er in der Trunkenheit mit doppelt gclnbencr Büchse über den Rhein schießen wollte, wobei die Büchse prompt explodierte. Zwei Jahre später, 1691, steht er abermals am Rhein im Feld. Das muß ein lustiges Leben gewesen sein, jedensalls wird uns berichtet von einem der vielen Lagerabende:
„Printz Friedrich August kam mit einem Glaß Weine auf einem Maulesel geritten und ritte um den Tisch herum, trunke es dem Feldmarschall Schöning zu, der sich dann auch auf den Esel setzte, und dann turne es an Graf Reuh und Oberst Röbel, der stattlich vexiret wurde, maßen ihn dann der Esel herunter murff und ein Glaß, welches sehr schön geschnitten, zerbrach, auch die Scherbel aus dem Arme ziehen mußte." .
In diesem Kriegsjahr 1691 starb der Kurfürst Johann Georg III.; der Kurprinz übernahm als Johann Georg 1V. die Regierung. Im Jahre darauf nahm Friedrich August an dem Feldzug in den Niederlanden teil und begleitete zwischendurch seinen kurfürstlichen Bruder nach Berlin, wo er zum erstenmal öffentlich Proben seiner erstaunlichen Körperkräfte lieferte, die ihm für immer den Beinamen „der Starke" eintrugen —: fortan barg die Kunstkammer der Hohenzollern als Sehenswürdigkeit einen schweren silbernen Teller, den der Prinz wie ein Blatt Papier zusammengerollt hatte, ferner einen massiv silbernen Becher, den er derart eingedrückt, daß der darin befindliche Wein hoch zur Decke spritzte, und ein Stück Eisen, das er mit einer Hand zu einer Art Schraube gedreht.
In Berlin verlobte sich der Kurfürst mit der verwitweten Markgräfin von Ansbach. Nach Hause zu- rückgekehrj, kam Prinz Friedrich August dem Beispiel seines Bruders nach —: im Januar 1693 heiratete er seine Kusine Christiane Eberhar- d i n e, Tochter des Markgrafen von Bayreuth. Es folgte ein Jahr, das zumeist mit Tummeleien auf allen möglichen Kriegsschauplätzen ausgesüllt war.
Bon diesen nach Dresden zurückgekehrt, brach ein schwerer Konflikt zwischen den beiden Brüdern aus, hervorgerufen durch den Kurfürsten. Der war seiner Gattin längst untreu geworden und hatte sich glühend in eine Gräfin R o ch - l i tz verliebt. Er wollte der Geliebten das Gut Pillnitz schenken, dagegen begehrte die Kursürstin auf, was den Kurfürsten derart in Wut brachte, daß er bei einem erregten Wortwechsel mit gezücktem Degen auf seine Gattin eindrang. Lediglich dem Dazwischenspringen des Prinzen Friedrich August, der dem Bruder die Waffe entriß, sie mit bloßen Händen zerbrach, wobei er sich bös an den Fingern verletzte, war es zu verdanken, daß schweres Unglück vermieden wurde. Jetzt standen die Brüder endgültig gegeneinander wie Katze und Hund — nicht lange fcdvch. Die Gräfin Rochlitz starb kurze Zeit nach der beschriebenen Szene jählings an den Blattern. In wildem Schmerz warf sich der Kurfürst über die Leiche und küßte sie, als könne er sie so zu neuem Leben erwecken; drei Wochen später, nur wenig über 25 Jahre alt, starb auch er ... So ging die Prophezeiung des Vaters in Erfüllung: „Prinz, Ihr, Ihr sollt noch Kurfürst werden!"
Friedrich August berichtet später:
„Das Land jubelte, mich an die Stelle meines Bruders treten zu sehen!"
Jedenfalls hieß es, wobei nicht nur der Besitzstand, sondern zugleich auch die mehr oder minder strittigen Gebietsa n s p r ü ch e mit aufgezählt wurden, vom 27. April 1694 an:
„Bon Gottes Gnaden Wir Friedrich August, Her- zog zu Sachsen, Jülich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen, des heiligen Römischen Reiches Erzmarschall und Churfürst, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen, auch Oder- und Niederlausitz, । Burggraf zu Magdeburg, Gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Mark, Ravensberg und Bardy, I Herr zu Ravenstein." (Fortsetzung folgt.)
