Ausgabe 
28.8.1933 Erstes Blatt
 
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IM Sinne des Führers zu betonen. In weiteren Auf­klärungsvorträgen vor den Hausfrauen sollen auch die erbbiologischen Gedankengänge in den Vorder­grund gestellt werden. Der Plan für diese groß­zügige Werbung für deutsche Arbeit ist fertig. Die notwendigen Vorbereitungen beschäftigen schon jetzt viele fleißige Hände in den betreffenden Industrien.

** E s bleibt beim Zugabeverbot ab 1. September. Don zuständiger Stelle wird darauf hingewiesen, daß das Zugabeverbot un­widerruflich am 1. September in Kraft tritt.

** Lohnzahlung und Freifahrt zum P a r t e i-t a g b e s u ch. Die bei der Firma C. F. Vogelfang, Tabakfabriken, Bremen beschäftig­ten Parteigenossen werden zur Teilnahme am Reichsparteitag in Nürnberg beurlaubt, wobei der Lohn zur vollen Auszahlung kommt und zudem die Fahrkosten übernommen werden.

Neue kommissarische Bürgermeister und Beigeordnete im Kreise Gießen.

Das Personalamt des Hess. Staatsministeriums gibt bekannt:

Die nachstehenden Dürgermeister und Beige­ordneten wurden kommissarisch in ihr Amt ein­gesetzt:

Mainzlar. Ludwig Kreiling an Stelle de- freiwillig zurückgetretenen Bürgermeisters Vo­gel, Wilhelm Schwartz an Stelle des zurückgetre­tenen Beigeordneten Bingel.

Trohe. Beigeordneter Rangiermeister Hein­rich Loth, welcher am 12. März d. 3. gewählt wurde, wird in seinem Amte kommissarisch be­stätigt.

Das NEBO-Treffen in Frankfurt

F r a n k f u r t a. M., 27. Aug. (WER.)

Gegen 17 Uhr erschienen die Führer und Red­ner, von den Hunderttausend mit begeisterten Heilrufen begrüßt. Bürgermeister Linder er­öffnete die Kundgebung, indem er darauf hinwies, welche Bedeutung die RSDO. im Rahmen des Aufbaues der Wirtschaft habe und welche Auf­gaben jedes Einzelnen auch in den nächsten Jah­ren noch harren, um das weltanschauliche Funda­ment für das Bestehen des deutschen Volkes zu legen.

Staatssekretär Reinhardt ergriff sodann das Wort zu grundlegenden Aeuße» rungen über die Verminderung der Ar­beitslosigkeit. Er führte u. a. folgendes aus: Das neue Deutschland steht im Zeichen der Verminderung der Arbeitslosigkeit. Darin unter­scheidet es sich grundsätzlich von demjenigen Deutschland, das eine Summe politischer Parteien war.

3m Parleien-Deulschland wurden Verordnun­gen zur Kürzung der Löhne und Gehälter und zur Erhöhung der Steuern erlassen, im Adolf- hitler-Deutschland werden Gesetze zur Vermin­derung der Arbeitslosigkeit und über Steuer­erleichterungen erlassen.

Dieses politische Geschehen war die elementarste Voraussetzung für den Beginn einer sozialen, wirtschaftlichenundfinanzie llenGe- su ndu n g.

Alle Maßnahmen auf diesen Gebieten sind darauf abgestellt, die Rachfrage nach Gütern und Leistungen und damit zwangsläufig nach Ar­beit zu erhöhen. Wenn Bedarf zu Rach- frage und zu Arbeit und von hier aus zu neuem Bedarf führen und wenn so das Schwungrad der Wirtschaft in Bewegung kommen und bleiben soll, müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein:

Ls müssen wirtschaft und Volk zur Staatsfüh­rung vertrauen haben, und der Staat muß, so­lange sich die wirtschaft nicht in vollem Schwung befindet, durch geeignete Maßnahmen wirt­schaft und Volk zur Deckung ihres Bedarfs an­regen.

