Issue 
30/03/1933 Frühausgabe
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

l&Jlxfport

Siadie-Fußball Greßen-Wehlar gegen Kupheffen Marburg.

Aus Anlaß des Jugendopfertages, den der Westdeutsche Spielverband am kommenden Sonn­tag im ganzen Verbandsgebiet veranstaltet, findet auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe (Spiel­vereinigung ILO)) ein interessantes Städte-Wett- spiel statt. Die Vereine von Gießen und Wetzlar stellen eine kombinierte Mannschaft und treten gegen die 1. Elf der Kurhessen von Marburg an. Man erwartet einen spannenden Kampf, dessen Ausgang aber ganz davon abhängig sein wird, wie sich die kombinierte Mannschaft zusammen­findet. Der Reinertrag des Spieles kommt der Jugendarbeit des WSV. zugute.

VfB. Gießen.

VfB. 11 Laubach 1 4:2.

Ein typisches Spiel um die Punkte! Die Grün- Weihen waren jederzeit überlegen, das Resultat hätte bei besserem Stürinerspiel höher ausfallen müssen. Beide Mannschaften gaben sich in bezug auf Schnelligkeit nichts nach. Gegen Schluß artete das Spiel etwas aus. Die Grün-Weißen erhiel­ten drei Elfmeter zugesprochen, von denen nur einer verwandelt werden konnte.

VfB. Steinbach I 4:1.

Auch dieses Verbandsspiel konnten die DfVer für sich entscheiden. Man sah keine überragenden Leistungen, jedoch wurde mit aller Hingabe ge­kämpft. Der Sieg der Grün-Weihen war ver­dient.

Spielvepeinigung 1900 Gießen.

Iugendfpiele.

Die 1. Jugend spielte gegen Aßlar 3.1 5:2 (5:1). Vorweg sei gesagt, dah ein älnentschieden das richtige Resultat gewesen wäre. 1900 fand sich nie recht zusammen. In der ersten Halbzeit gab sich die Elf noch große Mühe und konnte fünf Tore vorlegen. Aßlars Sturm verstand sich nicht und konnte nur eine Chance ausnutzen. In der 2. Halbzeit fiel 1900 durch sein planloses Spiel völlig ab. Zum Glück war die Verteidigung und der Tormann auf der Höhe. Die Gäste lagen stets im Angriff, konnten aber nur einmal einsenden.

Die 2. Jugend blieb gegen Wiesect 6:2 (2:1) Sieger. Beiden Mannschaften mangelte es am Spielsystcm. Der Platzverein war kräftiger und konnte sich besser durchsetzen. 1900 war viel im Angriff, kam aber nur zu 6 Toren. Den meisten

Stürmern fehlte die Liebersicht. Die Wiesecker machten es nicht besser.

Wichtige Beschlüsse

der Deutschen Turnerschast.

Der Vorstand der Deutschen Turner­schaft hat zur Frage der Aufnahme von Mit­gliedern von Vereinen des Arbeiter-Turn- und Sport-Kartells folgende Richtlinien erlas­sen:

1. Ganze Vereine des bisherigen Arbeiter- Turn- und Sportkartells dürfen nicht ausgenom­men werden.

2. Bei Einzelmitgliedern, die nachgewiesener- maßen vorher im Arbeiter-Turn- und Sportkar­tell Mitglied waren, muh bei ihrem Eintritt in einen DT.-Verein vorher die schriftliche Anerken­nung der Satzung der DT., insbesondere des § 2, verlangt werden.

3. Der Vorstand warnt die Vereine vor über­stürztem Handeln in der Aufnahme solcher Ein­zelmitglieder und weist hin auf die Gefahr der Zellcnbildung und der Äeberfremdung.

Zum Tragen politischer Abzeichen und Llnifor- men in der DT. wird wie folgt Stellung genom­men: Das Tragen von Uniformen der SA., SS. oder des Stahlhelms bei Versammlungen und Ver­anstaltungen von Vereinen der DT. ist selbstver­ständlich gestattet. Was die Frage der Beibehal­tung der alten schwarz-rot-goldenen Vereinsfah­nen einzelner Turnvereine anbelangt, so ist sich der Vorstand darin einig, dah derartige alte Ver­einsfahnen selbstverständlich weiter behalten wer­den können, dah es sich aber zur Vermeidung von Mißdeutungen empfehlen wird, dem betr. Ver­ein nahezulegen, ein Fahnenband in schwarzweiß­rot an der alten Vereinsfahne zu befestigen oder eine zweite Fahne in den Reichsfarben daneben zu führen.