SJtXfport
Sandball-LokaltreffenlWO -1846
Am kommenden Sonntag stehen sich auf dem älniversitätssportplatz die beiden 1. und 2. Mannschaften der obengenannten Vereine in Freundschaftsspielen gegenüber. Die 1. Mannschaften spielten vor 2 Zähren zusammen in der Meisterklasse im Gau Hessen der DT. Die damals ausgctragenen Spiele konnten von den Turnern gewonnen werden. In der Zwischenzeit haben sich aber die Mannschaften wieder geändert. 1903 zeigte in seinen letzten Spielen eine wesentliche Formverbesserung, während die 1846er bei den Meisterschaftsspielen durch dauernden Spielerwechsel nicht so richtig in Fahrt kamen. Aller Voraussicht nach werden beide Mannschaften in stärkster Aufstellung antreten. Wer Sieger wird, ist schwer zu sagen. Da die Mannschaften wohl gleichwertig sind, ist mit einem interessanten Spiel zu rechnen. Die Mannschaften treten wahrscheinlich in folgender Ausstellung an.
Spielvereinigung 1 900: Enders
Virkenstock Fischer Koch, G. Schott Otto
Herbert II. Herberg Tetz Esch Depperling
Horeyseck Frey I. Detter Frey II. Vogt Gerhardt Reitz Knorr
Loh Dritter
Kern
Turn-Verein 1 8 46.
Dor diesem Spiel messen die 2. Mannschaften ihre Kräfte. Aach hier dürften sich zwei ausgeglichene Mannschaften gegenüberstehen. Die Turner müssen allerdings mit Ersatz antreten.
VfB. Gießen.
VfB. — Botten fjorn.
Die 1. Mannschaft des Fußballklubs Botten- Horn ist am Sonntag auf dem Waldsportplah des VfD. zu Gast. Das Vorspiel dieses Derbands- spieles in Bottenhorn ist noch in lebendiger Erinnerung. Den Grünweihen, die auf dem Platze der Gäste mit 6:1 Toren gewannen, ging es damals schlecht. Die Gastgeber fanden sich seinerzeit mit der ^Niederlage nicht so recht ab und es kam zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf die Grünweitzen einige Verwundete registrieren mutzlen. Für Dottenborn hatten die Dorkcmmn.sse Platzsperre usw. zur Folge. Run treten die Gäste auf dem Waldsportplah an und man erwartet einen spannenden Kampf. Gleichzeitig aber wird man wünschen, datz das Spiel in anderer Form ausgetragen wird, als es in Dottenhorn der Fall war. Für die Grünweitzen steht der zweite Platz in der Tabelle auf dem Spiel. Eine Riederlage bedeutete (nach Mwlustpunkten ge
rechnet) eine Versetzung auf den 6. Platz in der Tabelle. Dem werden sich die VfD.er nicht aus- setzen wollen. Es sollte den Hiesigen nicht schwer fallen, das Spiel zu gewinnen, denn die Mannschaft befindet sich gegenwärtig in einer Form, die zu Hoffnungen berechtigt. Auf den Ausgang des Spieles darf man gespannt fein.
Die 2. Mannschaft tritt zum Verbandsspiel gegen Lollar in Lollar an. In Lollar wird schwer zu gewinnen sein. Dei kompletter Aufstellung sollten die Gietzmrer aber doch einen Sieg landen. Die 3. Mannschaft tritt der 2. des VfR. Duhbach gegenüber. Der Ausgang des Spieles ist nicht vorherzusagen. Die 1. Jugend wird (das steht allerdings noch nicht ganz fest) gegen die 1. Jugend von Wieseck antreten.
Gpielvepeimgung 1900 Gießen.
Breidenbach — 1900.
