Ausgabe 
22.7.1933 Frühausgabe
 
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hoff in Gießen Hot als freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit den Betrag von 50 Mark an die Finanzkasse in Gießen abgcführt.

* D i e Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntao zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

* Die Sprechstunden für tuberku- loseerkronkte Kinder, die bisher jeden Mittwoch von 16 bis 17 Uhr in der Kinderklinik ftattfand, wird ab nächster Woche auf Dienstag jeder Woche von 16 bis 17 Uhr verlegt.

** Fahrplanänderungen auf brr Strecke Gieße nG rünberg. Zur Herstcl- lung des Uebergangs vom Personenzug Nr. 572 W. GrünbergGießen (Abfahrt in Gründerg 5.37 Uhr,

Ankunft in Gießen 6.19 Uhr) auf Personenzug Nr. 2551 W. GießenLollarLondorfGrunbcrg (Ab- fahrt in Gießen 6.18 Uhr, Ankunft in Grünberg 7.29 Uhr), treten ab 24. Juli folgende Fahrplan- änderungcn ein: Pz. Nr. 572 W. wird durch Kür­zung der Unterwegsaufenthalte eine Minute früher, das ist um 6.18 Uhr, in Gießen angebracht. Pz. Nr. 2551 W. fährt in Gießen um 6.21, in Lollar um 6.30, in Daubringen um 6.36, in Mainzlar um 6.39, in Treis um 6.47, in Allendorf um 6.54, in Londorf um 7.01, in Kesselbach um 7.05, in Oden- hausen um 7.08, in Geilshausen um 7.13, in Lumda um 7.19, In Beltershain um 7.23 ab und trifft wie seither um 7.29 in Grünberg ein.

Einheitsliste für die evangelische Kirchenwahl in Gießen Die Wahlhandlung am E-nntag erübrigt sich in allen Gießener Gemeinden.

In den sechs evangelischen Kirchengemeinden ist I nurje eine Vorschlagsliste eingereicht I worden. Mithin gelten die auf dieser Liste! Benannten als gewählt, eine eigentlichc Wahlhandlung unterbleibt. Die Vor­schlagslisten nennen an erster Stelle für die 2Ual- thäusgemeinde Landgerichtspräsident l. R. Ludwig Neuenhagen, für die Markusgemeinde hut- machermeisler Rudolf Richter sen., für die £u- kusgemeinde Juwelier Karl Noll, für die Johan- nesgemeinde Oberstudienrat 1. R. Pros. Dr. Otto w e i ma r, für die Luthergemeinde Bürodirektor i. K. Rcchnungsrat Eduard Schiffnie, für die Pe- trusgemeinde Rektor N e b e l i n g.

Nachdem die Wahlakten offengelegen und der De- kanatvausschuß übet die Gültigkeit der Wahlen ent­schieden hat, werden di-e neugcwähllcn Ge­meindevertretungen ihre Funktionen übernehmen. Diese bestehen zunääist in der Wahl der Kirchenvorstände, des Gcsamtkirchcnoor- standcs, der Mitglieder des vekanatstages und der Abgeordneten zum Landcskirchentag. Diese Körperschaft wird alsdann die wichtige Aus­gabe haben, an der Schaffung einer neuen Kirchenversasfung mitzuwirken und die Be­gründung einer Großhesfifchen Kirche in die Wege zu leiten.

Oer Süßmost auf dem Marsche.

Bon Ernst Albert Einsiedel.

Süßmost ober unoergorener Obltsaft war einmal eine Angelegenheit einiger weitschauender Obstkel- tereien. Dann war er eine Angelegenheit begeister- ter Lebensreformer. Heute ist er eine wichtige Angelegenheit der deutschen Volkswirt- schäft, b. h. also des Beeren-, Obst- unb Wein­baues. Den Obstbauern, die in Jahren reicher (Ern­ten mit ihrem Obstüberfluß nicht aus noch ein wuß­ten, ist nicht mit schönen Reden unb in dieser Zeit der Geldnot auch nicht mit Subventionen geholfen. Ihnen ist geholfen mit der Aussicht, ihr gesamtes Obst, vom Fallobst bis zum letzten Winterapfel gut und preiswert loszuwerben.

