Ausgabe 
24.7.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Aus aller Welt.

Professor Max von Schillings t.

Professor Max von Schillings, der Jnlen- )ant der Berliner Städtischen Oper, ist heule (ZUon- iag) morgen an einer Embolie g e st o r b e n.

*

Mit Max von Schillings hat Deutschland einen seiner fähigsten Dirigenten und Komponisten verloren. Bereits mit 24 Jahren war Schillings als Repetitor in Bayreuth tätig, nachdem er zuerst Rechtswissenschaft studiert, sich aber dann, seiner inneren Berufung folgend, der Musik zugewandt hatte. 1899, mit 31 Jahren, trat er mit der Oper P f e i f e r t a n z" an die Oeffenllichkeit. 1908 wurde er als Generalmusikdirektor nach Stuttgart berufen und 1912 durch Verleihung des persönlichen Adels ausgezeichnet, nachdem ihn die Universität Heidelberg schon vorher zum Ehrendoktor gemacht hatte. 1915 erlebte dann sein bekanntestes Weck, dieM o n a Lisa" die U-raufführung. Von 1919 bis 1925 wurde Max von Schillings an Stelle von Richard Strauß an die Staatsoper in Berlin berufen. Das damalige Preußische Kultusministerium hat dann dem Künstler fristlos gekündigt. Erst 1925 erschien Professor von Schillings wieder als Gast am Dirigentenpult der Berliner Staatsoper. Nach dem großen politischen Umschwung wurde ihm die Intendanz der Städti­schen Oper übertragen. Schillings war mit der be­kannten Sängerin Barbara Kemp verheiratet. Er ist 65 Jahre alt geworden.

MuseumGroßes Hauptquartier 1917/18 in Kreuznach.

Die Eröffnung des Museums »Großes Hauptquartier 1917/18 in Bad Kreuz- nach gestaltete sich zu einer vaterländischen Feier. Diele ehemalige Offiziere, u. a. General v. K u h l, Vertreter der Behörden, des Kampfbundes für deutsche Kultur, der SA., SS. und HI., des Stahlhelms, der Kriegervereine und viele ehema­lige Frontkämpfer nahmen an der Eröffnung die­ser interessanten Schau teil, die einen fesselnden Querschnitt durch die Tätigkeit des Großen Hauptquartiers im Weltkrieg gibt. Man sieht Kartenmaterial, Depeschen, Akten, Briefe, Bil­der, Uniformen, Waffen, Modelle, alles Gegen­stände von großem historischen Wert. Die Auto­grammsammlung des Museums stellt eine Abtei­lung für sich dar. Ebenso ist das Aktenmaterial der Stadt Kreuznach hochinteressant; es b-ldet für den Geschichtsforscher eine reiche Quelle zum Studium der Geschichte der GHQ. Die Heroen des großen Krieges werden uns in diesem Mu­seum menschlich näher gerückt. Die Idee und die Ausführungsentwürfe zu diesem Museum stam- I

men non dem Schriftsteller Ludwig Sinas. Architekt Paul Gans hat den Ausbau übernom­men. Major a. D. Praußniher der Kur­direktor von Kreuznach, war der militärische und organisatorisch« Berater. Hindenburg, der Kaiser der Kronprinz, Kronprinz Rupprecht von Bayern, L u d e n d o r f f und fast alle Heerführer haben Gaben zu dem Museum gestiftet.

wellflieger post unterbietet feinen Rekord.

