Ausgabe 
23.1.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Ö.J.Jpori

Amateur-Profi-Entscheidung vertagt.

Keine Klärung der Amateur-Krise in der Berliner DZB.-Litzung.

Bereits am Samstag hatte sich der Bundes­vorstand des Deutschen Fußball-Bundes zu einer internen Sitzung versammelt, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand und bei der aller Voraussicht nach der Versuch unternommen wurde, die gegensätzlichen Meinungen der Berbands- führer über das Berufsfuhballproblem auszu­gleichen.

Am Sonntagvormittag wurde dann unter Zu­lassung der Presse die Frage vom Gesamtvor­stand erneut behandelt. Der Bundesvorsitzende Felix Linnemann (Berlin) gab zunächst die Erklärung des geschäftsführenden Ausschusses, der sich gemäß den Wiesbadener Beschlüssen mit der Klärung des Fragenkomplexes befassen und Vorschläge unterbreiten sollte, bekannt. Diese Erklärung wurde dann zur Diskussion ge­stellt und dabei ergab sich, was man schon vor­her wußte, daß nämlich Westdeutschland allein mit den Vorschlägen, die eine Einführung des Berusssußballsports in Deutschland in bestimmten Formen empfahlen, einverstanden war, während alle übrigen Verbände sich dagegen aussprachen. Dieses Ergebnis der mehr als vierstündigen Aus- s^-ache veranlaßte I e r f ch, den Führer des Westdeutschen Verbandes, die E'.nberufung eines außerordentlichen Bundestages zu beantragen. Dem Antrag wurde zugestimmt und der Bundes­tag für den 21. bis 28. Mai anberaumt. 3n der Zwischenzeit sollen die Vorschläge des geschäfts­führenden Ausschusses auf den Verbandstagen der einzelnen Verbände besprochen werden, so daß also der Bundestag im Mai erst die end­gültige Klärung bringen wird, ob durch den Bund der Berufsfußball eingeführt wird oder nicht. Der Westen will einerlei, wie sich die übrigen Verbände auch dazu stellen, an seiner Auffassung festhalten. Der Deutsche Fußball- Bund hat im Rahmen der Tagung ferner den wichtigen Beschluß gefaßt, an der Fußball-Welt-- Meisterschaft 1934 teilzunehmen.

Gießener Zuß- und Handballergebniffe.

D'.e 1. Mannschaft des DfD- trug gestern ein Verbandsspiel gegen Breidenbach aus. das die Grünwe'.ßen mit 4:1 für sich entscheiden konnten. Der Sieg wurde allerdings nicht so sicher er­rungen, wie das Ergebnis vermuten läßt. Die Gäste waren besonders während der zweiten Halbzeit sehr gut. Die 1. Mannschaft der Spiel-Vgg. 1900 weilte in Bad-Nauheim. Das Freundschaftsspiel endete mit 2:2 unentschieden.

Die 2. Mannschaft der Spielvereinigung er­zielte gegen die 1. Mannschaft von Leihgestern einen knappen Sieg mit 1:0 Toren. Die 3- Mann­schaft entschied das Spiel gegen die gleiche Mann- chaft des Lokalgegners mit 3:1 für sich. Die 2. Jugendmannschaft konnte gegen Wiesecks Ju­gend ebenfalls einen Sieg 2:1 landen.

Im Mittelpunkt des Interesses der Handball- pieler standen die beiden Treffen Mtv. gegen Koblenz-Armih und das Spiel der 1. Handbollelf der Spielve e nigung 1900 gegen Wetzlar-Nieder­girmes. Mtv. verlor auf eigenem Platz über- ra'chend mit 1:4 Toren. (Die Gäste verteidigten nach der Pause mit 10 Mann.) Die Spiel­vereinigung muhte sich mit 2:4 geschlagen be­kennen. Immerhin ein ehrenvolles Resultat gegen die ausgezeichnete Turnermannschaft. OSC. I P'.elte gegen Pohlgöns und verlor mit 1:6 Toren. Bei diesem Stande wurde das Treffen abgebrochen.

Oie süddeutschen Endspiele.

FSV. Frankfurt und Spvg. Fürth Tabellenführer.