Dem brutschen Weinbauern ist das gleiche Licht aufgegangen. Er weiß heute, daß er kaum mehr mit Auslandswinzern konkurrieren kann. Geholfen ist ihm nur, wenn er seine letzte saure Traube verwer­tet und gut verwertet hat.

Das war ihm bis vor zehn Jahren noch unmög- lich. Niemand kannte die gährungsfreien Verfahren zur Herstellung unb unbegrenzten Haltbarmachung von Süßmost, bie die preiswerte Ausnutzung auch der letzten Beere, des bisher wertlosesten Klein- und sogar Fallobstes, der sauren, unansehnlichen Trau­ben ermöglichen. Seit der badische Obstbaulehrer Baumann seinenFlächenerhiger", seinenSon- nenborn", seineEntkeimungsglocke" geschaffen, die je nach Größe die kleinsten wie die größten Men­gen ausgepreßten, geklärten Obstsaftes, Trauben- saftes bei 72 bis 75 Grad Wärme unbegrenzt halt- bar machen, ist

die restlose Verwertung aller Erzeugnisse deut­schen Beeren- und Obstbaues möglich.

Erst recht, seit die Seitzschen Kältefilter als ausge­zeichnete Apparate für das Kaltfilterverfahren hcr- auskamen, die jeden Großkeltereibetrieb in die Lage fetzten, große, allergrößte Mengen Obst- und Trau- bensaft ohne Erhitzung, nur durch Asbestfilterpres- ung keimfrei und unbegrenzt haltbar 3U machen, ist >er deutsche Obst- und Weinbau vor der ausländi- chen Konkurrenz unb Damit vor bem wirtschaftlichen Ruin gerettet. Der Obst- unb Weinbauer hat auch bie Möglichkeit, die durch diese Verfahren gewonne­nen gesundheitlich und geschmackmäßig hochwerti­gen und naturreinen Säfte abzusetzen. Gewähr da­für bieten die zahlreich vorhandenen Jugend- und

Sport-Derbände, die Bewegung für gesunde Volks­ernährung, für natürliche Heilweise, Die Arbeit der Schule und anderer Faktoren, der Frauenoerbände u. a. m.

Der Süßmost Hal unter verschiedenen Namen, worunter alkoholfreier wein der unzutreffendste ist, schon starke Verbreitung gefunden.

Dom Obstbauland Süddeutschland drang er nach Mittel- und Norddeutschland vor. Wer vor fünf Jahren etwa in Mitteldeutschland Süßmost zu trin­ken verlangte, der wurde von den Kellnern höchst merkwürdig angesehen. Heute führen mitteldeutsche Großbahnhöfe, Gasthöfe und Kaffeehäuser, sogar schon Feinkosthändler u. a. m. in erheblicher Zahl Süßmost unb sind überrascht, wie oft er verlangt wirb. Große Brauereien, bekannte Sektkellereien, alte, große Brennereien haben Abteilungen für Süßmostherstellung eingerichtet. Damit ist auch be­wiesen, bah biefe kein schlechtes Geschäft ist. Denn die genannten Betriebe halten sich mit verlustbrin­genden Geschäften nicht auf. Obstweinkeltereien sind Großhersteller von Süßmost geworden. In den mei­sten höheren und mittleren Lehranstalten für Gar­tenbau sind eigene Abteilungen Dafür eingerichtet. Die verschiedenen Organisationen des Obstbaues, der Alkoholgegner, der städtischen und ländlichen Hausfrauenvereine, der Kleingärtner, der Jugend hielten

