Ausgabe 
23.12.1933 Drittes Blatt
 
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3ür Aufführung kommt der Tonfilm in deutscher SpracheDas Geheimnis vom Nemi-See" Der Besuch dieser Dorführung fei angelegentlich empfohlen.

* Christ vesper in der Stadtkirche. 9n der Stadtkirche findet am Heiligen Abend um 17 Uhr eine Ehristoesper statt, die verbunden wird mit der Weihnachtsfeier bor Kinderkirche Die Lhor- schule wirkt mit. Die Kinder sagen die Weislayun- gen de» alten Bundes und die Weihnachtsgefchichte unter den brennenden Christbäumen auf und zwar vor dem herrlichen Transparent der Stadtkirche, da» vielen lieb und wert ist von ihrer Kindheit her Das Bild stellt die Geburt Christi dar, in leuchtenden Farben nach Schnorr von Carolsseld von der verstorbenen Frau Oberkirchenrat Vag' n e r gemalt. Mancher wird sich freuen, gerade mit den Kindern Weihnachten zu feiern; Weihnachten kann ohne Kinder nicht gedacht werden.

" D i e Feierabendstunde an den W e i h n o ch t s s e i e r t a g e n und an Silve­ster. Die Polizeidirektion teilt mit: Auf Anordnung des Hessischen Staatsministeriums, Abteilung la (Polizei) wird die Polizeistunde für den 2. Weih­nachtsfeiertag und für den Neusohrstog aus 2 Uhr nachts und für Silvester auf 6 Uhr morgens fest­gesetzt

Das Museum im Alten Schloß ist am zweiten Weihnachtsfeiertag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. Am Sonntag (Heiliger Abend) und am ersten Feiertag ist es geschlossen.

Von der 1. Kunstausstellung des Reichskartells der bildenden Kunst- l e r im Turmhaus am Brand wird uns mitgeteilt: Die Ausstellung ist auch an den beiden Weihnachts- seiertagen in der Zeit von 11 bis 13.30 Uhr geöff­net, um besonders den Angehörigen der Gießener Geschäftswelt, die vor Weihnachten aus Zeitrnan- 8el daran verhindert waren, Gelegenheit zu geben, le Ausstellung zu besuchen.

''Silberne Hochzeit. Der Grubenaufseher I R Karl R i n n und Ehefrau Maria, geb. Schmidt, Gißen, Bergwerk-Unterhof, können am zweiten Weihnachtsfeiertag das Fest der Silbernen Hochzeit feiern.

"Ein Siebzigjährige r. Am ersten Weih- Nachtsfeiertag kann Herr Karl Meixner, Markt­platz 6 II, seinen 70. Geburtstag feiern. Der Jubilar ist seit 38 Jahren in Gießen ansässig, seit dieser Zeit als Zuschneider bei der Firma I. Pfeffer tätig und langjähriger treuer Leser des Gießener Anzeigers.

" Die Erhebung der Bürger st euer in Gießen betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei In unserem heutigen Anzeigenteil. Es wird dabei besonders darauf hingewiesen, daß der Arbeitgeber für die Einbehaltung und Abfüh­rung der Bürgersteuer seiner Arbeitnehmer haftet und, falls er seiner Verpflichtung nicht nachkommt, die Steuer von ihm durch Haftungsbescheid ange­

fordert und nötigenfalls Im DerwaltungsZwangs­verfahren beigetrieben wird.

" Die Steuerkarten für das Fahr 1934 find, wie die Bürgermeisterei in einer Be­kanntmachung heute mitteilt, zugestellt worden. Ar­beitslose Personen wollen die Steuerkarlcn sorg- faltig aufbewahren, da die Ausstellung einer neuen Karte nur gegen Zahlung von 1 Mk erfolgt. Aus Seite 4 der Steuerkarte ergeben sich die Bestim­mungen über die Höhe und die Erhebung der Bürgersteuer Die Anforderung der Bürgersteuer

