selbst zu helfen wissen. Hier müsse die Innung Er- ziehungsarbeit leisten; es dürfe nicht jeder willkürlich Preise festsetzen.
Gegen Geschäftsmoral dürfe niemand mehr ver- stohen, wenn er sich nicht außerhalb des Berufs- standes stellen wolle.
Besondere Aufmerksamkeit müsse der Berufsausbildung zugewandt werden. Es solle in Zukunft mehr Optimismus im Geschäftsleben an den Tag gelegt werden. Die psychologische Wirkung werde nicht ausbleiben. Es dürfe keine Miesmacher mehr geben. Man könne Vertrauen zum Führer und auch zum Handwerk haben, das ja über eine der besten Organisationen verfüge. Zum Abschluß seiner Ausführungen schilderte der Redner seine Eindrücke von der „Braunen Messe" in Leipzig und der Tagung der deutschen Friseure in Dresden, er forderte dazu auf, sich an der Handwerkerwoche in der Zeit vom 15. bis 21. Oktober in der Form der Arbeitsoergebung zu beteiligen, er machte ferner darauf aufmerksam, daß nicht mehr bei nichtarischen Verkäufern gekauft werden solle und daß es zu vermeiden gelte, ausländische Waren neu aufzunehmen und auszustellen. Schließlich . forderte der Redner dazu auf, sich als Ausdruck |
des Vertrauens zur Bundesführung der Friseure in ganz Deutschland von den Plätzen zu erheben. Einmütig erhoben sich die Versammlungsteilnehmer. Mit einem lebhaft aufgenommenen „Sieg-Heil!"
Oie Träger unseres Stadttheaters:
Oas Abonnement und
Oie Deutsche Bühne werben!
auf den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler schloß der Redner seine Worte. Der Führer der Innung, Herr Schäfer, gab noch einen Aufruf zur Spende für die Brandgeschädigten von Oeschel- bronn bekannt und empfahl, ein Scherflein zur Linderung der Not der Betroffenen zu geben. Mit dem ersten Vers des Deutschlandliedes und mit dem ersten Vers des Horst-Wessel-Liedes wurde die Kundgebung geschlossen.
Sie Ausgaben der AS.-Volkswohlsahri.
Eine 2Rei)e des Leiters der AS.-Volkswohlfahrt für Hessen, Bürgermeisters Haug-Oarmstadt.
WSN. Mainz, 21. Sept. Der Leiter der N S. ° Dolkswohlfahrt im Gau Hessen, Bürgermeister Haug (Darmstadt), hielt gestern abend in einer großen Versammlung der NSDAP, in der Stadthalle einen Vortrag, in dem er auch zu den Aufgaben der NS. - Volkswohlfahrt Stellung nahm. Er führte u. a. aus, die besondere Sorge des neuen Reiches gehöre dem Gedanken der deutschen Sozialpolitik. Sozialpolitik sei mit der Wirtschaftspolitik eng verbunden, und beide müßten sich gegenseitig ergänzen.
(Ein Staat, der lebensfähig sein wolle, müsse sich auf den breitesten Schichten des Volkes aufbauen. (Es gebe Feinen Aufbau in Deutschland ohne den deutschen Arbeiter und ohne den deutschen Bauern.
Die einzelnen Schichten des Volkes dürften nicht mehr gegeneinanderarbeiten. Der Sozialismus der Bewegung Adolf Hitlers unterscheide sich grundlegend von dem klassenkämpferischen Sozialismus des Marxismus. Auch in die soziale Fürsorge, die noch an einer Ueberorganifatlon leide, habe nationalsozialistisches Denken und Wollen einzuziehen. Die national-
sozialistische V o l k s w o h l f a h r t sei die Dachorganisation und das Kontrollorgan für alle bestehenden Verbände. Mit dem Nebeneinander der vielen Verbände müsse gebrochen werden. Ferner sei es Aufgabe der NS.-Volks- wohlfahrt, mit der ungesunden Verweichlichung der letzten Jahre, wie sie besonders den Verbrechern gegenüber zutage getreten sei, aufzuräumen.
