gelegt.
Die Landung
Berlin-, 21. Nov. (TU.) Der Führer der Deutschen Studentenschaft, Dr. S t a b e i , veröffentlicht
Schlecht Wetter droht!
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der amerikanischen Stratosphärenslieger.
Wie jetzt bekannt wird, ist der amerikanisch« Stratosphärenballon bereits am Montag um 17.55 Uhr Neuyorker Zeit etwa 16 Kilometer nördlich von Bridgeton (New Jersey) gelandet. Die Landung erfolgte in einer menschenleeren, außerordentlich sumpfigen Gegend. Erst am Dienstagsruh konnte sich F o r d n e y einen Weg durch das Sumpfgebiet und durch dichtes Unterholz zu einem etwa fünf Kilometer weit entfernten Farmhaus bahnen, wahrend S e 111 e zur Bewachung beim Ballon blieb. Ford- ney erklärte, der Flug fei ein wundervolles Erlebnis gewesen. Die Ergebnisse hätten größten wissenschaftlichen Wert.
mit dem brennenden Auto in die Havel gestürzt.
Straßburg, November 1933.
Fünfzehn Jahre sind am 2 2. November seit jenem Tage verflossen, an dem Frankreich gemäß den Bestimmungen des Waffenstillstandsabkomens auch die Festung Straßburg wider- tandslos besetzen konnte. An der Spitze der vierten Armee zog General G o u r a u d ein, begrüßt durch ein Empsangskomitee das unter Leitung des kürzlich verstorbenen Fritz Kieffer für eindrucksvolle Staffage gesorgt und auch die wohlverteilte Komparserie beschafft hätte; die durch die vorangegangene deutsche Hinterlandsrevolte und das Gefühl des völligen Zusammenbruchs kopflos gewordene Bevölkerung ließ das Schauspiel widerstandslos abrollen.
lens sein.
OasMeineidSverfahren gegen denZeu gen Sönke aus dem Heichstagsbrand- stifterprozeß.
einen Bündnisvertrag zwischen Deutschland und England. Schon vor dem Kriege nahm er seinen Abschied aus dem diplomatischen Dienst. Seine Erinnerungen hat er in mehreren Büchern nieder-
Jn einem aufregenden Feuergefecht zwischen Bankräubern und Polizisten in Montevideo (Uru- auay) wurden sechs Personen, davon vier Polizisten, getötet. Die Bankräuber hatten zuerst das Feuer auf die Schutzleute eröffnet, als sie nach vollbrachtem Raub mit ihren Kraftwagen flüchteten. Bei der Ver- folgungsjagd wurden zwei Banditen getötet; fünf Personen, darunter unbeteiligte Zivilisten, wurden verletzt.
Festnahme einer kommunistischen mordbande in Hamburg.
Die Hamburger Polizei verhaftete 11 Mitglieder des früheren Roten Frontkämpferbundes. Sie haben am 3. Dezember 1930 bei einem politischen Zusammenstoß den Polizeiwache meister Knies ermordet. Den tödlichen Stich hat der Kommunist Ernst Sander geführt. Der Mörder sowie mehrere Mittäter sind geständig.
Verheerendes Großfeuer in einem türkischen Dorf.
Nach einer in Paris vorliegenden Meldung aus Ankara brach in der Ortschaft Akscheir in der Nähe von Adalia ein Feuer aus, das sich trotz des sofortigen Eingreifens aller umliegenden Feuerwehren sehr rasch ausdehnte. 240 Häuser wurden ein Raub der Flammen. Man zählt bereits drei Tote unter den Einwohnern, befürchtet aber, daß noch weitere Leichen unter den Trümmern begraben liegen.
Reichswehrfeldwebel tödlich verunglückt.
