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Zum Berufs-Boxsport ist der Münchner Ausböck, einer der besten deutschen Amateurboxer, übergetreten. Der Münchner war viermal Träger des deutschen Meistertitels im Fliegengewicht.
4 50 Stundenkilometer im Flugzeug erzielte der bekannte amerikanische Rennflieger Turner bei einem Flug über den amerikanischen Kontinent von Kalifornien nach Neuyork. Er legte die 4550 Kilometer lange Strecke in 10:05 Stunden zurück.
Alchimist, der Derbysieger von 1933, der sich kürzlich eine Verletzung zuzog, ist aus dem Training genommen worden und wird im Hauptgestüt Graditz als Deckhengst aufgestellt.
formspritze zur Betäubung tn bk Nase, dann ein Schlad mit dem Gummiknüppel ... das ist alles. Da em Fuchs pro Tag ein Pfund Fleisch frißt, wäre eine längere Aufzucht nicht mehr rentabel.
Neben der eigenlichen Pelztierfarm steht, etwas weiter unten am Hang, das Bauernhaus, in dem der Züchter mit seiner Familie wohnt. Es wimmelt auch dort von Tieren. Seltene Hühnerarten, wunderbar langhaarige Kaninchen und ein paar Ziegen. Die Farmerin ist gerade dabei, eine Geiß mit schimmernd schwarzem Fell zu melken. Das muß doch etwas ganz besonderes sein, meinen wir.
„Was ist das für eine aparte Dame?" — fragen wir schüchtern.
„Unser Weihnachtsbraten", sagt die Farmerin lakonisch.
Der erfolgreich st e Autorennfahrer des Jahres 1933 ist der Italiener Nuvolari, der bei den größten europäischen Rennveranstaltungen zehn Siege errang, zwei zweite Plätze errang und einmal Dritter wurde.
Der Mord an dem SA-Mann Handwerk vor dem Schwnrgerichi.
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wird. In der Terminliste erscheint die Frankfurter Winterbahn überhaupt nicht.
Die großen Skirennen 1934.
Für den bevorstehenden Skiwinter sind für eine Reihe von großen Veranstaltungen bereits die Ter- mine festgelegt. Der internationale Terminkalender hat bisher folgendes Aussehen:
5. bis 8. Januar in Klosters (Schweiz): Britische Skimeisterschaft; 2. bis 4. Februar in Andermatt: Schweizerisches Skirennen; 2. bis 5. Februar in der Hohen Tatra: Tschechoslowakische Skimeisterschaft; 4. bis 10. Februar in St. Moritz: Akade- mische Welt-Winterspiele; 8. bis 13. Februar in Berchtesgaden: Deutsche Skimeisterschaft; 15. bis 17. Februar in St. Moritz: FIS.-Wettkämpfe im Abfahrt- und Slalomlauf; 20. bis 25. Februar in Luchon: Französische Skimeisterschaft; 21. bis 26. Februar in Solleftea (Schweden): FIS.-Wettkämpfe im Lang-, Sprung-, Dauerlauf und in der Kombination; 3. bis 5. März in Oslo: Holmenkollen- Skirennen.
Kurze Sportnotizen.
Ausgebrannt ist das bekannte englische Motor-Rennboot „Miß England II", mit dem Kaye Don zahlreiche Rekordfahrten ausführte. Das Boot, das jetzt Huoert Scott-Pyine gehört, ist im Hafen von Pools beim Rennen um die Harmsworth- Trophäe vor zahlreichen Zuschauern in Brand geraten. Die beiden Fahrer wurden durch herbei- eilende Boote gerettet.
Zwei weitere Siege holte sich Hilde Krahwinkel beim Tennisturnier in Montreux. Mit der Schweizerin Payot, die sie im Einzel bezwungen hatte, gewann sie das Damendoppel 6:2, 3:6, 6:2 gegen Die Engländerinnen Ingram-Dyson und im Gemischten Doppel siegte sie mit von Gramm über die Schweizer Payot-Fisher, die bei 6:3, 1:2 verzichteten.
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lIe.n- Manfyna! brauet es einer Gnade findet. Wenn K4M°!sen ist, bann W n?f £tete, H°WN mit HrJ t mono« it,rbt- W im bas anders lm Tove nach. $tm v,*, ' ganz empsiMchn &na
Uefe Feststellung nicht ohn< Er ist ein Tierfteund, und
jaratter seiner Pfleglinge ab verdirbt, so macht er darum keine Bonvürfe. Mit Begeü nn von den vorzüglichen A< r Tiere.
