Ausgabe 
22.7.1933 Erstes Blatt
 
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21. Juli. Die Abendbörse i»cn Linie in sehr ruhi- se übte Zurückhaltung, ob* Stillstand der Daisse ge- die Kundschaft fast völlig ntwickelte sich s° g"e war die Stimmung etwas die berliner Schluyrum baubtet, nur Acichsbank-

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Samstag, 22. Juli 1933

183. Jahrgang

Nr. 169 Erstes Blatt

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer t>is zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe

für Anzeigen von 23 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrist 20 mehr.

Chefredakteur.

Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton DrJj.Ibgriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den An- zeigertteil L D.TH.Kümmel fämtlich in Gießen.

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert, Gießener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholl.

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GietzenerAnzeigcr

General-Anzeiger für Oberhesfen

Drud und Verlag: vrühl'sche Univerfiläis Such- und Steinörndcrei R. Lange in Sieben. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7.

Das Reichskonkordat mit dem Vatikan

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Freiheit des Bekenn

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Der zu den am

XL zu Ihrem Bevollmächtigten Seme lirni« iitu0, den Hochwürdigsten Herrn Kardinal Eu g e n Pacelli, Ihren Staatssekretär, der Herr Präsi­dent des Deutschen Reiches zum Bevollmächtigten ernannt, den Vizekanzler des Deutschen Reiches Herrn Franz von Papen, die, nachdem sie ihre beiderseitigen Vollmachten ausgetauscht und in guter und gehöriger Form befunden haben, über fol­gende Artikel übereingekommen sind:

gegeben bat, der reihe s i ch bald In d i e Spendenden ein, da das Kapital der Stif­tung in Ansehung ihres hohen sozialen Werte» nicht hoch genug fein kann. Zahlungen für dieStiftung für Opfer der Arbeit" erfolgen durch alle Banken oder ?o ft an ft al­ten (Postscheckkonto Berlin Ar. 120) an die Aeichskreditgesellschaft Berlin oder an die Reichs- bank.

Berlin, 21. Juli. (CAB.) Der Bölk. Bc> obachter ist in der Lage, eine Reihe bedeutungs­voller Angaben über das riesenhafte Projekt der Schaffung eines Betzes von Autobahnen zu machen. Danach sind d i e Geländefragen bereits gelöst und mit der Vergebung der Arbeiten ist schon begonnen worden. Aach Er­ledigung der umfangreichen Vorarbeiten soll i n etwa ach t Wochen der erste feierliche Spatenstich ersolgen, den aller Voraussicht nach Reichskanzler Hitler selbst vor­nehmen wird. Durch den Dani der ersten 300 Kilometer langen Teilstrecke erhalten 1 3 000 Volksgenossen Arbeit und Brot. Die Arbeiten sollen so gefördert werden, daß dieerste Teilstrecke bereits im September näch - ft en Jahres fertigte ft eUt sein wird.

Generaldirektor Willy Hof, der Mitarbeiter des von Adolf Hitler zum Generalinfpekteur für das Straßenwesen berufenen Dr. - Ing. Fritz Todt, erklärte zu dem gewaltigen Plan: Der Reichskanzler ist der Vater der deutschen AutobahnenI Mit raschem Entschluß hat er das deutsche Autostrahenneh in Angriff genorn-

Berlin, 22. Juli. (Tel.-Un.) Das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich beginnt mit folgenden Worten:

Se. Heiligkeit, P a p st Pius XI. und der Prä­sident d e s Deutschen Reiches, von dem gemeinsamen Wunsche geleitet, die zwischen dem Hei- lichen Stuhl und dem Deutschen Reich bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu festigen und zu fördern, gewillt, das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem Staat

die helfen". Mit diesem schönen Spruch weist der Kanzler nochmals auf den dem Hilfswerk zugrundeliegenden großen Gedanken der Volks­gemeinschaft hin. Das Bild wird denjenigen Spendern übermittelt, deren Gaben, ohne daß es irgendwie auf die Höhe des Be­trages ankommt, eine opferbereite Be­tätigung der Gemeinfchaftsgefin- nung barftellt. Wer für die Hinterbliebenen der tödlich verunglückten Arbeiter noch nichts

Das neue ülutobahneimeh wird in Angriff genommen

Oie erste Teilstrecke innerhalb eines Jahres fertiggestellt. - Ankurbelung der Krastverkehrswirtschast. - Große Vorteile für die Fremdenindustrie.

werden zwischen Italien un

reich. Und in der Tat scheint sich nach den bis-

Der Reichskanzler dankt Wehrkreispfarrer Muller.

