Ausgabe 
27.4.1933 Frühausgabe
 
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Buntes Allerlei.

Oer wildeste Hund der Welt.

Es gibt Hunde, die so gefährlich sind, daß sie bei uns in Europa nur in zoologischen Gärten gezeigt werden. Als die wildesten Hunde der Welt gelten die tibetanischen Bulldoggen, von denen jetzt vier Stück in den englischen Zoo von Whipsnade gelangt sind. Diese Bulldoggen sind zwar gelegentlich schon früher nach Europa ein- geführt worden, aber noch niemals ist es gelun­gen, sie bei uns zu Haustieren zu machen; sie übertreffen in ihren Raubtier-Instinkten sogar noch den kanadischen Schlittenhund, der schon ein halber Wolf ist. In ihrer Heimat Tibet aber wird ihre Stärke und Wildheit sehr hoch geschäht, und sie werden dort vielfach als Wachthunde benutzt. Damit ist aber keine Domestizierung verbunden, sondern sie sind nur wilde Tiere, die an der Leine gehalten werden. Schon in früher Jugend werden sie in Ketten gelegt, und niemals werden sie von diesen befreit. Die Verwendung der Bull­doggen schildert ein Reisender, der kürzlich Tibet besucht hat:Sie sind an der Tür des Hauses festgemacht und lassen nur Personen, die sie genau kennen, eintreten. Wenn ein Fremder der Tür zu nahe kommt, dann springen sie ihm mit einem einzigen Satz an die Kehle, und er ist ge­liefert." Ihr Leben lang so an die Kette gelegt und durch viele Generationen zur Wildheit ge­züchtet, haben diese Hunde ein überaus miß­trauisches und heimtückisches Wesen, aber es dürfte durchaus möglich sein, die tibetanische Bulldogge unter andern Verhältnissen in einen friedlichen Bürger des Hundereiches zu verwan­deln, der freundlichere Seiten zeigt. Cs sind schöne große Tiere, die dem Reufundländer äh­neln; sie haben aber ein dichtes schwarzbraunes, schwarzes oder rotes Fell von samtartigem Glanz; der Schweif ist über dem Rücken geringelt. Kein anderer Hund der Welt kann es mit ihnen an Stärke aufnehmen; sie tragen bei all ihrer Wildheit eine gewisse gravitätische Würde zur Schau, wie wenn sie etwas von ihrem uralten Stammbaum ahnten. Die tibetanische Bulldogge gehört zu den ältesten Hunden, von denen wir wissen und wird schon auf Bildwerken aus der Zeit um 640 v. Ehr. dargestellt. Diese Bulldogge ist zwar die interessanteste Hundeart Tibets, aber nicht die einzige, die Besonderheiten aufweist. Roch älter als die Bulldogge dürfte der tibe­tanische Wachtelhund sein, ein entzückendes

Schohtier mit langem seidigen, lichtbraunen Fell, der nur von den reichen Bewohnern des Landes gehalten wird. Diese niedlichen Tiere sind ebenso klug wie lustig, haben aber viel von ihrer ur­sprünglichen Lebendigkeit verloren, da sie in den Häusern als Kostbarkeit gehalten werden und nicht frei herumlaufen, sondern im Freien stets getragen werden. Etwas größer ist der Lhagas- Terrier, der eine Verwandtschaft mit dem Schäfer­hund aufweist, aber einen andern, ' buschigen Schweif besitzt.

Ein Lustspiel zum Gtuhlzerbrechen.