Ein mit feinem Motorrad auf der Rückfahrt zu feinem Truppenteil nach Kassel befindlicher Feldwebel aus Eschwege wurde mit gebrochenem Genick I neben seinem Motorad liegend tot aufgefun- ! d e n. Wahrscheinlich hat sich die Maschine in einer Kurve überschlagen. Dies ist der zweite Fall in die- sam Jahre, daß ein Eschweger Reichswehrsoldat auf so bedauerliche Weise ums Leben kam.
Steigender Fleischverbrauch in Deutschland.
die Freude an dem großen Erleben auf See in immer weitere Kreise des deutschen Volkes Dringt und die Bemühungen der Seeschiffahrt, möglichst viele zur Teilnahme an billigen Reisen Gelegenheit zu geben, einen fruchtbaren Boden finden. Die Allgemeinheit hat ein starkes Interesse daran. Die Seeschiffahrt ist lebenswichtig für das deutsche Volk und seine Wirtschaft. Ihre Weltbedeutung und ihre wirtschaftliche Existenz ist durch die Krise, Den Verfall der Standardwährungen der Welt bedroht. Jeder, der auf deutschen Schiffen reift, trägt dazu bei, daß sie Die Krise überminDet. So ist es gerade auch für Den Beamten ein zu begrüßender Beschluß, wenn er sich vornimmt, seinen Urlaub aus einemdeutschen Schiff zu verbringen. Bisweilen mag Dies noch verkannt roerDen, es ergibt sich aber groingenb aus Der Lage. Wenn bei Rufen Dieser Art Der Ausgang oDer EnDpunkt im Aus- lanD liegt, sollte Diese Tatsache Den Entschluß nicht verhinDern, Denn erfolgt Die Reife durch fremde Länder auf kürzesten Wegen, so ist sie bedeutungslos gegenüber Der Tatsache, Daß Der weitaus größte Teil Des Urlaubs auf Deutschem BoDen ver- bracht roirD, Denn Die Reisen auf deutschen Schiffen sind Reifen auf deutschem Boden.
'Aus aller Melk
Die Deutsche Akademie der Dichtung zur Buchmesse.
Die Preußische Akademie der Künste, Sektion „Deutsche Akademie der Dichtung", widmet der
10 Tage Deutsche Buchmesse" den folgenden Aufruf: Alle große Kunst ist Rechtfertigung eines Volkes vor Gott; sie ist auch Erfüllung des Ueberfommenen und Auftrag an die Nachfahren. Aber es ist nicht das allein. Wie Der Leib Des Brotes beDarf, so will Die Seele Das Geheimnis vorahnen, Das zwischen Gott unD Mensch steht will sie Die Schauer von Lied und Dichtung empfmDen und auch das Glück kosten, das aus Der schwingenden Sprache ihres Volkes aufsteigt, einer Gemeinschaft, mit Der sie schon auf ErDen gewinnt, siegt unD weiterlebt. Arm ist, wer nicht Darum weiß.
1 Erst Die Feier Des Sonntags bestimmt Die Kraft im Werk Des Alltags; wer sich Den stillen Stunden der Besinnlichkeit, wer sich Dem Glück eines guten Buches, wer sich der Sammlung am Tage der Umkehr entzieht, hat in Der Woche einen engen B ick, oder auch freudlosen mißmutigen Gewinn. Echte Kunst macht stark; sie ist Die Erfüllung Deiner selbst; sie erst ist aber auch Die höche Kraft Deines Volkes, Da* gleich Dem Einzelnen Der Schövfung Antwort zu stehen hat auf Die Frage nach Weg, Wert und
Jetzt, wo schneidende Kälte und naßkaltes Wetter miteinander abwechseln, braucht die haut besondere Pflege, soll sie nicht rissig und spröde werden. Bei dem hinaus- gehen findet die haut in Leokrem, der tief in die haut einbringt, einen idealen Schutz gegen alle Witterungseinflüsse. Durch seinen Gehalt an naturechtem Sonnen. Vitamin fördert Leokrem zugleich den Aufbau der haut. Machen Sie noch heute einen Versuch! Dosen zu 90,50,22, 15 Pfg. in ollen Chlorodont-Verkaufsstellen erhältlich.
