olle Die den
Maßnahmen zur Gleichschaltung zu treffen. Rechte der Vertreter-Versammlung gehen auf Führer über.
£>r. Hreudenffem-Marburg
(Bratet getragen worden. Man wolle und dürfe aber nicht den bewährten alten Führer von Oberhessen, Lehrer R u n k, vergessen. Er sei ein einsichtiger Führer gewesen, der chm (dem Gauführer) freiwillig seine Aernter zur Verfügung geiitlL1 habe. Herr Runk habe durch diese freiwillige Niedeneg^g feiner Aemter der Forderung des Agrarpolitischen Amtes der NSDAP., daß als Führer Männer zwischen 30 und 40 Jahren berufen werden sollten, den Weg zur Erfüllung geebnet; er sei also nur ein Opfer des Verjüngungsgedankens geworden. Mit Dankbarkeit begrüßte er als Gauführer es auch, daß Herr R u n k den Posten des Schriftleiters der „Biene" beibehalten habe. Er behalte sich vor, die Verdienste des Herrn R u n k noch besonders zu würdigen. Den Nachfolger für Herrn R u n k auszuwählen, sei chm leicht gewesen. Er habe Herrn Lehrer Braun (Rodheim v. d. H.) schon früher auf Jmkertagungen in seinem Wirken kennen und schätzen gelernt, und daher sei sein Entschluß gekommen, Herrn B r a u n zum Führer der oberhejsischen Imker vorzuschlagen. Zu der einstimmigen Wahl des Herrn Braun könne er die Vereinsvertreter nur beglückwünschen.
Bei einer Besprechung der künftigen Aufgaben erklärte der Gauführer, das Wort „Äampf" müsse jetzt gestrichen werden; Kampf gebe es nicht mehr. Den Wunsch der Imker nach st e u e r- freiem Bienenzucker werde er Vorbringen, und er hoffe, daß dieser Wunsch erfüllt werde. Er glaube, daß die Regierung ein größeres Interesse an gesund durchwinterten Bienenvölkern habe als an einzuwinternden Völkern. Die Regie- rung dürfte wohl dazu übergehen, für gesund durchwinterte Völker eine Prämie zu gewähren. Dringend notwendig fei für die Bienenzucht die Zucht- aus lese. Es gehe nicht mehr an, daß von einem Lmker 30 Völker gehalten werden, von denen zwei ausgezeichnet, 13 genügend und 15 ungenügend feien. In Zukunft könne nur noch auf Leistung gesehen werden. Dabei werde das Forschungsinlti- tut in Marburg unter Dr. Freuden st ein den Imkern wertvolle Hilfe leisten. Ganz besonderer Förderung bedürfe die Beschaffung ausreichender Dienen weide. Auf diesem Gebiete sei bisher noch viel zu wenig getan worden. Der Redner berichtete bann von bedeutsamen Schritten, die er in dieser Frage bei den zuständigen Regierungs- und bei den für die Bepflanzung von Bahndämmen maßgebenden Reichsbahnstellen unternommen hat. Besonders komme für diesen Zweck die vermehrte Pflanzung von Weiden, Akazien usw., aber auch d'r Anbau von Honigkleesamen in Betracht. Zum Schlüsse feiner Ansprache betonte der Redner, cs werde von den neuen Führern alles getan werden, um den berechtigten Belangen der Bienenzüchter Erfüllung zu verschaffen. Notwendig sei es aber auch, den Verband immer mehr zu stärken, die noch abseits der Organisation stehenden Imker in den Verband hereinzubringen, diejenigen in Verzeichnisse einzutragen, die den Beitritt zum Verband ablebnen und damit zu erkennen geben, daß sie aus den Opfern und der Arbeit der Verbandsmitglieder Nutzen ziehen, selbst aber nicht opfern wollen, und aste Kräfte einzufetzen für die Arbeit und die Ziele des Verbandes.
<5ouo6mattn Broun dankte dem Gauführer und feierte feine bisherige Arbeit zum Nutzen der Bienenzucht. Seine Bestrebungen, die er in feiner Ansprache richtunggebend gekennzeichnet habe, müßten von allen Imkern unter- stützt werden. Die oberhessischen Imker würden in Treue zu chm stehen und alle Kraft anspannen zur Erreichung der Ziele.
