Ausgabe 
28.9.1933 Erstes Blatt
 
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VomSchönen Waldemar" und seiner Sippe

Eine Mandschu-Amazone.

Der frühere Räuber-General Tsui, der jetzt sei­nen Frieden mit dem Reich Mandschukuo gemacht hat und zum Verwalter des Gebietes von Tschenh- siangtun ernannt wurde, hat einen ungewöhnlichen Stabschef, der auch zugleich der Befehlshaber seiner Reiterei ist. Diese militärische «rechte Hand" des Generals ist seine Frau Chun Ling, die er sich erst kürzlich neben seinen älteren Gattinnen angeschafft hat. Die Verwaltung Tsuis ist so vortrefflich, daß die Gegend um Tschenhsiangtun die einzige ist, die nicht mehr unter den Angriffen anderer Räuber­banden zu leiden hat. Augenscheinlich weih er aus seinen reichen Erfahrungen, wie er mit seinen frü­heren Kameraden umzugehen hat. Der Mukdener Korrespondent der Times hatte Gelegenheit, das Hauptquartier des Generals, das mit der Dahn nur 15 QP'nuten von Mukden entfernt ist, zu besuchen und wurde am Bahnhof von einer Ehrenwache aus Rei.ern und Fuhsoldaten empfangen. Diefe Begrü­ßunglachte zunächst keinen sehr vertrauenerwecken­den Eindruck. «Ich muh gestehen", schreibt der Be­richterstatter, «dah der Salut uns eine fühlbare Erleichterung verschaffte, denn als wir die Soldaten zuerst bemerkten, zweifelten wir stark daran, ob sie freundliche Absichten hätten. Die sorglose Art, in der die Männer ihre prächtigen Waffen handhab­ten, lieh allerlei Gefahren befürchten, und der Aus­druck ihrer Gesichter war eher drohend als freund­lich. Wollte man ihre Tracht alsilnifonn bezeich-

Einen guten Preis für unsere Ware erzielen wir nur dann", erzählt der Farmer,wenn unsere Felle auch der Mode entsprechen."

Ich sehe etwas verdutzt aus, denn ich kann mir nicht denken, daß die Füchse sich nach der Mode richten. Die Erklärung ist einfach.

Es kommt auf den S i l b'e r e i n s ch l a g in den Pelzen an. Augenblicklich ist viel Silber die große Mode, aber das kann schon im nächsten Jahr anders sein. Wir halten darum stets auch dunkel­haarige Tiere, so daß wir uns sofort anpassen ton­nen. Die Silbertönung des Fells ist ja das R e sultat bewußter Mischung durch den Züchter, darum gehört die Kenntnis der Mendel- scheu Gesetze zum ABC jedes Pelztier-Farmers."

Häuser und Häusergruppen, zu denen man immer wieder bewundernd zurückkehrt; vor allem das Hoch­zeitshaus, verbunden mit dem barocken Rathaus durch die malerischen Bogen des alten Bäcker­scharren, gekrönt durch die schlanke grüne Spitze der Nikolaikirche, die dahinter aufragt. Die aus­geprägten Formen verschiedener Zeiten klingen in vollem Akkord zusammen wie die Farben: das Grau der alten Mauern, das schimmernde Grün der bekupferten Kirchturmspitze und das Rot der Dächer. Stille Weltabgeschiedenheit ist der Charak­ter des lindenbeschatteten Platzes hinter der Stadt­kirche; in ruhevoller Größe lagert das alte Boni- faziusmünfter am Ufer des Stroms. In verschiede­nen Straßen finden sich eine Anzahl alter Häuser, die die wohltuende Gemütlichkeit und gediegene Wohlhabenheit des niedersächsischen Bauernhauses umgibt, einige mit Schnitzerei verziert, andere mit Dibelworten ober Sprüchen volkstümlicher Weis­heit ..."

Besuch in einer Silberfuchs-Zarm.

