Aus der Provinzialhauptstadt
Feuers.
Kreis Alsfeld.
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Nationale Feiern in der Provinz
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teilung mit Spielrnannszug von Geilshausen br- teiligte sich ebenfalls AL der Zug auf dem Hainberg Leim Dorf anlam, b.annie ein großes Freuden,euer. Plärrer Thorn hielt die Festrede und schloß mit einem Hoch auf das Vcller- land. worauf das Deut.chiandiied erLang. Der Vorsitzende des Kriegervererns gedachte d-r neuen Regierung und schloß mit einem Heil auf die neue Staatsfüh.ung. Aach dem Horst-Wessel- Lied wurde am Kriegerdenkmal unter Leitung der SA. der Rüttlr-Schwur gesprochen. Eine A a ch s e i e r sand im Saale Delling statt. Dort wechselten Musikvortrage von der Kapelle Schweitzer mit Vortragen von Schülern und jungen Mädchen, sowie vaterländischen Liedern miteinander ab. Kamerad Bott gedachte der Kameradschaft in den Vereinen, sowie im offent- liehen Leben, wies auf die Rotwendigkeit der Einigkeit hin und schloß mit einem dreifachen Hurra auf das Vaterland
ch Obbornhofen, 22. März. Aus Anlaß der Eröffnung des neuen Reichstages fand hier am Dienstagabend eine große nationale Kundgebung statt. Ein Fackelzug, an dem die SA. und sämtliche Ortsoereine teilnahmen, bewegte sich unter Dorantritt der Turnermusik nach dem Schulhofe. Hier begrüßte Bürgermeister Lammen die 23er« sammelten und hielt eine vaterländische Rede, die in einem dreifachen Hoch auf den Reichspräsidenten von Hindenburg, Reichskanzler Hitler und den hessischen Staatspräsidenten Dr. Werner ausklang. Die Menge stimmte begeistert ein. Der Gesangverein „Frohsinn" (Leitung R. Glockengießer) versct) Inte mit zwei gut vorgetragenen Liedern die Feier. Diese fand mit dem Deutschland» und dem Horst-Wessel-Lied ihren Abschluß.
U Aonnenroth. 22. März. Am Samstag fand im. Dathause eine Schulfeier statt, an der sich die ganze Gemeinde beteiligte. Der Gesangverein .Liederkranz" eröffnete die Feierstunde mit einem Lied, die Schuler warteten mit einem Sprechchor auf und Lehrer Muller hielt eine längere Ansprache. Er forderte alle zu tatkräftiger Mitarbeit auf und schloß mit einem Hoch auf den Leichspräsidenten, auf den Reichskanzler
Deutschlandliedes. Am Schlüße forderte SA.-Mann Ehrhard Dinges zum Eintritt in die SA. auf.
Y Gedern. 22. März. Der Tag der Reichs- tagscröffnung wurde auch in unserer Stadt würdig begangen. Dor dem Schulhause waren zwei Lautsprecher ausgestellt, um allen Einwohnern die Möglichkeit des Miterlebens der historischen Stunde zu geben. Der große Platz war dicht mit Menschen besetzt, als Bürgermeister Müller auf den großen geschichtlichen Augenblick aufmerksam machte. Jedermann erlebte die Feierstunde in Potsdam mit. Am Abend bewegte sich ein großer Fackelzug durch die Sttaßen der Stadt. Eine stattliche Menschenmenge sammelte sich vor dem Schulhause. Die Vereine waren geschlossen mit ihren Fahnen erschienen. Die REDAP. mit ihren Gruppen, die Gemeindevertretung und das Arbeitsdienstlager waren vollzählig zur Stelle. Stadtkapelle und Gesangverein „Liederkranz" umrahmten die Ansprachen von Ortsgruppenleiter A. K l e i n, Lehrer Schäfer. Burkhards, Karl Ger lach III. und Bürgermeister Müller. Alle Leden waren erfüllt von der festen Zuversicht, daß nach den 14 wahren des Aiederganges wieder eine Zeit des Ausstieges kommen werde.
