SJL-tfpoit
Verein Rudersport Gießen in Limburg.
Der Verein Rudersport Gießen konnte sich bei ollen Rennen den zweiten Platz erringen und war vom Start bis zur Jmbig stets in Führung, mußte jedoch infolge des so schlechten Außenstarts immer den Vorsprung einbüßen. Im Lahn-Achter zog Verein Rudersport vor, die Mannschaft für die folgenden Rennen zu schonen und brach bei 500 Meter das Rennen ab, da die sehr schön rudernde, aber körperlich viel schwächere Mannschaft der Senior- Mannschaft der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 nicht gewachsen war.
Im Vorrennen zum Ermunterungs- Vierer konnten die Jungmannen Köln 1931 weit hinter sich lassen, und im Hauptrennen mußten sie in der Jmbig infolge eines Fehlschlages gegen Saarbrücken Undine in Führung liegend das Rennen aufgeben. Der Verein Rudersport wird bei den kommenden Regatten in Mainz upb Frankfurt a. M. bemüht sein, sich mit seinen immer besser werdenden Mannschaften durchzusetzen.
Handball im Bezirk Hessen (OT.)
Tv. Heuchelheim — IRI/B. Gießen.
Heuchelheims 1. Mannschaft erwartet am Sonntag auf eigenem Platze eine aus Spielern der 1. und 2. Mannschaft des Männerturnoereins Gießen
zulammengeftellte Elf. Die Gäste sind hier nicht unbekannt und geben die Gewähr dafür, daß man em schönes Handballspiel zu sehen bekommt.
Lützellinden I — Hochelheim I.
Am kommenden Sonntag treffen sich beide Mannschaften zu einem rückständigen Freundschaftsspiel. Im Vorspiel mußte Lützellinden mit einer ziemlich ersatzgeschwächten Mannschaft eine knappe Niederlage hinnehmen. Auf eigenem Platze dürfte sich der Gastgeber diesmal den Sieg nicht nehmen lassen.
Favoriten in Front.
Vorläufe zur deutschen Steher-Meisterschaft.
Bei herrlichem Sommerwetter hatten sich am Mittwochabend auf der Elberfelder Bahn zu den Vorläufen der deutschen Steher-Meisterschaft nur 6000 Zuschauer eingefunden. In den beiden 100- Kilometer-Läufen setzten sich erwartungsgemäß die Favoriten durch. In den Läufen gab es durchweg schöne Kämpfe. Im ersten Vorlauf triumphierte der Dortmunder Metze vor Schindler, Möl- l e r und D e d e r i ch s und im zweiten war der Leipziger Hille vor Rausch, Krewer und Wißbröcker erfolgreich. Diese Fahrer bestreiten denn auch am Sonntag den ebenfalls über 100 Kilometer führenden Endlauf. Die Fliegerläufe kommen erst am Sonntag zur Durchführung.
Das 18. Deutsche Bundeskegeln.
Nach Beendigung der Deutschen Einzel-Meisterschaften und der Verbands-Mannschaftskämpfe hat ein großer Teil der Gäste des 18. Deutschen Bun- deskegelns Frankfurt wieder verlassen. Ein kleinerer Teil blieb zurück, um die restlichen Kämpfe für die Deutschen Club-Meisterschaften, sowie die Gaukämpfe auszutragen. Ferner kommt am Samstag noch ein Länderkampf mit Belgien zum Austrag.
Am Freitagmorgen fuhren ettva tausend Kegler mit zwei Sonderzügen von Frankfurt nach Koblenz zu einer großen
Kundgebung am „Deutschen Eck".
Anter starker Anteilnahme der Koblenzer Bevölkerung kam es zu einer eindrucksvollen nationalen Demonstration. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Rede des Bundesführers Schluck, Wernigerode. Schluck sprach von der doppelten Knechtschaft, die die Rheinlands zunächst unter der Besatzung der fremden Mächte und dann unter dem Marxismus' zu erdulden hatten. Erbitterte Kämpfe habe es gekostet, ehe die Stunde der Freiheit schlug und mancher Bruder und Kämpfer habe sein Herzblut dafür hingeben müssen, um dem deutsche".. Volk ein besseres Los zu verschaffen. Zu Ehren dieser Opfer gab es atoei Minuten stilles Gedenken. Als dann das Lied vom guten Kameraden verklungen war, richtete Schluck den Blick der Versammlung auf die Zukunft, die uns deshalb heller erscheine, weil das deutsche Volk nun von der starken
Hand des Volkskanzlers Hitler geführt werde. Rach dem „Sieg-Heil!", das der Bundesführer aus den Reichspräsidenten' und auf den Volkskanzler ausbrachte, sangen die Massen das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied.
