Ausgabe 
28.1.1933 Erstes Blatt
 
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frldjetm tägltd), autze, Lonniogs und fieieriags Beilagen; Die Illustrierte ©icnenei ftamUtenblättei tzrima, mBild DieScholl,

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Dr. Fr,edr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den An« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich m (ßiegen.

Nr 24 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 28.3anuar 1955

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

tnd nti6 verloa: vrühl'sche Univeisttäir-Vuch- und Zteindruckerei H. Lanre in Siegel. Schriftleltung und Geschäftsstelle: 7.

D ei Möglichkeit.n ;u; Les ng der A i is.

arbeit getan werden. . .

Man sieht nicht recht, warum man in ©ent ui bezug auf die Weltwirtschaftskonfe­renz sich dem nicht anpaht. Auf einem möglichst baldigen Termin für ihren Zusammentritt zu ve- stehen, hat keinen Zweck. Wenn überhaupt, kann sie etwas Ersprießliches erst dann leisten wenn diese Dorfrage klar gestellt ist. die sicherlich nach dem 4. März lange Wochen in Anspruch nimmt und hoffentlich bis zum 15. Suli enigcrmanen: gelöst ist. Damit rückt ganz von selbst der Ter­min der Weltwirtschaftstonserenz über de» Som­mer hisaus. So lehr wir immer wieder die Welt­verbundenheit aller dieser Probleme betonen, so sehr gilt doch ckuch für sie. dah man nicht gleich­zeitig zu viele Hasen jagen kann.

Um so mehr gilt das, als parallel damit die Abrüstungsfragc und die fernöstliche Krise alle Kräfte in Anspruch nehmen. Ein Jahr nach dem ersten Zusammentritt genau auf den Tag am 31. 1., beginnt die Konferenz wieder. f Die Verhandlungen der letzten Woche waren nur Japan ui

Berlin, 28. Jan. (CNB. Funlspruch) Von unterrichteter Seite erfahren wir, daß der Reichs­kanzler in der Unterredung mit dem Reichspräsi-

Des Kanzlers Unterredung mit Hindenburg.

Berlin, 28. 3an. (CNB. Funkspruch.) Man t rechnet damit, dah die Aufgabe, die Herr oon | Popen übernommen hat, nicht s hr lange Zeit, beanspruchen wird, sondern schon am Montag zu Ende geführt fein kann. Dabei wird be- fonders unterstrichen, daß Herr oon Papen keines­wegs mit der Regierungsbildung beauftragt worden ist, sondern nur die Aufgabe hat, die Möglich­keiten zu prüfen, die sich für eine M hrheits- bitdung ergeben. Prait.sch bedeutet das, daß Herr von papen sestzustellen hat, ob ein Kabinett von Nationalsozialisten, Deutsch- nationalen und Zentrum möglich ist. Diese Sondierungen fußen auf den Verhandlungen, die bereits zwischen den Parteien der sog. Harz­burger Front stallgefunden haben und nach Aeust.'- rungen aus unterrichteten Kreisen schon ziem­lich weit gediehen sind. Zunächst wird Herr von Papen sich mit Hitler in Verbindung sehen, um sestzustellen, ob er eine Koalition mit­machen wurde. Daun wird der Reichspräsident oon der Antwort Hitlers unterrichtet werden, und cs wird sich zeigen müssen, ob die Annäherung jetzt möglich ist, die im Rooember n'cht herbeigeführt werden konnte. lD:nn diese erste Etappe der Aus­gabe des Herrn oon Papen zurückgelegt ist, wird er

hochverehrter Herr Reichspräsident! In tiefer Sorge über die unser Volk beunruhigenden und be­drohenden politischen Gefahren sind bie Gcwcrlschaflen aller Richtungen zur Beratung der überaus ernsten Lage zusammengetreten. Sie halten sich in dieser entscheidenden Stunde für verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß die B e r u f u n g e i n e r sozialreaktionären und arbeiterfeind­lichen Regierung von der gesamten deutschen Arbeiterschaft als eine Herausforderung empfunden werden würde. Die Gewerkschaften erwarten, daß Sie, Herr Reichspräsident, allen unterirdischen Bestrebungen, die auf einen S la a is­st r e i ch hinzielen, Ihren entschiedenen Widerstand entgegensetzen und auf einer verfassungs­mäßigen Lösung der Krise bcstchen.