Ein Mißgeschick, das kürzlich den Besucher eines Pariser Theaters ereilte, hat eine Gerichtsver­handlung zur Folge gehabt, die große Belustigung hervorricf. Ein gewisser Bonventure wohnte der Aufführung eines Lustspiels bei, dessen Witze eine solche Lachsalve bei ihm auslösten, dah die dadurch verursachte Erschütterung seines Körpers zum Zu­sammenbruch des Stuhles führte, auf dem er saß. Als er sich nach diesem jähen Zwischenfall aufrich­tete. bemerkte er, daß ein hervorstehender Ragel an dem allzu leichten Stuhl in seinen Unaussprech­lichen einen starken Riß angerichtet hatte. Als ein bescheidener Mann und in angenehmer Erinne­rung an das Vergnügen, das ihm trotz allem der Theaterbesuch bereitet hatte, verlangte er von der Direktion nichts weiter als die Lieferung eines neuen Beinkleides und verzichtete auf Schadens- ersahansprüche wegen des erlittenen Schreckens. Doch der Theaterdirektor wollte auch diese billige Forderung nicht erfüllen, sondern machte seiner­seits Anspruch auf die Zahlung von 60 Mark. So hoch bezifferte er den Schaden, der ihm dadurch erwachsen sei, daß die Aufführung infolge des Zwischenfalls kurze Zeit unterbrochen, werden mußte. Er begründete das vor Gericht damit, daß Besucher, bei denen zu heftige körperliche Er­schütterungen durch das Stück ausgelöst würden, die Folgen selbst tragen müßten. Der Richter war aber nicht der Ansicht, er stellte fest, daß das Gelächter des Klägers als ein durchaus zulässiges Zeichen seines Beifalls aufzufassen sei, und wies deshalb den Direktor mit seiner Gegenklage ab; dagegen verurteilte er ihn dazu, dem Kläger ein neues Beinkleid zu liefern. Der Direktor hat aber gelobt, künftighin nurlachfeste" Sitze im Zu­schauerraum zu dulden.

Spielvepeimgtrng 1900 Gießen.

1900 AI VfB. Friedberg AI 4:1 (3:0).

Die Gäste gefielen durch ihr sauberes Zusammen­spiel, waren aber zu wenig auf Erfolg eingestellt. 1900 war schneller, wuchtiger und erzielte so in der 1. Halbzeit drei verdiente Tore. Nach der Pause war Friedberg anfangs stark überlegen, vermochte aber von den gebotenen Chancen nur eine auszu- nntzen. Der Plotzverein ging nun wieder aus sich heraus und erhöhte auf 4:1.

1900 Schüler Heuchelheim Schüler 2:2 (1:2).

3n der 1. Halbzeit hatten beide Mannschaften gleich viel vom Spiel, der Gast etwas mehr Glück. Trotzdem 1900 nach der Pause stark überlegen war, langte es nicht mehr zum Sieg, sondern nur zum Ausgleich.

Handball. SA. 11/116 gegen 1900 5:8 (1:4).

Der Sieg der ersten Mannschaft der Spiel­vereinigung war nicht so sicher errungen, als man dem Ergebnis nach schließen könnte. Die SA.° Mannschaft hatte sich überraschend schnell ge­funden und war ein hartnäckiger Gegner. Aus dem ursprünglich vorgesehenen Trainingsspiel wurde ein ausgesprochenes Kampfspiel. Die Mannschaft der Spielvereinigung siegte verdient und zwar auf Grund der besseren Balltechnik' überlegener Kombination, auf Grund von Bor- teilen, die die Rationalsozialisten durch erhöhten Eifer auszugleichen suchten. Der Kampf wurde p.PJ1 2lrifang bis zum Ende in flottem Tempo ge­führt. 1900 war im Feldspiel überlegen, aber auch die SA. trug manchen sehr gefährlichen An­griff vor.

Schon in der ersten Minute eröffnete Betz (1903) den Torreigen. Bald stand das Spiel 0 4 für die Spielvereinigung. Es sah nach einer hohen Riederlage der SA. aus. Es kam aber anders SA. fand sich allmählich. In der Verteidigung wurde dem Sturm des Gegners energischer Widerstand geboten. 1900 hatte es manchmal sehr

schwer, sich durchzukämpfen. Für die SA. schoß Barth das erste Tor. Mit dem Halbzeitergebnis von 1:4 für die Spielvereinigung wurden die Seiten gewechselt. KO) erhöhte zunächst auf 1:5, dann aber kamen die Gegner auf und schossen in kurzen Abständen zwei Tore. Durch Strafwurf erhöhte Betz auf 3:6. In unverändert scharfem Kampf fügte Hamann für ISO) ein weiteres Tor an. SA. holte abermals einen Treffer auf. Kurz darauf fiel das achte Tor für 190), denen die Rationalsozialisten einen fünften Treffer ent­gegensetzten. Das fesselnde Spiel wurde sehr fair ausgetragen. In Reih (1846) hatte das Spiel einen unbestechlichen Leiter.

