Ausgabe 
24.1.1933 Erstes Blatt
 
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Wirtschaft

Berlin leicht erholt.

Gießen, den 24. Januar 1933.

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weise gegen Barzahlung:

Erich Stern

Gießen (Nordanl.9), Göttingen (Bürgerstr. 23). den 23. Jan. 1933.

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Wäsche hält noch mal so lange, und das Waschen ist so leicht, wenn mit BURNUS eingeweicht.

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Heute entschlief sanft unser heißgeliebter, herzensguter, braver, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe

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Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 25. Januar, nachmit­tags 3yt Uhr, auf dem Neuen Israelitischen Friedhof statt

Verantwortlich für Politik: I 93.: Ernst ® I u m I d) e i n.

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Die Einäscherung fand in aller Stille statt Von Beileidsbesuchen wild gebeten Abstand zu nehmen.

rige treue Dienste überreicht. Obstbauinspektor Enkler überbrachte in herzlichen Worten die Glückwünsche der Landwirtschaftskammer und des Kreisobstbauvereins.

Kreis Schotten.

* Eichelsdorf, 23.Jan. 21m Samstag­mittag verunglückte der Kraftfahrer 2Idolf Grob, der als Holzhauer in der Försterei Eichelsdorf beschäftigt war, so schwer, daß er mit dem Sanitätsauio der Freiwilligen Sanitäts­kolonne Schotten ins Schottener Krankenhaus überführt werden muhte. Der bedauernswerte Mann wurde durch das Ende einer fallenden Buche, die durch 21ufschlagen auf eine noch stehende Buche aus ihrer Fallrichtung abgelenkt wurde, zu Boden geschlagen und trug einen sehr schweren Beinbruch davon.

Tagung der hessischen Reiiervereine.

MSB. Frankfurt a. M., 23. Jan. Unter außerordentlich starker Beteiligung fand hier ge­stern die diesjährige Hauptversammlung des hes­sischen Landesverbandes der Reit- und Fahrver­einigungen statt. Wie aus dem Bericht des Ge- schästsführers hervorging, kann der Berband im vergangenen Jahre einen erneuten Zu -

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Wettervoraussage.

Das Kaltlufthoch hat sich noch gekräftigt und läßt an seiner Südseite weiterhin kontinentale Lust nach Deutschland hinfließen, unter deren Einfluß der starke Frost erhalten bleibt, sich sogar noch etwas verschärft.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der strengen Kälte, wolkig mit Aufklaren, ganz vereinzelt etwas Schnee.

Lufttemperaturen am 23. Januar: mittags3,9 Grad Celsius, abends4,9 Grad; am 24. Januar: morgens10,7 Grad. Maximum3,8 Grad, Mi­nimum11 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 23. Januar: abends2,2 Grad; am 24. Januar: morgens3,7 Grad Celsius. Son- nenscheindauer IX Stunde.

Wir erfüllen hiermit die schmerz-

HchePflichtvon,demaml7.Januar ! d J.erfolgten Ableben unseres lie- ben A. H.

Studienrat Prof. Dr. Karl Weißer

aktiv S. S. 90

Kenntnis zu geben.

Die G. B. Frankonia

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Reichskreditgesellschaft und die BHG., höhere Kali­absatzziffern, bessere Aufträge in der Maschinen­industrie, sowie die Pläne einer Elektrifizierung der badischen Haupteisenbahnlinien im Rahmen des Ar- beitsbeschasfungsprogrammes nicht stärker anzu- regen. Dagegen war die Spekulation eher zu kleinen Abgaben geneigt, zumal die Schwäche des Dollars und dos etwas schwächere Neuyork leicht ver-

Berlin, 24. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die politische Unsicherheit wirkt sich auch wei­terhin lähmend auf das Börsengeschäft aus. So vermochten günstigere Divtdendenschätzr»gcn für die Reichskreditgeselljchaft und die BHG., höhere Kali­absatzziffern, bessere Aufträge in der Maschinen­

gen Industriepapieren sind Deutsche Atlanten mit einem Verlust von 4% Prozent zu erwähnen.

Deutsche Anleihen tendierten etwas schwächer. Reichsschuldbuchforderungen verloren bis zu % Pro­zent. Die übrigen Renten gaben bei kleinem Geschäft etwas nach. Ausländer lagen uneinheitlich, Türken und Mexikaner waren schwächer, Bosnier und Ana­tolier fester. Lissabonner Stadtanleihe ging erneut um fast 1 Prozent zurück.

