Aus der Provinzialhauptstadt.
„Oer größte Lump - der Denunziant."
Das Ttaatspresseamt teilt mit:
Auf Grund der kürzlichen Veröffentlichung „Der größte Hump — der Denunziant" |inö oerschiebent- lid) Anfragen an den Herrn Staatsrnimster gerichtet worden, die zu folgender Erklärung Anlaß geben:
Ls ist kein Grund gegeben, daß sich die Profesiorenfchaft der Technischen Hochschule Darmstadt oder der Landesunii^rsität Gießen durch die seinerzeitige Veröffentlichung betloffen fühlt. Ein« Verallgemeinerung hat nicht im Sinne der seinerzeitigen Veröffentlichung gelegen.
Da in letzter Zeit sich dieses widerliche Angeber- tum wieder in äußerst unangenehmer Weise bemerkbar gemacht hatte, ist gerade ein Fall heraus- gegrifsen und zum Gegenstand der Veröffentlichung gemacht worden
Es liegt somit kein Grund der Beunruhigung innerhalb der Prosessorenschaft der Technischen Hochschule Darmstadt und der Landesunioersität Gießen vor.
A(S.-Hago und Deutsche Arbeitsfront.
Zu der Bekanntmachung der NS. «Hag o, Kreisamtsleitung Gießen, in unserer Ausgabe vom vorigen Samstag über die Anmeldungen zur Deutschen Arbeitsfront ist ergänzend nachzutragen, daß die Anmeldungen aus Nieder- Bessingen bei Karl Seipp, Zimmergeschäst, in Ettinghausen erfolgen müssen.
Vortrag über Aaffenfragen vor dem Gießener Llnteroffizierkorps.
Anläßlich eines Kameradschaftsabends des Unter- offizierkorps I. ZN. 15 hatte sich Herr Dr. Wieß- mann in liebenswürdiger Weife bereit erklärt, einen Vortrag über Nafsenfragen zu halten.
Zn klaren und leicht verständlichen Worten gab der Redner Aufschluß darüber, was es für ein Volk bedeutet, sich mit R a s s e n f r a g e n zu beschäftigen. Er bezeichnete unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler als ersten unter den großen Staatsmännern der Geschichte, der erklärt habe, daß das Nossenproblem Hauptziel einer Nation fein müsse, die nicht gewillt sei, unterzugehen. An Hand der Geschichte zeigte der Redner, wie die Völker, die cs verstanden, ihre Rasse rein zu erhalten, damit auch ihr Bestehen in der Geschichte gesichert haben (Chinesen und Japaner), wie schnell aber auch ein Volk untergeben muß, das mit jeglicher Rassenvermischung und mit dem Geburtenrückgang einverstanden ist (z. B. die Römer). Alsdann erklärte der Vortragende die Einteilung der Rassen fn verschiedene Arten und deren Hauptmerkmale. Unter diesen Rassenarten hob er eine als besonders typisch für uns Deutsche hervor: die nordische Rasse, die uns immer als Ideal oorschweben soll.
Von dieser Ausführung leitete er über zu der Vererb ungssrage. An Hand von Beispielen, die der Redner als Arzt im täglichen Beruf so häufig finden kann, zeigte er, wie ungeheuer be- d-utungsvott die Vererbung für ein Volk ist. Diele Generationen müssen jahrzehntelang darunter leiden, daß von ihren Vorfahren auf die Gefahren einer minderwertigen Vererbung nicht geachtet wurde. Und hier ging der Redner nun auf die irrige Lehre und Auffassung des Marxksmus ein, der erkläre, der Mensch sei von Natur aus gut, nur seine weitere Bildung fei Schuld an feinen Verfehlungen. Der Vortragende überzeugte davon, daß die Vererbung allein ausschlaggebend fei, wie ein Mensch sich entwickele. Niemand fei in der Lage, durch eigene Weiterentwicklung irgendwelcher Fähigkeiten diese auf feine Nachkommen zu übertragen. Dann kam er auf das Wachsen eines Volkes Zu sprechen und zeigte hierbei die verderblichen Auswirkungen des in den letzten Jahrzehnten in vielen Kreisen üblich gewesenen Einkindersystems. Denn gerade in den Kreisen, die die Besten unseres Volkes ausmachen, sei dieses System üblich gewesen. Daß damit unserem Volke ein wesentlicher Bestandteil an guten Vererbungsmöglichkciten genommen wurde, leuchtete allen ein. Denn gerade die Nachkommen aus diesen Kreisen waren damit nicht mehr in der Lage, zu einer weiteren guten Vererbung beizutragen. Die Auswirkungen zeigten alsbald einen gewaltigen Rückgang von verantwortungsbewußten Menschen imo einen mächtigen Aufschwung der minderwertigen Elemente, denen es auf eine Vermischung auch mit wesensfremden .Menschen nicht ankam.