Gießen Mitglied in WSV. und DSB.

Der Olympische Sportclub Gießen hat fein Probejahr (als Voraussetzung für die Aufnahme im WSV. und DSB.s mit Erfolg beendet. Der WSD. und die DSB. (Deutsche Sportbehorde) haben den OSC. vor kurzem ausgenommen und damit seine Leistungs- und Lebensfähigkeit an­erkannt. Als deren jüngstes Mitglied wird er, wie man uns mitteilt, auch in der Folgezeit ver­suchen, dem deutschen Sport und damit dem Daterlande zu dienen.

Gemletumen im Lahn-Nünsberg-Gau.

In der Rabenau-Volkshalle zu Londorf kam am Sonntag das Geräte-Wetturnen im Lahn- Dünsberg-Gau zur Durchführung. Die Beteili­gung daran war sehr stark. Die Leistungen stan­den auf hohem Riveau. Besonders die Mittel­stufe der Turner wartete mit ausgezeichneten Leistungen auf. Die Leitung des Wettkampfes lag in den Händen von Gauturnwart Keller (Rodheim) und Wagner (Lollar). Die Kämpfe begannen bereits am Vormittag mit dem Turnen der Turnerinnen-Unterstufe, der Turner-Unter­stufe und der Turner-Mittelstufe. Bei den Tur­nerinnen dominierten die Mitglieder des Wie­secker Turnvereins. Sie belegten alle ersten Plätze. Anneliese W e h l i n g errang in der Unter­stufe den ersten Sieg. In der T u r n e r - Un­ter st u f e stellte wieder Wilhelm Werner (Wieseck) den ersten Sieger. Er imponierte be­sonders durch seine tadellose Haltung. Die Tur­ner-Unterstufe hatte einen Siebenkampf zu be­streiten. Die Turner der Mittel st ufe tra­ten zum Reunkampf an und muhten Wilhelm Schmidt (Waldgirmes) den Sieg überlassen. Auf den nächsten Plätzen folgten C. H e i h und C. Weller, beide von Wieseck. Die ersten drei erreichten verschiedene Male die höchste Wertung.

In der Turnerinnen-Oberstufe war die Beteiligung weit schwächer als in der Unter­stufe. Mit klarem Vorsprung wurde Lina Erb (Wieseck) Erste. Mit besonderem Interesse sah man dem Auftreten der Oberstufe entgegen. Ueberraschend kam hier der Sieg des alten Kämpen Hofmann von Lollar, der die Ju­gend eindeutig hinter sich ließ. Er turnte mit bewundernswerter Sicherheit. Seine beste Lei­stung war die Kürübung am Reck. Schmidt (Waldgirmes) gefiel ebenfalls sehr. Leider konn­ten die Turner Ferber (Waldgirmes) und B i e r a u (Lollar) nicht dabei sein, da sie sich bereits am Vormittag beim Training Verletzun­gen zugezogen hatten. Der Gauvorsihende D a u-

p e r t beschloß mit der Siegerverkündigung die Veranstaltung. In seiner Ansprache begrüßte er den nationalen Aufbruch und mahnte zur Mit­arbeit an der Zukunft Deutschlands. Der eigent­liche Sinn Jahnschen Geistes müsse nun wieder in den Vordergrund treten.

Die Ergebnisse.

Turner-Unterstufe (Siebenkampf): 1. Wilh. Werner, Wieseck, 131 P.; 2. Wilh. Moos, Lollar, 118: 3. Ernst Pfeiffer, Lounsbach, 113: 4. Karl Weimer, Waldgirmes, 112: 5. Albert Lepper, Waldgirmes, 111; 6. Friedrich Vogel, Staufenberg, 108: 7. Karl Scherer, Wieseck, 107; 7. Karl Kümmel, Wieseck, 107; 8. Wilhelm Brück, Garbenheim, 103; 9. Rudolf Junker, Wieseck, 100; 9. Gustav Stamm, Waldgirmes, 100; 10. Wilhelm Eisenhut, Wieseck, 98; 11. Helmut Lich, Londorf, 97: 12. Ernst Böcker, Waldgirmes, 96; 13. Erwin Römer, Wieseck, 95; 14. Gustav Schimpf, Kessel­bach, 94; 15. Walter Martin, Leihgestern, 93: 16. Ewald Schmidt, Waldgirmes,92: 17. Heinrich Rühl, Staufenberg, 91; 18. Erich Klinkel, Lollar, 90; 19. Ernst Ferber, Waldgirmes, 89; 20. Karl Jung, Waldgirmes, 83; 20. Ewald Klas, Wald­girmes, 83; 20. Albert Ferber, Waldgirmes. 88; 21. Wilh. Hasselbach, Rodheim, 87; 22. Karl Algeyer, Lollar, 85; 22. Heinrich Appel, Londorf, 85; 22. Willy Hasselbach, Londorf, 85 P.