§Bei den sieben Endspielen, die am Sonntag in Süddeutschland zur Durchführung kamen, gab es verschiedene Lleberraschungen. Die größte ist wohl der 1:0°Sieg, den die Sp. Vg. Fürth in der Abteilung! über den 1. FE. Nürnberg erzielte. In Ludwigshafen endete dasRhein- Derby" zwischen Phönix Ludwigshafen und SV. Waldhof torlos. Vor 5000 Zuschauern spielte zwar Waldhof meist leicht überlegen, aber sein Sturm hatte nicht genug Durchschlagskraft und außerdem Pech. Zu einem knappen, aber ver­dienten 2:1-Sieg kam München 1860 in Kaisers­lautern. Die Münchener Löwen mußten hart kämpfen, ehe sie den Widerstand der Pfälzer ge­brochen hatten. In der Tabelle führt nun die Sp. Vg. Fürth mit 5:1 Punkten vor München 60 mit 4:0 und 1. FC. Nürnberg mit 4:2. Die Situa­

tion ist in dieser Abteilung noch völlig undurch­sichtig.

Dagegen scheint die Abteilung II im FSV. Frankfurt einen erklärten Favoriten zu haben. Die Frankfurter setzten auch diesmal ihren Sieges­zug fort. Sie schlugen in Karlsruhe Phönix nach spannendem Kampf mit 2:1 (1:0), obwohl Phö­nix gegenüber den letzten Spielen eine stark ver­besserte Leistung zeigte. Eine neue Lleberraschung leistete sich die Frankfurter Eintracht, die trotz teilweise drückender Lleberleqenheit zuhause gegen den KFV. nur 1:1 (1:0) spielen konnte. In Mainz wurden die Stuttgarter Kickers von Mainz 05 vor 6000 Personen mit 5:4 (2:1) Treffern geschlagen. Mainz hatte eine ausgezeichnete erste Halbzeit und führte in der 15. Minute nach dem Wechsel sogar 5:1. 5:4 v3;2) blieb auch Wormatia Worms auf dem gefährlichen Boden in Böckingen glücklicher Sieger. Tabellenführer ist nach wie vor der FSV. Frankfurt mit 8:0 Punkten.

Austria Men in Kassel geschlagen.

Kassels Sladtmannschasl siegt mit 2:1.

Vor nur 1500 Zuschauern spielte am Samstag Austria Wien in Kassel gegen eine Stadt- mannschast, die aus den Vereinen Kurhessen, Tura und Spielverein gebildet war. Die Oester- re.cher, die ohne Nausch spielten, enttäuschten, sie machten einen recht matten Eindruck. Ihre Kombination ging zu sehr in die Breite. Da Sindelar vom Gegner scharf bewacht wurde, litt das Angriffsspiel stark. Die Kasseler Mann­schaft lieferte ein erfreulich gutes Spiel. Frisch und ungekünstelt arbe'tete sie mit dem Ball und erzwang sich meist einen ausgeglichenen Kampf. Durch Treffer von Siebert und Hochhut konnten die Kasselaner eine überraschende 2:0-Führung erzielen. Nach dem Wechsel erhöhten zwar die Wiener ihre Anstrengungen, es gelang ihnen je­doch nur ein Gegentreffer.

Hochschulkampf im Schwimmen.

Frankfurt siegt vor Gießen und Marburg.

Im Frankfurter Hallen-Schwiminbad wurde am Sonntag der Hochschulkampf zwischen den Universi­täten Marburg, Gießen und Frankfurt ausgetragen, den die Einheimischen im Gesamtergebnis mit 30 Punkten vor Gießen mit 27 und Marburg mit 20 Punkten an sich brachten. Außer Konkurrenz star­teten noch die Mannschaften von Göppingen und Darmstadt, die aber fast in ollen Wettbewerben die Sieger stellten. Die Sprintstrecke gewann Wolfsholz (Darmstadt) in 1:05,3 vor Gruß (Göppingen), der 1:05,4 benötigte. Henkel (Göp­pingen) siegte über 100 Meter Rücken in der aus­gezeichneten Zeit von 1:17,6.