FC Teutonia^ Watzenborn-Steinberg

Teutonia I Ockershausen I 4:4 (2:3).

Die Watzenborn-Steinberger hatten sich eine sehr kampfkräftige Mannschaft verpflichtet: die I. toon Ockershausen. Die zahlreichen Zuschauer wur­den nicht enttäuscht. Ockershausen stellte eine sehr schnelle Mannschaft, die durch genaues Zuspiel und raumgreifendes Flügelspiel gefiel. Die Teu­tonen bestanden in Ehren. Flottes Tempo be­stimmte den Kampf von Anfang an. Die Gäste waren zuerst erfolgreich aber im Gegenzug glich der Halblinke der Gastgeber aus. Die Gäste waren verdutzt, setzten alles ein und führten wenig später mit 3:1 Toren. Das schien jvyen 3p genügen. In der Folge aber gaben die Platzbeiiher den Ton an, aber der Sturm vergab die besten Gelegenheiten. Kurz vor der Pause verkürzte der Halblinke auf 2:4. Auch in der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber mehr vom Spiel. Zwar erhöhte Ockershausen auf 2:4, die Watzenborn-Steinberger hatten jedoch stets gün- stige Torchancen, deren zwei schließlich auch durch den Halbrechten und durch den linken Läufer mit prächtigen Schüssen ausgenüht wurden. Die rest- lichen 8 Minuten brachten noch einen hinreißen­den Endspurt, der aber am Anentschieden nichts mehr andern konnte. Der Kampf wurde sehr ritterlich geführt. Der Schiedsrichter Michel, Gießen, leitete einwandfrei.

Die Schüler gewannen gegen Klein-Lindens Schüler mit 2:1 Toren.

Sportabteilung des Tv. Wieseck.

Dukenhofen I wieseck I 1:2 (0:0).

Die 1. Elf des Tv. Wieseck weilte am Sonntag in Dutenhofen, um gegen die 1. des Platzbesitzers das fällige Verbandsjpiel auszutragen. Wieseck trat mit drei Mann Ersatz, die Gastgeber komplett an. Die Mannschaften lieferten sich einen hartnäckigen Kampf. Wieseck gewann verdient. Die erste Halbzeit sah Dutenhofen überlegen, der Gäste Hintermann­schaft verhinderte aber jeden Erfolg. Wiesecks Tor­mann war ausgezeichnet. Torlos ging es in die Pause. Die zweite Halbzeit stand im Zeichen der Gäste. Sie liefen zu ausgezeichneter Form auf. Trotzdem kam Dutenhofen in der 31. Minute durch Fernschuß zum ersten Erfolg. Wieseck hatte bald gleichgezogen und kaum fünf Minuten später brach der Rechtsaußen durch und sicherte seiner Mann­schaft durch entschlossenen Schuß den verdienten Sieg. Die Schüler siegten gegen VfB.-Schüler mit 1:0.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

TV. Pohl-Göns I 1900 I 4:8 (1:6).

In Pohl-Göns trafen die 1900er auf den erwartet schweren Gegner. Sie vermochten jedoch fast wäh­rend des ganzen Spiels zu dominieren und einen klaren Sieg zu erringen. Die Spieloereinigungs­mannschaft war in allen Teilen gut besetzt, besonders

gut ließ sich der neue Halbrechte an, der allein fünf Tore auf sein Konto brachte. Der Gastgeber hatte eine sehr stabile Mannschaft im Feld, in der Mit­telläufer und Torwart heroorragten. Letzterer ent­wickelte allerdings verschiedentlich viel Glück.

Pohl-Göns II 1900 II 6:6 (2:4).