Turner-Mittelstufe (Reunkampf): 1. Wilhelm Schmidt, Waldgirmes, 164 P.; 2. Karl Heih, Wieseck, 159; 3. Karl Weller, Wieseck, 153; 4. Hans Mank, Wieseck, 144; 4. Paul Becker, Waldgirmes, 144: 5. Richard Schaum, Leih­gestern, 142; 6. Ernst Zecher, StaufeVerg, 139; 7. Richard Bepler, Kinzenbach, 138; 8. Heinrich Belte, Ahbach, 136; 9. Heinrich Kraj., Staufen­berg, 134; 10. Albert Best, Waldgirmes, 133; 11. Heinrich Braun, Staufenberg, 130; 12. Wil­helm Müller, Wieseck, 129; 12. Heinrich Muskat, Atzbach, 129; 13. Adolf Amend, Garbenheim, 121;

14. Wilhelm Zöller, Leihgestern, 120; 15. Wil­helm Schmidt. Kesselbach, 119; 15. Ewald Leib, Kinzenbach, 119; 16. Karl Rupp, Garbenheim, 118; 16. Karl Vogel, Staufenberg, 118; 17. Hans -Althaus, Leihgestern, 116; 18. Wilhelm Kraus­kopf, Rodheim, 115; 19. Albert Schmidt, Wald­girmes, 114; 20. Karl Hillgärtner, Londorf. 111 P.

Turnerinnen-Unterstufe (Sechskampf): 1. Annelise Wehling, Wieseck, 101 P.; 2. Erna Dech, Wieseck, 100; 3. Elli Schmidt, Wieseck, 99; 4. Minna Jung, Wieseck, 94; 5. Gertrud Dech, Wieseck, 93; 6. Anni Wirbelauer, Wieseck, 92; 7. Elli Felde, Stau­fenberg, 91; 7. Irma Braun, Wieseck, 91; 8. Lis­beth Koob, Wieseck, 89; 9. Lotte Parlow, Lollar, 87; 10. Irma Schneider, Wieseck, 86; 11. Elli Dietz, Lol­lar, 80; 12. Elli Moos, Staufenberg, 78 Punkte.

Turnerinnen-Oberstufe (Siebenkampf): 1. Lina Erb, Wieseck, 125 P.; 2. Lina Grün, Lollar, 106; 3. Auguste Möser, Wieseck, 103; 4. Anna Pausch, Wieseck, 97 Punkte.

Turner-Oberstufe (Neunkampf): 1. Wil­helm Hofmann, Lollar, 168 P.; 2. Schmidt, Wald­girmes, 147; 3. Heinrich Römer, Wieseck, 146; 4. Rudolf Rohrbach, Leihgestern, 142; 5. Waldemar Grote, Lollar, 136; 5. Ernst Deibel, Lollar, 136; 6. Ludwig Hettche, Lollar, 135; 7. Otto Bender, Rodheim, 134; 7. Ludwig Lepper, Waldgirmes, 134; 8. Karl Velten, Leihgestern, 133; 9. Ludwig Olemotz, Londorf, 136; 10. Karl Schaum, Leihgestern, 123 Punkte.

Geräiemannschastskampf Kelsterbach- Grafenhausen - Waldgirmes.

Zu einem Mannschaftskampf weilte am Sams­tag die Mannschaft von Waldgirmes in Kelster­bach (Main-Rod-Gau). Die Mannschaft des Gast­gebers gewann den Kampf überlegen vor Wald­girmes und Gräfenhausen. Waldgirmes sah sich gezwungen, die Reise mit Ersatz anzutreten und hatte außerdem verschiedene Versager. Das Schlutzergebnis des Kampfes lautete:

1. Turnverein Kelsterbach mit 463 Punkten.

2. Turnverein Waldgirmes mit 427 Punkten.

3. Turnverein Gräfenhausen mit 405 Punkten.

Kurze Sporinotizen.