Jommt einmal im Jahr drei Die Mütter stillen ihre gierig!
5 zur völligen Erschöpfung, gen ziehen wir darum mit s gab Zeiten, wo meine ^rau t stündlich mit Mich zu ver- men sich denken, wieviel hin», s verlangt. Nach etwa vier liche Jungen von der Mulle« ch den Strapazen der Wochen« erholen kann. Das Ausziehen her Water, der seins rgüttig unb eifrig wie bie n ewig hungrigen kleinen e Men Mögt. MMeiz- ina van Ellern und Jungen >e Telle rrn wllder Schmerz, allen sie die Lust mit ihrem n die Zeit auch diesen fiuni- n Sie gerade unser treuestes jahrelang bei uns lebt, unser gute Anna ... Max, komm
h mal her, Max..." seine gelben Raubtieraugen zu macht Anstalten, dem Rus zu stemde sieht, stutzt er und wird ehe Anna" hat noch weniger lefinbel einen Gefallen zu tun. - ilar, unb darauf Mn M chssam werden auch Neu«
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lassen müssen, damit es für einen Pelzmantel reicht. Zu dem strahlenden Charakterbild der Silberfüchse bilden sie den dunklen Hintergrund. Sie haben dre Untreue schon fast zum Prinzip erhoben, vermischen sich wahllos und instinktlos bei der ersten besten Gelegenheit, machen sich mit ihren Jungen, die das offenbar in ihrer robusteren Art auch gar nicht nötig haben, nicht viel Sorgen und sind von wilder Blutgier besessen.
„Einmal", so erzählt der Farmer, „ist mir ein Nerz entwischt. Er hat in einer einzigen Nacht hier in der Gegend sechzehn Gänse umgebracht. Er biß ihnen einfach die Halsschlagader durch ..."
Silberfüchse und Nerze, soweit sie nicht der wei- teren Zucht dienen, werden noch im selben Jahr, in dem sie geboren sind, und zwar Ende Dezember, getötet. Es geschieht auf humane Art. Eine Chloro-
seinen eigenen Leuten erschossen worden. Als der Zeuge einwandte, es seien Kommun: st en oder Reichsbannerleute gewesen und man solle nach den Tätern suchen, da entgegnete der Wacht- m e i st e r, das habe doch keinen Zweck, man sinde ja doch keinen mehr. Auch der Abtransport des Hans Handwerk mit dem Sanitätswagen sei nicht rasch erfolgt und es sei gerufen worden: „Jetzt fahren Sie doch endlich ab, sonst verblutet sich der noch." Nacktem der Zeuge noch die Personen, die schossen, beschrieben und ihren StaiÄrort angegeben hatte, wird ein Pvlizeiwachttneister a. D. gehört. Er war an jenem Abend in Zivil und sah, wie
drei bis fünf Schüsse abgegeben wurden und der Schütze nach unten zu schoß.
Auch er lief dem Schützen, der strohblondes Haar hatte, nach. Der Täter war kleiner als Reitinger. Der Zeuge vermutet, daß ein gewisser Stefan Noll der Täter war. Noll ist nach oen Feststellungen des Gerichts mit unbekanntem Aufenthalt verzogen.
Es folgt nun die Vernehmung der Geschwister Handwerk und des SA -Manns Zorn, der sich in ihrer Begleitung fand, als sie von einem Propagandamarsch nachts heimkehrten. Zorn erzählt, daß alle in einer Reihe nebeneinander gingen, daß an der Ecke des Städelhofs ein Unbekannter stand und daß sich in der Straße am Städelhof noch ein weiterer Mann befand. Als man in den Städelhof einbog, versuchte ihm der an der Ecke stehende Mann — es war K n i e d e l — ein Bein zu stellen und ihn von hinten zu schlagen.
Der Zeuge Halle den Eindruck, als sei der Alaun von den Kommunisten dorthin beordert worden, nm einen Angriff zu machen, auf den die Aleule wartete.