Von E. Lang.

teren

nen, so würde das eine ganz falche Vorstellung erwecken, denn sie erinnerte in ihrer malerischen Buntheit eher an einen Maskenball. Unter den Kopfbedeckungen waren die kühnsten Formen vertre­ten, die man nur in der Garderobe eines Panto­mime finden kann. Rur eine Persönlichkeit fiel durch ihre tadellose Kleidung auf, das war der Oberbe­fehlshaber der Reiterei. Die schöne Chun Ling zeigt- sich uns in einem vortrefflich sitzenden Reitkostüm aus schwarzem Stoff; jede ihrer schlanken Hüften war mit einem Revolver geschmückt, und ein reicher Vorrat von Patronen steckte in ihrem schwarzen Ledergürtel. Ich erfuhr von ihren Untergebenen, daß sie eine vorzügliche Scharfschühin ist und in den zahlreichen Gefechten, an denen sie teilnahm, nie­mals ihren Gegner fehlte. Um einen halben Kopf größer als ihr Gatte, füllt diese kraftvolle und hüb­sche junge Frau durch ihre anmutige Haltung auf, «Schwarzer Panther" würde wohl ein besserer Ra« me für sie fein, als der, den sie trägt und der «Geist des Frühlings" bedeutet. Als das unvermeidliche Fest für uns vorbereitet wurde, ließ es sich Chun Ling nicht nehmen, als Gastgeberin aufzutreten, und ihre Vertrautheit mit allen Feinheiten der chi­nesischen Etikette überzeugte uns davon, dah Chun Ling eine vornehme Erziehung genossen hat, bevor sie vor zwei Jahren von dem General erbeutet und zu seiner Gattin gemacht wurde. Als die Feierlich­keit vorüber war, machte uns Chun Ling eine tiefe Verbeugung, steckte ihre Pistolen wieder in den Gür­tel, trat auf den Hof und ließ mit einem einzigen kurzen Ruf ihre Reiter antreten. Rachdem sie sich in den Sattel geschwungen hatte, grüßte uns die Mandschu-Amazone an der Spitze ihrer Truppen. Wie ein ehernes Bild sah sie stolz und aufrecht auf ihrem Pferde, als unser Zug langsam davonrollte. Sie ist jetzt ein hoher Offizier des Reiches von Mand- schukuo, aber wenn zwischen dem General und den Behörden eine Meinungsverschiedenheit entsteht, was sehr leicht geschehen kann, dann wird Chun Ling ein Räuber, wie es ihr Gatte früher war."

Hochschulnachrichten.

Dr. Bolko Freiherr von R i ch t h o f e n , Privat» dozent für Vorgeschichte an der Universität Ham- bürg und Abteilungsvorsteher am Hamburger Museum für Völkerkunde, ist zum ordentlichen Pro­fessor in der Philosophischen Fakultät der Universi­tät Königsberg berufen worden.

An der Universität Königsberg ist Dr. Wer* ner Kirsch, Privatdozent für landwirtschaftlich- Tierzuchtlehre, zum Ordinarius ernannt worder^

tert.

Jugend immer wieder ein heldisches deutsches Schon« heitsideal vorhalten, fördern wir eine geeignet- Gattenwahl und verhüten am besten uner­wünschte Rassenmischungen.

Unser Ziel ist der körperlich geistig und moralisch gesunde und innerlich harmonische, nordisch bedlngtü deutsche Mensch. Dies erreichen wir aber nicht allein durch eine erhöhte Fruchtbarkeit, sondern darüber hinaus durch Maßnahmen zur Verbesse­rung d e rA r t. Auch hier zeigt uns die Natur die Wege, die eingeschlagen werden müssen. Verschwen- dersich ergeugt [ie Millionen non Kennen sur neu- Lebewesen zur Erhaltung von Art und Rasse. >^ie sorgt aber stets in einer gewissen arlstokratlschen Weise durch Fruchtbarkeitsunterschlede, Auslese und Ausmerze auch für die Güte der Art. Das Gesund­heitswesen, an dessen Aufbau wir eben im Anfang des Dritten Reiches Herangehen, muß eine lebenbige Ausdrucksform deutschen Wesens, deutschen Geistes und deutscher Art sein.

