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28.11.1933 Erstes Blatt
 
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nötig an die Ortsgruppenleiter wieder, sich Dassen und Sprengkörper zu be- schasseu und Terrorgruppen zu bilden. Es sanden sich auch Verzeichnisse über die in den einzelnen Orlen führenden Rationalsozia- Kslen. die unschädlich gemacht werden sollten. E» wurde auch die Anordnung getroffen, daß Amtsrichter, Pfarrer und andere angesehene Persönlichkeiten in den einzelnen Orten beim Ausbruch de» Aufstandes al» Geiseln fe st genommen werden sollten. Die polizeibeamten sollten, wenn sie sich dem Auf st and entgegen­stellten. rücksichtslos niederge­schossen werden.

Oos deuisch-polnischeGespräch

Der deutsche Gesandte in Warschau bei Pilsudski.

Warschau, 27.Jloo. (TU.) Der deutsche Ge­sandte in Warschau von Moltke wurde am Montagnachmittag im Beisein des Außenministers Beck von Marschall Pilsudski zu einer Konferenz empfangen. Während der Unterredung wurden, wie es amtlich heißt, die Fragen berührt, die auch in der Konferenz zwischen dem R e i ch v k a n z l e r und dem polnischen Gesandlen in Berlin, Lipfki. Ge­genstand des Meinungsaustausches waren. Auch in der Besprechung bei Marschall Pilsudski wurde er- neut die Uebereinstimmung der beiderseiti­gen Auffassungen festgeskellt. Die Nachricht über diese Konferenz im Belvedere hat großes Aufsehen erregt. Die Tatsache, daß Außenminister Beck gleichfalls am heutigen Monlag vom Staats- präsidenten zur Berichter st attung empfangen wurde, wird verschiedentlich mit der Konferenz beim Marschall in Zusammenhang ge­bracht.

Die Gemeindewahlen in Posen und Pommer ellen.

Bromberg, 27.Noo. (WTB.) Bei den Ge­meindewahlen erhielten die Deutschen in Bromberg 2 Mandate. Die Gesamtzahl der dort abgegebenen deutschen Stimmen beträgt etwa 6500 und erreicht beinahe die Höhe der deutschen Wahlstimmen vom Jahre 1929. Ordnungsmäßig hätte die deutsche Liste in Bromberg 9 Mandate erreichen müssen. In Thorn wurden in einer Reihe von Wahlbezirken die eingereichten Listen nicht anerkannt. Die deutsche Bevölkerung von Thorn wählte daher nur in zwei Wahlbezirken und konnte hier kein Man­dat erreichen. In Könitz hat die deutsche Liste vier Mandate erreicht. In vielen Städten sind alle eingerichten Listen mit Ausnahme der Liste des Re. gierungsblockes für ungültig erklärt wor­den.

Oer VOA. an die Hinterbliebenen der Graudenzer Opfer.

B e r l i n, 27. Roo. (TU.) Der R e i ch s f ü h r e r des 23 b 21., Dr. Hans Steinacher, hat an die Hinterbliebenen der in Graudenz ermordeten deut­schen Männer ein Beileidstelegramm gerichtet, in dem es heißt:Im tiefsten Schmerz empfinden wir mit Ihnen den furchtbaren Verlust, den Sie er- litten haben. Alle Deutschen denken in diesen Tagen in ernster Trauer, tiefstem Mitgefühl und un­wandelbarer Verbundenheit an die Männer, die für ihr Volkstum fielen."

Da die Graudenzer Deutschen es nach dem Terror der letzten Tage kaum wagen können, ihre Häuser zu verlassen, ist es außerordentlich schwer, authen­tische Nachrichten über das Schicksal einzelner Per­sönlichkeiten zu erhalten. Fest steht, daß außer Krumm auch der deutsche Bürger R i e b o l t in­zwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Außerdem liegt in der Halle des Graudenzer Krankenhauses eine schwer verstümmelte Leiche, deren Indentität bisher noch nicht festgestellt werden konnte. Die Mitglieder der an dem Ueberfall be­teiligten Bande haben, wie verlautet, für ihre blutige Tätigkeit pro Mann einen halben Liter Schnaps, ein Stück Wurst und zwei Zlotys er­halten.