Am Geldmarkt hat sich an der leichten Lage nichts geändert; die Sätze blieben unverändert, d. h. Tagesgeld 4% bzw. 4'/«, Monatsgeld 5 bis 7 Pro­zent. Dem kleinen Angebot am Privatdiskontmarkt stand auch Nachfrage im gleichen Umfange gegen­über. Reichswechsel per 25. April und Reichsschatz­anweisungen per 17. Juli blieben weiter gefragt.

Frankfurt geschästslos und schwächer.

Frankfurt a. M., 24. Jan. (WTB. Drahtmel- düng.) Die undurchsichtige innerpolitische Situation führte zu Beginn der heutigen Börse zu s a st v o 11 - kommener Stagnation und meist zu neuen Kursrückgängen, nachdem bereits an der Abendbörse Abschwächungen zu verzeichnen waren. Don der Kundschaft lagen zwar nur in mäßigem Umfange Derkaufsorders vor, denen aber bei der herrschenden Zurückhaltung leitens der Ku- liste keine Aufnahmeneigung gegenüberstand, zumal weder Anregungen aus der Wirtschaft, noch von den gestrigen Auslandbörsen Vorlagen. Man wartet allgemein die bevorstehende Aeltestenratssitzung ob.

Die wenigen Kurse, die bei zögerndem Geschäft zunächst zur Notiz kamen, lagen überwiegend schwächer, und zwar betrugen die Rückgänge bei einigen Spezialpapieren über 1 v. H., im übrigen etwa 0,50 bis 0,75 v.H. Am Montanmarkt lagen besonders Rheinstahl mit minus 2 v. $). schwach,

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Gelsenkirchen verloren 1,5 v. $)., Ilse Genuß 1 o. fj., Stahloerein und die restlichen Bergwerksaktien von 0,5 bis 1 v. H., mit Ausnahme von Buderus, die mit 47 v. f). behauptet eröffneten. Don Chemieaktien lagen IG. und Deutsche Erdöl je 0,65 v. 5). niedriger, Goldschmidt waren unverändert. Am Elektromarkt eröffneten Bekula 0,75 o. H. schwächer, Siemens kamen mit 125 d. S). behauptet zur ersten Notiz. Don sonstigen Papieren setzten Zellstoss Waldhof 1,25 v. $)., Daimler 0,75 o. $)., Holzmann und Nord deutscher Lloyd je 0,50 v. H. schwächer ein, wogegen Deutsche Linoleum und Reichsbankanteile je 0,25 v. f). gewannen. Nach den ersten Notierungen bröckel­ten die Kurse infolge der Geschästsstille meist weiter um 0,25 bis 0,50 v. H. ab.

Deutsche Anleihen lagen auf Kundschaftsoer- taufe und Glattstellungen der Spekulation gleichfalls schwächer. Altbesitz 0,50 o. H., Neubesitz0,25 d. $)., späte Reichsschuldbuchsorderungen gaben etwa 0,40 v. H. nach. Don JndustrieobUgationen lagen Stahlvereinsobligationen etwa 1 v. S). niedriger. Am Auslandrentenmarkt blieben türkische und rumänische Anleihen behauptet, wahrend 5-o. H.-äußere-Gold- mexianer weiter abbröckelnd. Gold- und Liquida­tionspfandbriefe lagen überwiegend von 0,50 bis 1 v. S). schwächer, und auch die übrigen festverzins­lichen Werte wurden etwas leichter taxiert.

Im Verlaufe blieb die G e s ck ä f t s st i 11 e auf der ganzen Linie bestehen, die Aktienkurse zeigten jedoch auf kleine Rückdeckungen der Kulisse verschie­dene kleine Besserungen von 0,25 v. H Das Gros der Papiere war jedoch auf dem ermäßigten Stand unverändert. Deutsche Anleihen hatten keine Ver­änderung. Tagesgeld mar zu 3,25 v. H. unver­ändert und sehr leicht, so daß erheblich Ueberstand verblieb.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem heutigen Rinder-Nutzvieh-Markt in Oie- ßen standen 794 Stück Großvieh, 113 Fresser und 201 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 350 bis 380 RM., 2. Qualität 200 bis 250 RM., 3. Qualität 100 bis 140 RM.; b) Schlachtkühe a 120 dis 240 RM., b) 50 bis 100 RM.; c) Rinder H- bis % jährig 50 b's 120 RM., Ye bis 2jährig 70 bis 160 RM., tragend 150 bis 290 RM.; d) Kälber, das Pfund Lebend- gewicht 18 bis 25 Pf. das Pfund. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverkauf: Kauflust vorhanden, infolge der Kälte sehr zurückhaltend; Ueberstand.

