Ausgabe 
29.5.1933 Frühausgabe
 
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Dte erfolgreichen Romreiter wurden am Samstag beim Berliner DLG.-Reittumier von der Reichsregierung begrüßt und zu ihrem gro­ßen Erfolg beglückwünscht.

Zwölf Nationen werden zum traditionel­len Pfingstturnier des Berliner Tennis-Clubs Rot-Weih erwartet.

24 englische Sportflieger auf elf Flugzeugen werden in den ersten Iunitagen Deutschland einen Besuch abstatten.

Einen dritten Erfolg feierte der west­deutsche Fußball in Osnabrück. Dort schlug eine westdeutsche Auswahlelf Ostholland ganz klar mit 5:0 (Halbzeit 2:0) Treffern.

Der Lahn-Dünsberg-Gau mit dem Gau Hessen (DT.) vereinigt.

Zu einem feierlichen Akt gestaltet sich der für den Himmelfahrtstag nach Wieseck einberufene G a u - tag des Lahn-Dünsberg-Gaues. Sämt­liche Vereine des Gaues hatten Vertreter entsandt. Der Saalbau Braun, in dem der Gautag stattfand, war mit den Reichsfarben Schwarzweißrot und dem Hakenkreuzbanner, sowie mit den Bildern des Volks­kanzlers Adolf Hitler und des verstorbenen Ehren­vorsitzenden des Lahn-Dünsberg-Gaues, Ludwig Daupert, geschmückt. Vor der Bühne wurden die Fahnen der Vereine aufgestellt. Vor dem Gautag fand eine Vorstandssitzung statt, in der der Gauoorsitzende Carl D a u p e r t die

Gründe für den Uebertritt zur DT.

schilderte. Der gesamte Vorstand hatte in dieser Sitzung beschlossen, dem Vertretertag den Uebertritt vorzuschlagen.

Zum G a u t a g waren viele Vereinsvertreter im braunen Ehrenkleid erschienen. Der 1. Gauvorsitzende Daupert begrüßte die Turnerinnen und Turner und schilderte dann in längerer Aussprache die GGründe für den Uebertritt des Lahn-Dünsberg- Gaues zur DT. Er betonte zunächst, daß der Sport nun nur dem D i e n st e an Volkund Staat ge­widmet sein solle. Er begrüßte die Anerkennung der Vereine hinsichtlich der Leistungen des Gauvorstan- des. In seinen weiteren Ausführungen ging er auf die Verhandlungen des Südwestdeutschen Turnoer- bandes zum Zwecke des Uebertritts des Lahn-Düns- berg-Gaues zur TD. ein und erwähnte dabei, daß die DT.-Führer eine

geschlossene llebernahme des Lahn-Dünsberg- Gaues für vorläufig ein Jahr

in Aussicht gestellt hätten. Bei einer späteren Be­reinigung des Gaues Hessen könne damit gerechnet werden, daß die Geschlossenheit des Gaues in einem Bezirk für immer verankert werde. Die 25jährige Geschichte des Lahn-Dünsberg-Gaues werde aber immer eine Erinnerung an feine Gründer bleiben. Der Redner bekannte sich in weiteren Worten zum Führerprinzip in der DT. und wies dabei auf die Verantwortlichkeit der Vereinsfüh­rer ihren Mitgliedern gegenüber hin. Er schilderte die Kassenlage des Vereins. Es sei ansehnlicher Kassenbestand vorhanden, der den Gauvereinen bei der Zahlung der Steuer zugute kommen solle. Der bisherige Gaurechner Grünewald legte sein Amt nieder. Für die von ihm geleistete Arbeit wurde ihm herzlicher Dank zuteil. Der Vorsitzende teilte mit, daß die für dieses Jahr vorgesehenen Veranstaltungen in der geplanten Weise zur Durchführung kommen sollen. Lediglich das Gaufest in Reiskirchen wird um acht Tage verschoben und findet am 7. und 8. Juli statt. Der Redner wies dann auf die neue Sportart, den Wehrsport, hin.

Nach den Ausführungen des 1. Vorsitzenden des Lahn-Dünsberg-Gaues wurde von der Ver­sammlung einstimmig beschlossen, in die Deutsche Turnerschaft überzutreten.