Dank des Reichs an Gau'eiier Sprenger.

DasReichskommiffariatfürBcamtenfragen aufgehoben.

Frankfurt a. M., 27. Nov. Wie das Gau- >resseamt mitteilt, hat die dem Gauleiter im Früh­ahr übertragene Arbeit des Reichskommis­ars für Beamtenorganisation in Deutschland in der für Sprengers Persönlichkeit prompten und organisatorisch sicheren Form ihren Abschluß gefunden. Der Reichsmini st er b e s I n n e r n, ein Fachmann des deutschen Beam- ^ngesetzes, schrieb dem Reichsstatthalter in diesen Tagen zu seiner Arbeit folgendes:

Nachdem die Umstellung der alten Beamtenorqa- nisationen durch die Gründung desReichsbundes der Deutschen Beamten" im Allgemeinen durchge- führt ist, hat die Hauptaufgabe des Reichskommis­sariats für Beamtenorganisationen ihre Erledigung «esunden. Ich entbinde Sie deshalb mit dem heutigen Tage von der Stellung als Reichskommis, far und spreche ihnen für die der Beamtenschaft und tamit dem nationalsozialistischen Staate auch in die­ser Tätigkeit geleisteten wertvollen Dienste den iefonberen Dank der Reichsregierung «us". Die Geschichte des Nationalsozialismus in Ker deutschen Beamtenschaft und die Geschichte der neuen deutschen Beamtenorganisation ist mit Spren­gers Namen unlöslich verknüpft.

Kein Tragen Oienstanzugs vor Gericht.

Berlin, 27. Nov. (C.tB.) Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß erläßt, wie die NSK.

Der Reichsbischof zu den Auseinandersetzungen bei der SlaubensbewegungDeussche Änsten"

Auf die Frage, inwieweit die evangelische Kirche Raum bietet für deutsches und völkisches Gedankengut, wie es von den nordi- schen Bewegungen vermittelt werde, erklärte der Bischof:Wir wollen Christen sein und wol- len das Evangelium in unserer deut­schen Art verkünden, aber wir können kein Konglomerat eingehen zwischen Christen, tum und nordischem Heidentum. Das Christentum ist nicht aus.dem Judentum herausge­boren, sondern im Kampf gegen das Judentum entstanden. Wir müßten Christus wieder in deutscher Art sehen können. Diejenigen

Kreise, die uns heute noch fernstehen oder bekämp­fen, werden erkennen, daß sie mit uns gehen müßten.

Eine Erklärung der Neichsieitung Deutsche Christen.

Berlin, 27. Nov. (BdZ.) Von maßgebender Stelle der GlaubensbewegungDeutsche Christen" wird dem VdZ.-Büro gemeldet, daß die kirchen- politischen Ereignisse der letzten Tage zu einer er­freulichen Klärung innerhalb der deutschen evangelischen Kirche geführt haben. Seit der Wei­marer Tagung der deutschen Christen bestehe kein Zweifel über die innere Geschlossen­heit der Bewegung. Ihre Richtlinien und Ziele hatten weder durch die Entgleisungen des ehemaligen Berliner Gauleiters, noch durch Der- dächtigungen und Anwürfe eine Aenderung er- fahren. Schirmherr, Reichsleiter und Gauleiter der GlaubensbewegungDeutscher Christen" bildeten eine unzertrennliche Gemeinschaft und seien fest entschlossen, die von ihnen erstrebte Einheit der Evangelischen Kirche Deutschlands von keiner Seite zerschlagen zu lassen.

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Wie uns zu unserer gestrigen Meldung ergän- zend mitgeteilt wird, hat neben den Gießener Professoren D. Bornkamm und D. Haen- ch e n auch Professor Dr. D u k e n seine B e - Ziehungen zu der Berliner Reichs- l e i t u n g der GlaubensbewegungDeutsche Chri­sten" abgebrochen.