Die Blauweißen müssen morgen nach Breidenbach fahren. Der Kampf gegen die Gastgeber wird nicht leicht sein. Die Breidenbacher wissen — das bewiesen sie am vergangenen Sonntag auf dem VfB.-Platz — zu kämpfen. Auf eigenem Platz sind sie unter Umständen als noch etwas besser und sicherer zu betrachten, während sich 1900 mit engeren Platzverhältnissen abzufinden hat. Es gebt um zwei wertvolle Punkte. Die Situation in der Tabelle hat sich verschärft. Eine Entscheiduntz steht bevor. 1900s 1. Mannschaft behauptet zwar die Spitze, aber nicht mehr unangefochten, nachdem durch die Bezirksbehörde das Spiel gegen Frohnhausen als Verbandsspiel und als für 1900 verloren gewertet wurde. Diese Entscheidung erscheint reichlich hart. Um so mehr hat nun die Elf Anlaß, sich in Breidenbach einen Sieg zu erringen, um das Punkte-Konto wieder auf den alten Stand zu bringen. Die Svielver- einigung wird voraussichtlich in kompletter, stärkster Aufstellung antreten. Man sollte mit einem Siege rechnen dürfen. Der Gegner ist zu überwinden. Vom Sturm wird allerdings größte Aktivität gefordert werden müssen.
Die 2. Mannschaft trit auf eigenem Platze gegen den Verbandsspielgegner Ettingshausen, der in der 2. Bezirksklasse eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, an. Auf eigenem Platze sollten sich die Blauweißen einen Sieg nicht entgehen lassen. Die Dritte hat gegen Nieder-Weisel ebenfalls auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe anzutreten. Das Vorspiel wurde über Erwarten hoch verloren. Der Ausgang des bevorstehenden Spieles ist nicht vorherzusagen. Die Vierte spielt gegen ihren bekannten Gegner, die 1. Mannschaft von Krofdorf.
Eishockey im Gießener Eisverein.
Am kommenden Sonntag fährt die Mannschaft zum fälligen Rückspiel nach Kassel. Das Gesellschaftsspiel anläßlich der SWDEV.-Meisterschaf
ten konnte Gießen knapp 2:1 gewinnen. Hoffentlich können die Gießener auch dort den Vorsprung halten. Da außerdem die Mannschaft deS Tennisclub „1914" Frankfurt in Kassel weilt, steht noch gegen diese Mannschaft ein zweites Spiel, in dem es für Dietzen gilt, das Ehrentor heranS- xuhvlen.
Zugendwettlämpfe im Eisschnell' und Kunstlaufen.
Mit einer derart grotzen Teilnehmerzahl hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Waren eS doch weit über hundert Mädels und Jungen, die sich vor allem in den jüngsten Jahrgängen beteiligten. Derständlicherweise hatten die Laufstrecken gegenüber dem Kunstlauf die größte Kennzahl. Zum Kunstlauf gehört Hebung, aber Schnellanfen kann jeder Junge, der auf die Eisbahn geht.
Ergebnisse.
A. Mä dchen (St. = Studienanstalt, Sch. -= Schillerschule, G. - Dymnasium).
Schnellausen: 200 Meter, (10 bis 12 3.), 24 Teilnehmer: 1. Benderoth, St., 32,9 Sek.; 2. Liesel Fendt, St., 35; Wilma Engel, Sch., 38,2; 4. Tlrsula Schmidt, St., 42,6; 5. Elis. Mach, St., 44,1 Sekunden.
Kunstlauf, (bi8 14 Jahre), 3 Teilnehmer: 1. Herta Hudel, St., 18,6 Punkte. Kunstlauf, (14 bis 18 Jahre), 2 Teilnehmer: Irmgard Schalch, St-, Ricka Lotze, G.. punktgleich mit 18,6 Punkten.
