Ausgabe 
29.12.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

genau |o gxgß Das Aufkommen

ische liachrichten

rtagung der NSDAP, anuar auf dem O b e r f a I z - statt. Am Tage vorher ver- Reichsleiter, die Amtsleiter PO. und die Gebietsinspek«

-ung im Braunen Haus in

deutsche Botschafte e n, hat in der einer Heiligkeit de., ruße des Reichsprä

beim Heiligen Stuhl, von eujahrsaudienz am Mitt» Papst XI. herzliche Neu­identen von Hindenburg

vertrieben. Der Ober- gierungstruppen, Tschianqkai- südwärts gelegenen Stadt gen, die er als militärischen eine planmäßige E i n k r e i- sich'- benutzen will. Der er­griff aus Futschau am Weih- Kadetten der chinesischen Luft- ,rt worden.

i an Zöllen ist im Vergleich mit tm Vorjahre im November wieder etwas höher

leine poli

ie nächste Führ det vom 5. bis 7 rg (Berchtesgaden) 'meln sich bereits di

bersten Leitung d zu einer Bespre en.

B e r l l n , 28. Dez. (TU.) Im November 1933 hat ch das Auskommen an Steuern, Zöllen und Ab- den gut entwickelt. Die Einnahmen betrugen in »'llionen Mark (in Klammern die Zahlen für No- -mber 1932): Besitz- und Derkehrssteuern 319,9 11,3), Zölle und Verbrauchssteuern 222,8 (193,1), sammcn 542,7 (504,4). In der Zeit vom 1. April 33 bis 30. November 1933 betrugen: Besitz- und rkehrssteuern 2 656,5 (2 632,9), Zölle und Ver- luchssteuern 1870,0 (1822,6), zusammen 4526,5 55,5). Von den Steuern, in denen sich die l a u- nde Wirtfchaftsenwicklung spiegelt, hat * im November besonders die ß o biVft e u e r gut nmickclt. Das Aufkommen an veranlagter E i n\o mmenfteuer war inv November 1933 f a ft dopPelt so groß wie im November 1932. Im Norember 1933 hat auch ^ie Vermögens- ft e u e r das Aufkommen im/ gleichen Monat des Vorjahre? überschritten. Dos>Aufkommen an U m - . fatz ste u^ r bewegt sich.^ftach wie vor nach oben. Als sehr günstig ist buch das Aufkommen an W K r a f t ka h r z e u gfk'e u e r zu verzeichnen. Von | Momx zu Monat günstiger gestaltet sich das Auf- ^hr.men an Wechsel st euer. Das Aufkommen an D e f ö r d e r u n-g s st e u e r ist im November 1933 genau so g^eff gewesen, wie im November 1932.

Sir Zohn S mon am 4. Januar bei Mu^olini.

&A ndon, 28. Dez. (WTB.) Der englische Bot- - % |rn Rom, der sich auf einem italienischen !doboot nach Capri zu einer Unterredung mit V/ Mshn Simon begeben hatte, hat dem englischen , HM nntintfter eine Einladung Mussolinis 4^9anuar übermittelt. An diesem Tage sol- ^-jn in Rom zwischen Mussolini und Sir John Si- Cjon Unterredungen über die schwebenden europäi- ;Mnen Probleme stattjinden.

Erfolgreiches Vorgehen

g der chinesischen Regierungsiruppen.

gewesen; November 1933: 70,4, Noo-mber 1932: 67,7 Mk. Das Aufkommen an Salz st euer ent­wickelt sich nach wie vor gut. Die Tabaksteuer, die Z u ck e r st e u e r und die B i e r st e u e r weis-n einen kleinen Rückgang gegenüber November 1932 e°uf.

iH Bürger und Einwohner.

«Die neue preußische Gemeindeverfassung.

Ä Berlin, 28. Dez. (CNB.) Der preußische Mini- fter des Innern hat eine Durchführungsverordnung U zum Gemeindeverfassungsgesetz vom 15. Dezember 1 2s. erlassen, in der bestimmt wird, daß die

M Gemeinderäte vorbehaltlich der späteren Verleihung H von Stadt- oder Gemeindebriefen spätestens M bisl. April 193 4 z u berufen sind. Die Be- M rusung soll mit größter Beschleunigung erfolgen.