Die gewerkschaftlichen Spitzcnverbönde haben gleichzeitig um einen Empfang beim Reichsprä­sidenten nachgesucht.

Die amtliche Mitteilung.

Berlin, 28. Ian. (TDIB. Funkspruch.) Reichs- kanzler von Schleicher erstattete heute dem Herrn Reichspräsidenten Bericht über d ie Lage und erklärte, daß die gegenwärtige Reichs- regierung, ihrem Charakter als präsidialreg erung entsprechend, im Reichstage ihr Programm und ihre Aufsagung nur dann zu vertreten in der Ca;;e wäre, wenn der Herr Reichspräsident ihrdieAuf- l o s u n g s o r d e r zur Verfügung stelle. Reichs­präsident oon Hindenburg erklärte, diesem Vorschläge bei der zur Zeit gegebenen Lage nicht entsprechen zu können. Reichskanzler oon Schleicher erklärte hierauf den Gesamte ück tritt der R e i ch s r e g l e r u n g , den der Herr Reichspräsident unter Beauftragung des Ka­binetts mit der einstweiligen Fortführung der ®e- fchojte entgegennahm. D<r Herr Reichspräsi­dent sprach dem Reichskanzler wie den M.tgliedern der Reichsregierung feinen Dank für die dem valer- lande in schwerer Zeck geleisteten treuen Dienste aus.

Angelpunkte der Weltpolitik.

Außenpolitische Umschau.

Don Dr.Otto Soehsch,' ö. Pros, der Geschi l te an d r Universität Äerlin

papens Verhandlungen

Fühlungnahme mit Hitler und dem Zentrum.

Das Reichskabineti zurückgeireien. papen mit Klärung der Lage beauftragt.

Berlin, 28. Januar (Zunkfpruch) Reichskanzler von Schleicher hat dem Reichs­präsidenten bei dem heui gen Empfang die Gesamidemission der Reichsregierung angeboien. Der Reichspräsident hat die Demission angenommen und das Kabinett mit der einsiweiligen Wetterführung der Geschäfte beau tragt. Der Reichspräsident beauftragte den Reichskanzler a. D. von Papen, durch Verhandlungen mit den Parteien die politische Lage zu klären und die vorhandenen Möglichkeiten sestzustellen.

Dölkerbundsdelegation, Dr. Den) em Wirt- schastsbündnis mit Sowjetrußland schließen und den schärfsten Boykott gegen alle japanische Einfuhr durchführen. Lind dann wird die Sache für Japan ernst, mindestens vom finan­ziellen Standpunkt: schon jetzt ein Riesendefizit im Staatshaushalt, immer höher steigende Kosten der militärischen Intervention, dann die Verluste durch den chinesischen Boykott und dazu die Ber- pflichtung, die Mandschurei, die das au8 mgener Kraft nicht kann, finanziell über Wasser zu halten.

Wird Japan bei solchem Ausgang aus dem Dölkerbund ausscheiden? Für den Böl- kerbund wäre das ohne Zweifel geradezu ein Ge­winn. Auch für Japan? Sehr interessant kommt darauf von einer ganz anderen Ecke eine Teil- Antwort. Wenn Japan aus dem Dölkerbund austritt, was wird mit seinen Kolonialman- baten, den ehemaligen Kolonien der Marianen-, Karolinen- und Marschallinseln? Ein Dichtvölkerbundsmitglied kann doch natürlich nicht im Dienst des Dölkerbundes ein Kolonialmandat wahrnehmen' Wird dann Japan freiwillig her- ausgehen aus diesem ihm strategisch so wichtigen Posten? ..

Ein negatives Ergebnis der Völkerbundsaktion, das jetzt mehr als wahrscheinlich geworden ist, hat mithin also eine große Tragweite. Besonders wenn man berücksichtigt, daß heute schon Japan die Pro vinz Iehol zum Staat Mandschurei rechnet und da» diese Art Befreiungspolitik von selber weitertreibt. Wie Japan von Korea nach der Mandschurei ge trieben wurde, kann es bann weiter nach den Pro­vinzen Nordchinas und auch dem russischen fernofh lichen Besitz am Amur gehen. So wenig China und Rußland den Krieg wollen, hier können einfache Existenzfragen für sie entstehen, die nur md einem Kriege zu lösen mären. Dem aber konnten sich auch die Vereinigten Staaten nicht fertchaltenl

