Keller, Speicher und Stall
warmen
Während sich der Kampf
gegen die Mücken im
Du bist Deutscher!
Arbeite mit am WHW.
Speicher und Stall jurücf, um dort die Sommermonate in Ruhe abzuwarten.
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(,aten 8l8fle" nid)t nur wlrtl<f>afM fonbern au* tuUurell auf b-achlllch- H°h-
h.hVufen beuttte Schule Ser »ebner f*Oberte in feinen weiteren Husfübrunflen feine (EinbrMe non oertoiebenen beutldjen 6ieblungen in Bosnien, ine unter großen Opfern «eich-,«-» worben feien in denen sich aber lewer auch keine höhere beutfdje Äuüur habe entwickeln können. Bosnien fei em Land dessen deutschen Bewohnern nur von außen her geholfen werden könne. Diel deutsches Blut sei außerdem im Lande verstreut, und viele dieser Volksgenossen wüßten tcyim mehr um ihre völkische Abstammung. In Slaoonien finde sich wohl ein opferbereites Deutschtum vor, der Kampf aber um
Sommer In erster Linie gegen das Larven- und Puppenstadium richtet, erfolgt die Wintermückenbekämpfung dadurch, daß die überwinternden Mücken in ihren Schlupfwinkeln durch Zerstäuben von Pulver oder von chemischen Flüssigkeiten, die von vielen industriellen Werken in den Handel gebracht werden, abgetötet werden. Es ist auch durchaus möglich, durch einen elektrischen Staubsauger die an den Decken und Wänden sitzenden Mücken ab- zufangen. Von der früher angewandten Methode des Abflammens mit einer Lötlampe muß wegen der damit verbundenen Feuergefahr gewarnt werden.
Die Wintermückenbekämpfung führt aber nur dann zum Ziel, wenn sie in den Wintermonaten zweimal in einem Abstand von einigen Wochen vorgenommen wird, das erstemal im November oder Dezember, das zweitemal im Januar oder Februar. Bei der starken Flugweite der Mücken ist es selbstverständlich, daß alle Bekämpfungsmethoden nur dann erfolgreich sein können, wenn sie gemeinschastlich und einheitlich in ganzen Wohnvierteln durchqeiührt werden. Es ist natürlich durchaus empfehlenswert, bei der Mückenbekämpfung die Hille von Personen zu Rate zu ziehen, die mit den Bekämpfungsmethoden vertraut sind.
/Deutsches Leben in Jugoslawien.^
Der Gau Ausland im NS. - Lehrerbund des K r e i f e s'G i e ß e n hielt unter Leitung von Kreisschulrat Dr. Henß gestern nach- mittag im Physiksaal der Schillerschule eine Versammlung ab, die von zwei Vorträgen ausgefüllt war.
Zunächst sprach Universitätsprofessor D. Cordier vom deutschen Leben in Iugoslavien. Seinen Ausführungen sei folgendes entnommen: Iuaosla- vien sei einer jener Staaten, die nach dem Weltkrieg auf dem Nationalitätenprinzip neu aufgebaut worden seien. Es sei ein Land der Widersprüche und der Kulturscheide: südlich der Orient, nördlich der Okzident. Orthodoxe Kirche und Moschee begegneten sich hier in charakteristischem Gegenüber. Die Save lei die Grenze zwischen Orient und Ozi- dent. Iugoslavien sei der Staat der befreiten Serben, der Kroaten und der Slovenen. Mancherlei andere Völker beeinflußten aber das Geschick de' Landes. 700 000 Deutsche leben in Iugoslavien Sie seien hauptsächlich in der Batschka und im Banat vereinigt. Das Deutschtum im Banat und in der Batschka sei allerdings nicht zu vergleichen mit dem Deutschtum in Siebenbürgen, denn es handle sich hier um Siedlungen aus dem 18. Jahrhundert. Die Deutschen in Iugoflaoien seien Untertanen geblieben. Sie seien in ein Land der Sümpfe und der Malaria geraten, aber auch in ein Land der üppigsten Fruchtbarkeit. Die Batschka- und die Banatbauern feien zwar reich geworden, zu höherer eigener Kultur hätten sie es aber nicht gebracht. Vielmehr schielten sie zum Schaden ihres Volkstums nach Budapest. Durch den Krieg sei allerdings auch hier Wan- del geschaffen worden. Heute- wende sich die 3m cf«
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— Tageskalender für Donnerstag: Stadttheatcr, 20 bis 22.30 Uhr, „Am Himmel Europas" (Deutsche Bühne). — Gießener Konzertverein, 20 Uhr, Stadtkirche, Konzert Professor Günther Ramin. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verdun".