Ein Wasserball-Blitzturnier gewann Marburg mit drei Punkten vor Gießen mit ebenfalls drei Punk­ten, aber schlechteren Torverhältnis. Darmstadt schlug in einem Einlage-Wasserballkampf Göppingen hoch mit 13:2.

Meisterschaften des Verbandes Mitteldeutscher Skivereine.

Die Mitteldeutsche Ski-Meisterschaft kam am Samstag und Sonntag in Gersfeld in der Nhön zum Austrag. Die Kämpfe wurden am Samstag­vormittag mit dem Langlauf eröffnet. Die 18 Kilometer lange Strecke mit Start und Ziel am Kümmelhof wies eine Steigung von 180 Meter auf. Bei guter Schneelage über Nacht war Neuschnee gefallen wurden sehr gute Zeiten erzielt. Als Schnellster erwies sich W. Schrö­der (Schneelauf-Club Kassel), die 1:12,IO1/} be­nötigte. Mit dem Slalomlauf um 14 älhr wurde die Konkurrenz am Himmeldunkberg über eine 300-Meter-Strecke fortgesetzt. Hier erwies sich B r i n k m a n n (WSV. Kassel) als der Beste in der Zeit von 1:00,2 Min. vor dem Frank­furter Kurt Schmidt, der in 1:01,0 einkam. Mit dem Sprunglauf wurden die Meisterschaften am Sonntagvormittag auf der Simmelschanze be­endet. Besonders die teilnehmenden Norweger vom Akademischen Ski-Club Darmstadt zeigten schöne Sprünge. Den weitest gestandenen Sprung erzielte außer Konkurrenz der Norweger R o l f - s e n mit 31 Meter. Sieger wurde Brinkmann- Kassel mit Note 191,6 und Sprüngen von 23 und 22 Meter. Der Kasseler erzielte auch in der Kombination die weitaus beste Note und errang sich damit den Titel des Derbands- meisters vor Schleiche r-Gersfeld, der die Note 380.6 erreichte.

Deutsche Meisterschaften im Eisschnellauf.

Am Samstagvormittag wurden in Altona die Deutschen Eisschnellauf-Meisterschaften mit dem

Start zum 500-Meter-Lauf in Angriff genommen. Sieger dieser Konkurrenz wurde der vorjährige Meister Barwa (Berlin), der 50,3 Sekunden be­nötigte. An zweiter Stelle placierte sich Sandtner (München) mit 50,8 Sek. vor Lötsch (Berlin) mit 51,3 ,Sek. Auf den weiteren Plätzen folgten: 4. See­lecke (Berlin) 52,9, 5. Donaubauer (München) 53,9, 6. Müller (Berlin) 54,4 Sek.

Am Nachmittag wurde die Meisterschaft über 5000 Meter ausgetragen. Hier zeigte sich der Mün­chener Sandtner in ganz ausgezeichneter Form. Mit 9:12,5 Minuten stellte er einen neuen deutschen Rekord auf. Der Berliner Lötsch, der mit Sandtner in einem Lauf gestartet war, benötigte 9:56,6.

Kurze Sportnotizen.

Mit einem 2:0-Sieg des SC. Rießer- s e e über den Ostpreußen-Meister DsL. Rastenburg nahmen am Samstagnachmittag in München die deutschen Eishockeymeisterschaften ihren Anfang.

B e i den Kun st lauf - Europameister- schäften, die am 30. und 31. Januar in London ausgetragen werden, wird Deutschland nur durch den deutschen Meister Ernst Baier (Berlin) vertreten sein. Titelverteidiger sind Sonja Henie, Karl Schä­fer und das Ehepaar Brunet.

Seine Requalifikation will Frankreichs Weltrekordmann Ladoumögue dadurch erreichen, daß er sich bereit erklärte, die 6000 Franken für seinen seinerzeitigen Start in Le Havre, die zu seiner Dis­qualifikation führten, zurückzuzahlen.

I m Fußball - Länd^rkampf Schweiz gegen Holland siegte die Schweiz im Amster damer Stadion vor 20 000 Zuschauern mit Treffern von Pasello und von Kaenel 2:0 (1:0).

