Iichem Gegensatz befinde. Die einzige Möglichkeit, gegen den Strom zu kämpfen, der das Land in eine unbegrenzte Inflation hineintrage, liege darin, die öffentliche Mei- nuny dagegen mobil zu machen und zu organisieren. Weil er zu einer derartigen Bewe- ?ung das Seine beitragen wolle, verlasse er einen P o st e n. Er sei fest davon überzeugt, dah eine Politik der Dollarentwertung durch Goldankäufe im Auslande keineswegs zu einer schnellen Erhöhung der Warenpreise führen werde. Präsident Roosevelt hat das Rücktrittsgesuch angenommen, ohne sich dazu zu äußern.
Ein Lehrauftrag für Geschichte und Wesen des Nationalsozialismus.
Darmstadt, 22. Nov. (WSN.) Das Staats» prefseamt teilt mit: Dem Leiter der Reichspropagandastelle Hessen, Pg. Trefz, ist durch das Hessische Staatsministerium, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst, und Volkstum ein Lehrauftrag in der Technischen Hochschule Darmstadt über „Geschichte und Wesen des Nationalsozialismus" erteilt worden. — Bei dieser Gelegenheit kann darauf hingewiesen werden, daß Pg. Trefz der erste Schulungsleiter war, der an höheren Lehranstalten politische Schulungskurse eingerichtet hat.
Auflösung des „Studentenkamps- bundes Deutsche Christen^.
Berlin, 22. Nov. (TU.) Die Deutsche Stuben- tenschaft teilt mit: Der Führer der Deutschen Studentenschaft Dr. S t ä b e l, hat angeordnet, daß auf allen Hochschulen des Reiches der „Studentenkampfbund Deutsche Christen" a u f g e l ü st wird, da er eine der einheitlichen Linie der Studentenschaft zuwiderlaufende Sonderpolitik getrieben hat. Das Vermögen des Studentenkampfbundes fällt der Glaubensbewegung „Deutsche C h r i st e n" zu. Die fachliche theologische Arbeit der Studentenschaften wird ausschließlich von den theologischen Fachschaften geleistet werden.
Reichsbaudarlehen für Eigenheime.
Berlin, 16. Nov. (WTB.) Das Reich fördert bekanntlich den Eigenheimbau durch Gewährung von sog. Reichsbaudarlehen. Diese Reichsbaudarlehen können Baulustige erhalten, wenn sie über Eigenkapital i n H ö h e v o n 3 0 P r o z e n t des Bau - und Bodenwertes verfügen. Sofern der Bewerber bereits eine schuldenfreie Parzelle besitzt, wird der Wert dieses Grundstückes auf das Eigenkapital angerechnet. Anträge auf Reichsbaudarlehen, die zu günstigen Bedingungen gegeben werden und als erste oder zweite Hypothek einzutragen sind, müssen an die von den Ländern bestimmten Stellen gerichtet werden. In Betracht kommen hierfür in erster Linie die Gemeindeoorstände und die Landrats- ömter. Um die Bautätigkeit auch im Winter möglichst aufrechtzuerhalten, hat der Reichsarbeitsminister dieser Tage in einem Runderlaß die b e - schleun ' gte Bearbeitung oller Anträge auf Reichsbaudarlehen und eine großzügige Auslegung der Bestimmungen angeordnet.
Kleine politische Nachrichten.
Dem ständigen Getreideausschuß teilte Mussolini mit, daß die Brotgetreideernte des Lahres 1933 bei einer Anbaufläche von 5085934 Hektar 81 003 200 Zentner betragen habe. Die Durchschnittserzeugung von 15,9 Zentner je Hektar ist die h ö ch st e, die die Geschichte der italienischen Landwirtschaft bisher verzeichnet habe. Die „Getreideschlacht" habe also zu einem vollständigen Erfolg geführt.
Das dänische Folkething erteilte mit 124 gegen die beiden kommunistischen Stimmen die Erlaubnis, ein gerichtliches Verfahren gegen den kommunistischen Folkething-Abgeordneten Axel Larsen wegen Verhöhnung einer fremden Macht einzuleiten. Larsen hatte in einer Versammlung in Apenrade eine Hakenkreuzfahne zerrissen und sie eine „Mörderflagge" genannt.