Staatssekretär Reinhardt ging dann auf die bisher getroffenen Maßnahmen der Reichsregie­rung ein, insbesondere auf das Kraftfahrzeugsteuer­gesetz, das bereits heute der Kraftfahrwirtschaft einen bemerkenswerten Auftrieb gegeben habe. Er sagte dann weiter: Eine weitere Maßnahme zur Belebung der Kraftfahrzeugindustrie besteht darin, daß die im Gesetz über Steuerfreiheit für Ersatz­beschaffungen vom 1. Juni 1933 vorgesehene 23er- günstigung bei der Einkommens-, Körperschasts- und Gewerbesteuer sich auch auf neue Kraft- wagen erstreckt. Die einkommensteuerliche und körperschaftssteuerliche Vergünstigung gilt auch der Erneuerung von Lastkraftwagen. Es ist sicher, daß die Kraftfahrzeugerzeugung weiter steigen und schon sehr bald, vielleicht schon Ende 1933, den Stand von 1928 erreichen wird. Das würde bedeu­ten, daß die Zahl der Arbeiter und Angestellten in der Kraftfahrzeugindustrie Ende 1930 etwa 90 000 betragen würde gegenüber 30 000 am Schluß des Jahres 1932. Das bedeutet eine Verminderung des Finanzbedarfs in der Arbeitslosenfürsorge um 15 Millionen Mark jährlich und außerdem nicht uner­hebliche Verbesserungen der Einnahmen an Steu­ern und Abgaben infolge erhöhter Lohnsummen, erhöhter Gewinne und erhöhter Umsätze in der Kraftfahrzeugindustrie und den damit verbundenen Wirtschaftszweigen.

Eine weitere bedeutende Belebung der krasi- fahrzeugindustrie wird in den nächsten 3ahren cintreten in Verwirklichung der großzügigen Pläne des Führers auf dem Gebiete des Kraft­wagenverkehrs. Senkung der Versicherungs­prämien und der Garagenmielen, Bau von Autobahnen und sonstige Maßnahmen werden den Krastwagenverkehr und die Kraftfahrzeug­industrie zu gewaltigem Aufschwung führen.

Der Generalinspekteur für das deutsche Stra­ßenwesen Dr. Todt hat vor einigen Tagen erklärt, daß durch den Bau von Autobahnen etwa 800 000 Volksgenossen Arbeit finden würden. Eine weitere Maßnahme enthält auch das Kraftfahrzeugsteuerablösungsgesetz vom 31. Mai 1933, das den Besitzern von Altwagen die Möglichkeit gibt, die auf ihrem Altwa­gen ruhende Kraftfahrzeug st euer durch Zahlung eines einmaligen Betrags ab- z u l ö s e n. Von böswilligen Leuten sind un­längst dieKraftfahrer dadurch beunruhigt wor­den, daß ihnen von einer beabsichtigten Erhö­hung der Belastung des Triebstoffs erzählt wurde. Dazu will ich in aller Deutlichkeit be­merken, daß an eine ErhöhungderSätze der Trieb st offabgaben im Reichs­finanzministerium niemand denkt.

Den größten Angriff gegen die Arbeitslosig­keit bedeutet das Gesetz zur Verminde­rung der Arbeitslosigkeit vom l.Juni 1933. Seitdem hören Sie von Arbeiten, die insbesondere durch die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten und durch den Reichs­arbeitsminister bewilligt werden.

Die Mittel zur Durchführung dieser Arbeiten entflammen der Milliarde, die durch das Gesetz

zur Verminderung der Arbeitslosigkeit zur Ver­fügung gestellt worden ist. Die bis jetzt bereits in Angriff genommenen Arbeiten umfassen nur einen Bruchteil dieser Summe. Die Arbeiten, die in Durchführung dieses Gesetzes in den näch­sten Wochen und Monaten erst in Angriff ge­nommen werden, werden ein vielfaches der­jenigen Arbeiten betragen, die bis heute bereits in Angriff genommen find.

Der Redner ging sodann auf die aus diesem Ge­setz sich ergebenden Maßnahmen näher ein, die er bereits bei früheren Anlässen in aller Aus­führlichkeit kommentiert hat.

Weiter behandelte Staatssekretär Rein­hardt den Einfluß der Wintermonate auf die Arrbeitslosenziffer. Diese sei in den früheren Jah­ren im Winter regelmäßig stark gestiegen, weil in den Auhenberufen Volksgenossen frei wurden, de­nen nicht in den Jnnenberufen eine entsprechende Zunahme gegenüberstand. Im bevorstehenden Winter sei die Gefahr des Wiederansteigens der Arbeitslosenziffer nicht so groß, weil in den näch­sten Wochen und Monaten die Delegschafts)iffern in den Jnnenberufen noch sehr erheblich steigen und den durch die Jahreszeit bedingten Rückgang in den Auhenberufen ganz oder teilweise aus- gleichen würden. Es würden in den Winter mona- ten nicht nur die Gesetze vom 1. Juni und 15. Juli auf den Arbeitsmarkt günstig wirken, sondern auch die Mittel aus dem Aufkommen an freiwilliger Spende zur Förderung der nationalen Arbeit in den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt werden.