*

Deutscher Eishockey-Mei st er wurde der SC. Rießersee, der im Entscheidungsspiel den Titel­verteidiger Berliner Schlittschuhclub mit 2:1 Tref­fern nach Verlängerung schlug.

Weltrekorde im Eisschnelläufen gab es in Davos, wo der Norweger Engneftangen die 500 Meter in 42 5 Sek. und die 3000 Meter in 4:59,2 Minuten zurücklegte.

D i e M e i ft e r f ch a f t der Abteilung A in der Berliner Fußball-Verbandsliga ist dem Altmeister Hertha DSC. nach seinem 7:2-Sieg über den VfB. Pankow nicht mehr zu nehmen. In der Abtei­lung B ist Tennisborussia Favorit.

Wirtschaft.

Wiederaufleben der Zerngaspläne.

Essen, 21. Jan. 2m Zusammenhang mit dem Arbeitsbeschaffungsprogramm besteht die Hofs- nung, daß die Pläne zum Ausbau der Ferngasversorgung über Siegen nach Hessen und am Rhein über Bonn nach Koblenz vielleicht doch verwirklicht werden können. Be­kanntlich sind bereits früher zur Verwirklichung des Ferngasgedankens in Hessen die Hekoga und die Süddeutsche Fernleitungs-GmbH. ge­gründet worden. Ob beim Arbeitsbeschaffungs­kommissar, oder bei der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten bereits ein Antrag auf Kreditgewährung für den Bau der Ferngas­leitungen gestellt worden ist, ist nicht bekannt.

D i e Indexziffern der Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 18. Januar 1933 berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 90,9 gegenüber der Vorwoche (91,2) um 0,3 Prozent zurückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: AZrarstoffe 80,7 (minus 0,9 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,3 (unverändert) und industrielle Fertigwaren 112,8 (minus 0,3 Pro­zent).

Deutsche Continental-Gas-Ge- sellschaft, Dessau. Die Deutsche Conti­nental-Gas-Gesellschaft, Dessau, teilt dem WTB.- Handelsdienst mit, daß die Absatzverhältnisse in ihrem Gesamtgeschäftsbereich in dem am 31. De­zember 1932 beendeten Geschäftsjahre wie folgt gewesen sind: Der Gas-Absatz wies eine Zu­nahme von 1,5 Prozent auf. Er stieg von 297 960 000 Kubikmeter des Vorjahres auf 302 436 000 Kubikmeter im Jahre 1932. Der Elektrizitätsabsah fiel von 600 088 000 Kilowatt­

stunden im Vorjahre auf 534 510 000 Kilowatt­stunden. Er verringerte sich also um 10,9 Pro­zent. Der Rückgang im Elektrizitätsabsah hat gegen Ende des Jahres aufgehört, und die letzten Konsumzisfern wiesen keinen Rückgang mehr auf. Bei dem Gasabsatz hält die steigende Tendenz an. Die Bergwerks- und Fabrikationsunterneh- mungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, haben in den letzten Monaten gleichfalls Llmsatz- steigerungen aufzuweisen.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a.M., 21. Jan. Der Absatz ge­staltete sich in der obgelaufenen Woche etwas besser, doch werden nach wie vor nur die billigsten Sorten bevorzugt. Infolge des Frostwetters hat die Neuproduktion merklich nachgelassen, so daß die Preise etwa 0,25 bis 0,75 Pfennig höher liegen, deutsche Frischeier waren 1,5 Pf. fester. Es notierten in Pfennig per Stück loto Frank­furt a.M.: Bulgaren 7,25 bis 8, Jugoslawen 7,5 bis 8, Rumänen 7,5 bis 8, Holländer 7,25 bis 9,75, Flandern 8 bis 8,25, ungestempelte baye­rische Landeier 8 bis 8,75, deutsche Frischeier 8,25 bis 11.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 21. Jan. Auch im Butter- geschäft waren die Preise weiter erholt, und das Geschäft war etwas lebhafter. Bevorzugt wird meist die billige süddeutsche Butter, während holländische und norddeutsche Ware nur wenig gefragt war. Der größere Milchverbrauch und das kalte Wetter haben die Zufuhren verringert. Die Verkaufspreise des Großhandels lauten (in 1-Zentner-Tonne): holländische Markenbutter 117 bis 121, deutsche Markenbutter 105 bis 108, süd­deutsche Butter 98 bis 105.