Der Zeuge hat Kniedel an die Wand gedrückt. Auf einmal fielen Schüsse. Zuerst wurde von der rechten Ecke des Hofs geschossen. Kniedel sprang fort. Hans Handwerk sackte um. Mit Schulterriemen trieb man die Menge fort. Der Zeuge hat sich des Hans Handwerk angenommen und drückte ihm die Wunde am Kopf zu, um zu verhindern, daß sich der Verletzte verblute. Da kam das Ueberfallkommando und die Polizei habe von ihm in dieser Situation noch gefordert, daß er die Hände hochheben solle. Nahezu sei es noch zu einer Verhaftung des Hans Handwerk gekommen. Nach dem Eindruck des Zeugen handelt es sich um einen vorbereiteten Angriff. Als nochmals das Verhalten der Polizei berührt wird, wird gesagt, daß der Anführer jenes Polizeikommandos der noch im Dienst befindliche Polizeileutnant Almendinger gewesen sei.
vr. Mrlh äußert, daß es sich hier jedenfalls um das berüchtigte Steinberg-Sdjlägertom- menbo, das immer in der Altstadt herumgeschickt worden sei, handelte, und daß die Polizei bestrebt war, immer die Kommunisten und die Sozialdemokraten als Unschuldige hinzustellen.
Es sei zweckmäßig, daß die Oeffentlichkeit erfahre, wie die Polizei verfuhr. Der Oberstaatsanwalt gab die Erklärung ab, daß er das Ergebnis der Verhandlung noch heute dem Polizeiführer Heß mitteilen werde. Reitinger bleibt bei seiner Angabe, daß er, als ein Schuß siel, fortgelaufen sei. Am Pfeiler an der Ecke des Städelhofs habe Horn gestanden.
Der 21jährige Buchhändler Friedrich Handwerk, der nächste Zeuge, betont, daß im Sommer
Nie Zeugenvernehmung am zweiten Verhandlungstag.
Frankfurt a.M., 26. Sept. (WSN.) Am zweiten Verhandlungstag begann das Zeugen- verhör. Die ersten Zeugen haben sich über die Vorgänge Zeil-Breitegasse zu äußern. Es ergibt sich daraus, daß schon in der Versammlung in Gräfs Garten em Nationalsozialist angegriffen wurde, und daß eine Schutzstasfel in Stärke von etwa fünfzehn Mann den Versammlungsteilnehmern auf dem Heimweg nach der Versammlung Schutz gewährte. Die Schutzstasiel bewegte sich durch die Altstadt, und vom Domplatz folgte ihr in hundert Meter Abstand ein Trupp deute nach der Breitegasse. Dort verabschiedete man sich von einem Kameraden und ging nach der Zeil weiter. Man vernahm Gejohle und kehrte zurück, da man glaubte, der heimgebrachte Kamerad sei aus seinem Haus herausgeholt worden. Zeuge SS.-Mann W. sah, daß ein blonder Mann sechsmal schoß. Durch den letzten Schuß wurde der Zeuge in die rechte Hüfte getroffen. Der Schuß ging durch das Koppel, die Kugel, die beim Entkleiden herunterfiel, hatte ein Kaliber von 6,35. Der Zeuge hat nicht gesehen, daß noch eine andere Person verletzt wurde. Der früher dem kommunistischen Jugendbund angehörige Zeuge Kulschka stand, als geschossen wurde, in der Breitegasse und wurde in den Arm und in die Brust getroffen. Zeuge Dachdecker L. erinnert sich, daß der «chütze vor dem Haus Breitegasse 32 stand. Eine halbe Stunde nach der Tat suchte man die Gegend ab und fand dort, wo der Schütze gestanden hatte, zwei Hülsen des Kalibers 7,65.
Die Tatsache, daß zweierlei Zfiunition verwandt worden sein kann, läßt den Schluß zu, daß auch von zwei Personen geschossen worden ist, aber die meisten Zeugen haben nur einen Alarm schießen sehen, ein Zeuge freilich hat den Eindruck, daß von zwei Leuten der kommunistischen Truppe gefeuert worden sei.
Ein Zeuge, der früher der KPD. angehörte und im Rotfrontkämpferbund war, bezeichnet Götte als einen gerissenen Kommunisten, der sogar mit einem Kurier Simon in Verbindung gestanden habe, von dem bekannt wurde, daß er aus dem Saargebiet Waffen für die Kam» munisten einschmuggelte.