Der amerikanische Weltflieger Post, der um 8.07 Uhr Ostnormalzeit in Edmonton (Kanada) gelandet und um 9.41 Uhr ONZ. zum Weiterflug gestartet war, ist um 24 Uhr Ortszeit, also Sonntag morgen 5 Uhr MEZ. in dem Flughafen Bennett- field bei Neuyork glatt gelandet. Er hat damit seinen Weltflug beendet und seinen eigenen Rekord der Umfliegung des Erdbal- l e s unterboten. Post machte einen äußerst erschöpf­ten Eindruck und war vom Propellergeräusch völlig taub. Er mußte aus dem Führersitz gehoben wer­den. Seine ersten Worte waren:Well, ich hab's geschafft." In ein bereitgestelltes Mikrophon des Rundfunks, an dem seine Eltern und seine Gattin in Oklahoma lauschten, konnte er nur die Worte flüstern:Bin mächtig müde". Nach der Anlegung eines neuen Verbandes auf sein blindes Auge wurde er in einem Polizeiauto ins Hotel gebracht, wo er sofort in einen todesähnlichen Schlaf verfiel. Posts offizielle Zeit ist 7 Tage 18 Stunden 49 Minuten. Er hat damit seinen eigenen Weltrekord der Um­fliegung des Erdballes um 20 Stunden und 2 Mi­nuten verbessert. Die Stadt Neuyork veranstaltet zu seinen Ehren am Montag einen offiziellen Empfang. Es ist möglich, daß dieser mit dem Abflug B a l - b o s zusammenfällt.

Junge Schwedin schwimmt über den Sund.

In den letzten Tagen wurde die Polizei in Helsingör (Dänemark) alarmiert, weil eine junge Schwedin vom Dadehaus in den Sund hinaus- geschwommen und nicht zurückgekehrt war. Mit dem Motorboot der Polizei wurde zwei Stunden lang vergeblich nach der Verschwundenen gesucht. Die junge Schwedin, Fräulein Linders, Toch­ter eines Redakteurs, kehrte jedoch nach meh­reren Stunden wohlbehalten mit der Fähre von Helsingsborg (Schweden) nach Helsingör in sehr primitiver Kleidung zurück, die sie sich in Hel­singborg geliehen hatte. Dorthin war sie in drei Stunden ohne nachfolgendes Boot und sonstige Vorbereitungen über den Sund geschwom­men. Das Nachspiel dieses Abenteuers: die Helsingörer Polizei überreichte der jungen Dame eine Rechnung für die Suche nach der angeblich Ertrunkenen.

Aus -er provinzialhaupistadt.

Unfer Stadtbild.

Von Regierungs-Baurai H. Steinbach.

Wer mit der Geschichte unserer Stadt vertraut ist, wird bei jedem Rundgang durch die Innenstadt nur von dieser spreche ich mit großem Be­dauern seststellen müssen, daß am alten Stadtbild im Vergleich zu anderen Städten eigentlich stark ge­sündigt worden ist. Ist Gießen an sich nicht reich an städtebaulichen Erinnerungen an seine bewe jte Vergangenheit, so müssen wir außerdem leider fest­stellen, daß sehr Vieles durch Unverstand, aus sehr nüchternen praktischen Gründen und nicht zuletzt aus Manael an Pietät unwiederbringlich zerstört worden ist. Man denkt unwillkürlich und mit einem gewissen Neid an die schönen Straßen- und Platzbilder von Alsfeld, Lauterbach, Butzbach, Büdingen, Schlitz, um nur einige Punkte aus der engeren Heimat zu nennen, wobei der Vergleich mit unserer Stadt ganz gewiß nicht zu ihrem Vorteil ausfällt. Gießen hat einen ausgesprochenen Mangel an geschichtlich echten, uebevoll gepflegten Stadtbildern, denn selbst der Brand" mit seinem alten und neuen Schloß und der Zeughauskaserne läßt durchSchöpfungen" aus neueren Zeiten keine rechte Freude aufkommen. Vieles, ja das meiste ist unwiederbringlich zerstört, und mit Wehmut betrachten wir die alten Bilder von Merian und Dilich Gräben, Türme, Schanzen und Walle sind verschwunden, sie mußten, teilweise notgedrungen, teilweise völlig überflüssigerweise, modernen" Bauten weichen. Damit aber ist der eigentliche Charakter des alten Stadtkerns, das schöne Festungsbild mit seinem unvergleichlichen Burgenhintergrund, um den uns manche Stadt be­neidet, unwiederbringlich verlorengegangen; das alles ist leider nicht mehr zu neuem Leben zu er­wecken. 0 .

