Aus der Provinzialhaupigav.
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cl8 Zuschüsse au Hausreparaluren uon« v^xvx». 9a6 System der Steuergutscheine lei m
-Lahe ungerecht und nicht zum Dorteil des Ge- b»ecbetreibenden geschahen. Der Handwerker könne keine Arbeiter einstellen, um in den w- nuf) der Deschastigungsprärni« zu gelangen. Die . . . - «. * •• zxi aihHa Inn .«rt I r
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Reichsgründungsseier im Slahlhelm
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Das zu den feinen
„(Einet Tages lieh mich mein Freund St. ©cor» ' i. .Wollen Sie', empfing er mich, .einen für die ©rohe Oper komponieren?'"
greifenden Rreisörjle liefern it bis zum n 'Montag, (genommen
Geschlecht derer von F l o t o w gehört ältesten Adelsfamilien Mecklenburgs, leitet Namen von der alten westfälischen Stadt bei Minden ab und soll mit Herzog
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Edelmann und Musikant.
Zum SO.Tovestage des Komponisten Friedrich von Flotow.
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dere aber die Mitarbeit durch den Einzelnen und feine Einreihung in die Kampfgemeinschaft, denn erst dann könne Wandel geschaffen werden.
In seinem Schlußwort kam der Redner, dem für seine Ausführungen Beifall zuteil wurde, noch auf die Mahnahmen zu sprechen, die zugunsten der Handwerker in jenen Ländern ergriffen wurden, in denen die RationalfoziaUsten zu bestimmen hatten.
Daten für Montag. 23. Januar.
1783: der Schriftsteller Stendhal (Marie Henry Dcylej in Grenoble geboren, — 1832: der fron- zöfifche Maler Edouard Manet in Paris geboren.
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Heinrich dem Löwen dorthin gekommen sein, vor nun siebenhundertfünfzig Fahren Die sechs noch bestehenden Linien führen alle auf Andreas von Flotow auf Stuer (1549—1593) zurück, der vierten, der sog Koaeler oder Suckoner Linie gehört Fried- r i ch o o n F l o t o w an, der am 26 April 1812 auf
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£)runfen im Unterland.
Im badischen Hinterland, in der Rcckargegend. kann man, wie in der ,Lesestunde" erzählt wird, öfters der Redensart begegnen. , s isch a soo recht" (es ist auch so recht) — als Einverständnis, dah einem auch eine andere Lösung als die ursprünglich gewünschte genehm ist. Zugrunde soll folgender Dorgang liegen. Ein biederer Dorsschuster hatte mit seinem Lehrbuben ein« handgreifliche Auscianander- setzung, die damit endete, dah der Iunge aus der Werkstatt entwich, während der Meister im Begriff war. ihm einen handfesten Schuhleisten nach- zuwersen. In dem Augenblick, wie der Iunge die Tür aufreißt, erfcheint im Rahmen die Meisterin. der Hebeltäter bückt sich und schlüpft behende durch, und die Meisterin erhält das dem anderen zugedacht« Wursgeschoh an den Kops! .'6 isch a soo recht", schmunzelt der Schuster und beginnt einen neuen Pechfaden zu drehen.
Standesamtliches aus England.
In England hat nach einer kürzlich veröffentlichten Statistik heute eine Frau zwischen 20 und 30 dreimal so viel Aussicht, einen Mann zu bekom-
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben. Der Autor und Schauspteler Gurt Götz ist durch feine zahlreichen HokuSpo- kvsstücke, sowie durch sein eigenes Auftreten aus die (Siebener Bühne hier kein Unbekannter mehr. Somit wir auch sein morgiges Gastspiel wieder ein TheoterereigniS für unsere Besucher sein. M'.t seinem Ensemble wird Eurt Götz eine Geschichte ohne Politik zur Aufführung bringen unter dem Titel: wDr med. Hiob Prätorius. Facharzt iur Chirurgie und Frauenleiden"^ Das Gastspiel ist auber Abonnement zu ermäbiflten Operettenpreisen. Abonnenten erhalten auf alle Plätze eine Ermäbigung von 50 Pf. Rundfunkgutscheine haben Gültigkeit. Shakefpeares Trauerspiel Hamlet, Prinz von Dänemark", wird am Mittwoch 25 , 19.30 Ahr als 16. Dorstellung im Mitkwoch-Abonncment wiederholt. Gewöhnliche Preise - Die nächste Aufführung der Operetten- Revue ,3m weihen Röhl" findet am Sonntag. 29 Januar, 18.30 Ahr als Fremdenvorstellung zu ermäbigten Operettenpreisen statt.
