Ausgabe 
28.8.1933 Erstes Blatt
 
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Eeldtes Gmß an den Parteitag der AEDAP

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Aus aller Welt

Aus der Provinzialhauptstadt

3d) grüße mit meinen Getreuen der 14 Jahre nferen Führer und unseren Partei-

in der Rätselecke.

Tarnungsversuch für

Umsturzparolen deckte

Autounglück in Spanien. 1 Toter, 15 Verletzte.

Ein mit 44 Ausflüglern aus Madrid besetzter Autobus stürzte im Guadarrama-Gebirge einen Steilhang hinab, wobei er sich mehrmals über­schlug. Als Ursache des Unfalls wird Trunken­heit des Autobusführers angenommen. Das Un­glück forderte ein Todesopfer und 15 Ver­letzte.

Wenn ich heute, der Mitarbeiter Hitlers und der Bundesführer des Stahlhelms, den Nürn­berger Tag des deutschen Geistes grüße, so tue ich es in dem Stolze, in der Dank­barkeit und in dem Wissen, daß alle diejenigen, die durch das Zeichen des Stahlhelms in mir ihren Dundessührer und mit mir in Adolf Hitler ihren obersten Führer sehen, erfüllt sind von dem Geiste und der Moral, die einst Preußen und Deutschland erhoben haben zu Glück und Gröhe und die das neue N e i ch untermauern und es erfüllen werden mit neuem Glück und mit neuer Größe. Wenn draußen im Lande noch Zeichen der Rivalität lebendig ge­blieben sind, einer Rivalität, die in den letzten 14 3ahren gut und notwendig war, weil sie an­feuernd wirkte auf beide Teile, so bin ich überzeugt, daß heule, da die Träger meines Zeichens, des Stahlhelmzelchens, dem Obersten SA.-Führer durch meine Person und durch ihren eigenen Geist und Willen unlösbar verbunden sind, diese Rivalität übergehen wird und übergehen muh in aufrichtige und herzliche Kameradschaft im Sinne des grohdenkenden Führers, in meinem Sinne und im Sinne unseres graften Kamerad- schaftsgedankens.

Hochverratsprozeß

Einen neuartigen hochverräterische

t a g. Ich weiß, daß die Zukunft Deutschlands darauf beruht, dah die geistige und moralische Kraft des Führers, seine Selbstlosigkeit, sein Der- antwortungsbewuhtsein, sein gleif) und die Gröhe seines Denkens erzieherisch das ganze deutsche Volk erfassen.

Ich versichere dem Jüftrer, dem Volkskanzler Adolf Hiller in dieser Stunde, daß unser Stahl­helm restlos hingegeben ist und hingegeben bleibt der 3dee, die aus den Gräben des groften Krieges aufstieg

'und Gestalt gewann in den Front­soldaten, dem Feldmarschall und seinem Kanzler: Frontheil und Siegheil Adolf Hitler!

eine von dem Reichsgericht in Leipzig gegen vier Kommunisten aus Jüterbog durchgeführte Verhandlung auf. Um ihr Hetzmaterial an den Mann zu bringen, hatten sie es in die unverfängliche Einkleidung einer Samm­lung von Kreuzworträtseln gesteckt. Von dieser Rätselecke waren etwa 400 Stück verteilt worden. Das Reichsgericht verurteilte die Angeklagten wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu Gefängnisstrafen von zwei bis zu zwei Jahren neun Monaten.

Massentrauungcu in Berlin.

An drei verschiedenen Stellen zugleich fanden dieser Tage in Groh-Berlin wieder Massen- trauungen statt. 3n der Alten Kirche von Pankow traten 68 Paare vor den Altar. 3m Ber­liner Westen erstreckte sich die Feierlichkeit auf 35 Paare. Am gröhten war die Beteiligung bei der Massentrauung in der Hoffnungskirche in Pankow, wo 84 Paare getraut wurden. Hier sah man unter den Trauzeugen und Gästen u. a. auch den Führer der SA.-Gruppe Berlin-Bran­denburg. Gruppenführer E r n st, und den Bri­gadeführer Prinz August-Wilhelm von Preußen.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck ist in vollem Umfange erhalten geblieben und wird zur Fortdauer des schönen Wetters führen. Während die Temperaturen tags­über kräftig ansteigen, erfolgt in der Nacht in­folge der Ausstrahlung starke Abkühlung, wobei es stellenweise auch zu Nebelbildungen kommt.

