Ausgabe 
28.9.1933 Erstes Blatt
 
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stellt, beschlagnahmt, rohres wurde wei Schlüssel zu Lorhan schlagnahmt, Mi d Betresjenden bestanl brüche ourzujühren. der Berdächtige we; Pranger.

M »es MH Der Führer des bundes gibt, wie die reaelung der Beitrag Jedes Mitolied im tet, an den Lehrerin über die höhe dieser Die seinerzeit von erlassene Mitteilung organisatorischen Gr verbleiben sollten, NELL, eingerichtet faltig. Diese Regel, in Kraft.

W4/ :1rei 3n der jüngsten Mr \vk 1 M man uns dm unter dem DM d lege Mangelsdv Vegrüßungswonen Gießen einen Aorttl Redner beleuchtete tums und den Kl. schäft der früheren vtresenianns, sodan, /'/, Kino und Plastj ausgehende Hetze oe Er beschloß seine 2 darauf, daß jeder D TÄkraft mitzuhelfe. deutschen Vaterland. Als zweiter Mn< ^suhrer Pg. Kc nungen der NSDV N°nd Deutscher T Dentisten zur NS.,! Mitglieder, über die Kita m»®* ntf! x $01fe5- Üb Kst°"de in Gegen, ^°"desgeschjchte,^ °Ausstiegzn,ög?ch^

HNWung fS9" ": SSjÄJ besonders- n?M w-r selbst k°-nen Sinn -f M' ^g S^en au- leiter P» lnJcn und i

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Heist -em Winiechilsstverk!

Presse Wiens und MraqS zu so herrlichen Erftndun

l ö s en vermögen, gen Anlaß geben, keine Nolle mehr. Und mit der sollte nicht daran zwei- Stabilität im Donauraum, an der auch Italien das 1 v... w>nro hn« piirnDaifcne Sana-

größte Interesse hat, wäre das europäische Schick-

Aus -er Provinzialhauptstadt

Werbt für das Stadttheater Gießen, für Euere heimische Kulturstätte.

ewige Seligkeit in der Gemeinschaft mit dir. Amen.

Bei allem, was heute wir vollbracht, haben wir, Herr, an Deutschland gedacht. Was wir geschafft mit Arbeit und Müh, ist nur geschehen, daß Deutschland erblüh'! Daß unsre Arbeit vergeblich nicht sei, Dazu gib Kraft uns: O Herr, mach uns frei!

Amen.

Lieber Gott, ich bitte dich für Volk und Führer und für mich. Arbeit gib uns, gib uns Brot! Hilf uns aus der Knechtschaft Not! Hindenburg und Hitler schütze, unsres Volkes starke Stütze! Will ein rechter Deutscher sein: Mach mich fromm und stark und rein! Nach der Erde Freud und Leid schenk mir deine Seligkeit!

Amen.

Wie ftöhlich bin ich aufgewacht, Ich habe geschlafen sanft die Nacht. Gott, ich danke dir dafür, Sei auch heute du bei mir.

Halte deine starke Hand lieber unserem Vaterland. Unser Volk aus tiefster Not Retten, kannst nur du, o Gott!

Die vor uns als Führer stehn, Herr, laß deine Gnade sehn. Die du riefst ins Amt hinein, Herr, laß rechte Diener sein.

Der Du uns, die fast verloren, Stehen läßt wie neugeboren, Dank sei dir zu jeder Stund Aus deiner Kinder Herz und Mund.

Amen.

Herr, erhöre unser Flehen: Mach uns fleißig, wahr und treu! Unser Heim laß wohl bestehen! Unser Deutschland mache neu!

Amen.

Aufruf des Neichsstatthalters und Gauleiters Sprenger.

