten die Deutsch-Balten unter der fürchterlichen Bolschewistenherrschaft zu eiben. Sie wurden zu Dutzenden erschossen und in Gefängnissen unter entsetzlichen Qualen zu Tode ge­martert. Die rote Armee überflutete ganz Lettland, errichtete überall ihr Schreckensregiment. Die Eiserne Brigade", die im Rücken von den revolu­

tionären Resten der ehemaligen achten deutschen Armee bedroht wurde, die vor sich als Feind die rote Armee hatte und von allen Seiten von estnischen und lettischen plündernden Banden angegriffen wurde, mußte unter diesen Umständen am 7. Januar 1919 auch Mitau räumen. Die Bolschewisten besetz­ten die Stadt. DieEiserne Brigade" und die Bal­tische Landeswehr traten den Rückzug hinter d i e Windaulinie in musterhafter Ordnung und Disziplin an.

Am 18. Januar 1919 übernahm Major Bischoff den Befehl über dieEiserne Brigade" und die Bal­tische Landeswehr. Die Bolschewisten standen nur noch einige dreißig Kilometer von der ostpreußischen Grenze entfernt, ste tra­fen alle Vorbereitungen, den letzten Rest der Ostfee- provinzen zu erobern und dann auf reichsdeutschem Boden plündernd und brandschatzend einzumarschie- rcn. Es ist Major B i s ch o f f zu danken, daß unter seiner energischen und zielbewußten Führung die Eiserne Brigade" zu jener bedeutenden Kampfein­heit wurde, die in schweren Kämpfen nicht nur nicht die deutsche Heimat vor der Bolschewiken-Jnvasion bewahrte, Deutschland also vor dem Kommunismus rettete, sondern auch das verlorene deutsch-baltische Land Stück für Stück in monatelangen Kämpfen zu­rückeroberte. Von Sieg zu Sieg führte er die .Eiserne Brigade", ein gewaltiges Heldenlied war der große Kampf jener kerndeutschen Männer um die Befreiung deutschen Landes. Unter dem Befehl des Grafen von der Goltz rückte dann der Stab des 6. Reservekorps in Libau ein, und die ihm unter­stellte erste Garde-Referve-Divifion griff auf dem rechten Flügel in den Kampf ein. Hier­durch gewann auch die Baltische Landeswehr soviel innere Festigkeit zurück, daß sie als brauchbarer Truppenteil in das große Ringen um die Säuberung des Baltikums von den Bolschewiken eingesetzt wer­den konnte.

In Lettland war inzwischen ein durchaus deutsch­feindliches Ministerium unter dem Präsidenten U l - man mit der vorläufigen Regierung betraut wor­den. Nach der Einnahme Rigas durch die Bolsche­wiken war diese Regierung nach Libau übergesiedelt. Der Bevollmächtigte der deutschen Regierung, August W innig, hatte immerhin erreichen können, daß die lettische Regierung dem Deutschen Reiche ver­traglich zusicherte, den deutschen Kämpfern gegen die Bolschewiken das lettische Bürgerrecht zu verleihen. Die kurländischen Großgrundbesitz^ hatten durch das Ritterschaftskomitee erklärt, jedem dieser Kämp­fer achtzig Morgen Land zum Vorkriegspreise zu überlassen. Hierdurch war eine deutsche Siedlung vertraglich in Lettland gesichert. Durch dieses Sied­lungsversprechen wurde die Begeisterung der deut­schen Truppen für den Kampf gegen den Bolsche­wismus noch mehr gesteigert.