Vermischtes.

Glückliche Goldsucherinnen.

Bei der Ausbeutung des jüngsten Goldfeldes, das in der ilmgegenb von Kakamega in der Kenja-Kolonie in AH:ika entdeckt worden ist, haben sich Frauen besonders hervorgetan. Obwohl die erste Kunde von diesen Schätzen erst vor einem Jahr in die Welt drang, sind hier doch schon bedeutende Reichtümer gewonnen worden, und Mar hat das weibliche Geschlecht das meiste Glück gehabt. Das hob der britische Sachverstän­dige, Sir Alfred Kitfon, der die Goldlager un­tersucht hat, in einem Vortrag hervor. Er er­zählte, daß er vor vielen Jahren zum erstenmal eine Frau gesehen habe, die auf dem Mafeking- Goldfeld in Australien Gold wusch. Aber welch ein Unterschied zwischen dieser armseligen Wä­scherin und der Frau, die er auf dem Kenja- Feld die Arbeiten von mehr als 50 ostafrikanischen Eingeborenen leiten sah! Diele Frauen helfen ihren Männern, die infolge der Mißernten und der Verwüstungen durch Heuschrecken sich große Schulden aufgeladen haben, bei dem Versuch, durch Goldfunde wieder in die Höhe zu kommen: sie haben keine Erfahrung, aber vielfach großes Glück.Die reichsten Goldfunde durch Waschen haben zwei Frauen gewonnen", erzählte Sir 21t- fred.Der Mann der einen hatte schon vorher an der Stelle gearbeitet, aber kein Gold gefun­den. Er hatte daher die Arbeit aufgegeben. Da bat ihn die Frau, er solle sie es doch einmal ver­suchen lassen, und er willigte ein mit den Worten:

Vielleicht hast du mehr Glück!" Sie begann nun mit einer Freundin zu waschen, und 30 Wochen hindurch erbeuteten sie täglich etwa ein Kilo­gramm Gold. Alle Schulden sind längst bezahlt und die beiden Frauen haben jetzt eine Luxusreise nach Europa angetreten." Nachdem zunächst hauptsächlich Gold aus den Flüssen gewaschen wurde, hat man dann mit der Ausbeutung der Goldadern im Gestein begonnen, und auch dabei haben Frauen besonders Glück gehabt, sind auf die reichhaltigsten Adern gestoßen und haben die Gewinnung im Bergbau selbst in die Hand ge­nommen.

Ein schnarchender Hund alarmiert die Polizei.

Der Beamte eines Londoner Telephonamtes hörte nächtlicherweile beunruhigende Geräusche, die von einem Telephonanschluß herkamen. Es war ein dumpses Atmen, das wie ein Röcheln oder Stöhnen klang, und die Phantasie des Be­amten gaukelte ihm auf Grund dieser unheim­lichen Laute irgendeine düstere Kriminal-Tragödie vor, die sich bei dem Teilnehmer abgespielt hatte. Er telephonierte daher an die Polizei. Zwei Be­amte eilten sofort nach dem betreffenden Haus und weckten den in tiefem Schlaf befindlichen Tele­phonbesitzer, der erklärte, daß bei ihm niemand krank und alles in Ordnung sei. Als man darauf­hin in den Raum ging, in dem sich das Telephon befand, entdeckte man, daß der Hörer ai:S Ver­sehen abgenommen war und dicht daneoen in friedlichem Schlummer ein schnarchender Hund lag.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Jrantiun a. 2)1.

Berlin

Schluß« für«

Schluß!. Abend« bdrf-

Schluß« lurs

Schluß!. mittag» börse

O-itom

20. 1-

21-1. |

20.1. |

2L1.

<5% Deutsche Retchsanieche v. 1921

30,25

80,25

80,25

80,4

6% cbem.7% Dl-ReichSani. v. 1929

97

95

97

95,25

5%% Doung-Anleihe von 1930 ..