folgenden Ausruf für Das Winterhilfswerk:
Deutsche Studenten! Das große Werk des sozialen Ausbaues verpflichtet auch die 6tubentenfd)aft ßu tätiger Mitarbeit. Das Winterhilfswer .ft d i e brennend st e und notwendigfte Auf - gäbe innerhalb Des deutschen Volkes, hier hat Der Einsatz Der StuDentenschast voll und ganz zu erfolgen. In engster Zusammenarbeit mit allen Kreisen Des Volkes roirD jeDer Student mit aller Kraft Dafür sorgen helfen, Der Not E'.uhalt zu gebieten Die unseren ärmeren Volksgenossen als Erbteil jener 14 Jahre Mißwirtschaft Des uberrounbe- nen Systems Droht. In Den kommenden Wochen beginnt Die Arbeit in jeder Studentenschaft des Reiches. Ich erwarte von jedem deutschenStuben ten, Daß er Das Aeuß erste an Leistung unD Opfern aufbringt. Der Einsatz für Das Winterhilfswerk soll Der $ r ufftet n fu r D te Echtheit unseres sozialistischen Wol
Berlin, 21. Nov. (WTB.) Die Jujtizpresse- Üelle Berlin teilt mit: Die Staatsanwaltscyaft Ber- lin hat gegen Den 38 Jahre alten Feilenhauer Rudolf Son ke Anklage wegen Meineides erhoben Sönke war bekanntlich am 30. Oktober d. I. auf Antrag Des Oberreichsanroaltes im Re, chsta g s- b a n d st i f t e r p r o z e ß v e r h a f t e t worden. Die Voruntersuchung hat ergeben, Daß Sänke u n er feinem E i D wissentlich falsche Angaben über seine Zugehörigkeit zur KPD. unb seine Bekanntschaft mit Dem im ReichstagsbranDstifterprozeß angeklagten T aness gemacht hat. Ebenfalls hat Der BeschulDigte zugegeben, Daß fein etliche Aussage, er habe Taneff in Rumänien tennengelernt unD tn Berlin zufällig getroffen, falsch war. Schließlich hat Sänke auch infofern unter feinem Eide Die Unwahrheit gesagt als er von Dem IV. Strafsenat Des Reichsgerichtes behauptete, er habe für Taneff keine Koffer vorn Bahnhof geholt. Die Hauptverhandlung dürfte schon in Der nächsten ^eit vor Dem Schwur gericht in Berlin ftattfinDen.
Seereisen auf deutschen Schiffen fiuo weisen auf deutschem Boden.
Berlin, 20. Nov. (TU.) Bereits im Juni d.J. hat Die Reichsregierung Darauf d'^ewiesen, Daß es keineswegs ein Verstoß gegen Die Grundsätze praktischer Betätigung der Vaterlandsliebe ist, wenn Deutsche aus Deutschen Seeschiffen ret s e n. Im Gegenteil ist es nur zu begrüßen, Daß
erste Maximum um 0.49 Uhr. Die Bodenbewegung betrug 0,2 Millimeter. Die Instrumente blieben mehrere StunDen in Tätigkeit. Die Entfernung de» Erdbebenherdes beträgt 4800 Kilometer.
Aestaufführung
des Reichsparieilagsfilms am 1. Dezember.
Nach umfaßender, forgfältigfter Bearbeitung und künstlerischer Gestaltung durch Leni Riefen- st a h 1 ist der dokumentarische Film vom Reichsparteitag in Nürnberg 1933 „Der Sieg De s Glaubens" nunmehr fertiggestellt. Das Werk wird seine erste öffentliche Festaufführung am 1. Dezember im Ufa-Palast am Zoo in Berlin erleben.
Ein Einbrecher in einem Grabe feffgenommen.
