** Der Evangelische Arbei terver- c i n hielt am Samstag im DereinSlokal seine Hauptversammlung ab. Aus dem vom Schriftführer H. G a n ß erstatteten Jahresbericht geht hervor, daß der Verein auch im abgelaufenen Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet hat. Die Kasfcnver- hältnisfe Les Vereins unö der Sterbekasse sind befriedigend. Da der langjährige 1. Vorsitzende des Vereins, H. Kirchner, eine Wiederwahl ablehnte. beschloß die Versammlung einstimmig, ihn in besonderer Anerkennung seiner jahrzehntelangen ersprießlichen Tätigkeit für die Evang. Arbeitervereinsbewegung zum Ehrenmitglied zu ernennen. Zum ersten Vorsitzenden deS Vereins wurde der langjährige 2. Vorsitzende K. Weller gewählt. Infolge Verringerung der Zahl der Vorstandsmitglieder wurde der übrige Vorstand neu gewählt, und zwar die Herren: Zschunke, Deibel, Decker, Ganh, Graulich, Schäfer, Loh und Schnabel. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurden noch die zukünftigen Aufgaben deS Vereins, u. a. auch die Heranziehung der Jugend zur EAD.-Arbeit eingehend besprochen.
TreugelöbmS einer Gießener Äürgermeisterversammlung.
Anläßlich der am Samstag. 22. April, im Regie- rungsgebäude zu Gießen obgehaltenen amtlichen Bürgermeister-Versammlung wurde nachstehendes Telegramm an den Herrn Staatspräsidenten gesandt:
„Die heute versammelten Bürgermeister der Landgemeinden des Kreises Gießen entbieten der Hessischen Staatsregierung treudeutschen Gruß und sichern einmütig tatkräftige, treue Mitarbeit zu.
3. A.:
Grein, Regierungsrat. Fendt, Bürgermeister.
Der Herr Staatspräsident hat die Begrüßung telegraphisch wie folgt erwidert:
„Staotsregierung nimmt Gruß und Treuaelöbnis gern entgegen und sendet Hillerheil und Hessengruß.
Dr. Werner.
Nächsten Donnerstag erste Gtadtratsfihnng.
Der neue Gießener Stadtrat wird am kommenden Donnerstag 11 Uhr im Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, zu seiner feierlichen Eröffnungssitzung zusammentreten.
Festnahme eines Heiratsschwindlers und Betrügers.
Der heutige Polizeibericht meldet: In der Nacht zum 21. April 1933 suchte der angebliche Dr. med. denL Jakob in der Wirtschaft „Zum Löwen" mit den dort anwesenden SA.- und Ss.-Leuten Händel anzufangen. Er spielle sich als alter SA.-Mann auf, konnte aber auf Auffordern den erforderlichen Beweis nicht erbringen. Er wurde daraufhin dem Polizeiamt zugeführt. Die Nachprüfungen ergaben, daß der angebliche Dr. Jakob unangemeldet in dem Hause Landgraf-Philipp-Platz Nr. 7 wohnte und nicht im Besitze von Ausweispaoieren war. Auf einen sofort erlassenen Funkspruch „An Alle" gingen Antworten von Würzburg und Hamburg ein, wo- nach der unter den angegebenen Personalien fest- genommene Dr. Jakob dort bekannt und wohnhaft gewesen sei. Von Leipzig ging Nachricht ein, daß Dr. Jakob in Leipzig anwesend und der hier Fest- ?enommene den angegebenen Namen zu Unrecht ühren würde. Mittlerweile gab der Festgenommene an, Joseph L u tz zu heißen, in Frammersbach geboren zu sein und mehrere Semester in Würzburg studiert zu haben. Auf einen erneuten Funkspruch teilte die Kriminalpolizei Würzburg mit, daß gegen Lutz bei der dortigen Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Heiratsschwindels und Urkundenfälschung anhängig sei und Lutz dem Amtsgericht zwecks Erlaß eines Haftbefehls vorgeführt werden solle. Die inzwischen hier getätigten Ermittlungen ergaben, daß Lug auch hier seine Betrügereien f o r t s e tz e n wollte. Er war bereits mit einer Anzahl Personen, die auf seine Annonce antworteten, in Verbindung getreten und wollte diesen die homöo- patischc Heilkunde beibringen, verlangte aber vorher einen bestimmten Betrag als Vorauszahlung. Auch hat er eine Annonce aufgegeben, die auf Hei- ratsbetrugs schließen läßt. Lug wurde dem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft.
Oer Tag her nationalen Arbeit in Hessen.