Die Kämpfe in der Sporthalle.
Bei den deutschen Klub-Meisterschaften, die erst am Sonntag endgültig zur Entscheidung kommen, hat es am Donnerstagabend und am Freitag einen bemerkenswerten Wechsel in der Führung gegeben. Besondere Erwähnung verdient die Tatsache, daß in zwei Wettbewerben nun Frankfurter Klubs in Front liegen. Im einzelnen führen: Asphalt: Borussia Frankfurt mit 835 vor Horrido Bremen mit 829 Punkten: Bohle: „Weser walle" Bremen mit 1124 vor Hertha/BSC. Berlin mit 1123; Schere: Jupiter Hannover mit 1061 Punkten vor Lindenhof Berlin mit 1051 Punkten; I n - ternationale Bahn: Borussia Frankfurt mit 1060 Punkten vor Roland München mit 1048 P.
Erste Entscheiduygen bei den Gaukämpsen.
Die Kämpfe der Gau-Repräsentativmannschaften konnten am Freitag auf Schere und Bohle zum Abschluß gebracht werden. Die Resultate waren: Bohle: Norddeutscher Gau 2. Mannschaft 7463 P. 2. Schlesien 7441 P., 3. Norddeutschland 1. Mannschaft 7430 P., 4. Mitteldeutschland 7380 P., 5. Westdeutscher Gau 7372 P. Schere: Mitteldeutschland 6903 P., 2. Norddeutschland 6872 P., 3. Westdeutschland 2. Mannschaft 6866 P., 4. Westdeutschland 1. Mannschaft 6852 P., 5. Schlesien 6711 P.
Wer wird Zwölfkampfsieger?
Schon von jeher legte die Deutsche Turnerschaft großen Wert auf eine möglichst vielseitige Ausbildung ihrer Mitglieder und stellte daher den Mehrkampf allen anderen Uebungen voran. Um einem jeden Turner oder Turnerinnen die Teilnahme nach seiner Veranlagung zu ermöglichen, wurden verschiedene Formen für die Mehrkämpfe eingeführt: Unter diesen stellt der Zwölfkampf der Männer und der Siebenkampf der Frauen das Vollendetste dar, da hier neben Geräteübungen noch volkstümliche Wettkämpfe und eine Freiübung gefordert werden.
Der Zwölfkampf fehl sich aus acht Geräte-, drei volkstümlichen Uebungen und einer Freiübung zusammen.
Es ist sehr schwer, unter den vielen Anwärtern den Sieger voraussagen zu können. Nach den bei den einzelnen Ausscheidungen in den Kreisen und Gauen gezeigten Leistungen sind sich so viele gleichwertig, daß sehr oft das Glück eine große Rolle in Stuttgart spielen wird. Um einen Eichenkranz zu erhalten, müssen 160 Punkte erreicht werden, was der größte Teil der Teilnehmer auch schaffen wird. Die höchste Punktzahl hat in den Ausscheidungen der Badener B e ck e r t mit 222 erzielt, dann folgen Klinger-Schwerte (221), Eschweil-Pforzheim (220,5), Loibl-München (220), Hollfelder-Nürnberg (216), Sandrock-Düsseldorf (213) u. a. — Es ist aber noch lange nicht gesagt, daß unter diesen der eigentliche
Turnfestsieger zu suchen ist, denn groß ist die Zahl derer, die zu gleichen Leistungen befähigt sind. Wir nennen noch: Höfer-Nürnberg, Stracke-Eichen, Reuter- Gießen, Stadel-Konstanz, Schmidt-Nürnberg, Kanis-'Königsberg, Hüls-Breslau, Mach-Beuthen, Kleine-Leipzig, Winter-Frankfurt und die Brandenburger Wedekind, Mock und Sachse. Der ohnehin schon vorhandene Eindruck, daß die Entscheidung des Zwölfkampfes in erster Linie eine süddeutsche Angelegenheit sein sollte, verstärkt sich noch durch das leistungs- und zahlenmäßig überaus starke Aufgebot des festgebenden Kreises Schwaben.
3m Geräte-Zehnkampf kommt für den Sieg in erster Linie der deutsche Meister Frey (Kreuznach) in Betracht.
