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ArotzHiehmarkt.
)tt Auftrieb: 228 Ochsen, 340 Färsen, 740 Kälber,
eine, 79 Arbeitspferde, 55 erten: Ochsen: junge, voll- !8 bis 31 Mark, ältere 22 lige 24 bis 27; Men: jün- s 29, sonstige oollfleischige is 23; Sübe: jüngere voll- ge DDÜfleildjige 17 bis 20, ng genährte 10 bis 12;
-mästete 29 bis E» biae 23 bis 25; Mer: beite W und Cauz- Dasl- unb Taugkälber 29 22 bis 25; Echse: beste t) 21 bis 26; Schweine: smd 54 bis 56, vvllfleisch'g- 52 bis 55, von 200 bis 2W )0 bis 200 Pfund 49 bis 5m 900; Lchlachlpftrde 30 dl- aus: 5n allen DieUttunge beitspferde ruhig,
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Donnerstag, 26. Oktober 1953
183. Jahrgang
Nr. 251 Erstes Blatt
Ertcheini lägltd), autzo Sonntags und Feiertag» Setlagen D,e 3Du(triertt ©iefienei $amilienblättei tzetmat im Bild Die Scholl»
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General-Anzeiger für Oberhessen
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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Berantroortlid) für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i.B.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen.
Adolf Hitlers Kampf für einen wahren Frieden.
Oie große Rede des Führers im Berliner Sportpalast.
Oer Kanzler spricht.
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Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen!
Wenn man im Leben sehr schwere Entschlüsse zu treffen hat, dann ist es immer gut, den Blick in die Vergangenheit zurückgleiten zu lassen, um sich selbst dabei zu prüfen, ob der zu treffende Entschluß richtig ist, ob er sich zwangsläufig aus dem ergibt, was hinter einem liegt, und aus dem, was zwangsläufig als Folgeerscheinung in der Zukunft kommen muß. Und so will ich denn auch zunächst einen Blick in die Vergangenheit werfen, nicht um Einzelwunden aufzureißen, sondern nur um festzustellen, warum w i r so handeln müssen, und nicht anders handeln können, wenn wir nicht auf der Welt überhaupt die Daseinsberechtigung als großes Volk und damit unseren Lebensanspruch preisgeben wollen. (Lebh. Bravo!) Wir haben aus der Geschichte gelernt, daß auf die Dauer das Leben nur den Völkern gegeben wird, die gewillt sind, ihr Leben, ihre Ehre vor der Welt zu vertreten. Als uns die Revolution im Jahre 1918 zur Ergebung zwang, und wir diese Ergebung vollzogen im damaligen verständlichen Vertrauen vieler Deutscher auf die Zusicherung eines Staatsmannes, des Präsidenten Wilson, da hatte ein Kampf fein Ende gefunden, der vom deutschen Volke — wir müssen das immer und immer wiederholen — nicht gewollt war.
wenn das deutsche Volk und auch seine Regierungen diesen Kampf gewollt hätten, dann wäre er zu einer anderen Zeit und unter anderen Voraussetzungen abgelaufen (Wiederholtes lebhaftes Bravo und Händeklatschen.) wir wollen heule auch nicht darüber streiten, wen nun eigentlich die Schuld trifft. Es mag ein Verhängnis gewesen fein, für das sicher Menschen verantwortlich find. Das eine aber wissen wir: unser Volk hat den Krieg nicht gewollt — er kam über dieses Volk genau so wie er vielleicht über andere Völker gekommen ist. Ls hat damals nur Jein Leben und seine Existenz mutig und tapfer verteidigt. (Bravo!)
Und wenn wir damals der Ueberzeugung waren, daß wir unsere Freiheit verteidigen mußten, dann hat der Friedensvertrag von Versailles uns nicht eines anderen belehrt, vielmehr hat er uns gezeigt, was uns tatsächlich bevorstand. Was hat das deutsche Volk damals getan? Nichts anderes, als was die anderen Völker auch taten. Es hat seine Pflicht erfüllt! Daß wir dann am Ende unterlegen sind, ist für uns ein großes Unglück gewesen, Unehre war es nicht. Wir haben tapfer gekämpft, bis zum letzten Augenblick. Erst als wir sahen, daß jeder Widerstand schon infolge der Revolution in der Heimat vergeblich war, haben wir uns auf Grund von Zusicherungen ergeben. Wir wußten genau, daß man in der Weltgeschichte selbstverständlich das Recht, den Frieden zu bestimmen, dem Sieger zubilligt.
