Ausgabe 
25.1.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Napoleon als Karikatur.

Zur Verhaftung des tschechischen ZaschistensührerS Gajda.

Don Paul Loachrm

Zu (Beginn des Weltkrieges stand auf der Liste einer Garnison in Brünn unter vielen an­deren Namen auch der Name. des Drogisten­lehrlings Nudols Geidel. Er diente dort sein zweites Dienstjahr ab. Deutsch war seine Mutter­sprache. seine militärische Charge war die eines Sanitätsgefreiten. Der Weltkrieg warf ihn, den Halbausgebildeten, im Herbst 1914 an die ser­bische Front. Dort, in den ersten Monaten des Weltkriegs, erlebte er. daß seine Armee wäh­rend des furchtbaren Rückzuges aus Serbien auf­gerieben wurde. Als er ein Jahr darauf als einer der wenigen Ueberlebcnöen in Montenegro Krieg führen sollte, verschwand er von einem Tag auf den anderen aus den österreichischen Reihen. Kurz darauf wurde im serbischen Heer bekannt, daß Dr. Radula Gajdo als königlich serbischer Sanitätsoffizier und Stabsarzt auf einen zentralen Posten berufen worden war. Diese Tatsache wurde auch bald an der feind­lichen Front der Oesterreicher bekannt in der Form, datz der Drogistenlehrling Rudolf Geidel, sollte er in österreichische Hände fallen, als De­serteur abzustrafen sei.

Ein wenig gegen seinen eigenen Willen und den seiner serbischen Kameraden machte sich Gasda-Geidel aber doch um die österreichische Sache verdient und zwar dadurch, daß er als Stabsarzt, des medizinischen Handwerks so gut wie unkundig, seine Patienten behandelte wie weiland der gute Doktor Eisenbart. 3n seinem Lazarett setzte bald ein großes Massensterben ein, das schlimmer geworden wäre, wenn nicht die deutsche Offensive den Serben so furchtbar zugeseht hätte, daß dem tapferen Gajda ein neuer Frontenwechsel als ratsam erschien. Er nahm es nicht so genau diesmal wurde er Rumäne. Und zwar figurierte er in den Reihen des rumänischer Heeres infolge eines Mißver­ständnisses nicht mehr als Stabsarzt, sondern als Oberstleutnant und Bataillonskommandeur. Immerhin eine ganz hübsche Karriere für einen jungen Mann, der damals gerade 24 Lenze zählte. Aber in Kriegszeiten waren die militärischen Kräfte selten, und namentlich auf dem Balkan nahm man es nicht allzu genau mit ihnen ...

Dazu kam. datz er diesmal in eine objektiv günstige Situation hineinschlidderte. Bisher hatte er nur aus notorischer Furcht vor dem Heldentod das Hasenpanier ergriffen jetzt ahnte er, datz ihm nur auf dem vordersten Frontabschnitt Ehre und Ruhm blühen werde. Nach Rumäniens Niederlage tauchte er, selbstbewußt und äußerlich gefestigt, in der russischen zaristischen Armee unter. Diese Truppen aber führten eine ziemlich genaue Kontrolle '"ber ihre höheren Militärs durch. Es erübrigt sich zu sagen, daß Gajda dieser Kontrolle nicht in -<uhe entgegenblicken konnte. Schon hing das Schwert über seinem Haupt da rettete ihn noch einmal ein Umstand. Diesmal war dieser LTmstand die russische Februarrevo­lution.

Gajda hatte nunmehr im Lleberlausen eine solche Erfahrung, datz er sich am ersten Tage schon automatisch auf die Seite Kerenskis schlug. Mehr als das: er verstand sich mit dem bürger­lichen Diktator so vollkommen, daß er bald den stolzen T.tel einheimsen konnte:Kommandieren­der General und Oberbefehlshaber aller Truppen an der ostsibirischen Front von Omsk bis zur Mandschurei". Als die Dolschewiki in Rußland die Macht übernahmen, kämpfte Gajda tapfer gegen die> neuen Herren mit blutrünstigsten Methoden auch gegen die deutschen Kriegs­gefangenen in Sibirien. Seine Truppen drohten abzusplittern er ließ gleich Hunderte von ihnen erschießen. Schließlich fand er, nachdem seine Armee in Sibirien s.ch in Hunger und Kalte aufgerieben hatte. Anschluß an Koltschaks Inter­ventionsarmee gegen die Rotgardisten. Um eine engere Bindung an d'efen Mann zu schaffen, hei­ratete er seine Tochter. Es war dies ein diplo­

