Ausgabe 
22.11.1933 Zweites Blatt
 
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Oberheffen

Lutherseiern aus dem Lande

Stande von 6:2 erzielte Launsbach seinen dritten Erfolg. Der Gegner kam aber noch zu weiteren drei Toren.

Abturnen im Turnverein Laubach.

Am Samstagabend veranstaltete die Turn- gemeinde Laubach im Saale des Solrnfer Lwses" zu Laubach ihr diesjähriges Ab turn en. Nach dem Einmarsch der Turnerinnen und Turner hielt der Vereinsführer Karl Von-Elff II. die Begrüßungsansprache. Anschließend wurde mit einem reichhaltigen Programm aufgewartet. Die einzelnen Riegen der Turner und Turnerinnen so­wie der Jungen und Mädchen Zeigten sehr gute Leistungen am Barren, Reck und Pferd. Großen Beifall fanden die gestellten Pyramiden sowie die exakt ausgeführten Freiübungen und Reigen der Mädchen und Turnerinnen. Zum Schluß sprach Studienrat Schweißguth über ben Wer des Turn- und Schwimmsportes und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Vorteile einer guten sportlichen Erziehung im Geiste Turnvater Jahns sich immer mehr im deutschen Volke auswlrken mögen D.e Musik wurde ausgeführt von dem Streichorchester des Laubacher Musikoereins.

SerStemannschastskampf in Atzbach.

Aus dem Kampf, der in Atzbach zum Austrag kam, und die Mannschaften von Leihgestern - Wie- ed Atzbach im Wettbewerb sah, ging Wieseck als überlegener Sieger hervor. An zweiter Stelle folgte überraschenderweise die Mannschaft des Gastgebers während Leihgestern durch Pech auf den dritten Platz kam. Die Mannschaft des Siegers befand sich m einer bestechenden Form und hatte keinen Versager aufzuweisen. Die Veranstaltung war stark besucht.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

impr Chören unter Musikmeister Köhler (Großen- Linden) die Feier auf die Höhe. Der Gemeindeabend im Saal der Gastwirtschaftzum Löwen , umrahmt non Vorträgen des Kirchengesangvereins, Sprech- chören und Gedichten der Konfirmanden, war unter das von dem Ortspfarrer behandelte Thema gestellt.

Der deut,ch- Luther". Der ch-ld °°u WtttenL-r , 'aus deutscher Wurzel stammend, wurde nicht nur ,um Propheten des deutschen Volkes, der ihm den K Lies von Rom hin zu Christus m feinem ©e- miss-n an ihn gebunden und an Gott, sondern auch zc;,+iÄnfpr hpr deutschen Sprache durch seine

heit ihrer Sprache verdanken. Wenn er durch sein Cinareifen in d?r Geschichte die Bahn fre.gemacht da^daß die Deutschen den Gedanken fahren liehen, Träger eines fortgesetzten römischen Weltreiches zu sein^so ist er der Wegbereiter ,ener Staatsidee, auf der'sich Brandenburg-Preußen aufbauen und das Reich werden konnte, das Bismarck gründet und Adoll Hitler vollendet hat. In heißer Liebe zu fe - nem Volke,für meine Deutschen b'N lch geboren, chn^n will ich dienen", geißelt er rn.t scharfen Wor- ten das Erbübel, die Zwietracht, den Saus teufe l, das Nachässen ausländischer Mode und den überflüssigen Bezug ausländischer teurer Waren, hat aber auch feine Worte für die deutsche Treue non der er sagt- daß keine Tugend uns seither so hochgeruhmt hat. So grüßt der deutsche Luther aus dem Luther als Christen herausgewachsen undohneihnnichtdenk bar über die Jahrhunderte, der Größte von den dreien, Luther, Friedrich der Große und Bismar wie ihn unser Volkskanzler genannt hat, fo will er ein Lebendiger, unter uns treten und uns fuhren »u der Quelle, aus der er sich ferne Riesenkraft für die Wende seiner Zeit geholt hat. M't der Mah- nuna an jeden einzelnen, das bekannte, auf Luther ?ezogE Wort:Er fühlt der Zeiten ungeheuren