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•* Drandurf achen in Hessen. Der Iahresbericht der Hessischen Drandversiche- rungälammer sür das Iahr 1931 stellt fest, öab die Entstehungsursachen dec Brande m Hessen im Berichtsjahre in 17 Fällen durch Brandstiftung in 58 Fällen durch fahrlässigen Umgang mit Feuer und Licht, in 19 Fällen durch Spielen der Kinder mit Feuerzeug, in 99 Fällen durch man- aelhaste Feuerungsanlage, in 13 durch zündende Blitze, in 19 durch kalte Blitzschläge, in ? durch Selbstentzündung von Stossen, in 5( durch Explosionen, in 20 durch elektrische Anlagen, tn 36 Füllen durch Ofenexplosionen entstanden sind. Dier Tote waren Opfer von Drandsällen
•• Der arme Kettenhund bitte tum ein warmes Obdach. Es ist für den Hund an sich ein schweres Los, an der Kette zu liegen. Hat ihm der Mensch aber die Freiheit genommen, so ist es seine Pflicht, für eine gute Pflege und liebevolle Behandlung zu sorgen. Darum: Gebt dem treuen Wächter eine warme und dichte Hütte mit reichlich Streu, haltet sie sauber. Di« Oeffnung der jjutie mutz nach Süden gerichtet sein, damit der scharfe Rord-Ost-Wind nicht hinein kann. Hängt ein dickes Tuch oder einen Sack so vor die öingangSöfinung, dah die Hütte gut verschlossen ist, aber der Hund hmdurch- schlüpsen kann. Auch muh sie auf trockener Unterlage stehen. Gebt reichlich warmes Futter und Wasser in sauberem Gcfäh. Geht öfters mal zu ihm, macht ihn von der Kette los und labt ihn ein wenig springen, damit der Hund nicht krank wird und sich seine Glieder erwärmen und ge- I lenkig bleiben.
Herrr Darris, Auerbach, sprach über das 5.hema .Steuergutschein«. Beschäftigungspramie. 5-ausrer.aratur, Warenhaus und gewerblicher ^Mittelstand". Den Ausführungen sei solgendes ^entnommen Der Handwerker habe in der Gegen- D>art nur noch za kämpfen. Er kämpfe aber nicht nr-hr für sich, sondern nur noch für seine Kinder. Dem Kampf fei nut dann Erfolg beschieden. wenn ec mit Adolf Hitler geführt werd« ReichS- kinzler von Schleicher wolle Arbeit fchaf- fen und das Papensche Wirtfchaftsprogramm ssctführen Das aber bedeut« Subventionierung und Sanierung der Industrie mit Hunderten von Millionen, während für den Hausbesttz und indirekt für den Handwerker nur 50 Millionen Mk. cl8 Zuschüsse zu Hausreparaturen übrig biicoen.
Die Ortsgruppe (Sieben des Stahlhelm, Lund der Frontsoldaten, beging gestern die Feier des Reichsgründungstages mit zwei Dcranstaltungen, die in eindrucksvoller Weife von dem guten Frontfoldatengeist in der (Siebener Kameradschaft Zeugnis ablegten.