Frankfurt a.2TL, 27. Sept. (MSN.) Die ge famte Organisation der NSDAP, mit allen Neben- und Untergliederungen hat sich unter Einsatz aller Kräfte in den Dienst des Din- terhilfswerks zu stellen. Dasselbe erwarte ich von allen wirtschaftlichen, kulturellen, sportlichen, religiösen und caritatioen verbänden und Bereini­gungen. Das Winterhilfswerk ist von unserem Füh­rer Adolf Hitler angeorbnet worden, um die ohne ihre Schuld arbeitslosen Volksgenossen vor hunger und Kälte und der damit ver­bundenen körperlichen und seelischen Iermürbungzubewahren. Wer sich in den Dienst des Winterhilfswerks stellt, bekennt sich zu Adolf Hitler und zu seinem Ausbaupro­gramm. Wer abseits steht, richtet sich selb st und wird dem Volke bekanntgegeben. Gez.: Sprenger.

Auf, ans Werk!

Wir flehen dich an, allmächtiger Gott, Du wollest wenden des Vaterlands Not! Gib heut' unsrer Arbeit gutes Gelingen, daß wir sie zu des Vaterlands Ehre vollbringen. Segne die Führer, daß Deutschland gedeih! Segne uns alle: O Herr, mach uns frei!

Amen.

Herr aller Welten! Vater aller Menschen!

Wir danken dir, daß die Führer unseres Volkes sich zu dir bekennen.

Gib uns allen den Glauben an dich und das Vertrauen zu deiner göttlichen Allmacht und Güte!

Schütze und segne du unser Volk und seine Führer! Rüste du unsere Führer aus mit Weisheit und Kraft, daß sie mit deiner göttlichen Hilfe unser Volk wieder zu Ehre und Freiheit bringen!

Gib allen Menschen ehrliche Arbeit und das tägliche Brot.

Bereite uns nach einem wohloollbrachten Lebenslauf die

Die Nolle -er Oonau-eutschen.

Don llmversitätspwfeffor Jakob 3lei?er, Führer des ungarländisch-deutschen Dolksbundes.

Spenden erbeten an: Winterhilfswerk des Deutschen Volkes 1933/34, Gausührung Hessen-Nas- 3n diesem Winter soll keiner hungern und frieren! sau, Bankkonto 6200 Nassauische Landesbank, Frank- Das ist der Wunsch unserer Führers. Er hat den I furt a. M., Postscheckkonto Frankfurt a. M. 28100.

Staaten klar und ehrlich ein gemein« fernes Problem zu »»»« r Geschieht das und man s

fein so spielen kleine Schwankungen in der Italic- - .

Nischen Oesterreich-Pol'tik, die in der oolksfremden sal im günstigsten Sinne beeinflußt.

in dankbarer Anerkennung Adolf Hitler seinem Frontkameraden Franz Seldte. Der bisherige Bun« desführer des Stahlhelms erhielt damit die Bestäti­gung, daß er wirkliche menschliche Größe in entschei­dender Stunde zu beweisen vermochte, die Größe, die über den Menschen selbst hinauswächst und die darin liegt, zu gegebener Stunde die Führerschaft eines anderen größeren Menschen über sich anzuer­kennen. Franz Seldte quittierte unter jubelndem Beifall den Appell des Kanzlers an den inneren Sinn des Soldaten im Stahlhelm mit dem Gelöbnis Treue um Treue:Auf unsere Herzen dürfen Sie sich verlassen in guten und in schweren Tagen! Sieg Heil!"

Der Sund von Hannover.

Ein Nachwort zum Stahlhelm-Führertag.

Äon Herbert Caspers.

Die Festtage von Hannover sind vorüber. Wie sich von der fränkischen Metropole zu der schönen Haupt­stadt des hannoverschen Landes starke unsichtbare Fäden gezogen haben, so werden auch in die Zu­kunft Deutschlands die Banner des Stahlhelms, die zu Taufenden am Sonntag in strahlendem Sonnen­schein durch die Straßen Hannovers zogen, fymbol- haft flattern, ebenso zukunftsträchtig wie die Haken­kreuz-Banner der siegreichen Revolution, die über dem Nürnberger Parteitag standen. Es find nur schmale Bänder, die der Führer des deutschen Volkes

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Budapest, im September 1933.