Als größte Aufgabe sei der NS.-volkswohlfahrt vom Führer nunmehr die Durchführung des großzügigen Mnlerhilfswerks 1933/34 gestellt worden. Jeder einzelne, der in Arbeit und Brot stehe, müsse sein Scherflein dazu beitragen, daß der Volksgenosse, der ohne Schuld arbeitslos ist, in diesem Winter nicht zu hungern und frieren braucht. Das sei Sozialismus der Tat, das allein sei praktisches Christentum.
Gehen wir daran, denneuenGeistinDeutsch- land zur Tat werden zu lassen. Nicht Besitz, sondern nur die Arbeit des Einzelnen für sein Volk und Vaterland darf der Gradmesser fein, nach dem der einzelne beurteilt wird.
Obecheffen.
Ein Brief hungernder Brüder aus Rußland!
* Villingen, 20. Sept. Für Amei hungernde deutsche Familien im Wolgagebiet Haven d i e h i e s i- g e n Schulkinder eine Patenschaft übernommen. Am Samstagabend beim Kurrendesingen werden in den Straßen unsres Dorfes Gaben für die Brüder in Not gesammelt. So können die beiden Familien laufend unterstützt werden. Darüber hinaus haben die Kinder mit ihnen einen Briefverkehr aufgenommen. Bereits drei Briefe sind nad) Rußland abgegangen, in denen aus unserem Dorf erzählt wird. In diesen Tagen traf nun der erste Antwortbrief von dort mit folgendem Inhalt ein:
„B ...., den 9. 9. 33.
Von uns Kinder der Familie H. I. K .... an Euch deutsche Schulkinder zu Villingen. Gestern, den 9. 9., haben mir Eure zwei Briefe erhalten und haben uns sehr darüber gefreut. Haben sehr Erfreuliches ersehen daraus. Wie Ihr kämpft, um unsere Not zu lindern. Werte Schüler! Wir hätten gerne Eure Briefe mit zur Schule genommen, daß auch meine Mitschüler einmal hörten, wie Ihr Euer Iugendsest feiert, aber ich darf nicht, sonst kann ich aus der Schule geschlossen werden. Solches Fest dürfen wir Kinder zur Schule nicht feiern. Wir gehen auch öfters in Wald. Dort spielen wir Schulkinder Märchenspiele, tragen Gedichte vor und singen Lieder. Wir Kinder litten schon sehr große Not, bei uns sind schon viele ausgestorben, auch unser Vater starb dieses Monats und unser kleinstes Brüderchen. Die Ursache des Todes war der Hunger. Werte Schüler, wir haben auch schon von Eurer Hilfe bekommen und konnten uns Lebensrnittel dafür nehmen. Wir danken Euch in kurzen schlichten Worten. Hier übermitteln wir Euch allen Die meiner gedenken und mir die Hand gereicht haben, unfern jüngsten und heißesten Dank und geben Euch das Ehrenwort, forthin mit Euch in Verbindung S bleiben und den Briefwechsel aufrech^uerhalten.
ir sind noch acht Seelen, sieben Kinder und die Mutter. Wir bitten Euch, lieben Kinderchen, uns von der Schule aus etwas zu spenden. Wir hoffen auf Euch. Hiermit wollen wir unseren Brief schließen.
Mit freundlichem Gruß von uns Kindern K...
Hoffentlich kommt der Brief an und ihr werte Schüler vergeßt nicht meine Anfrage um etwas Hilfe"
Dieser Brief zeigt nicht nur, daß die Gaben für die Brüder in Not auch wirklich an ihren Bestimmungsort gelangen, sondern vielmehr noch, daß unsere Brüder sich mit ihrer Heimat verbunden wissen. Es ist unser aller Pflicht, alles daran zu setzen, dies Deutschtum jenseits der Grenzen zu erhalten und zu stärken.
Landkreis (Rieften.
£ Wieseck, 21.Sept. Der älteste Einwoh- ner unseres Dorfes, Werkmeister i. R. Philipp Kümmel, wird morgen 8 5 Jahre alt. Herr Kümmel befindet sich noch in voller körperlicher und geistiger Frische.