einem Heil auf unseren Führer, in das alle Unteroffiziere freudig cinftünmtcn, beendete der Redner seinen Vortrag, bem hierfür herzlichst gedankt wurde.
Noch lange weilten die Unteroffiziere mit ihrem Galt zusammen, wobei der eine oder andere sich noch manchen Aufschluß über eine Frage holte, die ihm früher unklar war.
Weihnacktsfei-m in den Kliniken.
2n den Universitätskliniken fanden in der Woche vor Weihnachten für Patienten, Personal und An-
. die -ui, n ieilneh mern große Freude bereiteten. Die Gebesrelldigkeit ber Lieferanten unb Freunbe ber Kliniken ernwg- lichte es, daß jedem Klmiksinfassen durch Lieber ret- chung von lchonen unb praktischen Weihnachtsgeschenken eine Freude bereitet werden konnte. Bis jetzt liegen uns folgende Berichte vor
In der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen un dHaiskranke wurde die Feier am Doniicrstagabcnb gehalten Ein Streichorchester ber Reichstdehrkopelle rot rite mit, erfreute mit hervorragenden Darbietungen unb begleitete die gemeinsam gelungenen Lieder. Eine oAulflafie aus dem Vorort Klein Linden wartete mit schönen Weih- nachtsliedern auf unb brachte Weilmachlsgedichte Zum Vortrag. Ein schone» Theaterstück „Iraum UN Walde-, ein echt deutsche» Märchen, begeisterte Jung unb Alt Die Festansprache hielt Pfarrer M aller. Am Schluß der lchonen Feier sprach der Leiter ber Klinik. Uiuversitatsprosesfor Dr. Brüg.
Am Freitagabend feierte bie Chirurgische Klinik ihr Weihnachtsfest. Die SA Kapelle leitete mit dem „Ehre fei Golt von Silcher bie Feier ein Kleine Patienten, zum Teil vom Krankenlager aus, trugen paffende Wechnachts^edichtchen vor unb stimmten bie Herzen ber Zuhörer froh. Pfarrer Müller wies in feiner Ansprache darauf hin. wie wahre Weihnachisfr. unbe Licht in bie Menschenber- zen einziehen laßt. Ein für ben Abenb zusammen- gestellter Chor ber Schwestern fang bie lieben alten Weihnachtslieber. Die gemeinsam gelungenen EHo- räle wurden von der SA -Kapelle begleitet.
Die Heilstätte Seltersberg hatte ihre Gaste für den Freitag. IS Uhr. ZU einer 2B.*ib- nochtsfeier eingeladcn. In dem hohen Raume des
oberen Stockwerks kam bie wunberbare Munk der Reichswehrkapelle, die sich auch hier wieder m dankenswerter Weife zur Verfügung gestellt hatt^ recht zur Geltung. Fräulein von der H e y d > Gießen brachte mit weicher Stimme unter Klavierbegleitung Weihnachtsweisen von Cornelius und eine Kantate von I. S. Bach zum Vortrag. Eine Schwester bot bas Weihnachtsevangelium bar. ein kleiner Niko- laus wußte von (einen Erlebnissen mit bem Christ- rinb zu berichten Die Ansprache hielt Pfarrer M u 1- ler. Direktor Prof. Dr. 'Brügge mann dankte allen, die zum guten Gelingen der Feier beigetragen hatten.