Im Anschluß an diese Ausführungen erläuterte der Vortragende die Form der Organisation in ihren Einzelheiten und grenzte das Aufgabengebiet beson­ders ab.

Sie Aatienfängerstadt Hameln.

Die Landschaft des deutschen Erntedankfestes.

Die große Feier des Erntedankfestes auf dem Bückeberg bei Hameln rückt eine schöne und geschichtlich denkwürdige deutsche Landschaft in den Mittelpunkt der allgemeinen Teilnahme. Die Bückeberge, zu denen die deutsche Bauern­schaft wallfahrtet, sind ein Höhenzug der zum Wesergebirge gehört und als Fortsetzung des Dei­sters östlich von Bückeburg von Norden nach Süd- westen verläuft. In der kleinen Residenz Bücke­burg werden die Besucher Meisterwerke der deut­schen Renaissance bewundern können, wie sie das Schloß und die lutherische Kirche darstellen. Diese künsllerische Pracht verdankt die Hauptstadt des früheren Fürstentums Schaumburg - Lippe dem Grafen Ernst, der zu Anfang des 17. Jahr­hunderts regierte und der ein hohes Gefühl für künstlerische Schönheit besaß. Die von ihm in seiner Residenz errichteten Bauten offenbaren den hohen Aufschwung, den die deutsche Kunst um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert genommen hatte und der dann durch den 30jährigen Krieg tödlich ge­lähmt wurde. Es ist ein Stil, der bereits barocke Züge trägt und eine urdeutsche Ausprägung zeigt.

Die Hauptstätte, die die Festteilnehmer anziehen wird, ist aber dieRattenfänger-Stadt" Hameln. Der Ort, dessen sagenumwobene Geschichte bis in die Anfänge der Bekehrung der Sachsen und in die Zeit desAvostels der Deutschen" Bonifa­tius zurückreicht, ist ein Juwel in der Krone deutscher Stadtschönheit. Das sogenannte Ratten- fängerhaus an der Bungellosen - Straße stammt zwar aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, aber eine Inschrift in der Mauer verkündet:Anno 1284 Am Sage Johanni et Pauli war der 26. Juni durch einen Piper mit allerley Farbe bekledet ge­wesen XXX Kinder verlebet Binnen Hameln ge­boren To Calvarie bi den Koppen verlorn." Im 17. Jahrhundert gab es am Koppen, wo die Kinder im Koppenberg verschwunden sein sollen, noch zwei stark verwitterte steinerne Kreuze, die zum Gedächtnis an die verführten Kinder errichtet fein sollten. Die Dungellosen-Straße fuhrt ihren Namen, weil in dieser Straße, auf der die Kinder, von der Zauberflöte verführt, zum Ostertor hinaus- liefen, zum Zeichen der Trauer keine BunAel, d. h Trommel gerührt werden durfte. Ob die Sage auf eine alte Schlacht bet dem früheren Dorf Sede- münbe zurückzuführen ist, deren Verluste an jungen Bürgerföhnen sich später unter dem Bilde des pfei®

Schluß.

Durch eine in richtige Bahnen geleitete Aus­lese und durch ersolAversprechende Maßnahmen der Aus merze mühen wir den Wert unseres Volkes heben und dürfen uns durch keine falsche Humanität und durch kein übertriebenes Mitleid mit den Schädlingen der Volksgemeinschaft von unserem Wege abbringen lassen, denn gerade da­durch sind mir ja seelisch und wirtschaftlich so be­drohlich an den Rand des Abgrundes gekommen. Wir müssen weiter die Naturgesetze befolgen, bte nicht das Alte, Kranke, Schwache und Häßliche fordern, sondern das Junge, Gesunde, Starke und Schöne. Und damit kommen wir über eine heroische Gesundheitspolitik hinaus auch zu einer betonten

Gesundheitspolitik der Jugend.