Dieser Tage jährte es sich zum 250. Male, daß Kaiser Leopold mit Hilfe aller seiner Reichs­völker Wien«von der türkischen Be­lagerung befreite. In den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten setzte er die Befreiungs­kämpfe fort und vertrieb den damaligen Feind aus Ungarn. Er war ja nicht nur Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, sondern zu­gleich auch E r b e b e r heiligenStephans- frone, d. h. ungarischer König.

Durch die 150jährige Besetzung des größten Teiles Ungarns waren weite Gebiete verwüstet und fast vollständig entvölkert worden. So war denn der zweite Schritt, den Leopold als deutscher Kaiser und König von Ungarn zum Wohle und Schutze der Christenheit in erster Linie jener.deutschen und ungarischen Lande tat, daß er und seine Nachfolger die in ihrer einstigen ungarischen Kultur vernich­teten Landesteile Ungarns, deren magyarische Be- völkerung im Kampfe mit dem Erbfeinde des Abendlandes von damals verblutet war, neu zu besiedeln bestrebt waren. So kamen zu dem alten deutschen Bestände des Donauraumes, der Sachsen in Siebenbürgen, durch die Kolonisa-

tion der Habsburger, die von dem ungarischen Hoch- adel eifrig unterstützt wurde, dieS ch w ab en . Man nennt sie heuteDonau-Schwaben , und ihre Zahl beläuft sich gegenwärtig auf fast eineinhalb Millionen.

Dieses Donauschwabentum ist und bleibt ein lebendiges Zeichen der alten deutschen kaiserlichen Macht und des fortdauernden deutschen Kultur- bereites, wie er in Verteidigung des Abendlandes erworben war und sich Jahrhunderte hindurch aus­wirkte. Unter Mithilfe der deutschen Macht und durch Mitarbeit des Deutschtums im alten Ungarn wurde damals der südöstliche Raum Europas geordnet und neu gestaltet. Diese Ordnung und Neugestaltung bestand zwei Jahrhunderte hin­durch und ist nach dem Weltkriege zusarnmenge* brachen. Es kann aber keinem Verständigen zweifel­haft sein, daß auch hier ein Gedeihen und eine Weiterentwicklung nur nach d e m Gesetz erfolgen kann, nach dem dieser südöstliche Raum als europäisches Problem angetreten ist. Die deutsche Macht ist in Mitteleuropa auf neuer Grundlage unverändert da, und das Deutschtum im Donauraum stellt einen bedeutsamen wirtschaftlichen und, wenn auch keinen politischen, so doch ethischen Wert dar.

boten sei es, solange zu warten, bis der Ersatz­pflichtige den notwendigen wirtschaftlichen Rückhalt gefunden habe. »

Das Eintopfgericht.

Am nächsten Sonntag, dem Deutschen Erntedank- taa, wird in Stadt und Land zum ersten Male das Eintopfgericht auf den Tisch kommen. Was bezweckt das? *

In erster Linie natürlich soll durch diese Maß­nahme eine starke finanzielle Förderung des Kamp­fes gegen Hunger und Kälte erzielt werden, weil der durch das Eintopfgericht gegenüber anderen Sonntagsgerichten ersparte Betrag zusätzlich und restlos an das Winterhilfswerk abgeführt werden soll.

Zweitens ist es ein vom rein nationalsozialisti­schen Geist diktiertes Bekenntnis zur Volks­gemeinschaft, zur Schicksalsverbun­denheit mit unseren notleidenden Volksgenossen. Der bereits genannte Preis von 50 Pfennig ist als Höchstpreis anzusehen, der vor allen Dingen für die Gastwirtschaften Bedeu- tung besitzt. Es gibt zweifellos in der heutigen, durch vierzehnjährige Mißwirtschaft verursachten Notzeit vielköpfige Familien, die mit einem weit geringeren Durchschnittsbetrag für jede Person ihren Mittagstisch bestreiten müssen. Einzelpersonen aber,- die vorzugsweise in den Gasthäusern essen, werden für ihr Mittagessen im Durchschnitt weit mehr als 50 Pfennig ausgeben.