Aber eins kann die heutigen Zeit, die sich glück­licherweise wieder auf das Bodenständige besinnt und wieder ein erfreuliches Verständnis zeigt für das bewunderungswürdige Feingefühl unserer alten handwerklichen Baumeister für die städtebauliche Wirkung von Haus, Straße und Platz, auch heute noch nachholen, immer noch erhalten oder zu neuem Leben erwecken: ich meine die starke Wirkung des schonen Fachwerkhauses im Stra­ße n b i l d. Welchen Anteil das bunte Fachwerk- haus am erfreulichen Eindruck einer alten Stadt nrr t o!1 bd5 Ie^ren uns beispielsweise

Alsfeld und Butzbach, das lehrt uns jedes noch o f'stfache Dorf im Vogelsberg. Jedes Fachwerkhaus sei es auch noch so klein, paßt hier in die Landschaft' in die Umgebung wie hmeingezogen; es besteht aus Baustoffen des Heimatbodens, es entspricht den An­forderungen des Klimas, cs hat lange Lebensdauer und: es ist unbestreitbar schön dieses farbige oder Uwarze Holzwerk, die weißen Felder mit ihren Gockeln und Blumensträußen, die kein Hofmaler sondern der heimatliche Handwerker geschaffen hat das rote, heimeliche Dach, die grünen Läden und die braune Haustür.

Steht auch das Fachwerkhaus der zusammenae- drangten Festungsstadt nicht inmitten eines Blu­mengartens wie das Bauernhaus, sondern in der geschlossenen Straßenfront, kann es auch nicht durch Baume umrahmt erst das Landschaftsbild vollenden so kann es doch, liebevoll gepflegt und vor moder­nenVerzierungen" bewahrt, eines der kräftigsten Elemente des Städtebildes sein. Ich spreche hier natürlich nicht von neueren Bauwerken, sondern ausschließlich von den alten Fachwerkhäusern, deren wir zweifellos in der eigentlichen Innenstadt noch eine ganze Anzahl besitzen, die aber eine uns völlig unverständliche Geschmacksverirrung mit dem (drei­mal verwünschten)Spritzbewurf" verkleistert und verschmiert, im Lebensalter des Holzes verkürzt und so verschandelt hat, daß wir heute ihre natürliche Schönheit nicht einmal mehr ahnen können.

Retten wir, was noch zu retten ist! Herunter mit dem scheußlichen Spritzbewurf und heraus

ansLichtmit derSchönheitdesFach- w e r k s I Zeigt uns Eure schönen Spruchbänder, die euer Alter verkünden, zeigt uns den geschnitz­ten »Wilden Mann" am Eck und tragt bei zum farbenfrohen Bild, das uns die wechselvolle Ge- 'schichte unserer Stadt, soweit dies überhaupt noch möglich ist, täglich in Erinnerung bringt. Wie- viele Gäßchen würden plötzlich ein anderes Gesicht erhalten, uns ihr altes, vom Baumeister gewoll­tes Bild zeigen, das uns zu unserem Staunen ganz verwandelt Vorkommen würde. Wohl sind einige Versuche, die dankbar begrüßt werden, ge­macht worden, aber sie sind zu schüchtern, um das Gesamtbild maßgeblich zu beeinflussen.

Die erheblichen Schwierigkeiten sind nicht zu verkennen. Einmal ist es der bauliche Zustand des Fachwerks, mit verursacht durch den luftabschlie­ßenden und Feuchtigkeit festhaltenden Verputz, wo­bei man die morschen und zerstörten Stellen erst sieht, wenn man ,,drankommt": andererseits sind es die erheblichen Kosten, die durch Beseitigung der häßlichen Außenhaut, Ausbesserung und Er­neuerung des Holzes, vielleicht ganzer Gefache Anstrich, Bemalung, Beschriftung, Ersah schad­hafter Rinnen und Rohre, sogar von Fenster­kreuzen, Rahmschenkeln usw., die nicht recht zum wiedererweckten Bild passen wollen, entstehen und die der mit Steuern und Lasten vollgepackte Eigen­tümer nicht allein tragen kann. Ich möchte aber meinen, gerade heute bei dem heißen Bemühen, Arbeit und Verdienst zu schaffen, müßte sich beim Zusammenwirken von Staat, Stadt, Denkmal­pflege (wo zuständig) und Hausbesitzer oder son­stiger Stellen unter sachverständiger Führung ein gangbarer Weg finden, diese Ähähe zu heben, unserer Stadt das fast Einzige aus ihrer Ver­gangenheit, was wir noch besitzen, für uns und öie Rachwelt zu retten: das schöne, alte Fachwerkhaus. Ans Werk!

