Ausgabe 
22.5.1933 Erstes Blatt
 
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Aus -er Provinzialhauptsta-t

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BALLON

Wenn es bessere Reifen gäbe-wären es DUNLOP-Reifen

JAHRE DEUTSCHE QUALITATS

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DUNLOP 1 8 9 3-1933

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S t. Annaber a (Oberschl.), 21. Mai. (TU.) Die 12. Wiederkehr des Tages der Erstürmung des Annabergesdurchdiedeutschen^elbst- schutzforrnationen, des Tages der vernich­tenden Niederlage der polnischen Insurgenten, wurde am Sonntag von der o b e r s ch l e s i s ch e n SA. mit einer gewaltigen Kundgebung auf dem A n n a b e r g gefeiert. Bei herrlichem Frühlings­wetter marschierten etwa 1OOOO oberschlesische SA.° Leute auf dem Steinberg-Plateau auf, wo die Kund­gebung, an der auch Vertreter der Reichswehr und der Polizei, eine Abordnung des Freikorps Ober­land und der Oberführer der sächsischen SA., Dr. Ben neck, teilnahmen, mit einem Feldgottesdienst eingeleitet wurde.

Nach der Begrüßung durch den Führer der ober­schlesischen SA., Polizeipräsidenten Ramshorn- Gleiwitz, ergriff Obergruppenführer Polizeipräsident Heines-Breslau das Wort. Er erklärte u. a.: Als vor 14 Jahren die Waffen abgegeben werden mußten, begann die Schmachzeit des deutschen Vol­kes. Aber wie Fanale ragen heraus aus jener Zeit: Scapa Flow, das schlichte Kreuz eines S ch l a- g e t e r, das Mahnmal an der Feldherrnhalle i n M ü n ch e n , wo am 9. November 1923 die Vor- kämpfer des neuen Deutschlands von der Reaktion niederkartätscht wurden und als Heller Stern auf Deutschlands Winternacht der Annaber g. Der Annaberg ist uns Symbol einer waffenlos kämp­fenden und noch stürmenden deutschen Jugend.

Der Anaberg ragt jedoch nicht nur als Symbol in deutsches Land, er ragt auch hinüber nach Polen. 3n dieser Stunde rufen wir hinüber:Wir wollen nicht Gnade von euch, sondern Recht, wir wollen nicht eher ruhen, bis Deutschland erwacht, wir wollen Frieden,

Gedenkfeier der oberschlesischenGA auf dem Annaberg.

Obergruppenführer Heines gedenkt des Kampfes gegen die polnischen Aufständischen.

über wir wollen nicht länger Kulis sein der ganzen Welt."

Der Redner kam dann auf die Zeit der Selbst- schutzkämpse zu sprechen und erklärte, der damalige Staat, der kein Staat gewesen sei, habe den Selbst­schußkämpfern Ziele gesteckt, die in der Abwehr der Politik nicht überschritten werden sollten. Jene deutsche Jugend aber habe sich nicht aufhal- t e n lassen. Hätte man ihr freie Bahn gegeben, so wäre Oberschlesien heute dcutsch.Annaberg sei die Revolution gegen das Spießertum, sei SA.-G e i st. Heines gab dann durch Gruppenbefehl bekannt, daß der Miterstürmer des Annaberges, Hauptmann Oe ft reicher, als Sturmführer in die SA. ausgenommen worden sei. Er wies darauf hin, daß in dieser Stunde das FreikorpsOber- l a n d an seinem Denkmal in Schliersee den Sieg am Annaberg feiere und verlas folgendes Tele­gram m:

Zehntausend SA.-lNänner Oberschlesiens sind auf dem Annaberg zum 12jährigen Gedenktag seiner Erstürmung zusammengekommen, wir grü­ßen Luch Oberländer. Die Kämpfe am Annaberg sind für uns Verpflichtung. Die SA. hat Grenz- wacht übernommen."