Aussichten für Dienstag: Weiterhin heih und heiter, nachts stärkere Abkühlung und stellenweise Nebelbildung, trocken.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 27. August: mittags 22,2 Grad Celsius, abends 15,2 Grad; am 28. August: morgens 10,8 Grad. Maximum 22,3 Grad, Mini­mum 6,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. August: abends 22,7 Grad; am 28. August: morgens 15,1 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 12/4 Stunden.

Arbeit! Dienst! pflicht!"

Aus dem Stadttheater-Dureau wird uns geschrieben:

Arbeit! Dienst! Pflicht!", ein Propaganda« und Werbestück des Pg. Heinrich Bartholo­mäus, Giehen, kommt am morgigen Dienstag, 20.15 Uhr, im Stadttheater Gießen unter der Spielleitung des 3ntendanten Hanns König und von Mitgliedern des Gießener Ensembles gespielt, zur Erstaufführung. Dieses Werk, das nicht ge­wollt geschrieben ist, sondern aus der Kraft der Idee herauswächst und aus tiefstem Erleben geboren ist, erlebte vor einigen Tagen in Darm­stadt in Gegenwart des Staatspräsidenten Pro­fessor Dr. Werner durch die Mitglieder des Gießener Ensembles seine erfolgreiche Urauffüh­rung.Arbeite und diene deinem Volke, dann tust du deine Pflicht!" ist das Motto, das diesem Werk voransteht und uns allen sagen und zeigen will, worum es geht und warum es um uns, um Deutschland geht. Ein Dekenntnisstück, das um unsere Seelen und Herzen wirbt, wieder mit dem Volke für das Volk unser ganzes Sein und Leben einzusehen für unser aller Vaterland. Um allen Volksgenossen den Besuch dieser Auffüh­rung trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten doch zu ermöglichen, sind Eintrittspreise von 30 Mennig bis 1.50 Mk. festgesetzt. Der Vorverkauf findet an der Theaterkasse von 10 bis 13 Uhr und «wßerdem am Dienstag von 16 bis 17 Uhr imÄe-3^u^Iabcn im Hause Soldan, Seltersweg und bet den Amtswaltern der Ortsgruppe Gie­ßen statt.

ASBO.-Zahnenweihe auf Oswaldsgarten.

Bevor die Angehörigen der NSBO. in Gießen an der gestrigen Kundgebung der NSBO. in Frankfurt teilnahmen, fand auf dem Oswaldsgarten in feier- Ucher Form die Weihe der Fahnen der Betriebs- Men der NSBO. in Gießener Betrieben und ver­schiedenen umliegenden Ortschaften statt. Etwa 1000 Mitglieder der NSBO. hatten sich eingefunden marschierten gegen 9 Uhr mit ihren noch verhüllten zahnen auf und formierten sich in drei Gliedern b;w. im offenen Viereck für die Fahnenweihe. Der Kreisleiter der NSBO., Hermann Wagner (Gie- ßen), begrüßte die Teilnehmer mit einemHeil NSBO.!" das von allen kräftig erwidert wurde Sodann traten die Fahnenträger mit den noch nicht geweihten Fahnen 23 an der Zahl vor die Front. Kreisleitsr Wagner hielt eine kurze An­sprache. Das besondere Verdienst beg Führers mrö

Volkskanzlers Adolf Hitlersei es, so führte er u. a. aus, den Arbeiter jener verhängnisvollen inter­nationalen Ideenwelt entrissen und ihn zurückge­führt zu haben, zu all den lebendigen Kräften, die in Volk und Vaterland begründet liegen. Er sei es gewesen, der wieder die Verbindung zwischen dem Arbeiter und dem Vaterland hergestellt habe. Der deutsche Arbeiter sei in die Volksgemeinschaft zurück­geführt worden. Das bedeute die Rückkehr von Mil­lionen zu Heimat und Vaterland. Die Hakenkreuz­flagge in der Hand des deutschen Arbeiters sei das Fanal zur Freiheit, sei das A und O des Aufstieges. Die Flagge sei das große Symbol, unter dem ein Horst Wessel gekämpft und sein Blut gegeben habe, sei das Zeichen, für das 300 junge hoffnungsvolle Menschen jauchzend ihr Leben gaben, in dem un­erschütterlichen Glauben, daß der Führer das Schick­sal des deutschen Volkes zum Besseren wenden werde. Dieses Erbe bedeute Verpflichtung für alle, die die Fahne tragen. Die Fahne gelte es hochzu­kalten, wenn der Mann auch falle. Mit der Auf­forderung zu Treue, zu Pflichterfüllung und zum Opfer für die Fahne schloß er den Weiheakt.

