II
SJL-'fport
Don Tschammer-Osten ^eichssport-Führer.
Der Herr Reichsminister des Innern. Dr. F r i d, hat an den bisherigen kommissarischen Führer des deutschen Sports ein Schreiben gerichtet, tn dem er zum Ausdruck bringt, daß das deutsche Turn- und Sportleben durch die Schaffung des Reichsführerrings eine neue Grundlage gefunden habe. Indem ich Ihnen hierfür meinen besonderen Dank ausspreche, so fährt Dr. F r i d weiter fort, ziehe ich den Ihnen erteilten kommissarischen Auftrag zurüd und ernenne Sie zum Reichssportführer.
Oer Turnverein 1846 Gießen beim Deutschen Turnfest.
Dem Ruf aus Stuttgart folgt auch der Turnverein 1846 Gießen. Mit etwa 60 Teilnehmern füllt er einen ganzen Wagen Les Bezirkssonderzuges, der am Mittwoch, 26. Juli, 8.49 Uhr, den hiesigen Bahnhof verläßt. Auch in Stuttgart selbst bei den turnerischen und festlichen Veranstaltungen wird der Verein, seinem alten guten Ruf entsprechend, würdig vertreten sein.
Zweimal schon brachten Deutsche Turnfeste dem Verein und der Stadt Gießen höchste turnerische Ehren. Beim 3. Deutschen Turnfest 1863 in Leipzig war es der vor nicht allzu langer Zeit in Amerika verstorbene Hermann H anstein, der die hohe Ehre eines 1. Turnfestsiegers heimbrachte und vom letzten, dem 14. Deutschen Turnfest 1928 in Köln kehrte Karl R e u t e r als 1. Zwölfkampf- und Turnfestsieger zurück. Bei 14 Deutschen Turnfesten gab es 12 Turner, und Turnvereine, die einen 1. Turnfestsieg erringen konnten (beim ersten, zweiten und vierten gab es keine Wettkämpfe und beim letzten Turnfest zwei 1. Sieger). Die siegenden Vereine waren dreimal der Mtv. München, zweimal der To. 1846 Gießen und je einmal Tv. Frankfurt a. M., Mtv. Stuttgart. Tkl. Hannover, Tschft. Berlin, To. Vorwärts Breslau, Tschft. Südost Leipzig und Tv. Aurora (Amerika). Vergleicht man Namen und Größe dieser Städte und Vereine, dann dürfen die Stadt Gießen und der To. 1846 ganz besonders stolz auf ihre Erfolge sein, zumal ihre beiden Turnfestsieger auch Söhne der Stadt und aus dem To. 1846 heroorgegangen sind.
Bei den Wettkämpfen des kommenden 15. Deutschen Turnfestes in Stuttgart wird der Verein wieder mit 4 Turnern im Zwölfkampf, der Krone aller Wettkämpfe, 2 Turnerinnen und 2 Schwimmern vertreten sein. Es sind dies Kurt Reuter, Karl Schick, die Zwillingsbrüder Ludwig und Heinrich
Trotz der frühen Morgenstunden war in den Straßen des Weltbades Baden-Baden ein Riesenbetrieb, als bei schönstem Wetter um 5 Uhr die Wagen der Klasse bis 1000 ccm und die großen Beiwagenmaschinen auf die lange, überaus beschwerliche Reise geschickt wurden. Am Startplatz in der Lichtentaler Allee drängten sich die Schaulustigen und die Unentwegten, die immer mit dabei sind. Unter brausendem Jubel setzten sich die Wagen in Bewegung.