Anfang März fetzten mit einbrechendem Frühjahr die großen, heldenhaften Kämpfe ein, die zur B e - freiung Mitaus und des größten Teiles von Kurland führten. Trotz dieser hervorragenden Lei­stungen der deutschen Baltikumkämpfer setzte aber die lettische Regierung unter U l m a n besonders zeichnete sich hierbei der lettische Kriegsminister G o l d m a n n aus ihre Hetze gegen alles Deut­sche weiter fort und forderte die allgemeine Mobil­machung der Letten. Da aber den Deutschen die Nei­gung gerade des Letten zum Bolschewismus aus eigener Erfahrung bekannt war, mußte ein solches Vorhaben der lettischen Regierung unter allen Um­ständen verhindert werden, wollte man nicht die Er­folge des eigenen Kampfes preisgeben. So stürzte denn der unter der Führung des Leutnants Baron Hans Manteuffel stehende Vortrupp der Bal­tischen Landeswehr Mitte April die Regierung Ul- man. Ulman flüchtete auf eins der im Hafen liegen­den englischen Schiffe. Seine Regierungsmitglieder wurden zum größten Teile verhaftet. Unter Füh­rung des Präsidenten N e e d r a wurde nun ein aus Letten und Deutsch-Balten zusammengesetztes Ka­binett gebildet. Die Vertreter der alliierten Mächte blieben neutral. Im Lande trat wieder Ruhe ein. Die Bolschewiken wichen weiter zurück, und die Aus­sichten in die Zukunft waren durchaus günstiger Natur. Mitte Mai wurde der Plan gefaßt, Riga zu befreien. Die Nachrichten, die über die dortige Bol­schewistenherrschaft ins Land fanden, waren geradezu furchtbar. Die Berichte von Flüchtlingen ergänzten das entsetzliche Bild. So traten denn die Truppen am 24. Mai, der Morgen dämmerte gerade, zum Generalangriff auf Riga an. Mit heroi­scher Hingabe und unter Einsatz aller Kräfte wurde der Angriff mit einer wundervollen Tapferkeit durchgeführt. In den frühen Nachmittagsstunden war Riga bereits frei. Durch diesen hervorragenden Erfolg der deutschen Baltikumkämpfer war auch zu­gleich die gesamte rote Armee in den baltischen Ost­seeprovinzen vernichtet worden. In wilder Flucht räumte sie das Land und darüber hinaus auch noch

den größten Teil von Livland. Der Einzug der beut« scheu Truppen in Riga gestaltete sich zu einem Fest­tage Die baltischen Provinzen waren dem Deutschtum zurückgewonnen, der Bol­schewismus war niedergeworfen. Möglichkeiten des Handels, auch der Auswanderung, der Siedlung großen Ausmaßes eröffneten sich. Für den Verlust der Kolonien schien wenigstens ein kleiner Ersatz ge­schaffen. Und hätten wir den Esten die vergeblich an­geforderten Waffen geliefert was die damalige

deutsche Regierung in ihrer ewigen Demütigungs­psychose unterlassen hatte hätten wir sie für uns gewonnen. So hat es England getan. Mit englischer Hilfe war die estnische Armee zu einer modern be­waffneten Truppe von 40 000 Mann geworden, die den Bolschewisten, nachdem deutsche Arbeit sie zer­mürbt hatte, die Städte Nawa, Dorpat, Walk und Wenden entriß. England forderte aber für diese Hilfe Bezahlung. (Fortsetzung folgt)

©Ji.-tfpoit

Fußball der Gießener Mannschaften.

Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung emp­fing am Sonntag auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe die 1. Elf des Sportvereins Wetzlar zum Rückspiel. Die Blauweißen verloren auch dieses Spiel, wenn auch sehr knapp mit nur 2:3 Toren. Man sah einen prächttgen Kampf. Die 1. Elf des VfB. war in Sinn zu Gast und konnte dort einen knappen Sieg buchen. Mit 4:3 Toren blieben sie erfolgreich.

Das vor dem Ligaspiel auf dem Platz der Spielvereinigung ausgetragene Aufstiegsklasse- Spiel um den Aufstieg in die 1. Dezirksklasse zwischen den Mannschaften von Lollar I und Bissenberg I endete nach zweimaliger Verlänge­rung mit einem Unentschieden von 1:1.

Fußball in Hessen-Hannover.

Hur schwacher Spielbetrieb.