Am Freitag, dem 20 Januar 1933, wurde unser geliebter Bruder. Schwager und Onkel

Herr Friedrich Wilhelm Siepmann von seinem langen, mit größter Geduld ertragenen schweren Leiden im 61. Lebensjahre erlöst

Im Namen aller Angehörigen:

Jetty Freifrau von Heimrod, geb. Siepmann.

Oberbeffen.

Landkreis Gießen.

X Wieseck. 23. Jan. Der Dahnarbeiter i.2t Wilhelm Lepper feiert am 25. Januar in kor» tätlicher Rüstigkeit und geistiger Frische seinen, 85 Geburtstag. Geboren zu 2lUen-Duseck ist er der letzte hiesige Veteran von 1870/71 und der älteste Mann WieseckS. m .

' Wieseck, 23. Jan. In der hiesigen B o l 14- schule wurden jetzt di« Reich s j ugenö- Wettkämpfe abgeschlossen. Es beteiligten sich 11 Knaben und 17 Mädchen in Gruppe 2 und 34 Knaben und 24 Mädchen in Gruppe 1- Don den 86 Teilnehmern wurden 79 Sieger. Die wahl­freie Schwimmübung erfüllten 17 Knaben und 12 Mädchen. Ohne Schwimmen wurde von den Knaben der Gruppe 2 ein Siebenkampf, von den Mädchen ein Sechskampf ousgetragen. In der Gruppe 1 hatten die Knaben und Mädchen einen Fünfkampf zu erledigen. ^t« Lesttungen der Knaben find: im Hochsprung 1^30 Meter, Hand ballweitwurf- 25,40 Meter lvO^Meter-Lauf 13 7 Sekunden, 75^Meter-Laus 11.2Getunten unt> 50- Meter-Schwimmen 52,9 Sekunden. Don den Mädchen wurden als Bestleistungen erreicht, im Hochsprung 1,25 Meter, Handballweitwurf 20^40 Mer, 75-Meter-Lauf 11.1 Sekunden. und50-Me- ter-Schwimmen 62,2 Sekunden. Di« Schubr er­hält 9 Diplome des Herrn Reichspräs d^tem 35 des Herrn Staatspräsidenten und 35 Jugendschrif­ten für die 79 Sieger. Das Freischwimmer^ug- uis erwarben sich im Laufe des Sommers 23 Knaben und 17 Mädchen.

* Alten-Buseck, 23. Jan. Dieser Tage fand hier die G e n e r a l v e r s a ,n m l ung des Ke g e l- HubsGut Holz" statt. Zunächst gedachte man der verstorbenen Mitglieder. Der Vorsitzende gab in kurzen Zügen den Jahresbericht Von größeren Veranstaltungen hatte man abgesehen. Der Kaffen- bericht ließ eirum befriedigenden Stand der Kasse erkennen. Der bisherige Vorstand wurde wiederge- wählt. Ferner wurde die Anschaffung eines Banners beschlossen.

-r Lang - Vöns, 23 Jan- 3n e ner gut bc» suchten Versammlung sprach am Sonntagnach­mittag Obstbauinspektor Enkler, Gießen, über Schädlingsbekämpfung im Ob st bau . ©inic tenö gab der Vortragende einige Erläute­rungen zu dem neuen Obstsortiment für die Pro- vinz Oberhcssen. Daran anschließend ging er auf die Einzelheiten in der Schädlingsbekämpfung ein und gab an Hand verschiedener von ihm durchgeführter Verbuche hochinteressante Zahlen über den Ruhen der Baumsprihung. Die Ge­meinde Lang-Göns ist im Besitz einer großen Baumsplihe und ist schon in den vergangenen Iah. en in der Schädlingsbekämpfung mit gutem Beispiel vorangegangen. Auf den beifällig auf­genommenen Vortrag folgte eine kurze Aus­sprache und die R e u g r ü n d u n g des seit einigen Jahren ruhenden Obst- und Garten­bauvereins, dem sofort zahlreiche Mitglieder beitraten. Vorsitzender wurde Lehrer Hof­mann, Stellvertreter Bürgermeister R o m P f- Anläßlich dieser Versammlung wurde unscrm allgemein geschätzten Baumwart Georg Ludwig Rudolph vom Bürgermeister wie schon kurz mitgeteilt die silberne Medaille der Landwirtschaftskammer für 40jäh­

stimmten.