Die neugebildete Aerztekammer soll nicht nur eine personelle Erneuerung bedeuten. Viel­mehr werden ihre Aufgaben grundlegend erweitert. Die alte Kammer war ein Kind ihrer 3eit, tme alle öffentlichen Institutionen des liberallstischen Zeitalters. In ihr haben Männer gewirkt, die das tragische Geschick hatten, zu den Repräsentanten eines Standes während einer Verfallszeit zu ge­hören, die sicherlich das Beste gewollt haben und in diesem Sinne auch ihre Pflicht taten, die aber als Vertreter ihres Zeitalters letzten Endes ihren individualistischen Aufgabenkreis doch nicht durch- brechen konnten und durften und deshalb neuen Männern Platz machen muhten. Mögen sie nicht murrend zur Seite treten, sondern sich bemühen, uns in unserem heißen Bestreben für Aus­artung von Volk und Rasse zu ver­stehen und uns ihre Erfahrungen zur Verfügung stellen, wenn wir ihren Rat brauchen sollten.

Wir wollen nicht in den Fehler der früheren ärztlichen Organisationen verfallen, indem wir die Wege des Kuhhandels und der Konzessionen bei unseren zukünftigen Maßnahmen und Entschlüssen einschlagen und alle möglichen Methoden durch­probieren. Wohl werden wir gelegentlich auch ein­mal irren; aber verhängnisvoll und verderblich werden sich selbst Irrtümer nicht auswirken können, solange wir bei allen Entscheidungen

die Gesundheit der Volksgemeinschaft vor die des Einzelnen stellen

und immer nach diesem nationalsozialistischen Grundsatz handeln. Wir wollen nicht in fruchtlosen Debatten, in zahllosen Kommissionen und Aus­schüssen uns verzetteln, sondern in einheitlicher Front den Mut zur persönlichen Verantwortung aufbringen, wenn es gilt, Entschlüsse zu fassen, die auf dem uns vom Führer vorgezeichneten Wege liegen. Die alten individualistischen Anschauungen wollen wir auch in der neuen Aerztekammer mit Stumps und Stiel ausrotten, mit nie erlahmender Ausdauer arbeiten und uns durch keine Enttäu­schung von unserem Wege abbringen lassen. Wir wollen auch nichts neues einführen, um des Neuen willen, sondern nur dann neue Maßnahmen treffen, wenn sie vor der oolksgesundheitlichen Kritik späterer Generationen zu bestehen vermögen. Dor allem aber wollen wir uns vor Halbheiten hüten. Mit fanatischem Glauben an die Mission unserer Generation und mit unbeugsamem Willen wollen wir unser Bestes leisten, weil wir es um der Zukunft unseres Volkes willen leisten müssen, und weil es sich darum handelt, in allerletzter Stunde unser Volk wieder gesund zu machen und zu retten.

Allein werden wir Aerzte die Gesundung nicht durchführen und ihre Hüter bleiben können, wenn nicht alledeutschen Volksgenossen mit- helfen und wenn nicht ein autoritärer Staat die Voraussetzungen schafft. Daß dies aber geschieht und weiter geschehen wird, garantiert uns der Führer des neuen Deutschland.

Ebenso wie für die deutsche Staatspolitik über­haupt, werden auch für die deutsche Aerzteschaft und unsere neue Hessische Aerztekammer

die Rassenfrage und die Aufgaben der Vevöl- kerungspolitik und Rassenpflege den Kern-

und Drehpunkt

Pflicht zu rassenhygienischen Maßnahmen hat.

