Ausgabe 
26.10.1933 Zweites Blatt
 
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Mark.

Kreis Schotten.

Oberheffen

geschlossen.

Stadivorstand in Lauterbach.

Abschied von Bürgermeister Dr. TNahr.

30. L 33 eingetretener SA.-7Nänner einzu- reichen.

4. Das polizeiliche Führungszeugnis der Bewer- bet muh einwandfrei sein.

Die Bewerber haben sich an den zuständigen Sturmführer zu wenden und einen ihnen dort vor- gelegten Antrag und Fragebogen auszufüllen. Sie haben gleichzeitig elnzureichen oder bis zum 12.11. 1933 nachzureichen:

1. einen selbstgeschriebenen Lebenslauf;

2. ein polizeiliches Führungszeugnis;

3. eine Bescheinigung des zuständigen Sturmbann- arztes über die Diensttauglichkeit und die vor­geschriebene RNndestgröhe;

4. die zwei Bürgschaftserklärungen.

Die probeweife aufgenommenen SA.-Anwärter werden in der Zeit bis zum 14. Dezember 1933 ge- sondert weltanschaulich und sportlich ausgebildet. Erst dann entscheidet der zuständige Sturmbann- führer über die endgültige Aufnahme als SA.- Anwärter.

Wendung in einem Betriebe vollkommen fertige und bereits für den betreffenden Betrieb geschulte Kräfte darstellen. Vielmehr muß verlangt werden, daß die Arbeitgeber solchen Angehörigen der genannten Verbände gegenüber Entgegenkommen zeigen und ihnen Zeit und Gelegenheit zum Ein­arbeiten geben.

Um eine vorzugsweise Unterbringung der alten verdienten Kämpfer für die nationalsozialistische Revolution zu erreichen, werden auf Beseht des Obersten SA.-Führers in jedem Arbeitsamts­bezirk fogenannte Berforgungsstellen für die Unterbringung der arbeitslofen SA.-, SS.- und Stahlhelm-Männer errichtet. Diese Versorgungs­stellen arbeiten auf das engste mit den zustän­digen Arbeitsamt zusammen.

Jeder arbeitslose SA.-, SS.- und Stahlhelm- Mann, der bei einem Arbeitsamt gemeldet ist, hat bei seinem zuständigen Sturmführer einen Personal­bogen auszufüllen, der an die Versorgungsstellen weitergeleitet wird.

raliensammlung brachte folgendes Ergebnis.

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Die Aufhebung der Aufnahmefperre für die SA

Der Führer der Brigade 147, Oberhessen, teilt uns mit:

Zum Gedenken des 10. Jahrestages der Erhebung vom 9. 11. 23 wird auf Befehl des Obersten SA.- Führers die Aufnahmefperre für die SA. vom 1. bis 5. November 1933 insoweit vorübergehend aufgehoben, als in die­sen Tagen probeweise Aufnahmen in die SA. als Anwärter erfolgen dürfen. Für die Aufnahme geb­en folgende Bedingungen:

L Der Bewerber darf das 25. Lebensjahr noch nicht Übertritten haben; jedoch können unter besonderen Umständen Bewerber bis zum 35. Lebensjahr in die SA.-Referve ausgenom­men werden.

2. Der Bewerber muh eine körperliche Mindest- gröhe von 1,70 Meter haben und vom zu­ständigen Sturmbannarzt als vollkommen diensttauglich bezeichnet fein.

3. Fetner haben die Bewerber schriftliche Bürg­schaftserklärungen zweier bereits vor dem

Miliiär-Groh-Konzert für das Winterhilfswerk.

Am Mittwoch, 2.November, 20.15 Uhr, in der Volkshalle großes Militärkonzert der Gießener und der Marburger MUitärkapellen un­ter Leitung von Obermusikmeister K r a u ß e zu­gunsten des Winterhilfswerks. Kloß.