Allein der Sieger kann nicht das Recht so auf- faffen, daß er damit einen moralischen Anspruch besitzt, das Volk, das das Unglück hatte, zu unterliegen, als zweitklassiges und damit selbstverständlich auch zweit- rechtliches für alle Zeiten z u erklären, besonders dann nicht, wenn der Besiegte die Waffen nur niederlegte, weil man ihm feierliche Zusicherungen gab.
(Stürmische Zustimmung.)
Wir haben die Waffen gestreckt in einem Augenblick, in dem die Gefahr bestand, daß ganz Europa unter Umständen in den Bolschewismus b i n e i n g l i 11. Denn das war nicht nur damals, sondern ist auch heute die Erkenntnis, daß eine militärische Niederlage zugleich zu einer Katastrophe des Volkes werden kann, das seinen inneren Halt verliert und sich in ein Chaos auflöst. Ein solcher Vorgang kann für die anderenVölker nicht gleichgültig sein. Ein Volk wird durch Bazillen vernichtet, die von diesem nunmehr gewonnenen Herd aus ihre Vergiftung weitertreiben. Die Infektionsgefahr ist seitdem in Europa nicht kleiner, sondern eher größer geworden. Die Folgen des Ausbruches einer solchen Erkrankung müssen uns klar sein. Im westlichen Europa mit seinen dichten Besiedlungsverhältnissen würde ein kommunistisches Chaos z u einer Katastrophe führen. Wenn in einem Gebiet, in dem auf 82 Bauern 18 Städter kommen, die Not schon so groß werden kann, daß Millionen Menschen nichts mehr zu essen haben, wie würde es erst in einem Gebiet werden, in dem auf 25 Bauern 75 Städter kommen! Die Katastrophe wäre unvorstellbar.
Der Scrfoiller Vertrag eine Quelle des llnsriedens und llnglülks für alle Völker.
Bei Friedensschluß hätte man wirklich erwarten können, daß die andere Welt diese Gefahr berücksichtigen würde. Sie hat es nicht getan. Es ist ein Friede geschlossen worden, ohne Rücksicht auf die Wirklichkeit, ja ohne Rücksicht selbst, auf die primitivste Vernunft; ein Frieden, bei dem nur ein einziger Gedanke Pate stand: wie kann man den Geschlagenen unterdrücken, wie kann man den Geschlagenen um jede Ehre bringen, wie kann man ihn für alle Zeit als den Schuldigen festnageln! Ein Friede, der nicht Friede war, sondern der zur Derewi- gung desHasses derVölker führen mußte. (Wiederholte lebhafte Zustimmung und Pfui-Rufe.) 440 Paragraphen, von denen uns die meisten beim Lesen die Schamröte i s Gesicht treiben, ein Frieden, der nicht zu vergleichen ist mit ähnlichen Vorgängen aus früherer Zeit.
Ich darf darauf Hinweisen, daß im Jahre 1870 kein Mensch an der damaligen Kriegsursache und damit an der Kriegsschuld zweifeln konnte. Und ebenso konnte nicht daran gezweifelt werden, daß wir damals die Sieger gewesen sind. Was aber hat Deutschland dem Besiegten aufgebürdet? Den Verlust eines Gebietes, das einst deutschen Ursprunges war, eine finanzielle Last, die in keinem Verhältnis stand, zu dem vermögen des damaligen Gegners, zu seinem natürlichen Reichtum, eine Last, die in knapp drei Jahren vollständig abgedeckt war. Und im übrigen nicht eine einzige, die Ehre des Volkes
kränkende Klausel, gar nichts, was für die Zukunft das Volk irgendwie hätte bedrücken können. Keine Behinderung feiner eigenen Entwickelung, feines Eigenlebens, feiner Möglichkeiten, feiner Fähigkeiten, nicht der geringste Versuch, feine Wehrmacht für die Zukunft niederzuhalten. Nein, nichts von alledem. Nach drei Jahren war Frankreich tatfächlich vollständig frei. (Sehr richtig.)