Hunderte von Lehrgängen

ab, allen voran die rühmlich bekannte Lehr- und Versuchsanstalt Ober-Erlenbach bei Frankfurt a. M. und die Hauptgeschäftsstelle für gährungslose Früchteverwertung Berlin-Dahlem, sowie die ihr an- geschlossenen Landes- und Provinzialausschüsse. Zahlreiche Kreise und Gemeinden haben O b st v e r wertungsgenossenschaften gegründet, die das bisher notgedrungen verfütterte oder wegen Unansehnlichkeit unverkäufliche Obst zu Süßmost verarbeiten oder verarbeiten lassen. An vielen Or­ten sind für diese wirtschaftlich wichtige Frage Kleinbetriebe und Verkaufsstellen von Süßmost entstanden, und zehntausende von beaeifterten Freunden dieser neuen, wertvollen und äußerst an­genehm schmeckenden Dolksgetränkesorgen für Wei- terverbreitung der neuen Möglichkeit wirtschaftlicher Gesundung und wirtschaftlichen Fortschritts.

Aus der Proviuzialhaupistadt.

Rundfunkprogramm.

Oer deutsche Gruß.

Wie oft haben wir Deutschen es in der Nach­kriegszeit besonders erlebt, wenn uns Geschäfts­reisen oder auch Vergnügungsfahrten ins Aus­land führten, daß sich in Frankreich oder in England, oder wo immer wir auch waren, die Menschen, erklang die Nationalhymne, sich wie ein Mann erhoben unb mitsangen. Das Lachen verschwand von den Gesichtern, feierlicher Ernst löste es ab, sie dankten alle in diesem Augen­blick ihrem Daterlande, das sie geboren und erzogen hatte. Wir Deutschen dachten in solchen Augenblicken immer mit einem Gefühl der Be­klemmung daran, daß sich in Deutschland beim Absingen der Nationalhymne niemand erhob, außer bei besonders feierlichen Anlässen. Das Deutschlandlied ging über die Zuhörer hinweg, störte sie kaum bei der ^Unterhaltung, war kaum mehr als ein Teil des Konzertprogramms der Kurkapelle, des Kasfeehausorchesters, oder wo immer wir gerade saßen. So mancher Ausländer hat darüber verwundert den Kopf geschüttelt und entsetzt aufgelauscht, wenn sich, wie es bis vor wenigen Jahren noch möglich war, aus den Neihen des Publikums gar lauter Unwille gegen das Spielen der Nationalhymne bemerk­bar machte. Dieser Zustand war ein Zeichen der inneren Zerrissenheit Deutschlands, war sicht­barer Ausdruck der krassen Gegensätze, die sich in unserem Baterlande wie Todfeinde gegen­überstanden.

Es ist in jeder Weise begrüßenswert, daß nun endlich die beiden Lieder des Deutschen, die Na­tionalhymne und das Siegeslied der nationalso­zialistischen Nevolution, so zu achten und zu ehren sind, wie jedes andere Land ganz selbstverständ­lich seine Nationalhymne achtet und ehrt. Die deutsche Zwietracht, die deutsche Zerrissenheit wird und muß vollends überwunden werden. Das deut­sche Volk soll nur noch deutsch empfinden. Und wenn die deutschen Lieder jetzt in Deutschland er­klingen, wenn sie bei feierlichen und fröhlichen Anässen gespielt werden, dann wird ihnen ganz Deutschland den Hitlergruß erweisen, den Gruß der größten innerlichen Nevolution, die je über Deutschland und über Europa hingegangen ist.

Dieser Gruß wird von Mensch zu Mensch von nun an das Bekenntnis zum neuen Staate weiter­tragen, dieser Gruß wird in das gesamte Doll übergehen unb sichtbar Zeugnis ablegen davon, dah die sprichwörtlich gewordene deutsche Uneinig­keit überwunden ist, daß ganz Deutschland ge­schlossen-hin ter seinen Führer tritt unb aller nei­denden Welt zum Trotze nicht gewiUt ist, auch nur einen einzigen Schritt von dem nun in selte­ner Einmütigkeit begangenen Wege zum endlichen Ziele abzuweichen. S. F.

Weiterer Ausbau des hessischen Polizeiwesens.