D a r m st a d t, 23. April. (WSN.) Auch in Darmstadt wurde zur Durchführung der Festveranstaltun- gen am Tag der nationalen Arbeit ein Sonder- ausschuß unter Leitung der Gaupropagandaleitung der NSDAP, gebildet. An der ersten Sitzung des Ausschusses nahmen u. a. Staatspräsident Dr. Werner und Staatskommissar für das Polizeiwesen Dr. B e st teil. Im Programm, dos in seinen Grundzügen festgelegt wurde, ist u. a. um 10 Uhr ein feierlicher Festakt auf dem Ma> rienplatz in Darmstadt mit Reden von Staatspräsident Dr. Werner und Staatskommissar für Arbeiterfragen Kern vorgesehen, der nach Möglichkeit durch den Südwestfunk übertragen werden soll. Im übrigen schließt sich das Programm an die allgemeinen Richtlinien des Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda an.
9 Uhr: die Arbeiter und Angestellten versammeln sich vor chren Betrieben zur Hissung der Hakenkreuz- fahne. Nach Möglichkeit wird hierbei durch einen Vertreter der NSBO. eine kurze Ansprache gehalten.
durch die Stadt. In diesem Festzug werden Flachwagen mitgeführt, auf denen die einzelnen Zweige der deutschen Arbeit versinnbildlicht werden. An- schließend an diese Umzüge können örtliche Kund- gedungen veranstaltet werden.
20 Uhr: Uebertragung der großen Demonstration auf bei.. Tempelhofer Feld in Berlin. Ansprache des Führers.
Es wurde weiterhin die ‘BÜbung eines Arbeits- ausschusses beschlossen, ber sich aus bem Kommissar für ben 1. Mai, einem Vertreter ber NSBO. oes DHD. unb bes Kartells ber Arbeitgeber zusammen- setzt-
Ferner ist noch mitzuteilen, baß ber Ausschuß burch je einen Vertreter bes Gauvorstanbes ber Deutschen Turnerschaft unb ber hessischen Arbeitgeber erweitert wurde.
10 Uhr: Feierlicher Staatsakt auf dem Marien- plag in Darmstabt. Staatspräsident Professor Dr. Werner unb Staatskommissar für Arbeiterfragen, Pg Kern, sprechen. Nach Möglichkeit wirb biefer Staatsakt burch ben Sübwestfunk übertraacn. In allen Stabten unb Dörfern werben Lautsprecher- anlaaen errichtet, bie biese Uebertragung vermitteln. Die Belegschaften ber einzelnen Betriebe begeben sich nach Hissung ber Hakenkreuzflogge zu biefen Sammelplätzen.
11 Uhr: Uebertragung ber Kundgebung im Berliner Lustgarten auf allen öffentlichen Plätzen, da- nach Abmarsch der einzelnen Belegschaften.
15 Uhr: Voraussichtlich Verkündigung des neuen Studentenrechtes an den Hochschulen und Unioer- sitäten.
17 Uhr: Die einzelnen Fachsä)aften imd Berufsstände sammeln sich in Berufskleidung zum Marsch
Jiihbach ehrt denStaatspraWeiuen Dr. Werner.
Abschiedsfeier des Zweigvereins Buhbach des ÄHC. für Staatspräsident und DHC.-Bruder Prof. Dr. Werner.
pb. Butzbach, 23. April. Im vollbesetzten großen Saal des Hessischen Hofes fand gestern abend anläßlich des Wegzuges unseres Staatspräsidenten von hier nach Darmstadt eine in allen Teilen harmonisch verlaufene Abschiedsfeier statt. Zu derselben waren erschienen der Vorstand des Ge- samt-VHC. mit dem Vorsitzenden Dr. Bruchhäu - s e r (Ulrichstein) an der Spitze, eine Abordnung des Zweigvereins Offenbach a. M. sowie v. a. Nach Begrüßung des Staatspräsidenten und seiner Famllie sowie aller Erschienenen, zwei Dorfprüchen und einem einleitenden Chor-Lied, hielt der 1. Vorsitzende, Apotheker Matthäus eine Ansprache an den Staatspräsidenten und VHT.-Bruder Dr. Werner, in welcher er in kurzen Worten
bie unlösbare Verbundenheit bes Scheidenden
als auch feiner Familie mit dem Zweigverein heroorhob. Im Jahre 1919 habe Prof. Dr. Werner bie erste Wanderung mitgemacht, im Jahre 1931 habe er bie hundertste erreicht, ein Zeichen, welch großer Wanderfreund er sei. Weiterhin schilderte er in trefflicher Weise die Charaktereigenschaften des Scheidenden, wobei er hervorhob, daß Dr. Werner feinen Stolz zeigte, immer den graben Weg gegangen fei und fein Urteil stets objektiv abgegeben habe. Auf den Wanderungen habe er stets anregend und belehrend gewirkt, sei es, daß er die geschichtliche Bedeutung der durchwanderten Gegend yervorhob, sei es, daß er auf besondere Naturschön- heiten aufmerksam machte. Besonders hob der Redner seinen köstlichen Humor, seine Liebe aum Gesang hervor und bezeichnete die Gesangsabteilung als die Stätte, wo er sichllich Freude und Erholuna fand. Nebenbei bemerkte er, daß die Mundharmontka-Ab- tcilung durch ihn einen besonderen Förderer Halle. Besonders hob er hervor, daß Dr. Werner ausdrücklich dafür eintrat, daß keinerlei Parteipolitik im Zweigverein getrieben werden durfte.