Ein Uebungsspiel zwischen einer schwach aufgestellten Frantfurter Stadtmannschaft und einer aus Teilnehmern am gegenwärtigen DFB.-Kursus in Frankfurt gebildeten DFB.-Nachwuchself endete mit 3:2 (1:1) zugunsten bt*r DFB.-Mannschaft, in der Stührk (Eimsbüttel), Rohwedder (Eimsbüttel), Leupold (Fürth), Conen (Saarbrücken) und Hoh­mann (Benrath) besonders gefielen.

Das e r ft e Spiel der Glasgow Rangers auf deutschem Boden wird am 17. Mai in Berlin vor sich gehen, und zwar gegen eine Berliner Der- bandself.

Wirtschaft.

100 Jahre Bezirkssparkaffe Nidda.

* Ridda, 28. März. Die Dezirksspar- taffe Ridda kann in diesem Jahre als erste Sparkasse in Oberhessen auf ihr hundertjäh­riges Bestehen zurückblicken. Rachdem schon am 25. August 1832 die Gründung der Kasse auf Veranlassung des damaligen Kreisrats Seitz in Ridda beschlossen worden war, trat man nach langwierigen Verhandlungen am 15. April 1833 zur eigentlichen Gründungsversammlung zusam­men und gab dem Institut die Bezeichnung Spar - und Leihkasse für den Kreis R i d d a. Die Sparkasse umfaßte ursprünglich die ehemaligen Landgerichtsbezirke Ridda, Schot­ten und Ortenberg, nach denen sie getrennt ver­waltet wurde. Im Jahre 1848 erfolgte dann die Trennung der drei Bezirke in selbständige Kassen. Der Jubiläumstag soll am 18. April feierlich, aber mit Rücksicht auf die Zeitverhält- niffe im engsten Kreise, begangen werden.

* Mainzer Aktienbierbrauerei Mainz. Die Mainzer Aktienbierbrauerei in Mainz bleibt für das am 31. Oktober 1932 be­endete Geschäftsjahr zum ersten Male seit sieben erträgnisreichen Jahrzehnten (abgesehen von einem Jnslationsjahr) dividendenlos (im Vorjahr 3 Prozent Dividende). Infolge der verfehlten Bsiersteuerpolitik habe sich die Bevölkerung des Absatzgebietes dem Weingenuß zugewandt. Bei dem für die Gesellschaft zuständigen Landesfinanz­amt Darmstadt fei der Hektoliterrückgang am stärk­sten von ganz Deutschland.

* Siegerländer Eisenstein-Verein, Siegen. Die ungünstige Wirtschaftslage hat im abgelaufenen Geschäftsjahr noch eine Verschärfung erfahren. Gegenüber dem Vorjahre ist die För­derung im Erzbergbau von 960174 Tonnen auf 513 618 Tonnen zurückgegangen. Der Versand von 584 499 Tonnen überstieg die Förderung um 70 881 Tonnen, was eine Senkung gegenüber dem Vorjahre von rund 35 Prozent bedeutet. Auf Grund der Verordnung vom 8. Dezember 1931 gingen die Preise für Siegerländer Rost unter Vorkriegsstand. Zusätzliche Mittel zur Erhaltung der noch betriebsfähigen Arbeitsstätten verhüteten einen weiteren Rückgang im Beschäftigungsgrad der Gruben.

* Doppelschichten bei Hanomag. Die außerordentlich rege Rachfrage nach Hanomag- Automobilen hat so stark zugenommen, daß sich das Werk, wie dessen Leitung uns mitteilt, ver­anlaßt sieht, mit sofortiger Wirkung Doppel­schichten einzulegen. Begehrt wird nicht nur der viersitzige 23°?8°Wagen als Limousine und Ka­briolett. sondern auch der billige 18°?8°Typ. Cs ist Vorsorge getroffen, dah die Produktion in der nächsten Zeit noch weiter erhöht werden kann.