Als erster ging der Zschopauer Hennig auf D6W. vom Start
und in kurzen Abständen folgten die übrigen Teilnehmer. Um 7 Uhr morgens waren 64 Wagen und alle abgenommenen 35 Beiwagenmaschinen unterwegs. Die Absperrung durch, die Motor-SA. war mustergültig, so daß die Fahrer gleich mit größter Geschwindigkeit losfahren konnten. Auf der ziemlich kurvenreichen Strecke nach Gernsbach gab es bereits einige leichte Unfälle, die aber für die Fahrer und Maschinen glimpflich ausgingen. Pech hatte der Nürnberger Ardie-Fahrer Lehner, der bei einem leichten Sturz seine Maschine beschädigte und durch die notwendige Reparatur zu einem unfreiwilligen Aufenthalt gezwungen wurde. Die erste Kontrolle wurde von den Teilnehmern passiert. Ein leichter Regen machte die kurvigen Straßen ziemlich rutschig, trotzdem verringerten die Fahrer das Tempo kaum und Unfälle waren nicht zu verzeichnen. Als erster
Die Hessische Bauernkammer veranstaltete durch das Tierzuchtamt in Gießen eine Bezirtstierschau für den Kreis Gießen für Hessisches Fleckvieh, Vogelsberger Vieh, Deutsche Cdelschweine, veredelte Landschweine und Ziegen. In der Gruppe Fleckvieh waren in acht Cin^elklasfen 129 Tiere zum Wettbewerb gemeldet, in der Klasse Familien lagen 14 Meldungen vor. Außerdem waren noch zwei kleine Sammlungen von Züchtern und vier große Sammlungen gemeldet. Die Gruppe Vogelsberger wies ebenfalls eine recht gute Beschickung auf. Hier waren für acht Cinzelklassen 70 Tiere gemeldet und außerdem acht Familien und drei große Sammlungen.
Die Beschickung der Gruppe Schweine kann mit 75 Rummern, die sich in acht Einzelklassen bewarben, als recht hoch bezeichnet werden. Auf das Deutsche Edelschwein entfielen hiervon 34 Tiere, während für das veredelte Land- fchwein 41 Tiere gemeldet waren. — Die Gruppe Ziegen wies eine Beschickung von 65 Tieren auf, die in fünf Einzelklassen konkur- rierten. In der Sammlungsklasse traten nur zwei Ortsvereine in Wettbewerb. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis:
Gruppe Fleckvieh.
Bullen, 12 bis 16 Monate alt: Es erhielten 2. Preise: Heinr. Holler und Heinr. Müller XI., Ober-Hörgern: 3. Preise: Otto Köhler I., Langsdorf, und Wilh. Klotz III., Holzheim.
Bullen, 16 Monate bi s zu 2 Iahre alt: 2. Preis: Richard Schmidt, Kolbenmühle bei Harbach: 3. Preis: Heinr. Holler, Ober- Hörgern.
Bullen, älter als 2 Iahre alt: Den Ehrenpreis gestiftet vom Kreisrinderzuchtverein für Hessisches Fleckvieh erhielt die Gemeinde
Herbert, die Turnerinnen Mathilde Koch und Ria Philipp, die im Siebenkampf, und die Schwimmer Christian Ziegler und Fritz Werner, die auf ihrem Sondergebiet den schlichten Eichenkranz erringen wollen.
Eine Voraussage über die möglichen Erfolge ist schwer zu machen, aber es besteht gute Hoffnung, daß alle Wettkämpfer dem guten Namen des Vereins wieder neue Ehren bringen. Aller Augen find natürlich auf den Kölner Turnfestsieger Karl Reuter gerichtet. Sicher ist, daß er in seinem Können im Geräteturnen seit Köln 1928 nicht nachgelassen hat, obwohl er inzwischen die Grenze der Jahre erreichte, bis zu der man noch Fortschritte erzielen kann. Aber in den volkstümlichen Hebungen, in denen er in Köln im Zwölfkampf Bester war, wird er seine damaligen Leistungen nicht mehr erreichen können. Immerhin ist die Hoffnung berechtigt, daß Karl Reuter auch in Stuttgart guten Erfolg haben wird.
So fährt der Tv. 1846 Gießen voll froher Erwartung und von besten Wünschen begleitet zum großen Deutschen Turnfest nach Stuttgart, das nach allem, was darüber bekannt wurde, nicht nur ein Fest der Turner, sondern des gesamten nationalen Deutschland sein wird.