B e 11 i n , 22. Juli. (DTR. Funkspruch.) Der Herr Reichskanzler hak an Wehrkreispfar­rer Müller folgendes Schreiben gerichtet:

München-Berchtesgaden, 19. Juli 1933.

Lieber Herr Pfarrer!

Zum glücklichen Abschluß des großen Reform- und Einigungswerkes der Evangelischen Kirche möchte ich Ihnen herzlichdanken. Richt nur, daß Sie selbst schon vor vielen Jahren für dieses Werk der Herstellung einer einigen Reichskirche eingetreten sind, haben Sie als mein Vertrauens­mann Außerordentliches für die Ver­wirklichung dieser großen Idee geleistet. Ihnen und den Deutschen Christen wird trotz allen Anfeindungen die Geschichte einmal das Zeugnis ausffellcn, eine der entscheidend ft en Ta­ten der religiösen (Beftaltung des L e - bens unseres Volkes gewollt, gefördert und am Ende mit vollbracht zu haben.

Ich möchte daher Ihnen und den Deutschen Chri­sten danken und Sie auch für alle Zukunft meines besonderen vertrauens versichern.

Mit deutschem Gruß

gez. Adolf Hitler.

Aus dem 34 Artikel umfassenden Vertragswerk sind besonders wichtig zunächst die Artikellund 2, die folgendermaßen lauten:

Artikel 1: Das Deutsche Reich gewährleistet d i e

Kür die Opfer der Arbeit.

Reichskanzler Adolf Hitler stiftet fein Bild den Spendern

für den Gesamtbereich des Deutschen Reiches in einer beide Teile befriedigenden Weise dauernd zu regeln, haben beschlossen, eine feierliche Ueberein- kunft zu treffen, welche die mit einzelnen deut­schen Ländern abgeschlossenen Konkordate ergän­zen und auch für d i e übrigen Länder eine in den Grundsätzen einheitlicheBehand- lung der einschlägigen Fragen sichern soll.

Zu diesem Zwecke haben Seine Heiligkeit Papst Pius XL zu Ihrem Bevollmächtigten Seine Erni-

Die Summe der Spende hat jetzt f a st Grenze von 5 Millionen M ark reicht. Alle Schichten des deutschen Volkes haben schon ein bewunderungsw u r d t - ges Zeugnis der wiedererwa ch t e n sozialen Verbundenheit des deutschen Volkes abgelegt. Unter dem Eindruck dieses Widerhalls hat Reichskanzler Adolf Hitler sich jetzt bereiterklärt, al» Anerkennung für die in den Spenden zum Ausdruck gebrachte foxtale Gesinnung sein neuestes Bild zur Ver­fügung zu stellen mit einem besonderen von ihm selbst stammenden und geschriebenen Denkspruch Für Jeden, der fällt, zehntausend,

frage zwischen Deutschland und Frankreich ist.

Wie durch den neuen Pakt, durch das Eingreifen Englands und Italiensüber dem offenen Raume zwischen dem deutschen und dem französischen Volke eine Brücke errichtet wird, über die man von neuem zu Verhandlungen gelangen kann", so kann durch ihn in gleicher Weise auch eine Brücke geschlagen

Der Viermächtepakt ist keineswegs-ein Abschluß: er ist vielmehr gedacht a l s Anfang einer zehnjährigen Friedensperiode, die Die vier Großmächte Europas garantieren. Für die Abrüstungsfrage legt der Pakt eine erneute gemeinsame Prüfung der durch die Abrüstungs­konferenz nicht erledigten Fragen fest. Diese Auf- gäbe kann akut werden, wenn Hendersons euro­päische Rundfahrt zu positiven Ergebnissen nicht führt. Aber schließlich bilden Abrüstungs- und Sicherheitsfragc nur einen, wenn auch grund­legenden Ausschnitt des Gesamtkomplexes der durch das Versailler Diktat aufgerollten Fragen. Hier greift Artikel 2 des neuen Paktes ein, nach dem die Aussprache der vier Mächte den besonde­ren Zweck haben soll, die durch die Friedensver­träge geschaffene Lage zu prüfen und aus dieser Prüfung die Folgerungen zu ziehen. Wenn sich auch die französische Presse über den Revi- sionsgedanken des Paktes geflissentlich au»- schweigt, der Pakt ist, wie e» in der italienischen und englischen Presse klar zum Ausdruck kommt, ein Instrument für die etappenweise und fried­liche Berichtigung der Friedensverträge". Sehr treffend wird die Sachlage in einem Briefe Dr. Edvyn Devans an dieTimes" beurteilt; hier wird die These vertreten,daß das Abrüstungs­problem solange unlösbar bleiben müsse, als nicht das Diktat von Versailles in einen echten Vertrag umgewandelt worden sei". Auch für die W e 11 w i r t s ch a f t s k o n- serenz könnte der Viermächtepakt Anwendung finden, ebenso im Rahmen einer deutsch-französi- schen Aussprache für die durch das empörende Vorgehen der Saar-Regierung in Fluß gebrachte Saar frage, die ja ausschließlich eine Streit-