Der Vorsitzende dankte für das Vertrauen, das dem bisherigen Vorstand entgegengebracht worden war. Er ermahnte die Vereine auch weiterhin im Sinne des Lahn-Dünsberg-Gaues weiterzuarbeiten. Damit wurde der Vertretertag geschlossen.

*

Nach einem Marsch der Kapelle und einer Lied­darbietung des Gesangvereins Wieseck eröffnete der Vorsitzende den außerordentlichen Gau- turntag. Bürgermeister Schomber begrüßte die Gauvertreter, die Turnerinnen und Turner, fein besonderer Gruß galt aber den beiden Führern der Deutschen Turnerschaft des Gaues Hessen, Dr. Rau, Butzbach, und dem Gauoberturnwart Paul, Gießen. Herr Daupert stellte die beiden Herren der Versammlung vor und hielt im Anschluß daran eine längere Ansprache. In seinen Ausführungen wies er auf das tiefeingreifende Geschehen der na­tionalen Erhebung in unserem Daterlande hin, er ichilderte kurz die politische Entwicklung, würdigte die Taten des Dolkskanzlers Adolf Hitler und vergaß nicht, die bezwingende Gewalt des Geistes in seiner Bewegung in lebendigen Worten darzu­stellen. Adolf Hitler sei es gewesen, der Jahnschen Geist wieder wachgerufen habe. Der Gedanke des Wehrsportes, den schon Turnvater Jahn habe

Wirklichkeit werden lassen wollen, sei durch Adolf Hitler Wirklichkeit geworden. Der Volkskanzler knüpfe an an die wertvollsten Traditionen unseres deutschen Volkes und feiner größten Männer.

In Zukunft gelte es, alle sportliche Arbeit dem Volke und dem Staate zu weihen.

Nicht mehr die Höchstleistung solle das Ausschlag­gebende sein, sondern die Breitenarbeit.

Man gedenke aber auch (die Versammlung weihte den Toten des Weltkrieges eine Minute der Stille und hörte das Lied vom guten Kameraden an) der Gefallenen und bekenne sich mit Adolf Hitler zum Vermächtnis der Toten. Nun sei jeöerman ver­pflichtet, dazu beizutragen, daß Hitler-Geist Einzug hatte.

Der Vorsitzende erwähnte sodann nochmals, daß sich der Gau entschlossen habe, der DT. beizutreten; die Grundlage des Gaues seien immer die Land­vereine gewesen, die durch ihre Breitenarbeit die gesunde Grundlage auch für den Aufbau des deut­schen Vaterlandes darstellten. Man begrüße es be­sonders, daß auch in der DT. die Breitenarbeit ernsthaft gepflegt werde. Im Anschluß an diese bei­fällig aufgenommenen Ausführungen übergab der Vorsitzende des Lahn-Dünsberg-Gaues den Füh­rern der Deutschen Turnerschaft den Beschluß der Vertreter-Versammlung zum Ein­tritt in den Gau Hessen der DT. Gemein­sam wurde sodann das Horst-Wessel-Lied gesungen.

Der Verbandsoorsitzende des Südwestdeudschen Turnoerbandes, Lehrer Zöller, Hausen, be­grüßte ebenfalls die Führer der DT., er sprach da­von, daß man nicht mit Wehmut Abschied nehmen solle vom Lahn-Dünsberg-Gau, sondern mit Freude in dem Bewußtsein, daß

nur die äußere Form eine andere werde, wäh­rend Aufgaben und Ziele die gleichen bleiben würden, mit dem Hauptziel, der deutschen Volksgemeinschaft zu dienen. Mit einemGut Heil" auf den Reichs­präsidenten von Hindenburg und den Volks­kanzler Adolf Hitler schloß er seine Ansprache.