* Steinberg bei Gedern. 22. März. Gestern abend bewegte sich ein Fackelzug unter Beteiligung der ganzen Gemeinde durch tue Straßen unseres Dors es nach einer Anhöhe, wo ein 5euer abgebrannt wurde. Lehrer P r e u s ch wies in zündender Ansprache quf die schwere Arbeit hin, die der neuen Legierung harrt. Seine Lede gipfelte im Ausdruck des Vertrauens zu den neuen Männern, daß sie diese Arbeit meistern werden. Unter dem Gelöbnis treuer Mitarbeit galt sein Hoch dem Leichskanzler Adols Hitler, dem Leichspräsidenten von Hindenburg und dem geliebten deutschen Vaterland. Aach dem Gesang des Deutschlandliedes verbrachte die Gemeinde noch eine frohe Stunde im Scheine des lodernden
bücher — und mit Schaudern wendet man sich fort, um feiste Aufmerksamkeit anderen Dingen zuzuwenden- 3n diesem Augenblick tritt gewöhnlich „er“ selbst ein, begrüßt seine Besucher und mit den Worten: ..Bitte nehmen Eie Platz, meine Herren (!)“, beginnt der unvermeidlich stereotype Dialog:
„Ra, haben Sie sich nun tüchtig ausgeschlafen?" —„Danke, ja!“ — (Zu einem der Besucher gewandt): „Was wollen Sie eigentlich werden?“ — „Mediziner!“ — „Aba, ein sehr schöner Beruf." — (Zu dem anderen): „Lind Sie?" — „Jurist!" — „So so, na Sie studieren doch wohl hier in Gießen?" — 3m Chor: „Vorerst ja!"
Von hier aus schlängelt sich bann die Unterhaltung. je nach Gemüt, Talent und Fach (!) des Lehrers eine Viertelstunde lang fort, wobei natürlich nicht immer über uninteressante Dinge gesprochen wird: aber im Hinblick auf die Situation ist man eifrig bemüht, einen Grund zum schnellen Verschwinden zu finden.
„3a, nun müssen wir aber gehen. Cs ist schon spät." — „Also, meine Herren, viel Glück denn für die Zukunft! Lassen Sie sich mal Wiedersehen!“ — Händedruck! — Daus! — Gott sei Dank! — Und nun beginnt der so oft deklamierte „Ernst des Lebens". L. H.
Bornotizen.
— Aus dem Etadttheater-Bureau wird uns geschrieben: Morgen. 18.30 Uhr. un- widerruf! ch die l:tzte Aufführung der Operetten» ^evue „3m weißen Roßl' unter der Spielleitung von Heinrich Hub. musikalische ßei.unj von Kapellmeister Woehl. choreographiicye Leitung von Ballettmeister Däulke in der 3nszenierung und Besetzung der Erstausführung. Ende: 21.30 Uhr. Vorzugsgutscheine haben Gültigkeit, kleine Operetten-Preise. — Der Wochenspielplan trägt in besonderem Maße der Werbewoche Rechnung und zeigt reichhaltige Abwechslung. Um die auswärttgen Besucher der Werbewoche auch für die Veranstaltungen des Theaters zu interessieren, gewährt die 3ntendanz den auswärtigen Theaterbesuchern zu allen Wochentags-Vorstellungen 20 Prozent Preisermäßigung auf allen Plätzen. Fahrkarte oder sonstige Ausweise sind an der Kasse beim Lösen der Karie vorzulegen. Am Dienstag. 28. März (25. Vorstellung im Dienstag-Abonnement) das Alterswerk des deutschen D.cytcrs Gerhart Hauptmann „Vor Sonnenuntergang" unter der Spielleitung des 3ntendanten und mit 3ntendant Dr. Rolf P rasch in der Rolle des Geheimrat Claußen. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 23 Uhr. — Mittwoch. 29. März (24. Vorstellung im Mittwoch- Abonnement), die Operetten-Aeuheit „Glückliche Leise“ von Künnecke. Spielleitung Paul W r e b e. Operetten-Preise. Spieldauer von 19.30 bis 22.30 Uhr. — Freitag. 31. Wärz (25. Vorstellung im Freitag-Abonnement). Unter der Spielleitung von Oberspielleiter Peter F a s s o 11 kommt in völliger neuer 3nszenierung in dieser Spielzeit zum erstenmal Friedrich Schillers fünfaktiges Schauspiel „Die Räuber" zur Aufführung. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 23 Uhr. — Samstag, 1. April, 20 Uhr, Volksvorstellung mit der Ltjien Ausführung des Schwankes „Da stimmt was nicht", von Franz Arnold. Spielleitung: Heinrich H u v. Die Vorstellung ist außer Abonnement zu Heinen Preisen. Ende: 22 Uhr.