matisches Manöner, um dem ewig regen Miß­trauen diejcs Ost siaten zu entgehen. Gleich­zeitig aber such., er, um nach allen Seiten hin gesichert zu sein, Be.bindung mit den Bolschewtti, auf die diese auch aus taktischen Gründen ein­gingen. Beim großen entscheidenden Kampf Kol­tschaks gegen die Rote Armee ließ Gajda ihn im Stich, unter Umständen, die sehr darauf bin- deuten, datz er ihn und seinen Aufmarschplan an die Bolschewiti verraten hatte. Koltschak wurde hingerichtet, Gajda fegte mit Koltschaks überlebender Arinee mordend und brennend durch Sibirien nach Wladiwostock zu. das er urtter ungeheuren Opfern in der Neujahr.nacht des Jahres 1920 eroberte

Diese Rolle war für ihn ausgespielt. Die halbe Welt ritz sich um diesen jugendlichen Stra­tegen. befonie.d diejenigen Kreise, die am Sturz der Bolschewiken das stärkste Jntcrcsje hatten. So wurde Gajda mit Jubel in der Tschechoslowakei ausgenommen. Die Tatsache, daß er seine Ver­gangenheit mit all ihren Hochstapeleien ent­hüllte. brachte ihm keine Schmälerung seines Prestiges im Gegenteil. Gajda kam zu einem Schnellkursus auf eine französische Kriegsschule, wurde zum General ausgebildet und erhielt so­fort nach seiner Rückkehr eine Division in Kaschau. Kaum war ein weiteres Jahr vergangen, da zog Gajda als Generalstabsschef in das Prager Kriegsministerium ein.

Sein Unglück wurde der Umstand, daß er mit

Berlin, 24.3an. (DJXB.) Das von der Stif­tung Reichsehrenmat berufene Preisgericht hat den Entwurf der Professoren Bieber und 7V a ck e r 1 e, München, dem Entwurf der Professo­ren ' ll t s e r t, Jansson und Hein; Wehet,

den französischen militärischen Behörden Bekannt­schaft gemacht hatte. Die Herren in Paris machten kein Hehl aus der Tatsache, datz sie von diesem jugendlichen Generalissimus nicht viel hielten Frankreich benutzte seinen schwerwiegen­den Einfluß auf die Tschechoslowakei dazu, diesen Mann, der seinen französischen Kollegen mehr als verdächtig vorkam. in seiner Stellung zu erschüttern Aber selbst öffentliche Blamage durch den fr.in ös schen Militn beoo.l äch.ig en g Heime Sendschreiben und andere Maßnahmen vermochten an Gajdas Stellung nicht zu rütteln. Er hatte inzwischen Gelegenheit, seine Aufrüstungspolitik immer weiter zu treiben. Er trat öffentlich für panslawistische Ideen ein. Bis 1928 trieb er eine unve.hoh enewestenfeindliche" Politik. Das sollte ihm den Hals brechen . ..

Denn die Franzosen hatten die Fühler weiter auegeftredt als Gajda selbst ahnen konnte. Rach langen stummen Borbereitungen überfielen sie die tschechische Regierung mit einem Haufen er­drückenden Materials gegen den Generalstabschef, in dem er u. a. der Spionage zugunsten der Sowjetunion, des VerrateZ militärischer Geheim­nisse undrußlandfreundlicher Umtriebe be­zichtigt wurde. Die Franzosen stellten die Ka­binettfrage an die Tschechoslowakei, der dieser materiell so stark von Frankreich abhängige Staat nicht ausweichen konnte. Am 17. Januar wurde General Gajda wegen Verrates zum gemeinen Soldaten degradiert und aus dem tschechischen Heer ausgestoßen. Seitdem versuchte er, auf eigene Kappe faschistische Trupps aufzuziehen. Datz ihm dies weder im großen noch im kleinen gelungen ist beweisen die B.ünner Vorfälle der letzten Tage, denen seine Verhaftung als logischer Schlußstrich hinter seiner Abenteurerlaufbahn in der hohen Politik gefolgt ist.