Jeder muß die sittliche Berechtigung der nationalso­zialistischen Forderungen in vollem Umfange dearei- fen, gutheißen und fördern. Nur diese sittliche Auf­fassung aller Glieder einer geeinten, rassenbewußten und rassenstolzen Nation ist der dauernde Garant von Gesundheit, Freiheit und Glück der Gesamtheit, wie des Einzelnen. Mit unerschöpflichen Mitteln und auf immer wieder neuen Wegen müssen wir den Rassege banken in das Volk hineintragen und es lehren, sich auf sein e i g e n e s B l u t z u besinnen. Mit den schönsten und besten Gesetzen werden wir nichts erreichen, wenn die Vorbedin­gungen im Volke nicht vorhanden sind, die in einer derartigen Umstimmung der Seele des Volkes und besonders der deutschen Frau bestehen. Dann wird auch der Wille zur Gesundung und zum Leben wie­der erwachen, der Kampf gegen die Selbstausrottung des deutschen Volkes erfolgreich geführt werden und die Förderung des naturgemäßen Triebes zur Er- Haltung der Art und die Weckung des notwendigen Familiensinnes gelingt.

Indem wir den gesunden Sinn sur schone, wohl­gebaute und gesunde Menschen erwecken und der

Zufällig trage ich sie noch immer bei mir in der Brieftasche, die Photographie vomschönen Walde­mar". Von der Prüfungskommission erhielt er die Noteprima", und auch mir schien er mit seinen bernsteingelben Augen, seinem silberbesetzten Pelz und seinem mächtigen, buschigen Schwanz mit der leuchtend weißen Spitze ein ausgesucht schönes Exemplar seiner Gattung. Waldemar ist ein Sil­berfuchs. Er lebt statt im arktischen Kanada auf einem waldumsäumten Hang in der Gegend von Hinterschreiberhau, selbstredend hinter einem Draht­geflecht, und zwar als Prominentester unter unge­fähr vierzig Artgenossen. Sein Herr, der Farmer, schätzt ihn nicht nur feiner Schönheit und seiner hervorragenden Zuchteigenschaften wegen, sondern er hat für ihn auch jene Sympathie, die durch langjährige Bekanntschaft und Zusammenarbeit ent­steht.

Nie hätte ich gedacht, im deutschen Vaterland einen Mann zu finden, der meinen von vielen Aden- teuerbüchern genährten Vorstellungen von einem Trapper so gut entsprechen würde wie dieser Edel- pelztier-Farmer in Hinterschreiberhau. Ein lang- gestreckter Schädel, braune, von fremdem Klima ge­gerbte, faltige Haut, und in den klugen, wachen Augen noch jene Ferne des Blickes, die von lan­gem Leben unter weiten Horizonten kommt. Vor sieben Jahren wanderte er mit feiner Frau aus Kanada nach Deutschland zurück, als Vermögen brachte er zwei Silberfüchse mit und begann in jener Ecke des schlesischen Riesengebirges seine Ar­beit als Züchter, die inzwischen so gute Früchte ge­tragen hat. Er hat hart arbeiten müssen und muß es heute noch. Aber auf dem Silbersuchspelz- martt scheint es keine Absatzstockung zu geben. Die Felle, die der Farmer erzeugt, wird er auch los, manchmal gleich an die Kurgäste in der Geaend, manchmal an die großen Pelzumschlagplätze Leip­zig und London, von wo sie in alle Erdteile, zur Zeit besonders auch nach Australien und Südame- rika wandern.

senden Todes darstellten, oder ob vielleicht eine Der mittelalterlichen Tanzepidemien den Anlaß zu der Geschichte vom Rattenfänger gab, ist zweifel­haft.

Der Name des Münsters St. Bonifatius, einer frühgotischen Hallenkirche, in der sich aber viel ältere Reste finden, weist auf die Anfänge der Ge­schichte von Hameln hin. Seine Anwesenheit in die­ser Gegend mag dazu geführt haben, daß in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts Mönche vom Kloster Fulda die Kirche errichteten, von der bann die Bekehrung der heidnischen Sachsen in dieser Gegend ausging. Um das Stift herum lagen ein­zelne kleine Ortschaften, die sich bann zu ber Stabt Hameln zusammenschlossen. Diese befanb sich zu­nächst unter ber Botmäßigkeit von Fulba unb würbe später an ben Bischof von Minben abgetre­ten, ber sich erst mit Gewalt ber reich unb stolz geworbenen Stabt bemächtigen mußte. Der Lachs­sang in Hameln war so ergiebig, baß die Dienst­boten sich ausbebangen, nicht öfter als zweimal in ber Woche Lachs essen zu müssen. Eine anbere Quelle bes Reichtums war bie Bierbrauerei und der damit verbundene Hopfenbau. Das Ha­melner Bier war weithin berühmt. Große Bedeu­tung hatten auch bie Mühlen, wie bas Mühleisen im Stabtwappen anzeigt.