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Das lettländische Parlament hat mit 57 gegen 23 Stimmen entsprechend einer Forderung der Regierung beschlossen, die Immunität der kommuni st ischen Fraktion aufzuheben. Die sieben Kommunisten, die beschuldigt sind, eine die Sicherheit des Staates untergrabende Tätigkeit entfaltet zu haben, wurden sofort nach Schluß der Sitzung verhaftet.
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Bei der ' Unterhausnachwahl in Rotland und Stamford erzielte der konservative Kandidat mit einer Mehrheit von nur 1787 Stimmen einen äußerst knappen Sieg über seinen arbeiterparteilichen Gegner. Der konservative Lord Wil- loughby erhielt 14 605 Stimmen gegenüber 19 086 bei den letzten Wahlen. Der Sozialist Gray vereinigte 12 818 Stimmen auf sich gegenüber früher 7446.
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Zwischen Polen und Italien soll ein Vertrag auf Lieferung v»nl,6Millionen Tonnen ostoberschlefischer Kohle an Italien abgeschlossen worden sein. Italien soll sich seinerseits verpflichtet haben, zwei Handelsschiffe für die polnische Handelsmarine zu bauen. Die Lieferzeit der Kohle soll sich auf vier Jahre erstrecken. Die norwegische Regierung hat ein Einfuhrverbot für polnische Kohle erlassen, da Norwegen auf Grund des Handelsvertra- ges mit England künftig gezwungen sei, 70 v. H. es gesamten Kohlenbedarfs aus England zu beziehen.
Im Yokohama ist das erste Mutterschiff für Unterseeboote erbaut worden, das eine Wasserverdrängung von 10 000 Tonnen hat und mit vier Fliegerabwehrgeschützen und sieben zwölfzölli- gen Geschützen ausgerüstet ist. Das Schiff ist in sieben Monaten erbaut worden und soll das modernste Kriegsschiff der japanischen Marine sein.
Aus aller IRelt
Eine Weimarer Tagung der Gloubensbewegung „Deutsche Christen".
Ln Weimar findet am 23. und 24. November 1933 eine Herbsttagung der Glaubensbewegung statt, an der sämtliche Landesleiter, Gauobleute und Referenten der Reichsleitung und Gaue teilzunehmen haben. Die Tagung steht unter Leitung des Reichsleiters, Bischof Hossenfelder, und sieht u. a. folgende Referate vor: Bischof Peter: „Ziel und Front im volksmissionarischen Kampf"; Dr.
Vorbildliche Neugestaltung der Berliner Gemälde-Galerie.
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Blick in einen Saal des Kaiser-Friedrich-Museums in Berlin, das völlig umgestaltet wurde. Die Grundsätze, nach denen man bei der Neuaufhängung der Bilder verfuhr, dürften für das Mujeums- wefen der ganzen Welt als vorbildlich gelten. Für denjenigen, der historisch interessiert ist, wurde eine genaue kunstwissenschaftliche Ordnung innegehalten, während gleichzeitig alle Ueberfüllung vermieden wurde, so daß jedes Bild vom Besucher yi aller Ruhe genossen werden kann.
Die Geeschlange spukt wieder!
Angst und Schrecken an der schottischen Küste.