Einen scharfen Kampf fochten auch die zweiten Garnituren aus. Nachdem die 1900er zu Halbzeit in Front gelegen hatten, kamen nach dem Seiten­wechsel die Turner a^f und erzielten einen Vor­sprung von einem Tor. Fast mit dem Schlußpfiff glichen die Gießener aus.

Handball im Lahn-Oiinsberg-Gan.

Tv. Albach steigt in die Gauklasse auf.

Im letzten Aufstiegsspiel (AlbachRordeck) zeigte der Platzbesitzer gegen die ersatzgeschwäch­ten Gäste nicht die Leistungen der letzten Spiele. Der Angriff nützt die gut vorgetragenen Durch­brüche nicht aus. Diele Bälle gingen an die Latte. In der ersten Halbzeit war Albach stark überlegen, der Sturm erzielte aber nur 4 Tore. Rach dem Wechsel erhöhte der Meister auf 5:0, ließ dann aber nach. Die Gäste kamen auf, er­zielten aber nur das Ehrentor.

Krofdorf I Ahbach I 7:7.

Die Mannschaft der Plahbesiher die durch Spielerzuwanderung an Stärke gewonnen hat, war ein schwerer Gegner und trotzte der bestimmt nicht schwachen Mannschaft der Gäste ein An­entschieden ab.

Wirtschaft.

Sronffurfer Abendbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 26. April. An der Abend­börse herrschte auf die Diskussionen über die zu­künftige wirtschaftspolitische Führung in Preu­ßen und im Hinblick auf die schwächere Eröff­nung Reuyorks gewisse Zurückhaltung, so daß nur kleine Amsähe zu verzeichnen waren. Die Grundstimmung blieb jedoch freundlich, zumal man die Rachrichten aus Washington als etwas günstiger ansah. Die Berliner Schlußkurse, die z. T. etwas niedriger als die der hiesigen Börse la^en, blieben gut behauptet. Etwas Interesse bestand für Montanwerte und IG.-Farben.

-am Rentenmarkte konzentrierte sich das wenige Geschäft in der Hauptsache auf die Schutz­gebietsanleihe, die gegen heute mittag um 0,25 Prozent anzvg, und nach dem Kurs weiter ge­sucht blieb. Andere Renten lagen vernachlässigt; Altbesitz kamen gegen den erholten Berliner Schluß 20 Pf. niedriger zur Rotiz. Aktien lagen im Verlauf still und unverändert, lediglich IG.- Farben zogen 0,25 Prozent an. Reubesihanleihe 13,40, Altbesihanleihe 73, Schutzgebietsanleihe 8,50 (Rachbörse 8,65), bproz. innere Mexikaner 4,91, 4proz. Zolltürken 5,65, Reichsbank 137,25, Buderus 75,50, Harpener 104,25, Klöcknerwerke 65,50, Rheinstahl 91,50, Stahlverein 46, Bekula 110,50, AEG. 29,25, Deutsche Erdöl 117,75, Conti- Gummi 158,50, IG.-Farben 142,50 bis 142,75, Gesfürel 93,50, Holzmann 56,50, Rütgerswerke 52.91, Rordd. Lloyd 20,39, Reichsbahn-VA. 100,75, Schöfferhof-Dinding 162.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 26. April. An der heu­tigen Getreidebörse setzte sich die am Montag be­gonnene Befestigung auf Teilgebieten fort, das Geschäft hat indessen keine stärkere Belebung er­fahren. Gefragt blieb weiterhin Weizen seitens der rheinischen Grohmühlen, auch zu Zwecken der Eosinierung sanden einige Käufe statt. Der Wei­zenpreis konnte sich um 2,50 Mk. per Tonne be­festigen, wogegen Roggen ruhig lag. Auch Som­mergerste für Brauzwecke begegnet zur Zeit nur wenig Interesse, während Hafer etwas beachtet war. Das Angebot hielt sich infolge der Zurück­haltung der Landwirtschaft in engen Grenzen. Die Mehlofferten für Weizenmehl wurden seitens der süddeutschen Mühlen um 25 Pf. je 100 Kilogramm erhöht, der Absatz blseb allerdings weiterhin schleppend. Am Kraftfuttermittelmarkt hielt di. Rachfrage für ölhaltige Futtermittel an, beson­ders aus Ostpreußen lagen einige Anfragen vor. Die Preise hierfür waren bis zu 0,50 Mk. je Dop­pelzentner fester, ebenso konnten sich Mühlenab­fälle um 10 bis 15 Pf. erhöhen. Cs notierte (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mk.: Weizen 215,00, Roggen 172,50 bis 173,50, Sommergerste 180,00, Hafer 146,00 bis 150,00, Weizenmehl südd. und niederrhein. Spez. 0 mit Austauschweizen 30,15 bis 31,50, Roggenmehl 60- prozentige Ausmahlung 23,25 bis 24,75, Weizen­kleie 7,50, Roggenkleie 8,50. In Handelsklassen­ware fanden keine Abschlüsse statt.

Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Oer neueste Ausweis der Reichsanstalt.

Berlin, 25. April. (WTB.) Nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Ar­beitslosenversicherung für die Zeit vom 1. bis 15. April ist

die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen in der ersten Aprilhälfte weiter gesunken. Sie verminderte sich um rund 69 000 auf rund 5 530 000.

Vom Höchststand der winterlichen Arbeits­losigkeit ist bis Mitte April eine En Haftung um rund 518 000, oder um 8,6 o.H. einge­treten, gegenüber einer vorjährigen Entlastung von nur 195 000 oder 3,2 v. H. Die Stärke des bisherigen arbeitsmarktlichen Auftriebs geht auch daraus her­vor, daß nach den Ergebnissen der Krankenkassen- mitgliederftatistik für den gleichen Zeitraum die Zahl der Beschäftigten um über 600 000 zugenommen hat.

Die Besserung in der Verichtszeil ist im wesent. lichen in den Auhenberufen zu verzeichnen, die durch die Arbeitsbcschasfungsmaßnahmen der

Regierung eine wichtige Stühe erhielten.

Die Entwicklung in den übrigen Berufen war un­einheitlich. Die Entlastung hat sich jedoch nicht in der gleichen Stärke wie in der zweiten Märzhälfte durch­gesetzt. Dies wird darauf zurückzuführen fein, daß

erfahrungsgemäß kurz vor den Dfterfeiertagen Neu- einstellungen von Arbeitskräften zurü-gestellt wer­den. Außerdem find die Abgänge in Arbeit durch Neuzugänge vielfach überdeckt.

Stärker als die Zahl der Arbeitslosen über­haupt ging die Zahl der hauptunterftühungs- empfänger in der Arbeitslosenversicherung und krisenfürsorge zurück.

Der Abgang betrug hier 148 000 oder 6,9 v. H. Die stärkere Abnahme der Unterstützungsempfänger innerhalb der Oefamtberoegung der Arbeitslosenzahl ist ein weiteres Zeichen dafür, daß Neumeldungen zum Dftertermin die Abgänge in Arbeit teilweise überdeckt haben. Am 15. April waren noch rund 2 017 000 Hauptünterstützungsempfänger in der Ar- beitslosenversicherung^nnd Krisenfürsorge vorhanden. Davon entfielen 580 000 auf die Arbeitslosenversiche­rung und rund 1 437 000 auf die Krisenfürsorge. Zahlen über den Bestand an Wohlfahrtserwerbs­losen liegen für die Monatsmitte nicht vor.

Die aus Mitteln der Reichsanftalt geförderten Notstandsarbeiten sind in verstärktem Ausmaße in Angriff genommen worden. Die Zahl der hierbei beschäftigten Notstandsarbeiter betrug Ende März 88 000, eine weitere Zunahme ist inzwischen ein­getreten.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. Relchsbankdiskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H.

»ranlnm a. M.

Serlm

Schluß« lurs

Schluß!. Abend- börsc

Schluß» turs

Schluß!. Ulilfaq, böcsr

Oafum

25.4.

26.4.

25.4.