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Deutsche Bühne, Reihe 1: ungerade Mitgliedsnummern, das Schau- spiel: „Am Himmel Europas" von Schwenzen- Malina: Spielleitung: Anton Neuhaus. Ende: gegen 22.30 Uhr. — Freitag, 24. November, 8. Vorstellung im Freitag-Abonnement: „Wenn der Hahn kräht", Dolksftück von August Hinrichs: Spielleitung: Anton Neuhaus. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22 Uhr. — Sonntag, 26. November, außer Abonnement zu ermäßigten Preisen Erstauf- führung des Schauspiels „U-Boot 116" von Karl Lerbs. Spielleitung: Kurt Lüpke. Spieldauer von 19.30 bis 21.30 Uhr.
— Die Volkshochschule macht darauf aufmerksam, daß zu dem heute abend stattsindenden Lehrgang über „Erbgesundheits- und Rassenpflege", sowie zu allen übrigen Lehrgängen noch Anmeldun- gen jederzeit erfolgen können. Näheres siehe heutige Anzeige.
•* Der preußische Buß- und Bettag machte sieh gestern im Straßenverkehr unserer Stadt erheblich schwächer bemerkbar, als in früheren Jahren. Zwar ging das Ausmaß des Verkehrs über den gewohnten alltäglichen Rahmen hinaus, aber die Menschenmassen, die man früher an diesem läge hier zu sehen gewohnt war, blieben gestern doch aus. Die Reichsbahn ließ mittags und abends die Züge in Richtung Wetzlar und Marburg verstärkt fahren: aber auch da zeigte sich die geringere Frequenz deutlich. Es ist auch hier unverkennbar, daß der Sinn für die Heilighaltung dieses hohen Feiertags unserer evangelischen Kirche seit der nationalsozialistischen Revolution sich erfreulicherweise mehr als früher wieder durchlebt
•• Die Aliceschule einschließlich des Fröbel- Seminars veranstaltet am Freitag und Samstag dieser Woche eine Nachmittagsunterhaltung. Eine Ausstellung aller Arten von Bastelarbeiten, Nadel- arbeit, Hausarbeit und Speisen soll Interesienten Anregung geben. Vorführungen von Kleidung»- stücken, Turnübungen, Kinder und Märchenspielen sollen für Kurzweil sorgen. Die Räume werden um
die Erhaltung der völkischen Eigenart sei fast aus- sichtslos. In feinen weiteren Schilderungen wandte sich der Vortragende bann dem Deutschtum im Banat und in der Batschka zu, die zwar die Säulen des Deutschtums in Iugoslavien seien, aber auch setzt durch die mangelnde Absatzmöglichkeit ihrer Produkte in großem Notstand wären. Dabei sei ein unsozialer Geist eingezogen, der einer Krisis zu- (teure. Unaufhörliche, wenn auch in der Form nicht Immer glückliche Arbeit für das Deutschtum werde von dem Deutschen Kulturbund in Nowisat geleistet. Schließlich berichtete Prof. D. Cordier noch verschiedene Beispiele völkischer Aufopferung. Die Deutschen in Iugoslavien seien zum größten Teil an der Deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts vorüber- gegangen. Als ein Segen habe sich der Vertrag von Trianon insofern erwiesen, als er das Deutschtum von Ungarn losriß und auf sich selbst verwies. So sei das Deutschtum in Iugoslavien zur Teilnahme am Geschick des Mutterlandes geführt wor- den. Heute aber sei feder mehr oder weniger mit Herz und Seele mit dem neuen Deutschland verbunden. Das bedeute für das Mutterland eine ernste Verpflichtung. (Lebhafter Beifall.)