Der s e r n ö st l i ch e Konflikt treibt nun dem Abschluß zu. Die Lage ist die, weck die Antworten Japans und Chinas auf die Beschlüße oom Dc« zember zu weit auseinandergehen, eine Vermittlung des Völkerbundes auf Grund des 21 rt lo 2Ib|. -j nicht möglich ist. Dann ist die Rede von der Schlichtung einer Streitfrage, nach deren Gelingen alles Nötige veröffentlicht werde. Nunmehr stehen inb China unter dem Druck des 2lrt. Io,

Dorfeldkämpfe, allerdings in der Frage funf- tiger internationaler Abrüstungskontrolle schon wichtig genug. Hier fei zweierlei aber noch nach- drücklich für die deutsche Behandlung der Sache hervorgehoben. Unser Standpunkt ist aller Welt bekannt die grundsätzliche Anerkennung der deutschen Gleichberechtigung zu prak­tischer Durchsetzung zu bringen. Darüber soll man aber in Deutschland nicht »ergeffen daß die Genfer Einigung vom 11. Dezenwer ausdrücklich, formell und tatsächlich Gleich­berechtigung und Sicherheit i ne i n e n Zusammenhang gebra ch t hat. Deutsch­land hat nun. nachdem es den Grundsatz durch gesetzt hat. auf einem erheblich f4)toiertg^ren Gebiete zu kämpfen. Das andere: b t e 21111- arbeit Rußlands. Man bemerkt nicht, daß die deutsche Politik sich besonders darum bemüht die natürliche und gegebene Bundesgenostenschaft der Sowjetunion in Gens wirklich c.nzufchaltcn und für Deutschland nutzbar zu machen. So gut Amerika bei jener Schlußerklärung ami 11 zeinber 1932 dabei war. hatte auch Rußland dabei ein müssen. Wir hoffen sehr aber wn: sind leider durchaus nicht sicher, daß die deutsche Deleaation wieder nach Genf entsendet worden ist mit einem wirklich überlegten und weitgreifen- den Plan, weil die bisherige Rüstung Deutsch­lands in diesen Kämpfen, so gut sie früher war, jetzt seit längerem einfach nicht mehr ausreicht.

sich auch an bas Zentrum wenden, damit geklärt wird, daß sich das Zentrum in die Ver­handlungen eingliedern läßt, die augenblicklich schon zwischen den Rationalsozialisten und den Deutsch- nationalen Im Gange sind. Das Zentrum mühte dieses neue Kabinett unterstützen, in­dem es entweder aktiv in ihm vertreten ist oder es wenigstens toleriert, wahrscheinlich wird Herr von Papen ein Kabinett Hitler Vorschlägen.

Die Stillegung der Fordwerte.

Henry Ford nimmt den Kampf auf.

London, 27. Jan. (TU.) In einet feie- phon.schm Unterredung mit demCvenmg Stan­dard" erklärte Henry Ford, daß die Schließung seiner Werke in Detroit auf die Machen­schaften gewisser Bankiers zurück- zuführen sei, die die Kontrolle ü b er den Fordkonzern zu erhallen suchten. Ge­wisse Konkurrenzen würden, unterstützt von diesen Bankiers, gegen ihn manövrieren, -m zu ver­hindern, dsß auch nur noch ein e'nz g r Wagen seine Fabrik verlasse. Er wisse ba^ ....J er toillc auch, was er zu tun habe. Ihr Erfolg würde nur einige Stunden dauern. Er werde seine Feinde bekämpfen und beweisen, dah die Herstellung von

Der Reichskanzler hat vor einer Losung geglaubt warnen zu müssen, nämlich vor der, daß u ntcr dem Namen eines Präsidialkabinetts etwa eine Regierung gebildet würde, die tatsäch. lich nur d i e Negierung einer einzigen Partei dal stellen würde und dann den Angriffen der überwiegenden Mehrzahl des gesamten Volkes ausgesetzt wäre.

Die Gewerkschasten an den Reichspräsidenten.