Das Theater lebt heute nicht mehr von der Gunst, andern vom Willen des Publikums!

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dem Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler stehen. Das Ergebnis ist um so höher zu werten, als der orößte Teil der Reichsbahnbeamten zu den niedrig besoldeten Beamten gehört und dieser Beitritt ein wirkliches Opfer bedeutet. Dies durfte für einen großen Teil von Beamten und Angestellten anderer Behörden Veranlassung geben, sich (soweit noch nicht geschehen) nun baldigst zur NS.-Volkswohl- fahrt anzumelden.

Die SA.-Brigade 147 Bad-Nauheim teilt uns mit:

Die Unterbringung unserer SA.-, SS.- und Stahlhelm-Männer auf freien und freiwerdenden Arbeitsplätzen erfolgt nicht in dem von der Ober­sten SA.-Führung gewünschten Maße. _

Die Angehörigen der genannten verbände haben in der Zeit vor der Machtübernahme so große Opfer an Gut und Blut gebracht, daß es für jeden deutschen Arbeitgeber eine Ehrenpflicht ist, bei der Besetzung freier Stellen in erster Linie aus die Kämpfer für die nationalsozialistische Revolution zurückzugreifen.

Leider gibt es noch sehr viele Arbeitgeber, die dem Nationalsozialismus noch ziemlich fremd geaenüber- ftehen und sogar vorzugsweise Angehörige der aus­gelösten Parteien einstellen.

Es ist eine Unmöglichkeit, von den einzustellenden SA.-, SS.- und Stahlhelm-Männern, wenn sie jahrelang meist wegen ihrer politischen Betätigung arbeitslos waren, zu verlangen, daß sie bei Ver-

Dieses Zeichen fragen die Sammler des Winterhilfswerks.

Das Symbol des großen Win- terhilfswerkes auf den Armbin­den, die von allen Sammlern getragen werden. Auch die Pa- pierringe, die die Sammelbüch­sen des Winterhilfswerks auf- weisen, zeigen dieses Symbol.

Hungen, 25. Okt. Die für die Winter- Hilfe der NSV., Ortsgruppe Hungen, mit den dazu gehörigen Zellen Langd, Langsdorf, Nonnen- roth, Röthges und Dillingen, durchgefuhrte N a t u raliensammlung brachte folgendes Ergek""«- 1553,80 Zentner Kartoffeln, 83,70 Zentner W- 290,05 Zentner Roggen, 89,64 Zentner Gerste und 1 Zentner Reis. Die Geldsammlung des Eintopf- gerichtes vom Monat Oktober ergab 365,45 Mark. Durch Büchsensammlung gingen bis jetzt em 150,öä

Gründung wurde vorgenommen; über 20 Frauen erklärten sofort ihren Beitritt. Gleichzeitig wurde auch eine Ortsgruppe des Bundes deut- cher Mädchen ins Leben gerufen, deren Auf­bau erst in den nächsten Tagen vollzogen werden oll. Mit einemSieg-Heil!" auf den Volkskanzler Adolf Hitler und mit dem Gesang eines Verses des Deutschlandliedes wurde die Versammlung ge-

Lauterbach, 24. Okt. In der jüngsten Stadtvorstandssitzung galt es u. a. auch Abschied zu nehmen von dem aum Chef der Staats­pressestelle berufenen kommissarischen Bürgermei­ster Dr. Mahr, der es in der kurzen Zeit seiner Tätigkeit als Bürgermeister unserer Stadt verstan­den hat, sich das Vertrauen der Bevölkerung zu er«