n Laubach, 21. Noo. In der Hauptver- sammlung des Eisvereins wurden die Jahresbeiträge für eine Familie auf 1 Mark ur Einzelpersonen über 14 Jahren auf 40 Pf. und für solche unter 14 Jahren auf 30 Pf. festgesetzt. Hier­mit ist auch den Minderbemittelten die Möglichkeit gegeben, sich dem Eissport zu widmen. Die Jahres- rechnunq ergab einen Ueberschuß. Am Sonntag nachmittag hielt die F r e i w i l l i g e Fe u erwehr unter Leitung von Oberbrandmeister Heinrich Kopp, ihre Schlußübung ab. Hierzu waren auchRegle- rungsrat Schwan vom Krelsamt Schotten und Kreisfeuerwehrinspektor Eberl) eim ^Schotten) erschienen. An das im oberen Schloßhof vorge- nommene Geräteexerzieren schloß sich ein Brand- anqriff auf das vordere Realschulgebaude an, wo­bei die zahlreichen Zuschauer zum erftenmale Ge­legenheit hatten, die Leistungen der neuen Motor­spritze zu bewundern. Die Uebungen wurden gut ausgeführt und Kreisfeuerwehrinspektor Eber- heim und Regierungsrat S ch man sprachen bei dem anschließend im Saale desSchutzenhofes ver­anstalteten Konzert der Wehr ihre volle Anerken­nung aus. Beide wurden in Anbetracht ihrer gro- ßen Verdienste um die Feuerwehrsache zu Ehren­mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr ernannt Zum Schluß dankte Bürgermeister Ho gy der Wehr namens der Stadtverwaltung für ihre seit­her bewiesene Schlagfertigkeit unk'forderte zu wei- lerer Pflichttreue und Kameradschaftlichkeit auf.

8 Ulrichstein, 21. Nov. Eine von der Gau- filmst eile der NSDAP, veranlaßte Film­vorführung sand am Samstag für ine Schuler Ul­richsteins und der Umgebung und am Sonntag für bie Erwachsenen statt. U. a. wurde em Film vom Reichsparteitag in Nürnberg gezeigt. Am Sonntag wurde die älteste Einwohnerin Ulrichsteins, Frau Marie E r b, zu Grabe ge­tragen^Sie hätte im März ihr 91. Lebenswahr vol- lenneD b^S »mitten, 20 N°°. Al- mehrere Schüler der Niddaer R e a l s ch u l e mit ihren Fahrrädern auf der Heimfahrt begriffen waren, wurde eine hiesiae Schülerin am Hinter rade angefahren. Sie stürzte dabei so un glücklich, daß sie sich einen K i e f e r b r u ch und nicht unerhebliche Verletzungen am Kinn 3y30j-

1 M-n&tpn y.mpi /Aahne

Tödlicher Verkehrekunfall in Holzheim.

* Holzheim, 22. Nov. Gestern gegen 21.45 Uhr ereignete sich in unserem Dorfe ein s ch w e r e r Verkehrsunfall, dem leider ein Menschen­leben zum Opfer fiel. Als der 32jährige Steinrich­ter, SA.-Mann Heinrich Wagner, mit einigen Kameraden das Rathaus verließ, in dem die SA.-R. zu einer Gesangs-Uebungsftunde versammelt war, und die Dorfstraße hinaufging, wurde er plötzlich von. dem entgegenkommenden Auto eines hiesigen Ein­wohners angefahren. Der bedauernswerte SA.- Mann wurde heftig zu Boden geschleudert und er­litt dabei einen schweren Schädelbruch, der feine sofortige Ueberführung in die Chirurgische Kli­nik nach Gießen notwendig machte. Wenige Stun­den nach feiner Einlieferung durch die Freiwillige Sanitätskolonne Gießen erlag der Bedauerns­werte feinen schweren Verletzungen. Der Verunglückte war verheiratet und hinterläßt seine Frau und vier Kinder. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht völlig geklärt. Die Ermittlungen sind im Gange.