Sonntags spielten früher einmal eine nicht unbedeutende Rolle, sind in letzter Zeit aber etwas zurückgefallen und verloren zum Beispiel gegen die 2. Mannschaft der Spieloereinigung 1900 mit hohem Resultat. Die DfBer sollten das Spiel für sich ent» scheiden können, zudem sie gegen Steinberg gut ab» schneiden konnten und dabei eine gute Leistung zeigten. Ein spannendes Spiel sollte trotzdem zu erwarten sein, denn die Gäste verstehen zu kämpfen, wenn auch ihre technischen Fähigkeiten nicht denen der Grünweißen entsprechen.
Die 3. Mannschaft bestreitet ein Verbandsspiel gegen die 1. Elf von Steinbach und sollte den Kampf für sich entscheiden können. Das Spiel findet auf dem Waldsportplatz statt. Die I.Iugeick» spiett ebenfalls hier und zwar gegen die 1. Jugend des DfR, Lich.
Handball im Gan Hessen (O. T.)
Lützellinden I — Utto. Gießen I und II komb.
Die beiden Mannschaften treffen sich am Sonntag in Lützellinden zu einem fälligen Rückspiel. Der Ausgang des Spieles wird sehr davon abhängen, welche Mannschaft die Gießener Turner stellen. Man erhofft in jedem Fall einen spannenden Kampf.
Waldlaufmeislerschasten des STV. in Obbornhofen.
Der dem ADT. angehörige Südwestdeut- sche Turn-Verband, der die Gaue Main- Rod, Lahn-Dünsberg und den Wetterau-Gau umfaßt, trägt am Sonntag die diesjährigen Waldlaufmeisterschaften in Obbornhofen aus. Ausgeschrieben sind folgende Wettbewerbe: Klasse 1: Einzellauf: Klasse 2: Mannschastslaus (beide für Turner über 18 3ahre). Die Läuse werden gleichzeitig als Meisterschaft des Wet- tcrau-GauLs gewertet. Die Strecke führt aber 7520 Meter. Klasse 3: 3unioren (über 18 3ahre 5000 Meter. Klasse 4: Mannschaftslauf. Klasse 5: 3ugendklasse (16 bis 18 3ahre) 3500 Meter. Klasse 6: Mannschaftslauf. Klasse 7: 3ugendllase (14 b s 16 3ahre) 2500 Meter. Klasse 8: Mannschaftslauf.
Arbeiter-Turn- und Gvoribund.
Am Samstag findet in Wißmar bet diesjährige ’ Frühjahrswaldlauf statt. Das Meldeergebnis ist sehr gut. Cs sind vorgesehen: 1500-Meter-Laus aller Sparten über 18 3ahre (Einzellauf). 1500-Meter-Lauf aller Sparten (3ugend), 5000-Meter-Lauf aller Sparten (über 18 3 ab re),. 1520-Meter-Mannschaf^slauf (über 18 3abre), Fußballer- und 1000-Meter-Wann- schaftsmpf der 3ugeird-Fuhballer. sowie 4x50» Meter-Staffel für Sportlerinnen über und unter 18 3ahren.
3m Anschluß daran findet ein Fußball- werbespiel zweier Dezirksmannschaften. und zwar einer Kreisklasse- gegen die erste Bezirks-^ klassemannschaft, statt. Es dürste mit einem spannenden Spiri zu rechnen fein.
22uluS-Zeit.