Das Aufkommen an freiwilliger Spende zur Förderung der nationalen Arbeit habe bis zum 20. August 34,3 Millionen Mark erreicht und werde bis Ende August rund 40 Millionen er­reichen. Das ganze deutsche Volk in allen seinen Ständen nehme an dieser Arbeitsspende lebhaf­ten Anteil und Helse dadurch mit, dem jahres­zeitüblichen Wiederansleigen der Arbeitslosen- ziffer im kommenden Winter entgegenzuwirken.

Der Redner forderte deshalb von jedem Einzelnen, daß auch weiterhin überall für diese Spende gewor­ben werde, um den verfügbaren Fonds noch weiter zu vergrößern. Es fei erfreulich zu beobachten, wie das ganze deutsche Volk in allen seinen Schichten auch von sich aus durch eigene Maßnahmen an dem Kampf um die Verminderung der Arbeitslosigkeit teilnehme. Ein Volk von Selbstbehauptung warte nicht auf Hilfe von außen, sondern helfe sich selbst. Die Besserung der Arbeitsmarktlage und der wirt­schaftlichen Verhältnisse in Deutschland sei nicht auf äußere Umstände, sondern einzig und allein auf die Selb st Hilfe des deutschen Vol­ke s im Adolf-Hitler-Staat zurückzuführen.

Der Kampf um die Verminderung der Arbeits­losigkeit ist ein Ausschnitt ans unserem große« Kampf um das Lebensrecht der Ratton.

Rationalsozialismus in seiner letzten Schlußfol­gerung ist Kampf um das Lebensrecht der Ra­tion. 3n diesem Kampf gibt es nicht Opfer, son­dern nur Pflicht, Pflicht Und immer nur Pflicht. Sprechen Sie deshalb, meine lieben Volksgenossen, niemals davon, daß Sie Opfer bringen, sondern nur davon, daß Sie als wahre Volksgenossen Ihre Pflicht tun!

Das LiedVolk ans Gewehr" und das Horst- Wessel-Lied beschlossen die mit stürmischer Be­geisterung aufgenommene Kundgebung.

Dann marschierten die Hunderttausend vorbei an den Führern und den Hunderten von Fahnen zum Main.

Öen Abschluß des Landestreffens

bildete heute abend ein Riesenfeuerwerk am Main verbunden mit einer Dornbe- l e u ch t u n g. Gegen 20 Uhr begann der An­marsch der endlosen Kolonnen aus dem Stadion und dauerte bis nach 21 Uhr. An den Ufern des Mains hatten sämtliche Häuser die Fen st er festlich beleuchtet, und auf dem Fluß schwammen Hunderte von Booten geschmückt mit Lampions. Die hunderttausend NSBO.-Kameraden nahmen mit ihren Fahnen und Kapellen auf beiden Ufern des Flusses Aufstellung.

Kurz vor 22 Uhr erschien der Reichsstatt­halter in Hessen, Gauleiter Sprenger, der kürz vorher vom Niederwalddenkmal zurück- gekehrt war. In seiner Begleitung befanden sich der Landcsleiter für Volksaufklärung und Propaganda Müller-Scheld, Bürger­meister Linder, sowie zahlreiche Vertreter der hiesigen Parteileitung. Ter Bczirksleiter der deutschen Arbeitsfront, Gaubetriebszellen- lcitcr Becker, begrüßte die Kameraden der Arbeit und gab seiner Genugtuung Ausdruck, daß dieses Treffen wieder einmal gezeigt habe, wessen der Geist des Nationalsozialismus fähig sei. Sodann ergriff der

Reichsstaithalier in Hessen Sprenger

das Wort. Im gleichen Augenblick erschien das Flugzeug des Führer s, der, vom

Niederwald kommend, von Frankfurt in seine geliebten Berge flog, über dem Main. Wie ein Mann erhoben da die Hunderttausend die Hand und machtvoll scholl das grüßende Heil hinauf zu dem niedrig fliegenden Flugzeug, das langsam am nächtlichen Himmel ver­schwand.