Es wird mit dem Eintopfgericht bezweckt, daß jeder Volksgenosse noch sparsamer lebt als an anberen Sonntagen, um den ersparten Betrag seinen hungern­den Brüdern und Schwestern zur Ver­fügung zu stellen. Das ist Sozialismus i) er Tat im Kampf gegen Hunger und Kälte!

Bericht derKrimmalpolizeistelleGießen

Erfolg im Kampf gegen das Bettelunwesen.

Die Bettelei, die in den letzten Jahren gerade in den Außenbezirken der Stadt zu einer Plage geworden war, hat seit der allgemein angeordneten Bekämpfung des Bettelunwesens merklich nachge­lassen. In Häusern, wo seither bis zu zehn und mehr Bettler vorgesprochen hatten, sieht man heute selten noch einen. In sechs Tagen des verstärkten Streifendienstes wurden 15 Bettler festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Außerdem wurden gegen fünf, die hier wohnhaft sind, Anzeigen er­hoben. Unter den 15 Festgenommenen befinden sich zwei, die Unterstützungen bekommen. Auch wurden noch einige Hausierer betroffen, die die Landes­steuer nicht entrichtet hatten. Diese wurden dem Landesfinanzamt zugesührt und in Strafe ge­nommen.

Täter ermittelt.

Der im Dolizeibericht vom 16. September er­wähnte Handtaschenräuber ist ermittelt. Es handelt sich um den 25jährigsn Buchdrucker Heinrich Schmitt aus Heiligenwald. Schmitt stellt in Ab­rede, die Absicht gehabt zu haben, dem Mädchen die Tasche zu entreißen.

Verkehrsunfall.

Am 27. September gegen 11.30 Uhr ereignete sich an der Straßenkreuzung Werner-, Horst-Wessel- Wall, Neustadt und Rodheimer Straße ein Ver­kehrsunfall. Ein Motorradfahrer, der in Richtung Werner-Horst-Wessel-Wall fuhr, stieß mit einem Passanten, der beim Erscheinen des Motorrad­fahrers unsicher geworden war, leicht zusammen. Der Passant wurde leicht verletzt, während die Bei­fahrerin durch den Sturz eine klaffende Kopfwunde davontrug. Die polizeilichen (Ermittlungen über die Schuldfrage wurden eingeleitet.

polizeibenchi

der Staatspolrzeistelle Gießen.

Ein Schuhmacher aus Heuchelheim wurde wegen Beleidigung der Reichsregierung und wegen Ver­ächtlichmachung der Reichsflagge festgenommen und nach Aufklärung der Staatsanwaltschaft Gießen zu- geführt, die Haftbefehl beantragte, den der Richter auch erlassen hat.

Ein ehemaliger Pfleger der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen hat schriftlich und mündlich ein Gerücht gegen SA.-Leute in Gießen verbreitet, das jeder Grundlage entbehrte. Er wurde festgenommen, an Hand von Schriftproben und vorgefundenem Schreibpapier als der anonyme Briefschreider fest- gestellt. In die Sache sind auch ein Kriegsblinder und seine Ehefrau aus Gießen verwickelt. Gegen die Betreffenden wurde ein Strafverfahren wegen Ver­gehens gegen die Verordnung vom 21. März 1933 eingeleitet. Der Pfleger kam in Untersuchungshaft.

Am 26. September gerieten zwei Viehhändler aus Hungen in Laubach mit einem dortigen SA.-Mann in Streit, in dessen Verlauf der SA.-Mann verletzt wurde. Die beiden Viehhändler wurden sofort durch Beamte der Staatspolizeistelle und des Sonderkom­mandos in Schutzhaft genommen. Strafverfahren wegen Körperverletzung ist eingeleitet.