Arn Sonntag herrschte im Bezirk Hessen-Hannover wiederum nur schwacher Spielbetrieb. Der Bezirks­

meister Borussia Fulda weilte zum Rückspiel in Mainz und mußte dort eine empfindlich hohe 2:9- Niederlage hinnehmen. In Kassel standen sich Sport und SC. 03,. zwei alte Rivalen im Freundschafts­treffen, gegenüber. Die 03er behielten im Endspurt mit 4:3 die Oberhand. Iura besiegte zur allgemeinen Ueberraschung Spielverein Kassel 4:1 und die Sport­freunde schlugen Niederzwehren verdient mit 3:2.

Handball der 1. Kompanie 15. 3. K

Die 1. Mannschaft der Kompanie weilte am Samstag und am Sonntag in Büdesheim zu einem Polalturnier. Sie konnte unter stärkster Konkurrenz (Kreis-Meisterklasse) den Meister­titel mit nach Hause bringen. Beteiligte Vereine waren: Turngesellschaft Offenbach, Turnverein Klein-Auheim, Turnverein Bruchköbel, Handball­mannschaft der 1.-2. R. 15.

Resultate der Kompanie: Turnverein Bruchköbel1./15 3:11; Turnverein Klein-Auheim 1./15 3:5.

Fausiballmeisierschast des Gaues Hessen (DT.) Tv. 1846 Gießen Gaumeister.

Am Himmelfahrtstage wurde die Endrunde um die Faustballmeisterschaft des Gaues Hessen durch­geführt, die die Mannschaften der Gausonder­klasse diesmal in Frankenau, dem äußersten Rorden des Hessengaues, zusammenführte. Durch die auHerordentlich starke Anteilnahme, die die Bevölkerung dieser Veranstaltung entgegenbrachte, wurden die Spiele zu einer großen

IBerbetunbgebung für das Faustballspiel.

Zusammen mit einem großen Teil der Bevölkerung marschierten am Mittag die Mannschaften nach der neuerstellten Spielplahanlage, wo nach His- sung der Hakenkreuzflagge, der schwarzweißroten und der Turnerfahne und einer kurzen Begrü­ßungsansprache des Vertreters der Gauführung, Loh (Gießen), die Kämpfe begannen. Der Wet­tergott, der seit langem mit den Faustballspielern auf Kriegsfuß zu stehen scheint, hatte auch dies­mal durch ausgiebigen Regen für einen auf* geweichten und sehr schlüpfrigen Boden, gesorgt, der zusammen mit den zahlreichen Unebenheiten an das spielerische Können der Mannschaften höchste Anforderungen stellte.

Ueberraschungen konnten unter diesen Umstän­den nicht ausbleiben, und sie begannen schon in der ersten Spielrunde des Tages, als Friedberg, der vorjährige Meister, sich von Frankenau knapp geschlagen bekennen mußte. Friedbergs Mann­schaft sand sich auch während der übrigen Spiele nicht mit den Bodenverhältnissen ab und mußte noch zwei Niederlagen gegen Halgehausen und Gießen hinnehmen.

Die Begegnungen zwischen den Spitzenmann­schaften brachten durchweg höchst dramatische Kämpfe, deren Ausgang wiederholt aus des Mes­sers Schneide stand. Da mehrere Male erst die letzte Minute über den Sieg entschied, wurde die vielhundertköpfige Zuschauermenge bis zum Schlußpfiff in Spannung gehalten. 2hre Beifalls- äußerungen galten vor allem den Leistungen der beiben heimischen Mannschaften, Halgehausen und Frankenau, die die technische Ueberlegenheit von Gießen und Friedberg durch außerordentliche Zä­higkeit und nie erlahmenden Kampfgeist ausglichen und sich hervorragend schlugen.

Heber den neuen Meister konnten nach dem Ausgang der Vorrunde kaum noch Zweifel be­stehen.