Das Gemeindevcrsassungsgesetz macht einen Un- W terschied zwischen Einwohnern und Bürgern W der Gemeinden. Die Bürger sind in eine Bür - Ugerrolle einzutragen, sie müssen ihre Kräfte W jederzeit ehrenamtlich in den Dien st U des Wohles der Gemeinde stellen. Die I Durchführungsverordnung formuliert die Begriffe 1Einwohner" undBürger" folgendermaßen:

| Einwohner der Gemeinde ist, wer m ihr | nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches 1 feinen Wohnsitz hat.

1 ®ürfler der Gemeinde ist bis zur endgültigen »Regelung jeder reichsdeutsche Einwohner, der über M25 Jahre alt ist und seit dem 1. Juli 1933 in der MG meinde ununterbrochen wohnt.

"l Wer nach diesem Zeitpunkt zugezogen

ft, erwirbt das Bürgerrecht erst, wenn er seit Uinem Jahre in der Gemeinde seinen Wohnsitz hat. Bürger der Gemeinde sind ferner jpbne Rücksicht auf die Dauer des Wohnsitzes in der 'Gemeinde aktive Reichs- und Staats­beamte und hauptamtliche Beamte der Gemeinde sowie die obersten örtlichen Leiter der NSDAP, und die Führer der Sturmab­teilungen ober der Schutz st affeln der NSDAP.

Oer Führer als Mensch.

München, 28. Dez. (TU.) DerVölkische Beobachter" meldet aus Bad Reichenhall: Hier wird bekannt, daß vor einigen Wochen zwei beim Arbeitsdienstlager in Bergen (Oberbayern) beschäf- stigte junge Leute, die den Zug versäumt hatten, »inen Kraftwagen aus der Straße an- Hielten und baten, bis Traunstein mitfahren zu ibürfen. Zufällig handelte es sich um die Kraft- agenkolonne des Reichskanzlers

l d o l f Hitler, der die beiden jungen Leute im itten Waben m i t f a h r e n ließ und sie kurz vor Aussteigen mit je einem Mantel und n f Mark beschenkte. Es stellt sich nun her- , daß der Führer sich seiner beiden äntel, darunter seines bekannten renchcoat, entledigte und mit diesem Ge- chenk zwei bedürftigen Volksgenossen eine unge­wöhnliche Freude bereitet hat.

Erhöhtes Auftommen an Steuern, Zötten und Abgaben.

IRSchangbüi, 28. Dez. (TU.) Die chinesische ^Regierung tjat- die volle Mobilisierung der chinesi- Jroen Flotte ggen b i e Aufstänbischen in '.Cer Provinz Fukien angeorbnet Die Marine- Oreitfräfte der ..... I

egierung haben die 27 Kilometer I von Futschau entfernt liegenden Forts erobert und "besetzt. Nach dreistündigen erbitterten Kämpfen baden die chi'nesjsvien «Regierungstruppen in der ttu^ftä nV-^n Fukien Fuß gefaßt und die - « , J J u n 0 1 f d) P n '

! ;befehlsdaber der R ist nach d°

Ti chu tschau gefl « egangspunft für ng ber laufen y-icfje Bombena uÄnbJft von citfrofte burchgesü

Mich Zwingli.

Zum 450 Geburtstag des Schweizer Reformators am 4.Januar 1934.

$on D. Dr. Leopo.d Eordrer, o. ö. Professor der Theologie an der Universität Gießen.

Die evangelische Kirche hat keine Märtyrerkronen zu vergeben, sie kennt auch keine christliche Helden- Verehrung, aber sie darf in Dankbarkeit der Man- ner gedenken, die ihr Gott als Streiter seines Rei­ches geschenkt hat. Einer unter ihnen ist Ulrich §w i n g l i gewesen, der Altersgenosse Martin uthers.

Wie Martin Luther kommt Ulrich Zwingli vom Volk und steht er zu seinem Volk. Der junge Pfar­rer in Glarus zieht zweimal mit seinen Gemeinbe- g(ie)bern als Seelsorger auf die italienischen Schlacht­felder. Der Pfarrherr von Maria-Einsiedeln dient seinen Volksgenossen da, wo fromme Einfalt am Wallfahrtsort das Herz der Gottheit barbietet. Der Leutpriester am Großmünfter zu Zürich arbeitet von Anfang an mit am Aufbau Des ftäbtischen Gemeinwesens. Der Eidgenosse Zwingli beschließt sein Leben auf ber Walstatt als Eibgenosse unter Eidgenossen.