Den zweiten Vortrag hielt Frl. Schumacher- Wuppertal-Barmen. Die Rednerin sprach aus eigner Erfahrung über das gegenwärtige deutsche Leben in Südwestafrika. Sie umriß zunächst die Geschichte der deutschen Kolonie Südwestafrika, kenn- zeichnete die geographischen Verhältnisse des Landes und schilderte sehr anschaulich die Typen der eingeborenen Bevölkerung. Mit besonderem Interesse wurden ihre Ausführungen über den Kampf um die deutsche Schule ausgenommen, mit ebenso großem Interesse hörte man auch von dem Verhältnis zwischen den Deutschen und der Mandatsherrschaft, von den Praktiken der englischen Mandatsregierung zur Unterdrückung des Deutschtums und schließlich von der Arbeit, die deutsche Dereiniaungen zur Unterstützung des Deutschtums in Südwestafrika leisten. Der Vortrag wurde durch die Schilderung einer Fülle kleiner eigner Erlebnisse und durch eine Anzahl Lichtbilder illustriert.
Kreisschulrat H e n ß schloß mit Dank an die Vortragenden die anregende Versammlung.
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* Gießen, 23. Noo. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,40 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 14 bis 15, Wirsing, das Pfund 8 bis 12, Weißkraut 6 dis 7, Rotkraut 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 10, Spinat 12 bis 15, Römifchkohl 10, Unterkohlrabi 6 bis 7, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 25 Pf., Feldsalat 1 Mk., Tomaten 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 20 dis 25, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3/4 Pf., der Zentner 2,50 bis 2,80 Mk., Aepfel, das Pfund 10 bis 18 Pf., Birnen 10 bis 15, Honig 40 bis 45, Nüsse 40 bis 60, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Gänse 60 bis 70, Tauben, das Stück 40 bis 50, Blumenkohl 35 bis 50, Salat 5 bis 10, Endivien 5 l»s 10, Lauch, 5 bis 10, Rettich 10, Sellerie 5 bis 25 Pf-
Gesundheit für die Innung, deren Mitglieder und das Fleischerhandwerk tätig zu fein, zumal damit auch unserem neu erstandenen, geeinten Vaterland gedient wird. Die Fleischer-Innung Gießen hat es sich nicht nehmen lassen^ ihrem langjährigen Geschäftsführer in der Generalversammlung am letz- ten Montag die ihm gebührende Ehrung zuteil werden zu lassen, und hat ihm u. A. die „Goldene Ehrennadel" der Innung überreicht.
TlSOAp.
In der Ortsgruppe Gteßen-Süd findet am morgigen Freitag, 24. November, 2030 Uhr, im Physiologischen Institut, Friedrichstraße, ein Luftschutzabend für die Zellen 4, 5 und 6 statt. Pg Schuchhardt von der Technischen Nothilfe wird über das Thema „Bau und Einrichtung von Luft- schutzräumen" sprechen. Die Mitbürger tm Bereiche Der Zellen (Frankfurter Straße, Bahnhöfe und Schiffenbergertal) sind zu diesem Vortrag einge- laden. , _ . k,
Der NS.-Lehrerbund Gießen-Stadt hält am morgigen Freitag um 16 Uhr in oer Turnhalle der Oberrealschule eine Dezirksversamm hing ab, In deren Mittelpunkt -in Vortrag über „Nationalsozialismus und Iugendbünde stehen wird. 0 t
Die NS. - Beamtenabteilung, K reis Gießen, hat am kommenden Montag 27 Noo von 19 bis 20 Uhr, im Saale des Caf6 Leib zu Gießen einen Schulungsabend. Der Kreisschulungs- leiter der NS Beamtenabteilung Dr. Wodaeae spricht über das Thema „Der deutsche Beamte im Wandel der Zeiten bis zum Dritten Reich
Bezug verbilligtet- Kartoffeln.
Alle hilfsbedürftigen Sozialrentner, die noch keine Kartoffeln erhalten haben, wollen sieh bei Heinrich Böhling bis spätestens Samstag, 25. November, meIl>en®e|amtöerbanb deutscher Arbeltsoofer in der
Deutschen Arbeitsfront, Zahlstelle Gießen.