Gau im DMGB (Reichsoerband für Mandolinen- musik) im Reichsdeutschen Sroßoerband für Zupf- musik beauftragt, binnen kurzer Zeit sämtliche Man­dolinen-, G.tarren- (Lauten> und Zither-Vereine auch anderen Vereinen angc'ch'offene Abteilungen zwecks Eingliederung in die Reichsmusikkammer, Abt. Laienmusik, namentlich zu melden. Damit die Angaben lückenlos erstattet werden können, fordert die Landesleitung alle in Frage kommenden Vereine und Gruppen auf, ihre Anschrift mit gleichzeitigem namentlichen Mitgsiederoerzeichnis umgehend an den

die Lichter brennen

Am Weihnachtsbaum

und der Tisch Ist sestllch ge- flCB* deckt. Aber hast Du cd auch nicht an Geschenken fehlen lasten? MRSy Da weiß ich Dir guten Rat: Schenke Lose der »Arbeit»- jvYF beschastungd - Geldlotterie', bad Ginzellod für eine

Mark! Da am 29. bld 30. Dezember Ziehung Ist, kann die Lotteriebeteiligten nech in der Delhnachtswoche ein Gewinn überraschen, über 280000 Gewinne werden audgelost. Der H-chstgrwinn beträgt 200000 Mark. Aber ein noch wertvollered Ge­schenk birgt blefed Lod für deine noch arbdtdlofen Kameraden. Gd schenkt ihnen wieder ArbeitdmSglichkett! llnb wenn am Weihnachtsabend die Lichter brennen, kannst Du mit dem frohen Sewußtsein an der Be­scherung teilnehmen, daß Du zu Deines Führerd großem Werk der Arbeitsbeschaffung, zum Wohle des Vaterlandes beigeiraacn hast!

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gilt mit der Zustellung der Steuerkarte als bewirkt.

" Werbegastsoiel der VDA. -Kasper l- bühne. Die Ministerialabteilung für Bildungs- wesen, Kultus, Kunst und Volkstum im hessischen Staatsministerium hat an die Direktionen der höhe- heren Schulen und die Kreis- und Stadtschulämter folgendes mitgeteilt:Der Landesverband Hessen des VDA. beabsichtigt, von Beginn der Schule im Januar bis Mitte Februar 1934 an einer Reihe hessischer Schulen ein Werbegastspiel der VDA - Kasperlbühne durchzuführen, die nach allgemeinem Urteil auf künstlerischer Höhe liegt. Da es sich um die Wiederbelebung alten künstlerischen Volksgutes handelt und da die Vorführungen auch der Sache des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland förderlich sind, empfehlen wir den Schulleitungen, der Vorführung nach Möglichkeit die Wege zu ebnen.

*' D i e L a i e n m u s i k in derReichsmu- likkammer. Die Landesleitung Hessen und Ras- sau der Reichsmusikkammer hat den Rhein-Main-

Gau-Werde- und Pressewart, Phil. Schweitzer, Darmstadt, Schlageterstraße 4, einzusenden. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Gesetz keiner­lei .Ausnahmen zuläßt und die Vereine unbedingt verpflichtet sind, die geforderten Angaben zu machen.

" Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 1. bis 15. Dezember nerftarben in Gießen: 2.: Wilhelm Louis Schäfer, Rentner, 74 Jahre alt, Kaiserallee 26. 4.: Marie Zölzer, geborene Daum, 57 Jahre, Liebgistraße 67; Wilhelmine Nickel, geb. Schiffmann, 85 Jahre, Großer Steinweg 11. 5.: Berta Reich, geb. Bascrmann, Wwe., 71 Jahre, Krof- dorfer Straße 28. 6 : Katarina Schmitt, geb. Hohl, Wwe., 75 Jahre, Teufelslustgärtchen 26. 7.: Elisabeth Marie Luise Grund, geb. Bratfisch, Wwe., 52 Jahre, Friedensstraße 2. 8.: Maria Baring, geb. Schuler, 62 Jahre, Thomastraße 28. 9.: Sollt) Meyerfeld, Kaufmann, 59 Jahre, Marktstraße 30, Karl Ber- narb, ohne Beruf, 58 Jahre, Kornblumengasse 8. 10.: Therese Helene Momberger, geb. Schneider, Wwe.,

56 Jahre, Kap.'ansgaste 25. 11.: Hans Zurwonne, Handlungsgehilfe, 30 Jahre, Mäusburg 12; Maria Christine Walther, geb Schoner. Wwe, 75 Jahre, Hofmannstraße 6 12.: Elisabeth Schutz, geb. Hanckel, 49 Jahre. Großer Steinweg 26; Friedrich Karl Ben­ner, Händler, 65 Jahre, Sandgasse 18. 13.: Marie Stephan, geb. Hofmann, Wwe, 77 Jahre, Bahn­hofstraße 24 Elisabeth Krug, geb. Krug, 69 Jahre, Löwengaste 1.3. Minna Thormann, geb. Kastner, Wwe, 73 Jahre, Wilsonstrahe 6; Johann Heinrich Pseuster, sch.ostermeister, 66 Jahre, Walltor­straße 33 Minna Juliane Katharina Drescher, geb. Schmidt, 70 Jahre, Marktplatz 8. 15.: Johann Hein­rich schafer III, Taglohner, 74 I., Wilhelmstraße 71.