Hierauf bestimmte Gauobmann Braun seine Mitarbeiter wie folgt: fteUoertretenber Führer und Schriftführer der Vorsitzende des Gießener Zweig- Vereins, Gotthard Bodendender, juristischer Fach- roart Oberamtsrichter Klitsch- Büdingen, Rechner Eduard Schäfer-Gießen, der bisher schon Rechner des Hauptvereins war. Herzlichen Dank des Oberhessischen Bühnenzüchtervereins stattete der Gau- obmann Herrn Pfarrer Böchner - Treis a. d Lumda ab, der nur feines vorgerückten Alters wegen auf die weitere Mitarbeit im Beirat verzichtet habe. Er würdigte die Gründe von Pfarrer Büchner und rühmte deffen Leistungen für den Oberhef- fifchen Bienenzüchterverein. Ferner bestimmte der ©auobmann, daß der Schriftleiter der „Bien e", wenn er Oberheffe ist, dem Beirat des Oberheffifchen Vereins angehört, und er begrüßte es, daß in dieser Eigenschaft Herr R u n k nach wie vor mitarbeite.
Ermächtigung für den Gauobmann.
Anschließend wurde einstimmig folgende Ermächtigung beschlossen:
„Die Vertreterversammlung der oberhessischen Imker ermächtigt den Gauobmann von Oberhessen,
vom Forschungsinstitut für Bienenzucht hielt hierauf einen Vortraa über das Thema: „Welche Aufgaben hat der hessische Imker in der neuen Zeit?" Der Redner begrüßte zunächst die Einbeziehung der Bienenzucht m die Kleintierzucht durch das Reichsernährungsministerium. Die Bienenzucht sei jetzt zu einem Faktor in der Landwirtschaft geworden. Den Arbeiten des neu errichteten Reichs-Bienenweibe- Ausfchusfes könne der Imker mit Interesse entgegensetzen. Aus der Einalieberung der Bienenzucht in die Kleintierzucht, tue zu den besten Hoffnungen berechtige, seien aber auch Verpflichtungen zu übernehmen. Die Imker müßten sich eine Steigerung und Verbilligung der Honigerzeugung angelegen fein lassen, damit in absehbarer Zeit die Verso» gung unseres Volkes mit Honig aus der eigenen Erzeugung gedeckt werde. Der Weg zu diesem Ziele gehe nur über eine gute Schulung aller Imker. Dazu sei engfte Zusammenarbeit zwischen der float- lichen Imkerschule und den Verbänden erforderlich. Wanderlehrer müßten in den Imkervereinen Schulungskurse hallen. Dazu sei die Umgestaltung der Verbände zu Arbeitsgemeinschaften erforderlich. Notwendig seien auch Kurse in der Königinnen- zücht, in der Bekämpfung von Bienenkrankheiten, Standschauen, Beteiligung an Ausstellungen, Verbesserung der Bienenweide, -besonders auch mit Hilfe der Landwirtschaft, Belehrung durch die Fachpresse usw. Jeder einzelnen Imker müsse rege mitarbeiten, damit für Deutschland noch bessere Imker herangebildet würden.
Oer Abschluß der Tagung.
Herr H u p f e l d (Altenritte) erinnerte in einer kurzen Ansprache an den gewaltigen Sieg unseres Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler am 12. November, forderte alle Mitglieder der Jmker- oereine zu eifrigster Mitarbeit am Werke des Führers des deutschen Volkes auf, gedachte des Helden- todes der 400 Gefallenen der deutschen Freiheits-
bewegung, während die Versammlung stehend das Andenken an diese Helden mit dem deutschen Gruß Tk' cerbat 3um Schluß die Mithilfe der Landwirtschaft bei der Erfüllung der Aufgaben der Bienenzüchter durch Schaffung geeigneter Bie- nenroeibe.
Herr R unk (Nida) gab sodann bekannt, daß das Blenenseuchengesetz jetzt auch in Hessen in Kraft getreten fei, und forderte zum aufmerksamen Lesen der Fachpresse auf.
Nachdem der Gauobmann Braun einige Mit
teilungen über* die Gleichschaltung der Vereine ge- macht hatte, wurde noch über die Sammlung der Honigspende für die NS.-Dolkswohlfahrt verhan- dell und die Dereinsverireter auf die Richtlinien des Obmannes hingewiesen.
Mit begeistert aufgenommenen dreimaligen „Sieg-Heil!"-Rufen auf den Führer Adolf Hit- le.r, den Reichspräsidenten von Hindenburg und das deutsche Vaterland schloß Gauobmann Braun die Tagung.