Die Blüte ber Stabt nahm bann in ben wilben Zeitläuften bes 30jährigen Krieges ab. Auch später hatte Hameln im siebenjährigen Kriege unb wäh- renb ber Napoleonischen Kriege viel zu leiben. Es war zur ßanbesfeftung gemacht worben, unb ba» mit verschwanb seine politische Selbstänbigkeit. Im Jahre 1688 würbe bas Scheibenschießen, in bem sich bie Bürger seit unvorbenklicher Zeit übten, ver­boten. Im Jahre 1721 fand die letzte Hochzeit in dem schönen Hochzeitshause statt. Dieses Hochzeitshaus mit seinen reichverzierten Renaissance- Giebeln stellt als Denkmal ben Höhepunkt ber Ent­wicklung Hamelns bar, ber zu Anfang bes 17. Jahr- hunberts erreicht würbe. Das Haus enthält im Erb- geschoß Apotheke unb Weinstube; im HauseZum alten Schaben" gegenüber befand sich die Waage und dieSmeckestube" ber sechs Bierherten, bie hier bas Gebräu zu prüfen hatten.

Es gibt wenige Stäbte", sagt ber bebeutenbe beutsche Kunsthistoriker Georg D e h i o von Hameln, in welchen Steinbau unb Holzbau in so reicher künstlerischer Entwicklung neben- unb miteinander wetteifern." Ricarba Huch schilbert in ihren schönen ßebensbilbern beutscher StäbteIm alten Reich" diese Hameler Stimmung:Es gibt verschiedene

Und die Füchse fügen sich geduldig ihren erb« biologischen Anordnungen?"

Der Farmer lacht.Nicht so ohne weiteres. Sil« berfüchse sind bei der Auswahl ihres Gefährten äußerst wählerisch, und eine Fuchsdame nimmt durchaus nicht immer den ersten besten Kavalier an, den wir ihr oorftellen. Manchmal braucht es vier, fünf Versuche, bis einer Gnade findet. Wenn! allerdings einmal eine Fuchsehe geschloffen ist, banrt wirb sie musterhaft geführt. Die Tiere hängen mit größter Liebe aneinanber, sie leben streng mono« gam, unb wenn eines stirbt, folgt im bas anberä gewöhnlich aus Gram im Tobe nach. Dem Züch« ter bringt bas mitunter ganz empfinblichen Schal ben ..."

Der Farmer macht biefe Feststellung nicht ohns eine gewisse Zärtlichkeit. Er ist ein Tiersreunb, unb wenn ihm ber gute Charakter seiner Pfleglinge ab unb zu bas Geschäft oerbirbt, so macht er barum der Schöpfung noch keine Vorwürfe. Mit Begei* sterung erzählt er Dann von ben vorzüglichen El« terneigenschaften seiner Tiere.