Stuttgart, sowie dem Entwurf von Profeffor 6 r e i s, Dresden, je einen Preis von 3000 Mark zugesprochen.

Ferner hat der Entwurf von Regierungsbau­meister Blecken, Regierungsbaumeister B reu-

Das Reichsehrenmal.

Die Entscheidung des Preisgerichts. - Ein Entwurf zur Ausführung empfohlen

I

WZ

Der Dambachgrund bei Berka (Thüringen), wo das Reichsehrenmal errichtet werden wird. Unten rechts: Professor Kreis (Dresden), einer von den drei Architekten, deren Entwürfe mit einem Preis von 3000 Mark ausgezeichnet wurden.

Häuser, Architekt h o 1 b o r n , Duisburg, einen preis von 1500 Mark und der Entwurf von Di­plomingenieur Pfeiffer-Haardt, München, in Verbindung mit dem Glockenvorfchtag Otto Schil­ling-Apolda, einen Preis von 1000 Mark erhalten.

Das Preisgericht hat der Stiftung Reichsehrenmal von den mit gleichen Preisen ausgezeichneten drei Entwürfen in erster Linie den Entwurf B i e- ber-Wackerle zur Ausführung emp­fohlen.

Im Mai des vorigen Jahres tagte das Preis­gericht für den Wettbewerb zum Reichsehrenmal erstmalig. Bon den insgesamt 1828 eingegange­nen Entwürfen wurden 20 in die engere Wahl gezogen. Diese Entwürfe wurden dann nochmals von den einzelnen Künstlern in teilweise verän­derter Form den Preisrichtern zur Begutachtung vorgelegt. Don ihnen sind nunmehr fünf Ent­würfe mit Preisen ausgezeichnet worden.

Der Entwurf Dieber-Wackerle zeigt ein rein architektonisches Motiv, einen ©loaenturm, eine Gedächtnishalle und einen Raum für die Ehrenwache. Der Entwurf Lllsert-Janssen- Wetzel löst die gestellte Aufgabe landschaft­lich. Er lehnt sich an die landschaftlichen Gege­benheiten an und vermeidet jeden Einbruch in den Waldbestand. Der Verfasser benutzt die große Lichtung der Dreiteichwand zur Anlage einer Terrasse am oberen Waldrand. Der Ent­wurf Kreis-Dresden sieht eine monumentale Lösung vor. Ein tempelartiger Bau, in dessen: Mitte sich die Figur der trauernden Mutter Deutschlands erhebt.

Der Entwurf Blecken-Breuhäuser- Holborn beschränkt sich auf die Anlage einer Terrasse auf der Höhe des Abhanges am Ein­gang zum heiligen Hain, schließt den Hain bis an die Terrasse mit dem totartigen Dau ab und legt das Ehrenmal in die Mitte des heiligen Hains in Form einer an die Idee des Theoderich^ Mals in Ravenna erinnernden Rundbaues. Dom Preisrichterkollegium ist angeregt worden, den Glocken-Dorschl ag von Schilling (Apol­da) aus dem Entwurf Pfeiffer-Haardt mit dem Entwurf Janssen zu verbinden. Die Idee dieses Glocken-Dorschlages sieht vor, alle Minute die Glocke anzuschlagen zum Gedenken daran, daß während des Weltkrieges jede Minute ein Sol­dat sein Leben lassen muhte.

Die Stiftung Ehrenmal, die jetzt das Wort hat, ist an den Spruch des Preisrichterkollegiums nicht gebenden- Cs ist beabsichtigt, in kur­zem eine Ausstellung der 20 Entwürfe ' zu veranstalten. Man rechnet damit, daß mit dem Einsetzen der warmen Witterung mit dem Dau begonnen wird, d. h. wenn bis dahin die enb- ?l ü (t i g e Entscheidung über den zu wäh- enben Entwurf gefallen ist. Cs ist daran ge­dacht, auch den Freiwilligen Arbeitsdienst zum Bau mit heranzuziehen.