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Das offizielle Festabzeichen, das alle Teilnehmer am 15. Deutschen Turnfest während der Stuttgarter Tage tragen.
traf um 6.32 Uhr der Beiwagenfahrer Schreiber- Berlin auf BSA., herzlich begrüßt von den zahlreichen Zuschauern in dem Stuttgarter Vorort Degerloch ein, aber schon zwei Minuten später erschien der erste Wagenfahrer Meffert auf DKW. Geschlossen fuhr die Brennabor-Mannschaft durch den Ort. Bis 7.45 Uhr waren fast alle Fahrer der um 5 Uhr gestarteten Fahrzeuae durch Stuttgart gekommen. Es fehlten lediglich vier Beiwagenmaschinen und ein Wagenfahrer.
Die Reiseroute.
Die 2000-Kilometer-Fahrt führt von Baden-Baden über Stuttgart, München, Chemnitz, Berlin, Köln nach Baden-Baden. Für den Absperrungsdienst auf der gesamten Strecke sind 80 000 Mann von der Motor-SA., SA. und SS. eingestellt. Der Nachrichtendienst unter Anwendung der modernsten Mit- tel ist sehr gut organisiert: es finden Polizeifunk, Radio und Großlautsprecher Anwendung.
An der Fahrt beteiligten sich 486 Fahrer.
In der Hauptsache werden deutsche Fabriken wie Daimler, Benz, Auto-Union, Opel, Röhr und BMW. das Rennen bestreiten.
Die Fahrer werden in den späten Nachmittagsstunden in Berlin eintreffen. Um den Verkehr in der Reichshauptstadt nicht allzu sehr ins Stocken zu bringen, werden die Rennfahrer nur die weniger besiedelten Randorte berühren.
Ober-Hörgern, den 1. Preis die Gemeinde Grü- ningen, einen 2. Preis die Gemeinde Ober-Hörgern, zwei 3. Preise erhielt die Gemeinde Langsdorf.
Kalbinnen, erkennbar trächtig: Den Ehrenpreis gestiftet vom Kreisrinderzucht- vereln für Fleckvieh erhielt eine Kalbin von Iakob Wenzel II., Langsdorf. 1. Preise erhielten: Hermann Medemann, Eberstadt, und Karl Walz V., Lich: 2. Preise: Eduard Paulh, Otto Köhler I., Emil Bausch, Langsdorf, Karl Rathes, Lich und Heinr. Säger II., Ober-Hörgern: 3. Preise: Hermann Ihring, Lich, Ehr. Schäfer I Grüningen, Wilh. Roth VI., Langsdorf, Wilh. Dingel, Grüningen, und Kasp. Langsdorf IV. Leihgestern.
Kuh e, erkennbar trächtig mit 1 bis 2 Sälbern; Es erhielten 1.Preise: Heinrich Gorlach, Ober-Hörgern, Fr. Karl Schäfer Wwe Grüningen, und Heinrich Wetz III., Holzheim: 2. Preise: Eugen Weil, Ober-Hörgern, Karl Walz V., Lich, und Christ. Schäfer I., Grüningen:
Prelle: Christ. Schäfer I., Grüningen, Karl Ehr Wolf, Lich, Wilh. Reuhl, Ober-Hörgern, Philipp Keck, Lich, Karl Marsteller 1., Grüningen und Wilh. Lotz II., Ober-Hörgern.
Kühe, in Milch mit 1 bis 2 Kälber n: Hier erhielten 1. Preise: Philipp Keck, Lich, und Georg Langsdorf V., Leihgestern' 2. Preise: Karl Rathes, Lich, und Heinrich Schmidt!., Langsdorf: 3. Preise: Karl Ehr. Wolf, Lich, Friedr. Bommersheim, Langsdorf und Wilh. Lotz II., Ober-Hörgern.