OO Klein-Linden, 21. Sept. Trotz des starken Regenwetters hatten sich zu der heute abgehal- tenen Versteigerung des Gemeinde- o b ft e s viele Kaufliebhaber eingefunden. Aepfel, die nur wenig vorhanden waren, wurden mit 6 bis 8 Mark für den Zentner zugeschlagen. Birnen waren mehr vorhanden und galten als Wirtschafts- Dirnen 1 bis 2 Mark pro Zentner, Tafelbirnen etwa 3 Mark. Für Zwetschen wurden am Baum pro Zentner 3 Mark und darüber bezahlt. Der Erlös des Obstes vom alten Friedhof, meistens Zwetschen, betrug etwa 25 Mark und fließt in die Kirchenkasse.
Nonnenroth, 21. Sept. Nachdem Lehrer Müller dieser Tage nach Gießen übersiedelte.
hielt der neue Lehrer, Herr Bloch (von Gießen) hier seinen Einzug. Das Schulhaus und die Lehrerwohnung waren schön geschmückt. Die Kinder empfingen den Lehrer mit Blumensträußen. Am Sonntagabend brachten die Kinder, wie auch der Gesangverein dem neuen Lehrer einen Fackelzug dar; vor dem Schulhaus hatte sich die ganze Gemeinde eingefunden. Der Gesangverein brachte zwei schöne Heimatlieder zum Vortrag und bot ihm damit herzlichen Willkomm. Lehrer Bloch dankte für die Ehrung und betonte, daß er gerne nach Nonnenroth komme, denn auch seine Wiege habe in einer Bauernstube gestanden. Er hoffe, in Nonnenroth eine zweite Heimat zu finden. Mit einem dreimaligen „Sieg-Heil!^ auf die Führer des neuen Reiches schloß er seine kurze Ansprache. Gemeinsam wurden sodann das Deutschland- und das Horst- Wessel-Lied gesungen.
Kreis Alsfeld.
n. Mücke, 21. Sept. Am Sonntagnachmittag sand, wie alljährlich, am Bibelheim Flen- sungerhof die Erntedankfeier statt, in diesem Jahre jedoch verbunden mit dem Abschied des Predigers Rubin und der Einführung des Jugendbundsekretärs Gaubatz und des Predigers Pfeifer. Der große Andachtssaal, sowie die beiden angrenzenden Speisesäle des Bibelheims waren überfüllt. Der Hausvater des Bibelheims, Prediger Peters, eröffnete die Feier. Ansprachen hielten Iugendsekretär Gaubatz, Prediger Pfeifer, Prediger Rubin und Prediger Härdle. Der Gitarrenchor und der gemischte Ehor von Flensungen, der Ehor von Homberg und einige Gedichte verschonten die Feier. Der Jugendbund Flensungen sieht seinen Führer Rubin nur ungern scheiden. Wahrend seiner zweijährigen Tätigkeit am Bibelheim Flensungerhof hat er in Flensungen und Umgebung eine umfangreiche Jugendarbeit ins Leben gerufen und in vorbildlicher Weise gefordert. Herr Gaubatz , der an seine Stelle tritt, ist als Jugendbund- sekretar für ganz Oberhessen bestimmt.
ll. Ilsdorf, 21. Sept. Am Sonntag fand in dem nahen Solms-Ilsdorf die Einweihung eines Adolf. Hitler-Platzes verbunden mit der Pflanzung einer Adolf-Hitler- Linde statt. Nach einem Umzug der Schulkinder, des 621.-Sturmes 24/116 und des Kriegeroereins trugen Schulkinder einige Gedichte und ein Lied vor. Hierauf hielt der Bauleiter des Platzes Heimatdichter Heß (Leihgestern) eine Ansprache. So- dann wurden während des Gesangs des Deutschland-Liedes die Hakenkreuzfahne und die schwarz- weißrote Fahne gehißt und die Hitler-Linde gepflanzt. Pfarrer Bayer (Lardenbach) hielt die Weiherede. Der Ortsgruppenführer der NSDAP., Emil Hofmann, hielt eine Ansprache. In kernigen Worten schilderte der Redner das Erlebnis von Nürnberg und gab Ausschnitte aus dem Kampf der letzten 14 Jahre, der von dem großen Führer Adolf Hitler geführt wurde und schließlich zum Siege geführt habe. Anschließend wurde von der Festoersammlung das Horst-Wessel-Lied gesungen. Beigeordneter Erb nahm ben Platz in den Schutz der Gemeinde. Nach einigen Gedichtvorträgen der Schulkinder wurde die Feier beendet.