Heines gedachte weiter der Toten der Kämpfe um den Annaberg, deren Andenken durch eine Minute stillen Gedenkens geehrt wurde. Er schloß seine Rede mit anerkennenden Worten für die oberschlesische SA., worauf das Horst-Wessel-Lied gesungen wurde. Prof. L ü t g e b r u n e, der Rechtsberater der ober- sten SA.-Führung überbrachte die Grüße des Reichs­kanzlers, des Stabschefs Röhm und der obersten SA.-Führung. Die Kundgebung schloß mit dem Deutschlandlied, worauf ein Vorbeimarsch stattfand, der fünf Viertelstunden in Anspruch nahm.

für Milchwirtschaft im Rhein-Main-Neckar-Gebiet liefern. Bis zur Neuregelung des Absatzes und der Verwertung von Milch in diesem Gebiet verbleibt es laut der von dem Reichskommissar am 15. Mai d- I. erlassenen einstweiligen Anordnung bei dem bisherigen Zustand vor Bildung der milchwirtschaft- lichen Zusamenschlüsse Nordbaden und Pfalz. Milch- lieferungen aus Hessen nach beiden Ländern können daher bis auf weiteres im Rahmen der bisherigen Lieferungen ungestört getätigt werden. Für die künftige Regelung find die Ergebnisse der nunmehr stottfindenden Erhebungen von besonderer Bedeu­tung. Sie mit der notwendigen G r ü n d l i ch - keit, wenn auch in kurzer Zeit, durchzufüh­ren, ist die Aufgabe der bei den Bürgermeistereien alsbald zu bildenden Kommissionen. Ich erwarte von den in diesen Komissionen tätigen Personen, insbe­sondere von den landwirtschaftlichen Ortsgruppen; fackberatern, die in den Kommissionen mitzuwirken haben, daß sie die zu leistende Arbeit tatkräftig fördern und hierdurch Unterlagen schaffen helfen, die es mir ermöglichen, die Belange der hessischen Milchwirtschaft bei den künftigen Verhandlungen mit Nachdruck und Erfolg zu vertreten, gez. Dr. Wag­ner, Staatskommissar für Landwirtschaft.

Werbeabend des Tv. 1846.

Für den Samstagabend hatte der Turnverein von 1846 zu einer groß angelegten Werbe-Veranstaltung in die Turnhalle am Oswaldsgarten eingeladen. Bühne und Saal waren mit den Symbolen des neuen Reiches und unseres Hessenlandes reich ge­schmückt. Die Bilder der Führer waren aus der Bühne angebracht. In zwei Säulen von fast je 100 Turnern und Turnerinnen, an der Spitze die Ver­einsfahnen, erfolgte der Aufmarsch.

Ein ernster Chorspruch eröffnete den ersten Teil der Vortragsfolge. Sodann folgte die große Kund­gebung aus Anlaß der Gleichschaltung im Sinne der Anordnung des Führers der Deutschen Turnerschaft. Der seitherige zweite Sprecher, Fritz Wiegand, führte m seiner Ansprache aus, daß das Feuer in den deutschen Herzen, unter Turnvater Jahn vor mehr als 100 Jahren entfacht, nach hundertjährigem Glühen unter der Asche nun mit aller Gewalt zu lodern beginne. Unsere Pflicht sei es, die von den Alten begonnene Arbeit jetzt weiterzuführen und mit lugenbhd)« Starke und Frische ein neues Reich zu bauen. Der Ansprache folgte das einstimmige Be­kenntnis der stattlichen Versammlung zum gewählten und vom Gau bestätigten Führer des Vereins An­dreas R e i n i n g.

Der neue Führer dankte für das entgegenqebrachte Vertrauen und berief folgende Personen in den Xurnrat: Fritz W i egand als Führerstellvertreter, srarl Erb als Oberturnwart, Fritz Lincker als schriftwart und Geschäftsführer Ludwig Schnei- der als Schatzmeister, Karl Vetter als Jugend- wart» Herrn S ch e u e r e r als Wehrturnwart, Hein- <n Äl ermann als zweiten Schriftwart und Protokollführer, Ludwig Gerhard als dritten

Hebungen sind in praktische und theoretische Ar­beiten gegliedert und umfassen auch einige natur­wissenschaftliche Lehraufträge. An der feierlichen Eröffnungssitzung nahmen die Minister Dr. Wacker und P f l a u m e r, Hochschulreferent Professor F e h r l e. der Rektor mit dem Lehr­körper und Vertreter des Wehrkreiskommandos teil. Rach einer Ansprache von Prof. Fehr le gab Hnterrichtsminister Dr. Wacker im Auf­trage des Reichsstatthalters die Einsetzung des neuen Amtes bekannt. Rektor Prof. Andreas sprach den Dank der Universität für die Errich- tung des Amtes aus. Prof. Schmitthenner führte u. a. aus, es sei keinerlei Militärspielerei geplant, aber geistige Wehrhaftigkeit und geisti­ger Heroismus müßten wieder Desih unseres Volkes und unserer Jugend werden.