Aus aller Wett.

Die Lälkewelle in Südbayern.

Rach den Schneefällen der vergangenen Woche herrscht in Südbayern gegenwärtig st r e n g e Kälte. Eigenartig ist, daß zur gleichen Zeit in den Höhenlagen eine Erwärmung eingetreten ist, denn während die Zugspitze am Samstag die tiefste Temperatur mit 27 Grad Kälte meldete, betrug dort am Dienstag die Morgentemperatur mir noch 14,6 Grad Kälte.

16 Arbeiter durch eine einslürzende Mauer getötet.

Meldungen aus Bangjoewangi (Ostjava) zufolge st ü r z t e infolge starken Windes in der Ortschaft Genko eine 12 Meter hohe Mauer einer alten Reisschälerei ein. 16 Arbeiter wurden von den Trümmern getötet, fieben erlitten mehr oder weniger schwere Verletzungen.

Deutscher Aremdenlegionär verurteilt.

Das Gericht in Oran (Nordasrika) verurteilte den deutschen Fremdenkcg onär Ka l Paul Grie­be l aus München zu sieben Jahren Ge­fängnis und zehn Jahren Aufenthaltsverbot. Griebel soll sich der Anklage zufolge dauernder Diebstähle schuldig gemacht haben.

Gießener Gtavttheater.

Gastspiel: Gurt Götz.

Curt Götz, einer der mit Recht geschätztesten Gäste in Gießen, erschien gestern mit seinem Ensemble, von Frankfurt kommend, im Theater und präsentierte sein jüngstes Stück, das zu Sil­vester in Stuttgart aus der Taufe gehoben wurde. Es heißt: O r. in e ck. H i o b P r ä t o r i u s, Fach­arzt für Chirurgie und Frauenleiden. Eine Ge­schichte ohne Politik nach alten, aber guten Mo­tiven, neuerzahlt von Curt Götz. Der Titel ist, wie bereits in anderen Teilen der Provinz be­merkt worden ist, etwas langatmig; das Stück hingegen, wie nicht minder einstimmig festgestellt würde, äußerst kurzweilig. (Lind was den Titel angeht, so ist er immerhin nicht ungeschickt und jedenfalls mit Bedacht gewählt insofern, als der Autor damit etwa laut werdenden Einwänden mit entwaf'nender Liebenswürdigkeit zuvor­kommt.)

Man kann ferner, da es sich um eine ziemlich wesentliche Eigenschaft des neuen Stückes handelt, kaum vermeiden, zu wiederholen, was ebenfalls in allen uns bisher zu Gesicht gekommenen Besprechungen darüber zu lesen war: daß man es nämlich hier mit einer Rahmenhandlung zu tun habe. Eine alte, aber gute und beliebte Er­zählertechnik aus die Bühne übertragen. Bild 1 und 6 bringen die Aufrollung und verblüffende Lösung eines Kriminalfalles, der zwar bei Licht besehen nur ein Zufall ist; aber er wird mit der scharfsinnigen Nonchalance des wieder auf» erstandenen Sherlock Holmes so kunstgerecht und spannend serviert, daß es ein Genuß und schade um jede zerhustete Pointe ist.

Bild 2 bis 5 hingegen enthalten die Dorge­schichte und eingehende Analyse des Falles. Lind da sie so ausführlich und so amüsant und so überraschend vielseitig ist, hat der Beschauer schlechterdings keine Zeit, sich mit der Kardinal­frage (warum das Auto des Herrn Prätorius unter so rätselhaften Limständen gegen einen Baum rannte) früher zu befassen, als es dem Dichter genehm ist. Lind dg sind wir schon, eh wir's uns versehen, beim sechsten und letzten Bild, bei der allerletzten Pointe und dem end­gültigen Vorhangfall.