Der Kriminalpolizei in Bottrop-Boy ist es gelungen, Den Räuber Mikolaiczak und feine Geliebte festzunehmen, denen 25 Einbrüche und vier Raubüberfälle nachgewiesen werden konnten. Die Kriminalpolizei hat inzwischen das Konto des sauberen Paares nachgeprüft und i feftgefteUt, daß sich seine Straftaten auf 72 erhöhen. Ein geradezu raffiniertes Versteck hatte sich der Verhaftete ausgesucht, um dem Zugriff der Polizei zu entgehen. Mikolaiczak war auf den alten Fried- Hof im Stadtteil Boy Motzen und dort plötzlich verschwunden. Ein Kriminalbeamter wurde jedoch auf ein neu hergerichtetes Grab aufmerksam. Man entfernte die Kranze und entdeckte unter ihnen ver- steckt Den Verbrecher. Der gerissene Bursche wurde gepackt unD ins Polizeigefängnis eingehefert.
Feuergefecht mit Bankräubern in Uruguay.
Diktates zu verhungern braucht.
Oos Inkrafttreten des Reichskuliurtammergeietzes.
Berlin, 21. Nov. (TU.) Entgegen einer in Der Öffentlichkeit vielfach verbreiteten Auffaffung roirD von zustänDiger Stelle mitgeteilt, Daß Die erste Ver- orDnung zum Reichskulturkammergefetz in vollem Umfange bereits am 15. November in Kraft getreten ist, allerDings mit Der Maßgabe, Daß Die Eingliederung Der Fachver- bänDe bis zum 15. Dezember nachgeholt roerDen kann. Es roirD roieDerholt, daß keinerlei Gegensatz zwischen Der Deutschen Arbeitsfront unb Der Reichskulturkammer besteht. Die Reichskulturkammer fühlt sich als GlieD Der Deut- scheu Arbeitsfront, Die ihrer Bestimmung nach Die drei großen Schichten Der Unternehmer, Angestellten unD Arbeiter gemeinschaftlich umfaßt. DaYaus, daß als erster fertiger Teil Des stänDischen Aufbaues Die Reichskulturkammer ein GlieD Der Arbeitsfront ist, ergibt sich u. a., Daß Die Säule VIII innerhalb Der Arbeitsfront Der DerdanD Der Theaterangeftell- ten unD ähnlicher Berufe aufgelöst werden muß. Da Dieser VerbanD sowohl Angehörige umfaßt Die zur Theaterkammer gehören, als auch Angehörige, Die zur Musikkammer gehören, ist ?s nicht möglich, Den Verband als FachoerbanD zu übernehmen. Hinzu kommt, Daß Dieser VerbanD eine ganze Reihe von Berufen umfaßt, Die in Der Thea- tertammer keinen Platz haben, weil Der VerbanD ohne Betonung Der eigentlichen Berufsaufgaben hauptsächlich sozialen unD gemeinschaftl.chenJnteressen bienen sollte. Der Platz Der Musiker ist m Hukuuft in Der Musikkammer, Der Platz Der Schauspieler tn der Theaterkammer.
Aufruf der Oeuttä en Studentenschaft für das Winterhiifswerk.
An Der Havel-Fähre bei Rathenow ereignete sich ein schwerer Unfall. Als Der Inhaber eines In- stallationsgeschäftes, Der frühere Direktor Bergmann, im Kraftwagen von Milow nach Premnitz fahren wollte, entftanD kurz vor Der Fähre, an- scheinend infolge Benzinrohrbruches, ein Vergaser- branD. Der im Inneren brennen De Wagen fuhr über Die Fähre hinweg unD stürzte in Die Havel. Nach einer StunDe konnte er geboraen roerDen. Bergmann saß tot am Steuer. Der Arzt stellte einen Herzschlag fest.
Revolte im Gefängnis von Philadelphia.