Laubach, 25.Okt. Dieser Tage fand im Saale des GasthausesZur Traube" ein gut be­suchter Werbeabend für das deutsche Handwerk statt. Der NS.-Hagö-Fuhrer Pg. Kaufmann Mönnig hielt nach der Begrüßung einen Vortrag über die Entwicklung und Bedeutung des Handwerks, das wieder mehr Beachtung, Schutz und Unterstützung genieße als seither. Reicher Bei­fall wurde dem Redner zuteil. Anschließend wurde das Deutschlandlied gesungen. Spenglermeister D ö l l sprach dann in gleichem Sinne für die Hebung und Förderung des Handwerks. Mit einemSieg- Heil!" auf die Regierung Adolf Hitlers und mit dem Gesang des Horft-Westel-Liedes fand das Pro­gramm feinen Abschluß. Das Streichorchester des hiesigen Musikvereins, sowie dieVereinigten Man- nergesangvereine" wirkten zur Verschönerung des Werbeabends mit. _ .___ m ,

* Nidda, 22. Okt. Der NSLB., Bezirk Nidda, hielt gestern hier im GasthausZur Krone" unter Leitung des Bezirksvorsitzenden, Leh- rer Wolf (Unter-Schmitten), seine Monatsver­sammlung ab, zu der sich fast sämtliche Mitglieder eingefunden hatten. Der erste Teil der Tagung bot einen interessanten Vortrag von Dekan Scriba (hier) über seine Eindrücke und Erlebnisse wahrend eines längeren Aufenthaltes im letzten Frühjahr in der Grenzmark, die bekanntlich die geringen deutschgebliebenen Reste der ehemaligen preußiAen Provinzen Westpreußen und Posen als neue Pro­vinz umfaßt, än entsprechender Weise unter teil- weiser Zuhilfenahme von Lichtbildern, schilderte der Vortragende die Landschaft, ihre urdeutschen, reichs- treuen Bewohner und deren kulturelle, wirtschaft­liche und religiöse Nöte. Der Vortragende erntete außerordentlichen Beifall der Versammlung. All- seitig wurde an Dekan Scriba die Bitte gerichtet, den für jeden national gesinnten Deutschen gerade in der Gegenwart äußerst wichtigen und de ehren­den Vortrag einem größeren Kreise zugänglich zu machen oder zu veröffentlichen. Er versprach, diesem Wunsche zu entsprechen. Die weiteren Verhandlun­gen betrafen u. a. Bekanntgabe von Vereinsange­legenheiten durch den Kreisvorsitzenden Dr. Cul- nwnn von hier. Die musikalische Ardeitsgemeln- chaft der Lehrer verschönte die Verhandlungen durch mehrere Musikvorträge. Mit einem begeistert aufgenommenenSieg Heil!" auf Reichspräsident und Reichskanzler schloß der Vorsitzende die Ver- sammlung. ,,

Ä 91 i b b a, 24. Okt. Seit einigen Wochen besteht hier für bie Viehzüchter von Nidba unb einem größeren Bezirk ber benachbarten Orte eine D i e h Verwertungsgenossenschaft. Sie hat Vertrauensleute bestellt, bie wöchentlich zum Mon- tagsmarkt Großvieh unb Schweine nach Frankfurt am Main bringen, Kälber nur Donnerstags. Die Anmeldung der abzusetzenden Tiere muß stets bis zum Freitagabend den Vertrauensleuten unter­breitet werden. Die Mitglieder erhalten für ihr Vieh pro Pfund Lebendgewicht 3 Pfennig weniger, als die Frankfurter Notiz. Für Schlachtvieh, das direkt an die im Bezirk der Genossenschaft wohnenden Metzger abgegeben wird, hat der Verkäufer für jedes Stück Großvieh 1 Mark, für jedes Schwein 50 Pfennig und für ein Kalb 30 Pfennig an bie Genossenschaft zu zahlen. Non Nichtmitglledern werben bei Vermittlung von Verkäufen burch die Genossenschaft bie hoppelten Sätze erhoben.