Die Universitätsklinik für Hautkranke hielt am Samstagabend eine groß angelegte Weih- nadjtsfeier ab. Ein aus Helferinnen und Angestellten bestehender Chor, von Lehrer Klein eingeubt unb am Harmonium begleitet, brachte mehrstimmige Weihnachtslieber zum Vortrag. Im Mittelpunkt bes Abends stand ein Fünfakter, Der die deutsche Weihnacht verherrlichte. Die Rollen waren gut besetzt, o daß bem Stück ein voller Erfolg beschieden war Die Ansprachen hielten Pfarrer TI ü 11 e r unb Psar- rer Dr. Hemmes.
Arn Freitagabend besuchte eine Schar froher Mädchen, Schülerinnen des hiesigen Lyzeums, von
ihrem Musiklehrer N e b e 1 i n g geführt, die Schwesternhäuser, einige der Universitätskliniken unb die Heilstätte Seltersberg und bot dort in Orchester und Chor frohe Weihnachtsweifen dar. Allenthalben wurde ihnen reicher Dank für bie seltene Freube, bie sie ben Kranken bereiteten, gezollt.
Weihnachtsfeier i (S ahihelm) Gi ßen-Ost.
Die Kameradschaft Ost der SA.-Reserve I (Stahlhelm) vereinigte am Samstagabend irti Restaurant „Liebigshöhe" ihre Mitglieder unb viele Gäste zu einer Weihnachtsfeier. Der Feier am Abend ging eine Weihnachtsfeier der Kinder ber Kameraben am Nachmittag voraus, bei der etwa 250 Kinder beschenkt wurden. Kameradschaftsführer Klaus hielt dabei eine Ansprache, in der er auf den Sinn Der deutschen Weihnacht hinwies und an die Liebes- täiigkeit erinnerte, die inmitten des Stahlhelm für bie bedürftigen Kameraden geleistet worden fei. Er dankte allen, die durch Stiftungen die Bescherung ermöglicht hatten. M.t hoffnungsvollem Ausblick auf das Jahr 1934 beschloß der Kameradschafts- sichrer seine Ausführungen. Ein Weihnachismärchen- spiel von den „Kornblümchen" des Luisenbundes aufgeführt, fand starken Beifall.
Die Feier am Abend wurde durch fthneibige Musik eingeleitet. Kamerad Nieren sprach einen weihnachtlichen Prolog. Sodann hielt Kamerad- j schastsführer K laus Die Begrüßungsansprache, in । ber er neben ben Kameraden besonders die Gaste 1 herzlich willkommen hieß. In seinen weiteren Aus- I Rührungen erinnerte er an ben Uebertritt ber 365 000 i Wehrftal lHelmer zur SA Man werde lange Zeit an das Weihnachtsfefl 1933 denken, da man jetzt das Erbe der gefallenen Kameraden des Weltkrieges und des nationalen Freiheitskampfes der Erfüllung entgegengkhen sehe. Freudigen Herzens sehe man in die Zukunft, um so mehr, als an der Spitze unseres Reiches und Volkes ber Frontsoldat Adolf Hit - le r stehe und mit unb neben ihm Franz S e ( b t e. In {einen, abschließenden Äusserungen wies der Redner noch am bie Einigung zwischen Stahlhelm und SA. hin unb erinnerte an bie benfroürbiaen > Stunden ber Reichsführertagung in Hannover. Mit i »Front-Heil" unb „Heil Hitler" land die mit stärk'm Beifall ausgenommene Ansprache ihren Ab- schluß.
Der weitere Verlauf des Abends brachte ein 1 unterhaltsames Programm. Zunächst erfreuten j Mitglieder des Bauerschen Gefangvereihs durch i heruorrugenb roicbergcgebene Ghorbarbictungcn. qi- •* nuinfam würbe bann beim feierlichen Glanze ber Kerzen auf den Tischen bas Lied „Stille Nacht, heilige Nacht" gesungen, unb Fraulein Erna Haase verkiekte mit ber prächtigen Wiebergabe zweier weihnachtlicher Lieber bie Stimmung.