Der Tv. 1846 Gießen, vertreten durch Hohl, Riexinger, Pfeffer, Medenbach, Loh, ging wiederum ungeschlagen aus den Spielen hervor.

wenn er auch durch ein Unentschieden gegen Fran­kenau einen Punkt einbüßte. Die Mannschaft be­wies damit erneut, daß sie auf Grund ihres tech­nisch reiferen Spiels und ihrer Sicherheit in der Ballbehandlung mit jedem Spielgelände fertig zu werden versteht, und daß sie auf dem besten

Wege ist, wieder zu den Spitzenmannschaften des Mittelrheinkreises aufzurücken. Den zweiten Platz sicherte sich bei den Meisterschaftsspielen Frankenau, nachdem Halgehausen, mit ihm punkt­gleich, auf das Entscheidungsspiel verz chlel hatte. Don den beiden Tabellenletzten trat Ridda nicht an; Butzbach, das mit einer ganz jungen Mann­schaft zur Stelle war, vermochte sich nicht durch­zusehen.

Ergebnisse:

Gießen Halgehausen 42:28; Gießen Butz­bach 55:19; Gießen gegen Frcmienau 31:31; Gie­ßen Friedberg 36:32; Friedberg Frankenau 37:42; Friedberg Butzbach 56:32; Friedberg Halgehausen 39:41; Halgehausen Frankenau 29:25; Halgehausen Butzbach 57:34; Frankenau Butzbach 56:26.

Punkte: Gießen 19; Frankenau 13; Halge­hausen 13; Friedberg 10; Butzbach 5; Ridda 0 Punkte.

Wirtschaft.

Frankfurter Abendbörse: etwas freundlicher.

Frankfurt a. M, 29. Mai. An der heuti­gen Abendbörse war das Geschäft bei Beginn et­was belebter, da die Kulisse nach der Prämien­erklärung verschiedentlich Leckungsneigung bekun­dete. Die Stimmung war allgemein etwas zu­versichtlicher, wobei man auch auf die wie­der meist befestigten Auslandsbörsen verwies. Dessen ungeachtet war im Hinblick auf die außen­politische Lage, sowie unter Berücksichtigung der heute in Berlin begonnenen Transserbssprechun- gen noch Zurückhaltung zu bemerken. Gegenüber den Berliner Schluhkursen ergaben sich meist Er­höhungen bis zu 0,50 Prozent, wobei neben 2.-G.° Farben noch Harpener, Aku und einige Elektro­werte beachtet waren. Felten setzten jedoch ihren Rückgang um erneut 1,75 Prozent auf 58,13 Prozent fort.

Der Rentenmorkt war vernachlässigt. 3m Verlaufe wurde das Geschäft wieder sehr still, und vereinzelt blieben die höchsten Kurse nicht immer gehalten. 3G.°Farben zogen aber um 0,25 Prozent an. Reubesihanleihe 12,30, Altbesitzan­leihe 74,65 bis 74,75, Schutzgebietsanleihe 7,25, 4proz. Zolltürken 6,40, Buderus 77, Harpener 99, Kali Westeregeln 130, Klöcknerwerke 61,50, Man­nesmann 70,13, Rheinstahl 93,25, Stahlverein 42, Aku 41,25 bis 41, Bekula 112,50, Conti Gummi 144 Brief, Deutsche Linoleum 49,25, Licht 8- Kraft 115,25, 3G.-Farben 130,25 bis 130,50, Gesfürel 92. Rütgerswerke 58, Metallgesellschaft 34,50, Schuk- kert 108,50, Siemens 157, Südd. Zucker 157, Reichs- bahn-DA. 97,13, Hapag 19, Rordd. Lloyd 20,13.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 o H.

Aranftur, a. Dl.

Berlin

Schluß, kurs

Gchlußk. Abend- börse

Schluß, kurs

Schlußk. Mlttaq- börse

'Datum

27.5 |

29.5.

27.5.

29.5.

6% Deutsche iNeWameiljc v. 1921

84

83

83,5

82,75

6% ef)em.7% Dl. ReichSanl. v. 1929

92,25

91,4

92

5yz% Doung-Anleihe von 1930 ..