Nicht als hätte Zwingli Volkes Art unb Meinung einfach bejaht. Ganz im Gegenteil, er setzt sich wie- berholt in Wiberspruch zu ihr. Dem fremben Krieas- bienst ber Schweizer, bem sogenannten Reislamen unb Pensionnehmen, hat er sich mit aller (Ent- schiebenheit entgegengeftettt. Vielleicht ist die Schän­

dung seiner Leiche auf dem Kappeler Feld solcher Soldateska zuzuschreiben, die er mit seiner Bekamp- fung des Reislaufens in ihrem Handwerk gestört hatte. Der Pfarrer zu Maria-Einsiedeln widerstritt sicherlich der religiösen Volksstimmung, indem er die Menge von den Mißbräuchen des Heiligendienstes und von äußerer Kirchlichkeit loszulösen versuchte. Der Leutpriester in Zürich trieb hohe Politik, nicht immer unter dem Wohlgefallen seiner Landsleute, denen das Schicksal von Stadt und Land näher lag als die großen Weltzusammenhänge.

Zwingli wußte, daß die Sache seiner Heimat ver­loren sei, wenn sie die Sache Zürichs und der ihm verbundenen Kantone bliebe. So begab er sich auf den Boden der Weltpolitik. Er erftrebte einen geeinten Protestantismus an der Seite aller Gegner Habsburgs. Aber gerade hier haben ihn seine Landsleute und seine Zeitgenossen im Stiche gelassen. Sein Tod zu Kappel ist letztlich auf dieses Versagen zurückzuführen. Die Niederlage zu Kappel wardie erste der großen Katastrophen" des deutschen Protestantismus, ber fortan ber Enge ber kleinstaatlichen Weltbetrachtung verhaftet blieb. Zwingli war über feine Stabt, über feine Zeit hinausgewachfen.

ausgesprochen. Papst Pius XI. bat den Botschafter, feine roärmften Wünsche für das Ergehen des Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg unb bas Wohl des ganzen beutjchen Volkes zu übermitteln.

*

Botschafter Rolanb Käster brachte bem Prä- fibenten ber französischen Republik Lebrun bas Beileib bes Herrn Reichspräsibenten zur Eisenbahnkatastrophe von Lagny zum Ausbruck. Präsibent Lebrun hat ben Botschafter gebeten, bem Herrn Reichspräsibenten seinen Dank zu übermitteln.

*

Professor Dr. Dessauerist aus ber Schutz- haft entlassen worben. Professor Dessauer war bekanntlich im Zusammenhang mit bem Volksver- einsprozeß verhaftet unb dann nach Aufhebung des Haftbefehls in Schutzhaft genommen worden.

Auf feinem Bundestag in Naumburg am Don­nerstag hat ber Reichsbunb ber höheren Beamten feine Auflösung beschlossen.

In Wien starb im Alter von 84 Jahren Felbmar- schall Alexander Krobatin. Er war der Reorga­nisator der österreichischen Artillerie, 1912 war er Kriegsminister. Während seines Ministeriums wurde die Mobilmachung im Weltkriege durchgeführt.

Aus aller Welt

Der Mord auf Schloß Woltershausen.

Gegen den Kraftwagenführer Liebig, der an­geklagt ist, an der Ermordung bes Haupt­manns a. D. Werber auf Schloß Woltershausen in ber Nacht zum 1. Dezember 1932 als Täter ober Mittäter beteiligt gewesen zu (ein, würbe vom Obersten bayerischen Landesgericht in München nun­mehr bas Hauptverfahren beschlossen. Die Verhand- lung, bereu Dauer auf mehrere Wochen veranschlagt wird, soll im Landgericht in Schweinfurt durchge- führt werden. Wie erinnerlich sein wirb, war Haupt­mann a. D. Werber, ber Besitzer bes Schlosses Wol­tershausen, eines Morgens erschossen aufgefun« ben worden. Die Gattin des Ermordeten, die an­fangs der Tat verdächtigt worden war, hatte seiner­zeit wegen Mangels jeglicher Beweise aus ber Un­tersuchungshaft roieber entlassen werben müssen.

Karl Schwabe Dritter im Oasenflugweltbewerb.

Nach bem (Enbergebnis bes Kairoer Dafenflug» Wettbewerbs hat ber beutsche Flieger Schwabe ben br itten Preis errungen. Die Leistung ist um so beachtlicher, als Schwabe gegenüber der umfangreichen Konkurrenz eine verhältnismäßig schwache Maschine flog. Erster wurde E v e r a r d , zweiter S h a l l e.

Schlittenfuhrwerk vom Personenzug überfahren.