Fahnenweihe der SA-Stürme 14/116 und 19/116.

Der Pioniersturm 14/116 und der Sturm 19/116 (Garbenteich) traten am Samstag gegen 18 ilfjr auf dem Trieb zur Weihe ihrer Fahnen an. Standartenführer Luther hielt zunächst eine kurze Ansprache. Man sei, so führte er u. a. aus, zur Weihe zweier Fahnen zusammengekom- men. Die Fahnen seien die Zeichen der Mann­haftigkeit. Wo die Fahne sei, da sei die Ehre. Der Verlust der Fahne bedeute den Verlust der Ehre. Immer habe es um die Fahnen große Kämpfe gegeben. Vor dem Kriege habe jedes Regiment seine Fahne gehabt. Das Symbol sei auch im neuen Reiche aufgegriffen worden, es gebe aber nur eine einzige Fahne, denn wir seien alle eins. Dem Führer schwöre man erneut die Treue bis zum Tode. Dem Führer galt auch das dreifacheSieg-Heill", das der Standarten­führer ausbrachte. Sodann übergab er die ent­rollten Fahnen den Sturmführem, die sie den Fahnenträgern zu treuen Händen gaben.

3m Anschluß an die Uebergabe der Fahnen hielt der Studentenpfarrer Sucker die eigent­liche Weiherede. Wenn über uns die Fahnen wehen, dann müsse man eingedenk sein der Ver­pflichtung, die man mit dem Schwur zur Fahne übernommen habe. Wer zur Fahne schwöre, müsse sich des Wortes jenes Dichters erinnern, der [agte »Wer sich der preußischen Fahne ver- schwort, hat nichts mehr, was ihm zu eigen gehört!" Das Wort könne abgewandelt und auf tue Gegenwart bezogen werden. Wer einer Fahne folge müffe wissen, daß es nur den Sieg oder oen Tod geben könne. Immer sei die Fahne im Kampfe vorangetragen worden, und von der eigenen 3ugenb her wisse man, daß immer der Saynentrager am meisten bewundert worden sei weck er immer der erste im Kampf und oft genug der erste gewesen sei, den die feindliche

Kugel getroffen habe. In seinen weiteren Wor­ten schilderte der Redner in zwei Bildern be­sonderen Heldenmut um die Fahne und stellte sie als leuchtende Beispiele den Mannschaften vor Augen. Gott höre den Schwur, der hier erneut geleistet werde.

Hierauf nahm Standartmrführer Luther den Vorbeimarsch der beiden Stürme ab, die dann mit Gesang und entfalteten Fahnen nach der Stadt marschierten.

Bericht der Staatspolizeistelle.

Die Kommunisten Josef Buß, geboren am 11. Ok­tober 1896 in Niederzeuzheim, Kreis Limburg, wohn­haft in Gießen, und Wilhelm Wißner, geboren am 13. Januar 1905 zu Staufenberg, wohnhaft in Gießen, haben sich in einer Wirtschaft in der Stein­straße Beleidigungen gegenüber der nationalen Re­gierung und der nationalen Verbände zuschulden kommen lassen. Buß und Wißner wurden festgenom- men und nach Feststellung des Tatbestandes dem Ge­richt vorgeführt.

Es wird bei derartigen Vorfällen von den Be­schuldigten immer wieder der Genuß des Alkohols als Entschuldigungsgrund vorgebracht. Diese Gründe können nicht als stichhaltig angesehen werden. Die Täter werden jedenfalls nach der Strenge des Ge­setzes zur Rechenschaft gezogen.