Berlin, 28. Ian. (CNB. Funkspruch. Eigene Meldung.) Der Allgemeine Deutsche Gewerischssts- bunb der Allgemeine Freie Angestelltenbund, der Gesamtverband der Christlichen Gewerkschaften, der Gewerkschaftsring Deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtcnvervände und der Allgemeine Deutsche Beamtenbund haben an den Reichspräsidenten ge­meinsam folgendes Telegramm gerichtet:

Abs. 4: kann die Streifrage nicht geschlichtet werden, so wird ein Bericht veröffentlicht auf einstimmigen oder Mehrheitsbeschluß mit den Vorschlägen zur Lösung der Frage. Wird dieser Bericht e l n st i m - mig angenommen (Abs. 6), so sind die Bundesm.t. glieber verpflichtet, gegen die Partei, bie sich fugt, nicht zum Kriege zu schreiten. Das wäre seldstver- stündlich China, und Japan käme damit tn eine sehr schwierige Lage. Wirb der Bericht nicht emftim mig angenommen bie bekannte Lücke bes Abs. 7 so kann jeher Staat tun. was er für richtig halt. In diesem Falle wäre bie Unfähigkeit bes Völ­kerbundes zu einer Erlebigung ber Streitfrage er­wiesen.

Durch seine Intransigenz, mit ber es alle Der- mittlungsvorschläge bisher abgelehnt hat, hat Ja­pan diese Lage herbeigeführt, bie jebenfalls nicht für seine Friedensliebe spricht. Indem Rußland gerade in diesem Moment den Notenwechsel über das Scheitern eines Nichtangriffspak­tes mit Japan veröffentlichte, unterstrich es noch einmal die mangelnde Friedensliebe Japans. Da­gegen zeigte sich die englische Presse recht zwiespäl­tig. Während bieTimes" sich bereits mit einer japanischen Mandschurei abfindet, greift derMan­chester Guardian" bie englische Politik im fernöst­lichen Konflikt sehr scharf an. Im Dienst biestr pro-japanischen Haltung Englands, die ber englische Außenminister für besonders klug halt, hat ber Generalsekretär bes Völkerbundes, oir Eric Drum- mond, seine Vermiltlertätigkeit aus geübt, mit einer Taktik, in ber er sicher mit Sir John Simon einig geht, mit ber er aber ohne Zweifel bie Unparteilich­keit, zu ber er verpflichtet ist, verletzt hat.

Was geschieht, wenn der Bericht nicht ein­stimmig angenommen wirb? Dann erklärt Ehr na, es habe ja nun nicht mehr die Rege­lung der Sache von Gens aus abzuwarteir, son­dern würde (so schreibt der Ehes der chinesischen

Die von Hoover und Roosevelt gemein- sam an England gerichtete Einladung zur Be­sprechung ber Schulden- u nb QB i r t- schastssragen vom 20. Januar ist das wich­tigste Ereignis ber letzten Woche. Sie ist von größlee Tragweite, stößt bie Schulden rage wirk- lich wieder eine.i Schritt vorwärts, eröffnet frei­lich auch Ausblicke auf sehr schwierige Derhand- hingen weil sie damit gleich die Goldfrage ver- bindet. Zum ersten Wale ist eine Verständigung ber beiden Prändenten erfolgt. Zu gleicher Zeit ist auch bie Verfassungsänderung in Amerika ge- siche.t. nach dem nunmehr der alte Kongreß nach be: Reuwahl nicht wieder zusammentreten wird und dec im November neugewählte Kongreß am 3 Januar, der neugewählie Präsident am 20. Ja­nuar ihr Amt antreten to:r.en. Wenn diese Aende.ung auch für dies Jahr noch nicht in F.age kommt sie tritt erst am 15- Oktober 1933 in Kraft. so ist auch sie ein Zeichen dafür, daß man in Amerika nun den Ernst der Situation erkennt und bie Verpflichtung, etwas zu tun.

Richt nur die Wirtschaftskrise im allgeme.nen hat die e Einsicht hecbeigeführt. sondern wohl die zunehmen.-e Er.e.intnis, daß Amerika vor der Geiahr einer allgemeinen Zahlungs­einstellung in bezug auf die interalliierten Schuldestünde. Wir nehmen an, daß die Stellungnahme der Londonei.Times" vom . Januar dafür und die gereizte Diskussion die es Blattes mit der Reuyoner Presse ganz be­sonders nachdrücklich diese Gefahr beleuchtet hat. Ebenso wie die Haltung Englands in der Vor­bereitung der Weltw.rtichaftskonscrrnz Amerika ge e gt hat, daß auch England die Lösung der K.ftg.sch--ibenfrage als eine unbedingte Voraus­setzung für diese Konferenz ansieht.