In Schottland soll, wie dort allgemein bekannt ist, ein seltsames Ungeheuer aufgetaucht sein, das seit Monaten die Bewohner der schottischen Küste in Angst und Schrecken versetzt. Die Schotten neigen an und für sich zum Aberglauben, und ihre Phantasie überbietet sich in Schauergeschichten über Aussehen des seltsamen Ungeheuers. Ein Augenzeuge berichtete, daß er das Untier gesehen habe, als es etwas im Maul trug, das wie ein Lamm aussah. Nach andern Berichten soll das Untier einen gebuckelten Rücken haben, von dunkler Hautfarbe sein mit „A u g e n , die wie Scheinwerfer a u f l e u ch t e n". Die Wissenschaft wurde natürlich schon längst alarmiert und es wurde versucht, eine natürliche Erklärung für die seltsame Erscheinung zu finden, die die Bewohner gesichtet haben wollen. Jetzt schreibt der naturwissenschaftliche Mitarbeiter einer englischen Wochenschrift, er sei der Meinung, daß das Tier nicht nur wie ein Walfisch aussieht, sondern auch ein Walfisch ist, wahrscheinlich handle es sich um ein noch nicht erwachsenes Exemplar des weißen Wals, dessen Farbe schiefergrau ist. Es sei natürlich auch möglich, daß es sich um einen andern Vertreter der Gattung der Delphine handelt Das Tier, das hier in Frage kommt, dürfte, wenn es überhaupt existiert, auf der Suche nach einem neuen Aufenthaltsplatz für feine Artgenossen sein. Man darf dabei erwähnen, daß vor rund einem Jahr ein Beluga in dem Fjord von Stirling gefangen wurde. Aber im Ganzen wird sein Auftreten in schottischen Gewässern nur in acht Fällen erwähnt. Wahrscheinlich handelt es sich aber bei dem jetzt beobachteten Ungeheuer um einen Schnabelwal, dessen Vorderteil weiß ist. Das Tier kann man gut beobachten, weil es von Zeit zu Zeit zur Atmung an die Wasseroberfläche kommt.
Schon immer hat es erwachsene Menschen gegeben, die sich einredeten, ein Ungeheuer gesehen zu haben, dessen Existenz unmöglich ist. Man braucht nicht an die Drachen und Kentauren der alten Zeit zu erinnern, sondern hat nur nötig, die englischen Blätter früherer Jahrgänge nachzuschlagen. Im Jahre 1882 berichtete der Rektor M u n r o in Schottland, er habe eine Meerfrau mit Fisch- sch wa n z auf einer Klippe sitzen sehen. Munro war Lehrer der Zoologie, seine Schilderung wurde daher vollkommen ernst genommen, in der „Times" abgedruckt und in „Fachkreisen" lebhaft erörtert. Kurz darauf kam aus Kapstadt die Nachricht, eine Meerfrau fei von Fischern gefangen genommen worden, aber gestorben, als man sie im Netz hatte. Die Fischer hätten sie in S a l z gelegt, um sie zu präparieren. Sie wurde als ein schwarzhaariges Wesen mit Paviankopf beschrieben. Bis zur Brust sei sie Mensch, der Körper aber gleiche einem Fisch, an den Seiten und auf dem Rücken habe sie große Flossen. Der Unterkörper sei fischartig mit Schuppen bewachsen und laufe in einen gespaltenen Schwanz aus. Die Sensation in London war ungeheuer, denn man vermutete, daß es sich um dieselbe Meerfrau handelte, die der schottische Rektor gesehen haben wollte. Man kann sich die Spannung der Bevölkerung denken, als die Meerfrau in einem Londoner Caföhaus zur Schau gestellt wurde. Viel später deckte der Re- klamekönig Barn um den Schwindel auf: Man hatte einen Affenkopf mit einem See- löwenleibund einem Haifischschwanz so geschickt zusammengesetzt, daß die Ansatzstellen fast nicht zu sehen waren. Barnum reiste mit dieser Abnormität durch die ganze Welt, bis das Schaustück von Motten so zerfressen war, daß es weder einen guten noch einen glaubhaften Eindruck mehr machte.
W i e n e f e : „Die Ortsgruppen im volksmiffiona- rifchen Kampf": Pfarrer Kintzel: „Neue Mittel und Wege für die volksmifsionarifche Werbung"; Pfarrer Rehm: „Der deutsche Christ als nationalsozialistischer Vorkämpfer". Den Höhepunkt der Tagung bildet ein Vortrag des Reichsleiters, Kirchenminister Hossenfelder, in welchem dieser grundlegende Erklärungen für die weitere Arbeit der Glaubensbewegung geben wird.
Ein Gedenkste n für Otto Merz.