Im Anschluß daran wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen. Die Fahnenträger traten sodann wieder an die Spitze der Formationen und unter den schnei­digen Klängen der Feuerwehrkapelle Grünberg mar­schierte die stattliche Zahl der Teilnehmer in ge­schlossenem Zuge durch das Zentrum der Stadt nach dem Bahnhof. Ein Sonderzug brachte die Mitglie­der der NSBO. nach Frankfurt a. M. Erst zu später Nachtstunde kehrten sie, erfüllt von den großen Ein­drücken der Frankfurter Kundgebung zurück.

Keine Leistungszulagen mehr bei der Deutschen Reichsbahn.

Der jahrelange Kampf des Reichsbahn­personals gegen die Zahlung der sogenannten Leistungszulagen ist vor kurzem dadurch be­endet worden, daß der Vcrwaltungsrat der Reichsbahn die Aufhebung dieser Lei st ungszu lagen beschlossen hat. Wie das Vdz.-Büro meldet, hat Generaldirektor Dorp müller nunmehr in einem Erlaß an die Dienststellen der Reichsbahn verfügt, daß anstelle der früheren Leistungszulagcn künftig nur noch D i e n st k o st e n z u l a g e n für solche Beamte gewährt werden, die an besonders u n a n g e n c h m-e n und gefährlichen Dien st st eilen verwendet werden und o^uen man nicht durch Beförderung einen Ausgleich gewähren kann, weil dann die höhe­ren Bezüge auch nach Versetzung aus einen weniger. gefährlichen Posten lveitergezahlt

Berlin, 27. Aug.'lTU.) Der Bundesführer des Stahlhelm, Reichsarbeitsminister Franz Seldte, veröffentlicht in derKreuzzeitung" unter der Ueberschrift ..UnseremParteitag zum Gruß" eine längere Begrüßung, in der er u. a. schreibt:

Nicht das ist das Entscheidende, daß der Nürn­berger Parteitag Hundert-undAberhun- derttaufendeum AdolfHitlerschart, sondern was sich in diesen Aberhunderttaufen­den in uns allen um den Volkslanzler Adolf Hit­ler schart, gibt diesem Tage das moralische und historische Gewicht.

Adolf Hitlers schwerer weg und Werdegang ist der weg der selbstlosen Opferfreudigkeit, der durch Totschweigen, Verachtung, Verleumdung und haft führte, und auf dem er keinem andern Stern vertraute als dem des Glaubens, daft sich Sauberkeit und Echtheit und die glühende nationale 3dee irgendwann einmal durchsetzen müssen. Und nachdem sich Adolf Hitler durch- geseht hatte, erwies er sich als der Groft- denkende: Er schuf nicht neue Trennungen im Volk, sondern er suchte zu vereinen alle, die guten Willens sind.

Wir, die alten Frontsoldaten, die Mitträger seiner 3dee, wollen, ob wir Mitglieder der Partei sind oder nicht, in seinem Geiste Beispiel da­für fein, daß im deutschen Volk niemals neue Trennungslinien entstehen. Sein und unser Wesen gebietet aus unserem Fronterlebnis her­aus: Wir alle haben alle unsere Volksgenos­sen ohne Ausnahme und ohne Einschränkung da­nach zu werten, ob sie den verpflichtenden Geist in sich tragen: der Treue zum Führer Deutschlands, der Verantwortung ge­genüber dem ganzen Volk und dem einzelnen Deutschen, der Pflichterfüllung in sich selbst.