B. Jungen (G. — Gymnasium, Rg. ■= Realgymnasium, Obr. = Oberrealschule, P. = Pesta- lozzischule, Gth. --- Goetheschule).
Schnellausen: 200 Meter, (10 bis 12 3 ), 73 Teilnehmer: 1. Müller-Leutert, G., 32,5 Sek.; 2. Goß, G., 32,7; 3. Zimmer, 32,9; 4. Fiedler, P., Schaub, Rg., Janisch, P., 33,4; 5. W. Schreier, Gth., 33,5; 6. Egner, Rg., 33,8; 7. Ernst Veil, P., 34,2; 8. Walter Hau, Obr., 34,3 Sekunden. 400 Meter (bis 14 3ahre), 10 Teilnehmer: 1. E Baum, P., 1:2,7; 2. R. Sparr, Gth., 1:7,6; 3. Willi Schreier, Gth., 1:7,8 Minuten. 600
Meter (14 bis 16 Jahre), 10 Teilnehmer: t, Wolfg. Reinwald, G., 1:38,3; 2 Wolfg. Harbrich. 1:40,1; 3. Willi Roll, Rg., 1:46,0 Minuten. 80Q Meter (16 bis 18 Jahre), 5 Teilnehmer: 1. R. Ritsert, 2:18,9; 2. Fischer, G., 2:19,2 Minuten.
Kunstlauf (bis 14 Jahre), 5 Teilnehmer: 1. Walter Mylius, G., 13,9 P.; 2. Karl Fiedler. P., 13 Punkte. Kunstlauf (14 bis 18 Jahre).
4 Teilnehmer: 1. Hans Lautensach, Rg., 20,2 P.» 2. Wolfg. Harbrich, G., 19,9 Punkte.
5x200-Meter-Staffel: 1. Pestalozzi» schuleI. 800-, 400-, 400-, 200 - Meter» Staffel: 1. Gymnasium.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
An den Lisverein.
Du lieber Eisverein, Kritik muß immer sein. Drum werd nicht wutentbrannt, Wnn einer eingefanbt
Als das Konzert gefehlt, Ward noch viel mehr frafeelt, Denn schöner ist der Laus, Wenn Musike spielt auf.
Drum freut sich groß und Nein Und dankt's dem Eisverein, Daß dreimal täglich jetzt „Gedudel" ein'n ergötzt.
So mach fein dös' Gezänk, Herr Nachbar, und bedenk: Das Eis ist bald vorbei. Mit ihm die „Dudelei".
Statt drüber bös zu fein, Komm auch zum Eisverein Und schnall die Schlittschuh an, ! Dann hast du Freude dran.
Wito.
Wirtschaft.
* Schiffsba 14p I ä n e für d i e Deutsche Levantelinie. Rach Mitteilungen von unterrichteter Seite schweben bei den zuständigen Stellen der Hapag-Llohd-Hnion Erwägungen über den Bau zweier Frachtdampfer von je etwa 4500 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 13 bis 14 Knoten für die Deutsche Levantelinie, wobei allerd ngs die Finanzierungsfrage noch nicht gelöst ist.
' lOprozentigeTeilrückzahlung auf die Kölner Schahanweisungen. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, ist die in der Glaub grrv:r?ammlung b:r Besitz r von 6(8)pro- ?en ig'n Sch Hinweisungen beschlossene lOprozen» tige 'Teilrückzahlung zum 1. Februar 1933 ge- sicye.t Die für die Rückzahlungen erforderlichen 4 Millionen Mark werden der Stadt vom Staat und von einer Bankengruppe zur Verfügung gestellt.
frankfurter Abendtörse still.
Frankfurt a. M., 27. Ian. Der Beschluß des Aeltestenrates, den Reichstag auf nächsten Dienstag einzuberufen, hat zwar etwas beruhigt, doch verhielt man sich nach wie vor abwartend.
zumal über die weitere Entwicklung noch ziemlich Unklarheit bestünde. Das Geschäft an der Abendbörse war außerordentlich klein, die Stimmung aber nicht unfreundlich. Don den Hauptwerten kamen zunächst nur IG.-Farben mit 105 Proz. zur Rotiz. 3m Verlaufe war auf dieser Basis aber eher Rachfrage vorhanden. Bei den übrigen Werten hörte man unverändert letzte Kurse. Im weiteren Verlaufe erfuhren die Kurse bei anhaltender Geschäftsstille keine Veränderungen, nur am Schiffahrtsmarkt lagen Rordd. Lloyd 0,39 Prozent niedriger. IG.-Farben schlossen mit 105 Prozent.