25 Jahre Alice-Frauenverem Großen-Buseck.

(X) Großen-Buseck, 21. Noo. Dieser Tage hielt der hiesige A l i c e - F r a u e n v e r e i n an­läßlich seines 25jährigen Bestehens eine Fe i er in dem bis auf den letzten Platz besetzten Bruckschen Saale ab. In ihrer Begrüßungsansprache gab die Vorsitzende Baronesse E r n c ft i n e von Ra­benau, einen ausführlichen Bericht über die Gründung und die Geschichte des Vereins, der in der Zeit feines Bestehens unserer Gemeinde segens­reiche Dienste leistete, überall da, wo Krankheit und Armut vorhanden war, in sozialer Hilfsbereit­schaft als barmherziger Samariter seine Schuldig­keit tat, während des Krieges bis 1917 ein eignes Lazarett unterhielt und auch in den schweren Zeiten der Nachkriegszeit und der Inflation seine Liebes­arbeit still und treu weiter verrichtete. Ein von Schwester Berta Büchfler, einer der treuen Mitbegründerinnen des Vereins, verfaßtes Gedicht, das anschließend zum Vortrag kam, forderte auf, in ehrender Weise der verstorbenen treuen Mit- !lieber zu gebenden, unb schloß nach einem Dank ür Gottes Segen mit bem Gelöbnis, bie Arbeit ie5 Vereins gern unb freubig unserem Volkskanzler für ben nationalen Aufbau unseres Volkes zur Ver­fügung zu stellen. Weiter veranschaulichten lebenbe Silber, bie mit einfachen Mitteln sehr schon bar- gestellt wurden und die sieben Werke der Barm­herzigkeit zeigten, die Arbeit des Vereins. Das reichhaltige Programm, bas u. a. Gesangsvortrage, eine Theateraufführung unb einen von vier kleine- ren Mäbchen vorgeführten Reigen brachte, bewies, mit welchem Eifer unb Fleiß ber Abenb vorbereitet worben war. Nach ber Kaffeepaufe fanb eine Der- lofung statt, zu ber von Vereinsmitgkiebern etwa 240 Gewinne teils gearbeitet, teils gestiftet worben waren. Der Reingewinn in Höhe von 80 Mark fließt bem Winterhillswerk zu. In feinen Schluß- Worten bankte ber Ortsaeistliche allen benen, bie au bem Gelingen bes Abends beitrugen, mahnte auch weiterhin bem Verein bie Treue 3U halten und schloß mit einem dreifachenSieg-Heil! auf die Führer unseres Volkes. Die ersten Strophen des Deutschlandliedes und des Horst-Wefsel-Liebes bildeten den Ausklang der Feier.

Gau-Sängeriaa des Gaues Cbattia.

k Hungen, 21.Nov. Am Sonntag fand hier im'Darmstädter Hof" der Gau-Sängertag hes ©aues Chattia statt. Der 1. Vorsitzende bes GesangvereinsLieberkranz" Hungen begrüßte bie ©angesbrüber von auswärts unb ließ feine Worte in begeistert aufgenommenen Sieg-Heil- Rufen auf Volk, Vaterlanb unb Führer ausklmgen. Gemeinsam würbe bas Deutschland-Lieb gesungen Die beiben hiesigen Gesangvereine brachten barauf ben Deutschen Sängergruß und das Lied "Haken­kreuz und Schwarzwelßrot gemeinsam zum Dor­

Oie Führung in den Sportvereinen.

DerReichssportkommissar teilt mtt: lieber die Besetzung von Führerposten in Sport- vereinen und -Verbänden des Reichssportfuhrer- ringes und Aufnahme nichtarischer Mitglieder hat der Reichssportführer von Tschammer-Osten nachstehende Anordnung erlassen:

Bei der Besetzung von Vorstands- und sonstigen Dereinsposten müssen die Anforderungen des Ge-

artige Stellen vorgesehen sind, müssen im Falle bes Paragraph 3 biefes Gesetzes bie entsprechenben An- orberungen auch von Vätern ober Brubern, bzw. Ehemännern ober Söhnen erfüllt sein.

Diese Anorbnung finbet auf alle beutschen Staats« bürger gleichmäßig Anwenbung. Auslanber können zwar Mitglieber anerkannter ©portDereme fein, bürfen jeboch Vereinsämter irgenbwelcher Art nicht innehaben.

Auf vielfache Anfragen stelle ich in diesem Zu­sammenhänge nochmals fest, bah ber Erlaß von Vorschriften über bie Aufnahme nichtanscher Mit­glieber in anerkannten Sportvereinen ben Sach- verbänben und, soweit von diesen keine.binbenben Vorschriften ergehen, den einzelnen Vereinen über lassen bleibt."

Der Reichssportführer: v. T s ch a m m e r - O st e n.

Handball im Sau XII der DT.