S.4.-fpori
DieersteTagung derGausachwarie
Bei der Besprechung der einzelnen Fachgebiete wurde der kameradschaftlichen Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden wiederholt das Wort geredet. U. a. sand die Einladung desSchwimm ° verbau des Gau XII zu einem gemeinsamen Olympia • Vorbereitungskursus (am 14. Januar in Marburg, 18. Februar in Kassel) die freudige Zusage des Gauführerrings.
Die Wettkämpfe Im Gau und feinen Untergliederungen werden nach den Bestimmungen der Wett- kamof-Ordnung der DT. durchgeführt. Der Mann- schaftskampf wird einen wesentlichen Ausbau erfahren und in allen Fachgebieten möglichst in den Vordergrund gestellt werden.
Weiter waren Gegenstand der Besprechung eine Reihe wichtiger fleitfragen, so die Pflege einer gesunden, volksnahen Vereinskultur, die Unter- stützung des Winterhilfswerks, der NS.-Volkswohl- fahrt durch besondere Veranstaltungen, die vom Reichssportführer angeordnete Erhebung des „Sport- groscheus". Auch zur Neugestaltung des oerbandseigenen Presiewesens der DT. nahm die Gaufach- warte-Tagung Stellung.
Alles in allem kann gesagt werden: der neue Turngau steht festgefügt da. Die Führerschaft ist bereit, arbeitsfreudig ans Werk zu gehen und in turnbrüderlicher Zusammenarbeit alles daran zu setzen, den Gau der Nordhessen zu einem Turnge- biet wirkungsvoller turnerischer Breiten- und Tiefenarbeit zu gestalten. Mll dem Wunsche, daß das erstrebte Ziel zum Segen für Volk und Vaterland erreicht werden möge, und mit einem „Sieg-Heil" auf das deutsche Volk und feine Führer schloß der ©auoberturnmart die anregend verlaufene Arbeitstagung.
Die im Führerring vereinigten Fachwarte des 12. Gaus (Nordhessen) der DT. tagten am Sonn- *00 unter Führung von Gauoberturnwart R. Paul (Gießen) erstmals in Marburg. Gauoberturnwart Paul eröffnete die arbeitsreiche Sitzung mit einem Gedenken an die Toten, die im Wellkriege und im Kampf um die nationale Erhebung ihr Leben für Bolk und Vaterland gegeben haben.
Nach geschäftlichen Mitteilungen wurde dann der turnerische Aufbau des neuen Turngaus in den Grundzügen festgelegt, und die Durchführung der geplanten Maßnahmen in Gleichklang zu den gegebenen finanziellen Möglichkeiten gebracht. Das Schwergewicht der Tätigkeit liegt zunächst in einer vertieften Lehrgangsarbeit, die im Januar für alle Fachaediete einsetzt und die Grundlage bietet für den Arbeitsbeginn in den zwölf Turnk-reisen, den schlagkräftigen turnerischen Einheiten. U. a. findet am 20. und 21. Januar in Gießen ein Lehrgang für die Oberturnwarte, Männer- und Frauentum- warte der 12 Turnkreise statt. Für alle lurntreife ist 1934 die Durchführung einer turnerischen Ver- anstallung ovrgeschrieben, mit Ausnahme der beiden Turnkreise, in deren Gebiet die Bezirkstumfeste der Bezirke Kassel und Gießen stattfinden.
Die einzelnen Fachgebiete wurden der Reihe nach eingehend durchberaten und dabei die Termine für die einzelnen Lehrgänge festgesetzt. Den besonderen Wünschen der Fachwarte soll nach Möglichkeit Rech, nung getragen werden. Bei allen Lehrgängen soll neben der technischen, turnerischen Schulung die D i e t a r b e i t nicht vernachlässigt werden, die in die Turnertums- und Volkstumskunde einzuführen und die national-politische Erziehung des deutschen Turners zum Ziele hat.
Fußball zu Gunsten derWinterhilfe
Gießen A gegen Zriedberg/Ba -Nauheim 2:4.
Im Dienste des Winterhilfswerks fanden die Gießener Fußballer Gelegenheit, ihre Mithilfe kundzutun. Das Spiel in Friedberg war eine Abwechs- lung und stand im Gegensatz zu der überhasteten Spielweste der Verbandsspiele. Ein ritterlicher Kampf zweier gleichwertiger Gegnerl Durch viel Pech mußten die Gießener den Sieg den Kombinierten von Friedberg und Bad-Nauheim überlassen. Die Gießener Elf setzte sich wie folgt zusammen:
Schlari, Zeiler Lippert Bromm Knauß Hainbach Ranft Schmelz Schmidt Heilmann Lehrmund.