Kü he, erkennbar trächtig mit 3 und mehr Kälbern: Einen Ehrenpreis gestiftet vom Kreisrinderzuchtverein für Hessisches Fleckvieh erhielt Heinr. K. L. Schäfer, Lich. Weiter erhielten 1. Preis: Fr. Fauerbach, Eberstadt: 2. Preise: Heinr. Müller VIII., Ober-Hörgern,
Heinrich Jäger II., Ober-Hörgern, und Karl Zimmer, Lich: 3. Preise: Karl Ludwig Albach II., Lich, Christ. Ludwig Fischer, Lich, Christ. Adam Jsheim, Grüningen, Gustav Krausch, Birklar, und Heinrich Müller II., Birklar. ’
Kühe, in Milch, mit 3 und mehr Kälbern: Den Ehrenpreis, gestiftet von Kreisrinderzuchtverein für Hessisches Fleckvieh, erhielt Ludwig Schmidt I., Langsdorf. Einen 1. Preis erhielt Adam Hofmann, Langsdorf. Weiter erhielten 2. Preise: Heinrich Karl Ludwig Schäfer, Lich, Wilh. Lotz II., Ober-Horgern, Otto Bück, Langsdorf und Chr. Ludwig Fischer, Lich: 3. Preise: Karl Nathes, Lich, Ludwig Weber Langsdorf, Otto Bück, Langsdorf, Karl Leidich Hl., Grüningen, Wilhelm Bingel, Grüningen und Heinrich Steuernagel III., Nieder-Bef- singen.
Familien: Einen Ehrenpreis erhielt Friedr. Fauerbach, Eberftadt, einen 1. Preis Heinr. K. Ludw. Schäfer, Lich: 2. Preise: Ludw. Schmidt I, Langsdorf, Adam Hofmann, Langsdorf und Wilhelm Bingel, Grüningen; 3. Preise: Heinr. Jäger II, Ober-Hörgern, Hermann Ihring, Lich, Jakob Wenzel II, Langsdorf und Karl Nathes, Lich.
Kleine Sammlungen: Hier erhielt Heinr. Jäger II, Ober-Hörgern, einen 3. Preis.
Große Sammlungen: Einen 1. Preis erhielt der Ortsoerein Ober-Hörgern, einen 2. Preis der Ortsverein Lich und 3. Preise: die Ortsvereine Langsdorf und Grüningen.
Leistungswettbewerb, Kühe bis 6 I a h r e a l t: 1. Preise erhielten: Ludw. Schmidt I, Langsdorf u. Heinr. Schiel I, Langsdorf; 2. Preise: Heinr. Jäger II, Ober-Hörgern, Otto Köhler I, Langsdorf und Wilh. Roth VI, Langsdorf; Kühe über 6 Jahre alt: Es erhielten: einen Ehrenpreis Karl Ludw. Albach II, Lich, einen 1. Preis: Adam Hofmann, Langsdorf; 2. Preise: Heinr. Jäger II, Ober-Hörgern und Wilh. Roth VI, Langsdorf; 3 Preise: Heinr. Karl Ludw. Schäfer, Lich, Karl Ludw. Albach II, Lich und Wilh. Bingel, Grüningen.
Gruppe Vogelsberger.
Bullen, 12 bis 16 Monate alt: Einen 1. Preis erhielt die Gemeinde Lang-Göns.
Bullen, 16 Moate bis zu 2 Jahre alt: Einen 2. Preis erhielt Heinr. Münch I, Großen- Buseck und einen 3. Preis Herrn, von Eiff, Grünberg.
Bullen, älter als 2 Jahre: In dieser Klasse siegte ein Bulle der Gemeinde Watzenborn- Steinberg und erhielt einen Ehrenpreis,. gestiftet vom Kreisrinderzuchtverein für Vogelberger Vieh: 2. Preise erhielten die Gemeinden Großen-Buseck und Reiskirchen.
Kalbinnen, erkennbar trächtig: Es erhielten 2. Preise: Heinrich Wagner VI, Großen- Buseck und Prinz Ludwig, Mühlsachsen; einen 3. Preis: Konr. Münch V, Großen-Buseck.
Kühe, erkennbar trächtig, mit 1 bis 2Kälbern:Jn dieser Klasse siegte eine Kuh von Heinr. Albach X, Burkhardsfelden und erhielt einen Ehrenpreis, gestiftet vom Kreisrinderzuchtoerein für Vogelsberger Vieh, einen 1. Preis erhielt Herm. Velten, Gobelnrod: einen 2. Preis Prinz Ludwig, Mühlsachsen; 3. Preise: Ludw. Becker II, Steinbach, Karl Sommer, Lang-Göns, Otto Heß, Lang-Göns und Heinr. Harbach VIII, Großen-Buseck.