In der Nacht zum 27. September wurde ein Stu­dent wegen Beleidigung der SA. feftgenommen. Er

Adolf Hitler in Hannover den alten Kriegsftaggen des Stahlhelms angeheftet hat. Aber diese Bänder sollen eine Bindung Herstellen, die stärker ist, als der Stoff, eine Bindung, die stark sein wird als Blut und Leben, lieber allen großen, äußeren Eindrücken der festlichen Stahlhelm-Tage steht dieser absolute Wille des Führers der Wille, daß von Hannover aus die Einheit des politischen Soldaten im Braunhemd mit dem Traditions-Soldaten im feld­grauen Rock nunmehr und für ewig vollendet fein soll.

Hitlers Rede im Kuppelsaal der Stadthalle vor fünftausend Stahlhelmführern und einer Elite der NSDAP., SA. und SS., der Politik und des Heeres und der Marine, war unzweifelhaft der Höhepunkt dieser Stahlhelmtagung, aber auch ein Höhepunkt des rednerischen Wirkens des Führers überhaupt. Der Kanzler geriet von Satz zu Satz mehr in eine innere Bewegung hinein, die sich auch dem Letzten seiner Zuhörer mitteilte und die bewies, wie stark diesem alten Frontsoldaten das Thema Soldat und Volk ans Herz gewachsen ist. Erschüttert hörten die Frontsoldaten das Bekenntnis des Führers zu der großen Gemeinschaft der braunen und feldgrauen Front:Mit innerer Freude und Bewegung bin ich zu diesem Tage hergekommen, der genau wie Nürn­berg für mich nichts anderes ist als das feierliche Be­kenntniszu diesem Gelöbnis und zu dieser Gesin­nung." War schon fortlaufend die Kanzlerrede von brausenden Heilrufen begrüßt worden, so wurde die Ovation am Schluß seiner Ausführungen einzig- artia, um so einzigartiger, als sie ausging von einer Versammlung wohldisziplinierter und abwägender Soloaten.

Nicht nur der Führer fand dieses herzliche Be­kenntnis zum Bund von Hannover, auch fein Stabs­chef Röhm, dem Wehrstahlhelm und Kernstahl­helm in Zukunft direkt unterstellt sind, wiederholte am nächsten Morgen beim Führerappell das Be­kenntnis zur Einheit zwischen Stahlhelm, SA. und SS. Röhm scheute nicht vor der Feststellung zurück, daß in der Vergangenheit bei aller sonstigen Gemein­samkeit der braunen und grauen Front politische Gegensätze bestanden hätten. Jetzt aber bat der Stabschef die alten Frontsoldaten, die im Kernstahl­helm als geschlossene Einheiten zusammenbleiben, in kameradschaftlicher Hochachtung um die Durchfüh­rung ihrer Ausgabe, die heilige Tradition des Frontfoldatentums aufrecht zu halten, jene Tradition, der nachzueifern und in deren Geiste zu leben die Lebensaufgabe der SA. und damit in Zukunft des in der SA. aufgegangenen Wehrstahl­helms sein wird. Haben so die beiden obersten Füh­rer des politischen Soldatentums in Deutschland vor- . behaltlos den Stahlhelm in ihre Gemeinschaft auf­genommen, und ihn zum vollberechtigten Mitträger der nationalsozialistischen Revolution und des Drit­ten Reiches gemacht, so wird die lebendige Ausstrah­lung der Tage von Nürnberg und Hannover nun auch im Lande die letzten Reste von Vorbehalten und Mißtrauen ausräumen. In Zukunft kann es zwischen Braun und Feldgrau nur einen einzigen Wettkampf geben: am besten und am opferberei­testen für den Führer und das Vaterland zu kämpfen.

Franz Seldte, der Gründer des Stahlhelms, wird neben allem Stolz, mit dem er die Tage von Hannover betrachten mag, auch von leiser Wehmut befallen worden sein angesichts der Notwendigkeit, das von ihm geschaffene Werk des Millionenbundes der Frontsoldaten aus der eiaenen Hand abzuaeben in die der Führung der NSDAP. Aber gerade darin liegt die Größe dieses einfachen Soldaten, daß er früh genug den Zeitpunkt sah, wo es galt, den Stahlhelm dem neuen Reich zur Verfügung zu stellen.Euer Füh­rer hat die Größe der geschichtlichen Stunde erkannt und damit eine Einigung herbeigeführt, wir kämpfen da­mit nun gemeinsam für dieses neue Reich , bestätigte

Plan gefaßt, mit einem grandiosen Hilfswerk allen denen, die arbeitslos und demzufolge unverschuldet in Not geraten sind, schützend zur Seite zu stehen.