Ernste Konkurrenten entstehen ihm in Bezler-Gög- gingen, Münder-Augsburg, Molz-Schwabach und Marmor-Nürnberg. Bei 200 erreichbaren Punkten hat der Bayer Bezler mit 190 die bisher höchste Zahl in den Ausscheidungskämpfen erreicht.
Die Volksturner messen sich im Fünfkampf,
der in drei Altersklassen eingeteilt ist. Mit insgesamt über 4000 Teilnehmern ist dieser Mehrkampf am stärksten besetzt. In der Hauptklasse muß man dem Olympiakämpfer Erwin Wegener (TSV. Schöneberg) die größten Aussichten^ einräumen, der auch die beste Leistung bei den Ausscheidungen vollbrachte. Weitere aussichtsreiche Bewerber sind:
Thyrnm-Leipzig, Bornhöfft-Limbach, Drechsel-Thalheim, Haag-Göppingen, Müller-Kuchen, Neumann- Bregenz, Negener-Dortmund, Melles-Essen usw. — Die große Zahl der 2500 Teilnehmer laßt jede Möglichkeit offen und läßt immer wieder zu den schon bekannten neue Kräfte treten, die im Fünfkampf noch zu großen Ueberraschungen Anlaß geben können.
Entsprechend dem starken Aufschwung ynd der großen Ausdehnung, der sich die Leibesubungen des weiblichen Geschlechts in der Nachkriegszeit zu erfreuen hatten, fehlen im Kranze der Wettkämpfe des 15. Deutschen Turnfestes natürlich auch nicht die Mehrkämpfe der Frauen.
Das Hauptinteresse unter ihnen beansprucht der Siebenkampf, dessen Sieg bei den Turnerinnen nicht weniger begehrt ist, als ein Sieg im Zwölfkampf der Männer. Wenn man den Ergebnissen der Ausscheidungskämpfe folgen darf, dann kann die Siegerin schon jetzt als feststehend bezeich
net werden. Sie müßte Frl. Schmitt- München heißen, die von 140 erreichbaren Punkten 138 erreichte, was bisher noch keiner Turnerin gelang. Nach der Punktzahl am nächsten kamen der Munche- nerin die Brandenburgischen Vertreterinnen Erna Schumann, Elsbeth Schuhmann und Drabsch sowie Bruch-Saarbrücken, Graf-Weißenfels,. Hollfelder- Nürnberg und Mühlhau-München.
Aehnlich gute Aussichten wie im Siebenkampf haben die bayerischen Turnerinnen auch im Vier- kampf. An ihrer Spitze steht die vielseitige Münchnerin Mau er meyer, die aber schon annähernd 95 Punkte schaffen muß, wenn sie sich durchsetzen will. Frl. Niederhoff-Velbert brachte nämlich bereits 91 Punkte auf ihr Konto, wie überhaupt die rheinischen Turnerinnen die stärksten Gegner stellen. Den süddeutschen Turnerinnen Hölzl, Aguila, Spitz- weck und Wolf (alle München) stehen in Heid-Zirn- dorf Melchers-Essen, Herrmann-Köln und Notte- Düsseldorf gleichwertige Könnerinnen gegenüber.
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom Frankfurter Vroduktenmarkt.
Die Hoffnung, das Getreidegeschäft werde infolge der unbeständigen Wetterlage mehr in Schwung kommen, hat sich nicht verwirklicht. Nach wie vor bekunden alle am Geschät interessierten Kreise starke Zurückhaltung, so daß Umsätze nur zur Deckung des notwendigsten Bedarf getätigt wurden. Der lieber» gang von der alten zur neuen Ernte hat den Handel in seiner abwartenden Haltung nur bestärkt, und auch die Landwirtschaft gab nur zögernd Ware ab. Das Angebot blieb daher auf allen Gebieten weiter knapp, und die Preise blieben gegenüber denen der Vorwoche unverändert. Die Grundstimmung des Marktes zeigte eine freundliche Veranlagung. Nach der Getreide-Vorschätzung bleibt die diesjährige Gesamternte nur wenig hinter der vorjährigen Rekordernte zurück.
Besonders bei Weizen dürfte die neue Ernte noch ein weniges über den großen Ertrag des Vorjahres hinausgehen. Bei dem schwachen Mehlkonsum war es nicht verwunderlich, daß der Preis um eine Mark auf 204 Mark per Tonne nachließ.