5p0g. igoo 11 Gießener Turnerschaft 11 3:11.

Wenn diesem Spiel der zweiten Vertretungen beider Vereine auch nicht die Bedeutung zukam, wie der Begegnung zwischen ben ersten Mann schaffen, so war man auf den Ausgang dieses Reffens nicht minder gespannt. Das Ergebnis Überrascht insofern, als die Spielvereimgungsleute eine eindeutige Niederlage emstecken mußten Schon tun nach Anpfiff fiel das erste Tor für die Turner, dem sich in regelmäßigen Abständen bis zur Pause noch sechs weitere anreihten. Auch in der zweiten Hochzeit blieben die Turner stets leicht überlegen, wenn auch die Ausbeute an Erfolgen nicht mehr so groß war. Dagegen tarnen auf ber anberen Seite bie Gäste, wenn auch etwas spat, nun eben­falls zum Wort. Es gelang ihnen, bas Ergebn^ etwas zu verbessern, boch verzettelte sich der burm zu sehr in Einzelattionen, als daß er wirtlich ge- fährlich hätte werden können. Strafwurfe sind für mangelndes Zusammenspie kaum em vollwertiger Ersah. Einen Hauptanteil an bem Erfolg ber Turner barf ber Sturm für sich m Anspruch neh­men ber ein flüssiges, vorbildliches Zusammenspiel Megte vor allem auf Grund der Wft uneigen, nühigen Spielweise jedes einzelnen, so daß alle Stürmer in gleicher Weise zu dem ^ubergebnls beitragen konnten. Gut aufgebaute und statt vor getragene Angriffe im Verein mit stcherem, raschem Abspiel schufen immer wieder glanzende Torge- legenheiten, die weitgehend ausgenutzt wurden Di Hintermannschaft ließ in ihrer Abwehrarbett kaum eine Lücke unb würbe babei noch von bem Sturm tatkräftig unterstützt. Das Spiel würbe in durch­aus anftänbiger Form ausgetragen.

logg. Ruttershausen Tv. Launsbach 9:3 (4:2).

Zum fälligen Verbandsspiel trafen sich beibe Mannschaften in Ruttershausen. Wahrend im Vor­spiel die Platzmannschaft m Launsbach noch -me 10.4-Niederlage einstecken muhte, revanchierte s sich nun und gewann sicher und verdient. Die erste Hälfte brachte zunächst eine leichte Ueberlegenlfeit der Gäste, die bann auch zum ersten Erfolg kamen. Jeboch glich ber Gegner halb aus "nb übernahm einerseits bie Führung. Rach abermaligem Aus^ gleich legte bie Platzmannschaft bis 3,ur ^aufe burch seinen entschlossenen Sturm noch wettere Zwei Tore vor. Nach bem Wechsel lieh Launsbach nach, in gleichem Maße tarn Ruttershausen au unb führte ein kraftvolles unb erfolgreiches Spiel vor. Beim

Landkreis Gießen.

m Klein-Linben, 21. Nov. Unsere evan- aelische Gemeinbe beging in wurbiger Weise ihre Luther feier. Am Samstagabenb versammelte sich im Gotteshaus eine große Festgemelnbe, um bem Resormationsfpiel von E. Riethmuller.Nun freut euch, liebe Christen gemein für Sing- unb Sprechchor unb Orchester belzuwohnen Den Zu­hörern würbe Luthers Glaubensentwicklung vor Augen geführt. Den Singchor bilbete ber eoan- Asche Zttchenchor, Sprechchor unb Orchester war n aus ber Mäbchenoeremlgung unb evangelischen Iunqmannen zusammengestellt worben. Am frühen Sonntag weckte ber Posaunenchor bie Gemeinbe mit Lutherchorälen, im stark besuchten Seftgottes- bienft sprach Pfarrer Bremmer über Luthers ©taubensjuoerfidji. Am Wend fanb.unter ftart B"teiliaung f r Gemeinde im Saale des Gast Hauses ,Zur deutschen Eiche" ein Oemeinbeabenb statt Pfarrer Bremmer begrüßte bie Versamm- liina unb lieh bas Thema bes Abenbs anthngen. Luther Jugenb unb Gemeinbe". Bilber, Lieder Ünb Sprechchöre von beutschem Volkstum bildeten