Die Mittagsstunden hatte man der Dot- ,übcun g von Stahlhelm-Filmen im Lichtspielhaus. Bahnhofsirabe gewidmet, zu denen (id) ein sehr zahlreiches Publikum emgefunben hatte. Man wurde zuerst im Filmbild mit der Entwickelung der Uniformen im Wandel der 3citcn bekannt gemacht, konnte dann einige Ausschnitte aus der W- (front des Weltkrieges, insbesondere Bilden aus dem Abschn.tt von Derdun sehen, und erhielt u..ld)lief)eni) weitgehenden Einblick in den voin Stahlhelm organisieren und getragenen freiwilligen Arbeitsdienst. Hier entrollte sich vor dem Besucher eine Tätigkeit, die als taimradlchaftliche, soziale, erzieherische und wirtschaftliche (Siobtat des Stahlhelm der vollsten Anerkennung wert ist. Durch diese Arbeit gibt bet Stahlhelm seinen jungen Kameraden, die unter dem Albdruck der Arbeitslosilkeit leiden, neuen und guten Lebensinhalt, hier wirkt er siaatspolitifch zugleich aber auch wehrpolitisch, im besten Sinne des Wortes und wird dergestalt zum Wegbereiter der dringend notwendigen *Dll8gcnitu.|ü)uil im Geiste des Frontsoldaten- ßums. Als Abschlub folgte noch der Film vom letzten Reichs-Zrontsoldatentag in Berlin, der m geschickter B ildreportage einen aubeeordentlich fesselnden Aeberblick über dieses im In- und Ausland stark beachtete Ereignis gab. Sämtliche Dorführungen fanden aufmerksame und dank- late Zuschauer
Am Abend fand Die f) a u p t f e i e r m Der voll besetzten Turnhalle am Oswaldsgarten statt Neben den Mitgliedern Der Gubener Ortsgruppe nahmen noch als ©äjte Vertreter van auswärtigen und hiesigen Vereinen mit gleicher Zielrichtung und Freunde des Stahlhelm teil Die Stahlhelinkapelle leitete den ersten Teil des Abends mit flotter Marschmusik ein. dann folgte der feierliche Fahneneinmarsch Der Örtsgruppenfiihrer Arthur Appel begrüßte mit Genugtuung die graste Teilnahme an dieser Feier feiner wies er mit Stotz aui den standhaften und zielklaren ©eist in Der Ortsgruppe hin Nach einem von Frl Martha Neuling gesprochenen Prolog vnd weiteren Darbietungen Der Kapelle hielt Ober- Pfarrer Rappe (Wetter bei Marburg! Die Festrede Cr betonte u a Die Feier des Relchsgründungs- tages lei Bekenntnis zum deutschen Gedanken, zum deutschen Volk und Staat Der Stahlhelm wolle nicht am zweiten oder Dritten Reich, sondern an b e m Deutschen Reich bauen, wie es uns überkommen fei und oon uns für die Zukunft weiter erhalten bleiben müffr Trotz aller Widerstände und Nöte sei der Wille zum Dau des Deutschen Reiches unerschütterlich und unermüdlich Der Redner ging boihn mit kurzen Worten auf das Ringen unseres Lo Ues um die Fragen des Staates und der Ewig-
(Trotz des durchschlagenden Erfolges kam Flotow erst im Jahre 1843 in die Pariser Oper, und zwar mit Der Komposition eines Aktes des Balletts a D r) Harriet", das St. Georges zusammen mit Marzillier, dem Ballettmeister der ©rosten Over, aus dem Vaudeville „Gräsin Egmont" in ein Ballett umgeschrieben hatte; die aus einem Ballett des siebzehnten Jahrhunderts stammende Grundidee wurde später auch für den Text zu „Marth a- benutzt. Flotow hak erzählt, wie er zur ©rosten Oper und damit später zu feiner Oper „Martha" kam:
reit em, und legte Dur, wie hier die Zielsetzung aus- sieht Er wünschte dem Deutscher Reiche eine gröstere Einheit im Volksleben Die aber nicht gleidjbeDeutenD mit Dem Einheitsstaat fei Erne oerheistungsvolle Führung Des Staates fei durch Wahlen nicht voranzubringen, auch das Staatsoberhaupt dürfe nicht durch Wahlen bestimmt werden Unser Volk werde nur durch Königtum und Monarchie aus der Trub (al dieser Zeit gerettet, kein Internationalismus und kein Pazifismus, sondern nur die Wehrhaftigkeit des Volkes werde uns retten Ein Volk, das seine Wehrkraft einbüstte und pazifistisch verweichliche, werde eine Beute raublustiger Nachbarn Königtum und Wehrhaftigkeit seien die festen Grundlagen des deut- schen Staates Die Feier solle also auch ein Bekenntnis sein zum deutschen Staat mit monarchischer Spitze und gegründet auf der Wehrhaftigkeit der deutschen Jugend Dei deutsche Staat müsse auch eine Pflegestatk der sozialen Gerechtigkeit und ein Hort der wahren Volksgemeinschaft fein Weiter lei wahrer Gemeinschaftsgeist, persönliche Unantastbar seit und völlige Sauberkeit des Beamtenkörpers nötig, ebenso Schutz der Ehe, Familie und der sittlichen Grundlagen des Volkes, wahrer Christenglaube Gewissensfreiheit, nationale Erziehung der Jugend. Ehrfurcht vor der grosten geschichtlichen Der gangenbeit unseres Volkes. Ablehnung alles inter nationalen und pazifistischen Denkens, treue Verbundenheit mit Dem Deutschtum austerhalb Der Reichsgrenzen, Beseitigung oon Versailles des Kor i-jdors und der Abtrennung Oftpreustens und Des Reiches. Ablehnung des „Irrsinns der Parteien und der Parteisucht" Wiedergewinnung der Freiheit nach allsten und nach innen In diesem Smne und mit dieser Zielbeskimmung sei zu bauen an bem Deut schen Reich das sei das Bekenntnis bei dieser Reichs- gründungsfeier (Lebhafter Beifall., Der erste und der vierte Vers des Deutschlandliedes wurde hieraus gemeinsam gelungen.
Der zweite iv.i Der Veranstaltung brachte als Höhepunkt die fe e. liche Derpflichtung neuer Kw meraden. die Kamerad Dr. D e h n e r vornahm Er wies dabei in großen Zügen auf den Weg und das Ziel des Stahlhelm hin und begrüßte und verpflichtete dann die neuen Kameraden duerch Abnahme des Treugelöbnisses aut die gesenkten Fahnen während sich die Dersammlung von den Plätzen erhob. Im übrigen erfreute ö-.c Kapelle noch mit abwechselungsreichen Darbietungen, Sri.Martha Reuling sang einige Lieder. begleitet von Frau Elfriede Fischer. Kamerad Ludwig Raab sprach einen Prolog und eine Gruppe der Wehrsportabteilung zeigte Ausschnitte aus ihrem Geräteturnen und aus ihrer Dodengymnastik. Sämtliche Darbietungen wurden verdientermaßen mit lebhaftem Beifall aufge- "^Die^Ortsgruppe Gießen des Stahlhelm hat alle Berechtigung, mit voller Befriedigung auf die gehaltvolle Feier des Reichsgründungstages zu- rückzublicken.