Der Sozialismus der Tat soll triumphieren über die Winternot.

Unsere arbeitslosen Volksgenossen sollen es spüren, daß alle diejenigen, die vom Glück mehr begünstigt sind, freiwillig ein Opfer aus sich nehmen und so vor . aller Welt die unzertrennliche Verbundenheit unseres Volkes dokumentieren.

Line Not- und Brotgemeinschaft gegen hunger und Kälte

soll es fein. Wer sich von ihr ausschließt, stellt sich außerhalb der deutschen Volksgemeinschaft.

Ich bin beauftragt, das große Hilfswerk im Gau Hessen-Nassau durchzuführen. Entsprechend dem Be­fehl des Gauleiters wird sich die NSDAP, mit sämt­lichen Nebengliederungen führend in den Dienst die­ser wahrhaft nationalen und sozialen Tat stellen.

Auf ans Werk!

gez. Haug.

Bormarsch

der deutschen Selbstversorgung.

VA. Nur wenige Tage trennen uns noch von dem 1. Oktober, jenem Sonntag, an dem das deut- sche Volk den deutschen Erntedanktag begehen wird. Da erscheint es angebracht, die Frage aufzuwer­fen, in wieweit die deutsche Landwirt­schaft heute in der Lage ist, unser 65- Millionenvolk zu ernähren. Eine Frage, die noch vor wenigen Jahren in gewissen Kreisen ein mitleidvolles Lächeln heroorrief, die heute selbst­verständlich geworden ist, weil von ihrer Beant­wortung für uns so außerordentlich viel abhängt.

Der stark gesunkene Ausfuhrüberschuß, die inter­nationalen Währungsverhältnisse und die Zah- lungsoerpflichtungen dem Ausland gegenüber zwin­gen uns, eine möglichst weitgehende Selbstversorgung mit Nahrungsmit­teln anzustreben. Je mehr wir uns aus den Er­zeugnissen der eigenen Scholle ernähren, je mehr wir uns also von der Einfuhr fremder Nahrungs- mittel frei machen können, um so mehr können wir unsere Handelsbilanz entlasten.

Nach dem unglücklichen Ausgang des Weltkrieges und seinen verhängnisvollen Auswirkungen wäh­rend der Nachkriegsjahre war es für die Landwirt­schaft ein küynes Unterfangen, Deutschland in der Versorgung mit einheimischen Nahrungsmitteln vom Ausland unabhängig zu machen. Trotzdem ist es dank der unerhörten Anstrengungen einer an sich bereits kranken Landwirtschaft wenigstens zu einem erheblichen Teil gelungen. Der Ein­fuhrüberschuß an landwirtschaftlichen Erzeugnissen, der im Jahre 1927 noch fünf Milliarden Mark betrug, ging im Jahre 1932 auf 1,8 Milliarden Mark zurück. Das war ein gewaltiger Erfolg! lieber drei Milliarden Mark waren eingespart worden; für unser verarmtes Land eine nicht zu unterschätzende Entlastung unserer Handelsbilanz. Im vergangenen Jahr wurden rund 87 v. H. aller in Deutschland verzehrten Lebensmittel von der heimischen Land­wirtschaft erzeugt. Berücksichtigt man allerdings die zur Erzeugung eines Teiles der landwirtschaftlichen Erzeugnisse eingeführten Futtermittel, die in dieser Zahl enthalten sind, so erniedrigt sich die Zahl auf 79 v. H. Tatsache ist aber, daß unsere Ernäh­rung zu vier Fünftel von der heimi- schen Landwirtschaft bestritten wird.