Ein Fuchspaar bekommt einmal im Jahr bres bis sechs Junge. Die Mütter stillen ihre gierig- Nachkommenschaft bis zur völligen Erschöpfung, Einen Teil ber Jungen ziehen wir barurq mit ber Flasche auf. Es gab Zeiten, wo meine Frau sechsunbzwanzig Tiere ftünblich mit Milch zu ver­sorgen hatte. Sie können sich benten, wieviel Hin­gabe unb Mühe bas verlangt. Nach etwa oietf Wochen werben sämtliche Jungen von ber Mutte« getrennt, bamit sie nach ben Strapazen ber Wochen« ftube sich grünblid) erholen kann. Das Aufzieh* geschäft übernimmt bann ber Vater, ber feine Pflichten ebenso mustergültig unb eifrig wie die Mutter erfüllt unb ben ewig hungrigen kleinen Piestern unermüblich bie Bissen zuträgt. Die schließ- lich notwenbige Trennung von Eltern unb Jungen überhaupt ist für beibe Teile ein roilber Schmerz, Tage unb Nächte erfüllen sie bie Luft mit ihrem Geheul, bis schließlich bie Zeit auch biefen Stum­mer stillt. Hier sehen Sie gerabe unser treuestes Zuchtpaar, bas schon jahrelang bei uns lebt, unser lieber Max unb bie gute Anna ... Max, komm schön her, komm boch mal her, Max ..."

Max roenbet wohl seine gelben Raubtieraugen zu seinem Herrn unb macht Anstalten, bem Rus zu folgen. Aber als er Frembe sieht, stutzt er unb wirb mißtrauisch. Dieliebe Anna" hat noch weniger Lust, bem Menschengesinbel einen Gefallen zu tun. Sie schaut nur auf Max, unb barauf ziehen sich

Aufgaben der Lrbgesundheiis- und Raffenpflege.

Von Dr. meb. H. W. Kranz, Gießen, Leiter der Abteilung Erbgesunbheits- unb Raffenpflege bei ber Hessischen Aerztekammer

bilden, solange es einen Nationalsozialismus geben wird. Diese immer unverrückbar nn Auge zu be­malten unb mit klarer Unerbittlichkeit an sie heran- Auaeben, ist für uns vornehmste Pflicht.

3 Die Förderung ber Volkszahl unb bie Hebung des V o l k s w e r t e s hübet bie Voraussetzung unseres Wieberaufstieges. Neven ber Erhaltung ber Art müssen wir alles ausmerzen, was bieser Erhaltung ber Art entgegensteht unb müssen die deutsche Familie als bie Urzelle völkischen Lebens unb als bie Quelle schöpferischer Kraft förbern.

Den sogenannten negativen Maßnahmen, wie zum Beispiel bem Sterilisierungsgesetz, werben bie positiven, bie in einer gesunben Steuer­reform unb in einem Familienlastenaus- nleid) bestehen, auf bem Fuße folgen, benn nur diese bilden an der Nahtstelle des alten materialisti­schen und des neuen nationalsozialistischen Zeit­alters die Gewähr für eine zahlreiche Nachkommen­schaft der erblich wertvollen und gesunden deutschen Familien. In der Durchführung dieser sogenannten positiven Maßnahmen wird die Aerztekammer not­wendige und wertvolle Mitarbeit zu leisten haben.

Unsere dringlichsten nationalsozialistischen Aus­gaben, nämlich die Erhöhung der Fruchtbarkeit unserer Erbgesunden und die Verbesserung der Art durch die Ausschaltung der Erbkranken aus bem Fortpflanzungsprozeh, werben wir nur bann er­füllen können, wenn es uns gelingt, bie Seele bes beutschen Menschen zu gewin­nen unb bie bisherigen Auffassungen von Wert unb Unwert ber Dinge grunblegenb zu anbern. Die innere U m ft e 11 u n g bes einzelnen Volksgenossen ift bie Voraussetzung für ben Erfolg. Wir müssen ben deutschen Menschen heraus- reißen aus seiner materialistischen unb auf bas Einzelinbivibuum gerichteten Lebensauffassung unb der Jugend ein nationales, heldisches unb norbisch bebingtes Schönheits- ib e al immer roieber vor Augen führen.

wir müssen alle Deutschen zu erbbiologischem, rassischem unb rassenhygienischem Denken unb Pflichtbewußtsein erziehen, immer wieder aus bie wurzeln deutschen Wesens zurückgreifen unb eine unauslöschliche, stolze unb opfer­bereite Liebe zu Volk unb Rasse erwecken.