Der Führer des Gaues Hessen, Dr. Rau, Butz­bach, dankte mit bewegten Worten für die Begrü­ßungen und übermittelte seinerseits die Grüße des Gaues Hessen der DT. Er versprach der Tagung, sich dafür einzusetzen, daß die Belange und die Eigenart des Lahn-Dünsberg- Gaues gewahrt und erhalten blieben. Er bestätigte die Aufnahme in die DT. und ernannte den langjährigen Verbandsvorfitzenden und 2. Gauoor- fitzenden, Lehrer Zöller, zum 3. Vorsitzenden des Gaues Hessen. Der Lahn-Dünsberg-Gau gelte in Zukunft als 7. Bezirk des Gaues Hessen und erhalte als ersten Vorsitzenden feinen bisherigen Gauvorsitzenden Carl Daupert (Wieseck). Die Er­nennung der beiden Herren wurde von der Ver­sammlung mit lebhaftestem Beifall aufgenommen.

Der Führer betonte, daß den Lahn-Dünsberg-Gau von der DT. nur Äußerlichkeiten getrennt hätten, während doch beide Organe die vaterländischen Ziele der Volksgemeinschaft in erster Linie gepflegt hätten. Man wolle keine Rekorde aufstellen, sondern den Geist der Gemeinschaft fördern und dem vom Reichs­kanzler berufenen Führer der DT., Neuendorff, alles Vertrauen entgegenbringen. Dr. Rau begrüßte ab­schließend die Turner des Lahn-Dünsberg-Gaues als Deutsche Turner. Gauoberturnwart Paul hob die straffe Leitung des Lahn-Dünsberg-Gaues her­vor und gab der Hoffnung Ausdruck, daß

das Verhältnis ein recht freundschaftliches und kameradschaftliches werden möge.

Er ernannte den bisherigen 2. Gauturnwart Wag­ner- Lollar zum Bezirks-Turnwart. In feinen wei­teren Ausführungen gab Oberturnwart Paul die Richtlinien für die Gleichschaltung innerhalb der Ver­eine bekannt. Der Bezirksvorsitzende Carl Dau­pert dankte für seine Ernennung und ermahnte die Vereine zur Mitarbeit am großen Werke. Lehrer Zöller und Bezirksturnwart Wagner dankten ebenfalls für ihre Ernennung.

Zum Schluß wurde den beiden verdienten Mit­gliedern, dem 1. Bezirksvorfitzenden Carl Dau­pert und dem Ehrenmitglied August Lotz Ehrun­gen durch die Ueberreichung der goldenen Ehren­nadel des ADT. zuteil. Mit dem Ausmarsch der Fah­nen wurde die denkwürdige Tagung geschlossen.

Geschichten ans aller Wett.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Ein Spatzvogel.

aw. Zürich.

Daß die Schweizer Humor haben, bewies vor kurzem ein Bauer, der als Zeuge vor das Gericht in Zürich in einem an sich nebensächlichen Privat­prozeß geladen worden war. Er hatte die Ladung ganz unvorbereitet bekommen, war nach ihrem Empfang sein Zug ging bereits in einer Stunde, und der Weg bis zum Bahnhof nahm gut dreißig Minuten in Anspruch noch schnell in den Stall hinübergerannt, um zu sehen, ob das Vieh auch richtig versorgt fei, hatte sich zu diesem Zwecke gewohnheitsmäßig seinen Nock ausgezogen und war dann, da die Zeit sehr drängte, im Sturm­schritt sofort zum Bahnhof gestürzt. Es fiel ihm nicht weiter auf, daß er hemdsärmelig war, denn diese Art der Kleidung war von früh bis spät während der Arbeit seine gewohnte. Auch im Ab­teil nahmen die Fahrgäste daran keinen Anstoß, sogar in den Straßen Zürichs konnte er ungehin­dert seines Weges gehen, denn jeder dritte Bauer, der zum Markte nach Zürich kam, ging hemds­ärmelig. Nur auf dem Gericht hatte er Schwie­rigkeiten. Der Gerichtsdiener herrschte ihn, als er das Gebäude betreten hatte, sehr unhöflich an:

Was! Sie kommen hier in Hemdsärmeln auf das Amtsgericht!? Scheren Sie sich sofort wieder hinaus und holen sich einen Nock, wenn Sie hier etwas zu tun haben!"

Der Bauer zwinkerte mit den Augen, er ver­wand den harten und ungewohnten Ton mühelos und antwortete:Das geht nicht, ich würde sonst meinen Termin versäumen."

Der Gerichtsdiener:Sie haben einen Termin? Dann zeigen Sie mal Ihre Borladung."

Der Bauer:Das kann ich nicht, die steckt in meinem Nock."