Diese innere Bewährung, die Bewährung der dem Volke dienenden Persönlichkeit ist das Zeichen der neuen Hoheit des Deutschen Reiches und der neuen Erziehung des deutschen

Menschen.

werden müßten. Bestehen bleiben ferner die einmaligen D i e n st p r ä m i e n, die eine be­sondere Auszeichnung für ausnahmsweise an­strengenden Dienst darstellen sollen und die z. B. als Frostzulagen in besonders strengen Wintern an einzelne Kategorien von Beamten und Arbeitern gezahlt werden. Schließlich werden auch noch die bisherigen Erspar­nisprämien, insbesondere für das Lokv- motivpersonal, aufrechterhalten.

Verlängerung der Anzeigefrist nach dem Volksverratgesetz.

Die Frist, innerhalb welcher die nach dem Volksverratsgeseh zu erstattenden Anzeigen bei einer Anzeigestelle eingegangen sein müssen, ist durch Verordnung vom 26. August 1933 bis zum Ablauf des 31. Oktoberl933 verlängert wor­den.

Daten für Montag, 28. August.

430: gestorben der heilige Aurelius Augustinus in Hippo, Nordafrika, geboren 354; 1749: geboren Sofjann Wolfgang von Goethe in Frankfurt a. M., gestorben 1832; 1802: geboren der Dichter und Germanist Karl Simrock in Bonn, gestorben 1876; 1851: geboren der Bildhauer Arthur Volkmann in Leipzig; 1914: Hindenburgs Sieg bei Tan­nenberg.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Die Unschuld vom Lande" mit Lueie Englisch.

*

** Regierungsrat Bergner Leiter der Ministerialabteilung 111. Regie­rungsrat W. Bergner ist vom hessischen Mi­nisterpräsidenten mit der Wahrnehmung der Ge­schäfte des Leiters der Ministerialabteilung 111 beauftragt worden.

** Aus dem hessischen Staatsdienst entlassen. Der Kriminalpolizeirat bei der Poli- zeidirektion Darmstadt Friedrich Günter wurde auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstel­lung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 mit Wirkung vom 24. Juli 1933 aus dem hessichen Staatsdienst entlassen.

** Ernennung im hessischen Stahlhelm. Der frühere Kreisführer des Stahlhelm, Dr. P h i l i p p i - Laubach, wurde zum Ches des Sanitätswesens im Landesver­band Groß-Hessen des Stahlhelm ernannt.

** Eine öf f entliehe Sitzung des S t a d t r a t s findet am morgigen Dienstag, 18 Uhr beginnend, im Sitzungsfaale des Stadthauses Bergstraße statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a.: Verabschiedung des Voranschlags für 1933, Beschlußfassung über die Filial- und Warenhaus­steuer für 1933, Erhebung einer städtischen Ver­gnügungssteuer. Aufstellung eines Bebauungs­plans und Erlaß einer Ortsbausatzung über Has Gebiet zwischen Licher Straße, Heil- und Pslege- anstalt, Alten Steinbacher Weg und der Bahn­strecke GießenFulda. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. Feuerlöschordnung der Stadt Gießen.

** Verlegung der Bezirksleitung des hessischen Arbeitsdienstes nach Wiesbaden. Die bisher beim Lanöesar- beitsamt Hessen untergebrachte Bezirksleitung für den Arbeitsdienst Hessen, umfassend den Freistaat Hessen und die Provinz Hessen-Nas­sau, hat ihren Sitz nach Wiesbaden verlegt. Sie ist dort bei der Gauleitung des Arbeits­dienstes Hessen-Süd in dem früheren Gym­nasium Luisenstraße 32 eingerichtet.

** Straßensperrungsnachrichten (mitgeteeilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V. sA. v. D.j, Gießen): 1. Die Pro­vinzialstraße RanstadtSelters wird von Ki­lometer 46,275 bis 48,948 ab 4. September d.J. für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über BellmuthBvbenhausen lWip­penbachOrtenbergSelters oder Nieüer- MockstaötHof Leustadt^-Essolterbach und um­gekehrt. 2. Die Provinzialstraße Bad Salz­hausenNidda wird von der Straßenabzwei­gung nach Nodheim bis zur Straße nach Schotten vom 5. September 1933 ab für jeg­lichen Verkehr gesperrt. DieUmleftung erfolgt über Geiß-Nidda oder Unterschmitten. 3. Die Strecke AltenschlirfNösberts im Zuge der Straße LauterbachSelters wird ab 29.August 1933 Mr jeglichen Verkehr gesperrt. Die Um­leitung für den Fernverkehr erfolgt über Nix­feldSchottenGedern, für den Nahverkehr über Ilbeshausen.