Verblüffend ist, wenn man es nachher recht bedenkt, wie wenig eigentlich in diesem Stück passiert. Weitaus das meiste wird nur erzählt, aber was da erzählt wird, und wie es erzählt wird, das ist es eben. Mit Hilfe einer Technik des Films oder des Romans wird nämlich der kaum verschiedene Hiob wieder lebendig, und wie. Man wirft einen Blick in seine Privatklinik und darf zusehen, wie er seine Praxis ausübt, wie er Großmutter und Kind gesund macht, und wie fein schwerster »und noch sprachloser Fall, kaum auf dem Wege der Besserung, sich wild in ihn verliebt. Man vernimmt die Geschichte vom Blinddarm und die Geschichte von der Narbe (alt, aber gut) man hört derz Professor ein Privatissimum lesen über die Liebe und über den Tod, über das Frauenstudium und über die Mikrobe der menschlichen Dummheit. Man lernt auch, um nur einiges herauszugreifen, seine Frau Gemahlin kennen mitsamt dem nahezu unglaub­lichen Bericht von der Nachtwache. Im fünften Bild steht Prätorius sogar vor dem Ehrengericht, wobei dann nicht nur sein ganz ungewöhnliches Vorleben" zur Sprache kommt, sondern vor allem auch die groteske Geschichte von dem ver­urteilten und Hingerichteten Faktotum Shun- derson.

Genug; man kann mchl alles nacherzählen, man muß es gejehen und gehört haben, und ihn selber vor allem, Götz, den Unvergleichlichen, allezeit Mittelpunkt und Meister des Spiels, im funkelnden Feuerwerk feines behenden und gelenkigen, scharf zugespitzten Dialoges, feines Witzes, seiner Frech­heit, seiner wortspielerischen und schlagfertigen Ironie

Der Autor Gotz hat keinen besseren Schauspieler als sich selbst: hier ist er Sherlock Holmes und Pro­fessor Prätorius in einer Person, so kommt es, daß er nicht nur alle Faden seines Spiels in der Hand hält, sondern daß er auch, in zwiefacher Maske und Gestalt, alle Möglichkeiten und Spiegelungen seiner schausoielerischen Existenz wundervoll ausführlich zur Geltung bringen kann: seine darstellerische (nicht nur äußere) Eleganz, seine routinierte Gelassenheit, seine ins Groteske sich Überschlagende Phantast seine Freude am geschliffenen Satz, an der endgül­tigen Formulierung, an der ausgetüftelten Wirkung einer Szene, einer Vorstellung, eines Wortes.

*

Nächst Götz ist zu nennen Valerie von Mar­tens, seine Gemahlin im Leben und in diesem

Stück; da heißt sie allerdings Violetta und steht auch so aus, stammt aber, wie sich bald erweist, nicht aus 'Barcelona, sondern aus Halle an der Saale. Ihr Auftritt ist (leider) kurz, aber unwiderstehlich. Selten war diese charmante Schauspielerin so gut in Form wie hier. Sie ist die gegebene Partnerin ihres Mannes.

Herr von Alten in einer Doppelrolle, schwan­kend zwischen versteckter Komik und aufbrausendem Temperament; Carl Meinhard in der grotesken Partie des Herrn Shunderson; Max Kaufmann als Vorsitzender des Ehrengerichts; Fritz Gelingt als Professor Rack^Berta Monnard als Groß­mutter:wie der Sterne Chor um die Sonne sich stellt". Bewährte Stützen eines geschmeidig aufein­ander eingespielten Ensembles. Regie: diesmal nicht Götz, sondern Rosa V a l e 11 i. Wie schade, daß sie nicht selber auf der Bühne steht. Ihre Leistung, ihr Anteil an bet Qualität der Aufführung, ist in einem Falle wie diesem kaum abzuschätzen.

*

Das Haus war nahezu ausverkauft; das Audi­torium in bester Stimmung; der Beifall groß und herzlich. hth.

Sähe für Bobfahrer.

Der Wintersport-Akrobat Walter Riml hat, an­geregt durch seine Mitarbeit an einem neuen Film Abenteuer im Engadin", folgende beherzigens­werte Sprüche für Bobsleigh-Fahrer formuliert:

Bevor man sich auf einen Bob setzt, sorge man für genügenden Schutz des Kopses; vielleicht ge­braucht man ihn später noch.

Wenn etwas schief geht, ist der Steuermann daran schuld; es ist daher besser, sich gleich nach hinten zu setzen.