78,4

79

79

79

Deutsche Anl..Ablös.^chuld mti

Auölos.-Reckten .............

69

69

68,9

69,3

Tesgl. ohne AuSlos.«Rechte......

9,25

9.2

9,1

9,3

6% ehern. 8% Hess. Bolksstaal 1929 lruckzahlb. 102%) ...........

Oberhessen Provinz-Anleihe mi: Auslol.-Rechten ..........

78,25

76

78,25

78,25

67

67,5

Deutsche Komm. Lammelab l?2la leibe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

62,5

63,55

63

63,4

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bant Goldpse. 15 unkündbar biS 1935

85,5

36,5

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban! Golvvse. 16 unkündbar biS 1936

85,13

86

_

b'/r% ehern. 4'/z% Franks. Hqp.

Bank-Liau.-Psandbriese .....

87,25

87,75

_

£/*% ehem. 4!/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse. ...

87

87,5

_

_

6% ehem. 8% Pr LandeSpsand briesanktalt, Pfandbriefe R. 19

85,5

85,5

85,5

85,5

6% ehem. 7% Pr. LondeSpsand briefanstali, Pfandbriefe R. 10

85

85

-

4% Oesterreickiscke Golvreme...

-

_

4,202;, Lesierreichiiche Eilberrente

1,3

1,3

4% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarische Slaalorenle v. 1910

-

<y2% veSgl. von 1913

*

6% abgefl. Goldmerikaner von 99

6,75

6,75

6,9

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4,9

4,9

4,75

5.1

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I ....................

4,75

5,13

5

5,5

d% desgl. Serie II .............

5,13

5,25

5,05

5,6

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1902

7

7

7

6,8

4'/z%Ruman.vereinh.Reniev.l912 4% Rumänische vereinh. Rente ..

10,4

! 10,65

5,6

5.6

5,5

5,6

8%% Snalotter ..............

23,13

23,25

! 23,3

.riani ur. u. .ui.

Berlin

Schluß« hird

Schluß!. Abend- bS'Ie

Schluß« kur«

Schluß!, miifa? bSrse

Datum

20.1.

21.1.

20-1.

21.1.

Hamdurg-Amerika-Pakei .....i

18,25

17,65

18

Hamburg-Tüdam. Dampfschiff. 0

44,75

43

Hansa Dampfschiff...........0

29

34

Norddeutscher LU-qd .........0

18,65

18,75

18

18,5

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

38,13

44

43,5

43,65

Berliner HandelSqesellschast.... 4

94

93

93,75

93

Commerz- und Prioal-Bank... 0 Deutsche Bank und Tieronti»

53

53

53

53,5

Gelellfchas,................0

73

73

73

73

Dresdner Bank.............. 0

61,5

61.75

61,75

61,75

ReichSbmrk ................. 1

158.75

158,5

158,75

159

A.E.G......................0

29,25

29,751

29,13

29,5

Elektr. LieferungSgelellschaft ... 5

80,5

ai

80.75

82

Licht und ftrafi ............ 6

9k

96

95

95,75

selten & Guilleaume ........u

55,5

56,5

55

56,65

Gesellschaft für Elektrische Unter-

80,25

nehmungen .............. 4

79,9

80,5

79,9

Rheinische Elektrizität ........6

100

<00

100

100

Echuckert LEo..............0

88

89,25

87,25

88,75

Siemens & Halske...........*

122,25

122

120,75

124

Lahme her ö Co..............10

117,5

118,5

117

118

Buderns ...................o

45,25

47

44.4

47,25

Deutsche Erdöl .............4

88

89,5

87,65

89.75

Gelsenkirchener..............v

59,75

62,25

59,25

62,13

Harpener..................C

83,4

83

81,65

82.75

Hoesch Eilen Köln-Reuessen.. 0

54,25

54,5

Ilse Bergbau .............7

138

143

alle Bergbau Genüise ------- 7

101

101,5

101,5

101,5

Klöcknerwerke.............i

46

45,75

46,5

Mannesmann-Röhren........ <

62,13

62

60,5

62,13

Manslelder Bergbau......... o

24

25

24,75

25

Lberschles. Sokswerke.........<.