Hoover und Roosevelt luden England ein, Anfang März Vertreter nach Washington zu senden zur Be­sprechung der Kriegsfchuldenfrage und gleichzeitig der WeUwirtschaftsprobleme. In einer besonderen Botschaft des Königs hat darauf am 25. Januar England die Annahme der Einladung ausgesprochen mH dem Vorbehalt, 3 der Gedankenaustausch über WeltwirtschaftsproNcme n i ch t z u E n 1 s ch ei- dun g e n sühren könne, bevor nicht die W e l t - wirtschastslonferenz zu amme.ige.reten sei". Mit- letzterem wird schon auf das kritische Mo­ment hmgewiesen. das am gleichen 25. Januar Hoo- ... -........ , . . .

ver v'.är anderweit aussprach. D^r noch amtierende &cnten & r e i Möglichkeiten zur Losung der amer!?r,nische Präsident hat nämlich ganz formell ftri(c genannt hat. Die eine Möglich.cit sei bie Bil- als Gegenleistung einer Revision der Schul- b u n g einer parlamentarischen Mehr- ben bie allgemeine R ü ck k e h r zu m Gold- h e i t 5 r e g i e r u n g. Diese M^glich.eit tustehe nur. standard . die Stabilisierung der 'Ißeltroäbrung menn Eitler d i e Führung eines der- !gefordert. Seine Aeu'-.-rung war ungemein ernst öligen Kabinetts erhalle. Zweitens sei die ormuliert und ließ die Besorgnis erkennen, daß ig^dung einer auf einer starken Volksströmung gc> .er Abfall von der Goldwährung, der schon heute Nützten Minderheitsregieruna msglich, bie amerikanische Wirtschaft burch Dumping l^abige ^ie wohl ebenfalls nur unter Führung zum völligen Zusammenbruch ber Weltwirtschaft Hjt 1 ers, aber mit Unterstützung ber übrigen führe. Ob Hoover sich dabei ganz bewußt war, dah (gruppen der Rechten zu erreichen wäre. Wenn der er nach dieser Forderung, mll dieser Drohung: keine Reichspräsident seinen Wideistand, den er bisher Revision ohne Rückkehr zum Golde, wirksame Waf- eine solche Lösung gehabt habe, aufgeben

fen nicht mehr in der Hand hat? Je nun, bas Pro- roQrbe i0 hätte auch diese Losung Aussichten auf blem ist gestellt: die Verhandlung der Kriegsschulden- Die dritte Möglichkeit sei die Bildung

frage kommt jetzt auf die große Kraftprobe hinaus eine5 P r ä s i d i a l k a b i n e t ts , das wie das zwischen Amerika und England. jetzige, vollkommen über den Parteien stehend

Im Augenblick also, wo nach den -Spannungen un& keiner verbunden, die Staatsautorität als ber letzten Zeit wieder eine direkte Fühlung zwl' e r d e s g e s a m t e n V 0 l k e s zu wah.

schen London und Washington zustandekam. tritt ' Ginrm solchen Präsidialkabinett mußten sofort der Gegensatz hervor, der ein Doppeltes ^nn aber auch die nötigen Vollmachten Gesicht bat. Er betrifft bie Währungsfrage und bie ben roerben wenn es keine Mehrheit im Reichs- Beschlüsse von Ottawa. Ohne Zweifel will Roose- » » .

velt die Rückkehr zum Gold und indem er zugleich | » ' ____

eine liberalere Handelspolitik Amerikas vorbereitet, bie Zurücknahme der Ottawa-Be­schlüsse. Für England ist das eine sehr schwie­rige Situation. Entscheidet es sich für die Rückkehr zum Goldstandard, so ist die Goldwährung für die ganze Wftt w e e. q'l d):rt Qlm?ri ad Interesse desgleichen. Damit gehen aber Vorteile de r englischen Ausfuhr verloren. Don der Ottawa Basis aber kann England gar nicht von heute auf morgen zurückgehen, bie überwältigende Mehrheit des Parlaments ist dagegen. Und im­mer wieder muß das betont werden die Waffen find hier nicht gleich. England hat die stärkere und gefährlichere Waffe, daß es eben schließlich zur Zahlungseinstellung in bezug auf die öffentlichen Schulden an Amerika schreitet. Die Dinge stehen also sehr auf des Mesters Schneide. In den fünf Wochen, bie bis zu der Konferenz in Washington noch sind, muß eine sehr gründliche Vorbereitungs-