Das Zeugenverhör wendet sich nun dem Fall Handwerk zu. Ein 62jähriger Weißbinder- meister, der heute der NSDAP, angehört, damals aber immer parteilos war, schildert die Situation an jenem verhängnisvollen Abend. Der Zeuge wohnte der Schießerei am Städelhof bei. Es wurde plötzlich: „Achtung! Platz!" gerufen und schon wurde aus zwei, drei Pistolen gefeuert. Der Zeuge hat bestimmt zwei Feuerstrahlen gesehen. Ein SA.-Mann fiel um, der Zeuge ist dem fliehenden Schützen nachgeeilt, der nach der anderen Trottoirseite sprang und nach dem Main zu enttarn. Der Zeuge verfolgte Burschen bis über Gräfs Garten hinaus. Der Vorsitzende verweist darauf, daß die Aussage dieses Zeugen sich mit dem von Reitinger gemachten Geständnis decke. Der Zeuge bekundet ferner, daß er von der Verfolgung abließ, weil sich am Allerheiligentor die Menge aufs neue sammelte. Er ist dann zum Städelhof zurückgeeilt und rief nach dem Ueberfallkommando. Als die Polizei kam, hieß es, der Nationalsozialist sei von
Handball im Gau XII der OT.
Lollar I — Turn- und Sportverein Marburg I 3:1.
Am Sonntag hatte Lollars I. Handballmannschaft die I. Mannschaft des Turn- und Sportvereins Marburg zum ersten Verbandsspiel zu Gast. Es entwickelte sich sofort ein spannender und flotter Kampf. Zunächst konnte jedoch keine Mannschaft zu einem Erfolg kommen, obwohl beide zahlreiche Torgelegenheiten herausgearbeitet hatten. Erst kurz vor Seitenwechsel gelang es Marburg den Führungstreffer anzubringen. Nach der Pause zog Lollar mächtig los und konnte bald den Ausgleich erzielen. Im weiteren Verlauf des Kampfes zeigten sich die Lollarer leicht überlegen und konnten nach einigen schönen Durchbrüchen mit zwei weiteren Treffern das Spiel sicher gewinnen und somit zwei wertvolle Punkte für sich buchen.
Garbenteich I — Albach 5:6 (3:2).
Das Treffen endete mit einer großen lieber- raschung. Diese Ueberraschung i t umso größer, als die Niederlage Garbenteichs au eigenem Platz zustande kam. Unter Leitung des Schiedsrichters Z ö r g, Großen-Linden, entwickelt sich bald ein flottes Spiel, das im Verlauf an Härte zunahm, aber niemals die Grenzen des Erlaubten überschritt. Bis zur Pause hatte die Platzmannschaft noch eine 3:2-Führung inne. Das Bild änderte sich nach der Pause. Die Gäste kamen stark auf und holten bis zum Schluß noch den unerwarteten Sieg heraus.
Vier Sechstagerennen genehmigt.
Der deutsche Radsportführer F. O h r t m a n n, Dortmund, hat die von den einzelnen Bahnen eingereichten Termine für die Winterradrennen geprüft und genehmigt. Danach werden in der kommenden Saison nur vier Sechstagerennen durchgeführt, je eins in Köln und Dortmund, während Berlin wieder zwei derartige Konkurrenzen haben
Preisverteilung zum Oeutschlandflug im Aero-Club.
In den Festräumen des Aeroclubs in Berlin hatte sich die Elite der deutschen Sportfliegerei ver- fammelt, um die Ehrenpreise entgegenzunehmen, die ür die besten Einzelleistungen im Deutschland-Flug von allen Seiten gestiftet worden waren. Präsident Lärzer begrüßte die Fliegerkameraden in einer Ansprache.
Dann ergriff Staatssekretär Milch das Wort. In Erinnerung an den dem Kameradenkreis entrissenen Flieger P o ß erhoben sich die Versammelten, als Staatssekretär Milch seinem Andenken warme und herzliche Worte widmete. Gleichzeitig teilte er mit, daß zu Ehren von Poß eines der neuen Großflugzeuge nach ihm benannt werden solle, was Minister Göring veranlaßt habe, ob- wohl Großflugzeuge sonst nur auf die Namen der Pour-le-mtirite-fttieger getauft werden. Staatsfefre- tär Milch versprach, daß sich die deutsche Sport» fliegerei in Zukunft mit allen Nationen im friedlichen Wettkampf messen werde, und er sei überzeugt, wir würden dabei nicht schlecht abschneiden. Mit einem dreifachen Sieg Heil auf den Reichspräsidenten, den Reichskanzler, den Luftfahrtminister und den deutschen Flugsport schloß Staatssekretär Milch feine Ansprache.