Wegen Mißbrauch der Kanzel verurteilt

Essen, 27. Nov. (CNB.) Der im Ruhrbezirk sehr bekannte Geistliche Dr. Karl Klinkham­mer stand vor der Essener Strafkammer. Dem An­geklagten wurde vorgeworfen, in der Predigt am 12.3.1933 in der St.-Hedwigskirche in Alten­essen und in der Abendandacht, die zur Feier des Geburtstages des Reichskanzlers Sldolf Hitler am 20. 4. in der St.-Johanneskirche in Alten- essen abgehalten wurde, Aeußerunaen gemacht zu haben, die geeignet waren, den öffentlichen Frieden in erheblicher Weise zu ft ö - ren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten we- gen Vergehens gegen den § 130a (Kanzelparagraph) und wegen Vergehens gegen die Notverordnung des Reichspräsidenten vom 21. März 1933 zu sechs Monaten Gefängnis.

K ö n i g s b e r g, 27. Nov. (TU.) Reichsbischof Ludwig Muller, der, nachdem er gestern seine Königsberger Abschiedspredigt gehalten hatte, am Montagvormittag Königsberg im Flugzeug ver- Netz, gewahrte vor seinem Abflug einem Mitglied der Schriftleitung der Königsberger Allgemeinen Zeitung" eine Unterredung, in der er sich über die augenblicklichen, in der Öffentlichkeit vielfach er­örterten Vorgänge bei der Glaubens, bewegungDeutsche Christen" äußerte.

Der Reichsbischof erklärte, er sehe d i e Einheit der Glaubensbewegung derDeutschen Christen" nicht gefährdet. Sie wisse, daß man eine Kirche nur aufbauen könne auf dem Grunde des Evangeliums und des Bekennt­nis f e s und auf der Grundlage der Bibel. Für dieses Ziel werde sie weiterhin kämpfen. Wir kön­nen, so erklärte der Bischof weiter, die Kirche im Dritten Reich nicht aufbauen, ohne daß wir d i e großen Massen, die nun durch den National­sozialismus erfaßt worden find, auchzurKirche heranziehen.

Zu den Austritten aus der Glaubens- b e w e g u n g derDeutschen Christen" bemerkte der Bischof, daß diejenigen, die jetzt Unruhe in die Kirche trugen, dazu faktisch keinen Grund hätten. Er habe mehr als einmal das Bekenntnis zum Evangelium wiederholt, aber er fei ge- kvillt, die Einheit der Kirche zu wahren und werde das mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln tun. Die Mißverftändniffe feien entstanden durch Aeußerunaen eines Mitgliedes der Glaubensbewe­gung bei Der Berliner Kundgebung, die mit dem Wesen der evangelischen Kirche un­vereinbar seien. Die Vorwürfe gegen Bischof Hossenfelder würden zu unrecht erhoben, da auch er verschiedentlich Stellung ge­nommen habe, und es sei absolut unevangelisch, jetzt weitere Vorwürfe zu erheben.

zunächst von der Polizei mit Gummiknüppeln aus­einander getrieben werden. Kurz vor Mitternacht stürntte schließlich die Menge in wahnsinniger Wut ®as ®efan9nls und brach nach Ueberwättigung von 25 Polizisten die Zellen der beiden Häftlinge auf. Sie fesselten und knebelten die wild um sich schlagen­den Gefangenen und fchlepten sie mit fast herunter- geriffener Kleidung in den gegenüberliegenden St.- James-Park. Dort wurden die beiden Mörder auf­gehängt. Die später eintreffenden Polizeioerstär- kungen konnten keinen der Täter mehr auffinden.

Wie aus San Jas6 ferner gemeldet wird, erklärte der Vater des gelynchten Jack Holmes, ein an« gesehener Geschäftsinhaber, sein Sohn habe mit der Entführungsgeschichte nichts zu tun und fei einer schrecklichen Verwechslung zum Opfer ge- fallen. Holmes jun. beteuerte feine Unschuld, bis er von der wütenden Menge bewußtlos geschlagen wurde. Dann wurde er gelyncht. Als dem Gouver­neur die Mitteilung von dem Vorgehen der Be­völkerung gegen die beiden Mörder übermittel wurde, erklärte er, damit habe die Bevölkerung den übrigen Amerikanern eine Lehre erteilt, wie man mit solchen Leuten umgehe.