26.4.

8% Deutsche RcichSanleihe v. 1921

85,25

?5 4

84,9

97,5

1,65

85

97,5

81,65

6% el)em.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 5%% Boung-Anleihe von 1930 .

Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mH

97,9

82,5

9M

82,5

Auslos.-Rechlen .......

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte......

6% cbem.8% Hess. Bolksstaat 1929

73,25

13,35

73

13,4

72,6

13,05

73,2

13,35

truckzahlb 102%) ....

83,75

83

Oberhessen Provinz.Anleihe mit

83

Auslos.-Rechlen

Deutsche Komm. Sammelab l.Än

leihe Serie! mil Auslos.-Rechlen

68

68

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

67

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl

88,5

87,5

Goldvfe. 16 unkündbar bis 1936

V/1% cüem. 4>/.% Franks. Hop.

*

Bank.Liau..Psandbriese .....

6*/2% ehem. 4'/2% Rheinische

89,5

89,9

-

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. .

6% ehem. 8% Pr. Londespfand

90,5

89,75

-

briefansiall, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand

89,5

89,9

briefanftalt. Pfandbriefe 81 10

89,75

89,75

-

<% Oeslerreichische Golvrenle....

_

14,2

4,20% Oeslerreichische Silberrente

__

_

4% Ungarische Goldrente ______

__

_

4% Ungarische Slaalsrenle v. 1910

_

4Vi% desgl von 1913 . .

_

5% obgeil. Goldmexikaner von 99

8,25

7,5

1 75

7,6

5,6

5,5

5,55

5,4

9,75

4,5

97,5

4% Türkische Zollanieihe von 1911

5,6

5,65

5 fi

<% Türkische Bagdadbahn-Anleih- Eerie I

4% desgl. Serie II .......

6% Numän. vereinh. Rente v. 1903

5,62

5,6

5,5

5,65

5,65

5.5

5,6 5,65

5,55 9,75

4,5 27.5

4Vr%Rumän.vereinh.Rentev.l913

9,75

9 9

4% Rumänische vereinh. Rente ..

8%% «ualolter..............

4,75

4,7

Datum

lyrantiun u. ui.

Berlin

Schluß­kurs

25.4.

Schluß!. Abend, börie

26.4.

Schluß» !urs

25-4.

Schluß!. Mittag. börse

26.4.

Hamdurg-Ämerika-Pakei .....

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

Hansa Dampfschiff...........

Norddeutscher Lloyd .........0

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disronto-

Gesellschast................o

Dresdner Bank..............o

ReichSbank ....... i

A.E.G.......................

Elekrr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ............ g

Felten & Guilleaume ........o

Gesellschaft für Elektrische Unter.

nehmungen .......... 4

Rheinische Elektrizität ........5

Schlickert L Co..............0

Siemens & Halske.............

Labmeyer L Co................

«udeniL ............. 0

Deutsche Erdöl ..............

Gelsenkirchener...............

Harpener ........... y

Eisen-Köln-Neuessen.. 0

Ilse Bergbau ... 7

3Uf Bergbau Genüsse....... 7

Iklvcknerwerke ...........0

Manneomann-Röhren.... 0 Manvselder Bergbau ........0

Lberschles. Kokowerte...... 0

Phönix Bergbau _______0

Rheinische Braunkohlen ......10

»beinstabl .................

20

20,75

51

96,5

53

68

61,5

137,5

30,4

88,5

106

68,25

93,75

94,25

106

165

137,5

73,5

118

69,75

103

176

'16,75

64,5

77

31,5

47

309,5

93,25

20

20,4 51,25 96,25

53

67

61 137,25

29,25 89

106

68

93,5

94,5

105,5

162,5

130

75,5 117,75 68,75

104,25

178

118

65,5 76 31

47

209

91,5

20,13

32,5

20,9

52,25

96,5

53

68

61,5 137,25

30,25

88

105,5

68

92,9

94,5

105,25

164

130,5

73

117,25

69

101,25

75,5

117

64,25

76,5

30,13

79,75

48.5

208

93,5

19,9 42 33

20,5

51,4

96,25

52,75

67

61,25 137,65

28,9

90,5

105,9

67,25

93,5 94,75 104,75 163,5

130

75,5

118,4

68.5 103,75 76,75

177

117,9

65,13

76

30

80,75

46,4

208,25

92

Sranffurt a.M

Berlin

Echluß» kurs

Schluß!. Abend» börs-

Schluß­kurs

Schluß!. Mlliag« börie

Datum

25.4.