Die Schätzung über oas Ergebnis der diesjähri­gen Getreideernte bestätigt erfreulicherweise, daß es in diesem Jahr den deutschen Bauern zum er­sten Mal völlig gelungen i st, d e n ge­samten Bedarf des deutschen Volkes an Getreide zu decken. Dieser schöne Erfolg wird die Bauern mit berechtigter Genugtuung er­füllen, zumal die jüngsten Maßnahmen der Reichs- regierung ihnen einen angemessenen, festen Preis für ihr Getreide sichern. Die Getreidevolitik der letzten Jahre war nicht dazu angetan, Den Markt zu stützen. Nach den (Ermittlungen des Institutes für Konjunkturforschung haben wir bei Zucker, Trinkmilch, Fleisch und Kartoffeln sogar eine Uebererzeugung. Der Anteil des im Inland er­zeugten Gemüses macht ungefähr 90 bis 96 v. H., der Anteil von Butter und Käse etwa 80 bis 90 v. H. und der Anteil von Eiern 60 bis 70 v.H. aus. ©je größte Aufgabe erwächst der heimischen Land­wirtschaft aber, wenn das Ziel, den F e 11 b e b a r f re ft los im Inland z u erzeugen, erreicht werden soll. Aus diesem Grunde hat die Reichs- regierung durch ihre Verordnungen Maßnahmen eingeleitet, die geeignet sind, uns von der Einfuhr ausländischer Futtermittel allmählich frei zu machen.

Die neue, zielklare deutsche Agrarpolitik gibt den Bauern die Gewähr für die Gesundung ihres Hofes, ihres Besitzes. Von heute auf morgen ist natürlich nicht zu helfen. Das liebel ist aber bei feiner Wur­zel gepackt worden und wird überwunden werden!

Seine Bittgesuche von Kindern an den Reichskanzler.

Bei der Reichskanzlei gehen täglich an den Herrn Reichskanzler gerichtete Briefe von Schulkindern ein. Die Briefe sind teils im Auftrag, teils ohne Auftrag der (Eltern geschrieben und enthalten Ge­suche an den Herrn Reichskanzler um Gewährung von Unterstützungen ober Geschenken an bie Kinber ober an ihre (Eltern. Abgesehen bavon, baß bem Herrn Reichskanzler Mittel zur Erfüllung aller biefer Wünsche nicht zur Verfügung stehen, ist es nicht angebracht, unb fast immer ungehörig, daß schon Kinder im jugendlichen Alter sich mit Bitt­schriften an den Herrn Reichskanzler wenden. Die Eltern werden deshalb ersucht, auf ihre Kinder einzuwirken, daß sie die Absendung von Bittge­suchen an den Herrn Reichskanzler unterlassen.

Schonendes Borgehen gegen Erwerbslose.

Der Reichsarbeitsminister und der Reichsinnen­minister fordern in einem Runderlaß zu schonen­dem Vorgehen gegen ehemals Erwerbslose auf, die eben wieder Arbeit gefunden haben und natur­gemäß zur Rückerstattung aufgewendeter Fürsorge­kosten nicht sofort in der Lage sind. Dringend ge-

Beispiele für Schulgebeie.

Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kul­tus, Kunst unb Volkstum bes Hessischen Staatsmini- teriums hat ben Direktionen und Leitern der Höhe­ren Schulen, der Technischen Lehranstalten unb den Kreis- und Stadtschulämtern eine Anzahl von Bei­spielen für Schulgebete aur Auswahl be- fanntgegeben. In diesem amtlichen Ausschreiben werden folgende Gebete empfohlen:

Gott, erbarm dich unseres Volkes Not!

Gib ehrliche Arbeit und tägliches Brot, Freiheit und Ehre vor aller Welt, wie deiner Weisheit es gefällt, Führer, die fromm sind und weise und stark, ein Volk, fromm, wahr und treu bis ins Mark! Erhalt' uns dein Wort! Stärk unsere Seelen! Volk, Führer und Reich wir dir befehlen.

Amen.