Das Wunder der Magussi Weiser
Jtomon von Kr. Lehne.
Urheberschutz durch C. Ackermann, Stuttgart.
21. Fortsetzung. Nachdruck verbotenl
Man umringte sie, drückte ihr die Hände, beglückwünschte sie nach Schluß: dieses Ereignis prickelte in oller Nerven. Was würde der Abend bringen! — Lächelnd, errötend, in ihrer bescheidenen, lieben Art wehrte sie ab. Und war dann plötzlich verschwunden. Zur Fürstin, die sie bewegt in die Arme schloß, — „Kind, Kind, das hatte ich wirklich nicht erwartet. Sie große, große Künstlerin! — Und Sie, Kapellmeister?" wandte sich die Fürstin an Bruno Halling, der kurz nach Magussi in ihre Loge getreten.
Mit leuchtenden Augen, sich tief verneigend, entgegnete er.
„Durchlaucht, ich habe viel von der gnädigen Frau erwartet und werde heute abend noch mehr erwarten!"
„Oh, Sie Gewaltmensch!" lächelte die Fürstin. „Jetzt aber verfüge ich über die kleine Frau und führe sie heim, damit sie genügend ausruht bis zum Abend. Sie steht unter meinem Schutz!" setzte sie ausdrucksvoll hinzu, „ich betone dies, falls man sich allerlei Urteile erlauben würde."
Magussi, den verborgenen Sinn dieser Worte wohl verstehend, neigte sich über die Hand der fürstlichen Frau. Man besprach noch einiges Wichtige; dann fuhr die Fürstin mit ihr im Auto davon.
„Noch einmal Kind: ich bewundere Sie und verstehe jetzt auch ganz den Drang — oder soll ich lieber sagen: den Dämon in Ihrer Brust, der Sie zum Singen treibt. Möge er Ihr Glück nicht zerstören — und das eines anderen Menschen."
In leisem Erschauern schloß Magussi die Augen.
„Ich kann nicht anders, Durchlaucht, er muß es einsehen! Nichts wird ihm genommen!"
„Noch eins, Liebste! Da Ihr Gatte verreist ist, wünsche ich heute abend seine Mutter sowie die Ihre in meiner Loge zu sehen. Wollen Sie den Damen sagen, daß ich sie eine Stunde vor Beginn der Vorstellung bei mir erwarte?" — Die Fürstin nahm Magussis Hand, „ich möchte nämlich beide Mütter darauf oorbereiten, wen man heute abend als Hero hören wird."
In Magussis Augen standen Tränen, — „wie gütig Durchlaucht sind!"
„Sie sollen durch nichts beunruhigt heute abend fingen können!"
Wie war Magussi der Fürstin doch dankbar, die ihr alle Steine aus dem Wege zu räumen suchte!
Sie war von einer merkwürdigen Ruhe, so sicher ihrer selbst, keine Spur von Angst — nur eine große, unendliche Freude lebte in ihr, daß sie nun dicht vor der Erreichung eines jahrelang gehegten Wunsches stand. Und diese Freude war mit keinem Gefühl zu vergleichen, das sie bisher empfunden.
Es war etwas so Großes, Heiliges, Erwartungsvolles, daß alles andere versank.
15. Kapitel.
Man hatte ein Ereignis, wie vordem noch keines: Wer hätte das für möglich gehalten, die so zurückhaltende, schlichte Magussi Weiser als Sängerin auf der Bühne.
Von nichts anderem wurde gesprochen, — wie hatte sie das nur wagen können, — und wie war ihr das Wagnis geglückt! Selbst die strengsten Kritiker hatten nichts an ihr auszusetzen gewußt. „Ein Wunder" hatte man sie genannt.
Und tatsächlich: ein Wunder war es gewesen, wie sie, zum erstenmal auf der Bühne stehend, die große Rolle so mühelos bewältigte, umflossen vom unendlichen Liebreiz ihrer Erscheinung, begnadet durch diese herrliche Stimme, die das ausverkaufte Haus in Staunen und Entzücken versetzte.