Als sich der Begeisterungssturm gelegt hatte, übermittelte Gauleiter Sprenger die Grüße, die ihm der Führer an seine hier versammelten Volksgenossen aufgetragen hatte. Er berichtete sodann über die Eindrücke der gewalttgen Kund­gebung am Rhein, die wieder einmal gezeigt habe, wie das deutsche Volk zu seinen Driwem an der Saar stehe, um ihnen in dem kommenden schwe­ren Kampf nach Kräften zu helfen.

Es werde der Tag kommen, wo das deutsche Volk wieder seinen Platz in der Reihe der Mächte einnehmen werde, der ihm gebührt.

Kein Volk habe solche Leistungen aufzuweisen, wie das deutsche, und wer die Entwicklung der letzten Wochen und Monate verfolgt habe, der könne dem deutschen Volke seine Achtung nicht versagen. Deutschland sei wieder frei geworden und befinde fich in einer Epoche der organi­schen Arbeit am Wiederaufbau sei­ner zerstörten Wirtschaft. Rur das Zu­sammenwirken aller werktätig Schaffenden könne dazu beitragen, daß wieder jeder im Volke eine Arbeitsstatt erhalten werde. Alle Schmarotzer, die da glaubten, sich an den Früchten der Arbeit des Volkes gesund machen zu können, müßten rest­los ausgemerzt werden. 2m Glauben an den Füh­rer, der seine Volksgenossen eben aus der Höhe begrüßt habe, werde das große Werk gelingen. Deshalb wollten wir alle heute abend ein Be­kenntnis der Treue zu diesem herr­lichen Führer ablegen, dessen ganzes Leben nur seinem Volke geweiht sei.

Im Anschluß daran sprach der Führer der deut­schen Arbeitsfront,

Staatsrat ör. Ley.

Er bezeichnete die deutsche Revolution als eines der herrlichsten Erlebnisse, das es je im Leben eines Volkes gegeben habe. Diese Revolution habe den Schrecken von dem Worte genommen, den man ihm angehängt hatte, um ein freies Volk damit einzuschüchtern. Wer diese Revolution er­lebt habe, müsse seinem Schöpfer danken, daß es ihm vergönnt war, am Wiederaufstieg seines Vol­kes mitzuwirken. Diese Revolution habe nichts zerstört was wertvoll genug war, um dem ge­samten Volke zu dienen, sie habe aber alles aus- gebrannt, was faul und krank in unserem Staats­leben war.

Alles sei neu geworden, alles sei frei geworden, ein neuer Frühling sei über unser Volk gekom­men und erfülle alles mit neuer Hoffnung und neuer Zuversicht. Neues Leben trete an die

Stelle alter überlebter Formen.

Zwar verlange der Neubau unseres Volkes Opfer, aber cs sei noch kein Volk daran zu­grunde gegangen, daß es Opfer gebracht habe für das Bestehen seines Staates. Jeder Nationalsozialist wisse, was es heiße, Opfer zu bringen, und nur weil Tausende und Aber­tausende mit freudigem Herzen diese Opfer im Kampfe um das Bestehen der Nation brachten, könne das deutsche Volk jetzt wieder freudig in die Zukunft schauen. Jeder Deutsche werde wieder einen Arbeitsplatz erhalten, den eine falsche und verlogene Ideologie ihm verleidet habe. Auch der Unter­nehmer werde seine bisherige Einstellung auf­geben und erkennen müssen, daß nicht das Kapital oder die Maschinen, oder die Gebäude das Wertvollste eines Volkes sei, sondern

das wertvollste sei die Ehre seiner Arbeitsmen­schen und die Ehre des gesamten Volkes.

Liberalismus und Marxismus hätten eine Kluft aufgerissen zwischen Unternehmer und Arbeiter, sie allein seien schuld, daß das deut­sche Volk seine Ehre verraten und verkauft habe. Er verspreche, daß er die Ehre des deutschen Arbeiters wiederhcrstellen werde, so daß in Zukunft der Arbeiter wieder ein gleichgeachtetes Glied der Nation sei. Tie Ehre des Arbeiters sei das Fundament der Wirtschaft.

Die Ehre des deutschen Arbeiters aber sei auch die Ehre der deutschen Ratton, wie die Ehre der Ration die Ehre feiner Arbeilsmenschen sein müsse.