Ein Mann aus Frankfurt a. M., der sich als Be° auftragter der NSBO. usw. ausgaL auch Ermitt­lungen anstellte, wurde durch die Gendarmerie in Alsfeld festgenommen und nach richterlicher Verneh­mung nach Gießen transportiert und hier im Poli­zeigefängnis in Schutzhaft genommen.

Vornotizen.

Tageskalender für Montag. Kirchen­vorstand der Luthergemeinde: 20 Uhr Friedhofs­kapelle, Vortrag überMission und Rasse". Licht­spielhaus (Bahnhofstraße):Fräulein falsch ver­bunden".

Vortragsabend der Gießener Studentenschaft. Heute, Montag, 20.30 Uhr, findet in der Reuen Aula der Aniversität ein Vortragsabend der Gießener Studentenschaft statt. Prof. Dr. R o t h a ck e r, Bonn, spricht über das Thema »Politische Hochschule und deutsche Hochschule".

** In den hessischen Staatsdienst berufen. Polizeioberinspektor Löwer beim Frankfurter Polizeipräsidium ist als Verwal­tungsdirektor zum Leiter des Personalamts des hessischen Ministeriums in Darmstadt in den hessischen Staatsdienst berufen wovden. Bei einer Abschiedsfeier am Donnerstag wies der Frank­furter Polizeipräsident von West rem darauf hin, daß Löwer es gewesen sei, der als erster den Kampf gegen die früheren marxistischen Machthaber im Frankfurter Polizeipräsidium aus­genommen habe. Als echter Rationalsozialist sei Löwer furchtlos und treu seinen Weg gegangen und alle Drangsalierungen jener Machthaber seien nicht imstande gewesen, seinen Kampfesmut zu schwächen. Die Berufung $um Leiter eines der wichtigsten Aemter im hessischen Staatsdienst sei Zeugnis dafür, daß fein Kampf Anerkennung ge­funden habe.

** Eine Achtzigjährige. Am gestrigen Sonntag konnte Frau Katharina Altemann, Ebelstraße 30, in geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag begehen.

** Glockengeläut beschließt das Wo- chen Programm des Südwest funk s. Von jetzt ab wird der Südweftfunk sein Wochenprogramm Samstags um Mitternacht mit Glockengeläut aus heimatlichen Kirchen beschließen und damit den Sonntag einläuten.

** Schlägerei in der Wilhelm st raße. Der heutige Polizeibericht meldet: In der Rächt zum Sonntag gegen 3 Ahr kam es in der oberen Wilhelmstrahe zwischen Zivilpersonen zu einer Schlägerei. Die Beteiligten waren dabei so layt, daß die Bewohner im weiten Amkreis in ihrer Rachtruhe gestört wurden. Zwei Polizeibeamte, die ebenfalls das Schreien von weitem hörten, begaben sich sofort an die Tatstelle. Bei ihrem Einschreiten wurden sie von den Beteiligten, unter denen sich ein Postbeamter und ein Student be­fanden, tätlich, angegriffen und verletzt; die be­treffenden Personen werden sich wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte zu verantworten haben, außerdem werden sie wegen Ruhestörung zur Anzeige gebracht.

Sie

neuen

evangelischen Semeindeverikeinngen.

Für die sechs Einzelgemeinden der Evangeli­schen Gemeinde Gießen ist zur Wahl der Gemeindevertretungen nur je eine Vor­schlagsliste eingereicht woroen, die mithin ohne Wahlhandlung am gestrigen Sonntag als g e w ä h l t gilt. Nach diesen Listen setzen sich die Gemeindever­tretungen der Evangelischen Gemeinde von Gießen aus folgenden Personen zusammen:

ZNatlhäusgemeinde.

Reuenhagen, Landgerichtspräsident.

Koch. W., Oberkriegsgerichtsrat a. D. Wehrheim, August, Berufsschullehrer. Schüllermann, Verwaltungs-Oberinspektor. Wolkewitz, Dr., Studienrat.