Im Anschluß daran Überreichte der Präsident des Aeroclubs, Kehler, Staatssekretär Milch und Präsident L ö r z e r die Goldene Medaille des Aero-Clubs für besondere Verdienste um den Flugsport. Den Schluß bildete die Preisverteilung.
Ehrung der Sieger vom Germania-Turncn 1883.
Bei der Einweihung des Niederwalddenkmals vor 50 Jahren veranstaltete der Mittelrheinkreis der DT. einen Wettkampf, der unter dem Namen „Germaniaturnen" bekannt ist. Die überlebenden Sieger aus diesem Kampfe waren am Sonntag als Ehrengäste zu den Jubiläumsfeierlichkeiten am Nationaldenkmal geladen. Nach der Kundgebung am Denkmal fand für sie noch eine Ehrenfeier in der Rüdesheimer Turnhalle statt, der auch der Führer der DT., Reichssportkommissar o. Tscham- m c r • D ft e n , beiwohnte. Der stellvertretende Gauführer des Gaues Mittelrhein, Kurt Münch- Frankfurt a. M., widmete den in größerer Zahl erschienenen Turnveteranen herzliche Worte der An- erkcnnung und mahnte die Jugend, dem Vorbild der Alten nachzustreben. Unter den noch lebenden Germaniasiegern befindet sich der Gießener Turner Louis Unverzagt, der jetzt dem Turn- und Sportverein Butzbach angehört. Er war als Ehrengast am Sonntag in Rlldesheim anwesend. Erwähnt sei noch, oaß beim Germaniaturnen 1883 auch ein Gießener dem Kampfgericht angehörte und zwar der ehemalige Gauvertreter Demuth vom Gau Hessen.
KrofdorferTurneraufderWanderfahri.
In einer süddeutschen Zeitung vom 3. August- finden sich über zwei Turner des Turnvereins Krofdorf folgende ehrende Zeilen, durch die gleichzeitig der in der Deutschen Turnerschaft waltende gesunde Geist erneut unter Beweis gestellt wird:
„... Doppelt gefreut hab' ich mich, als ich gestern den Besuch von zwei deutschen Turnern erhielt, die ihre Heimreise auf dem Fahrrad ins Oberhessifche durch unsere Wälder nach Heilbronn angetreten hatten und ihre erste Rast auf dem Murrhof machten. Saubere blonöe Burschen waren es mit dem Hakenkreuzwimpel an der Lenkstange, die mir das Regenwetter zugetrieben hatte, die ich mit schwäbischer Gastfreundschaft hereinnahm in mein Stübchen, daß ie sich trocknen konnten und die ich an meinen Ti ch sitzen hieß, wo sie mir dann vieles vorn Turn est erzählen konnten, was ich in dem Gedränge auf der Festwiese nicht miterleben durfte.
Sie waren beide begeistert von Sttittgart und dem ganzen großen Geschehen, dessen Zeuge mir alle gewesen sind. Hier ist das Wunder so recht offenbar geworden, was sich mit unserem Volke vollzogen hatte, hier war sie aufgeblüht, die Blume einer neuen Lebensfreude, einer siegreich durch die Not hindurchgedrungenen Jugend. Man muß einen Stol,3 empfinden, Deutscher zu sein, wenn man sie anschaut, wenn man sie sprechen hört. Und wie anständig haben sich diese beiden Vertreter unseres jungen Mannestums bei mir betragen! Die ihnen von meiner Bärbel bereitgestellten Betten haben sie nicht benützt, die Handtücher nicht, indem sie sich mit den mitgenommenen eigenen begnügten. Auf der schwelle wechselten sie ihre Wanderstiefel mit ihren Turnschuhen und trugen mir den Geist der Deutschen Turnerschaft blank und strahlend ins Haus.
Braucht es da für den Volksgenossen noch der Frage „Wo geht die Reise hin?", wenn wir solchen Gesellen ins Auge schauen? Geht es nicht in eine neue, schönere Zukunft auf gesäuberten Wegen, in einem verjüngten Vaterland? ..."