= er. $) o m b e r g, 21. Sept. Am Gauschießen in Marburg, das am Sonntag stattfand, nahmen zwölf Schützen von der hiesigen Schützengilde teil. Die Ergebnisse waren für die Gilde recht befriedigend. Die Jungschützenmannschaft schoß 328 Ringe, die Altschützenmannschaft 405 Ringe. Der Schütze Fried. Goß seid er schoß mit 94 Ringen die Gaumeisterschaft. Wegen guter Einzelleistung erhielten außerdem noch einen Eichenbruch mit Schleife: Daniel Becker (87 Ringe) und der Jung- schütze Karl Gei bei (79 Ringe). Die hiesige Schützengilde gehört dem Verband Hessen-Naussaui- scher Kleinkaliber-Schützenvereine an.
Gauparieiiag -1933 in Frankfurt.
Oie Festschrift zum Gauparteitag.
Unter dem Titel „Arbeit und Friede" ist jetzt die zum Gauparteitag Hessen- Nasfau 1 9 3 3 von dem Leiter der politischen Abteilung im Büro Sprenger, Gaupresseamtsleiter Woweries, geschaffene Festschrift erschie- nen. Das in ausgezeichneter Schrift- und guter Bildausstattung vorliegende Werk wird mit einem Zitat des Führers über „Volk und Reich", sowie mit einem eindrucksvollen Bilde des Führers auf dem Nürnberger Parteitag eingeleitet. Es folgen dann Bilder, die die Fahnen Hessen-Nassaus in Nürnberg und den Gauleiter Reichsstatthalter in Hessen Sprenger im Dienst bei einem Besuch in Michelstadt zeigen. Anschließend folgt in pietätvoller Weise eine Gedenktafel für die im Dienst gefallenen Kameraden der Bewegung, sodann ein Gedicht unter dem Motto des Gauparteitages „Arbeit und Friede". Die nächsten Seiten des Buches enthalten neben einem Ausschnitt aus der Geschichte und dem gegenwärtigen Stand des Gaues die ausführlichen Ankündigungen der Gautags-Ereignisse, Der Kundgebung am Niederwalddenkmal, der Kundgebung der landwirtschaftlichen Abteilung, Gau Hessen-Nassau, des Aufmarschs zur Großkundgebung im Stadion usw. Von besonderem Interesse ist ein mit Notenbeilage ausgestattetes Kampflied Hessen- Nassau, das einen Versuch darstellt, den nationalsozialistischen Kampfliedern ein durch seine aufrüttelnde Melodie und von besonderem Schwung getragenes Bekenntnis hinzuzufügen, wie es nur aus dem Herzen eines alten Kämpfers der Bewegung geboren werden konnte. Den Schluß der Festschrift bildet ein vollständiges Verzeichnis aller Dienststellen der Führung der Partei in der Gauleitung und im Gaubereich. Bewußt und in erfreulicher Weife hat der Gau bei der Herausgabe dieser Festschrift auf jede finanziell-geschäftsmäßige Ausnutzung verzichtet, denn weder Anzeigen, noch hoher Preis belasten das ausgezeichnete Werk dieser Festschrift, die zu dem billigen Preise von 20 Pf. zu beziehen ist. Mit diesem Buch ist nicht nur ein wertvolles Andenken an den Gau-Parteitag 1933 geschaffen worden, sondern auch ein guter Beweis des auch auf kulturellem Gebiete nach bester Gestaltung gerichteten Aufstrebens der Partei erbracht. Mit Recht kann der Herausgeber dieser Festschrift den Anspruch erheben, daß sein anerkennungswertes Werk überall im Gau, insbesondere aber bei den Teilnehmern des Gau-Parteitages, ernste Beachtung findet.
