Ausgabe 
27.2.1933 Erstes Blatt
 
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Herbert Leup 0 ld (Breslau), der Sieger im Id-Kilometer-Laus, am Ziel.

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die 3/s Pf£-Zigarette,

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Di älteste Tochter des Kaisers von Japan. P r t n zessin Teru, genießt bei den ohnehin linder lieben Japanern eine ganz besondere Beliebchc 1 Da sie stets die alt'apanische Tracht trägt, bedeutet dieses Kind für die Bewohner des Inselreichs gleich sam ein Symbol für die alte Kultur ihrer Heirnal, die sie den europäischen Kulturerzeugnissen mit großem Selbstbewußtsein entgegensetzen.

Wir haben nicht nur den Namen OBERST in die 3% Pfg Preislage über- nommen,sondern diese Zigarette auch mit einer Mischung ausgestattet, wie sie früher nur für teure Marken üblich war.Damit führten wir den (S^p der zugleich milden und aromatischen Ge­schmacksrichtung ins Reich der 3X3 Pfennig- Zigarette ein.cHit un­gewöhnlichem Erfolg, wie sich jetzt zeigt/? Heute werden nicht we­niger als 3 mal soviel OBERST geraucht- wie noch vor einemjahr!

^gemacht!

OBERST,

Gießener Motorradfahrer beim Titisee-Eisrennen erfolgreich. In der Klasie der Ausweisfahrer konnte der Gie­ßener Resch auf BMW alle seine Konkurrenten schlagen. Er kam als einziger unter neun Minuten über die vorgeschriebenen fünf Runden.

Kurze Sportnotizen.

Bei den Spielen um die süddeutsche Hand- i ballmeiiterschaft hat in der Abteilung West der SB. I

Frankfurter Schl achtviel) markt.

Frankfurt a. M., 27. Febr. Auftrieb Rinder 1447 Stück, darunter 391 Ochsen, 1L8 Dul­len, 470 Kühe, 416 Färsen: Kälber 567; Schafe 59; Schweine 5156 Stück. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: voll­fleischige, ausgcmästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 26 bis 29, ältere 23 bis 25, sonstige voll­fleischige jüngere 20 bis 22; Dullen: jüngere, voll­fleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 28, son­stige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 24; Kühe, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 22 bis 25, sonstige vollfleischige oder aus­gemästete 19 bis 21, fleischige 16 bis 18, gering genährte 12 bis 15; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 27 bis 30, vollfleischige 24 bis 26, fleischige 21 bis 23 Mark. Kälber. Destc Mast- und Saugkälber 35 bis 39, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bis 29. Schweine. Dollfleischige Schweine von 240 bis 300 Pfund 39 bis 41, von 200 bis 240 Pfund 38 bis 41, von 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, flei­schige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 33 bis 36 Mark. Marltverlauf: Rinder ruhig, lieberstand; Kälber und Schafe mittelmäßig. Schweine schleppend, äleberstand.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck über dem Festland hat standgehal­ten. so daß die westliche Störung zunächst noch keinen bedeutenden Einfluß bei uns gewinnt. Der gegen­wärtige Witterungscharakter bleibt also vorläufig er­halten. Es treten verbreitete Nachtfröste auf, doch nehmen die Temperaturen am Tage weiter zu. denn wie aus den Flugzeugaufstiegen zu erkennen ist, wird in der Höhe Warmluft vorgeschoben. Hierdurch dürfte es auch zeitweise zu Dunstbildungen oder zum Aufzug hoher Bewölkung kommen.

Aussichten für Dienstag: Noch aufhei­ternd. zeitweise auch dunstig und bewölkt, tagsüber zunehmende Erwärmung, nachts weiterhin Frost, trocken.

Lufttemperaturen. Am 26. Februar, mittags: 3,7 Grad Cels., abends: minus 1,5 Grad Celf.; am 27. Februar, morgens: minus 5,3 Grad Cels. Maximum: 3,7 Grad Cels., Minimum: minus 7,6 Grad Cels. Sonnenscheindauer: 71/* Stunden.