In ben Schulen müssen wir Erkenntnisse einer rassischen Geschichtsbetrachtung lehren unb unserer Jugenb bie Ursachen des Unterganges der Völker in Der Geschichte lehren, ihr die biologischen Gründe zeigen, aus Denen einst große und mächtige Völker schwach und krank wurden, zerfielen unb schließlich sterben mußten. Weiterhin müssen wir bei unserer Jugenb bas Verständnis dafür wecken, daß im Leben ber Völker nicht bie Einflüsse ber Umwelt entscheibenb sinb ober zu sein brauchen, fonbern bie Reinheit unb Gesunbheit bes Blutes unb bie Stärke unb Vorherrschaft b es wertvoll st en Rassenbestanbteils. Wir müssen ihr zeigen, baß jeher Völkeruntergang be­ginnt mit bem Aufgeben ber Rassenreinheit unb baburch mit ber Abnahme bes Rassenwertes.

Im ganzen Volke müssen wir eine weitere Ver­tiefung unb Verinnerlichung bes nationalsozialisti­schen Denkens unb Fühlens herbeiführen unb die Erhaltung unb Förberung bes G e - fühls für bie Reinheit unb Rein­er h a 11 u n g von Blut unb Rasse auf bem einzig möglichen Wege, nämlich bem über bie Familie, ermöglichen.

Die Voraussetzung einer Gesundung bes Körpers ist unb wirb immer bleiben, die Gesundung der Seele und des Charakters. Gelingt uns dies, so wird bas Volk auch Verständnis für unsere gesetzgeberischen Maßnahmen, z. B. für die zur Ver­hütung erbkranken Nachwuchses, aufbringen und sie nicht im Stillen boykottieren und unwirksam machen.

Jeder deutsche Volksgenosse muß sobald als möglich von bet Uebetzeugung burdjbrungen sein, bah bet Staat bei ber heutigen Abwärtsentwicklung ein Rotwehrrecht unb eine notwendige völkische

ÄI * 3n Erinnerung on ten als Staatssette warme und^lch teilte er mit, baß 3 neuen ®roWU9e lode, was Winifter S wohl ®roWUfle pour-le-meri(e-5Wr tat Milch verfprach, sliegerei in Zukunft n liehen Wettkamp! mef zeugt, wir wurden °al Vit einem dreifachen Präsidenten, den Reichs und den deutschen Fu Milch seine Ansprache.

5m Anschluß daran Aeroclub-, Kehler, Präsident Lärzer Aero-Clubs für besond spart. Den Schluß bitt

Ehruns vom Serinai Bei der Einwechu vor 50 Jahren vera der DI. einen Wett! Germaniaturnen" h Sieger aus diesem Kc Ehrengäste zu den Nationaldenkmal gela am Denlmal fand für der Jlübesljeimer tut Führer ber Sl, Heifal r^r-vsten, beiwohn W« ta Baue; T Frankfurt a. D., M erschienenen lurnveie' erkennung und mch der Alten nachzustre Germaniasiegern bes Louis Uno erjag Sportverein Buhbac gast am Sonntag wähnt sei noch, da auch ein Gießener bi Mar ber ehemalig Gau -essen.

KwfdorfefTun 9n einer fübbeul hüben sich über zwei jorf folgende ehren! 1er.n der Deutschen W erneut unter 5 ..... Doppelt gefre Besuch von zwe »hre Heimreise auf V unsere Wo,dl ^anb ihre erste fe Saubere blonde Uenkreuzwimpel ar iÄriw LZZ V-M N beide h, Ä Wn ®a- Mer neuen ff Sto-Z emS^y anirhauf Den /'andig hN JJn1 jWn Mannest? von meiner S?5

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beide zurück.

Auf der Silberfuchsfarm werben auch Nerzct H - gezüchtet, kleine, flinke Tierchen, bie mit eichhörn« :- I chenhafter Behenbigkeit in ihrem Gitterverschlag I umhersausen, unb von benen Dutzenbe ihr Leben,