Die Schulzeit ist für die Abiturienten bereits ; zu Ende. 3m allgemeinen weiß der Mulus — ] d welch' sinnvolle Bezeichnung, denn man ist we- , bet Pferd noch Esel — wenig mit seiner freien Zeit anzusangen. Vor allen Dingen schläft er sich • einmal gründlich von den Strapazen des Examens aus. Das Schönste ist dabei, daß man nach solchem Schlaf niemals wieder mit dem Gesühl erwacht: ach, wenn die paar schönen Ferientage vorüber sind, geht die Penne wieder los! Olein, wohl weiß man, daß nach diesen Ferien wieder Arbeit kommt, aber das, was nun kommt, ist etwas vollkommen Aeues. Man wird zwar wieder die Schulbank drücken, aber dafür lebt man in der Sphäre der „akademischen Freiheit" — oder man geht inS Geschäft, sofern es bei den heutigen Verhältnisfen geglückt ist, eine Stelle zu finden.
Abgesehen von recht viel Schlafen, Essen und Spazierengehen, hat der Mulus noch zwei wichtige BescAstigungen. Cr verkauft seine tuten Schulbücher iunb macht feinen Lehrern Abschiedsbesuche. 3eden Morgen zur Pausenzeit, die dem alten „Pennäler", so gern er sie auch vergessen möchte, doch noch söhr geläufig ist. erscheinen ein paar Abiturienten mit so dicken Mappen, wie sie sie während der ganzen Schulzeit nicht mitgebracht haben. Kein Wunder — sie enthalten ja säst sämtliche Schulbücher, die man nun an den Mann zu bringen sucht. Heute sind Schulbücher ein begehrter Gegenstand, denn alle El- | tern sind froh, wenn sie billig zu diesen Dingen kommen können. 3n den Gängen der ehrwürdigen Stätte der Weisheit wickelt sich nun ein leb- Haftes Feilschen und Handeln ab. Mancher zeigt hierbei große Geschicklichkeit, andere werden gräßlich übers Ohr gehauen. 3m Grunde entbehrt aber dieser rein geschäftliche Akt des ..BücherverlloppenS“ jedes Pennälerhaften Reizes. ganz entgegen jenen Szenen, die sich oft bei den psllchtmäßigen Abschiedsbesuchen ereignen. Oft sind sie heiteren Charakters, besonders, wenn mehrere Schüler zusammengehen, vor allem aber zeigt sich hier der richtige Charakter des Mulus (der „weder — noch" ist). Zwar hat man das geistige Reifezeugnis erhalten, bei diesen konventionellen Gelegenheiten jedoch, wie es Abschiedsbesuche eben sind, sieht man oft noch einige Gestalten, die nie wissen, wo sie mit ihren Armen und Beinen hin sollen, wenn sie dem gestrengen Herrn Studienrat gegenüberstehen — oder sitzen. Häufig sieht man Tanzstunden-Verbeugungen nd dergleichen Unausgeglichenheiten, die wohl später, sei es im Privatleben oder in der Verbindung des jungen Studenten beseitigt werden.
Anders sieht es der Mulus. Cs ist Sitten seinem Lehrer nach bestandenem „Abitur" einen Abschiedsbesuch zu machen. Folglich verabredet man sich zu zweit oder zu brüt, zieht einen guten Anzug an und geht eines schönen Sonntagsmorgens darauf los. Unterwegs schon bereitet man sich auf den bevorsteheitden Besuch vor. Man kennt die Eigenheiten eines jeden „Paukers" genau und malt sich schon im voraus die Situationen aus. die sich bet diesem Absch.edS- be'uch werden ergeben können. Wan ist meist schon in ..Stimmung", wenn man an das sonntäglich verschlossene Tor des Lehrers kommt. Man schellt. Oben schaut jemand zum Fenster hinaus und rüst: „Der Herr Studienrat ist nicht zuhause!" Pech gehabt! — Beim nächsten geht es ähnlich. ..Der Herr Studienrat macht einen Aussiug!" Merkwürdig diese Wanderlust! Erst ist man böse daß man vor jeder Tür wieder unverrichteter Sache abziehen muß, dann faßt man die Angelegenheit mit Humor auf. zum Schluß, wenn man nämlich schon einige „Besuche" hinter sich hat, erkennt man den großen Vortell, niemand angetroffen zu haben.