Im Gefängnis in PhilaDelphia ist eine schwere Meuterei ausgebrochen. Die Gefangenen haben Feuer an Die EinrichtungsgegenstänDe Der An- ft alt gelegt, Die nach außen vollftänDig abgefperrt ist Die entsetzte Bevölkerung vernahm aus Dem Inneren Das Feuer von Maschinengewehren, Flintenschüssen unD Das furchtbare Schreien unD Heulen Der Gefangenen. Der Feuerwehr ist cs nur mit Mühe gelungen, Die Flammen zu löschen. Mehrere Hundertschaften Polizei konnten schließlich in Das Gefängnis einDrmgen. Der Aufruhr ist unterDrurft worDen. Der Vorgang hat sich nach Den letzten MelDungen folgendermaßen abgespielt: In Der Er- hokungspause auf Dem Gefängmshof, wo fid) 1300 Sträflinge befanden, liefen 75 von ihnen plötzlich < in Die Werkstätten, wo Baumwollgewebe hergestellt | roerDen, unD steckten sie in BranD. Das Feuer griff j auf Die Küche unD Die Waschanstalt des Gefängnisses über. Während sich die anderen Sträflinge frei, willig in ihre Zellen zurückbegaben, wurden die 75 Meuterer durch Maschinengewehrfeuer und Jxe- volverschüsse in eine Ecke des Gefängnishofes getrieben und dann in ihre Zellen zurückgebracht.
Schweres Fernbeben ausgezeichnet.
Ein außergewöhnlich schweres Erdbeben wurde in der Nacht vom Montag zum Dienstag zwischen Mitternacht und 1 Uhr auf mehreren englischen Erdbebenwarten verzeichnet. Don einer Erd- bebenwarte wurde mitgeteilt, daß als Epizentrum die Gegend des Schwarzen Meeres oder des Kaspischen Meeres angenommen wird. Nach den Messungen des Kew-Observatoriums ereignete sich das Beben in der Baffinbay zwischen Grönland unb Baffinland. Es handelt sich demnach also wohl um ein Seebeben, über dessen Auswirkungen man genaue Nachrichten von Schiffen erwartet, die während des Bebens in Der Baffinbucht weilten. Da Die Regiftriernadel um 30 Zentimeter ausschlug, muß es sich um eine recht starke Erschütterung der Erdkruste gehandelt haben. Das Beden wurde nach hier vorliegenden Meldungen übrigens von nahezu allen Erdbebenwarten Der Welt beobachtet.
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Die Seismographen Der von Reinachschen Erd- bebenwarte auf Dem Kleinen Feldberg 'm Taunus verzeichnete am Dienstag kurz nach Mitternacht ein schweres Fernbeben. Der erste Einsatz erfolgte um 0.29,04 Uhr mitteleuropäischer Zeit, Der zweite Einsatz um 0.35,17 Uhr mitteleuropäischer Zeit, Das
Die Franzosen machten sich Die Lage zunutze. Als am 10. Dezember Poincars, Clemenceau, Kammer und Senat, dazu ein Troß von Presseleuten und alliierten „Staatsmännern" (Lloyd George, Nitti u. a.) einen noch pomphafteren Einzug hielten, war durch Massenabschiebungen Deutscher, durch Internierungen usw. Die Einschüchterung vielleicht noch größer, unD Die völlige Absperrung von Deutsch- 1 a n D , über das die Presse nur revolutionäre Schreckensnachrichten brachte, hatte mitgeholfen, Das Volk zu Desorientieren. Poincarö war denn auch so geschickt, vor Den Ohren der Weltöffentlichkeit zu verkünden, hiermit habe die Volksabstimmung stattgefunden: „le plSbiscite est fait“. Auf dieser dreisten Lüge ist auch die formrose Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich aufgebaut, Die im Versailler „Vertrag" sogar noch auf Den Waffenstill- stanDstag zurückdatiert worden ist. Und als Graf Brockdorff-Rantzau an das Selbstbestimmungsrecht erinnerte und eine klare Volksbefragung forderte, erhielt er vom „Tiger" Clemenceau die höhnische Antwort: Dieses Plebiszit habe {tätige- funben, als sich bas elsässische Volk in die Arme Der „Mutter Frankreich" stürzte, unD Die Alliierten unD assoziierten Mächte hätten lebiglich Diese Willenskundgebung zur Kenntnis zu nehmen.