* KarlsruherLebensversicherungs- bank A. - G. Rach Zuteilung von weiteren 1 Million Mk. an die im Vorjahre neu gebildete Reserve für etwa kommende Abschreibupgsbedürf- nisse aller Art und nach weiterer Zuweisung von 300 000 Mk. an den Gebäudeerneuerungsfonds und direkten Abschreibungen von 543 378 Mk. (im Vorjahre 534192 Mk.), beträgt der Jahresüber-

schuh 5 655 330 Mk. (im Vorj. 5 610 477 Mk.). Satzungsgemäß fließen hiervon an die Gewinn­reserve der Versicherten 5 089 797 Mk. (5 049 429 Mark). Zahlungen wurden geleistet u. a. für fäl­lige Versicherungen 5,5 Millionen Mk. (5,2), für Rückkäufe 3,4 Millionen (1,8), für Gewinnanteile an Versicherte für das laufende Versicherungsjahr 4,3 Millionen Mk. (4,0), für Derwaltungskoften 3,36 Millionen Wk. (3,85). Aus dem Rettorein- getoinn von 565 533 Mk. wird u. a. vorgeschlagen: Zuweisung an den Gebäudeerneuerungsfonds 200 000 Mk., der damit 1 Million Mk .erreicht. 10 Prozent Aktionärdividende 240 000 Mk. wie im Vorjahre, auhersatzungsmäßig an die Gewinn­reserve der Versicherten 95 499 Mk., diese erreicht damit 20,28 Millionen Mk. (19,36). Die Ver­sicherten erhalten die gleichen Dividendensätze wie im Vorjahre.

ZrankmrierAbendbörse kaum behauptet

Frankfurt a. M., 29. März. Das Geschäft an der Abendbörse war sehr ruhig. Vereinzelt konnte man Realisationen feststellen, doch war das heraus- kommende Material nicht sehr groß und sand ziem­lich glatte Aufnahme. Die Berliner Schlußnotierun­gen konnten sich zunächst ungefähr behaupten. Im Verlaufe kam eine größere Verkaufsorder in IG. Farben zur Abwicklung, die bei der herrschenden Ge- schäftsstille den Kurs um 1,50 v. H. drückte. Auch auf den übrigen Marktgebieten nannte man meist von 0,25 bis 0,50 v. H. schwächere Kurse.

Am Rentenmarkt waren deutsche Anleihen angeboten, besonders Neubesitz, die fast 0,50 v. H. nachließen. Altbesitzanleihe und späte Reichsschuld­buchforderungen blieben knapp gehalten, während Schutzgebiete zunächst voll behauptet waren, später aber gleichfalls abbrätfetten. Reichsbahn-VA. gingen um 0,25 v.H. zurück, wogegen Stahlverein-Bonds 0,40 v. H. höher notierten. Festverzinsliche Werte lagen ruhig und soweit Notierungen zustandekamen schwächer. Neubesitzanleihe 12,90 bis 12,80, Altbesitz­anleihe 76,25, Schutzgebietsanleihe 8,-30, bprozentige Stahlverein 75,75, 6prozentige Franks. Hyp. Bank Gold, Reihe 1 bis 15, 88,50, Reichsbahn-VA. 99,13 bis 99, Reichsbank 147,25, Gelsenkirchen 65,50, Har- pener 87,25, Klöcknerwerke 59,50, Mannesmann 68,75, Rheinstahl 32,75, Stahlverein 43, Aku 37,25, AEG. 31,25, Cement Heidelberg 64, Deutsche Erdöl 98,75, Daimler 29, IG. Farben 128 bis 126 50, Ges- fürel 92, Holzmann 52,50, Lahmeyer 128, Rütgers- werke 51, Siemens 157, Südd. Zucker 160, L. Tietz 29, Hapag 20,75. Nachbörse : IG. Farben 126,75, Neubesitz 12,75, Schutzgebiete 8,20.

Frankfurter we rcidebörse.

Frankfurt a. M., 29. März. Die heutige Ge­treidebörse lag fast nahezu geschäftslos. Obgleich das Angebot kaum zugenommen hat, nannte man im freien Markt meist schwächere Preise, wobei man auf die Schwäche des Berliner Marktes verwies. Die Mühlen ließen fast jegliche Kaufneigung ver­missen, zumal das Mehlgeschäft sehr gering sein soll. Futtermittel lagen ebenfalls geschäftslos bei unver­änderten Preisen. Es notierte (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mk.: Weizen 210 bis 211, Roggen 171,50 bis 172,50, Sommer­gerste 180, Hafer 145 bis 147,50, Weizenmehl südd. und niederrhein. Spez. 0 30 bis 31,25, Roggenmehl 60vroz. Ausmahlung 23,50 bis 24,50, Weizenkleie 7,75, Roggenkleie 8,40 bis 8,50.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichybankdiskont 4 oH Lombardzinsfuß 5 o. H.