... Und zu allerletzt sch iehllch erkundigt man sich angelegentlich st vor jedem Besuch, wann dieser oder jener Herr nicht zu Hause sein könnte. —
Aber ich will weitererzählen. Beim dritten hat man Glück. Wan wird ins Zimmer geführt. Aha! — hier also, an diesem Schreibtisch wurden einst unsere Hefte korrigiert, hier steht noch die tote Tinte, das dort sind ja seine Schul-
-ce. Homberg. 22. März. Der Tag der Er- öffnung des neuen Reichstags wurde auch in unserer Stadt mit einer überwältigenden Kundgebung begangen. 1500 Menschen, darunter auch Bewohner der umliegenden Ortschaften, hatten sich dem Aufmarsch angeschlossen, der sich mit einer großen Anzahl von Fackeln und Lampions vollzog und unter den Klängen der Hornberger 621* Kapelle dem Festplah zustrebte, wo zunächst unter dem Schein des Freudenfeuers der Gesangverein „Frauenlob" ein Lied zu Gehör brachte. Daraus feierte im Damen der RSDAP. Herr Geißer den Sieg der (Regierung am 5. März und hob dabei u. a. hervor, daß Deutschland unter einem wahrhaft überragenden Führer unüberwindlich sei. Die Rede klang in einem Hoch auf das deutsche Vaterland aus. Darauf fang noch der Mannergesangverein ein patriotisches Chorlied. Wit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes nahm die Feier am Festplatz ihr Ende. Sodann formierte sich der Zug zum Rückmarsch nach dem Marktplatz, wo Bürgermeister S ch w e i d e r nach einem von beiden Vereinen gelungenen Lied an die Zeit des Weltkrieges erinnerte unb auf die große geschichtliche Bedeutung hinwies, die in der Terbinbung der beiden überragenden Persönlichkeiten Hindenburg und Hitler liege. Mit einem „Hoch" aus beide und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde der Tag beschlossen
Landkreis (tirften.
Da. Großen-Buseck. 23.März. Aus Anlaß der Eröffnung des Reichstages vewegte sich in später Abendstunde ein großer Fackelzug durch unter Dorf. Der Posaunenchor und das Trommlerkorps der Freiw. Feuerwehr stellten die Marschmusik. An dem Zug beteiligten sich fast sämtliche Vereine, die Schulkindes und eine stattliche Zahl der sonstigen Ort-ein» wohnec. Auf dem Anaer hiett Karl Hahn eine begeisternde Ansprache, der das Horst-Wessel-Lied und das Deutschlandlied, von einer großen Menschenmenge begeistert gesungen, folgten. Bei einer Schlußfeier im Saale des Gastwirts Wllh. Wagner, mäh» renb der K. Hahn nochmals das Wort ergriff, er» freute der Posaunenchor durch flott gespielte Märsche.
<5 Allendor s a. d. L d a., 24. März. Am Dienstagabeno fand aus Anrah der ^r.nnung des neuen Reichstages hier eine Feier statt. Gegen 19 Uhr bewegte sich ein imposanter F a ck e I z u g durch die Straßen der Stadt. Unter Vorantritt des Epielmannszuges der SA. nahmen an diesem Zuge die gesamte SA., die SA-Re- serve. die Hillerjugend, der Kriegerverein, der Echützenverein. der Turnverein 1907, der Reiter- Verein, der Mannergesangverein und die Schulkinder teil. Besonders fiel es auf, daß in dem Reiterverein ein alter Herr, der Landwirt Christoph Keil von hier, ein gedienter Reitersmann, in strammer Haltung mitritt- Nachdem der Zug in der Warktstraße angekommen war, sprachen der Kreisleüer der DSDAP. Dr. Harth. Bürgermeister Schneider und Lehrer Strack. Der M n. er Gesangverein (Leitung: Lehrer Schmidt. Kesselbach) versch nte mit zwei Liedern die Feier. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied fand die Feier ihren Abschluß.' Während der Feier wurde auf der H.he nach Climbach zu ein mächtiges Freudenfeuer abgebrannt
wr Odenhaufen, 24. März. Den Tag der Deichstagsert-ffnung feierte auch unsere Gemeinde. Am Abend wurde beim Pfarr- und Schulhaus em Fackelzug aufgestellt, an dem die Schule, Krieger- und Gesangverein, sowie die ganze Devollerung tellnahm. Eine EA-Ab-
Svielvepemigung 1900 Gießen.