Wirtschaft.

Berlin widerstandsfähig.

Berlin, 27. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die letzte Woche vor den Wahlen begann bei sehr ruhigem Geschäft und unverändert wi­der st andsfähiger Haltung. Dies ist um so beachtlicher, als die Ausdehnung der Banken­krise in Amerika und die sehr schwache Reuyorker Samstagbörse an sich verstimmen muhten. Trotz­dem kam seitens des deutschen Publikums kaum Material heraus, so dah die Dörse selbst fast das ganze Geschäft bestreiten muhte. Demgemäh waren die Abweichungen nach beiden Seiten in der Regel auf Druchteile eines Prozentes be­schränkt; lediglich in Spezialwerten bemerkte man größere Deränderungen. Die Dollzeichnung der neuen Bayernanleihe, sowie der günstige Reichs­bankausweis für die dritte Februarwoche regten etwas an.

Durch freundliche Eröffnung und Kursgewinne bis zu 3 Proz. fielen Bemoerg, Bremer Wolle, Stolberger Zink, Riederlausiher Kohle, Conti­gummi und Schubert & Salzer auf. Bei letztere» regte der gute Abschluß und die lOprozentige Di­vidende an. Anderseits waren BMW., Orenstein & Koppel, Leopoldgrube, Siemens, Akkumulato­renfabrik, Reichsbank. Salzdetfurth und im Frei­verkehr Wintershall im gleichen Ausmaße ge­drückt. Hier handelt es sich meist um Rück­schläge nach den letzten Steigerungen. 2km Derlaufe blieb die Amfatztätigkeit klein, und die Kursver­änderungen hielten sich in engen Grenzen. Rur Kunstseideaktien fielen durch Becluste bis zu zwei Prozent gegen den Anfang auf. Anderseits wa­ren einige Montanpapiere etwas freundlicher ver­anlagt.

Deutsche Anleihen blieben gehalten. Dariable 2kndustricobligationen hatten ebenfalls nur ganz geringfügige Veränderungen aufzuweisen. Reichs­bahnvorzugsaktien blieben gut behauptet. Am Markte der Reichsschuldbuchforderungen wurde etwa zu den letzten Samstagkursen gehandelt. Am Markte der Goldpfandbriefc hörte man teilweise bis zu 0,50 Prozent schwächere Kurse. Für die Emissionen der Preußischen Landespfandbriefan» stalt lag wieder Rachsrage vor, fo daß sich hier Gewinne ergaben. Bon Ausländern verloren Bosnier 0,76 Prozent.

Am Geldmarkt setzte sich zum Ultimo auch in den Sähen eine kleine Versteifung vor, doch ist die Situation nicht als übermäßig angespannt zu bezeichnen. Tagcsgeld stellte sich an der unteren Grenze aus 4,53 bzw. 4,65. Privatdiskonten waren weiter eher angeboten, während in Deichs- Wechseln per 24. Mai und Reichsschatzanweisun- gen per 16. Oktober kaum Geschäft war.

Frankfurt ftill, aber widerstandsfähig.

Frankfurt a. M., 27. Februar. (WTB. Draht­meldung.) Die erste Börse zu Beginn der neuen Woche verzeichnete infolge des herrschenden Order­mangels wiederum nur stillstes Geschäft, zumal es auch an besonderen Anregungen fehlte. Der Erholung der kontinentalen Wochenschlußbörse stand als hem­mend die weitere Ausdehnung der amerikanischen Bankenkrise und der erneute Kurseinbruch Wall- streets gegenüber, doch blieb letzteres auf die Kurs­

"Wegen Zechbetrügereien verhaf- t e t wurde gestern morgen der 28 Jahre alte Kauf­mann Johann H e i g l aus Köln. Er hatte in mehreren Wirtschaften gezecht, ohne im Besitz von Barmitteln zu sein. Als es ans Pezahlen ging, markierte er den Verlust seiner Brieftasche und entfernte sich unter dem Vorwand, er habe die Brieftasche in einem vorher besuchten Lokal liegen lassen und wolle sie holen, um seine Zeche zu bezahlen; er kam natürlich nicht wieder. Der Ver­haftete wird dem Amtsgericht vorgeführt.