Anders war es bei R o g g e n, der weiterhin nur knapp angeboten wurde, so daß der Preis mit 180 Mark per Tonne behauptet blieb, wobei jedoch eine eher abgleitende Stimmung nicht zu verhindern war. Eine gewisse Stütze bot das relativ befriedigende Mehlgeschäft.
Die einzige Frucht, die sich merklich befestigen konnte, war Hafer, für den ein erheblicher Minderertrag gegenüber dem Vorjahre zu erwarten ist. Da auch der Vorrat nicht mehr bedeutend ist, zog der Preis angesichts dieser Situation um 5 Mk. auf 160 bis 165 Mark per Tonne an.
Für neue Wintergerste hat sich eine einheitliche Basis noch nicht herausbilden können. Das meist regnerische Wetter war für die Bergung der geschnittenen Wintergerste durchaus nicht vorteilhaft, und es gelangten bisher sehr viel beregnete Muster ap den Markt.
Das M e h l g e s ch ä f t war für Weizenmehl nur schleppend bei unveränderten Preisen, während Roggenmehl bei allerdings auch unveränderten Preisen etwas besser gefragt war. Je 100 Kilogramm in Mark notierten: Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 30,50 bis 31,75, dto. ohne Austauschweizen 29,75 bis 30,25, Roggenmehl, 0—60- prozentige Ausmahlung, 24,75 bis 25,25, dto. südd. Spezial 26.
Futtermittel hatten nur sehr ruhigen Markt aufzuweisen, wobei Mühlennachfabrikate eher zur Schwäche neigten, während ölhaltige Futtermittel infolge des knappen Angebots etwas anzogen. Weizenkleie ließ um 20 Pf. auf 7,80 Mark nach, Roggenkleie blieb zu 8,50 Mark behauptet. Sojaschrot incl. Monopolzuschlag stellte sich mit 14,30 bis 14,40 Mark um 75 Pf. je Doppelzentner höher, Treber gab dagegen im gleichen Ausmaß auf 12,50 bis 12,75 Mark nach.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Am Frankfurter Schlachtviehmarkt setzte nach der Erholung in der Vorwoche im abgelaufenen Berichtsabschnitt wieder eine Abwärtsbewegung ein. Nach wie vor bilden die zu hohen Auftriebsziffern den Anlaß hierzu. Der Absatz an den Konsum wurde durch die warmen Witterungsverhältnisse sehr erschwert.
An dem mit 1579 gegen 1212 Stück in der Vorwoche beschickten G r o ß v i e h m a r k t, der für die derzeitigen hiesigen Wirtschaftsverhältnisse viel zu stark war, ergaben sich durchweg Preisrückgänge, die bei Ochsen 2 Mark, bei Kühen, Färsen und Bullen je 1 Mark betrugen. Der Markt wurde nach schleppendem Handel nahezu ausverkauft. Notiert
wurden für 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 29 bis 32, a2) 25 bis 28, b) 22 bis 24. Bullen a) 26 bis 29, b) 22 bis 25. Kühe a) 25 bis 28, b) 21 bis 24, c) 17 bis 20, d) 12 bis 16. Für- sen a) 29 bis 33, b) 26 bis 28, c) 22 bis 25.
Auch der Kälbermarkt konnte sich trotz des niedrigeren Auftriebs (1363 Stück gegen 1631 Stück) einer Preisreduzierung nicht entziehen, zumal sich auch hier der Handel in ruhigen Bahnen bewegte. Im Wochenverlauf wurden die anfänglichen Preis- verlufte etwas gemildert; trotzdem senkten sich die Preise in allen Gattungen bis zu 2 Mark. Es wurden notiert: Kälber a) geftr., b) 37 bis 40, c) 33 bis 36, d) 24 bis 32.
Am Markt für Schafe, wo nur 115 Stück gegen 141 Stück in der Vorwoche aufgetriebe.- waren, vermochte sich das Geschäft nur schwer zu entwickeln. Die Preise hielten sich auf vorwöchentlicher Basis. Schafe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23.