Am Bußtag vormittag kamen auf der Avus die Freunde und Kameraden von Otto Merz zusammen, um hier an der Stätte seines tragischen Todes einen Gedenkstein zu weihen. Otto Merz, der erfolgreiche deutsche Automobilrennfahrer, der in der ganzen Welt unzählige Siege errang, verunglückte vor einem halben Jahr, am 19. Mai, bei einer Vorbereitungsfahrt zu dem großen Avusrennen. Der Gedenkstein, ein Findling von etwa 1,50 Meter Höhe, steht irt unmittelbarer Nähe der Unglücksstelle, etwa 3'/r Kilometer von der Nordschieise der Avus entfernt. Vor dem Gedenkstein hatten sich außer der Frau des Toten, seinem 7jährigen Töchterchen auch Vertreter des Reichswehr- und Reichsoerkehrsministeriums, die Führer der Motorsportoerbände, der Automobil- wirtschaft und die Rennfahrer Burgaller, Simons und Hans von Stuck eingefunden. Eine Motorftaffel der SA. und eine Staffel des NSKK., dem der Tote angehörte, hatten in langer Front Aufstellung genommen. Der Chef des Kraftfahrwesens der SA. und Führer des NSKK-, Obergruppenführer Major Hühnlein, hielt die Gedenkrede, in der er das Leben des Sportmannes Otto Merz und vor allem feine großen Erfolge bei internationalen und nationalen Automobilrennen würdigte. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden fiel dann die Hülle des Gedenksteins, der die Inschrift trägt: „Am 19. Mai 1933 fiel hier Im Sportkampf um Öen deutschen <Me g unser Kamerad Otto Merz. Sein Geist lebt in uns fort. NSKK."
Am Schluß der kurzen Feier sprachen noch Dr. von Heutig von den Daimler-Benzwerken und Direktor Reimers von der Avus Worte des Dankes und des Gedächtnisses für den Toten.
„Odin vom Stolzenfels" nach Japan verkauft.
Der Besitzer des deutschen Schäferhundes „Odin vom Stolzenfels", Karl Frank in Oberlahnstein, konnte mit diesem Tier auf zahlreichen Ausstellungen die ersten und höchsten Ehrenpreise erringen. Erst in diesem Jahr wurde dieser Hund Sieger des Deutschlandpreises. Japan beabsichtigt, seine Schäferhundezucht auf deutschem Blut aufzu- bauen und hat zwei der wertvollsten Here von Deutschland gekauft. Es sind dies „Odin von Stol
zenfels" und „Orpal vom Stolzenfels". Letzterer ist österreichischer und tschechischer Sieger 1933. Züchter dieser wertvollen" Hunde ist Polizeioberwachtmeister B r e i t b a ch in Oberlahnstein.
Das Rätsel von Atlantis gelöst?
Der Kampfbund für Deutsche Kultur in Berlin bot am Bußtag einen Vortrag des Privatdozenten Dr. Albert Herrmann über das interessante Thema „Atlantis, eine nordische Kul - tur in Nordafrika". Auf Grund seiner Forschungen ist Dr. Herrmann zu dem überraschenden Ergebnis gekommen, daß das sagenhafte Atlantis nirgends anders gelegen haben kann, als in Süd- Tunesien in Nordafrika und daß nur ein geographischer Irrtum diese einst durch Erdbeben zerstörte und durch Versandung in Vergessenheit geratene Stadt immer weiter hinaus ins Unendliche des Atlantischen Ozeans hätte verschieben können. Aus alten Karten und Quellen von Herodot, Solon und Platon geht eindeutig hervor, daß es sich um die Gegend von Tunis gehandelt haben muß. Unterstützt von der Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft hat der Forscher Süd-Tunesien bereist und dort tasächlich am Rande eines versandeten Flußdeltas die Reste einer Stadt gefunden, die seiner Auffassung nach keine andere sein kann als Atlantis und die die typisch-nordisch-steinzeitliche Grund- form aufweist. Bekannt war ja schon lange der nordische Charakter des dortigen Berdervolkes; unbekannt und von semitisch-orientalischen Vorurteilen verwischt war lediglich die Herkunft der Phönizier. Die Entdeckung von Atlantis würde unter anderem den vollgültigen Beweis dafür bedeuten, daß die Phönizier der nordischen Welt angehört haben. Im Lichtlsilde zeigte der Vortragende z. B. ein Bild des Poseidon mit dem nordischen Zeichen, dem Streitwagen und den Rossen aus Tunis, wie es dem griechischen Gott zum Vorbild gedient hat. Die Entdeckung von Dr. Herrmann wird demnächst auch der größeren Oeffentlichkeit unterbreitet werden.
Jleue Tankschissbauauftrcige für Deutschland.