Der Kronprinz in Meringen.

Der deutsche Kronprinz, der das Wochenende in Doorn verbrachte, begab sich am Montag zu einem kurzen Besuch nach Wieringen. Er suchte Zu­nächst den Schmied auf, bei dem er mehrere Jahre das nach der Hohenzollerntradition in der Jugend erlernte Handwerk ausgeübt hat, woraus er verschie­dene alte Bekannte besuchte. Schließlich besichtigte der Kronprinz noch die Zuiber See-Werke und die auf dem neugewonnenen Land errichteten Dörfer.

Raubüberfall in Marseille.

3n Marseille wurde am hellichten Tage der Di­rektor eines Beerdigungsinstitutes^ der von der Bank 110 000 Franken für Gehaltszahlungen ge­holt hatte, in dem Augenblick, in dem fein Wagen in die Garage eingefahren war, von vier Ban­diten mit vorgehaltenem Revolver ü b e r f a t» I e n und zur Hergabe der Lohngelder gezwungen. Es gelang den Räubern, in einem Auw zu ent­kommen.

Der Ueberfall auf den Transsibirien-Expreh.

Bei dem Ueberfall auf den von Räubern zur Entgleisung gebrachten Transstbirien-Expreßzug wur­den nach Meldungen aus Chardin zehn Reifende schwer verletzt. Eine Anzahl Reisender, die von den Verbrechern feftgenommen worden waren, wurden von japanischen Wachen befreit

Kunst und Wissenschaft.

Jahresbericht der Rotgemeinschaft der Deutschen Dißenschaft.

meldet, folgende Verfügung: Das Tragen des Dienst- anzugs nicht eines Braunhemdes allein ohne alle »n bei Erscheinen vor Gerich - rbeitsgerichten und auf den Ar­beitsstätten wird hiermit untersagt Zeu­gen können im Dienstanzug erscheinen.

Aufnohmesperre für die der Deutschen Arbeit rontangeschkoffenen Verbände. Einze!m iglieder in die OAH. werden weiter ausgenommen.

München, 28. Nov. (CNB.-Funkspruch.) Der Völkische Beobachter" veröffentlicht folgende A n - o r b n u n g des Führers der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley: Die Aufnahme von deutschen Volks­genossen in die jetzt von der Deutschen Arbeitsfront geführten Verbände ist mit sofortiger Wirkung gesperrt. Dje Sperre ist endgültig und wird nicht mehr aufgehoben. Es handelt sich hier lediglich um bie ber Deutschen Arbeits - ront unter ft eilten Verbänbe, nicht i m bie Deutsche Arbeitsfront als o l ch e. In bie Arbeitsfront selbst können Ein - zelmitglieder auch weiterhin aufge­nommen werben.

Kleine politische Nachrichten.

In einer außerorbentlichen Sitzung hat der Stadtrat Fürth einstimmig beschlossen, Stabschef Röhm anläßlich seines 46. Geburts­tages zum Ehrenbürger der Stadt Fürth zu ernennen.

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Nachdem der Reichsleiter für die Presse, Verlags­direktor Max Aman, infolge feiner Berufung als Präsident der Reichspresfekammer den V o r s i tz i m Verein Deutscher Zeitungverleger nie- bergelegt hat, hat bas Präsibium bes Vereins 23er- lagsbireftor Ebgar Brinkmann- Hamburg (Hamburger Tageblatt) zum Vorsitzenben des Ver­eins berufen.

Im Rahmen der Vorträge bes Reichsbunbes für deutsche Sicherheit spricht Dienstag­abend zwischen 20 und 20.10 Uhr Dr. Paul Fleischer über bas Thema:Die deutsche Ar­beiterschaft im Kampf für gleiches Recht unter den Völkern." Der Vortrag geht über alle deutschen Sender.

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Der ungarische Ministerpräsident Gömbös, die Minister Keresztes-Fischer, Dr. Kallay und der Österreich'che Gesandte Dr. Hennet sind in Wien eingetroffcn. Dr. Dollfuß gab den ungarischen Gästen ein Frühstück, bann begab sich bie Gesellschaft in das Jagdrevier Mürzsteg.