Kühe, in Milch, mit 1 bis 2 Kälb ern : 2. Preise erhielten: Heinr. Harbach VIII, Großen- Buseck, Herrn. Velten, Göbelnrod und Ernst Pein, Nieder-Bessingen; 3. Preise: Heinr. Müller V, Lang-
OieRegelung der Saisonschlußverkäufe imAugust!933.
Das Einigungsamt der Industrie- und Handelskammer zu Berlin und der Handwerkskammer zu Berlin für Wettbewerbsstreitigkeiten hält es für gegen die Bestimmungen verstoßend, wenn Ankündigungen über den Saisonschlußverkauf früher als 24 Stunden vor Beginn am und im Geschäftslokal angebracht werden. Eine frühere Ankündigung erscheint deshalb unzulässig, weil das kaufende Publikum in solchen Fällen die Saisonschlußoerkaufspreise schon vor Beginn des Verkaufs verlangen würde und dieses Verlangen in den meisten Fällen nicht wird verweigert werden können. Damit würde automatisch der erst am 1. 8. zulässige Beginn des Verkaufs voroerlegt werden. Ankündigungen in Zeitungen find vor Beginn des Saisonschlußverkaufs allgemein unzulässig, da hierin die Vorwegnahme des Verkaufs liegen würde. Die Ankündigung „auf alle Waren ... Prozent Rabatt" ist, darauf weist das Einiaungsamt ganz besonders hin, mit dem Sinn und Zweck des Saisonschlußverkaufs nicht zu vereinbaren und daher unzulässig. Der Sinn des Saisonschlußverkaufs ist die beschleunigte Räumung solcher Waren, die einem schnellen Modewechsel unterworfen sind. Auch ist es unzulässig, wenn in die im August stattfindenden Verkäufe Winterbekleidung und Gegenstände der kommenden Wintersaison hineingenommen werden. Dieser Beschluß wird von der Industrie- und Handelskammer zu Berlin durchaus gebilligt.
* Cin Einheitsverband im Bausparwesen. Wie WTB.-Handelsdienst von gut unterrichteter Seite erfährt, ist in der Frage der Gründung eines Einheitsverbandes im Bau- sparwesen nunmehr eine grundlegende Klärung eingetreten. Bekanntlich ging vor kurzem durch die Presse die Rachricht, wonach auf Grund einer Verfügung vom 1. Iuli 1933 die Reichskommissare Dr. W a g e n e r und Dir. Möllers angeordnet hätten, daß die bestehenden Bausparkassenverbände oufzulösen und zu liquidieren seien, und daß unter dem Ramen „Reichsgemeinschaft der Deutschen Bausparkassen" ein neuer Einheitsverband zu gründen sei. Durch Erlaß des Herrn Reichswirtschaftsministers vom 20. Iuli 1933 ist diese Verfügung für rechtsungültig erklärt worden. Die für den 21. Iuli einberufene Gründungsversammlung wurde infolgedessen abgesagt. Nachdem in der GD. vom 29. Iuni des Reichsverbandes Deutscher Bausparkassen Vorstand und Verbandsrat neugewählt worden sind und Iustizminister Kerrl den Vorsitz im Ver- bandsrat übernommen hat, bildet der Reichsver- band nunmehr endgültig die Plattform für den Aufbau des geplanten und dringend notwendig gewordenen Einheitsverbandes.
Frankfurt schwächer.
Frankfurt a.M., 22. Iuli. (WTD. Drahtmeldung.) Die Wochenschlußbörse hatte trotz des Ausfalls der Berliner Börse keinen. Ordereingang zu verzeichnen, so daß die Amsatztätigkeit beinahe gleich Rull war. Die neuerlichen Kurs-
Göns, Karl Müller IV, Lang-Göns, Karl Keblowsky, Nieder-Bessingen und Ernst'Pein, Nieder-Bessingen.