Der Gerichtsdiener:Dann ziehen Sie den Nock gefälligst an.

Der Bauer:Das geht nicht, den habe ich ja zuhause hängen lassen."

Der Gerichtsdiener:Dann scheren Sie sich nach Hause und holen Sie Ihren Nock." \

Der Bauer:Das geht nicht, ich würde ja sonst meinen Termin versäumen."

Um nun dieser Schraube ohne Ende, denn dieses Zwiegespräch hätte sich ergebnislos bis zum Tode der beiden Beteiligten wiederholen können, doch ein Ende zu bereiten, wurde der Dauer schließlich

in die Kanzlei geführt, wo die Nichtigkeit seiner Behauptung festgestellt wurde. Einer der Kanzlei­schreiber borgte ihm dann einen Nock, in dem er unter dem Schmunzeln aller Beteiligten in seinem Termin doch noch aussagen konnte.

Tas Zeugnis.

rz. Stockholm.

Erik Sveidrop ist wirklich ein Menschenfreund, eine erstaunliche Gutmütigkeit zeichnet ihn aus, eine aufopfernde Hilfsbereitschaft, und seit er von seiner Tante das große Gut geerbt hat, geht keine Sammlung ungezeichnet an seinem Hause vorüber. Er selbst lebt in der Stadt weiter, er kann sich von dem ihm so lieb ge­wordenen Stockholm nicht trennen. Nur die Som­mermonate verlebt er auf seinem ererbten Gute. Ansonst hat er gern die Leitung des Gutes einem ihm empfohlenen Verwalter übertragen, der ihm halbjährlich die Abrechnungen überweist und den er bis vor kurzem für einen überaus rechtschaffenen Menschen gehalten hat.

Bis vor kurzem. Leider hat sich in der letzten Zeit einwandfrei herausgestellt, daß der durch­aus selbständige Verwalter Axel Gulbrönsen sei­nen Herrn nach Strich und Faden betröge» hat. Auf allen nur erdenklichen Gebieten des landwirtschaftlichen Handels hat der Verwalter in die eigene Tasche gewirtschaftet. Er hat es schließlich so toll getrieben, daß sich die Nach­barn gezwungen gesehen hatten, dem guten Herrn Sveidrop endlich die Augen über seinen unge­treuen Angestellten zu öffnen.

Gewiß, er mußte jetzt den Verwalter ent­lassen. Aber was wurde aus dem Menschen dann? Wo immer er anklopfen würde, wo immer er um Stellung bitten würde, immer würde man sofort nach dem Zeugnis seines letzten Arbeit­gebers fragen. Erik Sveidrop fühlte, daß er nun eine ungeheure Verantwortung auf sich nahm, daß er das ganze Leben des Verwalters ruinieren würde, wenn er ihm ein Abgangszeug­nis gebe, darinnen er ihn der größten Untreue bezichtigte. Und das konnte er nicht. Anderer­seits aber ging es durchaus gegen sein Gewissen, dem ungetreuen Verwalter ein gutes Zeugnis auszustellen. Nach vielem Ueberlegen schrieb er schließlich folgendes Zeugnis:

3d) bestätige, daß Axel Gulbrönsen zwei 3ahre hindurch mein Gut Eksholm verwaltet hat. 3n diesen zwei Jahren hat er aus meinem Grund und Boden soviel herausgeholt, wie ihm nur irgend möglich war."

Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.

3nfolge des Himmelfahrtstages und der dritten Frankfurter Mastviehausstellung fand nur ein Gesamtmarkt statt. Aus diesem Grunde ballte sich das Angebot auf einen Markttag zusammen, was auf die Preisgestaltung einen gewissen Ein­fluß ausübte. Daher gingen die zum Teil in. der Vorwoche erzielten Preisbesserungen wieder verloren, zumal der Absatz nicht den gewünschten Umfang hatte. Der Handel war auf den meisten Gebieten ruhig, so daß teilweise Ueberstand verblieb.