Der letzte Frieden aber war überhaupt nicht mit dem Maßstabe der Vernunft zu messen. (Wiederholte Zustimmung.) Was hat es noch mit Vernunft zu tun, wenn man auf der einen Seite die Tatsache einer 65-Millionen-Nation doch nicht aus der Welt schaffen kann und ihr auf der anderen Seite die Lebensmöglichkeit nimmt. (Pfui!) Dieser Friedensvertrag fußt auf dem kapitalen Irrtum, daß das Unglück des einen das Glück des anderen sein müßte, auf dem Irrtum, daß das wirtschaftliche Unglück des einen Volkes das wirtschaftliche Glück des anderen mit sich bringen würde. Heute hat sich ja die Auffassung der Welt auch darüber etwas geändert. Man hat gesehen, daß man nicht eine 65-Millionen- Nation einfach aus dem Gefüge der Weltwirtschaft herausbrechen kann, ohne daß man selbst davon betroffen wird. Im Laufe der Jahre hat man unter- des eingesehen, daß ein solcher Vorgang alle früher ober später gleichmäßig treffen muß, sie sind ja auch alle getroffen worden. Dieses Motto: „Schädige deinen früheren Gegner, soweit du ihn schädigen kannst , dieses Motto hat sich als e b e n J o unfruchtbar rin wirtschaftlicher Hinsicht erwiesen, wie
als unfruchtbar zur wirklichen inneren Befriedung der Welt. Aus diesem Widersinn heraus kam die Politik der Reparationen auf der einen Seite und der wirtschaftlichen Knebelung auf der anderen. Man bürdete einem Volke die Reparationslast auf und raubte ihm alle Voraus- etzungen zur Erfüllung. (Rufe: Pfui!) Ein Wider- inn, der späteren Generationen einmal in der Ge- chichtssorschung vollständig unverständlich sein wird.
Wann ist jemals ein Frieden in der Welt geschlossen worden, der nicht einmal eine fixierte Summe seiner Schuld dem Gegner bekanntgibt, sondern wo es einfach heißt: dieses Volk verpflichtet sich zu bezahlen, was nachträglich fe st gesetzt wird. Stürmisches Pfui!) Und was hat man festgesetzt? Man kam bei dieser Festsetzung niemals au einem endgültigen Ergebnis. Die Summen schwankten zwischen 100 und 200 Milliarden, Beträge, die naturgemäß niemals überhaupt zu leisten sind, die aber > genügten, um zu einer vollständigen Zer- i störungdes ganzen wirtschaftlichen Lebens der Welt zu führen. Denn es war
klar, daß diese Forderungen normal überhaupt nie beglichen werden konnten. Wollte man sie begleichen, mußte man eine Umschuldung vornehmen, das heißt, die politische Schuld in eine wirtschaftliche verwandeln. Diese Verwandlung in eine Wirtschaftsschuld bedeutet aber im Endergebnis nichts anderes, als daß die Kontribution in einen Zinsendienst verwandelt wird, das heißt also, der Zinsendienst wird genau dieselben Wirkungen ausüben, wie vorher die Kontribution. Das deutsche Volk mußte sich sofort auf den Welt- markt stürzen, es mußte stärker produzieren. Die anderen Völker taten dank ihrer Schuldverpflichtungen aus dem Kriege dasselbe. Sv erlebten wir in 15 Jahren diesen wahnsinnigen Kamps um den Weltmarkt. Aber nicht etwa um die Völker glücklich zu machen, um ihnen das Leben zu ermöglichen, nein, u m R e p a r a t i v n e n und um Zinsen zu zahlen, die man nur in internationalen Werten begleichen konnte. Wir haben den Prozeß des langsamen Ruins der ganzen Weltwirtschaft nun 14 Jahre hinter uns. Das Ergebnis sehen wir.
Richt Verewigung des Haffes, sondern Befriedung der Völker.