Zur allgemeinen Freube traf sodann eine Anzahl alter Kampfer der SA. ein, bie am bas Herz- lidjfte begrüßt würben, In einer markigen und oon hoher Begeisterung getragenen An «mache wandte sich Sturmführer Horn an bie Karne raben bes Stahlhelms, dankte für die Einladung unb sprach von ben Opfern an Gut unb Blut, bie gebracht worden seien um die Wiedergeburt des deutschen Vaterlandes. Die alten Kämpfer, so führte er u. a aus. zeigten den Weg. alle anderen muh. ™ nach'olgen. als die Masse, die den endgültigen
' wusie erringen helfen. Jetzt hebe man mitten tm Sumpfe, und es komme auf jeden an. Eine er
oberte Stellung müsse gehalten werden. Es Oege an uns allen, den Weg zu beschreiten, der von den Kämpfern freigemacht worden sei, es gelte auf ber bereiteten Straße zu marschieren, so lange, bis bie ganze Seit bem Gebanken bes Nationalsozialismus folge — jedes Volt auf feine Art. In diesem Sinne hoffe man auch, daß sich das Verhältnis t\r SA zum Stahlhelm gestalten möge. Man könne wohl getrennt marschieren, müsse aber Der- eint schlagen unb zwar unter einheitlicher Führung, unter den Farben Schwarz, Weiß unb Rot (bem schwarzen Hakenkreuz im weißen Feld auf rotem Tuch), unter Denen auch bie Kameraden bes Weltkrieges gefallen seien. Mit einem breifachen, begeistert aufgenommenem „Sieg-Heil!" auf ben Führer unb die Bewegung schloß Sturmführer Horn seine Ausführungen.
Das unterhaltende Programm brachte noch drei schöne und ernste lebende Bilder („Gefallenen- Ehrung", ,.Germanins Weckruf" und „Deutschlands Erwachen"», die durch verbindende Worte des Kameradfchaftsführers Klaus tieferen Sinn gewannen. Das Deutschland- unb bas Horst-Wessel- Lied ergänzten bie Darstellungen im besten Sinne. Weitere gesangliche Darbietungen ber Mitgldeber des Bauerschen Gesangvereins, das gemeinsam gesungene Lied „Hakenkreuz am * Stahlhelm" unb flotte turnerische Darbietungen von 9ungfameraben bes ehemaligen Wehrstahlhelms füllten bie restlichen Stunden.
Silvesterveranstaltung des Stadttheaiers.
Aus dem Stadttheaterbüro wirb uns geschrieben: Die Intendanz lädt zu Sonntag, 31. Dezember, alle diejenigen, die bie letzten Stunden unseres schönen unb crMungsreichen Jahres 1933 fröhlich unb genußreich zu verbringen beabsichtigen, zu unserem großen luftigen Silvcfterabenb ein. Unter ber Leitung von Poul Nieren unb Kapellmeister Fritz Cuj 6 sowie Ballettmeister Theo Bä ulke werden von der Bühne herab bie besten unb künstlerischsten Attraktionen zu einem tollen Reigen von Humor, Laune unb Frohsinn sich vereinen, um unter bem Motto: „Prosit 1934!" die ersten Stunden bes neuen Jahres zu erwarten. Die Veranstaltung ist außer Abonnement unb nur einmalig. Preise der Platze von 0,50 bis 2,50 Mk. Dauer von 20 bis 22.30 Uhr.
Vornonzen.
— Tageskalen der für Mittwoch. Stadt- theater: Id bis 17.30 Uhr, „Schneeweißchen unb Rosenrot"; 19. bis 22 Uhr, „Anneliese von Dessau". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fraulein Hoffmanns Erzählungen". — Schützenverein Gießen: 20.30 Uhr, außero Deutliche Mitglieder-Verfammlung.