Sport der 1. Kompanie 15.3 K
Am Sonntag trug die Kompanie-Handballmann- schaft auf Einladung des Turnvereins Hachenburg (Westerwald) ein Werbespiel in Hachenburg aus. Unsere Mannschaft konnte das Spiel mit dem Torverhältnis von 10:7 gewinnen. Das Werbespiel hatte seinen Zweck nicht verfehlt. Kamen doch etwa 1200 Zuschauer auf den Platz, um die Soldatenmannschaft spielen zu sehen. Daß die Kompaniemannschaft auf jedem Gebiet gefallen haben muß, beweist eine Ein- ladung zu einem Werbespiel für den übernächsten Sonntag nach Zell an der Mosel.
Weiter beteiligte sich am Sonntag der Unterfeldwebel Gugel an dem Sportfest von Shirfjeffen Kassel. Er belegte im Kugelstoßen mit 14,10 Meter und im Steinstoßen mit 8,96 Meter die ersten Plätze.
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1930 fein Bruder Hans von drei älteren Kommunisten Überfällen worden sei und darauf habe man Hans geraten, in die SA. einzutreten, um stets zu« sammen zu sein und zusammen heimgehen zu kön« nen. Hans bekam öfters Drohbriefe. Am Tatort ist der Zeuge von dem ersten Schuß getroffen und über der Kniescheibe verletzt worden. Er mußt« drei Wochen im Spital liegen. Die Kugel steckt noch, wie eine Röntgenaufnahme beweist, im Fleisch, aber der Zeuge hat keine Beschwerden mehr. Er hat das Mündungsfeuer aus zwei Pi st ölen wahrgenommen. Es knallte andauernd. Später sind noch am Allerheiligentor vier oder fünf Schüss« gefallen, die aber nicht trafen.
Die 16jähriae Schwester des Zeugen Handwerß hat gehört, daß in der Menge gesagt wurde:
„So, jetzt ist der UeberfaUroagen fort, jetzt können wir auf die drei da vorne losgehen."
Die Meute sei bann drei Nationalsozial 1 i st en nach, bie nach der Zeil gingen. Von dort tarnen Z o r n unb ihre drei Brüder. Als diese am Städelhof einbogen, wurden sie von hinten an« gegriffen, und es begann die Schießerei. Der Schütze, der auf Hans schoß, stand vor dem Gitte» am Steinpfeiler vor dein Städelhof in gebückte» Haltung. Der Zeugin wird Reitinger gegen« übergestellt, sie kann nicht sagen, ob er der Schütze war.
Auch der lelegraphenbauhanbroerter Willi Handwerk bestätigt, daß Zorn angegriffen wurde.
Das Gericht wird zu einem noch zu bestimmenden Termin Tatortbesichtigungen zur Nachtzeit vornehmen, wobei bas Gebiet von der Polizei abgefperrt wird.
OberbeffeiL
Landkreis Gießen.
5 Steinbach, 27. Sept. Am vergangenen Sonntag besuchten die Evangelischen kirch« lichen Frauenoereine von Göbelnrod und Reinhardshain den hiesigen Verein. Unser Gottesdienst war deshalb auf den Nachmittag verlegt, um den gemeinsamen Besuch zu ermöglichen. Von Göbelnrod waren mit drei Autos mehr als 50 Frauen und Mädchen erschienen, von Reinhardshain zirka 30. Der Gottesdienst war auch von der Gemeinde Steinbach gut besucht. Nach dem Gottesdienst wurden die Gäste in den Häusern der hiesigen Vereinsmitglieder in gastfreier Weise bewirtet. Im Saale des „Einhorn" versammelten sich nachher Gastgeber und Gäste. Der Vorsitzende des Steinbacher Vereins, Pfarrer D ö l l, begrüßte in feiner Ansprache die Gastvereine, deren Gründer und Leiter er in seiner früheren Wirksamkeit war, und dankte besonders den Gastgebern aus Stein- | bach. Bei gemeinsamen Liedern und fröhlicher Unterhaltung verging die Zeit rasch. Frau Lehrer ■ Allendörfer (Göbelnrod), die jetzige Leiterin des dortigen Vereins, dankte auch im Namen der Leiterin Frau Lehrer Müller (Reinhardshainl für beide Vereine den gastlichen Steinbachern. Nach einem Spaziergang durch das Dorf und nächste Umgebung, wobei auch ein Blick auf den Wirberg geworfen wurde, versammelte man sich noch zu einem kurzen Imbiß im Saale, und bann schlug die Abschiedsstunde viel zu früh.