Aus aller Welt.

Furchtbare Unwetter über Italien.

Das Unwetter, bas mit Sturm, Regen und Schneefall schon seit Wochen in ungewohnter Weise über Italien und dem Mittelmeer tobt, hat i sich zu unerhörter Stärke gesteigert. Aus dem Ha- I fen aus Neapel konnten fast keine Dampfer aus- 1

fahren, und selbst große Ueberseesch'ffe kamen mit erheblicher Verspätung an. Mehrere kleine Fracht- dampser mit Kohlenladung sind untergega n = g e n. Auch auf dem Lande hat der Sturm großen Schaden angerichtet, Dächer abgebetft und Schorn­steine umgelegt, wodurch einige Personen Der- letzt wurden. An den Hängen des Apennin wur­den mehrere Erdstöße verspürt, die aber keinen ernstlichen Schaden verursachten. Auch in Rom ge­hen ständig W i n t e r g e m i 11 e r mit wolkenbruch- artigem Regen nieder. Fast alle Flüsse, auch in Oberitalien, führen infolge ber starken Regenfälle Hochwasser.

-.Zehn Tage Deutsche Buchmesse."

Irn Europahaus in Berlin wurde am Montag die große SchauZehn Tage Deutsche Buchmesse^, an der etwa 140 deutsche Verleger und über 50 Buchhändler beteiligt sind, eröffnet. Die Schau gibt einen erschöpfenden Begriff von dem Reichtum und der Vielseitigkeit deutschen Geistesschaffens. Dr. Heinz Wißinann, Referent im Propagandamini­sterium, prägte anläßlich seiner Begrüßungsan­sprache das Wort:Es gibt nichts mehr, was tren­nend zwischen Buch und Volk steht".

Der Präsident der Reichsschristtumskanisner, Hans Friedrich B l u n ck, behandelte in einem Vor­tragBuch und Gegenwart" die gegenwärtigen Aufgaben unseres Geistesschaffens. Auch der erste Anbruch zu einem neuen Deutschland, wie wir ihn heute erleben, fei aus einer Reihe von Büchern, die als Wegbereiter ber beutchen Wandlung entschei­dende Anregung gegeben hätten, entstanden. Das Buch fei aber auch Mittler zu den Völkern jenseits der Grenze. Neben dem Ringen der Nation dürfe aber nicht die innere Kraft und feierliche Be­glückung, die das Buch dem Alltag des Menschen schenke, vergessen werden. Anschließend sprach Staatskommissar Dr. Lippert für die Stadt Berlin, der der Veranstaltung ein volles Gelingen wünschte und betonte, daß bie Ausstellung nie auf einem günstigeren Boden aufgebaut werden könnte, als in einem Augenblick, in dem sich die ganze Na­tion einmütig um den Kanzler geschart hätte.

Die Ausstellung, die zugleich auch in zahlreichen anderen deutschen Städten eröffnet wurde, soll nicht nur Angelegenheit einer dünnen Geistesschicht, sondern die des ganzen Volkes fein. Sie zeigt Ge­schichte und Politik, Technik und Wissenschaft, Rei­sen und Abenteuer, Iugendschriften, Dichtung und alles, was deutscher Geist geschaffen hat.

Furchtbare Lynchjustiz in Kalifornien.

In San Jos6 (Kalifornien) stürmten etwa 15 000 Personen das Kreisgefängnis, schleppten bie beiden in Untersuchungshaft vefindlichen Entführer Thomas Thurmond und Jack Holmes heraus und lyncht,en sie. Beide hatten am 10. Oktober den 22jährigen Sohn eines reichen Kaufmanns ent­führt: für seine Freigabe hatten sie zwar 40 000 Dollars Lösegeld gefordert, ihn aber trotzdem, mit Draht gefesselt, in die San-Franzisko-Bai geworfen. Entenjäger fanden seine von Haifischen schwer ver- ftümmelte Leiche, nachdem eine ausgedehnte Suche seitens der Behörden erfolglos geblieben war. Die Nachricht von der Auffindung der Leiche durcheilte die Stadt wie ein Lauffeuer und erregte die Bevölke- rung aufs höchste. Gegen Abend versammelte sich eine riesige Menge vor dem Gefängnis, konnte aoer