Gut Teutendorf im Mecklenburgischen als Sohn des Rittmeisters oon Flotow und dessen Gattin Sophie von Böckmann geboren wurde Beide Eltern waren Freunde Der Musik, trotzdem hätte der Vater aus Dem Jungen am liebsten einen schmucken Offizier und Diplomaten gemacht, war jedoch einsichtig genug, dem Hinweis des Klarinettenmeisters Iwan Muller aut die besondere musikalische Begabung des kleinen Friedrich zu glauben und liest sich sogar bewegen den Stammhalter zur weiteren Ausbildung nach Paris zu schicken Hierdurch erregte er bei seinen adelsstolzen Verwandten furchtbares A e r g e r n i s , und einer der Oheime, ein besonders ftandesbewustter Gardehauptmann, wollte seinen Reffen nicht mehr kennen, wenn dieser dem gamen Hause die Schmach antun werde, „ein Musi- kante" zu werden
So kam Der kaum Sechzehnjährige nach Paris, wo er bei Johann Peter Piris fein Klavierspiel vervollkommnete und sich von Dem gelehrten Komponisten Anton Reicha zum Kvntrapunktisten aus- bilden liest Seine bereits früher begonnenen Kompositionen, meist Jnftrumentalwerke und Lieder, setzte er taum mehr fort, Der „Bühnenzauber' hatte es ihm angetan, die szenischen Wunder der „Großen Oper" nahmen ihn gefangen Und in den vornehmen musikalischen Kreisen, die sich dem jungen deutschen Landedelmann willig öffneten, fand er auch bald das, was ein Opernkomponist damals am dringlichsten benötigte, einen Librettisten Es war Jules Henry V e r n o y . der unter dem Dichternamen St. Georges schrieb Kaum hatte Flotow einen lejrt erhalten da scheuchte ihn. den Sohn eines preusti- schen Kammerherrn, die I u I i r e u o I u 11 o n des Jahres 1830 in die Heimat, hier saß Der eben flügge geworbene „Kompositeur" in dem alten Gutshaufe und schrieb emsig Roten zu Den französischen 'Berten Natürlich mußte er nicht nur diese, sondern manchmal auch sich selbst vor den allzu (taubes- stolzen Oheimen und Tanten verborgen halten
Schon im Mai 1831 konnte er nach Paris zurückkehren und nahm sosort seine gesellschaftlichen Be- zichungen wieder auf. denn cr wußte wohl dah man „in den maßgebenden Kreisen" festen Fuß gesoßt haben mußte, wenn man an emer öffentlichen Bühne einen Erfolg erringen wollte Zunächst schrieb er eine Reihe kleiner Opern für die Privattheater reicher Adliger, die allerdings nur leichte Unterhaltungsmusik Ichätzten Freundschaftliche Beziehungen zu den damals angesehensten Musikern wie Adam, Auber. Gounod Halevy Meyerbeer Offenbach und Rossini bringen ihm eine Fülle neuer Einsichten und Beziehungen die ihm bald Den Weg in die Oesfentlichkeit bahnen helfen So lernte er im Hause ©ounods den .besten renomierten" Komponisten Albert © risar kennen an dessen Werken für das Theater im Palais Royal und andere Buhnen er mitarbeiten (!) durfte Diese „Kollaboration" ist eine ebenso gebräuchliche wie merkwürdige Erscheinung der damaligen französischen Oper-Industrie: ein Kollektiv oon meift drei Musikern verfaßte eine Oper, die der beliebteste von ihnen mit seinem Namen deckte So schrieb Flotow mit ©risar und Pilati je einen Akt Der Spieloper „D e r Schiffbruch der Meduse", die im Jahre 1839 nicht weniger als vierundfünfzigmal gegeben wurde.
Industrie allein könne Arbeiter einsteilen, jüt dos Handwerk hab« man ledig ich neue Belastungen gefunden. Die ^^^^^l'vzialiften verlangten eine andere Form der Wirtschaft. Hitler .erst werde Wandel schaffen. Herr von Papen habe dem Handwerk helfen wollen, habe eS aber zu spät getan zu einem Zeitpunkt, da di« Einheitspreisgeschäfte und Warenhäuser langst er- öf nct waren und Dem Handwerk zum Schaden ivurden. Die HauszinZsteuer werd« leider nicht zum Zwecke des Hausneubaues, sondern zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfes verwandt. Dem Handwerker könne man prophezeien, daß er zugrunde gehe, wenn er sich nicht endlich restlos zusammenschließ«. Es gelte