** Staatsbürgerobend des Jung- deutschen Ordens. Dieser Tage hielt wie man uns berichtet die Bruderschaft Gießen des Iungdeutfchen Ordens einen gutbesuchten Staats­bürgerabend ab, in dessen Rahmen Bruder Fr. Baumann-Gießen über seine Ostpreußenfahrt und seinen Besuch bei einem Primitiv-Siedler be­richtete. Der Redner führte die Versammelten an­hand guter Lichtbilder zu den Baudenkmälern Ost­preußens. Dabei ging er besonders auf die unsinnige Grenzziehung an der Weichsel ein. Schöne Natur­aufnahmen zeigten ferner die Eigenart der ost- preußischen Landschaft. Sodann ging der Vortra­gende auf die Siedlung ein. Er sprach zunächst von der bisherigen Art der Siedlung, die erprivat- wirtschastlich" nannte. Das besondere Kennzeichen dieser Ansiedlungsart sei, daß sie stets von privat- wirtschaftlichen Gesellschaften in Angriff genommen wurde. Daraus ergebe sich, daß es dabei aufVer­dienen" irgendeiner Seite ankomme. Dadurch wür­den die Lasten aber für den Siedler zu hoch. Zum Beginn einer Siedlung gehöre Kapital, und zwar gegenwärtig etwa 3000 Mark. Siedlung sei ein rein

habe bavon gesprochen, ßatz er den Marxismus vernichten wolle. Der Marxismus fei aber eine geistige, soziale, wirtschaftliche und außerdem eine glauÄnsbestimmte Deweguna, die nur dann aus- zurotten wäre, wenn man ihre Träger vernichte. Die Marxisten, deren es in Deutschland 13 Mil­lionen gebe, würden sich aber nicht so ohne wei­teres vern chten lassen. Oberregierungsrat Ritzel sprach dann von der Revolution im Jahre 1918 und dem Verhalten der Sozialdemokratie in jener Zeit, er ging weiter auf das Verhältnis des Arbeiters zum Staat in der Dergangenheit und in der Gegenwart ein, kennzc:chnete den Zwiespalt, der in der Arbeiterschaft herrsche und schilderte die Formen des Klassenkampfes in den emeinhalb Jahrzehnten nach dem Kriege. Die Wahl am 5. März werde zeigen, daß sich das Volk gegen die jetzige Regierung entscheide. Der Herr Reichskanzler habe einen Dierjahres- plan angesagt, von dem Inhalt des Planes habe man aber iwch nichts gehört. Seit dem 30. 3a- nuar sei noch nichts geschehen, was den bisheri­gen Versprechungen gerecht werde. Erneut er­weise sich did Unterschiedlichkeit zwischen Theorie und Praxis. Der Marxismus werde mit der Ein­heit der Arbeiterklasse antworten, und der Ar­beiter werde nicht eher ruhen, bis er sich wieder seine Rechte zurückgewonnen habe. (Lebhafter Beifall.)

Die Versammlung nahm einen ruhigen Verlauf. Der ursprünglich angesagte Werbemarsch der Eisernen Front fiel aus.

Generalversammlung des ZdA.

Dieser Tage hielt wie man uns berichtet die hiesige. Ortsgruppe des Zentralverbandes der Angestellten ihre diesjährige Jahreshaupt­versammlung ab, die gut besucht war.