85,5

86

85,4

84,5

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti

AuSlos.-Rechten ............

75,4

74,75

74,9

74,75

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte......

6% ehern. 8% Heil. BolkSstaat 1929

12,5

12,3

12,3

12,25

(rückzahlb. 102%)...........

77,5

Oberhe'ssen Provinz. Anleihe mi

Auölos.-Rechten ............

6% Heg. Landesbank Darmstadt

67,5

67

Gold R. 12....... ..

82

82

81,75

6%% He!i. Lande« Hypotheken.

bank Darmstadt Liqui......

Deutsche Komm. Sammelab l.An

85,5

85,5

leihe Sertel mit Auölos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban!

68,5

68

69

68,25

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hvp.-Ban!

82,5

82,75

Goldpfe. 16 unkündbar 618 1936 6y.% ehem. 4V2% Franks. Hyp.

82,25

82,25

Bank-Liqu.-Psandbriese .....

5%% ehem. 4'/r% Rheinische

83,65

82,5

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. . -. 6% ehem. 8% Pr. Landcspfand

86

85,9

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand

83,5

83,5

83,5

briefanstalt. Pfandbriefe R. 1*

84

84

84,5

84

Verrechnungskurs .............

85,4

85,5

85,5

4% Österreichische Woldrente...

16

4,20% Österreichische Silberrente

1,15

4% Ungarische Goldrcnte.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4%% bcc-fll. von 1913..........

_

_

_

-

5% äbgesl" Goldmerikaner von 99

7,75

7,75

7,75

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

6,5

6,4

6.6

6,5

Serie 1.....................

6,5

6,45

6,35

6,3

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß» kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß, kurs

Schlußk. Miliag» börse

Datum

27.5.

29.5-

27.5.

29.5.

4% desgl. Serie 11 ...........

6,45

6,5

6,4

6.35

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

5,75

5,5

5,9

5,6

4^%Rumän.veretnh.Ren!ev.l913

10,25

10,5

10,5

4% Rumänische vereinh. Rente

4,7

4,65

4,7

4,55

8%% Anatolier .............

28,6

28,65

28,75

28,65

Hrnnburg-Amerska-Paket .....

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

c

0

19,13

19

18 65

31

19

32,5

Hansa Dampfschiff...........

0

28

27,25

Norddeutscher Lloyd .........

0

20,13

20,13

19,75

19,9

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

53,25

53

53

52,75

Berliner Handelsgesellschaft....

>

94

92,25

93,25

93

Commerz, unv Privat-Bank...

Deutsche Bank und Disccnto-

0

50,25

50,25

50,75

50,75

Gesellschast................

(1

53

53

53

53

Dresdner Bank...........

0

52

52

52

52

Reichsbank .................

1

126,75

125

125,5

125

A.E.G......................

Elektr. LicferungSgefelkschaft .. i Licht und Krast .............

Felten & Guilleaume ........

Gesellschaft für Elektrische Unter»

( 6

6 v

25,25

100

113

67,5

115,25

58,25

25,25

100,13

114

67,75

25

101

115,5

60

nehmungen...............

Rheinische Elektrizität ........

Schulten & Go..............

4 6

91

96

107

159

121

92 96,75 108,5

157

91

96,5 106,5 159,75

121,5

92,4

96,5

108,25

157

121

Siemens & Halske...........

Lahmeyer & Go..............

10

Buderus ...................

Deutsche Erddl .............

4

76,5

112,5

77

114,5

77

112,5

77,25

114.5

Gelsenkirchener..............

G

61,75

63

62,25

63.13

Harpener...................

c

96,75

99

96,4

Hoesch EisenKöln-Neuessen..

c

-

74,65

75875

Ilse Bergbau ...............

-

153,75

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ... ..........

0

114

59,5

115

61,5

113,25

59,25

115,5

60,5

ManneSmann-Röhren........

0

70,5

70,13

70

70,4

Arant,uri a. M.