lang mißglücken Verständigungsversuchen eine ge­wisse Entspannung zwischen den beiden Staaten ab­zuzeichnen.

Die Erfahrungen, die Deutschland in der Nach­kriegszeit mit internationalen Vereinbarungen ge­macht hat, sind wenig ermutigend gewesen. Deutsch­land hätte daher allen Anlaß, einem neuen Pakt- abschluß skeptisch gegenüberzustehen. Wenn Deutsch­land trotzdem unter Zurückstellung eigener beson­derer Forderungen dem Pakte von Rom seine Zu­stimmung nicht versagte, so war das ein neuer schlagender Beweis für bie absolute Friedfertigkeit und generelle Ve r - ständigungsbereitfchast des neuen Deutschland, wie sie klar und eindeutig durch die große Kanzlerrede vom 17. Mai feftgelegt wurde. Wenn auch die andern Vertragspartner, insbeson­dere Frankreich, von dem gleichen ehrlichen Berstän- dlgungswillen beseelt sind, wie Deutschland, dann wird sich der Pakt von Rom als ein Instrument erweisen zur Ueberminbung ber Krise von Versail­les, als ein Instrument zu ruhiger und stetiger po- litischer wie wirtschaftlicher Entwicklung, als ein Instrument zur Befriebung Europas. Den Prüf- st e i n für ben Wert ober Unwert des Paktes aber wird bie Abrüstungsfrage btlben.

Berlin, 21. Juli. (TU.) In bie Freube an bem ersten Feiertag ber nationalen Ar­beit fiel bie erfchütternbe Kunbe von bem Berg- mannstob. Reichskanzler Adolf Hitler rief damals zur Errichtung einerStiftung für Opfer der Arbeit" auf, aus der in Zukunft die Hinterbliebenen aller deutschen Arbeiter, die in ihrem Beruf tödlich verunglückt sind, unterstützt werden sollen.Es darf nicht mehr vorkommen, daß in Zukunft solche Opfer der Arbeit auf bie

und eindeutige Frage, wie der Pakt von Rom in die politische Wirklichkeit zu übertragen wäre. Er muß in diese Wirklichkeit überfuhrt werden, wenn er nicht feinen Sinn und feine po­litische Tragkraft verlieren soll.

Die verschiedenen internationalen Friedensab- kommen der Nachkriegszeit, angefangen mit dem Völkerbundspakt, haben, wie die ßoearnooertrage und Der Kelloggpakt, keine Einleitung einer wirk­lichen Bereinigung der durch die Versailler Vorort- uerträge geschaffenen gewitterschwülen politlichi.n Atmosphäre bedeutet, zu einer Entspannung weder der europäischen noch der weltpolitischen ßage ge­führt. Wenn es um die Lebensfrage der Volker acht, wird und muß ein so heterogen zusammenge­setztes Gremium wie das Genfer Weltparlament an (einer eigenen Unfähigkeit scheitern. Die lebenswich­tigen Probleme der Völker können nur gelost und entschieden werden zwischen den dir e k t be­teiligten Mächten selbst, nicht aber auf bem Wege internationaler Konferenzen. Das Fiasko der Genfer Abrüstungskonferenz und der Londoner Weltwirtschaftskonferenz sind Zeugnisse für die Richtigkeit dieser Auffassung.