Am Nindermarkt erhöhte sich die Be­schickung um 57 auf 1395 Stück. Die Preise kamen gegenüber der Vorwoche schließlich nur unver­ändert zur Notiz. Ochsen al) 29 bis 32 Mk., a2) 25 bis 28, bl) 20 bis 24; Bullen a) 27 bis 30, b) 23 bis 26; Kühe a) 25 bis 27, b) 21 bis 24, c) 17 bis 20, d) 12 bis 16; Färsen a) 30 bis 33, b) 27 bis 29, c) 22 bis 26.

Die Erholung der Kälberpreise machte auch in dieser Woche Fortschritte. Die Zufuhr war mit 1148 um 4C0 Stück geringer, die Nach­frage besser. Nach mittelmäßigem Handel und bei erneut um 2 Mk. anziehenden Preisen wurde der Markt ausverkauft. Kälber b) 41 bis 45, c) 36 bis 40, d) 27 bis 35.

Die Preisbesserung, die in der Vorwoche am Schweinern arkt eingetreten war, konnte sich infolge der erhöhten Beschickung nicht behaupten, darüber hinaus ergaben sich bei schleppendem Handel Rückgänge von 2 bis 3 Mk. und es ver­blieb Ueberstand. Der Auftrieb betrug 5124 gegen 4359 Stück. Schweine b) 35 bis 38, c) 35 bis 39, d) 34 bis 37 Mk.

Frankfurt geschästslos.

Frankfurt a. M., 27. Mai. (WTB.-Draht- melbung.) Die Wochenschlußbörse eröffnete zu­nächst in freundlicher Grundstimmung, die Umsatz­

tätigkeit war jedoch sehr gering. Die noch unbe­reinigte politische Lage nahm der Kulisse jede Un­ternehmungslust, und auch die Kundschaft verhielt sich sehr abwartend. Etwas Anregung bot lediglich die erneut festere Haltung der Neuyorker Börse. Die endgültige Abkehr der Vereinigten Staaten vom Goldstandard blieb ohne bemerklichen Ein­fluß auf die Stimmung.

Die wenigen Kurse, die anfangs zur Notiz kamen, tagen ziemlich uneinheitlich, jedoch über­wogen gegenüber der Abendbörse leichte Cr- höhunaen. Am Chemiemarkt setzten 3G. 0,38 Pro­zent höher ein. Von Elektrowerten eröffneten Gesfürel 1 Prozent und Nheinelektro Mannheim 1,50 Prozent fester, während Lahmayer 1 Prozent und Lechwerke Augsburg 0,50 Prozent nachgaben. Die größeren Werte des Elektromarktes lagen vernachlässigt. Einigen Umsatz hatte lediglich der Montanmarkt, an dem Harpener 1,50 Prozent, Mannesmann, Rheinstahl und Stahlverein 0,25 bis 0,50 Prozent gewannen. Phönix und Klöck- nerwerke waren behauptet. Von Kaliaktien er­öffneten Aschersleben 0,90 Prozent höher. Fester war der Kunstseidemarkt; Aku gewannen 1,13 Prozent und Bemberg 1 Prozent. 3m übrigen eröffneten Akkumulatoren Berlin und Daimler- Motoren 1 bis 0,75 Prozent fester, wogegen Zement Heidelberg 2 Prozent einbüßten. Schiff­fahrtswerte lagen unverändert. Bei fast völliger Stagnation blieben die Kurse im Verlaufe un­verändert. 3G.-Farben unterlagen kleinen Schwankungen.

Am Renten markt blieben Deutsche An­leihen behauptet, späte Neichsschuldbuchforderun- gen und Stahlvereinbonds gingen um 0,25 bzw. 0,50 Prozent zurück. Der Pfandbriefmarkt lag außerordentlich still und die Kurse waren meist unverändert, vereinzelt aber auch um Bruch­teile eines Prozentes niedriger. Am Auslands­rentenmarkt gaben Anatolier Eisenbahnen weiter nach, im übrigen herrschte Gesetzlosigkeit. Tages­geld war zu 3 Prozent unverändert.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Diehinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlofjenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 o. H.

Front,uri a. .Ul.

Berlin

Schluß« furd

Schlußk. Abend« börie

Schluß« kurd

Schlußk. Mittag« börsr

Datum

26.5 |

27.5.

26-5-

27.5-

6% Deutsche »tetdjsaniettje v. 1921

84,75

84

84,25

83,5

6% efc m.7% Dt.Reichsanl. v. 1929

92,5

92,25

92

92

6¥i% Voung-Anleihe von 1930 .