'feSÄ ÄÄ Ä«

führte ein Laienspiel bT;^be^nSÄnG&%bAr ^ei^inberf^le 3U±Utßeihaeftern, 21. Nov. Der Luther tag

p, nm Mittelvunkt bes Gottesbienstes stand »m Un ckluß an P alm 28 6 bis 9, ber Gedanke: Mar­tin Luther, Deutschlands Gut an feiner ungeheuren Wegeswende". Der Kirchengefangvere-in führte mit

Bruch und fest umklammert er sein Bibelbuch-, aus ! sich selbst anzuwenden, weil nur mit diesem Geist allein bas neue Deutschland gebaut »erben tann gemäß ben Worten unseres Führers. '.Die Kräfte bes Christentums finb unentbehrlich für ben fittligen Wiederaufstieg des deutschen Volkes unb mit bem gemeinsam gesungenen LiebEm feste Burg is unser Gott" schloß ber Abend.

5 Steinbach, 21. Nov Die evangelische Ge­meinde feierte am Sonntag Luthe r s 4 5 0. ® burtstag in einem Festgottesbienst, in dem der Frauenchor unter Leitung des Musikmeisters a. D. Schleuse einen Chor fang. Die Kinder hatten ein liturgisches Festspiel eingeübt: "Unfer Luther , das zeitgemäß umgearbeitet war. Die Feftprebigt zeigte Luther als ben gottgefanbten .Wegbereiter zum Heilanb unb forberte zur Treue im Glauben. Auch in Albach würbe ber Tag in festlichem Gottesbienst gefeiert. Die Schulkinder zeigten m einem liturgischen Festspiel bie Massen ber Refor­mation, Bibel, Katechismus unb Gesangbuch, unb mahnten zum rechten Gebrauch bieser Waffen.

Kreis Büdingen.

*!* E ch z e l l, 21. Nov. Der L u t h e r t a g würbe in unserer Gemeinbe außer im Hauptgottesdienst in einem Lutherabend gefeiert. Der Altar war mit Win­terastern geschmückt, im Angesicht ber Gemeinbe hing bas umkränzte Lutherbilb. Gebichte über Luther, von ben Konfirmanben unb Mabchen aus bem BbM. vorgetragen, wechselten mit ber Verlesung passender Abschnitte aus Luthers Schriften, Tischreden und Briefen. Die hiesige Dratorienfängerm Frl. Toni Schuch fang die LutherliederNun freut euch, lieben Christen gmein",Erhalt uns, Herr bet deinem Wort" sowieSei stille dem Herrn von Mendelssohn. Sie wurde von Zahnarzt Dr. Schn aut auf der Orgel begleitet. Herr unb Frau Dr. Schn au (Orgel unb Violine) spielten bas Largo von Hanbel unb ein Abagio von Corelli. Unter Leitung von Lehrer Schuch fang bie Oberklasse ber Schule Den Gemeindegesang begleitete Lehrer Kinzenbach auf der Orgel.

Krc's «Lotten.

Interesse, das die nationalsozialistische Regierung der deutschen Sangesbewegung entgegenbringe. Wei­ter unterstrich ber Rebner bie Gemeinschaftsarbeit in ben Gesangvereinen zur Förberung bes Volks­ganzen unb schloß eine Ansprache mit freubigem Sieg-Heil-Ruf auf Den Führer unb Volkskanzler

6 e H n r o b , 20. Nov. Gestern abenb fanb in der überfüllten Kirche eine K i r ch e n m u s i k a 11- sche Abendfeier statt. Die Veranlassung dazu gab einmal bie Feier bes b e u t s ch e n L u t h e r - tags, zum anberen berTag für deutsche Haus­musik". Demgemäß glieberte sich bie SBortragsfolge in eineAbenbfeier" unb in eine "Lutherfeier . Die Eröffnung bilbete bie Tokkata m Fs-Dur von W. Sering, vorgetragen von Lehrer Lotz (Selln- rob) und ein Gemeindelied. Es folgte bannSara- banbe" von I. S. Bach (Orgel unb Violine),Abenb-