Am Rentenmarkt eröffneten deutsche Anleihen etwa behauptet, später waren sie um Bruchteile eines Prozentes befestigt. Von fremden Werten lagen 4proz. Oesterr. Staatsbahn-Prioritäten von 1883 weiter fest und mit 6,80 Prozent erneut 0 50 Prozent höher. Altbesitzanleihe 63,25 bis 68,39, Reubesitzanleihe 8,89 bis 8,95, Schutzgeb ietsanlei he 6,55, Reichsbank 157 50, Gelsenkirchen 58,75, Mannesmann 60,'5, Stahlverein 33 50, AEG. 31, Licht & Kraft 93,50, IG.-Farben 105, Siemens 126, Reichsbahn-VA. 92,89, Rordd. Lloyd 18,25 bi- 18.
3<Marbeninimflrie im 4. Vierteljahr 1932.
Trotz des Anhaltens der handelspolitischen Schwierigkeiten im 4. Vierteljahr 1932 waren nach dem Bericht der IG.-Farbenindustrie AG. die Anzeichen einer beginnenden Wirt- schaftsbelebung, allgemein betrachtet, weiter zu beobachten, zum Teil haben sie sich sogar vermehrt. Die saisonmäßigen Rückgänge wurden diesmal durch eine leichte, konjunkturelle Ge- schäftObesserung ausgeglichen.
Auf den Arbeitsgebieten der Gesellfchafl werden wieder Ansätze zur Besserung feslgestelll.
Rach der Ende Dezember mitgeteilten Vermehrung der Belegschaft um 4000 Mann sind in» zwi.chen nochmals 1000 Reueinstellungen vorge- nommen worden. In Farben und Färbereihilfsprodukten hat de A b s a h b e s s e r u n g in Europa, wie in Llebersee angehalten. Für Ghemi.alien hat sich der langsam begonnene Aufstieg fortgesetzt, wenn auch der Dezember, wie übl'ch etwas schwächer war. Im Düngestickstoff- Absatz hielt die steigende Tendenz an, die bisherige Entwicklung läßt für das laufende Düngejahr einen gewissen Mehrabsatz gegenüber
dem Vorjahr erhoffen. Die bis jetzt eingetretene Zunahme entfällt ausschließlich auf den Inland- absah, der Absatz im Ausland nahm normalen Verlauf bei teilweise etwas gebesserten Preisverhältnissen. Eine leichte Steigerung war bei dem Absatz in technischem Stickstoff zu verzeichnen, die Auslandpreise waren weiter rückläufig. In der Benzinproduktion in Leuna blieb die Lage unverändert. Die Verkaufsschwierigkeiten bei der Verkaufsgemeinschaft Pharma- zeutika und Pflanzenschutz hielten, insbesondere im ^u^landgeschäft, an. Das Ausmaß des Llmsah- rückgangs hat sich verringert. Photographika ze g en d n saisonmäß g bedingten Rückgang, insgesamt betrachtet, gleicht die Steigerung im Inland ungefähr den Rückgang int Ausland aus.
Der ftunftfeibenumfatj entspricht etwa dem Absatz im vorhergehenden Quartal, gegenüber dem 4. Vierteljahr 1931 ist eine geringe Steigerung zu bemerken.
Die Absatzverhältnisse im Ausland liegen irt diesem Berichtszeitraum etwas günstiger, als im Inland, allerdings bei unzureichenden Preisen«
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
5rani|un a. DI.
äeniii
Echluß- fur«
Schlup!. Abend- bSrf-
Schluß- tur<
Schluß!. Mittag» bö se
'Datum
26 1.
27.1.
26.1.
27-1.
6% Deutsche Reichoanlethe v. 1921
6% efjem.7% Di. Reichsanl. v. 1929
80,3
80,25
80,65
80,5
95,5
96,4
95,9
96
5y2% Doung-Anleihe von 1930 ..
82,75
—
83
83
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti
Auslos.-Rechlen ...........
68,75
68,4
68,8
68,3
Tesgl. ohne Auslol^Rechte......
8,65
8,95
8,75
9
6% ehern. 8% Hell. Bolksllaat 1929 trüchahlb 102%)...........
77,75
77,75
78,25
_
Oberhellen Provinz-Anleihe mH
Auslol.-Rechien ...........