Oie Uluefenbefomprunq im Wmter
Die günstigen Witterungsverhältnisse des letzten Jahres haben uns nicht nur eine reiche Ernte und einen guten Wein beschert, sondern gleichzeitig auch zu einer starken Vermehrung der Fliegen, Mücken und mancher anderer menschenfeindlicher Parasiten geführt. Es sei hier nur auf die starke Vermehrung er Ohrwürmer hingewiesen Auch die lästigen Stechmücken haben sich im letzten Sommer viel stärker bemerkbar gemacht, als in den vorhergehenden Jahren. Da nun all diese Parasiten nicht nur den Menschen lästig fallen, sondern auch gefährlich werden können, da sie ohne Zweifel Die Erreger von Infektionskrankheiten übertragen, so ist es unbedingt erforberürf), der Bekämpfung dieser Insekten stärkste Aufmerksamkeit zuzuwenden.
Es klingt vielleicht widersinnig, jetzt im Winter von einer Mückenbekämpfung zu reden, und es ist auch durchaus richtig, daß die Houptzeit der Mückenbekämpfung die Sommerzeit ist, aber trotzdem wird die Sommermückenbekämpfung nur dann erfolgreich fein, wenn sie durch eine energisch durchgeführte Mückenbekämpfung in den Wintermonaten ergänzt wird. Wie bei der Bekämpfung aller tränt- hestsübertragenden Insetten, so muß auch bei der Mückenvernichtung die Lebensweise dieser Tiere berücksichtigt werden, wenn man Fehlschläge vermeiden will.
Die wichtigsten uns belästigenden Mückenarten legen in den warmen Sommermonaten Ihre Eier im Wasier ab, aus denen sich nach einiger Zeit die Larven entwickeln. An das Larvenstadium schließt sich dann das Stadium der Puppen an, und aus der Puppe schlüpft nach einiger Zeit die ertige Mücke hervor, die bann wieder ihre Eier ns Wasser legt. Dieser Entwicklungstreislauf spielt ich jedoch nuj Im Sommer ab. Im Winter zieht ich die erwachsene Mücke zum Winterschlaf in
1430 Uhr im Lass Leib geöffnet wo ein Kasperl und allerlei Spielbuden für Unterhaltung der kleinen sorgen werden, bis um 16.30 Uhr die Vorführungen für die Erwachsenen beginnen.
"Slraßensperrungs Nachrichten, mit- geteilt vorn Oberhessischen Automobil-Club E. B. Gießen: Folgende Sperrungen werden aufgehoben: Die Sperre der Straßenftrecke Ranstadt—Selters ab 26. November, die Sperre der Straßenftrecke Düdelsheim—Findörferhof ab 27. November.
Schöffengericht Gießen
Dem Arbeiter W. K., zur Zeit In Untersuchungs- haft, wurde oorgeworfen, ein Fahrrad unterschlagen und außerdem eine Urkundenfälschung begangen zu haben. Die gestrige Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte sich von seinem Brotgeber in Lollar ein Fahrrad lieh, um auf den Gießener Wochenmarkt zu fahren. In Gießen verkaufte er das Fahrrad an einen Fahrradhändler. Um das zu ermöglichen, bediente sich der Angeklagte des Namens seines Arbeitgebers. Der Vertreter der Anklage beantragte unter Würdigung der Umstände, daß der Ange- klagte in Notlage handelte, auf der anderen Seite aber einen schweren Dertrauensbruch gegenüber seinem Arbeitgeber beging, eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Das Gericht erkannte auf sechs Wochen Gefängnis unter Anerkennung von einem Monat Untersuchungshaft. Strafmildernd fiel außer den oben angegebenen Umständen die Tatsache ins Gewicht, daß der Angeklagte lediglich einmal wegen Bettelei vorbestraft ist.
Sodann hatte sich das Gericht mit dem schon einschlägig Dorbeflrarten Kaufmann Karl ® e r n a n b aus Gießen zu beschäftigen, dem die Anklage den Tatbestand des Betrugs zum Vorwurf machte Anfangs 1932 bestellte der Angeklagte, der Wohlfahrts- Unterstützung bezog, von einer Berliner Firma einen Posten Maskenkostüme im Werte von etwa 900 Mk. In einem Briet an die Firma stellte sich der Angeklagte als durchaus gut situierten, seriösen Geschäftsmann dar, was die Firma zur Lieferung der Baren veranlaßte. Der Kaufpreis blieb jedoch aus. Der Angeklagte machte sich damit des Betruges tm Rückfalle schuldig Der Staatsanwalt beantragte eine Gesängnisstrafe von sechs Monaten. Das Urteil lautete auffünfMonateGesängnis. D^e Kosten trägt der Angeklagte.