Der Zweigverein habe deshalb beschlossen, den Herrn Staatspräsidenten zum EhrevoorslandS' Mitglied wegen seiner besonderen Verdienste zu ernennen.
Die Ehrenurkunde, die von der Buchdruckerei K. Schneider verfertigt war, wurde in einer besonderen Ledermappe überreicht. Außerdem erhielt er noch ein Bild seiner Wohnung, in der er über 20 Jahre hier gewohnt hatte, als besonderes Andenken für sich und feine Familie überreicht. Seitens des Vorstands des Gefamt-VHC. ergriff dann Dr. Bruchhäufer das Wort. Er schilderte die Tätigkeit Dr. Werners in den Lorstandsfitzun- gen unb bei ben Hauptversammlungen unb nahm besonders Bezua auf die wertvollen Anregungen im „Frischauf". Als Dank fiir alle Anregungen und wertvolle Mitarbeit habe der Gesamtvorstand be- schlossen, ihm ein noch anzufertigendes Bild der Klubhäuser auf dem Hoherodskopf später zu überreichen.
Sichtlich gerührt ergriff ber Herr Staatspräsident bas Wort. Er führte aus, nun sei ber Zeitpunkt gekommen, an welchem zwischen heute unb gestern ein Strich gezogen werben müßte.
Er habe sich froh unb glücklich im v.-h.-L- kreise gefühlt, fei doch der v. h. E. eine große deutsche, der Heimat verbundene Volksgemeinde, bie selbstlos an einem großen Ziel wirkt.
Dem Butzbacher DHC. sowohl, als auch dem Gesamtvorstand sprach er seinen Dank aus, betonend, daß das Zentrum für ihn immer der Hoherodskopf fein werde Mit ben Worten: Ich bin ein anderer unb boch berfelbe unb einem Lebewohl auf Wieder- fehen schloß der Redner feinen tiefempfundenen Dank. Nach dem Vortrag zweier Abschiedslieder, gesungen von Frl. (Ettling, erschien der vortreffliche Heimatdichter Gg. H e ß, um dem Staats- Präsidenten seinen Glückwunsch im oberhessischen Dialekt darzubringen. Unter seiner Führung er- schien eine oberhessische Heimatgruppe, die Der- schiedene alte Tänze vorführte, die allgemeinen Beifall auslöften. Umrahmt wurde die Feier durch Vorllag von Musikstücken und Märschen des ver- stärkten Schüler-Orchesters ber Weibiq-Werner- Oberrealschüler unter Leitung von Studie nrat Werner.
Hitler-Tag in Bad-Nauheim.
Eine CRcfre des hessischen Staatspräsidenten.
WSR. Bad-Rauheim, 23. April. Der von der hiesigen Ortsgruppe der RSDAP. veranstaltete Hitler-Tag begann heute um 13 Uhr mit der ersten Sitzung des neuen Stadt- r a t e s, deren Verlauf durch Lautsprecher auf den Platz vor dem Dürgermeisteramt übertragen wurde.
Nach ber Verpflichtung der Stadträte wurde auf Vorschlag der nationalsozialistischen Fraktion, die von den 15 Sitzen 11 innehat. dem Reichspräsidenten, dem Reichskanzler und dem hessischen Staatspräsidenten Dr. Werner das Ehrenbürgerrecht der Stadt Vad-Nauheim verliehen.
Die beiden Stadträte der SPD- enthielten sich der Abstimmung. Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wurde die Aamensänderung verschiedener Straßen zu Ehren des Reichskanzlers, des Reichsinnenministers Göring und des hessischen Staatspräsidenten beschlossen.