Soeben erscheint ber 12. Bericht ber Notge» meinscha ft der Deutschen Wissenschaft. Dieser Bericht reicht somit weit in bas Jahr Äer nationalen Revolution hinein unb aeigt, wie die wissenschaftliche Forschung auf zahlreichen Gebieten an ber Arbeit ist, um ben dem deutschen Volk unb Staat gestellten Aufgaben zu bienen. Die Notge­meinschaft hat in den vergangenen Jahren ben Trä­gern der Wissenschaft die Wiederaufnahme unb Fortführung ihrer Arbeit ermöglicht burch Far- schungsstipenbien, Druckzuschüssen, Beschaffung von Instrumenten unb Apparaten, Beschaffung von Auslanbsliteratur unb sonstige Hilfen, auch unter Beteiligung auslänbischer Spcnben, vor allem der Rockefeller-Foundation. In der Erkenntnis, daß die Wissenschaft nur an großen Aufgaben wachsen kann, unternahm bie Notgemeinschaft fobann die Ausrü­stung unb Unterstützung größerer wissenschaftlicher Unternehmungen und großer Gemeinschaftsarbeiten, für die etwa 40 besondere Kommissionen gebildet sind. Diese Arbeiten suchen grundsätzlich die ganze Wissenschaft zu umfassen, haben aber diejenigen Wissenschaftszweige, die vom vaterländischen Ge­sichtspunkt besondere Berücksichtigung heischten, in ben Vordergrunb gestellt. Es versteht sich, daß Dies in weit verstärktem Maße der Fall ist, seitdem durch den nationalen Umschwung alte Hemmungen weg- gefallen unb noch unabschätzbare geistige Kräfte neu entbunden sind.Mit dem weiteren Ausbau der Notgemeinschast", so schließt der Präsident, Staats- Minister Dr. Schmitt-Ott, feine Einführung zu dem neuen Bericht,stehen bie Hebung ber beut- chen Wissenschaft unb bie beutsche Weltgeltung auf dem Spiel. Die Arbeit ber Notgemeinschaft aber war unb ist Dienst am beutfdjen Volke. Sie wird weiter dafür freudig ihre ganze Kraft einsetzen.

Der französische Theaterfachmann Gemier f.

In Paris starb plötzlich in seiner Wohnung der bekannte französische Dramaturg, Theatsrschrist- steiler, Schauspieler und Theaterdirektor Firmin Gemier im 64. Lebensjahre. Er war besonders als Leiter des Odeon-Theaters und ist in deutschen Kreisen auch durch seine Bemühungen für eine internationale Zusammenarbeit im Theate^ sen bekannt geworden.

Wetters raussage.

Der hohe Druck im Nordosten baut sich weiter auf unb breitet sich auch über Deutschland aus. So­mit setzt sich die Ostwindströmung mehr und mehr durch, so daß vorwiegend kontinentale Lust zufließt. Wenn auch durch die noch vorhandenen Störungs­reste vereinzelt etwas Schneefall auftritt, so wird sich aber unter dem Einfluß bes hohen Drucks bie Wetterlage allmählich beruhigen, wobei bie Tempe­raturen in ber Nacht unter Null zu liegen kommen.

Aussichten für Mittwoch: Neblig-wolkig mit Aufklaren, nachts Temperaturen unter Null, meist trocken.

Aussichten für Donnerstag: Teils be- wölkt, teils aufklarend, Nachtfrost noch zunehmend, vorwiegend trocken.

Lufttemperaturen am 27. November: mittags 1 Grad Celsius, abends 0,9 Grad; am 28. November: morgens 1,4 Grad. Maximum 1,4 Grad, Minimum 0,5 Grad. Grbtemperatnren in 10 cm Tiefe am 27. November: abends 1,5 Grad: am 28. November: morgens 1,5 Grad Celsius Niederschläge 2,5 mm.