Alle müßten sich die Hand reichen, um das Werk vollenden zu helfen, das der Führer begonnen habe. Der Redner schloß mit den Worten: Ein Reich, ein Hitler, ein Vaterland, einer für alle und alle für einen!

Dann flammten plötzlich tue Raketen über der alten Mainbrücke auf, und vor den Augen der Kopf an Kopf stehenden Menge entwickelte sich das Riesen­feuerwerk. Magiscb beleuchtet hoben sich der Dom und die Dreikönigskirche vom nächtlichen Himmel ab.

Ein dreifaches Sieg-Heil!, das von den Mauern der alten Häuser mächtig widerhallte, und der ge­meinsame Gesang des Horst-Wessel-Liedes beendeten die Abschlußkundgebung des NSBO.-Landestresfens, das bei allen Beteiligten sicher einen tiefen Eindruck hinterlassen hat.

Eine Großtat der Eisenbahn.

30 000 Menschen allein in Londerzügen nach Frankfurt geschafft.

WSN. Frankfurt a. M., 27. Ang.: Ter heutige Tag stellte an die Neichsbahndirektion -Frankfurt a. M. ganz gewaltige Anforde- I rungen. 28 Sonderzüge brachten Festtcil- nehmcr nach Frankfurt. 28 Sonderzüge haben auch wieder Frankfurt in den späten Abend- und in den Nachtstunden verlassen. Don diesen 28 Sonderzügen kamen im Hauptbahnhof 12, im Südbahnhof 14, im Ostbahnhof einer und sogar in Frankfurt-Louisa einer an. Die Sonderzüge waren alle st a r k besetzt. Sie brachten zusammen rund 30 000 Festteil- nehmer nach Frankfurt. Davon kamen im Hauptbahnyof 12 000 und im Südbahnhof 13 000 an. Neben diesen Sonderzügen waren alle Züge aus der näheren und weiteren Umgebung nach Frankfurt in den Vormittagsstunden außerordentlich st a r k besetzt, so daß die Reichsbahn auch

für diese fahrplanmäßigen Züge Verstärkungen einlegen mußte. Ter Transport der großen Massen ist ohne jede Störung und ohne jeden Unfall vor sich gegangen.

Bezirkssiaueniurnen in Heuchelheim.

Ria Philipp (Tv. 1846 Gicßcn) Siegerin im Zehnkampf.

Das 13. Bezirks- Frauenturnen des Bezirkes Hessen (DT.) nahm Samstag und Sonntag dank ausgezeichneter Vorbereitung durch den Turnver­ein Heuchelheim in unserem Rachbarorte einen eindrucksvollen Verlaus. Mehr als 500 Turne­rinnen waren an den Cinzelkämpfen und an aus­erlesenen Londervorführungen aktiv beteiligt. Herrliches Sommer Wetter begünstigte die Veran­staltung und führte dieser auch eine zahlreiche Besucherzahl aus nah und fern zu. Die aus­wärtigen Turnerinnen waren voll des Lobes über die vorbildlich gastliche Ausnahme, die sie bei der turnfrcundlichen Bevölkerung Heuchelheims ge­funden haben. Als erste Siegerin ging aus den Wettkämpfen Ria Philipp vom Tv. 1846 Gie­ßen hervor, die im Zehnkampf der Tumerinnen- Oberstufe 184 Punkte erreichte vor der Butz­bacherin Elli Langbein, die mit 181 Punkten folgt. Im Siebenkampf der Turnerinnen-Ober- stufe holte sich Ria Schwan vom Mtv. Gießen mit 135 Punkten den ersten Sieg, während der Turnerinnen-Dierkampf Erika Röhmig vom Mtv. Gießen mit 84 Punkten an erster Stelle sah. (Ausführlicher Bericht folgt.)

Frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Aug. Austrieb: 1334 Rinder (402 Ochsen, 110 Bullen, 407 Kühe, 381 Färsen), 359 Kälber, 29 Schafe, 3740 Schweine. Cs wurden notiert: Rinder: Ochsen: voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 30 bis 33 Mk., (ältere) 26 bis 29, sonstige volttleischige 21 bis 25; Dullen: jün­gere. vv'l.l ischge höchsten Schla t ixrts 28 bis 30, sonstige vollslcischige ober ausgemästete 23 bis 27; Kühe, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 25 bis 28, sonstige vollfleischige oder aus- gemäftetc 21 bis 24, fleischige 17 bis 20, gering genährte 12 bis 16; Färsen (Kalbinnen): voll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 29 bis 33, vollfleischige 26 bis 28, fleischige 22 bis 25. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 38 bis 42, mittlere Mast- und Saugkälber 32 bis 37. geringere Saugkälber 27 bis 31, geringe Saug­kälber 22 bis 26. Schw eine: vollfleischige Schweine von etwa 240 vis 300 Pfund Lebend­gewicht 44 bis 46, von etwa 160 bis 240 Pfund 43 bis 46. fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 41 bis 45. fleischige Schweine unter 120 Pfund 40 bis 44 Mk. Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, ausverkauft; Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine mittelmäßig, zum Schluß abslauend. ausverkauft.