Üeutfdie Anl.-Ablös.^chuld mb

86,4

85,5

86,9

85,4

AuSlos.-Rechten ............

75,65

75,4

75,5

74.9

Seifli. ohne AuSlos.-Rechte......

6% ehern. 8% Hell. Bolksslaat 1929

12,5

12,5

12,45

12i3

(rüdiabfb. 102%) ...........

77,5

77,5

Oberhessen Provinz-Anleihe mb

AuSlos.-Rechten ............

6% Heil- Landesbank Darmstadt

68

67,5

Gold R. 12..........

6%% Hess. Landes Hypotheken- dank Darnistadt ßlqul.....

82

82

85,5

85,5

_

Deutsche Komm. Sammelab I.An

leibe Eeriel mit Ausloi.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Banl

69,4

68,5

69,4

69

Goldpse. 16 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Banl

82,5

82,5

Goldpse. 16 unkündbar biS 1936

BJ4% ehern. 4>/,% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psandbriese .....

82,4

82,25

84

83,65

-

t¥i% ehern. 4>/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

£6

86

_

6% ehem. 8% Pr. Landcspfand brieianstalt, Pfandbriese R. 19

6% ehern. 7% Pr. Landcspfand

83,5

83,5

83,5

brieianstalt. Psandbriese R. ic

84

84

84,5

84,5

Verrechnungskurs ..

85,4

15,75

85,4

4% Oesierretchische Goldrente...

16

4,20% Oesterreichische Silberrente

1,2

1,15

4% Ungarische Goidrente .......

_

_

4% Ungarische Staatsrente b. 1910

_

4>/i% de?gl. tion 1913........

_

_

_

_A.

6% abgest. Goldmexikaner von 99

1,75'

7,75

7,7

7,75

4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleih

6,55

6,5

6,65

6,6

Serie I.....................

6,6

6,5

6,45

6,35

Frankiun a.M

Berlin

Schluß« furd

Schlußk. Abend« börsr

Schluß« furd

Schlußk. Miltag­börse

'-Datum

26.5.

27.5-

26.5.

27.5.

4% desgi. Serie II ............

6,5

6,45

6,5

6,4

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

5,5

5,75

5,5

5,9

4'/r/i>Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

10,5

10,5

10,5

4,65

4,7

4,55

4,7

8%% Anatolier ..............

28,75

28,6

28,75

28,75

Hamburg-Amerika-Paket .....c

Hamburg-Südam. Dampfschiss. o

19

19,13

19,13 33

18,65

31

Hansa Dampfschiff........... o

28

Norddeutscher Lloyd .........o

20,25

20,13

20,25

19,75

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. o

53

53,25

53,13

53

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

94

94

93,25

Commerz- und Privat-Bank... o Deutsche Bank und Disconto-

50,25

50,25

50,75

50,75

Gefellschast................o

Dresdner Bank...............

53

52

127

53

52

126,75

53

52

126,4

53

Reichsbank ................. j

52

125,5

« E.G..................... (

Elektr. LicferungSgesellschast ... f, Licht und Kraft .............g

Felten & Guilleaume ........o

Gesellschaft für Elektriiche Unter.

25,13

99,5

113

68,5

25,25

100

113

67,5

25 99,75 113,25 68,75

25,25

100,13

114

67,75

nehmungen............... 4

Rheinische Elektrizität ........6

Schudert L Co..............0

91,25

95,75

107

158,75

122,5

91

96

107

159

121

91,75

95,5

106,5

158

122,5

91

96,5

Siemens & Halske...........<

Lahmeyer L Co.............'io

106,5

159,75

121,5

Buderus ..............

76,75

111

62

76,5

112,5

61,75

76,5

110,75

62

Deutsche ErdS ........ 4

Gelsenkirchener..............0

71 112,5 62,25 96,4 74.65

Harpener...................0

95,25

96,75

95

4,75

Hoesch EilenKöln-Neueiien.. 0

Ilse Bergbau ............... 7

151

.

153,75

File Bergbau Genüsse........7

115,5

114

115

113.25

Klödncrwerke ..... 0

Mannesmann-Rohren 0

60,13

59,5

60,13

59.95

70,25

70,5

70,25

70

Srannuri a. 2)1.