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heule, 15 Uhr, bas luftige Märchenfpiel mit Gesang unb Tanz: „Schneeweißchen unb Rosenrot" von Hermann Steher. Leitung: V o 1 ck, Ker- z i s n i k, Spohr. Kleine Preise von 0,30 bis 1,50 Mk Ende 17.30 Uhr. Von 19 bis 22 Uhr, 12. Vor- ftcUung im Mittwoch Abonnement Wieberbolung brr Operette: „Anneliese oon Dessau" von Keßler- Winterberg. Leitung: Hub, C u j 6, Spohr. Ope- rettenpreife.
-* Das Rote Hakenkreuz, Ortsgruppe Gießen, hält am morgigen Donnerstag 20.15 Uhr Heimabend bei Soldan ab.
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** Das Büro bes Herrn Reichsstatt- Halters Sprenger in D a r m ft a b t bleibt in brr Zeit vom 27. Dezember bis 2. Januar für ben öffentlichen Verk.hr geschloßen.
Evangelisch-kirchliche Personalien. Durch bie Kirchenregierung mürbe Pfarrer Adolf D o r in c r zu Rockenberg auf fein Nachsuchen von ber Uebernahme der ihm übertragenen Psarr- stelle zu Duerfborn, Dekanat Grünberg, und Pfarrer Julius Diefenbach zu Eudorf auf fein Nach- fachen von bem Amt bes DetanfteUoertretfrs bes Dekanats Alsfeld unter Anerkennung feiner treuen Dienste entbunden.
" Die Weihnachtsfeiertage, die diesmal durch den Sonntag als Heiligabeyd um einen arbeitsfreien Tag auf drei Festtage vermehrt worden waren, nahmen in unicrer Stadt den gewohnten festlichen Verlauf. Am Heiligen Abend fanden in den beiden evangelischen Kirchen stark besuchte fin der Johannestirche sogar überfülltet Gottesdienste statt. Die kirchliche Feier in ber Johanneskirche würbe durch künstlerische Darbietungen von Obermusikmeister firauhe (Cello). Musiklehrer Nebel i n g (Orgel), Frl. von der Heyd (Gesang) und des Kirchen gesanqoereins unter Leitung von Lehrer Linden st ruth in dankenswerter Weise verschönt. In der Stadtkirche trugen Buben und Mädels durch das Aufsagen oon passenden Bibelstellcn zur Bereicherung ber Feier bei Die Gottesdienste an ben beiden Feiertagen waren
Dir Jeituns der Heimat die Jeiiuns der Familie die JeiMng der GeschSttswett in Stadt und Kreis Gießen, im benachbarten Lahn- und Bieber- ial, sowie in den angrenzenden Kreisortschasten Oberhessens ist seit llrväterzeiten der Gießener Anzeiger mit seinen wertvollen, von eigener Schristleitung bearbeiteten und in eigenem
Betrieb hergestellten Heimatbeilagen:
„Gießener Famist'enblätter", sorgfältig gewählte, der Unterhaltung und Belehrung dienende deutsche Geisteskost)
„Heimat im Bild", der heimatlichen Landschaft, ihrem Bolls- tum, ihrer Kunst und Kultur in Bild und Wort gewidmet,- „Oie Scholle", von Kennern der Heimaterde für die Landwirtschaft und Gartenbau treibenden Leser bearbeitet,- „Oie Illustrierte", zu wahlfreiem Bezug gemeinschaftlich mit anderen deutschen Heimatblättern herausgegeben.