Das Hessische Personalamt Darm­stadt teilt mit: In Fortführung Der notwendigen Maßnahmen zum weiteren Ausbau des hessischen Polizeiwesens, zur Stärkung und Festigung der Staatspolizei in organisatorischer wie personeller Beziehung und Durchdringung der Beamtenschaft mit der Staatsidee nationalsozialistischer Weltan­schauung hat das Staatsministerium aus dem be­nachbarten Frankfurt a. M. zwei höhere Polizeioffiziere in diehefsifcheStaats- polizei berufen. Polizeimajor Jacobsen tritt als Chef des Stabes zur Behörde des Staatspolizei- Präsidenten, Polizeimajor R e i ch a r d t übernimmt als Sachberater und Leiter das gesamte Funk- und Nachrichtenwesen. Beide Polizeiosfiziere haben nach Uebernahme ihrer neuen Aemter ihren Dienst so­fort aufgenommen. Gleichzeitig trat ein Wechsel in der Leitung des Hessischen Staatspolizeiamtes Darmstadt ein. Zum Nachfolger des vorläufig be­urlaubten Regierungsrats Schneider wurde unter Beförderung zum Kriminal-Polizeirat der Krimnalkommisiar Dr. Schulze vom Polizeipräsi­dium Wiesbaden ernannt. Er hat (eine Dienstge­schäfte ebenfalls bereits aufgenommen.

Erleichterung für Aufwertung Hypothekenschuldner.

Das Gesetz über die Zahlungsfrist in Aufwer­tungssachen vom 12. Juni 1933 gibt den Aus- wertungshypothekenschuldnern eine Erleichterung. Der Schuldner kann bei der Aufwertungsstelle un­ter bestimmten Voraussetzungen bie Zahlungs­frist nach bem Gesetz vom 18. Juli 1933 bean­tragen, wenn er sein Antragsrecht nach diesem Gesetz bisher nicht ausgenuht oder bereits ver­braucht hat. Auf diesem Wege kann erreicht wer­den, baß Fälle, in denen bie Aufwertungsstelle die Zahlungsfrist versagt hat, noch einmal ge­prüft werben. Es kann auch eine bereits abge­laufene oder demnächst ablaufende Zahlungsfrist verlängert und ein früher abgelehnter oder zu­rückgenommener Zahlungssristantrag nachgeholt werden. Anträge auf Grund des neuen Gesetzes müssen jedoch, worauf hiermit nochmals hinge- wiesen wird, spätestens bis zum 31. Juli 1933 bei der zuständigen Aufwertungsstelle gestellt werden. Wer diese Frist versäumt, verliert den Vorteil des Gesetzes.

Daten für Samstag, 22. Juli.

1784: Der Astronom Friedrich Wilhelm Bessel in Minden geb. (geft. 1846). 1872: Der Staatsmann Karl Helfferich in Neustadt a. d. H. geb. (geft. 1924). 1909: Der Dichter Detlev v. Liliencron in Alt-Rahl- ftebt bei Hamburg geft. (geb. 1844). 1929: Der Psychiater Paul Flechsig in Leipzig geft. (geb. 1847).

Daten für Sonntag, 23. Juli.

1532: Religionsfriede zu Nürnberg. 1562: Rit­ter Götz v. Berlichingen in Hornberg geft. (geb. 1480). 1849: Einnahme von Rastatt durch die Preußen; Ende des pfälzisch-badischen Aufstandes. 1914: Ultimatum Oesterreich-Ungarns an Ser­bien.

BornoNzcn.

Tageskalender für Samstag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Liebelei".

Aus Dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend, 22.15 Uhr, einmali­ges Gastspiel derVier Nachrichter" München mit ihrem Ensemble. Zur Ausführung gelangt: Der Esel ist los", ein Stück mit Musik in 9 Bil­dern nach Dem Altgriechischen Des Plagiates. Ende 22.45 Uhr. Preise Der Plätze von 0,50 bis 2,50 Mark. Kassenstunden von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 17 Uhr.