Iöckel, Beamter beim Dersorgungsamt Gießen.

Georgi, Anna, Frau.

Dindewald, Adalbert, Kaufmann.

Henh, Dr., Schulrat.

Kimmel, Adolf, Finanzbeamter.

Hohmann, Wilhelm.

Steckenmesser, Wilh., Detriebsinspektor.

Adam, Friedrich, Lehrer.

Croon, Färbereibesitzer.

Bischoff, Karl, Iustizsekretär.

Schühler, Erwin, Kaufmann.

Dlumschein, Ernst, Redakteur.

Hillebrecht, Carl.

Maisch, Reichsbahn-Obersekretär.

Iung, Fritz, Kaufmann.

Kling, Georg, Rektor.

Rehnelt, Friedrich, Aniversitäts-Garteninspektor. Beil, Karl, Schreinermeister.

Mohr, Georg, Bauinspektor.

Sahm, Heinr., Frau.

Decker, Heinrich Wwe.

Zinn, A., Zugführer.

Klaus, W., Iustizinspektor.

Helfenbein, Marie, Fräulein.

Zecher, Kaufmann.

Christ, Iustus, Buchdruckereibesiher.

Preußer, Hch., Reichsbahnwagenmeister, Ehefrau.

Sier, Karl jr., Fuhrunternehmer, Ehefrau.

Saum, Georg, Polizeihauptwachtmeister, Ehefrau. Iackel, Karl, Reisender, Ehefrau.

Euler, Wilhelm, Weißbindermeister, Ehefrau. Deggau, M., Pfarrerswitwe.

Schneider, Lokomotivführer.

Berg, Wwe.

Wittmann, Arthur, Gärtner.

Blum, Schreinermeister.

Schomber, Dachdeckermeister.

Heid, Karl, Landgerichtsrat.

Bauer, Franz jr., Violinlehrer.

Fink, Heinrich, Reisender.

Krüger, Karl, Rechtsanwalt.

Curths, Fritz, Hausmeister.

Hainbach, Paul.

Dörsch, Karl, Iustizinspektor.

Ehrhard, Georg, Bäckermeister.

Dehnhard, Karl, Kaufmann.

Flimm, Fritz, Ehefrau.

Eifert, Lorenz, Versorgungsbeamter.

Rau, Georg, Bankbeamter.

Zissel, Bäckermeister.

Ewald, Hugo, Kanzlist.

Schomber. Willi jr., Bäckermeister.

Malkemus, Karl, Verwaltungs-Ober'

Lerch, Karl, Steuerassistent.

Iakob, Schuhmachermeister.

Wolf, Otto, Dr. med.

Link, Karl, Bürodirektor.

Klein, Martha, Wwe.

Engelbach, Ehefrau.

Schürmann, G., Reichsbahn-Oberinspektor.

Schäfer, Michael, Kreiskasse-Direktor.

Heinrich, Postsekretär.

Becker, Daniel, Telegraphen-Sekretär.

Krantz, Iakob, Hausmeister.

Simon, Heinrich, Lehrer.

TUartusgemeinbe.

Dichter, Rud. fen., Hutmachermeister.

Horst, Emil, Kaufmann.

Happel, Luise.

Weller, Karl, Oberbauassistent.

Fischer, Heinrich, Buchdruckermeister.

Schneider, Alfred, Staatsanwalt.

Rohde, Ludwig, Zollsekretär.

Steinhäuser, Heinrich, Buchbindermeister.

Thomas, Hermann, Geschäftsleiter.

Schlosser, Gustav, Landwirtschaftstechniker.

Waaner, Anton, Eisenbahnsekretär i. R.

Horst, Karl, Kaufmann

Schott, Karl, Lademeister.

Kreuder, Else.

Bratfisch, Ludwig, Kaufmann.

Schön, Karl, Feldschütz.

Bellof, Georg, Lackiermeister.

Richtberg, Heinrich, Postassistent.

Euler, Marie.

Müller, Wilhelm, Bankbevollmächtigter.