Die Rhenania-Ossag Mineralölwerke Akt.-Ges. in Hamburg hatimAuftragderRoyal Dutch Shell-Gruppe drei Tankschiffe in Auftrag gegeben und die Deutsche Werst in Hamburg, die Bremer Vulkan und die Howaldtswerke in Kiel mit dem Bau betraut. Die große Bedeutung, welche den neuen Aufträgen der Shell-Gruppe für die Arbeitsbesckaffung zukommt, zeigt allein die Tatsache, daß bei dem Bau der Schiffe unmittelbar auf jeder der beteiligten Werften 900 bis 1000 Mann auf 1 Jahr Arbeit finden werden. Insgesamt also bringen die Neubauten eine Mehr- beschäftigung für rund 3000 Arbeiter. Darüber hinaus reichen die Auswirkungen dieser Aufträge weit in die deutsche Wirtschaft hinein. Allein für die Schiffskörper werden 12 000 Tonnen Schiffbau
stahl benötigt ganz abzusehen von den maschinellen und sonstigen Einrichtungen, die natürlich evenfalls in Deutschland beschafft werden.
Lin merkwürdiger Soldatenfriedhof.
In elf Riefenfchlachten haben die Italiener vergeblich versucht, das Plateau von Doberdo oberhalb des Jsonzo, das Triest deckte, zu erobern. Den 40 000 Toten hat man eine erschütternde Gedächtnisstätte errichtet: lieber jedem Krieger ruht seine Waffe; blutrot angestrichenstehen Scheinwerfer und Schiffsgeschütze, Mörser, Motoren und Skier auf den Gräbern. Das neueste Heft der „Berliner Jllu- st r i r t e n" zeigt dieses gespenstische Mal einer toten Armee in vielen Bildern.
35 Grad Kälte in Sibirien.
Im Bezirk Irkutsk (Sibirien) sind außerordentlich starke Fröste eingetreten. In einigen Gegenden Sibiriens erreichte die Kälte bereits 3 5 Grad. Viele Menschen sind erfroren.
Familienvater mit 14 Kindern gewinnt eine Million.
Die Hauptgewinne der französischen Staatslotterie scheinen diesmal ganz besonders stark in die Kreise wirklich Bedürftiger, gefallen zu fein. Außer einem Lastträger der Pariser Markthallen, auf den ‘/z Million Franken fielen, haben ein Landarbeiter und ein Familienvater mit 14 Kindern, je eine Million Franken gewonnen. Ein weiterer Gewinn von einer halben Million Franken fiel auf eine Pariser Portiersfrau. Mehrer Fabrikarbeiter, sowie eine Gruppe von Verkäuferinnen eines großen Pariser Warenhauses teilen sich in Gewinne von 100 000 Franken.
Raubüberfall auf einen Geistlichen.
In Köln erschienen in dem Studierzimmer des katholischen Friedhofsgeistlichen Jansen drei mas- fierte Räuber, die sich auf den Geistlichen stürzten und ihn unter Vorhaltung eines Revolvers auf die Erde warfen. Sie steckten dem Geistlichen einen Knebel in den Mund. Einer der drei Täter schlug mit einem scharfen Gegenstand auf den am Boden Liegenden ein und brachte ihm sechs klaffende Wunden am Kopf bei. Ein anderer durchwühlte die Schreibtischschublade. Die Täter entfernten sich dann plötzlich, da sie wahrscheinlich durch Geräusche erschreckt wurden, ohne Mitnahme irgendwelcher Gegenstände. Der Ueberfallene verständigte sofort das Ueberfallkommando. Sein Zustand ist nicht lebensgefährlich. Die Polizei fahndet nach den Verbrechern.
Zwölf Jahre Zuchthaus für einen Brandstifter.