25.4.

25.4.

26.4.

Bereinigte Stahlwerke....

... u

46

46

46,9

45,9

Otavi Minen ............

... 0

19,5

19,5

19,5

19,13

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

143,5

144,5

143,5

145

Kaliwerke Westeregeln.....

Kaliwerke SalzdetsurH ....

... 6

... 9

143,25

206

146

204,5

144

205

146,5

204,5

3 G. Farben-Jndustrte ...

... 7

144,65

142,75

144,5

142,25

Scheideansialt............

...10

174

173

Goldschmidt .............

... 0

58,65

59

59

58,75

Rütgeröwerke ...........

... 0

54

52,9

53,4

53,25

Metallgeiellschaft..........

... 0

37,75

37,75

37,25

37,5

Philipp Holzmann........

... 0

58

56,5

58

56,75

Zementwerk Heidelberg ...

Tementwerk Karlstadt......

... 4

... 0

73

72

72

Wayß & Freytag .........

... 0

-

-

Schultheis Payenhofer.....

... 0

131.5

133,25

37,5

Aku tAllgemeine Kunstseide)

... 0

38

,38

37.75

Bemberg ...............

... 0

49

49

50,5

53,75

26,13

Zellstost Waldhof.........

... 0

52,5

54

53.25

Zellstoss Aschaffenburg ....

... 0

26,5

26

26,75

Dessauer GaS ...........

Daimler Motoren.........

Deutsche Linoleum .......

Orenstein L Koppel .......

Leonhard Tietz...........

... 7

... 0

... 0

... 0

... 6

35,25

40,25

27,75

34,5

40.5

26

111

35,25

40

48,5

27,25

112,75

34,75

41,75

48,25

26,25

Ehade...................

...12

146,75

148

147

148,75

Gritzner .................

Mainkraftwerke Höchst a.«.

::: 21

32,5

71

721

32,5

Süddeutscher Zucker ......

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173,75

-I

175 >

175

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2TL

25. April

26. Apt il

Amtliche Notierung

Amtliche Nolieruna

weit-

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Geld

1 Brie

Helsingiors.

Wien......

6,513

45,45

6,527

45,55

6,424

45,45

6,436

45,55

Prag......

12,70

12,72

12,70

12,72

Budapest ..

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

171,53

171,87

171,33

171,67

Oslo .....

75,17

75,33

74,18

74,32

Kopenhagen

65,83

65,97

64,69

64,81

Stockholm..

76,02

76,18

75,17

75,33

London....

14,76

14,80

14,48

14,59

Buenos Atre-

0,853

0,857

0,853

0,857

Neunork...

3,816

3,854

3,846

3,854

Brüssel....

59,39

59,51

59,19

59,31

Italien....

22,09

22,13

22,08

22,12

Parts .....

16,76

16,80

16,64

16,68

Schweiz...

82,37

82,53

82,17

82,33

Spanien...

36,36

36.44

36,36

36.44

Danzig....

83,42

83,58

83,17

83,33

Japan......

0,899

0,901

0,899

0,901

Rio de Ian.

0,239

0,241

0,239

0.241

Jugoslawien Lissabon....

5,195

13,49

5,205

13,51

5,195

13,29

5,205

13,31

Banknoten.

Serkin, 267Äpr«

Geld

Brief

Amertlanüche Noten..............

3,80 59,03 64.3- 14,44 16,60

170,96 22,06 74,00

2,46 75,00 81,99 36,23

3,82 59,27 64,58 14,50 16,66 171,64

22,14 74,30

2,48 75,30 82,31 36,37

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 10O Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Roten................