Hm 15 Hhr folgte in Anwesenheit des hessischen Staatspräsidenten ein Empfang der Vereine und wirtschaftlichen Verbände im Kurhaus. Bürgermeister Dr. Ahl Überreichte hier dem Staatspräsidenten den Ehrenbürgerbrics der Stadt, während ein Vertreter des Gesangvereins Bad-Nauheimer „Liedertafel", der den Staatspräsidenten zu seinem Ehrenmitglied ernannt hatte, eine entsprechende Urkunde übergab.
Hm 17 Hhr wurde vor der evangelischen Dan- keskirche eine H i t l e r e i ch e gepflanzt. Sämtliche Vereine beteiligten sich an dieser nationalen Kundgebung.
Staatspräsident Or. Werner bezeichnete in einer Ansprache die Linde als Baum des deutschen Gemüts und damit Goethes, die Buche als Daum des deutschen Glaubens und damit Luthers, und die Eiche als Baum der deutschen Kraft und damit Bismarcks. Er gab dann dem Wunsche Ausdruck, daß dem Manne, dem zu Ehren hier die Eiche gepflanzt werde, dem Reichs
kanzler Adolf Hitler, nicht nur aus der Eiche Kraft beschieden fein möge, sondern daß er sich auch leiten lassen möge von den Kräften des deutschen Gemüts und Glaubens. Er verwies dann auf den Eiegesweg des Führers der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung, der seine Idee mit einer Willenskraft ohnegleichen bis zum glücklichen Ende verfochten habe, und verglich den Sieg der nationalen Revolution in ihrer elementaren Stärke mit jener großen Stunde Bad-Rauheims, als der Große Sprudel dem Schoße der Erde entsprang.
Ls bereite ihm besondere Freude und Genugtuung. daß er heute auf altem historischen Kämpferboden dem deutschen Reichskanzler den Gruß des hessenvolkes und darüber hinaus des ganzen deutschen Volkes entbieten könne. Die Liche werde gepflanzt in einer Zeit des Ausbruchs der Ration. Das deutsche Volk sei auferstanden, und es habe den Weg zu neuem Osterlicht gefunden, das ausgenommen werden solle in seine Seelen. Alle deutschen Seelen sollten sich jetzt dem hitlergeist öffnen, damit alle Zungen davon reden könnten und das ganze deutsche Volk ihn verstehe.
Staatspräsident Dr. Werner übergab bann die Eiche in bie Obhut ber Babeverwaltung.
In einer kurzen Ansprache wies als zweiter Redner Kreisleiter Seipel- Fauerbach, MdL., nachdrücklich daraus hin, baß niemals eine Revolution anftänbiger durchgeführt worden fei, als die nationale deutsche Revolution. Das zu betonen fei gerade an einem Platz wie Bad-Nauheim einmal nötig. Wäre nicht die nationale Revolution gekommen, dann hätte es eine andere gegeben, und die Völker Europas, bie sich zur abendländischen Kultur bekennten, solllen dies Deutschland danken, stall es zu schmähen.
Die Äunbgebung, die einer unübersehbaren Men- schenmenge durch Lautsprecher übermittelt wurde.
land mit dem Gesang des Deutschland- unb be^ Horst Wessel-Liedes ihr Ende Abends folgte im großen Bühnensaal des Kurhauses eine Wieder- gäbe des nationalen Schauspiels „Der 18. Oktober" von Walter Erich Schäfer durch bas Gießener Stadt theater.
Wirtschaft.
Frankfurt freundlicb.
Frankfurt a. M., 24. April. (WTB- Draht- melbung.) Die Ausführungen des Reichskanzlers auf ber Münchener Führertagung unb bie erneut sehr lebhafte unb feste Wochenschlußbörse verliehen auch ber ersten amtlichen Börse der neuen Woche eine freundliche Tendenz. Indessen war bie Umsatztätigkeit ziemlich klein unb befchrän.te sich meist nur auf wenige Spezialpapiere, weil vom Publikum in nur geringem Matze Orders eingetroffen waren unb die Kulisse in gewisser Hinsicht, insbesondere im Hinblick auf bie beginnenben außen- politischen unb wirtschaftlichen Verhanblungen sowie wegen der weiteren Entwicklung des Dollars einige Zurückhaltung bekundete.