lieb" von Ch. H.Nink (Kmderchor)K nberwacht von R. Schuhmann (Orgel unb Bariton), "Wiegen- lieb" von H. Kierolf (Orgel), ,^argo von G. Han­bel (Orgel unb Violine),Sanbmannchen von I. Brahms (Orgel unb Bariton),Nun ruhen allch Wälber" von W. Rein (Orgel, Flöte unb Violine . Den zweiten Teil eröffnete bie Tokkata m O Moll von J.S.Bach. Alsbann folgten:Erhalt uns Herr bei beinern Wort" unbEin feste Burg von I. o. Bach (Orgel unb Flügelhorn),Wir treten zum Beten" (Kinberchor),Die Himmel rühmen von L. v. Beethoven (Orgel, Bariton unb Posaune), Fan­tasie überSollt ich meinem Gott nicht singen von Seifert (Orgel),Ein feste Burg" von M. Reger (Orgel, Horn unb Posaune), Festhymnus von K Piutti (Orgel). Geyieinbegesänge waren an ge­eigneter Stelle eingeschoben. Pfarrer König (Groß- Eichen) schloß mit einem Gebet bie schon verlaufene Feier. Veranstalter bieser Feierstunbe war Lehrer Lok (Sellnrvb). Mitwirkenbe waren außer bem Veranstalter (Orgel), Organist M iil l e r . Sel nrad (Posaune unb Violine), Lehrer Lenz- Sellnrod Gne uni) Flöte), Lehrer

(Bariton), W. K i n k c l-Sellnrod (Violine), Psarrer König- Groß-Eichen (Flügelhorn) und ein Schu- lerchor der Sellnröder Schulkinder. Eine Sammlung am Ausgang brachte einen schonen Betrag für das ®3n6tumpr'rtenrob, 21. R°°. Dieser lag- fand hier in überfülltem Saale einD e u t f ch c r Lutherabend" statt. Alle Krafts des Dorfes trugen zum Schmuck und zur Ausgestaltung der Feier bei. Der hiesige Musikverem eröffnete den Abend mit dem Musikvortrag BeethovensDie Himmel rühmen des Ewigen Ehre , und erfreute die Oemeinbeglieber mit feinen Weifen. Die Kon­firmanben sprachen kernige Lutherworte aus besten Kampf unb Glaube unb Volkstum. Dazwischen wechselten Lieber unb Vorträge bes Munbharmo- niraorchesters ber Schulkinber unter Leitung bes Lehrers C u n z. Ebenso sangen bie schulent^stenen

' Burschen unb Mäbchen nut ihrem Führer, Pfarrer Geißler. Dieser schilberte bann Martin Luther als ben beutschen Kämpfer, ber vom Evangelium her seinem beutschen Volke auch bie besten volki- schen Werte schenkte. Als 3weiter Rebner sprach ber Burenkommanbant Koos Jooste, ber dem Do-f nicht unbekannt war. Unter bem ThemaSteine zum Aufbau" zeigte er aus eigenen Erlebmsten in seiner humorreichen Art mancher ei wichtige E ° forbernisse zu bem völkischen unb religiösen Aufbau unseres Dctterlanbes. An bem großen Beifall und ben frohen Gesichtern ber Besucher konnte man sehen, baß ihnen ber Abenb em rechtes Erlebnis geworben war.

Adolf Hitler.

Hierauf wurden die im Gau Chattia zu- sammengeschlostenen Vereine bekanntgegeben; es sind insgesamt 30 Vereine mit 1060 ©angern. Gau­führer Rinker berief sodann zu seinen Mit­arbeitern im Gauvorstand: Lehrer Glück (Langs­dorf) als 2. Führer, Heinrich Wagner (Birklar) als Rechner, Karl Klotz vom Gesangverein .Lieder- kranz" (Hungen) als Stellvertreter, Ludw. S ch n e i° der vom GesangvereinEintracht" (Hungen) als Schriftführer, Heinrich Eilst (Laubach) zum Stell­vertreter. Zum kommissarischen Gauchormeister wurde Lehrer Stein (Lich) bestimmt Beisitzer wurden Jakob Schmidt,Cäcilia" Lich; Otto Wahl, Rochscher Männerchor Lich; Ludwig K a m b e i tz,Eintracht" Hungen; Heinrich Ha u p t (Trais-Munzenberg); Heinrich Müller (Betten­hausen) und Hugo Kröll (Rodheim).