Der Borfttzende gab einen eingehenden Be­richt über die Geschäftstätigkeit während des ab­gelaufenen Jahres und wies in seinen Aus­führungen daraus hin, daß trotz aller wirtschaft­lichen und politischen Schwierigkeiten die Or­ganisation gefestigt dastehe und es im abgelau­fenen Jahre ermöglichen konnte, ihren Mitglie­dern einen starken Rückhalt zu bieten. Wenn auch durch die starke Arbeitslosigkeit fast siebzig Mitglieder der Ortsgruppe aus dem Pro­duktionsprozeß ausgeschaltet seien, so hätten sie doch unvermindertes Interesse an dem Organi­sationsleben an den Tag gelegt. Das zeige insbesondere auch die Besetzung der in diesem Jahre veranstalteten Fortbildungs- und Schu­lungskurse. Gegenwärtig laufen Kurse für eng­lischen Sprachunterricht, Stenographie für An­fänger und für Fortgeschrittene, für Plakatschrift und Reklamewesen, sowie eine Arbeitsgemein­schaft. »Wie lieft man den Handelsteil in einer Zeitung?". Außerdem biete der Verband etwa 40 jugendlichen Mitgliedern die Möglichkeit, durch Teilnahme an einer UebungSfirma auch auf be­ruflichem Gebiete auf dem Lausenden zu blei­ben und darüber hinaus Kenntnisse zu erwerben, die ihnen sonst im Betriebe nicht vermittelt wer­den könnten.

3n arbeitsrechtlicher Beziehung sei der Ver­band trotz aller Schwierigkeiten auch wieder mit Erfolg tätig gewesen und habe in mehr als 40 Klagen eine namhafte Summe an Tarif» und lleberstundennachzahlung für seine Mitglieder er­statten. Aber auch die llnterstühungseinrichtun- gen des Verbandes konnten dazu beitragen, das Los der arbeitslosen Kollegen etwas zu mildern. So habe die Ortsgruppe Gießen allein an hiesige Mi^lieder den Betrag von 1417,95 Mk. an Stelle nlosen-llntecstützung ausgezahlt. Wie sehr die llnterstühungseinrichtungen des Gesamtver­bandes infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse im Laufe der 3ahre in Anspruch genommen wor­den feien, gehe daraus hervor, daß im 3ahre 1927 4752 llnterstützungsanträge genehmigt wur­den, während es im 3ahre 1932 deren etwa 22 000 gewesen seien. 3m Jahre 1927 betrug die ausgezahlte Stellenlosen - Unterftütjung 267 000 Mark; infolge der steigenden Arbeitslosigkeit auch unter den kaufmännischen Angestellten zahlte der Verband im 3ahre 1932 etwa 1,5 Millionen für Unterstützungen aus.

Der vom Kassierer gegebene Kassenbericht zeigte, daß die Organisation auf einer gesunden Grund­lage aufgebaut ist und mit Ruhe den kommenden Verhältnissen entgegensehen kann.

Nachdem dem Vorstand das Vertrauen ausge­sprochen und er einstimmig wiedergewählt war, legte der Gauleiter Meyer die augenblicklichen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in einem eingehenden Vortrag dar. Seine Aus­führungen Hangen darin aus, daß trotz der düsteren Aussicht für die Zukunft es der Or­ganisation nicht bange zu sein brauche, sondern im Gegenteil jetzt die Einheitsfront der Arbeit­nehmer ausgebaut werden müsse.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Stadt» theater: 20.15 bis nach 22.30 Uhr: großes Zirkus- Kabarett. Gießener Lesehalleverein: 18.15 Uhr. ilniversitätsbibliothek, ordentliche Mitgliederoerfamm- lung. Cafö Leib: 20.11 Uhr, Rofenmontagskonzert des Musikkorps I./15. Lichtspielhaus. Bahnhof­straße:Kampf um Blor^".

Waldhof die Vorrunde ungeschlagen beendet. Er be­sitzt die beste Aussicht, in die Kämpfe um die Deutsche. Meisterschaft zu kommen.