An der nicht geschlossenen- schienengleichen Ueberfahrt der Distriktsstraße Haunshofen Diemendorf (Oberbayern) wurde ein mit dem Guts­verwalter (Eugen Baumgartner und vier Kindern besetztes Schlittenfuhrwerk von dem nach Weilheim fahrenden Personenzug überfahren. Dabei wurde der Verwalter Baumgartner und der 8 Jahre alte Sohn des Gastwirts Kergl von Diemendorf getötet und dessen 9 Jahre alter Sohn Johann Kergl schwer verletzt. Beide Pferde wurden getötet und der Schlitten zertrümmert. Zwei Kin­der blieben unverletzt. Die Sicht war wegen star­ken Nebels sehr behindert.

Fünf Bergleute auf einer oberschlefischen Grube verschüttet.

Unterlage. Das Erlebnis habe ihn aber auch nach der Rückkehr in die Heimat noch längere Zeit be­schäftigt, und er habe davon in Kameradenkreifen erzählt. Ein Bootsmannsmaat, der neben ihm stand, sei Zeuge des Auftauchens des Tieres ge­wesen, dessen Länge Läoisch auf etwa 30 Meter schätzte.

Gefährliches Abenteuer der Südpolexpedition von Byrd.

In Neuyork eingelaufenen Meldungen zufolge ist die Südpolexpedition des amerikanischen Forschers Admiral Byrd mit knapper Not einer großen Gefahr entgangen. In dem Steuerbord­öltank des Expeditionsschiffes war Salzwasser ein- gedrungen, das in die Brenner weiterfloß und die Maschinenfeuer auslöschte. Das Schiff trieb infolge­dessen beinahe hilflos in der schweren See, umgeben von riesigen Eisbergen, die teil- weise nur zweihundert bis dreihundert Meter weiter entfernt waren. Die Gefahr konnte aber beseitigt werden. Der Kapitän erklärte nachher, daß die Expedition sich in schwerer Gefahr befunden habe und nach wenigen Stunden zermalmt worben wäre.

Aufsehenerregende Wendung in ber finnischen Spionage-Angelegenheit.

Die bekannte finnische Spionageaffäre hat jetzt einen aufsehenerregenden Charakter bekommen. Pressemeldungen zufolge hat die politische Polizei festgestellt, daß der Leiter der Patronenfabrik in ßappo, Oberst Asplund, seinerzeit von seiner Hausangestellten, der Spionin Jenny A n 11 i I a , ermordet worden ist. Zu gleicher Zeit wurde auf drei andere Persönlichkeiten der Patronenfabrik ein Mordversuch verübt. Der finnische Generalstab hat zwei Offiziere nach Wasa geschickt, um die Unter- (uchung zu überwachen. Der Bürgermeister bestätigt, daß der Mord tatsächlich verübt worden ist und daß die Spione auch an anderen Stellen in Finnland versucht haben, führende Persönlichkeiten des Heeres zu ermorden. Man nimmt an, daß weitere Verhaf­tungen erfolgen werden.

Geheimer Kommerzienrat Freiherr v. Guillaume f.

Mittwoch abend starb in Köln im Alter von 72 Jahren Geheimer Kommerzienrat Theodor Freiherr von Guillaume, der Leiter der Felten und Guillaume Carlswerk AG. Köln-Mül- h e i m. Mit Guillaume verliert die rheinische Wirt­schaft einen Führer, der nicht nur ein halbes Jahr­hundert die Geschicke ber heimischen Wirtschaft be­stimmte, fonbern auch ben Ruf beutscher Qualitäts­arbeit im Auslanbe mitbegrünbete unb förberte.

Juwelierladen ausgeraubt. Mit 80 000 Franken Beute entkommen.

In Saarbrücken wurde ein Juweliergeschäft in der Duoweiler Straße von Berufseindre- chern heimgesucht. Es fielen ihnen Goldwaren im Werte von rund 80 000 unb etwa 1000 Franken Bargelb in bte Hänbe. Die Täter, bie burch bas Oberlichtfenster über ber ßabentür in ben Geschäftsraum eingebrungen waren, finb ent­kommen.

Papageienkrankheit in Graz.

Die Familie bes Oberlanbesgerichtsrates Matz - n e r in Graz, ber Ehemann, bie Gattin unb zwei Kinber, erkrankten vor einigen Tagen an ber P a - pageienkrankheit, bie von ihren fünf Pa- pageien auf sie übertragen worben war. Der Ober- landesgerichtsrat ist ber Krankheit bereits erlegen. .