Der um 111 auf 4752 Stück verminderte Auftrieb am Schweinemark konnte eine Abwärtsbewegung des Preisniveaus nicht aufhalten; diese Bewegung wurde im Lause des Berichtsabschnittes durch die etwas geringe Zufuhr jedoch gehemmt. Die Preise lagen gegen die Vorwoche dennoch um 1 bis 2 Mark niedriger. Nach anfangs schleppendem Handel wurde der Markt ausverkauft. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Schweins a) gestrichen, b) 37 bis 40, c) 37 bis 40, d) 35 bis 39, e), f), g) gestrichen. ,
* Wiederaufnahme des Rhön-Berg- baues. Zur Förderung des Rhön-Bergbaues in der Hohen Rhön wurde in Neustadt a. S. eine Gesellschaft „Rhön-Kohle" gegründet, deren Vorsitz Prof. I. S t e i n st r a ß übernahm. TUe Mittel zur Finanzierung des Unternehmens, das Ten Bergbau bei Bischofsheim wieder aufnehmen will, fließen aus einer bereits zur Zeichnung aufgelegten^ Anleihe.
* Spende für d i e nationale Arbeit. Die Mielewerke A.-G., Gütersloh, stellten als Spende für die Förderung der nationalen Arbeit und für die Adolf-Hitlerfpende der deutschen Wirtschaft einen Betrag von 25 000 Mark zur Verfügung. Don den Werksangehörigen der Mielewerke wurde für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit eine Summe von rund 18 000 Mark zur Verfügung gestellt.
frankfurter Abendbörse ruhig.
Frankfurt a. M.. 21. Juli. Die Abendbörss verkehrte auf der ganzen Linie in sehr ruhiger Haltung. Die Kulisse übte Zurückhaltung, obwohl aus Reuyork ein Stillstand der Baisse gemeldet wurde, während die Kundschaft fast völlig .fehlte. Infolgedessen entwickelte sich so gut wie kein Geschäft. Indessen war die Stimmung etwas zuversichtlicher, und die Berliner Schluhkurse blieben größtenteils behauptet, nur Reichsbankanteile und die Mehrzahl der Montanpapiere bröckelten noch etwas ab.
Arn Rentenmarkt waren von Reichsschuldbuchforderungen mittlere Jahrgänge mehr beachtet, aber auch späte Fälligkeiten konnten sich um etwa 0,25 Prozent erholen. Von deutschen Anleihen ließen Reubesitz 10 Pf. nach, Altbesitz zogen 0,13 Prozent an. U. a. notierten: Reu- besihanleihe 11,20, Altbesihanleihe 75,75, Schuhgebietsanleihe von 1913 bis 1914 7, Reichsbank 152, Gelsenkirchen 62,13, Harpener 97, Klöckner- werke 56, Mannesmann 63,50, Rheinstahl 91,25. Stahlverein 39, AEG. 21,50, Dekula 109, Cement Heidelberg 82, Conti Gummi 157, Scheideanstalt: 172,75, Daimler 29,75, Licht & Kraft 100,
Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. Neuner.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
V
9
Iranksur, a. Ul.
Berlin
Frankfurt a.31.
Berlin
Schluß« hird
Schlußk. Abendbörse
Echluß- kurs
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Schluß!. Abend« börse
Schlußkurs
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Dalum
20-7- |
21.7
20.7.
21-7.
Datum
20-7
21.7
20-7.
21.7.
«% Deutsche Retchsanieiye v. 1921 6% eijem.7% Dt. ReichSanl. v. 1929 6/t% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mli
Auslos.-Rechten ............
Desgl. ohne AuSIos.-Rechle......
6% ehern. 8% Hess. Solls float 1929 rnirfgahlh 102%) ...........
83
95,4
82,05
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5,05
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% Rumän. verein!,. Rente v. 1903 >^,%Rumän.vereinh.Rentev.l913 % Rumänische vereinh. Rente .. %% Anatolier..............
lamburg-Amenka-Paket .....t
>amburg-Südam. Dampfschiff. 0
>ansa Dampfschiff...........0
Norddeutscher Lloyd .........0
!l.G. für Verkehrswesen Sllt. .. 0 berliner Handelsgesellschaft.... 4 ommerz- und Privat-Bank... 0 deutsche Bank und DiSconto-
Gesellschaft................0
dresdner Bank.............. 0
steichSbank .................1
2.E.G.....................i
Oberhelsen Provinz-Anleihe ml
AuSlos.-Rechlen ............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12............
6/i% Hess. Lande« Hypotheken« bank Darmstadt fiiqui......
Deutsche Komm. Sammelab I.An leihe Seriel mit AuSlos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Ban!
Goldpse. 15 unkündbar biS 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban!
Goldpse. 16 unkündbar biS 1936 6/i% ehern. 4/t% Franks. Hyp.
Bank-Llqu.-Psandbrlese .....