Die Anfangsnotierungen lagen vielfach bis zu 2 Prozent niedriger. Montane hatten bis zu V/x Prozent eingebüßt, Rheinstahl waren sogar 2% Prozent gedrückt. Braunkohlenwerte gaben bei kleinem Geschäft bis zu etwa 1 Prozent nach. Rhei­nische Braunkohlen gingen 1% Prozent zurück. Salb und Chemiepapiere verloren bis zu 2 Prozent. Im Verlaufe wurde es besonders am Markt der JG.- Farben-Aktien etwas freundlicher; dieses Papier er­holte sich um 1 Prozent, was auf die übrigen Märkte nicht ohne Einfluß blieb. Don Oummi- und Linoleumwerten verloren Contigummi 1%, Elektroaktien gaben bis zu 2 Prozent nach. Gas­werte, Automobilaktien, Maschinenfabriken, Kunst­seide- und Textilwerte, Brauereien, Verkehrs- und Schiffahrtswerte, Banken und die Anteile von Wasserwerken gingen bis zu Wi Prozent zurück. Nur ganz vereinzelt waren geringfügige, mehr zu­fällige Besserungen zu verzeichnen, Metallwerte lagen bei kleinen Veränderungen nicht ganz einheit­lich. Sau-, Papier- und Zellstoffwerte waren bis zu 2Va Prozent gedrückt. Kabel- und Drahtwerte lagen geschäftslos, teilweise leicht abbröckelnd. Don sonsti-

Holzverkauf

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Samstag, den 28. Januar, 9 Uhr, bei Gastwirt Schultheiß, Lumda, aus Wils­berg (33), Hegbusch (17), Huck (28), Stein­berg (15) und Tränkkopf (25): Derb- und Reisslängen: 325 Stck. Fichte; Ruhrelser: 38 rm Fichte. Ferner Brennholz: rra Scheiter: Buche 835, Hainbuche 6, Eiche 27, Birke 2; Knüppel: Buche 24, Hain­buche 54, Eiche 15, Wildkirsche 8, Nadel 4: Reisig: Stammreifig: Hainbuche 160, Ast­reisig: Laub 255; Stocke: Buche 71, Eiche 8.

Das Holz sitzt sämtlich an ober in un­mittelbarer Nähe oerfteinter Abfuhrwege und ist Steinberg ausgenommen mit 23g. geschlagen. 535D

hessisches Forstamt Grünberg.

Mittwoch, den 25. Januar 1933, nach­mittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Reuenweg 28.Zum Löwen", zwangs-

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wachs von neun Vereinen verbuchen und umfaßt nunmehr über 7 50 aktive Reiter. Die starke Beteiligung an den verschiedenen im Laufe des Jahres 1932 veranstalteten Turnieren und sonstigen Reitveranstaltungen läßt erkennen, daß das Interesse am Reitsportin den ländlichen Kreisen immer mehr wächst. Für das lausende Jahr ist geplant, das Schwergewicht auf wehrsportliche Reitübungen zu legen, um dadurch das Programm vielseitiger zu gestalten. Die sinanziellen Verhältnisse haben sich im verflossenen Jahre nach Mitteilungen des Rechners nicht gerade günstig gestaltet, doch bat der Verband keinerlei Anlaß zu irgendwelchen Besorgnissen. Rach der Reuwahl und Ergänzung des Vorstandes und der Festsetzung deS Ver­bandsbeitrages auf 50 Pfennig pro Mitglied jährlich, berichtete Tierzuchtinspektor Dr. D e n - k e r über die Fortschritte der Pferde­zucht in Hessen, deren bisherige Ergeb­nisse als äußerst günstig zu bezeichnen seien. Zum Schluß genehmigte die Versammlung noch die vor- gcschlagenen Reitveranstaltungen. Vorsitzender, Landesstallmeister a. D. S ch ö r k e gab der Hoff­nung Ausdruck, daß die Arbeit des Verbandes sich auch in diesem Iahre erfolgreich gestalten

I möge.