67
67
_
Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Serie) mil Auslol.-Rechten
62,7
62,5
63
63
6% ehern. 8% Franks- Hyv -Bonl Goldpfe. 15 unkünvbor bis 1935
86,75
86,5
6% ehern. 7% Krauls. Hyv.-Bon! Goldpfe. Iß unkünvbar bi« 1936
86,75
86,25
—
—
6%% ehern. «'/.% Franks. Hhp.
Bank-Liau.-Psandbrieie .....
87,25
86,5
_
—
6’/i% ehern. \yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse. ..
6% ehern. 8% Br. Lan verpfänd
toefanflalt, Pfandbriefe R. 19
87
87
_
_
85,5
85,5
85,25
85
6% ehern. 7% Pr. Landespfand briefanftalt, Pfandbriefe R. io
85
35
4% Deftenetdifidie Goldrente...
—
_
—
_
4,20% Leslerreichilche SUberrenie
1,4
1,4
1.4
1,4
4% Ungarische Soldrente ....
—
——
——
4% Ungarische Siaalsrenie v. 191C
—
—
—
—
4V*% dergl. von 1913 ......
—
—
—
—
5% abgefl. Goldmerilaner von 99
6,65
6,65
6,9
6,75
4% Tückische Hollanleihe von 1911
4,9
5
5
5
4% Türkische Äagdabbahn-Anleihe Serie I ...................
5,5
5,55
5,5
4% desgl. Serie !1 ............
5.5
5,5
5,5
5,55
5% SRumän. vereint). Rente v. 1903
6,8
6,9
7.1
4^%Rumän.vereinh.Reniev.l913
10,65
10,9
10,75
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,85
3,7
5,9
5,75
3%% Anatolier...............
23.75
24
23,13
24
.vtaniiur, u. *>u
dernn
Schluß- kur4
Sch.ußk. Abend- bö-'k
Schluß- für»
Schlußk. Mittag, börse
Datum
26.1.
27-1.
26.1.
27-1-
Vamvurg.Ämenla-Palei .....<
18,13
18
18,4
18.25
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
—
—
44,5
——
Hansa Dampfschiff...........0
—
—
30
31
Norddeutscher Lloyd .........0
A K. für Verkehrswesen Wt. .. 0
18,65
18
18,5
18,4
43,5
43,25
43,5
43
Berliner Handelsgesellschaft.... 4
96
97,5
96,5
98
Commerz, und Privat-Bank... 0
53
53
53.5
53,5
Deutsche Bank und DiSconlo>
Gesellschaft................0
72,75
72,75
72,75
72,75
Dresdner Bank..............0
61,75
61,75
61,75
61,75
Reichöbank ................. 1
158,5
157,5
158,5
157,75
A.L.K......................0
29,75
31
30,13
30,9
Elekn. LteserungSgeleUschafk ... 5
80
80,5
80
80
Licht und Kraft .............6
96,5
96,5
95,5
98,75
Fellen & (Guilleaume ........0
56,5
56
56,5
56,5
Gesellschaft für Elektrisd-e Unter.
nehmungen............... -1
80,25
79
80,25
79,75
Rheinische Elektrizität ........5
99
99
99
99
Schuderl & Co..............0
89
88
87,9
87.5
Siemens & Haltke...........f
126
126
126
126
Lahmeoer &6o..............10
120
119,5
119.5
119,75
Buderus ...................o
47,65
46,75
47,13
46,75
87,75
Deutsche Ctbbl .............4
88,5
88
87,75
Gelsenkirchener..............0
58.25
58,75
58,5
58,25
Haroener...................C
—
82
81,75
82
Harsch Eilen—Köln-Neuesten.. 0
--
—
52.5
52,75
File Bergbau ............7
—-
145
145
144,5
Ilse Bergbau Genüsse........7
101
101,75
101,75
101,75
fflödnerroerte ...............C
45,5
45
45,65
44.9
Mannesmann-RSHren........0
60,5
60,75
61,13
25,13
61
Mansfelder Bergbau.........0
24.75
25
25
cberfchlef. Kokswecke......... 0
—
—
70
69.75
Pbönir Bergbau... ........ 0
34
34
34
34
Rheinische Braunkohlen ......10
188
187,5
188.5
187,13
Rheinflahl ..................0
73,5
73
73
73
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- kurS
Schluß!. Abend- bSck-
Sch uß» hirt
Schlußk. anl:lay bSre
Datum
26.1.