Das alles ist im Laufe von vielen Jahrzehnten zu einem im heimatlichen Volkstum tief eingewurzelten Begriff geworden, es e
M m-d SlsibS devGieSettrrAmeigcv
stark besucht. Erfreulicherweise konnten auch bf< Polizei unb bie Feuerwache, sowie bie Gendarmerie die Feiertagsruhe ungestört genießen. Der Reiseverkehr auf ber Reichsbahn war an Den Tagen vor dem Fest ganz außerorbentlich stark: die Frequenz der Zuge lag sehr weit über dem Stand des weihnachtlichen Reiseverkehrs in den letzten 10 Jahren. Eine Anzahl Sonder zöge passierte unseren Bahn- Hof, ferner wurden sämtliche planmäßigen Züge verstärkt gefahren. Der gestrige zweite Feiertag brachte ber Reichsbahn insbcionberc starken Nahverkehr. Der Zugverkehr wickelte sich erfreulicher- weife glatt unb ohne jeden Union ab
. * 21 Ile rl ei Unfälle. Am eamstag mußte ein dreijähriger Knabe namens Heinrich Jörg, Asterweg 7. der einen Untcrschenkelbruch bes linken 'Seines erlitten hatte, in bie Chirurgische Klinik gebracht werden. Einen Unterschenkelbruch hat am gleichen Tage auch die Frau eines Elektrikers aus Hornsheim. Frau Marie Bepter. erlitten; sie mußte ebenfalls in bie Chirurgisch« Klinik gebracht werben. Am ersten Feiertag muhte sich ber löjäh- rige Hermann Drechsler von Odenhausen zur ärztlichen Behanblung in die Chirurgische Klinik begeben, da er durch einen Schuß eine Hanbver- letzung erlitten hatte. Am zweiten Feiertag wurde der 56jährige Landwirt Friedrich Frey oon Lollar mit einem Bruch des linken Unterschenkels in bie Chirurgische Klinik eingeliefert.
•• NS. -Kriegsopferoersorgung, D e- zirk Gießen. Degen Lieberhäufung mit bringenden Arbeiten Huben bie Sprechftunben ber NS - Kriegsopferoersorgung, Bezirk Gießen, vom 27. Dezember bis 2 Januar nicht statt.
" jöom NSLB. Kreis Gießen. Der NS.- ßehrerbunb ist körperschaftliches Mitglied ber NS- 'Bcamtenorganifation. Einzelmitgliedschaft ist baher nicht notwendig.
•• Zur Aufnahme in bie Arbeitsfront. Vom 27. bis zum 30. Dezember sink» bie
Räume ber Gaubetriebszellen - Abteilung ber NSDAP. (NSBO. Hessen Nassau Abolf-Hitler- Haus) täglich von 10 bis 11 Uhr geöffnet.
Schneeschuhe oud) in 1. unb 2. Klasse aller Züg e Die Deutsche Reichsbahn hat zugelassen, baß ab sofort auch in bie Abteile 1. und 2. Klasse aller Züge (also auch Schnell- unbCupts- züge) Schneeschuhe mitgenommen werden können, wenn Belästigungen der Mitreisenden dadurch nicht eintreten.
Oberbeffen.
Gememdei-at in Lich.
* ß i d), 23. Dez. In ber jüngsten Sitzung des G e- meinberats wurde u. a. beschlossen: Dem Oberbann IV OberhessenberHitler-Jugenb in Friedberg wurde auf Antrag zur Errichtung einer Führerschule in Manzenberg eine Spende oon 30 Mark und der Deutschen Bühne e. 21., Reichsleitung in Berlin, für Zwecke ber Aufbauarbeit bes Reichsverdanbes eine Werbebeihilfe oon 6 Mark bewilligt.
Der fianbroirt Julius Ihrina hat die seither von seinem Vater betriebene Gastwirtschaft „Zum Löwen" übernommen unb legte aus diesem Anlaß ein Konzessionsgesuch zum Betrieb einer Gastwirtschaft in feinem Elternhause vor. Der Öemeinbcrat beschloß, die Bebürfnissrage für biefe Gastwirtschaft, die schon seit 93 Jahren von ber Familie Ähring betrieben wirb, zu bejahen.
Der oorgeschlagenen Verbesserung ber ftäbti- schen Fernsprechanlage wurde zugestimmt.