$<£,. Ockershausen I — Spieloereinigung 1900 I.
Das ursprüngl ch vorgesehene Spiel der ersten Mannschaft der Ep'.elvereinigung gegen d.e erste Cls von Eerman'.a Fulda gelangt nicht zum Austrag, da Fulda durch den Verband anderweitig vcrpsiichtet wurde. Die erste Elf der Dlauweihen trägt nunmehr am morgigen Sonntag das voraus«.chllich letzte Derbandsspiel gegen die erste Mannschaft von Ockershausen aus. Das Spiel hat als Verbandssp'.el keinerlei Bedeutung mehr, denn d'.e Entscheidunz ist ja gefallen. Bestenfalls kann sich für die Spielvereinigung die Tabellen- position verbessern oder — verschlechtern. Das letztere dürfte anzunehme nsein, denn die junge Vertretung der Spielvereinigung wird auch in Ockershausen nur sehr schwer einen Siegerringen können, nachdem der Lokalgegner in hartem Kampfe auf dem geiährl chen Boden von Ockers- Hausen mit 2:0 sicher das kürzere Ende zog. Für die Mannschaft der Dlauweihen wird das Spiel eine Härteprobe bedeuten. Man erwartet ein ehrenvolles Ergebnis. Die Spiellereinigung wird voraussichllich mit der Mannschaft des Vorform- ta^s anlrrien.
Die zweite Mannschaft hat in Lollar gegen die erste Mannschaft des Plahvereins zum Derbandsspiel anzutreten. Für die Gießener wird es schwer fein, einen Sieg zu erringen, da sie ihren Ep'.elerverlust (an die erste Elf des Vereins) noch nicht ganz ausg.e.chen kann. Für Lollar ist das Spiel von großer Wichtigkeit. Gewinnen die Gastgeber, so bedeutet das für sie die Meisterschaft der 2. Bezirisllafse. Bei einem Unentsch eben werden weitere Spiele notwendig, da Lollar dann mit „Teutonia" Watzenborn- Steinberg punktgleich steht.
Die dritte Elf tritt auf eigenem Platze gegen Butzbachs zweite Mannschaft an. Auch hier handell es sich um ein Verbandsspiel. Der Ausgang des Kampfes ist nicht vorherzusagerr. Die inerte Mannschaft hat am Sonntag gegen eine kombinierte Mannschaft von Saubringen anzutreten.
Iugendspiele.
1900 äl — SD. Wetzlar AI. Die Gäste stellen eine schnelle und kräftige Mannschaft, so das) e.n spannender Kamps zu erwarten ist. Da 1900 diesmal wieder komplett antreten wird, erwartet man sie, wie im Vorspiel, als Sieger.
1 9 00 All — Wieseck. Dicsis Rüaspiel dürsten d'.e Dlauweihen wohl für sich entscheiden, wenn sie das Spiel ernst nehmen.
19 00 Schüler —Heuchelheim Die Kleinsten erwarten die neuaufgestellte Schülermannschaft aus Heuchelheim.
DfB. Gießen.
VfL. 0 — Laubach L
Die Liga des Vereins für Bewegunasspiele ist morgen nachmittag spielfrei. Auf dem Waldspori- platz empfängt die 2. Mannschaft die 1. Elf von Teu- tonia Laubach zum Derbandsspiel. Die Gäste des
Adolf Hiller tmb die neue Regierung. Das ! Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied been- ' beten die Feier.
Kreis Schotten.
c. Schotten, 22. März. Am Rationalfeier, tag war tagsüber die Turnhalle geöffnet, Lautsprecher waren darin angebracht, die die Feiern im Reich und in Potsdam Wiedergaben. Abends fand ein Fackelzug aller Vereine und Verbände durch die Straßen der Stadt statt. Daran schloß sich eine machtvolle Kundgebung in der Turnhalle unter Mitwirkung des Wusllvereins und Sängerchores. Dr. K o p i t s ch begrüßte die Riesenversamnllung, Kreisleiter W. K r o m m von der RSDAP. sprach über die Hitlerbewegung. Die inhalwolle Festrede hielt Bürgermeister Wengel, der besonders unsere heutigen Rationalhelden, die Symbole von Alt- und Reu- deutschland Hindenburg und Hitler feierte. Wit einem feierlichen Gedenken an die in der Hitlerbewegung gefallenen SA-Leute wurde die eindrucksvolle Kundgebung geschlossen.