NSOAp. Gießen.
Von der Ortsgruppe Gießen-Süd treffen sich sämtliche Amtswalter, auch diejenigen, die am Gauparteitag nicht teilnehmen, am Samstag um 14.45 Uhr beim Ortsgruppenleiter Schwarz, um die Fahne zur Bahn zu begleiten. Uniformierte Pg., die keine Amtswalter sind, können sich an- schließen. Die übrigen Fahrtteilnehmer treffen sich um 15.15 Uhr am Bahnhof. Die Fahrkarten müssen bis heute, Freitag, 17 Uhr, beim zuständigen Zellenwart gegen Entrichtung des Fahrpreises von 1,40 Mk. abgeholt werden.
In der Ortsgruppe G i e ß e n - O st treten alle Fahrtteilnehmer in Uniform am Samstag um 14 Uhr an der Persiluhr an. Die nichtuniformierten Fahrtteilnehmer treffen sich um 15 Uhr am Bahnhof.
In der Ortsgruppe Gießen-Mitte treten sämtliche Amts- und Stabswalter in Uniform am Samstag um 14.30 Uhr Mühlstraße Ecke Bahnhofstraße zum Abholen der Fahne an. Der Marsch geht über Oswaldsgarten zum Bahnhof, wo die Fahrkarten verteilt werden. Jeder Amtswalter hat unter allen Umständen teilzunehmen.
In der Ortsgruppe Gießen-Nord werden die Quartierscheine heute, Freitag, von 15 bis 17 Uhr in der Gastwirtschaft Nohl, Ederstraße 6, aus- gegeben, die bis dahin nicht abgeholten Scheine können am Samstag um 13 Uhr im gleichen Lokal
empfangen werden. Die Amtswalter treten am Samstag um 14 Uhr bei der Wirtschaft Nohl an.
Die NS. -Frauenschaft Gießen-Mitte Zelle 1 hält ihren nächsten Zellenabend am kommenden Montag, 20.15 Uhr, bei Soldan ab.
Orei Sonderzüge Gießen - Frankfurt.
Samstag und Sonntag verkehren von Gießen nach Frankfurt und zurück aus Anlaß des Gauparteitages in Frankfurt drei Derwaltungssonder- züge:
Der erste Verwaltungssonderzug fährt am Samstag um 13.46 Uhr in Gießen ab und kommt um 15.35 Uhr in Frankfurt-West an. Der §ug fährt zurück am Sonntag um 20.30 Uhr ab rankfurt-Hauptbahnhof und kommt um 22.42 Uhr in Gießen an.
Der Zweite Sonderzug führt am Sams t a g um 15.18 Uhr in Gießen ab und kommt um 16.52 Uhr in Frankfurt-West an. Der Zug fährt am Sonntag um 18.02 Uhr von Frankfurt-West zurück und kommt um 19.22 Uhr in Gießen an.
Der dritte Sonderzug verläßt ebenfalls am Samstag den hiesigen Bahnhof um 15.40 Uhr und erreicht Frankfurt-Süd um 17.32 Uhr. Der Zug fährt am Sonntag von Frankfurt-Süd um 20.54 Uhr zur Rückfahrt ab und kommt in Gießen um 22.46 Uhr an.
Oie Sonderzüge aus Oberheffen.
Nach einer .Bekanntmachung der Kreisleitung Gießen fahren die Ortsgruppen Hungen, Trais-Horloff und R o o h e i ni mit Sonderzug Nr. 10 am Samstag ab Hungen 14.20 Uhr. Die übrigen Ortsgruppen müssen den bereits gemeldeten Sonöerxug benutzen.
Die Rückfahrt Des Sonderzugs Nr. 7 erfolgt ab Frankfurt a. M.-Süd am Sonntag um 20.54 Uhr. Der Zug kommt um 22.46 Uhr in Gießen an, so daß nach den Richtungen Lollar—Londorf, Alsfeld und Gelnhausen die fahrplanmäßigen Züge zur Weiterfahrt benutzt werden können.