- Unter-Schmitten, 24. Okt. Die hiesigen Handwerker mit einigen ber Umgebung hatten währenb ber Werbewoche eine Aus st l l u n g hanbwerklicher Erzeugnisse im Röchling- schen Saale veranstaltet, bie sich eines guten Be­suches erfreute. In hübscher Anordnung, von Blu­men unb Grün umkränzt, boten sich dem Beschauer in bunter Reihe bie mit Liebe unb Sorgfalt ausge­führten Arbeiten hanbwerklichen Fleißes und Kon- nens bar. Alle Zweige bes dörflichen Handwerks waren oertreten Aber auch schöne Stickereien uns Holzschnitzereien fehlten nicht Das Töpfer- Handwerk, das in früheren Jahrhunderten sehr stark hier vertreten war, ist jetzt im 21 uöfter-

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gstommiffion für iie aus einer Bekannt. Staatsminiiteriums, Mini, em (Abteilung für öffent- herrwrgeht, beliebt MM« . 3. ab die Prüfungskom« r bis auf weiteres aus lot- mebijmalrat Lr. Schmitt arjt Dr. Stroh (Dorrn- Zahnarzt Weihenbruch Schotter lGiehen); Stell. rann (Mda).

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Alle Beschlüsse über die 33 Dünkte der Tages­ordnung wurden einstimmig und ohne Aussprache gefaßt. Die Abrechnung des diesjährigen Prämien­marktes schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 5539,13 Mark ab. Nach den Ausführungen des Beigeordneten ist die Erhebung einer Bürger- steuer für 1934 nicht erforderlich, auch das Ge- meindeumschuldungsgefetz braucht für die Stadt Lauterbach nicht in Anspruch genommen zu werden. Für 1933 wurde die Erhebung einer Fi 1 iaI - und Warenhaus st euer in Höhe von je 200 v. H. der allgemeinen Gewerbesteuer genehmigt und die Ortssatzunaen gutgeheißen. Für Wege aus- bau- und Kanalverlegungsarbeiten, oroie für Kulturarbeiten wurden rund 18 000 Mk. genehmigt. Der Bau einer Wasserleitung und eines Wasserkraftwerks wird vorerst bis zum Frühjahr 1934 zurückgestellt.' v t

Im Anschluß daran machte Beigeordneter Pe- ter, der zur Zeit die Bürgermeistergeschäfte führt, Ausführungen über den derzeitigen Stand der städtifchen Finanzen. Er hob besonders die sparsame Wirtschaft des nunmehrigen Staats­pressechefs gebührend hervor. Die Finanzen der Stadt sind als geordnet und gesund , u bezeichnen. Betriebsleiter Apitsch hat einen Tarif zur Verbilligung der Licht- und Kraftstrom­preise in Vorlage gebracht. Eine aus JRatsmitglie- dem bestehende Kommission soll demnächst diesen Tarif beraten und dann Bericht erstatten.

Nach Erledigung der reichhaltigen Tagesordnung würdigte Beigeordneter Peter in einer längeren Rede die Verdienste des seitherigen Bürgermeisters Dr. Mahr um das Wohl der Stadt Lauterbach. Insbesondere, so führte er u. a. aus, sei es Dr. Mahr gemeinsam mit dem Kreisleiter Dr. Lang gelungen, Stadt und Kreis Lauterbach von Arbeitslosen frei zu machen. Aus Dankbarkeit und in Würdigung der verdienstvollen Arbeit überreichte er Dr. Mahr ein Bild der Stadt Lauterbach und wünschte ihm für feine fernere Zu­kunft alles Gute. Kreisleiter Dr. Lang und Orts- gruppenführer Dr. Kissel sprachen zu dem Schei­denden ebenfalls Worte höchster Anerkennung und gaben der Hoffnung und der Bitte Ausdruck, auch bei seiner neuen Tätigkeit den Vogelsberg nicht zu vergessen; in Lauterbach werde er jederzeit will­kommen sein. Für den Aufsichtsrat der Sparkasse dankte Bürgermeister Caspar (Wallenrod) Herrn Dr. Mahr für die segensreiche Arbeit als Vor­sitzender des Aufsichtsrates, und im Namen der Be­amten der Stadt Beigeordneter Peter für das gute Einvernehmen mit den Beamten. Sichtlich ge­rührt dankte Staatspressechef Dr. M a h r in einer kurzen Schlußansprache für das ihm erwiesene Ver­trauen und die ihm entgegengebrachten Glückwünsche und betonte seine stete Verbundenheit mit Lauter­bach. Wenn er auch bedauere, Abschied nehmen zu müssen, so kenne er doch weiter nichts als seine Pflicht als Nationalsozialist da zu tun, wo er hin- gestellt werde. Mit einemSieg-Heil!" und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes fand die Feier ihren Abschluß.