Mit dem Anstoß waren die Gießener sofort im Angriff und hatten gleich gute Torgelegenheiten. Ehe sich die Gastgeber gefunden hatten, diktierten die Gießener den Spielverlauf. Gut wurde das erste Tor eingeleitet. Aus der Läuferreihe kam ein exaktes Durchspiel zu Lehrmund, der an Hellmann weitergab Hellmanns kräftiger 16-Meterball faß unhaltbar in den Maschen. Die Gießener drängten weiter. Schmidt und Schmelz ließen gute Chancen aus. In der 16. Minute erzielte Schmidt einen Eck- ball, der schlecht getreten, im Aus endete. Der erfolgte Torabstoß kam zu dem ungedeckten Rechtsaußen, der nach der Mitte flankte. Der Halblinke schoß zum Ausgleich ein Die Gastgeber gingen nun mehr uus sich heraus und gestalteten das Spiel offen. Wieder kam der Rechtsaußen zu einem Alleingang. Der Ball kam gut oors Tor. Ein Gedränge und wieder mußten sich die Gießener ein Tor gefallen lassen Von nun an spielten die Hiesigen noch besser zusammen Knauß, der einen seiner besten Tage hatte, fütterte geradezu feinen Sturm mit Bällen. Eine Steilvorlage an den Mittelstürmer gab eine gute Torgelegenheit. Schmidt wurde aber im letzten Augenblick unfair gelegt. Elfmeter! Heil- mann tritt! Tor! Der Ausgleich war gefallen. Pause.
Kurz nach Wiederbeginn stand der gefamk Sturm Gießens vor des Gegners Tor, als der Schieds- richter zur Schweigepause zum Gedächtnis an die Toten abpfiff. Die Gießener fanden nicht gleich den Zusammenhang wieder und lo kam es, daß die Gastgeber etwas mehr vom Spiel hatten. Schlarb mußte einen unhaltbaren Schuß des Mittelstürmers passieren lassen und zu allem Unglück gab der Schiedsrichter hinterher einen Elfmeter, aus welchem Grunde war unverständlich. Den gut geschossenen Ball konnte Schlarb nicht halten Die Gießener gingen nochmals zur Offensive über, aber Pech verhinderte jeden (Erfolg. Das Endresultat gibt die Stärke der beiden Mannschaften nicht richtig wieder. Die Gießener hätten ein Unentschieden verdient,
Gießen 8 —S einbero-Lollar komb. 3:3 (1:0).
Die Gäste erschienen mit der Angriffsreihe Lollars, während Tor, Verteidigung und Läuferreihe durch Steinberger Spieler besetzt waren. Die Gießener Stadtelf B hatte mannigfache Umbesetzungen erfahren müssen. Sie hatte folgendes Aussehen: Becker; Singel (VfB ), K. Schneider (1900); Gath (1900), Michel (VfB), Schomber (1900); Leut- Heuser II. (VfB.), Jäger, Grünewald, Güncher (1900) und Mattern (VfB.)
Mit Ausnahme von Becker, Singel und Grünewald waren alle Gießener Spieler den Reserven entnommen. Trotzdem überraschte die einheimische Vertretung durch ein frisches eifriges Spiel. Das erzielte Unentschieden ist nicht unverdient. Das Treffen war jederzeit ausgeglichen. Serfer im Gießener Tor war immer etwas mehr beschäftigt, wurde aber durch Singel und Schneider gut assistiert. Die gute Routine dieser alten bewährten Spieler half oftmals über auftretende Schwächen in der Läuferreihe hinweg. Im Sturm war Grüne
wald die treibende Kraft. Seine drei Treffer waren Prachtleistungen. Gute Unterstützung fand er dabei durch seine Halbstürmer, während die Außen meistens den Ball zu lange hielten und ungenau flankten.
Die Gästekombination war schnell und wuchtig. Sie verfügte auch über gute Torschützen, die aber oom Pech verfolgt waren, denn drei- bis viermal wurde die Querlatte angeschossen. Andererseits kam sie aber auch zu zwei billigen Erfolgen, die natur- gemäß der Gießener Hüter verhindern mußte. Das Spiel war verhältnismäßig gut besucht. Schieds- richter Hohmann (1900) sorgte durch eine ge- wissenhafte Spielleitung für einen korrekten fairen Verlauf.