27.1.
26.1.
27.1.
Bereinigte Stahlwerke.....
.. t
33,5
33,5
33,65
33,75
Ltavi Mnen ............
... o
16,75
16,5
16,5
16,25
Kaliwerke Aschersleben.....
... 6
114
113
114,75
113
Kaliwerke Westeregeln.....
Kaliwecke Salzdetfurth ....
... 6
117
116
116,5
115,25
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173
—
172,5
171,5
G. Iarben-Jnbustrie ....
... 7
105
105
105,25
105,4
ächeideonstalt............
...10
153,25
153
—
——
Goldschmidt .............
... 0
38
37,75
37,75
37
Rülgerswerke............
... 0
42,5
42
42,75
42.25
MeiaUgelellschast..........
... 0
37,75
37,25
38
37,4
Philipp Holzmann........
... 0
49,25
49,25
49,5
49,75
Zementweck Heidelberg ...
Lementweck Karlstadt......
52
52
—>
—
... 0
—
—
—
Watch L Lrreytag .........
... 0
4,5
4,5
4,5
4,1
Schul»I)ets Payenhofer.....
... 0
_
_
102,25
101,4
Mu (Allgemeine Kunstseide)
... 0
36,5
37,25
36,5
37,25
Bemberg................
... 0
44,5
44
44,25
44,13
Zellstoff Waldhof.........
c
51,25
50,5
50,75
50,75
Zellstoff Aschaffenburg ....
... 0
27,25
27,5
28
27,5
Destouer GaS ............
... 7
—-
—
112,25
112,4
Daimler Motoren........
... 0
21,5
20,75
21,25
21,13
Deutsche Linoleum .......
... c
39.25
39,25
39
39
krenstein L Koppel.......
... 0
40,65
40
Leonhard Tietz ...........
... e
43
42
43,25
42,13
Lhade...................
...12
—
140
140
140
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... 0
31,5
30,5
31,65
31,65
^atnfi'afhDcrte Höchst a_WL
... 4
68,5
Süboeatfcher Zuck« ......
... 8
142,5
142,5
141,5
142,25
Devisenmarkt Vertin — Frankfurt a BL
26.Januar
27-Januar
Amtliche .Notierung
Ärmliche
.Notierung
weid
»rie
Gelb
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Helling,ors.
6,294
6,306
6,294
6.306
Wien......
51.95
52,05
51,95
52,05
Prag......
12,465
12,485
12,465
12,485
Budapest ...
—>
—
—
—
Sofia.....
3,057
3,063
3,057
3,063
Holland ....
169,23
169,57
169,18
169,52
OSlo.......
73,23
73,37
73,13
73,27
Kopenhagen.
71,53
71,67
71,53
71,67
Stockholm...
77,47
77,63
77,37
77,53
London.....
14,27
14.31
14,26
14.30
Buenos Atrei
0,858
0,862
0,858
0,862 4.217
Neuyock....
4,209
4,217
4 209
Brüllet....
58,39
58,51
58,40
58,52
Italien.....
21,52
21,56
21,52
21.56
Paris .....
16,43
16,47
16,425
16.465
Schweiz ...
81,37
81.53
81,32
81,48
Spanien....
34,45
34,51
34,45
34,51
Danzig....
81,92
82,08
81,90
82.06
Japan .....
0,889
0,891
0,879
0,881
Rio de Ian.
0,239
0,241
0,239
0.241
Iugostawien Listabon...
5,554
5,566
5,554
5,566
12,99
13,01
13,97
13,99
Banknoten
Berlin, 27. Januar
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
4,20
4,22
Belgische Noten..................
58,24
58.48
Dänische Noten .................
71,16
71,44
Englische Noten .................
14.22
14,28
Französische Noten...............
16.385
16.445
Holländische Noten...............
168,81
Italienische Noten................
21,46
21,54
Norwegische Noten ..............
72.95
73.25
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
Rumänische Noten...............
2,46 •
2.48
Schwedische Noten...............
77,20
77,50
Schweizer Noten.................
81,14
81,46
Spantsdie Noten.................
34.31
34,45
Ungarische Roten ................