Dieser Friede, der die Well von allen Leiden heilen sollte, dieser Friede, der der Welt endlich Vernunft bringen sollte, den Menschen Leben und Brot zum Leben geben sollte, dieser Friede hat in Wirklichkeit die Welt in ein maßloses Leid gestürzt. Mlllionen-Armeen von Arbeitslosen sind die lebenden Zeugen für die Unvernunft derer, die diese Verträge gemacht haben. (Andauernder stürmischer Beifall.) X£s gibt gar kein vernichtenderes Urteil über diesen Friedensvertrag als die Tatsache, daß er nicht nur die Besiegten in maßloses Unglück gestürzt, sondern auch den Siegern keinen Ruhen gebracht hat. (Sehr richtig!) Man kann eben auf die Dauer nicht eine Weltordnung aufbauen auf dem Gedanken des Hasses; man kann nicht auf die Dauer in Europa eine Lebensgemeinschaft aufbauen zwischen Rationen, die nicht gleichberechtigt sind. Das ist auf die Dauer unerträglich und muh zur Zerstörung einer solchen Gemeinschaft führen. Es ist nicht zu bestreiten, daß nach über 13 Jahren dieser Friedensver- trag Europa keinen Frieden gebracht hat, sondern ewige Unrast, Unruhe, Mißtrauen, haß, Unsicherheit, Verzweiflung. (Lebhafter Beifall)) Und so, wie man wirtschaftlich sinnlos handelte, handelte man auch politisch sinnlos. Nur ein einziges Beispiel: Zwischen Polen und Deutschland wird der Korridor gelegt. Es hätte sich damals eine andere Lösung finden lassen. Es gibt in Europa Deutsche, es gibt in Europa Polen. Die beiden werden sich daran gewöhnen müssen, n e - beneinanber und miteinander z u leben und auszukommen. (Lebhafter Beifall.) Weder können die Polen das deutsche Volk aus der europäischen Landkarte wegdenken, noch sind wir unverständig genug, um etwa die Polen wegdenken zu wollen. (Sehr richtig! Heiterkeit.) Wir wissen, beide sind da, sie müssen mit einander leben. Warum
legt man ihnen dann einen Zankapfel in ihr Leben hinein? (Lebhafte Zustimmung.) Alles vermochten die Mächte damals. Warum mußten sie das tun? Nur um den Haß zu verewigen. (Lebhafter Beifall.) Nur um Völker, die miteinander auskommen würden, in Zwietracht zu stürzen. Es wäre wirklich möglich gewesen, leicht einen anderen Weg zu finden, um beiden Ländern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Aber man wollte das ja nicht. Dieser Frieden hat eben überall den Gedanken: Wie kann man den Unfrieden künstlich für dieZukunft weitererhalten? Es ist klar, daß man so nicht etwa zu einer Befriedung der Welt und zu einer Abrüstung kommen wird, sondern zu einem noch größeren Unfrieden und damit zu einer dauernden Steigerung der Rüstungen. (Sehr richtig!)
Wir wissen auch hier, was man damals versprach. Man sagte: Die Welt ist nur gerüstet, weil die Deutschen gerüstet sind (Heiterkeit), daher müssen die Deutschen abrüsten, damit die Welt endlich auch ihre Rüstung ablegen kann. (Große Heiterkeit.) Run gut, wirhabenab- g e r ü st e t. Die anderen können das nebst Drehen und Deuteln nicht wegbringen. Roch niemals hat ein Volk, ich möchte geradezu sagen, selbstmörderischer seine Waffen zerstört und verschrottet als das deutsche Volk. Wir waren damals ein starkes Volk, hatten eine der größten Armeen und haben uns abgerüstet, buchstäblich bis zum Richts. Die Welt hätte da folgen können, wenn sie nicht künstlich die Abrüstung verhindert hätte. (Lebhafter Beifall.) Sie hätte das um so leichter tun können, als sie damals nicht sagen konnte, in Deutschland sei ein kriegerischer Geist. 13 Jahre hatten sie Zeit gehabt, sich mit dem deutschen Volke zu verständigen, in einer Zeit, da nicht wir regierten, sondern unsere Antipoden. (Heiterkeit.)
Die Menge staut sich vor dem Berliner Sportpalast, um die An- und Abfahrt des Kanzlers zu sehen und seine Rede zu Horen, die durch Dutzende von Lautsprechern in der Potsdamer Straße übertragen wurde, wo sich trotz der Kälte der Herbstnacht Zehntaufende unter freiem Himmel versammelten.
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