Taifun über Madras. 250 Todesopfer.

lieber Madras ist, wie aus Bombay gemeldet wirb, ein Taifun niebergegangen, bei bem 250 Personen ums Leben kamen. 10000 Stück Vieh finb oerenbet. Der Sachschaben ist bebeutenb. Explosion in Neapel. Zwei Tote, fünf Schwer­verletzte.

Durch erplobierenbe Sprengkörper würben im Keller eines Hauses in Neapel zwei Per­sonen getötet unb fünf schwer verletzt. Die Opfer bes Unglücks konnten erst nach mehrstünbiger Arbeit geborgen werben, da das über bem Keller gelegene Zimmer eingcstürzt war. Die Nachforschun­gen haben ergeben, daß in bem Hause unerlaubter- weise Sprengkörper zur Raubfischerei hergestellt worben waren.

Französischer Schienenaukobus mit 180 Kilometer Stunden geschnnndlgkeit.

Ein Schienen-Autobus, ber bie G e - schwinbigkeit von 180 Kilometer errei­chen kann, wirb ab 1. Januar auf ber Strecke ParisLe Havre eingestellt werben. Der Schienen­autobus kann 80 Fahrgäste fassen unb bie Strecke in 2 Stunben 15 Minuten zurücklegen.

Bauernrevolle am Dnjeslr.

Das PariserJournal bes Debüts" läßt sich aus Riga melben, baß nach bort eingetroffenen Nach­richten aus ber Dnjester-Gegenb in verschiebenen Dörfern eine Bauernrevolte ausgebrochen sei. Die Bauern protestierten gegen bie Beschlag- nähme ihrer Getreibeernten unb hätten sogar einige Kraftwagen, bie mit (Betreibe beloben waren, an­gegriffen. Sonberabteilungen ber GPU. seien ein­gesetzt worben. Die örtlichen Behörben hätten An­weisungen ausgegeben, nach benen im Falle ber Nichteinhaltung ber gegebenen Befehle die Bauern erschossen werden sollen.

Spanischer Dampfer gestrandet. Sieben Todesopfer.

Der spanische Dampfer ,Hulia Nieto" wurde auf seiner Fahrt nach Casablanca (Marokko) vor dem Hafen von Laroche im Sturm auf eine Mole ge­worfen und vollständig z e r st ö r t. Sieben Mann der Besatzung kamen bei dem Unglück umsLeden.

Sieben Todesurteile gegen kommunistische Mörder beantragt

In ber Verhandlung des Hanseatischen Sonder- gerichts in Hamburg wegen der E r m o r b u n g bes Polizeihauptwachtmeisters Knies im Dezember 1930 wurde bie Beweisaufnahme geschlossen. Der Staatsanwalt beantragte gegen sieben Angeklagte wegen gemeinschaftlichen Morbes bie Todes- strafe, gegen einen achten wegen schweren Auf- ruhrs zweieinhalb Jahre Gefängnis. Der Polizei- hauptwachtmeister Knies war anläßlich einer De­monstration des Roten Frontkämpferbundes, die er mit einem Kommando zerstreuen sollte, am 3. De­zember 1930 am Groß-Neumarkt überfallen unb durch einen tiefen Stich in ben Hals getötet worden.

Berliner Frühbörse.

Berlin, 29. Dez. (WTB. Funkspruch.) Nachdem schon gestern abend in Frankfurt die Tendenz roie­ber etwas freundlicher geworden war, rechnete man auch im heutigen Frühverkehr unter dem Eindruck bes festeren Neuyork mit einem ruhigen, aber freunblichen Börsenverlauf, ba ber Ul­timo nicht mehr mit Verkäufen stören könne. Auch außenpolitisch sehe bie Situation roieber besser aus. Man nannte aber vorläufig nur wenig oeränberte Kurse, IG. mit 122 bis 122,25.

Am Devisenmarkt errechnen sich über Zürich Pfunbe-Paris 83,50, Mailand 62,45, Spanien 39,90, Amsterbam 8,1425, Schweiz 16,92 unb Kobel 5,0813.

Wettervoraussage.

Das westliche Druckfallgebiet ist sehr schnell südlich abgeroanbert und hat seinen Kern nach den Mittel- meerlänbern hin verlagert. Seine Vorderseite schickt feucht-milde Lust über ben Balkon von Südosten her vor, so baß es in Ostbeutschlanb milder geworben und zu Regenfällen gekommen ist. Hierdurch wird die aus dem sehr kräftigen nordöstlichen Hoch aus­fließende Kaftlust vorerst abgeschnitten, so daß im wesentlichen mit Fortdauer des bestehenden Witte­rungscharakters zu rechnen ist.