Der Gaufüyrer berichtete dann über ben Bun- bessängertag am 29. Oktober in Bingen. Der nächste Gauliebertag soll im fommenben Jahre ftattfinben; hierfür hatten sich Hungen unb Laubach gemelbet, mit großer Mehrheit entschieb sich ber Gautag für Hungen. Der Gauliebertag wirb wahr­scheinlich Mitte Mai ober Anfang Juni 1934 statt-

1900 I. Jugend wieseck I. Jugend 6:1 (3:0).

1900 spielte von Anfang an überlegen unb konnte in ber 12. Minute burch ben Halblinken >n Füh­rung gehen, nachbem vorher verschiebene sichere Sachen ausgelassen worden waren. Bis zur Halb­zeit waren die Einheimischen noch 3we>mal erfolg­reich Nach Wiederbeginn ließen die Gaste merklich nach. Wieseck wurde gänzlich einaeschnurt und kam nur noch zu wenigen Durchbrüchen Aus einer Elfmeterentscheidung fiel für Wieseck das Ehrentor. Nach dem Stande von 3:1 Toren gingen bie Ein­heimischen etwas mehr aus sich heraus. Drei Tore waren bie Ausbeute. Enbresultat 6:1. Die 1900er stehen mit 8 Punkten bei vier Spielen ungeschlagen an ber Spitze.

1900 II. Jugend VfV. Gießen I. Jugend 2:2 (2:0).

Bei gleichmäßig verteiltem Spiel konnten die 1900er zwei Tore vorlegen. Halbzeit 2:0. Nach Wiederbeginn rafften sich bie Gäste auf unb er­hielten in der 50. Minute ihr erstes Tor. Kurz vor Schluß stellten die Gäste den Ausgleich her.

Seuischer Kishockey-Erfolg in Prag.

Die deutsche Eishockey-National­mannschaft trua am Samstag in Pragem Treffen gegen den L. T. E. Prag aus und gesta e^ die Eröffnung der deutschen Länderspielsaison durch einen Sieg mit 2:1 sehr hoffnungsvoll. Die beut' sche Mannschaft war burch ben kanabischen Trm ner Heximer verstärkt unb lieferte em Egezeich netes Spiel, von bem bie 5000 Zuschauer ehrlich be- geistert waren. Das erste Drittel besKampfes ver- lief torlos. Im zweiten Drittel erzielte Heximer ben Führungstreffer ber beutschen Mannschaft, unb im britten Drittel fiel nach eine... ö^u^ von Dawydow der zweite Treffer, als die Scheibe von der Umzäunung zurückpra (te und vom tschechischen Torwächter aus ins Tor sprang. Dann erst kamen die Prager durch Tozicka zum einzigen Torerfolge.

Am Sonntag trugen die Deutschen em 3weite» Spiel gegen die gleiche Mannschaft aus; es reichte aber nur zu einem Unentschieden 1.1 (0.1, 0.0, 1.0).

^Anschließend eröffnete ber 1. Dorsitzenbe bes @aues7 Rinker- Nonnenroth, bie Sangertagung mit einer Ansprache, in ber er Zunächst auf ben nationalen Aufbruch bes deutschen »o Jes, bie er­freuliche Aufbauarbeit ber nationalsozialistischen Regierung unb auf bie baburch geweckten Hoffnun- aen bei allen beutschen Volksgenossen hinwies. Er bettmte weiter, baß an ber Vorbereitung bes nun erftanbenen nationalen Deutschlanb bie Gesangver- eine durch die bewußte Pflege der kostbaren natio-

Seauf nicht ÄÄÄ Ä ' b°°ch°n U a,

finden. _ ...

Lehrer Glück (Langsdorf) gab anschließend Die Massen-, Wahl- und Pflichtchöre bekannt. Gesungen werden als MassenchorEs klingt ein Heller Klang , Sonnenaufgang" unbWo gen Himmel Eichen ragen"; als Wahl- unb PflichtchorMaienschem undMailied". Der Pflicktchor für Vereine mit mehr als 40 Sänger wird später noch bekannt- gegeben. Ä

Gegen 17.30 Uhr wurde der Gautag mit einer Huldigung für den Führer und Volkskanzler Ado f Hitler und mit dem Gesang des Horst-Westel- Liedes geschlossen. Die hiesigen GesangvereineEm- tracht" undLiederkranz" unter Leitung ihrer Chor- meister Schreiner und Lenz bereicherten die Tagung mit mehreren ausgezeichneten Chorvor- träflen.

Kreis Schotten.