In den vergangenen fünfzehn Jahren hat es sich immer von neuem gezeigt, Daß es Frankreich auf Den Willen seiner „befreiten Brüder" nicht im mindesten ankommt. Wohl hatten ihnen Generäle unb Politiker von ben ersten Augusttagen 1914 an feierlich bie Achtung ihrer Freiheiten unb Ueberlieferun- gen zugesagt, aber wer hätte je in ber Geschichte häufiger Die beschworenen Rechte anDerer so mit Füßen getreten wie Die französische Nation?
An eine Erklärung in weltgeschichtlicher StunDe mag erinnert werden: am 11. November 1918, am Tage Des Waffenstillstandes, erklärte Der Damalige
PräsiDent Der französischen Kammer, Der später« Präsident Der Republik, Deschan e l, wörtlich: „Das ganze Frankreich, Das Frankreich aller Zei- I ten, das alte Frankreich wie das der Republik, bringt euch in Ehrfurcht vor euren Traditionen, euren Gewohnheiten, euren Freiheiten, euren Ueberzeugungen seinen großen Ruhm zuruck.
Von allen schwülstigen Phrasen entkleidet, konnte das nicht anderes besagen als bie Anerkennung bes elsaß-lothringischen Volkstums, seiner besonberen ge- schichtlick)en Eigenart. In Wahrheit aber ging ber „Befreier" sofort baran, bie SÄutterfpra ch e ber „Befreiten" z u b e k ä m p f e n , wie bie französischen Republikaner auch heute noch ihr hehrstes Lebensziel Darin erblicken, bie Rechte ber Kirchen in Elsaß-Lothringen zu beschneiden unb schließlich aufauljeben, sowie die überlieferte christliche Erziehung zu beseitigen.
Ein „befreites" Volk müßte logifcherweise größere Rechte unb Freiheiten als ein „unterbrücktes" aufzuweifen haben. Wo aber Haden bie (Elfäffer unb Deutschlothringer auch nur in einem Punkte etwas gewonnen gegen bie Zeit, ba sie angeblich „unterm ! preußischen Stiefel schmachteten"? Die fast voll- kommene Selb st Verwaltung Des ßanbes, wie sie zu Deutscher Zeit bestanD, ist längst zerschlagen, unD was von Der Freiheit Der Oemetnben beibeljalten worben ist, steht längst auch auf bem | Aussterbeetat. Das Schlimmste aber, bas einem kulturell hochstehcnben Volke geschehen kann, bie Entrechtung seiner eigenen Sprach e , ist im heutigen Elsaß unb Deutschlothringen Wirk- lichkeit. Von ber abgelegensten ländlichen Schule bis hinauf zur Straßburger Universität ist alles auf Mißachtung Der Deutschen LanDessprache abgestellt unD auf Züchtung französisch parlierender Geschöpfe. Im übrigen sollen biese künftigen „Elsasser-Fran- zosen" möglichst große Deutschenfresser sein, bamit sie hiiieinpassen in bie Riesenfestung, bie ihnen bie treubesorgte „Mutter Frankreich" in ben letzten Jahren auf unb unter ihrem eigenen Loben errichtet hat. . , t
Elsaß-Lothringen aber will nicht Kamps- felb eines kommenben Krieges sein, onbern Brücke zwischen ben Völkern, eine Stätte frieblichen Wettbewerbs ber beiben Nachbarn. Unb so hat niemanb freubiger Die ftrie- Densworte ADolf Hitlers begrüßt, als er Frankreich im Namen Der Deutschen Nation Die HanD zur Versöhnung Darbot. „ReDet mit Hitler ...!" ruft bas elsaß-lothringische Volk ben verantwortlichen Führern in Paris zu, unb „schafft enblich Fneben!