* .Leistungssteigerung durch gesun­de Lebensführung." Im Rahmen der Aus­stellung Jtampf der Krankheit", die die Kranken­kasse des Deutschen Handlungsgehilsenverbonde» im Heim der Ortsgruppe Gießen, Lonystraßc, veran­staltet, wurde am Donnerstag ein aufschlußreicher Vortrag über das Thema: «Leistungssteigerung durch gesunde Lebensführung" geholten Der 1Keb­ner, Herr Dr. Knaufs, ging bei seinen Be­trachtungen in der Hauptsache von der Person des kaufmännischen Angestellten aus und kennzeichnete in umfassender Weise die Möglichkeiten der Lei­stungssteigerung durch gesunde Lebensführung ge­rade im Beruf des Handlungsgehilfen. Man hörte an Hand von vielen Lichtbildern von den Ein- flüsten, die von schlecht Aplüsteten und ungenügend beleuchteten Räumen ausgehen, von den schädlichen Auswirkungen ungeeigneter Sitzmöbel, falsch ein­gerichteter Räume, von den Gefahren der Infektion in stark besetzten Büros, von Gefahren des lanncn Stehens und der an sich geringen körperlichen Be­tätigung. In der Gegenüberstellung wurden alle Möglichkeiten aufgezeigt, die die erwähnten Schädi­gungen verhindern können. Im zweiten Teile des Vortrages beschäftigte sich der Redner, ebenfalls wieder an Hand sehr instruktiver Lichtbilder, mit derHäuslichen Krankenpflege" und gab hierbei eine Fülle von praktischen Winken und Ratschlägen, Verhaltungsmaßregeln usw, die die Pflege des Kranken im Hause außerordentlich erleichtern kön­nen. Der Vortrag wurde von den Zuhörern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. An den Vortrag schloß sich eine Besichtigung der Ausstellung an.

" Große Heiratslust in Gießen Im Gegensatz zum Vorjahre mit 17 Eheschließungen In der Weihnachts- und Neujahrszeit bringt die Woche von Weihnachten bis Neujahr in diesem Jahre 36 Heiraten. Davon werden am heutigen Samstag 2t Trauungen vollzogen, eine Eheschließung findet am 27. Dezember statt, 14 Hochzeiten »erben am 30. Dezember begangen. Zu diesen vermehrten Ehe­schließungen haben neben dem Vertrauen In die hoffnungsvolleren Verhältnisse im neuen Reich zwei­fellos auch die Ehestandsdarlehen wesentlich beige­tragen. Möchten die Wünsche der jungen Paar« möglichst weitgehend ihre Erfüllung finden!

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weitere Hauptrollen: Idn Wilwt, Paal Otto Dieser Film bedeutet ein Lachen ahne Ende and wird das isgssgssprlch voa Blelei sein

dazu rcichh. Beiprogramm u. die Ufa-Ton-Woche Spielzeit, am Sonntag, 24. Dezember nur 36 Uhr sonst tÄgl. 3, 5.30, 8.30 Uhr

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Der Film neigt in spannender Handlung, welche große Taten ein Volk in nationaler Liebe und Treue tu seiner Heimat fähig ist nuL

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Weihnachts-Feier

am 26. Dez. 1933 (2. Weih­nachtstag) um 20 Uhr, im Caf6 Leib 7?oeD

Großes Reichswehrkon- zert des Musikkorps des I. (Hess.) Grenadier-Bat. 16. Inf.-Rgt. u. Leitung d.

Herrn Obermusikmeisters Ernst Krauße. Vollzähbges Erscheinen der Kameraden und Angehörigen wird erwartet. Saal­öffnung 19 Uhr. Der Führerrnt.

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Am 2. Feiertag:

Frühschoppen Konzert

und am 3. Feiertag;

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Die Mutter: Wo speisen wir an den Festtagen?

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Die ganze Familie: In den Bahnhof-Gaststätten

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