Zu einem Gesuch einer Anzahl Einwohner oon Birklar auf Herstellung eines gut gangbaren Fußweges zwischen Birklar unb L i ch über Den Hardtberg gab ber Bürgermeister die Erklärung ab, bah ber Ausbau bes bestehenben Weges teilweise sogar als Fahrweg bereits zur Ausführung durch den freiwilligen Arbeitsdienst anqe- meldet fei und im Hinblick au| die z. Z. schwebenden Verhandlungen iibcr die Errichtung eines Arbeitsdienstlagers in Lich vorläufig eine Stellungnahme des Gemeinderats zu dem berechtigten Verlangen sich erübrige. Der ©emeinberat trat den Ausführungen bet.
Sodann gab ber Bürgermeister bekannt, daß für bie Volksschule ein Robiogerät beschaff! worden sei. Der Anschaffung wurde zugestimmt.
Weiter gab ber Bürg» rmeister von einer Verfügung des Krcisamts Gießen Kenntnis, wonach ber Stadt im Nahmen des Arbestsbefchaffungspro- gramms (Reinhardtprogramm) für die zur Ausführung angemeldeten Kanal - und Waffer- l e i t u n g s a.r b c i t c n In der Bahnhofsftrahe ein Teildarlehen von 8000 Mark über den Kreis (Riehen durch die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten in Berlin in Aussicht gestellt sei, dagegen b;e Anerkennung ber (ßrunb ürbcsiing bunt) bas Arbeitsamt noch ausftch'*. Hinsichtlich ber Rückzahlung der Zinc- und lilqungsbctrage für dieses Darlehen wsirden seitens des fireifes ausreichende Sicherheiten verlangt. Der fflemcinbcrat erklärte sich grundsätzlich mit der Einräumung dieser Sicher- beiten einverstanden unb ermäditiate ben Büraer- meifter, eine entsprechende V rpsl chtungs- und Ab- tretungserHärung zu unterzeichnen.
(^rfiufen und Aonxtrerf.
ch Schotten, 26. Dez. Während der Reichs- handw 'rlerwvche im vergangenen Herbst war bie gesamte Arbeit der Schulen bes Kreises auf Entwick- lung und Arten ber Handwerkszweige eingestellt. Das Resultat dieser Arbeit bildete ein Erlebnisaussatz über irgendeinen Handwepkszweig. Jede Schule lieferte die zwei besten Aufsätze an den zuständigen Be- zikksobmann, der alle emgegangenen Arbeiten noch ihrer Güte ordnete. Durch eine fiommilfion, bestehend aus den Schottener Lehrern Hitz. Stein- bauer, Blei, Maurer und Frl. G o 1, nwir- den aus den l'>2 eingegangenen Ausiätzen die sied zehn besten Arbeiten ausgriucht Für diese recht hübschen Arbeiten konnten jetzt als Weihnachtsgabe 17 ich.,ne Preise den Schülern überreicht werden dank dem (fntgegentommen der *R£ «bes firc irs Schotten unter ihrem bewahrten Leiter Pg. Wilhelm Neumann (Schotten). Zweck der Aufsätze ber Schüler war, das Interesse am deutschen Handwerk in alle Bevolkerungssch chtcn zu tragen, unb Zweck der Prämiierung ber Aussätze, bie auch für bie form wenden Jahre oon der Rs.-Hago geplant ist, war, ber Jugend die Beschäftigung mit bem deutschen Handwerk lieb unb wert zu machen. Die von ber RS Hogo gestifteten Preise würben wie folgt ver- ' 1 Helene Göbel (Lardenbach) Aufsatz: „Wie
mein Vater sich erholt". Preis: Biw des Führers.
2 Emma Ruppel (Rebgeshain): Aussatz: „Beim Rechenmacher". Preis: Photographie-Album.
3. Heinz Schmidt (Schotten): Aufsatz: „Mein Bruder tritt bei einem Backer in die Lehre". Preis: Buch Jjitlerjunge Quer".
4. Heim- Appel (fiaulstoß): Aufsa^: „Die Pfla- sterer". Preis: Buch „Der große König und fern Rekrut".