*

E i n neuer Protest ist beim Deutschen Eis­laufverband um das Endspiel der deutschen Eis- Hockeymeisterschaft eingelaufen. Der SC. Rießersee protestiert gegen die Neuansetzung des Endspiels mit der Begründung, daß das umstrittene Siegestor rechtsmäßig erzielt worden fei.

gestaltung am hiesigen Markt ohne Einfluß. Ledig­lich die Zurückhaltung hat sich verstärkt. Im Hinblick auf das demnächst wirksam werdende Arbeitsbeschaf- fungsprogramni der Reichsregierung, von dem man sich eine wesentliche Belebung für die Wirtschaft ver­spricht, erhielt sich bei der Kulisse trotz der wnst noch unklaren politischen Verhältnisse starke Zuversicht. Die Kursfestsetzung gestaltete sich sehr schleppend. Im Vergleich mit dem Wochenschluh zeigte das Kurs­niveau jedoch nur geringe Veränderungen, und die Tendenz konnte man als widerstandsfähig ansprechen. Am Chemiemarkt lagen IG. und Rütgerswerke 0,13 v. H niedriger, aber Scheideanstalt 0,75 v. H. höher. Von Elektrowerten gaben AEG. 0,13 v. H. nach, Siemens blieben zu 137 o. H. unverändert. Kunst­seideaktien lagen uneinheitlich. Während Bemberg 0,75 v. H. höher eröffneten, später aber wieder auf 40 o. H. zurückgingen, lagen Aku schon zu Anfang 0,25 v. H. niedriger. Am Montanmarkt tarnen Bu­derus unverändert, Phönix 0,25 v. H. höher zur Notiz. Zement Heidelberg lagen 0,50 o. H. schwächer. Auf den übrigen Marktgebieten stagnierte das Ge­schäft fast vollkommen.

Am Rentenmarkt tendierten Altbesih 0,40, Neubesih etwa 0,13 o. H. fester, während Reichs­schuldbuchforderungen nach behauptetem Beginn spä- ter 0,25 v. H. nachließen. Relativ fest tendierten Reichsbahnvorzugsaktien mit plus 0 65 o. H. Gold- pfanbbriefe gaben meist von 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Auch Liquidationspfandbriefe und Kommunalobliga­tionen lagen bis zu 0,75 v. H. schwächer. Staatsrenten, Stadtanleihen und Industrieobligationen waren in­folge der Geschäftsstille kaum verändert. Don Aus­landrenten gaben Anatolier 0,13 v. H. nach,

Im Verlaufe war das Geschäft vorübergehend etwas belebter, und die Kurse zogen von 0,13 bis 0,25 o. H. an. Etwas mehr beachtet waren AEG., die 1 v. H. gewannen. Tagesgeld war zu 4,50 o. H. in­folge des Ultimos stark gesucht.

volkspolitisches Problem, sie dürfe nicht in den Hän­den privater Organisationen liegen, sondern gehöre in die Verwaltung des Staates. Charakteristisch für den jungdeutschen Siedlungswillen sei ein Aufruf Elerts, des Vorkämpfers für Primitivsiedlung, an seine Altersgenossen im Reich. Er weise hin aus die Pflicht der jungen Generation, den deutschen Osten gegen die Angriffe des Polentums zu sichern. Der deutsche Raum sei nicht durch leicht zerstörbare Festungen zu verteidigen, sondern nur durch die Macht des bodenverbundenen Blutes. Es sei klar, daß zu dem Entschluß zur Primitiosiedlung sehr viel mehr Idealismus und Entsagung gehöre, als zur bisherigen Art der Siedlung. Zur Vorbereitung einer solchen Tat sei eine eingehende Gemeinschafts­schulung notwendig, wie sie in der hündischen Be­wegung geübt werde. Dort werde der junge Mensch dazu enogen, Idealismus über Materialismus zu stellen. Abschließend schilderte der Vortragende die Art des Vorgehens der ersten Primitivsiedler in Ost­preußen und deren bisherigen Erfolge, die die Durch­führbarkeit der Primitiosiedlung bewiesen hätten An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an.

WALDORF ASTORIA C M B H MÜNCHEN