Das Sondergericht Nürnberg verurteilte den Tagelöhner Johann Hermann aus Altendorf wegen Verbrechens der vorsätzlichen Brandstif - t u n g in Verbindung mit Verbrechens gegen das Sprengstoffgesetz zu einer Zuchthaus st rase von zwölf Jahren, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Der Staatsanwalt hatte 15 Jahre Zuchthaus und die gleichen Nebenstrafen beantragt. Der Angeklagte hatte aus Rache die Gemeinde Altendorf niederbrennen wollen. Er hatte wegen Beleidigung des Bürgermeisters vier Wochen Gefängnis erhalten. Als er die Strafe verbüßt hatte, ersuchte er die Gemeinde um eine Wohlfahrtsunterstützung, die ihm verweigert wurde. Um sich zu rächen, entschloß sich Hermann, die Gemeinde niederzubrennen. Mit Munition ausgerüstet begab er sich am 11. September abends in den Stadel eines Landwirts, wo er den Sprengstoff anzündete und flüchtete. Das Feuer griff rasch um sich und äscherte zwei Bauernanwesen und mehrere Nebengebäude ein.
21 Vorstrafen. — vier Jahre Zuchthaus.
Das Sondergericht in Kassel verurteilte den 44 Jahre alten Mechaniker Friedrich Christian Baum aus Fürth i. B. zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Der Verurteilte hatte sich im August 1932 in die Kasseler SA. eilige- schmuggelt, trotzdem er im Mai desselben Jahres in Fürth gestrichen worden war. Im April d. I. kam heraus, daß er sich mehrere Betrügereien, Diebstähle und eine Unterschlagung hatte zuschulden kommen lassen. Der Angeklagte war 21mal vorbestraft.
Der größte Schmuggelprozeh in der deutschen Zollgeschichte.
Im Prozeß gegen die Hümmlinger Schmu gg- lerbande in Papenburg (Hannover) die tonnenweise Tabak, Tee, Kaffee über die deutsch-holländische Grenze geschmuggelt hatte, wurde jetzt das Urteil gefällt. Danach ist für die 21 Angeklagten auf eine Gesamtgeld st rase von 32 529 000 M k., und auf eine Oefamtgefängnisftrafe von 16 Jahren erkannt worden. Die höchste Geldstrafe für einen Angeklagten beträgt 4 685 000 Mk., die höchste Gefängnisstrafe ein Jahr sechs Monate. Der Prozeß wurde vom Staatsanwalt und den Nebenklägern als der größteSchmuggelprozeß in der bisherigen deutschen Zollgeschichte bezeichnet.
Wetter v.raussage.
Da sich ein Tiefdruckgebiet von Norden her bis nach Mitteldeutschland ausgebreitet hat, gelangt jetzt ozeanische Luft nach dem Festlande, somit gestaltet sich das Wetter feucht und vorwiegend bewölkt, wodurch Ein- und Ausstrahlung behindert werden und daher feine großen Temperaturgegensätze aufkommen. Nach Abzug der Störung dürfte im Bereich eines Zwischenhochs vorübergehende Besserung aufkommen, doch steht späterhin durch ein neues Tief über dem Nordatlantik wieder Wetterumschlag bevor.
Aussichten für Freitag: Meist trübes, zeitweise wechselnd wolkiges Wetter, ziemlich ausgeglichene Temperaturen meist über Null, vereinzelt etwas Regen.
Aussichten für Samstag: Nach vorüber- gehender Besserung wieder erneute Trübung und Milderung.
Lufttemperaturen am 22. November: mittags 1,3 Grad Celsius, abends 1,7. Grad; am 23. November: morgens 3,3 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum — 2,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. November: abends 1 Grad; am 23. November: morgens 1,7 Grad Celsius. — Niederschläge 0,8 mm.
iSchluß des redaktionellen Teile.)
Die kleinen und die großen
Anzeigen sollen in gleicher Weise ihre Pflicht tun, um deren Willen sie vom Geschäftsmann und vom Reklamefachmann erdacht wurden. Sie müfsen ihr Amt bisher gut erfüllt haben, denn die Anzeige ist nach wie vor das am meisten verwendete Werbemittel.
Die nutzbringende Gestaltung, die Auswahl der richtigen Zeitungen am rechten Platz — das sind Dingg die allerdings nicht immer so schnell und sicher zu bestimmen sind.
Dazu bedarf es des Fachmannes.
Die Ala Anzeigen-Gesellschaft (Haasenstein 6- Vogler, Daube & Co.) als erste Deutsche Anzeigen-Expedi- tion, dient Ihnen gern mit ihrem Rat.
Jede Anzeige wird ohne Mehrkosten durch die Ala an die richtige Stelle geleitet.