Z)afum

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1921

6% ehem.7% Di. ReichSanl. v. 1929 5%% Doung.Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mii

Auslos.-Rechren . ........

Desgl. ohne AnSlo>.»Rechte ......

6% eße in. 8% Hess. Bolköstaat 1922 (rürfsaölb IO2%) ...........

Oberhessen Provinz. Anleihe mit Auslos.-Rechten .......

Deutsche Komm. Sammelnd i.An

leihe Seriel mit Auslos.-Nechten

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem, 7% granlf Hyp.-Ban!

Goldvse. 16 unkündbar bis 1936 5>/2% ebem. 4'/;% Franks. Hyp.

Banl»Liau.-Pfandbriese .....

614% ehem. 4'/2% Rheinische HUV.-Bank-Liqu.-Goldpfe.

6% ehem. 8% Pr. Landespsand brlesanstali, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespsand

brtefanstalt. Pfandbriese R. 10

4% Oösterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Sllberrente 4% Ungarische Goldrenle ... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl von 1913 ......

5% abgefl. Goidmexikaner von 99 4% Türkische gollanieihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn^lnleihe

Serie I............

4% desgl. Serie 11 ............

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 t^%Ruman.oercinh.Rentev.!913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 3%% Anatolier...............

Frankfurt a. 2)1. |

Lernn

Schluß- kurs

Schluß!. Abend- börs-

Schluß- lurd

Schluß!. Mittag» bSrfc

28.3.

29.3.

28.3.

29.3.

84,75

84,5

84,75

85,2

97,4

96,5

96,75

83,5

82

83,5

82

77,75

76,25

77,75

76

13,55

12,8

13,3

13

37

85,9

86,25

85,5

78

-

74

73,4

73,75

90

88,25

89,5

-

90,25

39,75

90

88,75

91

.1

91

91

91

91

13,25

_

1,25

1,3

_

- -

8,5

6,4

6,45

6,15

5,2

4,9

5,25

5

5,9

5,6

6

5,9

5,6

7,6

7,5

7,5

11

11

6.275

5,775

6,15

5,9

26,65

26,13

26,5

26,4

.Ttanuur. u. ja.

«öenm

Schluß« für»

Schluß!. Abend- 'le

Schluß­kurs

Schluß! Miitaq- bßrfe

Datum

28.3.

29.3.

28.3.

29.3.

Himburg-Amerika-Pakei .....

Hamburg-Südam. Dampsjchiff.

(

21,25

20,75

21,25

20,75

0

42

Hansa Tampfschiss...........

0

35,5

r

Norddeutscher Lloyd .........

A K. sür Verkehrswesen Akt. ..

0

22,25

21,13

22

21,75

0

53,4

51,5

51

52

Berliner Handelsgescllschast....

4

99,9

97,4

99

Commerz» und Privat-Bank...

0

53,5

53,5

53,5

Deutsche Bank und Disronto»

Gesellschast................

0

70

70

70

Dresdner Bank..............

0

61,5

61,5

61.5

Neichobank .................

1

148,25

147,25

148

147,5

A-E.G......................

0

34

31,25

33,25

31,13

Elektr. Lieserungegeiellschast ...

5

86

85

86

83

Licht und Straft ........

6

104,5

103,5

104,5

104

gellen & Guilleaume ........

0

62,5

61

62,5

61,5

Gesellschaft für Elektrische Unter»

nehmungen .............

1

94

92

93,5

92

Rheinische Elektrizität ........

6

95,5

94

93,5

Echuckeri L Co. ............

0

100,65

98,5

100

98,5

Siemens L Halske ...........

ß

157

157

156,25

158,5

127,5

Labmeher L Co..............

10

132

128

132

Buderus ...................

0

56,75

56

57

56,5

Deutsche Erdöl .............

4

98,25

98,75

97,75

98,25

Gelsenkirchener ..............

0

67

65,5

66

65,5

Harpener ............

0

88

87,25

87,25

87 5

Hoesch EilenKöln-Neuessen..

0

66

65,65

Ilse Bergbau ............