** Straß ens perre in Grünberg. We­gen Ausführung von Pflasterarbeiten wird die Provinzialstraße GrünbergHungen, Ortsdurch­fahrt Grünberg (Frankfurter Straße) vorn 28. 8. 1933 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung er­folgt in Grünberg durch die Adolf-Hitler-Straße. Die aufgestellten Warnungstafeln find zu beach­ten.

** Großer Brieftaubenaufflug am Dergwerkswald. Der Brieftaubenflug am Sonntagvormittag hatte eine große Zahl Neu­gieriger aus unserer Stadt und den südlich ge­legenen Nachbardörfern an die Abflugstelle am Güterbahnhof, nahe des Dergwerkswaldes, an­gelockt. Diele Hände waren bereit, den Eifenbahn­bediensteten beim Ausladen und Oeffnen der Kä­fige zu helfen. Einige Taufend Tauben wurden immer zu gleicher Zeit losgelassen. Die meisten der Vögel nahmen direkt Kurs nach Westen und ent­schwanden nach einigen Minuten den Blicken der Zuschauer; nur wenige zögerten und umkreisten längere Zeit die Abflugstelle, einzelne flogen noch nach mehreren Stunden suchend herum. Nach An­gabe von Sachverständigen sollen die besten Tiere die Flugstrecke in ihre Heimat am Rhein in etwa einer Stunde zurücklegen.

** Gedenket der Blinden! Sn den kom­menden Wochen wird Herr E. B u r m e st e r int Auftrag desLandesverbandes der Hessischen Blinden" für eine staatlich genehmigte Hauskol- : leite in Gießen sammeln, deren Ertrag den ober­hessischen Blinden zugute kommt. Alle Freunde der Blinden werden herzlich gebeten, den Kollek- tanten nicht abzuweifen, sondern zur Unterstützung der Blindenfürsorge und aus Dank für gesunde Augen ein Scherf lein opfern zu wollen.

** Deutsche Edekawoche. Der kaufmännische Mittelstand im Kolonialwaren- und Lebensmittel- Kleinhandel will zu seinem Teil dazu beitragen, die Wirtschaft zu beleben und Arbeit zu schaffen. In einer für die Zeit vom 30. September bis 8. Oktober vorgesehenen Werbewoche soll für den Absatz deut­scher Ware mit besonderem Nachdruck geworben wer- den. Die Feier desTag der Ernte" steht im Mittel­punkt der Veranstaltungen, die geplant sind. In einer Vortragsstunde am 1. Oktober werden die Edeka- Kaufleute im Reich sich mit ihren Gästen zusammen» fitzden, um ihrq Bereitwilligkeit zum Dienst am BoHe

amerikanische Waren legen und dann dazu übergehen werde, seine eigene Flotte zu vergrößern. Die Japaner seien sogar so weit gegangen, Amerika auf­zufordern, ihnen eine versöhnliche Antwort innerhalb einer gewissen Zahl von Tagen zu­kommen zu lassen. Präsident Roosevelt werde aixft gewarnt mit der Höflichkeit der Diplomatie, aber mit der Festigkeit der Java­ner, sich nicht für die japanischen M andats- i n s e l n und auch nicht für die japanischen Flottenmanöver zu interessieren.

Thüringen feiert den ersten Jahrestag seiner national­sozialistischen Regierung.