Man hatte wohl gewußt, daß die ursprünglich als Hero vorgesehene Asta Grellberg abgesagt und der Kapellmeister Ersatz für sie gefunden. Wer aber der Ersatz war und woher er tarn, wußte man nicht, da das Künstlerpaar auf dringenden Wunsch Bruno Hollings geschwiegen.
Eine ungeheute Verblüffung hatte sich der Zuhörer bemächttgt, als man in der schlanken, holdseligen Priesterin Frau Magussi Weiser, die Tochter des Kommerzienrats Bunte, erkannte. Aller Blicke richteten sich nach der Loge der Fürstin, in der neben der fürstlichen Frau Generaldirektor Weiser und Frau Kommerzienrat Bunte saßen, wie man schon vorher mit einiger Verwunderung festgestellt, und sehr, sehr liebenswürdig und lebhaft unterhielt sich die Fürstin mit ihren Gästen.
Lilo von Konsilius, in eleganter und wie immer etwas auffallender Aufmachung, war sehr erstaunt gewesen, daß bei Beginn der Oper Magussi Weiser ihren Platz noch nicht eingenommen hatte, — förmlich aufreizend wirkte dieser freie Stuhl in dem überfüllten Hause.
Sie wird doch nicht plötzlich krank geworden fein?" flüsterte sie ihrem Begleiter, Kurt von Langen, zu, „denn sonst hätte sie sich durch nichts abhalten lassen, bei der Erstaufführung der Oper ihres geliebten Kapellmeisters zugegen zu fein."
Bald aber hatte sie den Grund von Magujsss Fernbleiben gewußt, als nach dem kurzen, eindrucksvollen Vorspiel der Vorhang zur Seite rauschte und aus dem Tempel die Priesterin trat, im Arm ein Körbchen mit Blumen tragend.
Aufgeregt hielt sie das Glas vor den Augen, — „das ist — das ist doch Magussi Weiser!" — beinahe hätte sie es laut gerufen. Sie mußte es sein; solche Ähnlichkeit gab es doch nicht wieder, obwohl es ja so gut wie unmöglich war, daß Magussi — wie sollte sie da auf die Bühne kommen — es war vielleicht doch nur eine allerdings fabelhafte Ähnlichkeit, — aber dann diese weiche, süße Stimme, nein, keine Ähnlichkeit, sie selbst, Magussi selbst war es! — 9h das war doch eine abgekartete Sache zwischen ihr und dem Kapellmeister — so etwas war noch nicht dagewesen — so etwas — Niederträchtiges. Lilo fand keinen anderen Ausdruck dafür. So heimlich war das alles gemacht; kein Wort hatte Magussi davon verlauten lassen — und nun stand sie da vor aller Augen als unerhörte Tatsache! Und das war's, was Lilo am meisten ärgerte, und im besonderen noch, daß Kurt von Langen das Glas nicht von den Augen bekam, — „entzückend!" murmelte er. Und „entzückend!" sagten auch die anderen. Man hatte das vorher so gar nicht erkannt, was für eine vollendete Schönheit diese Frau war! Wie das griechische Gewand sich um die edelgeformten, schlanken Glieder schmiegte, wie wundervoll der zarte Nacken, die Arme modelliert waren, wie rein und klar das Gesicht, voller Anmut und Hoheit der Ausdruck — und wie sie fang und sich bewegte, so sicher und selbstbewußt, als sei die Bühne ihr ein längst vertrauter Boden — das alles hatte in Magussi gelebt? Lilo war ganz außer sich vor Groll. Zorn und — Neid — ja, blanker Neid auf die Freundin war es.
Was galt sie — Lilo — von heute an in der Gesellschaft? Nichts! Magussi Weiser war das Tagesgespräch von morgen an. Und nicht nur in der Stadt. In alle Zeitschriften würde ihr Bild kommen, in allen Zeitungen ihr Name genannt werden.