den Kampf zu führen gegen Warenhaus und Einheitspreisgeschäft Leider gebe eS heute Kreise in unserem Dolk«, die glauben, daß die Indu- jltic das Handwerk ersetzen könne. Heute ser leider die deutsche Oaalitätswar« ins Hintertressen geraten. In den Kreisen der internationalen Wirtschaftler sei man ängstlich bemüht, zu verhindern. daß Hitler an die Macht komme, da bann zu befurchten ser. dah hinsichtlich der Warenhaus- und Einheitspreisgeschäfte eine andere etcuerplotik Platz greife. Der Kamps werde in Zutunst nicht mehr mit dem Wahlzettel, sondern au, der Straße ausgetragen. Di« SA. stehe rasch bereit. Roch glaube mancher deutsche Arbeiter. das Heil komme von Rußland. DaS sei cm großer Irrtum. In Berlin habe man 1 */> Milliarden Russenwechsel, deren Einlösung man nicht erleben werde. Maschinen seien Dafür geliefert worden. Rußland werde damit ausgebaut. Mit den deutschen Maschinen und mit dem deutschen Facharbeiter werde man der deutschen Industrie Konkurrenz and den deutschen Arbeiter brotlos machen. Der Steuerzahler aber werde für die P/2 Milliarden Wechsel aufzukommen haben Man lese jetzt viel von Siedlung. In Derbin- düng Damit seien schon wieDer hanDwerkerseind- liche Strömungen fühlbar geworden. Der siedelnde Arbeiter solle, in Fachgruppen emgcteilt. die Siedlung selbst bauen Der Handwerker steh« dann wieder beiseite Adols Hitler, der dem Handwerk hei- | fen wolle, wie jedem ehrlichen Bolksgenossen. for-
„Db ich will? Mit tausend Freuden!"
„Nun denn, das Ballett hat fünf Akte, Die Arbeck eilt, und Der Direktor must sich drei Komponisten wählen. Zwei davon, Robert Burgmüller und Eduard Deldevez (später Komponist an Der ©roßen Oper) sind bereits designiert, als dritten habe Ich Sie vorgeschlagen. Sie sind angenommen, wenn Sie sich verpflichten, binnen vier Wochen fertig zu sein." — Ich nahm alles an, erhielt Den ersten Akt, eilte überglücklich nach Hause und brachte meine Arbeit zur bestimmten Zeit zustande. — Gelegentlich fragte ich St. Georges, wie es Denn eigentlich ergangen fei. daß mir dies Glück gleichsam im Traume gekommen.
St. Georges, Dem ich allerdings die Verantwortung der Wahrheit überlassen muß, erzählte mir nun, daß Der Direktor Der ©rosten Oper laut Kontrakt jährlichein Ballett in drei Akten geben müsse. Er war Damit im Rückstand. Es fehlte an einem Stern erster ©röste. Fräulein A. (gemeint ist Adele Du mi lat re. Die tatsächlich bald Darauf ein Stern erster Größe rourDe) seine erste Tan- zerin, ein sehr schönes Mädchen, schien ihm nicht talentvoll genug, um mit ihr Die ungeheuren Kosten eines neuen Balletts zu riskieren Die junge Künstlerin. welche sich als einzige Solotänzerin am Theater wußte, hatte fest auf das Ballett gehofft, um dadurch vielleicht ein Stern erster Größe zu werden. Da erfährt sie eines Tages, Der Direktor wolle gegen Unzulänglichkeit feiner ersten Ballerina bezug- lich dieses neuen Balletts beim Ministerium um Aufschub einkommen. Diese Mißachtung ihres Talents brachte sie außer sich, sie fand Gelegenheit, sich beim Minister, dem Vorgesetzten des Direktors, zu beklagen. Dieser antwortete ihr, daß der Direktor nicht 100 000 Frank ohne ein Talent erster Motze riskieren wolle.
Am andern Tage erschien ein Herr beim Direktor und proponierte ihm 100 000 Frank, wenn er in kürzester Zeit ein neues Ballett für Fräulein A. in Szene setzen wolle. Der Vorschlag wurde angenom- men, und daher die Eile, Die Drei Komponisten, und die Möglichkeit meines Freundes St. Georges, mich unter den dreien einzuschieben. Das Ballett wurde gegeben und hatte einen recht hübschen Erfolg. In späteren Jahren schlug ich den Stoff meinem Freunde W Friedrich (F. W. Riefe) zu einem Tertbuch vor, und er schrieb mir die „Martha . mit welcher Oper ich bei meinen liebenswürdigen und nachsichtigem Wienern im Jahre 1847 meinen schönsten Erfolg hatte.