Weimar, 26. Aug. (WTB. Funkspruch.) Thüringen feiert den ersten Jahrestag seiner nationalsozialistischen Negierung. Die Straßen der Städte und Dörfer prangen in festlichem Schmuck. Flaggenmasten und Girlanden über­all, das Schwarzweißrot- und Hakenkreuzban­ner wehen auf öffentlichen Gebäuden und

Privathäusern. In der Landeshaupt­stadt Weimar hatte sich schon früh auf dem Platz vor dem Landtagsgebäude eine freudig bewegte Volksmenge angesammelt, um der feierlichen Flaggenparade und der Uebergabe des neuen, an alte Traditionen anknüpfenden Landeswappens beizu­wohnen. Unter Glockengeläut und den Ehren­bezeugungen der auf dem Platz aufmarschier­ten Reichswehr, der SA., SS., des Stahl­helms, der Abordnungen des Arbeitsdienstes und aller Verbände ging Punkt 7 Uhr auf das Kommando des Landtagspräsidenten Hille die neue Staatsflagge auf dem Lanü- tagsgebäude hoch. Ministerpräsident Mar sch­ier übergab mit einer Ansprache, die in ganz Thüringen übertragen wurde, das neue Lan­deswappen dem Vertreter des erkrankten Mi­nisters des' Innern und dem Thüringer Volk zu treuer Obhut.

Nach einer weiteren Ansprache des Reichsstatthal­ters Saukel präsentierte die Reichswehr, die Menge sang das Deutschland-Lied. Aus Anlaß des Jubiläums erfolgten eine große Anzahl von B e - förberungen, um sich wie Reichsstatthalter S a u k e 1 erklärte, mit stolzem Freimut zur Aner­kennung der Leistungen der thüringischen deutschen Beamtenschaft aller Gruppen zu bekennen. Diese An- erfennuna möge den Beamten selbst ein Ansporn für die Zukunft sein, mit der Gesamtheit unseres Volkes auch in Zukunft nach dem Wahlspruch Treue um Treue zum gegenseitigen Wohl und Nutzen ver­bunden zu sein.

Das alte Thüringer Wappen mit dem zehn­fach von Gold und Schwarz geteilten Balken­schild und der grünen Raute war durch die marxistische Regierung abgeschafft worden. Da­für war ein roter Schild mit sieben silbernen Sternen angenommen wor­den, ein Wappenbild, das jeder geschichtlichen Grundlage entbehrte. Das neue Staatswappen seigt jetzt in den vier Feldern den sächsischen Nautenkranz, den Schwarzburger Doppeladler, den Reußischen Löwen und den Hahn der Grasen von Henneberg, durch den alten Landgrafenlöwen, der auf blauem Grunde siebenmal rot und weiß g e - teilt im Herzschild erscheint, überhöht. In der rechten Vorderpranke hält der Löwe ein goldenes Hakenkreuz, das Zeichen des deutschen Wiedererwachens. Die schwarz-golde­nen Balken des thüringischen Landeswappens rühren von den Askaniern her und gingen im Jahre 1427 bei dem Aussterben der Witten­berger Askanier mit dem Herzogtum und der Kurwürde aus die wcttinischen Markgrafen von Meißen über und so kamen sie in alle sächsisch-thüringischen Wappen.

Kleine politische Nachrichten.

Angehörige der verbotenen und aufgelösten Schwarzen Front haben in jüngster Zeit Flugblätter mit unsachlichen und beleidigenden Aeußerungen gegen die Reichsregierung hergestellt und verbreitet. Die Täter konnten bisher noch nicht gefaßt werden. Die Staatspolizeistelle Breslau hat sich daher veranlaßt gesehen, die intellektuellen Urheber, mehrere ehemalige führende Angehörige der Schwarzen Front, bis zur Klärung der Ange­legenheit in Schutzhaft zu nehmen.

Der Reichskommissar für Beamtenorganisationen hat den Reichsbund der höheren Beam­te n in einem Schreiben ersucht, den ihm angeschlosse- nen Verbänden der höheren Beamten mitzuteilen, daß Auflösungen der Verbände oder Aus- trittserklärungen der Verbände oder der ihnen angeschlossenen Mitglieder bis zum Abschluß der zwischen ihm und dem Reichsbund schwebenden Eingliederungsoerhandlungen zu unterbleiben haben.

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Sn seinem Sommeraufenthaltsort Hhbepark unterzeichnete Präsident Roosevelt den Autoindustrie-Code. Durch den Code wer­den jedenfalls 450000 Arbeiter wieder in Ar­beit gebracht. Nachdem die Code für die Stahl- und die O e 1 i n d u st r i e und nunmehr auch für die A u t o i n d u st r i e abgeschlossen find, steht jetzt nur noch die Erledigung des Braun- iohlencodes aus.