Kühe, erkennbar trächtig, mit drei und mehr Kälbern: Den Ehrenpreis, gestiftet vom Kreisrinderzuchtverein für Vogelsberger Vieh, errang in dieser Klasse eine Kuh von Fr. Karl Märle-Lich. Einen 1.Preis erhieltSebastianSchmidt- Reiskirchen, 2. Preise: Otto Heß, Lang-Göns, und Heinrich Albach X., Burkhardsfelden, zweimal; 3. Preise: Heinrich Münch I., Großen-Buseck, Ludwig Scheid V., Großen-Buseck, Ludwig Schmitt V., Watzenborn-Steinberg, zweimal und Karl Keblowsky, Nieder-Bessingen.
Kühe in Milch, mit drei und mehr Kälbern: Hier siegte eine Kuh von Karl Müller IV., Lang-Göns, und erhielt einen Ehrenpreis, gestiftet vom Kreisrinderzuchtverein für Vogelsberger Vieh. Einen 1. Preis erhielt Heinrich Har- bach VIII., Großen-Buseck: 3. Preise: Heinrich Müller V., Lang-Göns, und Heinrich Scheid VI!., Großen-Buseck.
Familien: Den Ehrenpreis, gestiftet vom Verband mitteldeutscher Rotoiehzüchter, erhielt Karl Keblowsky, Nieder-Bessingen; 2. Preise erhielten: Heinrich Harbach VIII., Großen-Buseck, und Prinz Ludwig, Mühlsachsen; 3. Preise: Heinrich Albach X., Burkhardsfelden, und Otto Heß, Lang-Göns.
.. ® r ° & £L®.a m1 u n g e n : Den 1. Preis er- hielt der Bezirk Gießen, den 2. Preis der Bezirk Großen-Buseck und den 3. Preis der Bezirk Grün- berg.
Gruppe Ziegen.
Böcke, 1 Jahr alt: Es erhielten einen ersten Preis Gemeinde Hattenrod, einen 3. Preis Gemeinde Watzenborn-Steinberg.
Böcke, 2Jahre und älter: Einen 1. Preis erhielt die Gemeinde Großen-Buseck, 2. Preise: Gemeinde Großen-Buseck und Heinrich Panz, Gießen.
Ziegen, 1 Jahr alt: Den Ehrenpreis, gestiftet vom Kreisziegenzuchtverein Gießen, erhielt Heirich Münster, Hattenrod. Einen 1. Preis Heinrich Münster, Hattenrod, 2. Preise: Balth. Pfeif- fer VII., Großen-Buseck, Karl Görlach III., Eberstadt, Heinrich Panz, Gießen; 3. Preise: Wilhelm Wagner I., Großen-Buseck, August Petry, Hattenrod, Karl Weiß !., Watzenborn-Steinberg, Heinrich Scheid III., Harbach, Christ. Scheid VI., Großen- Buseck, und Jakob Lerch, Lich.
Ziegen, 2 Jahre alt: Es erhielten den Ehrenpreis, gestiftet vom Kreisziegenzuchtverein Gießen, Christ. Scheid VI., Großen-Buseck, einen 1. Preis Heinrich Münster, Hattenrod; 2. Preise: Ludwig Scheid V., Großen-Buseck, Heinrich Maul, Hattenrod, und Karl Hühnermund, Gießen; 3. Preise: Karl Görlach III., Eberstadt, August Sieg, Hattenrod, Karl Kd. Herm. Ledermann, Lich, Heinrich Harbach VIII., Großen-Buseck, Heinrich Scheid VII., Großen-Buseck, und Heinrich Scheid III., Harbach.
Ziegen, 3 Jahre und älter: Den Ehrenpreis des Kreisziegenzuchtoereins Gießen erhielt Heinrich Münster, Hattenrod. Weiter erhielten: 1. Preise: Heinrich Vogel, Gießen, und Wilhelm Wagner I., Großen-Buseck, 2. Preise: Balth. Pfeiffer VII., Großen-Buseck, Wilhelm Scheid III., Großen-Buseck, Fritz Esau, Großen-Buseck, und Heinrich Holz, Steinberg; 3. Preise: Ludwig Fink, Steinberg, Adam Zinn, Gießen, Heinrich Becker, Gießen, und Heinrich Rau IV., Hattenrod.