Ziel
Vom Kampfring Der Deulsch.0esierreicher im Reich. Wie gemelbet, ist in Kassel die (Srünbung bes ®n m d f r i n a e s ber Deutsch-Oester- reid?ePr im Reich" mit Dem Hauptfitz m München erfolgt. Für Den Bereich Hessen und Hessen- Nassau ist ber, innerhalb ber großen österreichischen Kolonie seit vielen Jahren als Führer populäre Pg F S. Langer in Frank,urt a. M. mit ber Di 1 .raanifierung unb Führung betraut worden. Deu*..)°Oesterreicher, Die bereit sind, sich mit allen zur Verfügung stehenden Kräften an Der Herbei- führung Des geistigen unD Der Vorbereitung Des formalen staatlichen Zusammenschlusses ihrer Hei- mat mit Dem Reiche Adolf Hitlers totig mit- zuhelfen, werden eingeladen, sich bei Der Geschäfts- stelle des Kampfrings, Frankfurt a. M. 13, Große Seestrahe 39, Tel. 778 86, anzumelden.
Baron von EckarDftein f.
Auf Der Reise nach Deutschland verstarb im Haag infolge eines Herzschlages Baron von Eckard- stein im 71. Lebensjahr; v. Eckardstem war aktiver Gardeoffizier und wurde von Bismarck in Den diplomatischen Dienst berufen. Unter dem Graten Hatzfeld war er als stellvertretender Geschäftsträger in London tätig. Er hatte besonders gute persönliche Beziehungen zur Königin Mktona und zu König Edward VII. Er bemühte sich besonders um
gelassen werben. Wir wollen Sorge tragen, daß für sie bas ä u ß e r st e getan wirb.
Angesichts ber wegweisenden Ausführungen Gott- trieb Feders verzichteten bie übrigen acht ange- fünbigten Redner aus allen Teilen des Reichs auf ihre Referate. Die Berfammlung wurde mit einem dreifachen Siegheil geschloffen.
DieAusgaben deSArbettsdienst es
Berlin, 21. Nov. (CNB.) Der Inspektor ber Führerschule bes Deutschen Arbeitsbienstes Dr. Decker hielt vor ber Presse einen Vortrag über Die Ausgaben bes Arbeitsbienstes unb ben Aufbau Der Führerschulen im deutschen Arbeitsdienst. Er führte u. a. aus:
Der Deutsche Arbeitsdienst soll nach dem Willen unseres Führers zwei große Aufgaben lösen. Einmal eine volkswirtschaftliche Ausgabe, die in Der Erringung Der Deutschen Brotfre iheit besteht, zum zweiten eine erziehungspolitische Ausgabe, nämlich die Umformung Der jungen Deutschen Menschen in Der großen Erziehungsschule Der Deutschen Volksgemeinschaft.