tianofrcie (Rieften.

* Alten-Buseck, 25. Okt. Am 12. September 1933 feierte man in Hamburg das hundert­jährige Bestehen des Rauhen Hauses. Nur wenigen war es möglich, die weite Reise dort­hin zu unternehmen. Trotzdem war es uns in Alten- Buseck vergönnt, einige Blicke in Wicherns Werk zu tun. Der FilmHundert Jahre Rauhes Haus", der von dem Hessischen Landesverein für Innere Mission gestern abend in unserer Kirche vorgeführt wurde, zeigte, was im Laufe einer hundertjährigen Geschichte in Hamburg geworden ist. In dethlehemi- tischer Armut lagen die Anfänge. Ein kleines stroh- gedecktes Häuschen war es, in das Wichern vor hundert Jahren einzog. Heute sind es 29. Im Rauhen Haus wird nicht nur an verwahrlosten Kindern gearbeitet, sondern hier befindet sich auch ein evangelisches Pädagogium. Eltern aller Kreise, die ein solches für ihre Kinder wünschen, bringen sie hier unter. Die Erziehung ist nicht etwa rauh, wie man aus dem Namen dieses Werkes schließen könnte, sondern fröhliches Leben und gesundes Trei­ben herrscht hier. Für die körperliche Ertüchtigung wird auch Sorge getragen durch turnerische Hebun­gen. Der Mittelpunkt des Werkes ist aber die Ka- pelle, und das besagt, daß der Mittelpunkt alles Lebens und Treibens Gottes Wort ist:Die Sonne die mir lacht, ist mein Herr Jesus Christ. Das, was mich fingen macht, ist was im Himmel ist."

* Großen-Buseck, 25. Okt. Dieser Tage waren Kreisfeuerwehr-Jnspektor Bouffier und der Kommandant der Freiwilligen Gailschen Feuer­wehr Gießen, A. M ü n ch, in der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Großen- B u s e ck anwesend, um den dortigen Kameraden H. Dort V., R. Münch, H. Alb ach und A. Pfeiffer die Auszeichnung für 25jährige treue Dienste bei der Freiwilligen Feuerwehr zu über­reichen. Kreisfeuerwehr-Jnspektor Bouffier hielt eine Ansprache, dankte den Kameraden für ihre treuen Dienste und ermahnte die jüngeren zur Nach- 1 eiferung. Nach einem dreifachenWehr Heil" aus die Reichsregieruna, Reichspräsident Hindenburg . und Volkskanzler Adolf Hitler, und die edle Feuer- mehrfache wurden noch das Deutschlandlied und das i Horst-Wessel-Lied gesungen.

i Z Steinbach, 25.Okt. Auf Anordnung der i Kirchenbehörde fand am vergangenen Sonntag zur i Eröffnung der Vereinsarbeit des eoangelifch-