Öeriui

Schluß« furd

Schlußk. Abend« börse

Schluß« furd

Schlußk. Mittag- börse

Datum

26.5.

27.5.

26.5.

27.5.

Manstelver Bergbau.........

0

25

24,75

25,25

Kokswerke ..................

0

84,25

83,75

Phünir Bergbau............

0

42

41,75

41,75

42

Rheinische Braunkohlen .....

Nheinstahl ..............

10

0

196,5

89,75

194,5

90,25

194,5

89,65

197

90

Bereinigte Stahlwerke........

0

41

41,4

41

41,13

Otavi Minen ...............

0

18

18

17,75

17,65

Kaliwerke Aschersleben........

6

128,75

129,4

127,25

130

Kaliwerke Westeregeln........

Kaliwerke Salzdetfurth.......

6 k

129

178

130,5

179

129

180

132,75

180

I G. Farben-Jndustrie.......

Scheideanstalt...............

7

129,75

129,25

129,25

129,4

10

169

169

Goldschmidt ................

0

54

53,75

54,4

54,4

RütgerSwerke ...............

0

58

58,25

57,0

Metallgesellichasl.............

1

35

34

34,5

34,5

Philivv Holzmann...........

Zementwerk Heidelberg ......

Cementwerk Karlstadt.........

0

57,5

58

57,75

i

r

j 56,9

Schultheis Patzenhoser........

0

_

125,75

125,5

Aku (Allgemeine Kunstseide) ...

0

39,9

40,5

38,75

40,5

Bemberg...................

0

49,25

50,25

49,5

50,75

Zellstosk Waldhos............

0

53

52.75

52,65

24

Zellstoff Aschaffenburg .......

0

24

24

24

Dessauer GaS ...............

7

111,5

29.75

48

111,5

30,65

47,13

50,25

21

Daimler Motoren............

Deutsche Linoleum ..........

Orenstein S Koppel .........

0

0

0

29,5

48,75

30,5

48,5

Leonhard Tietz..............

6

21

21

20,25

12

170,5

165

170,5

167,4

Gritzner..............

0

26

26,5

Mainkraftwerke Höchst a.M. ...

Süddeutscher Zucker .........

1

68

155

68,5 155,

156

155,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

26. Mai

27. Mai

Amtliche CHofierung

Amtliche Dotierung

weid

Sne

Geld

Brie

Helsingtors.

6,309

6,321

6,304

6,316

Wien......

46,20

46,30

46,45

46,55

Prag......

12,61

12,63

12,61

12,63

Budapest ...

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

170,13

170,47

170,23

170,57

»lo......

72.43

72,57

72.33

72.47

Kopenhagen.

63,69

63,81

63,54

63,66

Stockholm...

73,33

73,47

73,13

73,27

London .....

14,28

14.32

14,25

14,29

Buenos Aires

0,853

0,857

0,853

0,857

Neuyork....

3,646

3,654

3,596

3,604

Brüssel ....

58,82

58,94

58,79

58,91

Italien .....

21,98

22,02

21,95

21,99

Paris.....

16,61

16,65

16,61

16,65

Schweiz ...

81,52

81,68

81,57

81,73

Spanien....

36,06

36,14

36,06

36,14

Danzig....

82,62

82,78

82,62

82,78

Japan......

0,874

0,876

0,874

9,876

Rio de Jan.

0,239

0,241 .

0,239

0,241

Jugoslawien

5,195

5,205

5,195

5,205

Lissabon....

13,02

13,04

12,99

13,01

Banknoten.

Serlln, 27-Mai

Geld

Ariel

Amerikanische Roten..............

3,56

3,58

Belgische Noten..................

58,63

58,87

Dänische Noten ................

63,17

63,43

Englische Noten ..............

14,21

14,27

Französische Noten...............

16,57

16,63

Holländische Noten...............

169,86

170,54

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

21,83

21,91

72,16

72,44

Deutsch L esterreich, 4 100 Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2.48

Schwedische Noten...............

7295

73.25

Schweizer Noten.................

81,39

Spanische Noten,..............

3-5,93

36,07

Ungarische Note«................