*

Aber auch wer hinten sitzt, hat nichts zu lachen

Das Steuer ist nicht nur zum Festhalten da

Bob: haben auch Bremsen; sich auf sie zu ver­lassen, nenne ich tollkühn.

»

Absteigen während der Fahrt ist verboten. Leider auch nicht möglich.

Das Ende der Fahrt ist das Ziel; manchmal auch schon die Kurve.

Sei nicht so stolz auf deine erzielte Geschwindig­keit, sie hing nicht von dir ab.

*

Beschleunigter Puls beim Start ist noch fein Grund, den Arzt zu holen.

*

Wer Angst hat, soll zu Fuß gehen.

Der fruchtbarste Roman-Fabrikant.

Die Vielschreiberei des verstorbenen englischen Schriftstellers Edgar Wallace wird weit in den Schatten gestellt durch den französischen Roman-Fabrikanten Georges Simon, der im Alter von 30 Jahren schon über 300 Romane veröffentlicht hat, von denen viele große Auf­lagen erzielten. Die Werke dieses fruchtbaren Autors, die nach Deutschland noch nicht ge­drungen zu sein scheinen, werden jetzt auch in englischen Llebersetzungen verbreitet, und aus diesem Anlaß stellt sich Simon dem englischen Publikum vor, wobei er einiges über seine Schaffensweise verrät.Stets fahre ich durch alle Wasserwege Europas in meinem Schiff", so erklärte er dem Vertreter eines Londoner Blattes;dabei beobachte ich, soviel ich kann, mache Bekanntschaft mit Seeleuten und Land­streichern, mit Polizisten und Beamten, mit Land­leuten und Großstädtern. Durch die Gespräche mit den verschiedensten Menschenllossen erhalte ich meine Figuren und die Atmosphäre, in der sie sich bewegen, und wenn man erst die Men­schen in ihrer Llmwelt kennt, dann ist Romane- schreiben sehr einfach. Ich denke mir einen Schau­platz aus, und wenn ich die Atmosphäre deutlich vor mir habe, dann frage ich mich:Was könnte wohl an eine n solchen Ort passieren?" Den nächsten Morgen stehe ich um 5 30 auf, undum 6 schreibe ich schon am ersten Kapitel, ihn 7.30 ist das Kapitel fertig. Dann tue ich den ganzen Tag über, was mir Spaß macht, bis um 21 ühr. Dann denke ich eine Viertelstunde darüber nach, was ich für den nächsten Tag brauche, und gehe zu Bett. Am nächsten Morgen schreibe ich das zweite Kapitel. Da elf solcher Kapitel einen Roman ausmachen, so 6 n ich in elf Tagen fertig. Doch habe ich auch schon in guter Stimmung einen ganzen Roman in 48 Stunden versaßt. Niemals weiß ich vorher genau, was in jedem Kapitel passiert. Wenn man einen Tag braucht, um einen Roman zu lesen, warum soll man mehr als elf Tage brauchen, um einen zu schreiben?"

er

bei) @ii

geil 3l gratlion «runö LurchD langt11'D eilige Nüe sührts Mden1 $ar! 1 iott nun ^'lverbe Obgleich bc!'8 u" !*« ® hat ft 1 Neuen

Weni bewege die No der Hai

Wurzel) Hausbe wird zc Echten Abgeje' die 2 < um in Papier rung t daß di über

Diel Girl |pnr|

ßreii reiht IN

ctiNe deren Sl

s d

D

Die ii n l e n hielt, ll starker fommlu

Ortsg schienew Enkwidl Viel 2lr wesen, u Wenn bi nur unei weife red dem ®cbi kenne, |o amtsinha Äreisg! die Gewi Ueberblic non Jahr die Kaust die Tarif Nnhtsschr, N der S Mel Oderenk stll der U hohler St Glieder

Nn Wnch.

lieber < Schleien aüh, «üller leider St MbiR

Heber d Nsbifl oit henei

Der Äe

"ung-leo »ehniizs DieI Mitten.

mA Tch V--d° * tar Sts K 7 'ine hdoz

K

Sm den ßHu "Mng

L