Der Schneider Wilhelm R isken aus Gießen beleidigte die Regierung der nationalsozialistischen Revolution. Weiter machte sich der Angeklagte des Hausfriedensbruches und der schweren Körperverletzung schuldig, indem er dem Zeugen Dehrum mit einem Bierglas derart auf den Kops schlug, daß der Mann sich in ärztliche Behandlung begeben muhte. Entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts verurteilte das Gericht den Angeklagten zu sieben Monaten Gefängnis unter Anrechnung von fünf Wochen Untersuchungshaft. Straferschwerend kamen die Vorstrafen und das ganze Serbelten des Angeklagten in Betracht.
Wegen gröblicher Beleidigung der SA. erhielt die Ehefrau Cäcilie Velten, geb. Baumann, die schon oft vorbestraft ist, eine Gefängnis st rase von dreieinhalb Monaten. Außerdem trägt die Angeklagte die Kosten des Verfahrens.
Obecheffen
Dereinsführer Karl L o
das Vaterland.
mit und
Gemeinden längere Zeit beschäftigen zu können.
Bürgermeister Ritter (Bingen) schilderte im weiteren Verlauf der Versammlung die Stellung der Bürgermeister im neuen Staat.
Der Versammlungsleiter schloß die Sitzung dem dreifachen „Sieg-Hell! auf den Führer
heißen. Sodann überreichte Herr L o tz dem ->ange»- bruber Ludwig Wolf für 25jäbrige «ängertötigkelt im ehemaligen Lahntalsängerbund eine «bren- urkunde und die Sängernadel. Bei guten abor»ertrügen. geleitet von Lehrer Ilge J
heiteren Darbietungen verbrachten bie Mitglieder
einige frohe Stunden. _ ...
Langsdorf, 21 Noo. Heute wurde hier einer unserer letzten Veteran en von 1 870/71 zu Grabe getragen, der ehemastae Schuhmacher und Eisenbahner Balthasar luö- w i g. Der aus Rodhelm o. d. H. Gebürtige ruckte 1870 mit dem Gießener Regiment ins Feld und machte den ganzen Krieg mit, zuletzt beim Sanitätspersonal. Dem «m 84. Lebensjahre Verstorbenen erwies der Kriegerverein die üblichen militari-
beschaffungsprograrnm durchgeführt werden.
ch Lich, 22-7100. Am Samstagabend beging der Männergesangverein „Eäcili e'. einer der ältesten unserer Provinz, den ZeitoerlMtnissen entsprechend in schlichter Weise die Feier seines 9 6. Stil- tungsfestes. Ehrenmitglieder, aktive und passive Mitglieder und deren Familien wurden von dem rübrer Karl Log herzlich willkommen ge- Sodann überreichte Herr Lotz dem Sange»- an .(I c.-.- OEiSL-l lirtf#11
Eine Melkerschule auf dem Selgenhof bei Ulrichstein.
Don der Landesbauernschaft Hessen- Nassau (Bauernkammer) wird uns mitgeteilt:
„Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Hauptabteilung II, kann jetzt auch eine M e l k e r s ch u l e ihr eigen nennen. Am 4. Dezember wird auf dem Versuchs- und Lehrgut Selgenhof bei Ulrichstein der erste zweiwöchige Lehrgang für Bauernsohne und Junglandprirte eröffnet werden.