Kreis Büdingen.
WNidda,27. Sept. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Erhöhung der F i 1 i a I ft e u e r für bas Rechnungsjahr 1933 auf 200 v. H. zur Gewerbesteuer beschlossen. Außerbem will man in Anbetracht ber vielen Außen» ft ä n b e ber ©emeinbe einen Erheber einstellen, ber eventuell mit ben Rechten eines Voll- ziehungsbeamten ausgestattet werben soll. Man verspricht sich hiervon einen besseren Eingang ber (Bemeinbeabgaben. — Das Schwimmbab wird ab 1. Oktober geschlossen. — Das 21 r b e i t s • bien ft lager ist fertiggestellt unb wirb im Laufs ber Woche noch bezogen. — Die Ob ft oer (teige« runn brachte einen Erlös von 616 Mark. Das Obst (Aepfel) war roiber Erwarten gegenüber bem Steinobst nicht sehr teuer, im Gegenteil würbe mitunter recht wenig geboten.
Kreis Schotten.
s. Schotten, 27. Sept. Die hiesige S) a n b e l s • unb Gewerbeorganisation (Hago) der NSDAP, hielt unter Leitung ihres Führers Neumann gestern eine Versammlung ab, um über bie Ausgestaltung ber Hanbwerkerwoche vom 15. bis 22. Oktober zu beraten. Mehrere Werbeoeranstaltungen, Vortragsabenbe, werben ftattfinben. Eine Ausstellung Vogelsberger gewerblicher Erzeugnisse soll ebenfalls veranstaltet werben. Ferner ist ein Festzug mit Festwagen, die die einzelnen Innungen Herrichten sollen, geplant. Am Schlußtag, Sonntag, 22. Oktober, wird der Schluß- Schulungskursus ber gewerblichen Organisation von Oberhessen, bie während bes Sommers in ben ver- schiebenen oberhessischen Stäbten ihre Schulungskurse abgehalten hat, hier in Schotten ftattfinben. Eine sehr große Zahl oberhessischer Meister und Gesellen bes Hanbwerks werben zu biefer Schlußtagung erwartet. Auch ein deutscher Handwerker- ab ent) mit feierlicher Überreichung ber Gesellenbriefe wirb ftattfinben. Das für nächsten Sonntag vorgesehene Erntebankfest wirb im großen Ausmaß gefeiert werden. Nach dem Festgottes- dienst findet Platzkonzert, mittags großer Festzua mit Erntewagen, Ansprachen, Volksfest und bergt mehr statt.
Kreis Sttsseld.
ll. M e r I a u, 26. Sept. Die Kartoffelernte in unserer Gegenb kann man als eine mittlere Ernte bezeichnen. — Dieser Tage würben ben Land- roirten von ber Felbbereinigungsgesellschaft bie neuen Grundstücke zugeteilt. Man ist nun eifrig damit beschäftigt, die Grundstücke, die größtentells in einer anderen Richtung verlaufen, zu bearbeiten.
:/: Ruppertenrod, 27. Sept. Die Prvvin- zialstraßenbauverwaltung versteigerte gestern das Obst um unseren Ort. Qualität und besonders Quantität des Obstes ließen zu wünschen übrig. Der Zustrom der Steigerer war groß. Die Preise lagen dementsprechend hoch. Birnen waren sehr begehrt. Der nahezu vollständige Ausfall der Obsternte in unserer Gegend liegt in den Frösten des April und im Hagelschlag des August begründet. Unsere Gemeinde versteigerte ihr Obst einige Tage früher. Es lagen die Verhältnisse ähnlich wie an der Provinzialstraße. Die vorhandenen Zwetschen wurden gut bezahlt.
* Schadenbach, 27. Sept. Dieser Tage hat Lehrer Meyenschein unser Dorf verlassen und ist nach seinem neuen Wirkungsort Worms übergesiedelt. Ungern sah man den pflichttreuen Erzieher von hier scheiden, der es in ber Zeit seiner kaum zweimonatigen Tätigkeit an ber hiesigen Schule verstanden hatte, sich alle Sympathien zu gewinnen«