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zu geloben. Die Fahne des Dritten Reiches fei ein Symbol dafür, daß Gott den heroischen Kampf des Führers segnete und das Blut der SA. nicht um­sonst geflossen sei. Gemeinsam wurde hierauf das Lied vom guten Kameraden gesungen. Sodann verpflichtete der Kreisobmann als Fahnenjunker den Kollegen E m r i ch (Nieder-Seemen). Nach kurzer Pause gab der Redner einen Ueberbücf über die gegenwärtige politische Lage. Seine Ausfüh­rungen gipfelten in den Worten:Brot für jeden deutschen Schaffenden; Lebensmöglichkeit für unser Volk; Ehre, Recht und Freiheit für die Nation!" Der 12. November solle ein Fanal werden:Alles für Deutschland, alle geschlossen hinter dem Führer!" Nach den geschäftlichen Erörterungen sprach Pg. Lehrer Deubel (Rainrod) über die körperliche Ertüchtigung der Jugend. Der Redner gab in seinem Referat wertvollste Anregungen. Mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung

Stunde gelte es, dazu zu benützen, dem Gauob- I kirchlichen Frauenvereins (Evangelisch- mann Ringshausen Treue und Gefolgschaft Frauenhilfe) eine liturgische Feier tatt. Der Pfarrer predigte über die neue Jahreslosuna. An­schließend fand eine Versammlung des Derrins statt, in der über Organisationsfragen gesprochen wurde. Zum Schlüsse forderte der Vorsitzende und Leiter Pfarrer D ö 11 die Mitglieder auf, am 12. November restlos die vaterländische Pflicht, Ge­folgschaft dem Führer Adolf Hitler, zu erstillen. Am Dienstagabend fand im Saale von ® ö r lad) die Aufführung des DolksstückesErst dann wird Deutschland frei" von Heinrich Bartholo­mäus (Gießen) durch die N S. - K a m p f d ü h n « statt. Vorher wurde die Rede des Führers über­tragen. Die Aufführung war sehr gut besucht Pg. Gerhard, Ortsleiter der NS.-Bolkswohlfahrt, hielt zum Schlüsse eine packende Ansprache.

AD. Ober-Bessingen, 25.Okt. Am Mon­tagabend war die Frauenschaft unseres Dorfes zwecks Gründung einer NS. - Frauen - chaft im Schulsaal versammelt. Frau Dr. Har d t- Allendorf a. d.Lda., die Rednerin des Abends, legte die Ziele und Bestrebungen der NS.-Frauenschaft, oroie deren organisatorischen Aufbau dar und for­derte zum Schluß auf, auch in Ober-Bessingen eine Ortsgruppe der NS.-Frauenschaft zu gründen Die

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Schwerer Motorradunfall.

* Cid), 26.Okt. Gestern gegen 18.45 Uhr er­eignete sich auf der Provinzialstraße ButzbachCid), unweit des Hofgutes Kollnhaufen, ein schwerer Derkehrsunfall. Der 23jährige Metzger Otto Wahl, der hier bei dem Gastwirt und Metzger Stein beschäftigt ist, fuhr mit seinem Motorrad in mäßigem Tempo in Richtung Lich. Dabei geriet er plötzlich gegen ein mit Rübenblättern schwer beladenes Pferdefuhrwerk, das in der gleichen Rich­tung fuhr. Das Fuhrwerk war, wie der Fuhrmann selbst zugab, unbeleuchtet. Bei dem Zusammenstoß erlitt der bedauernswerte Motorradler eine schwere Dauchquetschung, die seine sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik notwendig machte, wo er in ernstem Zustande darniederliegt. Der Zu- fammenstotz erfolgte ziemlich heftig; das Motorrad wurde eingeklemmt von dem Fuhrwerk ein Stück Wegs mitgeschleift. Der Fuhrmann hatte von dem Unfall nichts bemerkt und wurde erst von dem Bei­fahrer des Verunglückten, der wie durch ein Wun­der ohne jede Verletzung davongekommen war, auf­merksam gemacht. Die Gendarmerie nahm sofort die (Ermittelungen über die Schuldfrage auf.

Handwerker-Kundgebung in Schotten.