6/i% ehern. 4/t% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 6% ehern. 8% Pr. Landespfand brlesanstalt, Pfandbriefe R. Iß 6% ehern. 7% Pr. Landespsand briesanstalt. Pfandbriefe R. IP
Verrechnungskurs .........
4% Oeslerreichlsche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente
Llektr.LieserungSgesellschaft... b licht und Kraft .............f
Selten & Guilleaume ........0
Sesellschafl für Elektrische Unternehmungen ...............4
Rheinische Elektrizität ........6
Schultert & Go............. 0
Siemens & Halske...........!
Lahme yer & Go..............io
Buderus ...................<
Deutsche Erdöl .............4
Geilenkirchener___........... 0
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Vj% beifll non 1913.........
Zarpener...................0
-welch Eisen—Köln-Neuessen.. 0
Ilse Bergbau ...............7
Ilse Bergbau Genüsse....... 7
nöcknerwerke ...............0
Mannesmann-Röhr« ....... 0
5% äßfleft.’ Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihr
Leitet.....................
1
Franksun a. 31.
Berlin
Schluß« kurs
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Schluß« lurs
Schluß!. Minag« 6örfc_
Datum
20-7.
21.7
20-7-
21.7.
Mansfelder Bergbau......
... 0
26,5
26,75
25,5
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Kokswerke ...............
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—
80,25
80
Phünir Bergbau..........
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... 0 ...10
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Vereinigte Stahlwerke.....
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39
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39,25
Otavi Minen ............
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14,25
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13,9
Kaliwerke Aschersleben.....
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125
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Kaliwerke Westeregeln.....
Kaliwerke Salzdetfurth ....
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55
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55,75
55
Philip» Holzmann........
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54
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83
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77
Schultheis Patzenhoser.....
... 0
_
_
119
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35,75
35,25
35,75
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Bemberg................
... 0
51,5
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50,75
Zellstofi Waldhos .........
... 0
41
40
40
40
Zellstoff Aschaffenburg ....
... 0
21,5
21,75
21,5
23
Dessauer GaS............
... 7
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—
108,65
106,5
Daimler Motoren.........
... 0
30
29,75
30
29,9
Deutsche Linoleum .......
... 0
44,75
44,4
44,65
44,25
Orenllein L koppel .......
... 0
—-
—
36
36,5
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... 6
17
16,5
16,75
16,75
Ehade...................
...12
172,5
170
173
170
Gritzner.................
... 0
20,5
21,65
Mainkraftwerke Höchst a.M-
... 4
63,6
64
Süddeutscher Zucker .....
... 8
153,5
155
153
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ITC.
Banknoten.
20- Juli
21-Juli
Amtliche Dotierung
Amtliche Notierung
Geld | Ärie>
Geld
Briet
Helsingsor».
6,164
6,176
6,164
6,176
Wien......
46,95
47,05
46,95
47,05
Prag......
12,52
12,54
12,52
12,54
Budapest ...
——
——
—
——
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,63
169,97
169,23
169,57
Oslo.......
70,08
70.22
70,13
70 27
Kopenhagen.
62,29
62,41
62,34
62,46
Stockholm...
71,93
72,07
71,98
72,12
London.....
13,94
13,98
13,95
13,99
Buenos Aires
0,928
0,932
0,928
0,932
Reuyork....
2,967
2,973
2,967
2,973
Brüssel_____
58,59
58,71
58,49
58,61
Italien.....
22,18
22,22
22.13
22,17
Paris.....
16,44
16,48
16,40
16,44
Schweiz ....
81,12
81,28
80,97
81,13
Spanien....
35,06
35,14
35,04
35,12
Danzig....
81,72
81,88
81,67
81,83
Japan......
0,874
0,876
0,874
0,876
Rio de Jan.
0,234
0,236
0,234
0,236
Jugoslawien
5,195
5,205
5,195
5,205
Lissabon...
12,69
12,71
12,69
12,71
Berlin, 21-Juli
Geld
Zrief
Amerikanische Noten..............
2,92
2,94
Belgische Noten..................
58,33
58,57
Dänische Noten .................
62,08
62,32
Englische Noten .................
13,91
13,97
Französische Noten...............
16,36
168,81
16,47
169,49
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
22,01
69,96
22,09
70,24
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
--
—
Schwedische Noten..............
71,81
72,09
Schweizer Noten.................
Spanische Noten................
80,79
34,91
81,11
35,05
Ungarische Siotr»................