Äerlm

Schluß­kurs

Schlußk Abend- börsc

Echluß- lurs

Schlußk. Mittag- börle

Saturn

27.5.

29.5.

27.5.

29.5.

Mansielver Bergbau......

... 0

25

25,25

26

KokSwerke ...............

... 0

83,75

84,75

Phünir Bergbau..........

... 0

41,75

43

42

42,5

Rheinische Braunkohlen ...

...io

194,5

197

198,5

Rheinstabl ...............

... 0

90,25

93,25

90

93

Beremtgie Stahlwerke.....

... 0

41,4

42

41,13

42,25

Olavi Minen ............

... 0

18

17,65

17,75

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

129,4

130

129

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

130,5

130

132,75

130

Kaliwerke Salzdetfurth ....

... P

179

180

178,5

I G.FaÄien-Industrie....

... 1

129,25

130,5

129,4

129,9

Scheideanstalt............

...10

169

168,5

Goldschmidt .............

... 0

53,75

52,65

54,4

53

RütgerSwerke ............

... 0

58

58

57,0

57,75

Metallgesellschaft..........

... (

34

34,5

34,5

34,5

Philipp Holzmann........

Zementwerk Heidelberg ...

Cementwerk Karlstadt......

... 0

58

te

56,9

56,5

... 4

76,5

75,5

... 0

-

Schultheis Patzcnhoser.....

... 0

125,5

126

Mu (Allgemeine Kunstseide)

... 0

40,5

41

40,5

41

Bemberg................

... 0

50,25

50,75

51

Zellstoff Waldhos.........

... 0

53

52,65

52,5

Zellstoff Aschaffenburg ....

... 0

24

24

24

Dessauer Ga»............

... 7

111,5

111,5

Daimler Motoren.......

... 0

30,5

30,75

30,65

30,5

Deutsche Linoleum ......

... 0

48,5

49,25

47,13

48,5

Orenstein S Koppel .......

Leonhard Tietz...........

... 0

21

50,25 21

48,25

19,75

Thade...................

165

167,4

165

Arttzner ... .........

26,5

27

27

Mainkrastwerke Höchst a.M.

... 4

68.5

68,5

Süddeutscher Zucker ......

... 8

155

157

155,25

156

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

27. Mal

29. Mai

Amtliche Notierung (RtlD | Ariel

Amtliche Notierung

Geld | Arie'

Helsingfors.

6,304

6,316

6,284

6,296

Wien......

46,45

46,55

46,45

46,55

Prag......

12,61

12,63

12,61

12,63

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

170,23

170,57

170,63

170,97

Oslo.......

72,33

72,47

71,93

72,07

Kopenhagen

63,54

63,66

63,34

63,46

Stockholm..

73,13

73,27

72,63

72,77

London .....

14,25

14,29

14,205

14,245

Buenos Aires

0,853

0,857

0,853

0,857

Neuyork ....

3,596

3,604

3,581

3,589

Brüssel.....

58,79

58,91

58,89

59,01

Italien.....

21,95

21,99

21,96

22,00

Poris.....

Schweiz ...

16,61

16,65

16,61

16,65

81,57

81,73

81,72

81,88

Spanien....

36,06

36.14

36,11

36,19

Danzig....

82,62

82,78

82,77

82,93

0,874

0,239

0,876

0,241

0,874

0,239

0,876

0,241

Rio de Ian.

Jugoslawien Lissabon....

5,195

5,205

5,195

5,205

12,99

13,01

12,94

12,96

Banknoten.

Berlin, 29. Mal

Gelb

ZW

Amcrikanyche Noten..............

3,545

3,565

Belgische Noten..................

58,73

58,97

Dänische Noten .................

62,97

63,25

Englische Noten .................

14,165

14,225

Französische Noten...............

16,57

16,6?

Holländische Noten...............

170,26

170,94

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

21,84

71,76

21,92

72,04

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

72,45

72,75

Schweizer Noten... .............

81,54

81,86

Spanische Noten.................

Ungarische Note» -...............

35,98

36,12