Die Fahrkarten sind von Freitagnachmittag ab auf den Einsteigestationen erhältlich. Die Fahrtteilnehmer treffen sich Samstagnachmittag, 15 Uhr, getrennt nach Ortsgruppen, vor dem Bahnhofsgebäude. Als selbstverständlich gilt, daß die an der Fahrt zum Gauparteitag beteiligtet Gliederungen sämtlich ihre Fahnen mitbringen.
Die Quartierscheine können bei Pg. Mi - ch e I, Gießen, Dammstraße 24, von den Ortsgruppenleitern gegen Quittung abgeholt und dann an die Fahrtteilnehmer weitergegeben werden.
Stratzenbahnverbilligung.
Die für die Parteitagteilnehmer in Verbindung mit dem Programm von der Städtischen Straßenbahn in Frankfurt a. M. herausge- gebenen Kongreßmarken zum Preise von 70 Pf. berechtigen zur Benutzung a-ller Straßenbahn st recken ab Samstag, 23. September, 22 Uhr, bis Sonntag, 24. September, 22 Uhr. Es ist somit allen auswärtigen Teilnehmern am Parteitag die Gelegenheit gegeben, von der Zeit nach der Kundgebung im Stadion bis zur Rückfahrt der Sonderzüge am Sonntagabend für 70 Pf. die Straßenbahn zu benutzen. Die in geschloffenen Zügen marschierenden Sonderzugteilnehmer dürfen auch nach der Stadionkundgebung nur mit Genehmigung der Transportführer aus dem Zuge austreten.
Dampferverkehr zum Spatenstich.
Zum feierlichen Staatsakt des ersten Spatenstiches an der großen Autostraße durch den Führer in Frankfurt a. M. fahren drei Dampfer der Firma Flettner-Nauheimer. Die Abfahrt ist auf 9.30 Uhr ab Eiserner Steg festgesetzt. Die Dampfer verankern auf dem Main an der Stelle des Spatenstiches. Teilnahme eine Mark.
st. Kirtorf, 21. Sept. Am vergangenen Sonntag wurden hier Aum ersten Male Tonfilme gezeigt. Einleitend sah die stattliche Zuschauermenge einen Kultur-Tonfilm der Deutschen Reichsbahn- Filmgesellschaft, der in eindrucksvollen Bildern die Schönheiten der deutschen Landschaft offenbarte. Ferner sah man einen Film, der markante Ereignisse auf dem Gebiete des Sportes zeigte. Schließlich gelangte der Tonfilm „Blutendes Deutschland" zur Aufführung, der die Wiedergeburt des Reiches in eindrucksvollsten Bildern schilderte. Die Besucher folgten mit gespannter Aufmerksamkeit der Vorführung. Zum Schluß wurde das Deutschlandlied gesungen.
Kreis Schotten.
(D Rainrod, 21. Sept. Einige Knaben, die sich hier mit dem Anzünden eines Feuers unterhielten, hatten ein kleines Blechfläschchen gefunden, mit Wasser gefüllt und fest verschlossen in das Feuer geworfen. Nach kurzer Zeit explodierte das Fläschchen und ein Stück des Metalls traf den 16jährigen Hitler-Jungen Th. heftig an das Auge. Der Arzt mußte den Verletzten in die Augenklinik zu Gießen bringen lassen.
I. Rudingshain, 21. Sept. Am Sonntag fand hier die feierliche Einführung der diesjährigen Konfirmanden in den Konfirmandenunterricht statt; 9 Knaben und 6 Mädchen nehmen am Konfirmandenunterricht teil. — Der Krieger- verein hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand die Gleichschaltung des Vereins. Zum ersten Führer wurde Karl Fischer II., zum 2. Führer Otto Hartmann I., zum Schriftführer Lehrer Schwarz, zu dessen Stellvertreter Heinrich Müller XI. und als Rechner Otto Linker bestimmt. Obmann der Kriegsbeschädigten wurde Karl Müller, Beisitzer Otto Rahn. Lehrer Schwarz hielt eine Ansprache, in der er die Verdienste Des bisherigen ersten Vorsitzenden Ludwig Straub, der 25 Jahre Vorsitzender des Vereins war, würdigte. Die Versammlung wurde mit dreimaligem „Sieg-Heil!" auf den Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg und den Dolkskanzler Adolf Hitler geschloffen.