X. Schotten, 21. Okt. Auf Veranlassung der hiesigen Kreisleitung der NS. - Hago fand in der festlich geschmückten und dicht besetzten Turn­halle ein Deutscher Abend statt, der auch von Handwerksmeistern aus den umliegenden Orten be­sucht war. Unter den schneidigen Klängen der etwa 30 Mann starken Sa.-Kapelle, die unter Ceitung ihres Dirigenten Groth eifrig mutierte, zogen die Innungen mit ihren neuen Fahnen in die Turnhalle ein. Zunächst sang der Schottener Männerchor unter Leitung seines neuen Diri­genten zwei vaterländische Chöre, die mit großem Beifall ausgenommen wurden. Nach den Begrü- ßungsworten des Kreisleiters der NS.-Hago Pg. Neumann, sprach der Syndikus der Hessischen Handwerkskammer, Dr. K o 11 b a ch, Darmsta^, über die Aufgaben des Handwerks im neuen Reich. Die ruhmreiche Vergangenheit des deutschen Hand­werks verbürge auch für die Zukunft einwandfreie Qualitätsarbeit. Es fei eine Ehre für jeden Hand- werksmeister, an seinem Platze am Wiederaufbau des deutschen Volkes mitzuhelfen. Dazu aber be­darf es der Mitarbeit aller Volksgenossen durch

Aufträge an das Handwerk. In den letzten 14 Jahren sei das Handwerk an die Wand gedrückt worden, zum Schaden für die ganze deutsche Volks­wirtschaft, denn im Handwerk seien noch 1,4 Mil­lionen Volksgenossen beschäftigt. Heute ist neuer Glaube in die Handwerkskreise eingekehrt, und dieser Glaube wird durch die Gesetzgebung der Reichsregierung weiter gestärkt. Wir sind stolz dar­auf, daß wir in Hessen bereits im Sinne der be­rufsständischen Gliederung in hervorragender Weise unter Führung des Handwerkskammerpräsidenten Müller gearbeitet haben. Wir hessischen Hand­werker stellen uns wie ein Mann hinter unsere Führer. Zum Schluß erinnerte der Redner noch an die Völkerschlacht bei Leipzig, die sich m diesen Tagen zum hundertzwanzigsten Male >ahrt,. und an die Schlacht bei ßangemaref. Er schloß mit den Worten:Nichts für uns, alles für die Nation! Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied schlossen sich an. Bürgermeister Menget sprach dann in fes elnder Weise über das Zunftwesen unserer Stadt Schotten in den früheren Jahrhunderten. Hoch­interessante Stellen aus den alten Zunftordnungen und Handwerksurkunden trug er vor und zeigte auch die schönen, alten Handschriften, Pergamente und Siegel unserer Zünfte. Die alten Zünfte ver­sanken, da sie sich in Eigenbrodelei und Sonder­interessen verloren. Möge unser Handwerk daraus lernen. Worte des Hans Sachs aus dem ^hohen Lied des Handwerks, denMeistersingern .be­endeten die interessanten Ausführungen. Die -Tur­nerinnen führten schöne Freiübungen vor. Der Vorsitzende brachte auf Reichspräsident und Kanzler ein Sieg-Heil! aus. Sechs deutsche Tänze beendeten den harmonisch verlaufenen Abend.

Kreiskonferenz

des NG-Lehrerbundes Schotten.

cZ S ch o t t e n, 24. Okt. In der festlich geschmück­ten Turnhalle fand dieser Tage die Oktober» Versammlung des NS. - Lehrerb und e s statt. Das neugegründete Orchester unter Leitung des Pg. Schneider spielte einen schneidigen Marsch, während die neue Fahne eingebracht wurde. Kreisobmann Kratz (Wohnfeld) eröffnete die Tagung, wobei er nach der Begrüßung der neuen Mitglieder u. a. folgendes ausführte: 3um erften Male marschiere jetzt die Lehrerschaft des Kreises I unter der neuen, eigenen Kreisfahne. Die feierliche

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