6c»fanauG5ug

5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Prcuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gesallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II

15. Ziehungstag 25. August 1933

Sn der heutigen Vormiltagszichung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 OetDitme zu 1OOOO M. 299197

16 Gewinne,u 6000 Dl. 60036 54619 98244

109505 119304 207149 231148 357919

8 Gewinn, »u 3000 W. 39835 82700 301218

338321

72 Gewinn, zu 2000 M. 6645 7415 21955 22114 27646 37194 63137 65128 82289 127865 130686 142352 157110 172989 174096 176127 196531

204356 211696 236587 244265 247168 261364

262209 266653 273501 292520 307438 312188

327107 356521 375261 381673 332890 384936

394999

144 »etolnne gn 1000 CT. 10442 13459 18248

18982 23314 32759 34244 33573 42279 64013 67523 75001 77782 78105 87909 94341 101726 107542 110882 113570 115592 120775 126423

128213 129413 141646 147661 151015 165017

167560 167688 174098 186820 211626 214815

224711 224930 229169 233652 235484 237491

243522 244954 247869 250773 251196 251273

257041 259274 265169 267479 272057 272069

272380 272577 274707 290393 293834 296223

297429 302607 311948 313860 333626 339014

348147 365894 371114 374472 383142 383005

395950

194 Gewinne >n 500 CT. 15550 15585 15891 25322

36945 38392 38541 40076 41010 42407 43799

44313 52406 66366 59573 61353 61972 66031

76419 82176 82581 84259 87708 88212 90182

95077 98991 111375 115804 115821 119828

127124 130570 134764 134909 137689 137723

139181 146841 153582 154437 159224 169313

161508 163900 165787 174447 185238 186094

195101 199787 200500 208686 215427 217612

218653 219960 227561 231474 234168 240864

251360 258182 259451 261152 265556 266301

271292 272173 276391 278146 281863 284189

288934 297362 297945 310011 316249 325028

325313 325551 327379 337264 337329 338709

339742 365334 364142 368451 379304 379373

385691 387440 390366 397660 398731 399420

Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne

über 400 M. gezogen

17619

63818

80547

49819

124216

244664

94368

130974

190122

253682

299704

398512

51870

199440

322696

109873

136621

198323

273000

326059

147754

178432

219133

237524

263035

285441

344023

376590

399615

96146 148524 179558

22ü;32

239428

263536

301363 347796

381615

122937

141590

221800

282022

328533

112106

151430

196891

223746

244679

268381

304923

349035

386927

15740

159566

308803

124383

146594

230103

283610

336666

113091

162809

201575

225901

247104

277370

310025

353065

388961

28709

197925

313369

127513

166369

238601

288040

345694

90915 130956

165900 204810

228888

248607

279978 319031 359038

390572

25677

78152

129453

173259

240367

289637

354289

145642 173183 209553 237316 261888 281423 335417 376498 393151

1590 8694 9227

1506 66712 68119

2 »etofane »u 300000 M. 358360

2 Gewinne zu 50000 CT. 27881 3

2 Oetoinne ju 10000 CT. 79848

12 Gewinne zu 6000 CT. 148081 320187 327711

10 Gewinne zu 3000 M, 339924 362697

36 Gewinne tu 2000 CT. 107067 126845 142845 213127 232395 275178 368159 384011 399910

84 Gewinne zu 1000 CT. 29759 32060 52727!

134 Sewinne zu 600 CT. 4928 14938 32953 34746 40183 41158 64345 67190 79023 79694 " 94204 94840--------- ------

Bei Nieren, Blasen- und Frauen- leiden,Harnsäure,Eiweiß,Zucker 19 31: 1 9400 Badegäste

/ E) I 0 yy Haupt-Niederlage in Gießen:

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