Schaub, Heinrich, Kutscher.

Rosenbaum, Ludwig, Dekorateur.

Zschunke, Max, Steuerassistent, Schwender, Karl, Steuerpraktikant. Pfeifer, Gustav, Schneidermeister. Langlotz, Paula, Telegraphenwerkmeister. Pirr, Carl, Metzgermeister.

Koch, Georg, Professor Dr.

Ganß, Georg, Elektroingenieur.

Becker, Konrad, Postschaffner.

Horn, Willy jr., Kaufmann.

Ringel, Freddy, Kaufmann. Sühn, Emilie, Ehefrau. Schmoll, Emil, Malermeister. Kreiling, Elise.

Sonntag, Hans, Schuhmachermeister.

Vogel, Willy, Angestellter.

Brück, Elisabeth, Ehefrau.

Becker, Wilhelm, Lederfabrikant.

Hartmann, Ernst, Schneidermeister.

Grieb, Martin, Kaufmann.

Borrmann, Edgar, Kaufmann. Hanke, Emil, Handelsvertreter. Mootz, Georg, Prokurist. Keil, Theodore, Ehefrau.

Horn, Karl fen., Kaufmann.

Zörb, Georg, Kaufmann.

Benner, Wilhelm, Kaufmann.

Klinkel, Ludwig, Kaufmann.

Katz, Karl, Bäckermeister.

Lorenz, Elise, Ehefrau.

Aulmann, Julius, Metzgermeister.

Fischer, Martin, Schulrat.

Erb, Marie, Ehefrau.

Pempser, Karl, Rangierausseher.

Wallbott, Heinrich, Bahnverwalter.

Pfaff, Georg, Postassistent.

Naumann, Wilhelm, Polizeihauptwachtmeister. Noll, Heinrich, Kaufmann.

Stolte, Ida, Ehefrau.

Lukasgememde.

Roll, Karl, Iuwelier.

Dörr, Christian, Reichsbahnamtmann.

Schüz, Dr., Oberforstmeister.

Bock, Oskar, Oberpostsekretär L R.

Erle, Heinrich, Kaufmann.

Wehcum, Ludwig, Architekt.

Bartholomäus, Hch-, Gewerkschaftskommissar. Lembke, Ludwig, Kaufmann.

Drücket, Wilhelm, Amtsgerichtsrat. Guthardt, Heinrich, Kaufmann.

Dender, Hch., Reichsbahnsekretär i. R.

Gros. Franz, Amtsgerichtsrat.

Wenzel, Konrad, Zollassistent i. R.

Dlum, Philipp, Dienstmann.

Steinbach, Iohannes, Mechanikermeister. Haber, Wilhelm, Oberreallehrer.

Fischer, Wilhelm, Hotelbesitzer. Michel, Wilhelm, Lehrer i. R. Schwinn, Wilhelm, Polizeiinspektor. Gorr, Karl, Zugführer i. R. Lotz, Adam, Postassistent.

Giesecke, Georg, Sattler.

Dest, Louis, Weißbindermeister.

Puppe, Gustav, Drehermeister.

Vietor, Wilhelm, Reichsbahnbauinspektor.

Soldan, Franz, Gastwirt.

Lindenstruth. Otto, Lehrer.

Hahn, Rudolf, Kaufmann.

Spies, Heinrich, Wagnermeister.

Schemel, Peter, Reichsbahninspektor.

Röhrich, Ludwig, Verwaltungsinspektor. Walter, Konrad, Lokomotivführer L R. Deibel, Otto, Steuersekretär.

Roll, Hermann, Kaufmann.

Heilmann, Martin, Zimmermeister. Diedenkopf. Karl, Postassistent i. R. Reuß, Luise, Fraa.

Heck, Eugenie, Frau.

Hahn, Luise, Frau.

Zöppritz, Sophie, Frau.

Albach, Christian, Lehrer.

Deichert, Adolf, Bäckermeister.

Petsch, Dr. med., Zahnarzt. Kurz, Adolf, Oberingenieur.