Der auf- und abwoaende Kampf sah die Hiesigen in der ersten Spielhälfte in der Kombination etwas ausgeprägter. Aus einer solchen fiel Mitte der Halbzeit durch Grünewald der Führungstreffer für Gießen. Die Gäste kamen, trotz guter Chancen, nicht zum Zuge, tauten aber nach dem Wechsel merklich auf. Die Erfolge lagen ständig in der Luft und blieben auch nicht aus. Salb hieß es nach einem Eckball 1:1 und als Serfer einen hohen SaU verfehlte 1:2. Durch einen Strafstoß gar 1:3, da Serfer den Bombenschuß ins eigene Tor lenkte. Jetzt tauschten Bingel und Jäger die Plätze und die Gießener Elf lief, angefeuert durch die Zuschauer, zu prächtiger Form auf. Der Kampf ge- wann sehr an Spannung. In einem großartigen Endspurt holten die Einheimischen den Vorsprung der Gäste auf. Grünewald schoß zunächst einen Strafstoß von der 16-Meter-Linie ein und stellte bann in einem Alleingang ben Gleichstanb her. Den Siegestreffer verfehlte er nur um em knappes, während auch bie Gäste oftmals in aussichtsreichen Situationen bas Gießener Tor verfehlten.
Das Spiel fanb zugunsten ber Winterhilfe statt, der ber gesamte (Ertrag abgeführt würbe. In Anbetracht besten hätte ber Besuch ein noch größerer sein bürfen.
Weitere Mnierlnifespiele im Gau Nordßefsen.
Kasseler Stäbtelf — Hanau-Friebberg 1:1 (0:0); Germania Fulba — Kreismannschaft Fulba 3:1 (2:1); Borussia Fulba — Bezirksmannschaft Fulba 7:0 (5:0); Hessen Hersfelb — Stäbtelf Kassel B 5:2 (0:2); Hanau Stabt — Hanau Lanb 4:4 (2:1).
Das erste Skirennen auf dem Zugspitzplatt.
Am Sonntag würben auf bem Zugspihplatt bie ersten skisportlichen Veranstaltungen dieses Win- ters zur Durchführung gebracht. In Anwesenheit der Mitglieder des Organisationskomitees für die 4. Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch- Partenkirchen beteiligten sich 90 ber besten beut- fchen Läufer unb Springer am Abfayrts- unb Sprunglauf. Sieger bes Abfahrtslaufes würbe bei den Senioren ber Berchtesgabener Friedel Däu- bert in 1:58,4 Min. vor Hans S chm ibt-Garmisch in 2:03 Min. unb bei ben Jungmannen der Partenkirchener Roman Wörndle in 1:58,3Min. 3m Sprunglauf stand zunächst der Norweger Sir- aer Ruu d außer Konkurrenz mit 34 und 35 Meier die weitesten Sprünge des Tages. Sieger des offiziellen Sprunglaufes wurde Toni Saber- Partenkirchen mit zwei gestandenen Sprüngen von 32 unb 31 Meter unb Note 216,6. Matthias Womble- Partenkirchen sprang die gleichen Weiten, bekam jedoch nur eine Note von 205,6 zugesprochen, so baß er sich mit dem zweiten Platz begnügen mußte. Sei ben Iungmannen blieb Hutter- Garmisch erfolgreich.
Kurze Sporinoiizen.
Seim III. Fest ber Sportpreffe in Frankfurt am Main gewann Borchmeyer den Sprinterkampf vor Hornberger, Vent, Schmib, Schein unb Mährlein, Dr. Peltzer siegte über 1000
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Meter überlegen vor dem Frankfurter Nachwuchs. Ein Städteboxkampf Frankfurt gegen Serlin endete mit einem 6:0=Sieg der Einheimischen und auch im Handballkampf gegen Darmstadt holle sich Frankfurt mit 6:3 einen schönen Erfolg. Im Schimr- gewichtsringen holle sich Europameister Hornfischer (Nürnberg) über den Deutschen Polizeimeister Siebert einen Schultersieg.
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Die deutsche Eishockey-Mannschaft unterlag in Paris einer Pariser Auswahlmannschaft mll 1:2 (0:0, 1:1, 0:1).
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Das Zusammentreffen der beiden alten Rivalen im Serliner Fußball, Tennis- Borussia und Hertha/SSC. endete diesmal vor 22 000 Zuschauern mit einem 3:2-(2:0-)Sieg hop Tennis-Borussia.
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38 Tore in zwei Spielen erzielte der westdeutsche Meister Schalke 04 am Wochenende. Am Samstag siegten die „Knappen" über Remscheid 07 mit 14:0 unb mll nicht weniger als 24:0 wurde am Sonntag eine Kombination von zwei Vereinen in Langendreer geschlagen.