Sonderfahrten nach Oberbayern. Das hiesige Hapag-Reisebüro Kreger veranstal- tet zusammen mit dem Hapag-Reisebüro Frankfurt am Main jeden Sonntag preiswerte Sonderfahrten mit der Reichsbahn nach Oberbayern. Als Stand­ort ist das reizend gelegene Traunstein auserwählt, vo wo aus verschiedene Ausflüge in den Chiemgau und in das Berchtesgadener Land unternommen werden. In dem Teilnehmerpreis von 96 Mark ab Frankfurt a. M. find nicht nur Bahnfahrt hin und zurück, sondern auch volle Verpflegung und zwei Automobilausflüge nach Bad Reichenhall, Berchtes­gaden unb an den Königsee eingeschlossen. Diese Fahrten erfreuen sich vor allem deshalb so großer Beliebtheit, weil man nicht an einen Rückreise­termin fest gebunden ist, sondern beliebig innerhalb 60 Tagen zurückreisen kann. Ausführliche Prospekte sind im Torhäuschen am Seltersweg im Hapag- Reisebüro erhältlich. Aus die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.

** Ernennung en im Hessischen H an d> werks- und Gewerbeoerband. Der Prä­sident der Hessischen Handwerkskammer hat mit so- fortiger Wirkung Herrn Kreiskampfbundführer Friedrich Heinrich Schott, Mitglied des Hessischen Landtags, Schreinermeister zu Beerfelden, zum Führer und Herrn Bezirksoerbandsführer Josef Dasbach, Tapeziermeister zu Groß-Gerau zum stellvertretenden Führer des Hessischen Handwerks- unb Gewerbeoerbanbes ernannt.

** Zur Förberung Der nationalen Arbeit. Die Belegschaft der Firma Gießener Brauhaus und Spiritusfabrik A. 8- W. D e n n i n g-

Sonntag. 23. 3uli.

6.35 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert. 9: Aus der Hohen Domkirche in Trier: Katholische Morgenfeier aus Anlaß der feierlichen Eröffnung der Trierer Heiligtumsfahrt. 10: Stunde des Chorgesangs. 11: Der steinige Pfad", Erzählung von Ulf Uwcfon. 11.15:Eine Nacht bei Den Aalfischern im Rhein­strom" von Alois Gruber. 11.30: Schottischer Be­uch in Trier. Hörbericht. 12: GrenzlanDkunDgebung tm Burghof der Burg Altena. 13: Mittagskonzert Des Orchesters Des WestDeutfchen RunDfunks. 14.10: StunDe Des LanDes. Vom Bauerntag in Wetzlar. 15: StunDe Der JugenD. 16: 15. Deutsches Turnfest Stuttgart 1933. llebertraguna aus Der Hauptkampf­bahn. Die Festzüge. Einweihung Der Hauptkampf' bahn. 16.45: Kurhaus WiesbaDen: Nachmittagskon- zert Des stäDtischen Kurorchesters. 18: Mainzer Re­gatta. 18.25: Fröhliches Zwischenspiel mit Ellen Schwanneke, Berlin. 19: Von Breslau (Reichssen­dung): StunDe Der Nation. ArbeitsDienst macht uns frei. 20: Buntes Brettl. 20.45 bis 21: Gruß vom Vugilsbergk. Von August Zimmer, Offenbach a. M. 21: Unterhaltungskonzert. Die fröhlichen Fünf. 22.45 bis 24: Karlsruhe:Wer vieles bringt, wirD man- chem etwas bringen." Eine bunte musikalische Stunde.

Montag, 24. Juli.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Baden-Baden- Mit- tagskonzert. 14-20: Jeder hört zu! 15.20: Musikali- scher Zeitvertreib. 16.30: Nachmittagskonzert. Die fröhlichen Fünf. 18: Deutscher Almanach, 18.10: 3 mal 5 Minuten. 18.25:Die erste deutsche Auswan­derung nach Amerika", Vortrag-von Ludolf Müller. 18.45: Kurzbericht vom Tage. 19: Von Leipzig: Reichssendung:Stunde der Nation". Preußengeist, ein Drama von Paul Ernst. 20: Vom Deutschland- sender: Romantisches Orchester-Konzert. Das ver­stärkte Orchester des Deutschlandsenders. 21: Klavier­musik. 21.30: Aktivisten der Weltgeschichte. Von Dichtern gestaltet. 22.50 bis 0.30: Nachtmusik.