Der Viermächtepakt kann aber bei gutem und ehrlichen Willen aller Unterzeichnermachte eine reale Grundlage schaffen, von der aus über alle großen Fragen der europäischen Politik nicht nur geredet wird, sondern von der aus sie einer Lo­sung nähergebracht werden können; denn in ihm verpflichten sich die vier Mächte, von denen das Schicksal Europas abhängt, sichüber alle sie an- gehenden Fragen zu verständigen" unbeine aus bie Wahrung bes Friebens gerichtete Politik mirt» sanier Zusammenarbeit zwischen allen Mächten nach Kräften anzustreben."

Hendersons Besuch.

Aus feiner Runbfahrt nach ben europäischen Hauptstäbten hat Arthur Henberson, ber Prä­sident ber Abrüstungskonferenz in Berlin und Mün­chen geweilt unb Gelegenheit gehabt, bei der Rück­sprache mit dem Reichskanzler und den zuständigen Ressortministern den deutschen Standpunkt zu ber Frage der Fortführung ber Abrüstungskonferenz auf Grunb ber vorzubereitenben zweiten Lesung bes englischen Abrüstungsentwurfes kennenzulernen. Getreu ihrer bisherigen Politik wird die Reichsre­gierung unter Wahrung ihres grundsätzlichen Stand­punktes sicher alles getan haben, um die Mission Hendersons zu erleichtern und, wie es in der amt­lichen Verlautbarung heißt,einen Erfolg der Ab­rüstungskonferenz vorzubereiten." Aber das Gelingen der Abrüstungskonferenz und die Abrüstung selbst hängen nicht so sehr von dem ehrlichen Willen der abgerüsteten Möchte, als vielmehr von der Ein­sicht der hochgerüsteten Staaten ab. Das Schicksal der Abrüstungskonferenz liegt mehr ober minder in der Hand Frankreichs. Und man wird nicht behaupten können, daß die Zweifel an bem Abrüstungswillen Frankreichs behoben sinb. Im Gegenteil, eine Reihe französischer Kundgebun- gen aus ber letzten Zeit unb bie Einstellung ber französischen Presse zu ber endgültigen Unterzeich­nung des Viermächtepaktes müssen diese Zweifel nur verstärken.

Der ausschlaggebende Faktor für ein Gelingen der Abrüstungskonferenz ist eine Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich. Ein deutsch-französischer Ausgleich wäre der Schlüs- fei für die Zukunft der internationalen Beziehungen in Europa überhaupt. Der am 15. Juli in der Salla Mappamondo im Palazzo Venezia unterzeichnete Viermächtepakt, oder wie er in Der Geschichte ber internationalen Verträge heißen wirb ber Pakt iwi Rom schafft bie Möglichkeit direkter Aussprache zwischen beiben ßänbern. Sollte bie von Henderson vorgeschlagene Zusammenkunft zwischen dem deutschen Reichskanzler und dem französischen Mini­sterpräsidenten Daladier wirklich Tatsache werden unb man muß annehmen, baß Hendersons Vorschlag nicht völlig in der Luft schwebt, war ber Präsident ber Abrüstungskonferenz doch vorher in Paris und Rom so wäre eine solche Aussprache mit Rücksicht auf eine Klärung ber beutsch-sranzösischen Beziehun­gen begrüßenswert unb bedeutungsvoll. Aber bazu bebürfe es einer sehr sorgfältigen biplomatischen Vor­bereitung, wenn ein Fehlschlag oermieben werden soll, der bisher das Kennzeichen aller derartigen Zu­sammenkünfte gewesen ist. Die meisten deutsch-fran­zösischen Unterhaltungen haben nämlich in der sticki­gen Atmosphäre von Gens stattgefunden, wo man das Mißtrauen künstlich züchtet, wenn es nicht schon aus natürlichen Gründen vorhanden sein sollte. Trotz der Anwesenheit eines deutschen Botschafters in Pa­ris und eines französischen in Berlin sind alle Ver­suche direkte Beziehungen zwischen den beiden Na­tionen zu schaffen, gescheitert. Die Gesamtheit der SBe- Ziehungen zwischen beiden Ländern ist von Grund auf vergiftet. Dabei ist gerade hier die ungeheuerliche Be­deutung desVersaillerVertrages besonders bemerkbar. Er umfaßt alle Lebensoorgänge inner­halb der deutschen Nation. Ueberall gibt es Rei­bungsflächen und Zündstoff. Eine Besserung dieses Zustandes läßt sich daher im einzelnen überhaupt nicht erreichen. Was verlangt werden muß, im Inter­esse beider Völker, ist eine grundlegende und keine spezielle Lösung. Ohne eine Bereinigung des Klimas kann kein politischer Ackerbau betrieben werden.