Sammlungen: Den 1. Preis erhielt der Ortsverein Großen-Buseck, den 2. Preis der Ortsverein Hattenrod.
Verluste an der Reuhorker Börse wie überhaupt die ungeklärte Lage drüben hatten die Zurückhaltung weitgehender Börsenkreise verstärkt und meist kleine Abgaben zur Folge gehabt. Die Rückgänge bewegten sich indessen in engen Grenzen und. hielten sich meist innerhalb 1 Prozent, zumal das Angebot nur klein war. Cs eröffneten IG.-Farben 0,38 Prozent, Gesfürel, Be- kula, Siemens, Klöcknerwerke und Phönix bis zu 1 Prozent niedriger. Anderseits konnten sich Reichsbank bei kleiner Rachfrage um 1 Prozent, AG. für Verkehrswesen um ebenfalls 1 Prozent und Mansfelder aus dem bekannten Grunde um 0,5 Prozent erhöhen. Hapag setzten mit 14,5 und AEG. mit 21,5 Prozent unverändert ein. Nach den ersten Notierungen waren einzelne Papiere um Bruchteile eines Prozentes erholt, wobei man auf die weitere Abnahme der Ar- be'tslofenziffem verwies.
Auch der R e n t e n m a r k t lag fast geschäftslos. Von Deutschen Anleihen eröffneten Altbesitz D,38 Prozent niedriger, Reubesih waren etwa 20 Pf. höher, während Reichsschuldbuchforderungen in mittleren und späten Fälligkeiten behauptet blieben. Von fremden Werten konnten sich 5prozentige Aeußere Goldmexikaner etwas befestigen.
Im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Belebung, die Kursbildung war nicht ganz einheitlich. Erholungen traten jedoch nicht ein. Reichsbank, Mansfelder gingen um je 0,50 v. H. und Siemens um 1 o. H. zurück. Ferner kamen Rütgerswerke, Lah- meyer und Schuckert je 1 v. H. schwächer zur Notiz. Am Montanmarkt waren Mannesmann etwas höher, Deutsche Anleihen lagen weiter ruhig und ohne nennenswerte Veränderungen. Der Pfandbriefmarkt lag überwiegend nachgebend. Gold- und Liquidationspfandbriefe sowie Kommunalobligatio- nen gingen um 0,50 bis 1 v. H. zurück. Stadtanleihen urw Staatsrenten sowie Jndustrieobligationen lagen aeschaftslos. Von fremden Werten war die Lage für Schweizerische Bundesbahnanleihen bisher noch le^cn^en^m*^e^ ‘ Kaffamarkt erschienen Grün & Bilfinger erneut mit Minus-Minus-Zeichen, die Xaje ermäßigte sich auf ca. 170 v. H. (zuletzt amtlich ld3 v. H.), dagegen war Klein-Schanzlin mit Pluszeichen angeschrieben und zu 43 etwa 3 v. H. höher. Tagesgeld blieb leicht und zum Satz von 3 o. H. unverändert.
Wettervoraussage.
Durch die flache Störung über Deutschland bringt noch etwas kühlere und feuchte Luft vor, welche Anlaß zu Gewittern oder gewitterigen Schauern gibt. Mit dem Luftdruckanstieg von Westen her wird aber später die Störungs- tatigteit wieder beseitigt.
„ Achten für Sonntag: Roch einzelne Gewitterstörungen oder Riederschläge, etwas kühler, aber auch leicht wolkig und aufheiternd.
Lufttemperaturen am 21. Juli: mittags 26,9 Grad Celsius, abends 19,0 Grad: am 22. Juli: morgens 18,2 Grad. Maximum 27,8 Grad, Minimum 16,1 Arad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe nm abends 26,5 Grad; am 22. Juli: morgens 20,0 Grad Celsius. — Niederschläge 8,5 mm. — Sonnenscheindauer 1/4 Stunden.
Die 2000-Kilonieterfahrt gestartet.
(Stuttgart von fast allen Fahrern passiert.
Die Bezirkstierschau in Lich.
Ergebnisse der Prämiierung.
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