Immerhin überwogen im Vergleich zu den schon am Samstag auf einigen Marktgebieten stark gestiegenen Echlußkursen durchschnittliche Erhöhungen von 0.5 bis 1 Prozent, denen zwar auch Rückgänge gegenüberstanden. die aber nur unbedeutend waren. Etwas größeres Geschäft hatten am Chemiemarkt IG -Farben. Kauf- und Der- kaufsneigung hielten sich anfangs etwa die Waage, so daß der Kurs unverändert einsehte. später aber 1 Prozent anzog. Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft lagen um 0.75 Prozent bzw. 0.9 Prozent höher, wogegen Scheideanstalt unb Rütgerswerke bis zu 0 75 Prozent nachgaben. Am Elektromarkt lagen Siemens 2,5 Prozent, bie übrigen Papiere dieses Markte- von 0.25 bis 0.5 Prozent freundlicher, mit Ausnahme von Licht und Kraft, die 1 Prozent verloren, und De- kula. die 1,5 Prozent niedriger tariert wurden- Am Montanmarkt überwogen Erhöhungen von 0,5 bis 1 Prozent- Buderus gewannen 2 Prozent und Mansfelder Bergbau auf die Kupferhausse 1,5 Prozent. Kunstseideaktien zogen bis zu 1.9 Prozent an. Sehr fest tendierten von Spezial- werten Contigummi mit plus 4,25 Prozent und Bank für Brauindustrie mit plus 3,1 Prozent. Auf den Rebenmärkten hielten sich die Veränderungen nach beiden Seiten im Rahmen von 0,25 bis 0,5 Prozent.
Deutsche Anleihen lagen uneinheitlich. Etwas lebhafter waren Reubesihanlcihe mit plus 0,25 Prozent, wogegen Altbesiy und späte Reichsschuldbuchforderungen und von Industrieobligationen Stahlvereinsbonds von 0,25 bis 0,50 Prozent abbröckelten. Von fremden Werten erhielt sich besonderes Interesfe für Silbermexikaner. die bi« zu 0,39 Prozent fester eröffneten. An den festverzinslichen Märkten war das Geschäft sehr ruhig, und die Kurse erfuhren nur unwesentliche Veränderungen. Am Anleihemarkt bröckelten Reubesih später etwas ab.
Im Verlaufe herrschte auf allen Marktgebieten ausgesprochene Geschäftsstille. Insolge^csten gav ben die Kurse einiger Spezialpapiere etwas nach, im großen und ganzen blieben die Ansangsnotic- tungen gehalten. Tagesgeld war zu 3 Prozent weiter leicht.
Frankfurter Lchlachtvichrnarkt.
Frankfurt a. M., 24. April. Auftrieb: 1367 Rinder (367 Ochsen, 84 Bullen, 392 Kühe, 343 Färsen), 287 Kälber, 51 Schafe, 4161 Schweine. Es wurden notiert; Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 29 bis 32 Mark, (ältere) 26 bis 28, sonstige vollfleischige 23 bis 25; Bullen: jüngere vollste ischigc, höchsten Schlachtwerts 27 bis 31, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23 bis 26; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 28, sonstige voll- fleischige oder ausgemäftefc 21 bis 24, fleischige 16 bis 20, gering genährte 12 bis 15; Färsen (Jung- rinder, Kalbinnen): vollsleischige, ausgemästele höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 26 bis 29, fleischige 23 bis 25. Kälber: beste Mast- unb Saugkälber 41 dis 44, mittlere Mast unb Saugkälber 36 bis 40. geringe Kälber 28 bis 35. — Schweine: vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfunb Lebenbgewicht 35 bis 38, von etwa 200 bis 240 Pfund 34 bis 38, von etwa 160 bis 200 Pfund 34 bis 37, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 32 bis 36 Mark. — Marktverlauf: Rinder rege, ausverkauft; Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine schleppend, geringer Ueberstand.
Wettervoraussage.
Das neue Tiefdruckgebiet bringt weiter östlich vor unb baut ben hohen Druck noch und nach ab. Dabet gelangt ozeanische Warmluft nach dein Festlanbe und wird allgemeinen Temperaturanstieg verursachen. Das Wetter gestaltet fick; daher etwas wechselhaft. Bei vielfach bewölktem Himmel werben späterhin auch Niederschläge auftreten.
Aussichten für Dienstag: Meist bewölkt und wärmer, aufkommende Niederschläge.
Aussichten für Mittwoch: Wechselhaftes Wetter, im ganzen mild und zeitweise Regenfalle.
Lufttemperaturen am 23. April: mittags 9,8 Grad Celsius, abends 6 Grad; am 24. April: morgens 1,9 Grad. Maximum 11,5 Grad, Minimum —1,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 23. April: abends 12,2 Grad; am 24. April: morgens 5,8 Grad C lsius. — Sonnenscheindauer 9/4 Stunden.
Sprechstunden ver Redaktion.
11 .30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen
Mühlen Franck
Mühlen Franck verbessert und verbilligt Drum
wir- gerade in Zelten wie jetzt Mühlen Franck besonders geschätzt!