70,25

71,5

Phönix Bergbau.............o

Rheinische Braunkohlen ......10

35,75

192

35,5

191

34,65

192,5

35,65

191,5

Rhemstahk............. 0

73,5

74

72,75

74,25

IVranffurt a-Tl.

Berlin

Schluß« !urs

Schluß!. Abend- bSrs

Sch« kurs

Schluß!. Uli lag«

Mr t

Datum

20.1.

21.1.

20.1.

21.1.

35.25

34,75

33.75

35

Otavi Minen ...............

0

16

16,75

16.25

16

Kaliwerke Aschersleben........

6

114

116

114.5

115

Kaliwerke Westeregeln ........

6

117

119.5

116

118,75

Änlimerke Sntzdetfurth.......

9

176

175

175,25

174,5

I G. ssarben-Industrie.......

7

103,5

104,25

103

104,13

Zcheideanstalt...............

10

150,5

152,25

Goldschmidt ................

O

36,5

39

36,9

39,25

Rütgerswerke ...............

u

43,5

43

43,5

42,75

Metallgesellschast.............

i

37

37,25

36

37,25

Philipp Heizmann...........

0

47

49 |

47

49,5

Zementwerk Heidelberg ......

4

53

52

Zementwerk Karlstadt.........

O

Wayb L Freytag............

0

5,2

5,2

4,9

5

Schultheis Patzenhofer.......

0

_

105,65

101,75

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

38,75

40

37,75

39

(1

46.5

48

ZeUstos! Waldhos ...........

0

52

52,25

51,4

51

Zellstoss Aschaffenburg ......

0

27.13

27

27

28.25

Dessauer Gas .............

7

109 5

111.25

Daimler Motoren...........

O

21,25

21,75

21

22.5

Deutsche Linoleum .........

O

39,5

39

39

39

Orenstein S Koppel .........

0

40,5

42

Leonhard Tietz.............

6

41,25

42.5

43

43.25

Lhade.....................

12

140

140,5

140

141

Gritzner...................

U

1 31.25

31.24

32

31,65

Mackkrastwerke Höchst u.Ä. ..

4

70,75

70.5

-

Süddeutsch« Zucker ........

L

I 139

141

1 137,1

140,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a M

20-Januar

21 - Haimar

Amtliche Gein

.Notierung | 23rie

Amtliche Geld

iotitrung tfrie

Helsingtors.

6.224

6,236

6.234

6,246

Wien......

51.95

52.05

51.95

52.05

Prag.......

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest ...

Sofia.....

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland ....

169,18

169,52

169,18

169,52

Oslo.......

72,23

72,37

72,43

72,57

Kopenhagen.

70,53

70,67

70,98

71,12

Stvckbolm...

76,82

76.98

76,92

77,08

London.....

14,09

14.13

14,12

14,16

Buenos Aires

0,858

0,862

0.858

0,862

Reu york....

4.209

4.217

4,209

4,217

Brüssel ....

58,29

58,41

58,30

58.42

Italien.....

21,54

21,58

21,54

21,58

Hario.....

16,42

16,46

16,42

16,46

Schweiz...

81,03

81,19

81,12

81,28

Spanien...

34,37

34.43

34,40

81,77

34,46

Danzig....

81.77

81.93

81 93

Japan.....

0,869

0,871

0,869

0,871

Rio de Jan.

0.239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien Lissabon...

5,554

5.566

5.554

5,566

12,83

12,85

Banknoten

12,84

12,86

Serkin, 21 - Januar

Geld

Amerikanische Roten..............

4,20

4,22

Belgische Roten..................

58,14

58,38

Dänische Roten .................

70,61

70,89

Englische Roten .................

14,08

14.14

tzranzösiscke Roten...............

16,38

16,44

Holländische Roten...............

168,81

169,49

Italienische Roten................

21,48

21.56

Norwegische Noten ..............

72,26

72,54 j

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

0

Rumänische Roten...............

2,46

2,48

Schwedische Roten...............

76,75

77,05 X

Schweizer Noten.................

80,94

01.26 '<

Spanische Rotor.................

34,26

34,40

Ungarische Roten................