Das Milchvieh ist mit der wertvollste Teil des Inventars des bäuerlichen Betriebes, seine sorgfältige Pflege und Fütterung ist die wichtigste Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft. Hierzu ge- hört vor allem auch sachgemäßes Melken, wird hierdurch doch nicht nur der Milchertrag er- höht, sondern vor allem auch die Gesundheit und die Lebensdauer der Milchkühe verlängert. Wie oft sind Euterentzündungen und dadurch verursachte Dreistrichigkeit ausschließlich eine Folge mangelhaften Melkens. Leider haoen oft unsere Bauernsöhne für den Kuhstall nicht bas erforderliche Interesse. Sie überlassen der Mutter, den Schwestern oder der Magd die Pfleae der Kühe, und nur im Falle dringender Not nehmen sie auch einmal selber den Melkeimer zwischen die Knie, obwohl sie an manchem kurzen Wintertag, wenn die Außen- arbeit ruht, den dann mehr beschäftigten Frauen diese Arbeit sehr gut abnehmen könnten. Um bei den Iungbauern hierführ mehr Verständnis zu wecken, ist die neue Melkerschule ins Leben gerufen. In eingehenden theoretischen Unterweisungen und vor allem in praktischen Hebungen werden die jungen Leute mit allem vertraut gemacht, was man für die Zucht und für die Haltung des Rindviehs können und wissen muh. In freundlichen Räumen werden die Teilnehmer des Lehrgangs wohnen. In fröhlicher Kameradschaft wird ein Wetteifer einsetzen, den richtigen Tielfgriff am schnellsten zu erlernen und die sauberste Milch zu ermelfen. Außer zwei wissenschaftlich vorgebildeten Beamten und dem Melkmeister des Gutsbetriebes werden der Direktor des zuständigen Tierzuchtamtes, ein Veterinärrat und mehrere Landwirtschaftsräte sich um die Belehrung der Teilnehmer bemühen.
Es ist zu hoffen, daß die Lehrgänge bet unseren Bauern das Verständnis finden, das sie verdienen, und daß sie unseren Iungbauern und -bäuerinnen — ein Lehrgang für Mädchen wird bald folgen — helfen, geschickter für ihren schönen Berus zu werden. Wissen und Können ist das Rüstzeug, das auch der im Dritten Reiche wieder zu der verdienten Achtung gekommene deutsche Bauer nicht entbehren kann. Möge die neue Melkerschule recht vielen beides vermitteln.
Anmeldungen und Anfragen sind an die Landes- bauemschaft Hessen - Nassau, Hauptabteilung II (Bauernkammer), Darmstadt, oder an das Tier- zuchtamt Gießen zu richten. Die Teilnehmergebühr beträgt für den ganzen Kursus 6 Mark. Für Wohnung und reichliche Verpflegung werden je Tag 2 Mark berechnet. Für das Kostgeld wird auch gesunder, trockener Hafer in Zahlung genommen.
Bürgermeisterversammlung in Nidda
O Nidda, 21. Nov. Dieser Tage fand hier Im Garnbrlnussaal die Monatsversammlung der Bürgermeister des Kreises Büdingen unter Leitung des Vorsitzenden. Bürgermeister Albrecht (Düdelsheim), statt. Als Ehrengäste waren anwesend Kreisdirektor Dr. Gähner und Regierungsrat Dr. Lotz vom Kreisamt Büdingen, Bürgermeister Ritter (Bingen) als Vorsitzender des Gemeindetages, Dr. L i st vom Arbeitsamt Gießen, Kreisbauernsührer Hofmann (Ranstadt), Kreisbetriebszellenleiter Weber (Ranstadt), Kreis- obftbauinspektor Metternich (Büdingen) und Obstbauinfpektor Pfeiffer von der Bauernkammer. Der Einladung waren fast alle Bürgermeister gefolgt.
Dr. L i st sprach zuerst über die Arbeitsbeschaffung in den kommenden Wintermonaten. Er hoffe, durch Mehrbeschäftigung in den Silin- brüchen und durch Holzhauerarbeiten ein Anwach- sen der Arbeitslosenzahl vermeiden zu können. Außerdem bat er die Bürgermeister, bafür einzutre- ten, daß die Anträge für die Herstellung von In- standsetzungsarbeiten an Gebäuden und für die Gewährung von Zuschüßen zur Herstellung von Woh- nungen recht zahlreich eingereicht werden, damit auch dadurch eine Entlastung des Arbeitsmarktes eintrete. Weiterhin solle durch Notstandsarbeiten eine planmäßige Obstbaumbehandlung gegen pflanz- liehe und tierische Schädlinge vorgenommen werden. Man hoffe, auf diese Weise 443 Arbeitslose in 30
Schweincmarlk in Friedberg.
Friedberg, 22.Nov. (WSN.) Der Austrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 405 Jungtiere. Ls wurden bezahlt für sechs Wochen alle Tiere 8 bis 10 Mk., für 6 bis 8 Wochen alte 10 bis 12 Mk., für 8 bis 12 Wochen alte 12 bis 16 Mk. Der Markt wurde geräumt.