4 Rainrod, 22. März. Am EamStag hielten unsere beiden Schulklassen auS Anlaß der Wahl von Pros. Dr. Werner zum Staatspräsidenten ihre Feier ab. Abends stellten sich die Schuler am Echulhause zu einem Fackelzug auf, dem sich die SA, die SA-Reserve, die Hitlerjugend, die Frauenschast, die Eltern der Schüler und viele Mitbürger anschlossen. Der Zug bewegte sich nach dem Schlörb'schen Saale. Hier begrüßte Bürgermeister D e ch e r t die Teilnehmer. Die Lehrer Deubel und L e h m e r ermahnten, sich zum neuen deutschen Reich und seinen Führern in Liebe und Treue zu befennen. Die Schüler trugen abwechselnd vaterländische Gedichte und Lieder vor, der Gesangverein fang einige patriotische Chöre, der Hillerjunge Walter H e r n b a ch forderte die noch fernstehenden Kameraden zum (Sintritt in die Hitlerjugend auf. — Am Dienstagabend bewegte sich ein stattlicher Fackelzug sämtlicher Vereine des Dorfes, von der SA, der EA-Reserve, der Hillerjugend, der Frauenschaft und vielen Einwohnern gebildet, nach dem hochgelegenen Eisenlüppel. Hier wurde ein mächtiger Hollhaufen angezündet. Der Musikverein (Leitung: Rechner Seibel) eröffnete die Feier mit Chorälen und V ater land sliedern. Bürgermeister D e ch e r t hielt eine Ansprache, in der er der Wichtigkeit des Tages gedachte und ein Hoch auf die Führung des neuen Deutschlands ausbrachte. Es kamen dann noch Musikstücke und Lieder durch den Gesangverein zu Gehör- außerdem erklangen bekannte Freiheitslieder. W. Straub hielt ebenfalls eine Ansprache.
ch Glashütten, 23.März. Die nationale 5 e i e r am 21. März wurde hier durch einen großen Fackelzug eröffnet, der sich nach dem ,Kirschbäum» chen" bewegte. Hier wurde ein Holzstoß entzündet. Bürgermeister Dinges begrüßte die zahlreich Erschienenen und gab seiner Freude über die Einmütigkeit des ganzen Dorfes Ausdruck. Lehrer I u - dersleben behandelte in seiner Ansprache die Entwicklung des nationalen Gedankens. Sein Hoch galt dem Reichskanzler Adolf Hitler, dem Erneuerer der nationalen Idee. Nachdem der Gesangverein „Sängerlust-Eintracht" unter Leitung von Lehrer L e h m e r einen vaterländischen Chor vor- getragen hatte, deklamierte Herr Heinrich Schmidt ein passendes Gedicht. Rach einem zweiten Lied- oortrag des Gesangvereins sprach Lehrer L e h m e r in längeren Ausführungen über die nationale Feier in Potsdam. Daran schloß sich der Gesang des
** Persona 1 ie. In den Vorstand der Dresdner Bank in Gießen ist Herr Direttor Otto Zeltmann von der Filiale Duisburg eingetreten.
** Anonyme Zuschriften wandern in den Papterkorb. Der Fachbearbeiter im Kultusministerium für Theaterwesen, Musikpflege, bildende Künste, Volkstumsangelegenheiten usw., Dr. K u 1 z, we.st nachdrücklich darauf hin (wegen der zahlreich einlaufenden anonymen Schreiben), daß in Zukunft nur noch Schreiben mit sachlich begründetem Inhalt und voller Anschrift und Namensnennung des Verfassers Aussicht auf Berücksichtigung und Bearbeitung haben. Anonyme Briefe wandern in Zukunft in den Papierkorb.
** Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.