Wenn wir nun aber die Aussprache auch nur in diesem Sinne betrachten, dann ergibt es sich, baß der Anstoß ba;u von Süden herkommt. Italien hat ein unmittelbares und lebendiges Interesse an der allmählichen Aussöhnung zwi­schen Deutschland und F.ankreich. Dieses konkrete italienische Interesse muh also eine Begrenzung ber grundsätzlichen Aussprache auf die wichtig­sten Dinge bewirken. Es handelt sich um die klare

men und damit der Wirtschaft einen starken Auf­trieb gegeben. Die Derkehrsbänder der Autobah­nen verbinden die Wirtschaftszentren untereinan­der, führen nach Erholungsgebieten unb schaffen darüber hinaus eine engere Verbundenheit von Stadt unb Land und des ganzen Volkes. Roch nach Jahrhunderten wird die Tat Adolf Hitlers Bewunderung erwecken.

Die Kraftverkehrswirtfchaft, betonte Generaldirektor Hof weiter, steht vor einem b e beutenden Aufschwung. Man darf mit einer Steigerung des Kraftverkehrs rechnen, die in wenigen Jahren den bisherigen um ein Mehr­faches übersteigt, denn Deutschland ist im Gegen­satz zu anderen Ländern immer noch schwach motorisiert Die Anlage der Autobahnen bringt auch für die davon berührten Städte und Ortschaften große wirtschaftliche Vorteile. Der Sauer wird seine Erzeugnisse schnell im Lastkraft­wagen an den Bestimmungsort bringen lassen kön­nen, für die Industrie entstehen neue Möglich­keiten, und ganz besondere Vorteile wird der F r e m- denverkehr von den neuen Autostraßen haben.

öffentlichen Ausübung der katholi­schen Religion. Es anerkennt das Recht der katholischen Kirche, innerhalb ber Grenzen bes für alle geltenben Gesetzes ihre Angelegenhei- ten felbftänbig z u ordnen und z u ver­walten und im Rahmen ihrer Zuständigkeit für ihre Mitglieder bindende Gesetze und Anordnungen zu erlassen.

Artikel 2: Die mitBayern (1924), Preußen (1929) und Baden (1932) abgeschlossenen Kon­kordate bleiben bestehen und die in ihnen aner­kannten Rechte und Freiheiten der katholischen Kirche innerhalb ber betreffenden Staatsgebiete unverändert gewahrt. Für bie übrigen Länder greifen die in dem vorliegenden Konkordat getroffenen Der- einbarungen in ihrer Gesamtheit Platz. Letz­tere sind auch für bie oben genannten 3 ßänber verpslichtenb, soweit sie Gegen- I stände betreffen, welche in den Länderkonkordaten *. nicht geregelt wurden oder soweit sie die früher ge­troffene Regelung ergänzen. In Zukunft wirb I ber Abschluß von Länderkonkordaten n u r i m (E i n

Leistungen ber öffentlichen Fürsorge angewiesen sinb. Es ist vielmehr eine Ehrenpflicht al­ler Deutschen, insbesondere aber der Begüter­ten unter ihnen, hier ihr B e st e s unb Mög- lich steszutu n", so hieß es in diesem Augenblick.

Der Widerhall war ungeheuer. Hunderttau­send e von Deutschen aus allen Gauen des Reiches und aus bem Ausland, reich und arm, alt und jung, beteiligten s i ch freudig an derSpende, um den Witwen und Waisen zu helfen. Schulkinder ammelten ihre Spargroschen, Vereine erhoben Um­lagen und endlich viele opferten einen Teil ihres oft parlichen Einkommens. Taufende großzügiger Spenden von feiten Einzelner und von Unter« neh mun gen (|o 50 000 RM. der Reichsbank und 55 000 RM. des Kalivereins) gingen em. Die A r - beitsfront stellte 100 000 RM., die Beam­tenschaft sogar 150 000 RM. Die größten Spen­den tarnen aus der Inoustrie. Es sind dies je eine Million des Zechenverbandes in Essen und der Nordwestlichen Eisen- und Stahlgruppe.

Deutsche Fußballbund veranstaltete Gunsten der Stiftung die Meisterfchaft um Adolf-Hitler-Pokal, deren Entscheidungskampf Sonntag im Stadion stattsindet.