In Der Reichsschule Des Deutschen ArbeitsDienstes unD in Den zwölf Bezirksschulen im Reich soll Das Führertum im Deutschen ArbeitsDienst a u s - gelesen unD für die großen Aufgaben auf Die einheitliche Linie gebracht werden. Die Grundlage einer erfolgreichen Arbeit für Die Verwirklichung einer JDee ist Das rückhaltlose Bekenntnis z u Der Gedankenwelt des Nationalsozialismus, die uns erst wieder erlöst hat aus der Führerlosigkeit der vergangenen 15 Jahre. Führer im Arbeitsdienst zu fein, ist kein Beruf, sondern ein Dien ft am lebendigen Deutschland In der Erfüllung Dieser Aufgabe hegt zuletzt auch bie Sicherung Der aufrichtigen FrieDenspolitik unseres Kanzlers unD feiner Mitarbeiter, Denn wir wollen Der Welt zeigen, Daß unser Volk nicht Gas unb Tanks unb Kanonen braucht, um seiner Not Herr zu werben, (onbern Daß es mit Den Waffen Der 21 r b e 11 Den g r i e D e n eines Volkes wieDerherftellen will, m Dem niemanD mehr unter Der Not Des Versailler
Nach Den Berechnungen, bie bie „Fleischer-Ver- banbs-Zeitung" auf Grunb der Veröffentlichungen bes Statistischen Reichsamts über bie Schlachtvieh- unb Fleischbeschau im Deutschen Reich vorgenom- men hat, ist in Auswirkung ber erfolgreich begonnenen Schlacht gegen bie Arbeitslosigkeit im brüten Vierteljahr 1933 zum ersten Mal unb zwar eine nicht unerhebliche Zunahme Des Fleischverbrauchs festzustellen. Die Berechnungen ergeben, baß im brüten Vierteljahr insgesamt 7 450 977 Doppelzentner Fleisch verbraucht mürben. Das bedeutet einen prv-Kopf-Verbrauch der Bevölkerung von 11,33 Kilogramm. Gegenüber bem Dritten Vierteljahr 1932 ergibt sich eine Zunahme des Fleischverbrauchs um 433 405 Doppelzentner ober pro Kops ber Bevölkerung eine Zunahme um 0,52 Kilogramm. Die Tatsache, daß nach einer Periode des ständigen Rückganges des Fleischverbrauch im dritten Vierteljahr dieses Jahres der Fleischverbrauch pro Kops der Bevölkerung um über ein Pfund gestiegen ist, bedeutet eine erfreuliche Verbesserung Der Ernährungsverhältnisse unserer Bevölkerung und bie Direkte Auswirkung Der erfolgreichen Bekämpfung Der Arbeitslosigkeit Durch Die nationalsozialistische Regierung.
3m Faltboot rund um bie Welt.
Der Deutsche FrieDrich Ulrich, ber sich auf einer Fahrt im Faltboot runb um Die Welt befinDet, ist in Rom eingetroffen. Er ist am 15. Juni in Kiel abgefahren unb begab sich über Bremen, Wilhelmshaven Emben, Ebam, Amster- bam, Utrecht unb Ostenbe nach Bvulvgne-sur-mer. Er burchfuhr sobann Frankreich unb erreichte bei Marseille Das Mittelmeer. Der Weg führte ihn bann über Genua nach Rom. Ulrich beabsichtigt, seine Weltfahrt in 14 Jahren zu beenden.
Wettervoraussage.
Der hohe Druck flaut im ganzen etwas ab. Dabei bilden sich zwischen dem Kerngebiet über Polen unb Dem über Jrlanb flache Störungen aus. Somit gelangt von Westen her etwas ozeanische Lust nach bem Kontinent, Die zum Aufzug nebliger Bewölkung führt woDurch bie Temperaturgegenfähe zwischen Tag unb Nacht sich mehr ausgleichen. Im wesent- lichen bürste aber bas trockene Wetter noch bestehen bleiben.
Aussichten für Donnerstag: Neblig- | wolkig unb kurz aufklarenb, Temperaturgegenfätze mehr ausgeglichen, meist trocken.
Lufttemperaturen am 21. November: mittags 9,1 Grab Celsius, abenbs 1,5 Grab; am 22. November: morgens —2,4 Grab. Maximum 9,3 Grab, Minimum — 3,1 Grab. — (Erbtemperaturen in 10 cm liefe am 21. November: abenbs 1,7 Grad; am 22. November: morgens 1,1 Grab Celsius. — Sonnenscheindauer 7 Stunden.
Elsaß-Lothringens „VefreiuWiag"
Von unserem Straßburger Mitarbeiter.