Aussichten für Samstag: Dunstig und bewölkt mit kurzer Aufheiterung, leichter Frost, ver­einzelte Schneefälle, um Ost drehende Winde.

A u s s i ch t en für Sonntag: Im wesent­lichen Fortdauer der Wetterlage.

Lufttemperaturen. Am 28. Dezember: mittags 0,7 Grad Celsius, abends0,3 Grad; am 29. Dezem­ber: morgens1,6 Grad; Maximum 0,9 Grad; Mi­nimum 2,4 Grad; Niederschlag 1,1 Millimeter; Schneehöhe 2 Zentimeter.

Amtliche Dinkersporknachrichten.

Sauerland, Winterberg: Heiter, minus 2 Grad, 26 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, mit Rauhreif bedeckt, Sportmöglichkeit gut.

Schwarzwald, iriberg: Bewölkt, minus 3 Grad, 26 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, verharscht, Ski mäßig, Rodel gut.

Auf der Kohlengrube in Eichenau (OS.), wo erst vor kurzer Zeit infolge Zusammenbruchs des Schachtes 11 Bergleute verschüttet waren, die je­doch nach mehrstündiger Arbeit lebend geborgen werden konnten, ereignete sich in einer der vergan­genen Nächte wiederum ein schweres Gruben­unglück. In 15 Meter Tiefe waren fünf Arbeiter bei Der Maurung des zusammengeftürzten Schachtes beschäftigt, als sich plötzlich Erdmassen lösten und die fünf Arbeiter unter s i ch begruben. Nur einem von ihnen gelang es, sich im letzten Augen­blick zu retten. Von den übrigen vier Arbeitern konnten zwei mit geringeren, ein weiterer mit schwe­ren Verletzungen geborgen werden. Von dem fünften war kein" Spur zu finden. Es wird angenommen, daß der Maurer sich rechtzeitig in Sicherheit brin­gen konnte.

Deutscher Marineoffizier beobachtet eine Seeschlange.

Korvettenkapitän Werner L ö o i s ch, der zur Zeit Navigationsoffizier an Bord des Linienschiffes Schleswig-Holstein" ist, berichtet im Zusammen­hang mit dem angeblichen Austauchen eines See« Ungeheuers im Loch Neß-See in Schottland in derDAZ." über ein Erlebnis, das er während des Krieges als erster Wachoffizier vonU 108" in der nördlichen Nordsee gehabt hat. Korvetten­kapitän Lovisch schreibt u. a. in feinem privaten Kriegstagebuch stehende folgende Notiz: Einwand­frei 10 p m. eine Seeschlange gesehen. Ich lasse mirs nicht abftreiten. Das Tier hatte länglichen Kopf, Zacken wie ein Krokodil und Beine mit richtigen Füßen. Kam Backbord achteraus in Sicht. Kapitän Lövifch erklärt weiter, er habe diese Notiz nur so für sich bestimmt hingeschrieben. Sie bildete für eine wissenschaftliche Forschung keine

Politik und Wirtschaft Kr. 12 955- llm die Erhaltung des deutschen Volkstums

21/1

M.a

Ackerbau 30jä}ing Krieg kolonial. Jndustriaikierünq handel jünufakh» __

Einwohner Deutschlands in Millionen^

56

67

IBachstum bes beutlet] euBolFes in einem halben Jab

Seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts bis zum Weltkrieg hat sich die Be- oölkerungszahl Deutsch­lands nahezu oerfieben- facht. Das deutsche Volk war ein wachsendes Volk, das in den letzten Genera­tionen vor dem Kriege Jahr für Jahr einen Ge­burtenüberschuß von fast einer Million aufzuweisen hatte. Durch den Weltkrieg und den zersetzenden Ein­fluß der marxistischen Theorien wurde diesem gesunden Wachstum des

deutschen Volkes in einer ---------------------------------

erschreckend kurzen Zeitspanne Einhalt geboten. Heute hat das deutsche Volk nur noch einen Geburtenüberschuß, der nicht mehr dazu ausreicht, den Bestand des deutschen Vol« kes zu erhalten. Deshalb ist es eine der wichtigsten Aufklärungsarbeiten des National­sozialismus, dem deutschen Volke klar zu machen, daß Deutschland nur leben kann. MvY wieder ein gesunder Nachwuchs den Bestand des -deutschen Volkes sicherstellt.

1650 1800 1850 1900 1913 1933