Landkreis (»Heften
• Staufenberg, 21, Noo. Arn Sonntag veranstaltete der Turnverein Staufenberg im Saale der Burg einen Werbeabend xugun- stenderWinterhilfe. Nach einleitenden Worten des 1. Vereinsführers und einem Sieg-Heil! auf den Reichspräsidenten, den Volkskanzler und die Reichsregierung begann unter Mitwirkung einer Musikkapelle das turnerische Programm. Sämtliche Uebungen der Geräteturner, der Turnerinnen und besonders der neu ausgestellten Bodenturngruppe fanden lebhaften Beifall. 35 Mk. konnten als Ertrag her Veranstaltung dem Winterhilfswerk zugeführt werden.
? Reiskirchen, 22. Noo. Der hiesige G e • werbeoerein hielt am Samstagabenb eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der Orts- ?Gruppenführer des NS.-Hago D e b u s, der als teUoertretenber erster Vorsitzender die Versammlung leitete, gab einen genauen Rechenschaftsbericht. Insbesondere berichtete er den Inhast einer Besprechung, die er am Tage zuvor in Darmstadt gehabt hatte. Das (Ergebnis Der lebhaften Aussprache war die fofortiae Auflistung des Vereins durch einstimmigen Beschluß. Der seitherige erste Vorsitzende, Bürgermeister Launspach, wird als Beisitzer In den Ännungsausschuß ausgenommen. Das gesamte Vermögen, das durch sparsames Wirtschaften nicht gering ist, wird auf Verlangen dem ynnungsaus- schuß zur Verfügung gestellt. Anschließend fanb eine Mitgliederversammlung des N S. - H a g o statt. Ortsgruppenführer D e b u s wußte hier zu berichten, daß durch die Tätigtest der Regierung auf dem Gebiet der Arbeitsbeschaffung em neuer Schaffensdrang durch das Volk, geht, und daß hierbei ganz besonders der gewerbliche Mittelstand berücksichtigt wird, verdient besondere Anerkennung. Durch die Gewährung von Zuschüssen für Bauzwecke ist gerade in unserer Gemeinde eine große Anzahl von Neu- und Umbauten vorgesehen, so daß für das gesamte Bauhandwerk, wie Maurer, Weißbinder, Zimmerer, Pflasterer usw. Beschäftigung bis in das Frühjahr gewährleistet wird. Der Sprecher wies darauf hin, daß jeder Handwerker richtig kalkulieren soll. Jedoch solle er sich davor hüten, durch Unterbietung sich selbst Schaden zuzusügen. Zum Schluß wandte er sich noch gegen die Warenhäuser und die damit verbundene Benachteiligung des Mittelstandes, die jedem Volksgenossen klar vor Augen stehen müsse. Sein „Sieg-Heil" gatt dem neuen Deutschland und seinem Führer Adolf Hiller.
is. Steinbach, 22. Nov. Der Fußball- sportoerein 1 926 eröffnete am Sonntag im Saale „zum Einhorn" den Reigen der Winterveran- jtaltungen mit der Operette „Der Postillion von Rothenburg". Die Rollen war sehr gut besetzt, sämtliche Spieler gaben ihr Bestes. Anschließend fand eine Verlosung und Tanz statt. — Am Montaa begannen die Holzhauerarbeiten im hiesigen Gemeindewald Es wird in drei Rotten zu je acht Mann gearbeitet. Der Anfall an Holz beträgt etwa 1200 Festmeter.
> Holzheim, 22. Nov. Am Montagabend wurde hier eine Ortsgruppe der NS. -Frauenschaf t gegrünhet Als Rednerinnen waren anwe send Frau Dr. Harth (Allendors a. d. Lumda) und Frau Brinkhof (Kassel). 49 Frauen traten als Mitglieder bei. Frau Sophie Jung wurde zur Führerin bestimmt. — Bei der dieser Tage abgehaltenen W a l d j a g d wurden 6 Rehe und 52 Hasen zur Strecke gebracht. Gegenwärtig werden hier Bohroersuche zur Erfassung einer Quelle für eine Wasserleitung oer Gemeinde Holzheim unternommen. Die Arbeiten sollen im Arbeit»-