Dienstag, 25. 3uli.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Der Hausfrau zur Er­holung. 16.30: Deutsche Märsche und Walzer, ge­zielt vom Kurorchester. 18: Hans Henning Freiherr Grote lieft aus seinem BuchDer Hauptmann". 18.25: Zeitfragen. 19: Reichssendung: Stunde der Nation.Heidelberg", ein Hörwerk. 20.05: Verliebt, verlobt, verheiratet. Eine lustige Stunde. 21: Sym­phoniekonzert des Nationalsozialistischen Reichs- Symphonie-Orchesters. 22.45 bis 24: Von Hannover: Unterhaltungskonzert.

Mittwoch, 26. 3ulL

7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Stunde Der JugenD. 16.30: WiesbaDen: Nachmittagskonzert Des stäDtischen Kur­orchesters. 18:Hinter Den Kulissen einer großen Nachrichtenagentur", Vortrag von Dr. H. I. Hollen- berger. 18.25: Zeitfunk. 19: Vom DeutschlanDsenDer: ReichssenDung: StunDe der Nation. Alte Kompo-

:Runt> 1OOOO Landhelfer im Bezirk Hessen.

WEN. Frankfurt a. M., 21. Juli. Vereits am 10. April war die erste Frist, von der an Landhelfer eingestellt werden konnten, für die be­kanntlich die Verpflichtung übernommen werden muhte, daß sie für ein volles halbes Jahr Beschäftigungsdauer behalten muhten. Die Befürchtung, dah die landwirtschaft­lichen Arbeitgeber im Bezirk des Landesarbeits­amts Hessen (Hessen und Hessen-Nassau) mit dem vorgeschrittenen Sommer keine weiteren Einstel­lungen vornehmen würden, um die Landhelfer wegen der sechsmonatigen Verpflichtung nicht über den kommenden Winter behalten zu müssen, hat sich erfreulicherweise nicht erfüllt. Die Zahl der Landhelfer ist inzwischen auf runb 1 0 000 gc» stiegen. Damit ist wohl auch der Höchststand erreicht. Dos Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Landhelfern ist etwa Ddreiviertel zu Einviertel. Den »Arbeitsämtern ist es in weitge­hendem Mähe gelungen, die Arbeitnehmer zu ver­anlassen. statt fehlender Mädchen junge Landhel­fer einzustellen, womit manche älnzulanglichkeiten ausgeglichen worden sind.

75 Jahre Frankfurter Zoo.

WSN. Frankfurt a. OIL, 21. Juli. Der Frankfurter Zoologische Garten begeht am 8. August das Fest seines 75jähriaen Bestehens. Dieser Tag wird durch eine akademische Feier und durch einen Festabend begangen und um­

nisten. 20: Von Berlin: Aufruf für die Spende zur Förderung Der nationalen Arbeit. 20.15: Das Reich rettet Wien. Hörspiel in einem Vorspiel und Drei Akten von Alphons von Czibulka. 21.35: Lieder- stunde Paul Graener. 22.15: Hof des Neuen Schlaft (es: Reichssendung: Feierliche Eröffnung des 15. Deutschen Turnfestes Stuttgart 1933 und lieber gäbe Des Bundesbanners an Die FeststaDt. 23.15 bis 24: Nachtmusik.

Donnerstag, 27. 3uli.

7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.20: Je­her hört zu! 15.30: StunDe Der Jugend. 16.30: Ba­denweiler: Nachmittagskonzert. 18:Frauenlyrik", Gedichte. 18.15:Matthias bringt leine Mutter über den Strom", Novelle von Karl Nils Nicolaus. 18.25:Der deutsche Angestellte zum Umbau Der Krankenkassen - Versicherung", Zwiegespräch. 19: ReichssenDung: Stunde Der Nation.Das große WanDern". Ein Hörspiel. 20.10: Von Hamburg: Die beiDen Schützen". Komische Oper von Albert Lortzing.