1. Gedern, 19. Sept. Der kommissarische Bür- germeifter Beyer gab zunächst über verschiedene Baufragen Aufschluß und betonte, daß in Zukunft nur an solche Personen Bauplätze abgegeben werden, die den Nachweis erbringen, daß sie über ein Drittel der Bausumme verfügen. Das Gesuch des 21. A. um Neuerwerb eines Bauplatzes wurde anschließend in diesem Sinne erledigt. Dem Antrag des H. K. um Pachtung eines Grundstückes zur Errichtung einer Holzhalle bei seiner Wohnung wurde nicht entsprochen. Verschiedenen Gesuchen um Stundung rückständiger Gemeindesteuern wurde entsprochen. Ferner wurde der Beschluß gefaßt, daß alle ©teuerrfiefftänbe allgemein gestundet werden
können gegen Ausstellung einer Schuldurkunde. Die Steuerrückstände sind mit 2 v. H. zu verzinsen und mit 8 v. H. pro Jahr abzutragen, unter der Bedingung, daß die laufenden Steuern pünktlich bezahlt werden. Die Zins- und Tilgungsraten der Steuerrückstände sind pünktlich in monatlichen Raten an die Gemeindekasse zu entrichten. Zur Durchführung einer großzügigen Verkehrs- und Fremdenwerbung für Gedern wurden entsprechende Maßnahmen beschlossen. In letzter Zeit nahm das Errichten von Bretterbuden in einigen Teilen unserer Stadt derart zu, daß eine Verunzierung des Stadtbildes entstand. Die Gemeindevertretung beschloß daher, daß bis zum 1. April 1934 diese Baracken zu entfernen sind.
Dienstentlassungen bei der Stadt Oarmstadt.
WSN. Darmstadt, 21. Sept. Die Bürgermeisterei der Stadt Darmstadt teilt mit: In Verfolg der Bestimmungen des Gesetzes zur Wiederherstellung Des Berufsbeamtentums wurden durch Verfügung des Herren Reichsstatthalters folgende Beamten der Stadt Darmstadt aus ihrem Dienstverhältnis entlassen: Gemäß § 2 des Gesetzes Bürgermeister Heinrich Delp, Betriebsinspektor Heinrich Dreste, Beamtenanwärter August Witt; gemäß § 4 des Gesetzes: Direktor des Wohlfahrtsamts und des Jugendamts Ludwig S ch r a u t h , Verwaltungsoberinspektor Theodor Daubenfeld, Verwaltungsinspektor Eugen Reinhard, Verwaltungssekretär Karl C a - P r a n o , Pfandmeister Theodor Dauernhei m. Durch Verfügung des Oberbürgermeisters wurden aus den gleichen Gründen weiter entlassen: Stadtbibliothekar Dr. Ewald R ö 11 e n b e cf , Bürogehilfe Georg Reibold. Außer den vorbezeichneten Maßnahmen wurden bei einer Anzahl von Beamten, bei denen die Voraussetzungen des Gesetzes zum Teil ebenfalls als erfüllt anzusehen sind. Versetzungen in die Eingangsstufe ihrer Laufbahn vor- genommen und nachweisbar aus politischen Gründen erfolgte Beförderungen zurückgenommen.
Kreisobmann -er AS.-Kriegsopser- Versorgung vermißt.
Mainz, 21. Sept. iWSN.) Seit 12. September wird der 40jährige Kreisobmann der NSKOD. für Hessen und Hessen-Nassau, Gerhard Wirth au» Mainz, vermißt. Beschreibung: Etwa 1,70 Meter groß, sehr schlank, hageres, blasses Gesicht, langes hellblondes Haar, bartlos, schlechte Zähne, trägt linkes künstliches Sein. Er ist mit Amtswalter» uniform bekleidet und im Besitz eines diesbezüglichen Ausweises.