Alles das ging Lilo durch den Kopf, Lilo, für die Aufsehen zu erregen Lebensbedürfnis war!
Das Publikum vergaß beinahe den Komponisten über der Sängerin.
Nur die Musikverständigen saßen und lauschten. Es war ein Besonderer, der da zu ihnen sprach, einer, der in seiner Musik keine Anlehnung an andere suchte, sondern seine eigenen Wege ging, und der jenes geheimnisvolle Etwas besaß, das die anderen zwang, ihm auch gegen ihren Willen zu folgen. Er hatte auch die Melodien nicht aus feinem Werk verbannt.
Ganz wundervoll war der Zwiegesang zwischen Hero und Leander im Turmgemach der Priesterin.
Wie die Musik die beiden schönen, blühenden (Stimmen umschmeichelte und ihnen ihr Recht ließ.
Man stellte fest, daß der Kapellmeister mit den beinahe fanatisch leuchtenden Augen in dem blassen, festen Gesicht ein Berufener war, von dem die Welt noch sprechen würde.
Und nicht von ihm allein, auch von der anmutsvollen, blonden Frau, die mit ihrer Stimme und ihrer Süße alle bezaubert hatte, daß man sich am Schluß der Vorstellung mit Beifallklatschen und Hervorrufen nicht genug tun konnte. Immer wieder wollte man die Künstler sehen — der Kapellmeister in der Mitte, zu seiner Rechten die Priesterin, deren Hand er gefaßt hielt — war es nicht, als gehörten diese beiden begnadeten Menschen zusammen, verbunden durch ihre Kunst?
Frau Weiser und Frau Bunte, die Mütter, sahen sich in diesem Gedanken, der sie urplötzlich ergriffen, schmerzlich an — eine verstand in der anderen zu lesen. „iDlein armer Sohn", kam es bebend von den Lippen der Frau Weiser. Mit tränenerfüllten Augen entgegnete die andere: „Oh, wenn ich es hätte ändern können! Ich habe ja nichts gewußt!"
„Frau Magussis ganzes Herz gehört' dem Gatten, ich weiß es. Nichts verbindet sie mit dem Kapellmeister, nur die Kunst!" sagte die Fürstin, die die kurze Unterhaltung der beiden Damen mit angehört, — „sie hat einfach nicht anders gekonnt. Was innerste Naturnotwendigkeit ist, das läßt sich nicht niederzwingen, — es drängt zum Licht. Sie haben hier den Beweis, meine Damen!"
Die Fürstin nahm nach der Vorstellung Magussi und die Mütter mit nach ihrer Villa, um dort noch eine Tasse Tee zu trinken und die Ereignisse des Abends durchzusprechen.
„Mama, ich habe der Stimme in mir folgen müssen. Was ihr gegen meine Wünsche tatet, war vergebens. Du weißt, wie ich mit Papa gerungen. Er hat eigenmächtig und bedeutungsvoll in mein Leben eingegriffen, ohne mich zu fragen, ob ich damit einverstanden war. Ich mußte mich fügen — und ich tat es. War es aus Angst ober aus Feigheit ober Schwäche — ich weiß es nicht mehr! Ich habe Ebuard über nichts im unklaren gelassen. Das, was ich anfangs als Strafe empfand, hat sich für mich zu einem unenblich großen, tiefen Glück entwickelt; benn ich habe gelernt, Ebuard zu lieben!" sagte Magussi innig.
„Und konntest ihm das dennoch antun, Kind?" fragte seine Mutter vorwurfsvoll.
„Ich habe nichts Unrechtes getan — wohl Außergewöhnliches, aber nichts Schlechtes! — Doch wir wollen uns heute abend nicht weiter darüber unterhatten und Durchlauchts Güte noch länger in Anspruch nehmen!"
(Fortsetzung folgt.)
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