Hätte Fräulein A. nicht den Wunsch gehabt, em neues Ballett zu tanzen, und hätte sie nicht durchaus als ein Stern erster Große glänzen wollen — wer weih, ob ich jemals Die „Martha" komponiert hätte!"
Flotow lernte in Paris den Textdichter Riese kennen und erhielt von ihm ein Libretto „A les- sandro Straöella", das er aus Begeisterung für Den Stoff sogleich „in Töne brachte", durch Rieses Vermittlung kam es 1844 in Hamburg zur Uraufführung und ward ein großer deutscher Erfolg für Den Komponisten, der daraufhin von Der Wiener Hofoper um ein neues Werk gebeten wird. Der treue Riese schlägt die Bearbeitung des Balletts „Lady Harriet" vor, und so entsteht in kurzer Zeit „Martha, oder der Markt zu Richmond"! Ende November findet in Wien die erste Ausführung statt unter ungeheurem Jubel Bald hört man auf allen Leierkästen, in allen Gaffen die Lieblinge des Pu- blihims, „Martha, Martha, du entschwandest" und „Letzte Rose, wie magst du so einsam hier blühn" Die lebendig blieben bis heute. Auch die Oper selbst ist, wie schon Wagner einmal melancholisch sagte, „nicht vom Spielplan wegzukratzen!" Selbst im Ausland hatte „Martha' be- deutenden Erfolg, in Paris kam sie «edoch erst 1858 auf die Bühne Zu Der fünfhunDertften Aufführung Der Wiener Hofoper im April 1882 wurde der greife Komponist eingeladen und gebührend gefeiert
Von feinen vielen späteren Kompositionen kamen keine mehr über Achtungserfolge hinaus, es schien, als habe Flotow fein ganzes zeituberdauerndes Können in den beiden großen Erfolgen, dem „otra- della" und der „Martha", niedergelegt. Zu den neu- deutschen Kreisen in Weimar und Bayreuth fand er naturgemäß kein Verhältnis. In seiner „Martha liegt die deutsche ©radheit des Edelmanns und der fränkische Esprit eines rechten Musikanten: und deshalb bleibt er in unserem Gedächtnis, er und seine Herz-Oper", die er „dem deutschen Volke l)inter- liest, als er am 24. Januar 1883 in Darmstadt starb.
Handwerkerversammlung der Kampfgemeinschaft.
Die Kampsgem«.tnschast zur Srhal- tun g des Mittel st andes, eine Organi- lation Der RSDAP.. hielt am Freitagabend im Tosö Leib eine Dersammlung ab.
ix, wie 1914 und gar siebenmal soviel wie im oabre 1922. Damals wurden in England 4 790 (XX) Eheanwärt«rinnen gezählt, um 400 000 mehr. a!8 angehende Ehemänner vorhanden waren, während beute 4 176 000 heiratsfähigen Frauen 4 Millionen ebensolcher Männer gegenüberstehen. Das Durchschnittsalter der Eheschließungen ist von 26'/, auf 25 gesunken.
Wölfe in Finnland.
Der Wols galt seit einiger Zeit in Finnland für ausgcstorben, aber in diesem Winter bat er sich dort wieder gezeigt, und zwar wurden, ähnlich wie auch in Polen, Rudel von Wölfen durch den Hunger dazu getrieben. Die russischen Grenzen zu überschreiten. In Dem Dors Phhajarvi im Borden von Finnland wurden zwei junge Mädchen. Die von Dem gemeinsamen BaDehaus Des Orte« nach Hause zurückgingen, nur. wenige Meter von ihrem Heim entfernt, plötzlich von einem großen Wols angesallen. Aus ihr gellendes Hilfegeschrei hin stürzte ihr Dater herbei, der eine Flinte bei sich trug und daS Tier durch Schüsse vertrieb. Sosort wurde von Den Bauern, eine Jagd veranstaltet und DaS seltene Wild erlegt.