Freitag, 28. 3uli.

7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. Das Dr- ehester Des Westdeutschen Rundfunks. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Nachmittagskonzert. 18:Die Erhaltung Der bäuer­lichen Familie, eine Notwendigkeit des neuen deut­schen Staates", Vortrag von Dipl.-Landwirt Willy Völling, Limburg. 18.15:Der kommende Deutsche Volksempfänger". Von Dr. Fritz Noack. 18.25: Zeit­fragen 19: Reichssendung Stunde Der Nation. Die Nibelungenstraße". Ein Hörspiel. 20: Markt­platz Stuttgart: 15. Deutsches Turnfest Stuttgart 1933.Die Deutsche Saar". KunDgebung der Deut­schen Turnerschaft. 20.20: Von Hamburg:Monte Rosa". Von Der Reise Der Monte Rosa in die Nor­wegischen Fjorde. 21: Stuttgarter Festhalle: Volks­deutsche Kundgebung Der Deutschen Turnerschast, verbunden mit der Weihe des Banners des Ium» freifes Ausland. 22: 3 mal 5 Minuten. 23 bis 23.50: (auf den Deutschlandsender): Das junge Deutsch­land grüßt Italien.

Samstag, 29. 3uli.

7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert des West- sälischen Rundfunkorchesters. 14.20 Kleines Wochen­end (mit Einlagen). 15.30: Stunde der Jugend. 16.30 Karlsruhe: Aus deutschen Operetten. 17.15: 15. Deutsches Turnfest Stuttgart 1933. Handball- Endspiel der Deutschen Turnerschaft. 18:Der Marsch auf Rom", Erlebnisbericht von Professor Magnus Werner, Frankfurt a. M. 18.30: Wochen- schau. 19: Von Der Funkstunde Berlin: Reichssen- Dung: Stunde der Nation.Volk ans Gewehr!" Ein Bild Der Bewegung in fiieDern. 20.05: Von Königsberg (Kurgarten Zoppot): Festkonzert zu- gunsten Der Zoppoter Winterhilfe. 21.30: Von Der Festwiese: Nationale FeierstunDe zum 15. Deutschen Turnfest Stuttgart 1933. 23.10: Von Berlin: Tanz- mvfik.

rahmt von einer Festwoche, welche größere Kon­zertveranstaltungen, Gartenfeste, ein Kinderfest, ein Fest zum Besten des Arbeiterpersonals vor­sieht. Eine besondere Note erhalten die Konzerte durch das Gastspiel des Musikkorps des 15. In­fanterie-Regiments Kassel unter Leitung des Obermusikmeisters S t e i n k o p s f.

3m V-Zug bestohlen.

WSN. Darmstadt, 21. Juli. Am Don­nerstag gegen 12 älhr wurde einem Baumeister aus Düsseldorf in dem Schnellzug Heidelberg- Frankfurt kurz vor Darmstadt die Brieftasche mit 3000 Mk. Inhalt von unbekannten Tätern gestohlen.

Großfeuer in Eschbach.

WSN. Ufingen, 20. Juli. Das außerhalb des Ortes Eschbach belogene Sägewerk von Wilhelm S ch m i d t ist in der Nacht zum Dienstag vollständig nieDergebrannt. Gegen 3 Uhr wurde Das Feuer be­merkt, unD als Die erste Hilfe am BranDort erschien, hatten Die Flammen Das gesamte Besitztum ergriffen. Die Feuerwehr griff tatkräftig ein. Doch konnte sie nichts mehr retten. Sämtliche Räume, Die wertvolle Dampfmaschine, Die Holzbearbeitungsmaschinen unD Das gesamte Werkzeug wurDen vernichtet. Alle Beerensträucher sind verbrannt, das Gemüse und die Kartoffeln wurden vernichtet, und die Obstbäume haben sehr unter Der Feuersglut gelitten. Sogar die Bohnenstangen fingen Feuer und brannten zum großen Teil nieder.