7

168

169,25

169

Ilse Bergbau Genüsse........

7

116

111,5

113

111,5

Klöcknerwerke ..........

0

60,5

59,5

60,5

59,75

ManneSmann-Nohren........

0

70,75

68,75

70,5

69,25

Mansselber Bergbau.........

0

28

27,5

28,4

27

Lberschles. Kokswerke.........

0

80,25

78,75

Phönir Bergbau.............

0

44,25

44,9

45

Rheinische Braunkohlen ......

10

203,5

207.5

204

207,5

Rheinstahl..................

o

84,5

82,75

83,75

82,75

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börf

Schluß» kurs

Gchlußk. 2711.100» bör c

Datum

28.3.

29.3.

28.3.

29.3.

Bereinigte Stahlwerke........

u

43,5

43

43,751

43,4

Olavi Minen ...............

0

18,65

17,75

18

18

Kaliwerke Aschersleben........

6

133

132

131,5

132

Kaliwerke Westeregeln........

Kaliwerke Salzdetfurth.......

6

132,5

133

133

134

9

200

198,5

200

3 ®. Färben-Industrie.......

7

132

126,5

131,4

128,5

ScheideansiaU...............

10

167,25

»

Goldschmidt ................

0

54

53,75

54,25

54,5

RitlgerSwerke...............

0

52

51

51,4

51,75

Metallgelellschaft.............

0

37

38,5

37,5

Philipp Holzmann...........

Zementwerk Heidelberg ......

Lementwerk Karlstadt.........

0

54

52,5

55,75

52

4

68

64

0

Wayß & Frevtag ............

0

6,13

6,5

Schultheis Patzenhoser........

0

__

_

113,5

113

Mu (Allgemeine Kunstseide) ...

0

38,5

37,25

38,75

37,4

Bemberg ...........

0

51,5

56,75

50

51,4

50

Zellstosi Waldhof ............

0

53,5

56

53,75

Zellstoff Aschaffenburg .......

0

26

28,13

27,13

Dessauer GaS ............

7

117

114.75

Daimler Motoren............

O

29,5

29

29,65

29,4

Deutsche Linoleum ..........

O

42

40,13

42

40,25

Crenftetn & Koppel .........

0

49,13

48,65

Leonhard Tietz .............

6

30,5

29

30,75

29

Lhade......................

12

126,5

126,5

126,5

125

Gntzner....................

O

34,75

34,75

35

33,75

Mamkraftwerke Höchst a.M. ..

4

74,5

74

Süddeutscher Zurker .........

8

1kl

160

161

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Bl.

28. März

29. März

Amtliche

Notierung

Amtliche Notierung

<"eih

Srie

Gelb

tfrie

Helfingiors.

6,334

6,346

6,324

6,336

Wien.......

48,45

48,55

48,45

48,55

Prag......

Budapest ...

»

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

168,98

169,32

169,08

169,42

Oslo .....

73.38

73,52

73,38

73,52

Kopenhagen.

63,94

64,06

63,94

64,06

Stockholm..

75,87

76,03

75,82

75,98

London .....

14,33

14,37

14.33

14,37

Buenos Aires

0,818

0,822

0,818

0,822

Neunork ....

4,191

4,199

4,196

4,204

Brüssel ....

58,43

58,55

58,46

58,58

Italien.....

21,53

21.57

21,53

21,57

Paris.....

16,465

16,505

16,475

16,515

Schweiz ...

80,85

81,01

80,91

LI,07

Spanien....

35,26

35,34

35,26

35,34

Danzig ...

81,87

82.03

81,87

82,03

Japan .....

0,899

0,239

0,901

0,899

0,901

Rio öe Jon.

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien Lissabon...

5,195

5,205

5,145

5,155

13,05

13,07

13,04

13,06

Banknoten.

_________Berlin, 29.März Amerikanische Noten......

Geld

4,18

3rief_____

4,20

Belgische Noten..........

58,30

58,54

Dänische Noten .........

63,57

63,83

Englische Noten .........

14.29

14,35

Französische Roten.......

16,435

16,495

Holländische Noten.......

168,71

169,39

Italienische Noten........

Norwegische Noten ......

21,51

73,20

21.59

73,50

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten ...............

2,46

2,48

Schwedische Noten.......

75,65

75,95

Schweizer Noten.........

80,73

81,05

Spanische Roten.........

35,13

35,27

Ungarische Noten........