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Der Fußball-Länderkampf Selgicn gegen Dänemark in Vrüssel endete mit einem Unentschieden von 2:2 (Halbzeit 2:1 für Dänemark).
Vom Oarmstädte^ Sonder erch#.
Darmstadt, 25. Nov. (WSN.) Der Strafsenat bes Oberlandesgerichts verurteilte heute vier Darm» ftäbter Kommunisten, die staatsfeindliche Flugschriften vor der Chemischen Fabrik Merck verteilt hatten, unb zwar zwei Angeklagte zu je 1 Jahr, bie beiden andern zu je 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis Der Schuhmacher Anton Fuchs aus Mainz erhielt wegen des ^ei°. chen Vergehens 1 Jahr 6 Monate Gefängnis.
Gleichzeitig tagte das Sondergericht in einer viel- stündigen Sitzung bis zum späten Abend. Es handelte sich meist um Anklagen wegen Beschimpfunaen der Reichsregierung bzw. des Reichskanzlers. Eine Schneiderin aus Weiterstadt erhielt deswegen 7 Monate Gefängnis, ein junger Friseur aus Groß-Gerau 2 Monate Gefängnis, ein 57jähriger Kanalarbeiter 5 Monate Gefäng - n i 5, sein Sohn kam mit 2 Monaten Gefä n g- n i s davon. Freigesprochen wurde ein (Elfenbein- dreher aus Erbach, da der einzige Belastungszeuge widersprechende Aussagen machte Wegen Nichtab- lieferung von Waffen wurden fünf Einwohner aus Reichelsbach im Odenwald zu Gefängnis st ra- fen von 6, 8 unb 9 Monaten verurteilt; der süngste kam mit zwei Monaten davon. Ein polnischer Jude wurde von der Anklage der Verbreitung unwahrer Tatsachen freigesprochen. Der Betriebsleiter einer Offenbacher jüdischen fieber» morenfafrit, ber sich bie Mitgliedschaft bei ber Partei erschlichen hatte, obwohl er nicht beutschstämmig war, und ohne Berechtigung das Parteiabzeichen trug, wurde zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt.
Oie Wetz arer Kommunakaffäre Kühn.
WSN. Wetzlar, 24. Nov. Drei Beamte der Stadtverwaltung Wetzlar standen am Donnerstag vor der Dienststrafkammer der Regierung zu Wiesbaden. Ihnen war zur Last gelegt, den Machenschaften des früheren Wetzlarer Bürgermeisters Dr. Kühn, der bekanntlich im September 1929 nach Aufdeckung feiner schweren Korruption durch Selbstmord endete, allzu willfährig gewesen zu sein. Sie wurden daraufhin beurlaubt und gegen sie ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das nach monatelanger Pause jetzt entschieden wurde. Die Disziplinarkammer erkannte an, daß die Beamten mehr ober weniger ein Opfer bes außerorbentlich autokratischen bamaligen Verwaltungschefs seien; sie erkannte baher auch in keinem Falle auf Dienstentlassung, fonbern verhängte ©elbftrafen. Stabtrat Winkelmann, der nächste Mitarbeiter des früheren Bürgermeisters, erhielt 300 Mark Geldstrafe, der Betriebsdirektor der städtischen Gas» unb Wasserwerke, Dipl.-Jng. Ehlert, erhielt 150 Mark Gelbstrafe, der Kommissar ber städtischen Polizei, Stein, kam mit einem Verweis bavon. Die Kosten bes Disziplinarverfahrens haben bie Beamten zu tragen Es schweben noch Disziplinarverfahren gegen fünf weitere stäbtische Beamte.
vtir<b(icbe Jlocbndifcn.
Evangelische Gemeinden.
Montag, ben 27. November.
Mainzlar. 20 Uhr: Ev. Kirchl. Frauenverein. Dienstag, ben 28. November.
Lollar. 20 Uhr: Ev. Kirchl. Frauenoerein.
Mittwoch, den 29. November.
Ruttershausen. 20 Uhr: Ev. Kirchl. Frauenoerein. Donnerstag, ben 30. November.
Dcmbringen. 20 Uhr: Ev. Kirchl. Frauenoerein.
Freitag, den 1. Dezember.
Mainzlar. 20 Uhr: Bibelstunde, katholische Gemeinden. Freitag, 1. Dezember.
Gießen. 6.30 Uhr: Segensamt. — Lich. 7.15: Segensmesse.