Aus aller Welt.

Der erste nasse Monat in Reuyork.

Während des ersten Monats nach Freigabe des Starkbieres und des 3,2prozentigen Weines sind in der Stadt Reuyork bereits Steuern und Lizenzgebühren in Höhe von 3 Millionen Dollar in die Säckel der Stadt, des Staates und der Regierung geflossen. Die Bundesregie­rung bekommt von diesen Einnahmen den Löwen­anteil, nämlich schätzungsweise 2 Millionen Dol­lar. Die Freigabe des Starkbiers hat zur Folge gehabt, daß von Hotels, Restaurants und ande­ren Betrieben Millionen Dollars für Verbesse­rungen und neue Einrichtungen ausgegeben wur­den. Das städtische Gesundheitsamt in Reuyork gab bisher 28 496 Lizenzen zum Bierausschank aus.

3m Rhein ertrunken.

Einen schlimmen Ausgang nahm eine Geburts­tagsfeier mehrerer junger Leute in Reuwied. -Qtoei von ihnen wollten in der Rächt ihren in Weißenthurm wohnenden Freund über den Rhein nach Hause begleiten. Da ihnen das Warten auf die Reuwieder Fähre zu lange dauerte, setzten sie sich kurzerhand in den am Rheinufer lie­genden städtischen Rachen und fuhren los. Bei der starken Strömung trieben sie jedoch ab, stießen bei Irlich auf einen dort ankernden Kahn, wobei der Rachen kenterte. Alle drei fielen ins Wasser. Zwei von den jungen Leuten konnten sich retten, während der Schreiner Fuß aus Reu­wied abtrieb und ertrank.

Gänsetransport von Steppenwölfen aufgefressen.

Auf dem Güterbahnhof am Weidendamm bei Han­nover wurde das Bahnpersonal auf einen Waggon aufmerksam, in dem es reichlich lebhaft zuging. Als man den Wagen öffnete, sah man, daß sich Step- penwölfe inan hielt sie zunächst für große jOunbe aus ihren Verschlügen befreit unb 20 ©änfe, bie sich im gleichen Waggon befanden, auf­gefressen hatten. Die in höchster Not benachrichtigte Verwaltung bes Zoo ließ bie Raubtiere einfangen unb sorgte dafür, baß bie Transportkisten weiteren Freiheitsgelüsten ber Wölfe genügenb Wiberftanb entgegensetzten. Es hanbelt sich um einen Transport von Steppenwölfen, bie von einem weftbeutschen Zoologischen Garten über Stettin nach einem nor­dischen Zoo bestimmt sind.

Ein deutscher Alpinist lot aufgefunden.

Der Landgerichtsreferendar Dr. Georg Kohl aus Brackenheim (Württemberg) hatte eine Tour auf die Zugspitze unternommen, von der er nicht wieder zurückgekehrt war. Die Suche nach dem Vermißten führte jetzt zur Auffindung der Leiche zwischen dem Schneefernerhaus und dem Eingangsstollen zur österreichischen Zugspitzbahn. Offenbar ist Dr. Kohl auf dem Wenc zum Gipfel von einem Herzschlag getroffen worden. Durch die inzwischen eingetretene., Schneefälle war die Leiche über zwei Meter tief eingeschneit.

Wegen Devisenvergehens in haft genommen.

Auf Veranlassung der Zollfahndungsstelle Berlin hat der Vernehmungsrichter beim Amtsgericht Ber- lin-Mitte gegen den Inhaber des bekannten Kör­perpflege-Institutes Strongfort, den Artisten Leonel Strong fort, wegen Devisenoergehens Haftbefehl erlassen, der bereits vollstreckt ist. Strong­fort hat Konten, die er bei ausländischen Banken hatte, nicht angemeldet. Es handelt sich um über 5200 amerikanische Dollar, 1200 englische Pfund unb 500 Schweizer Franken.

'LSeL.crvoraussagc.

Heber dem Kanal bewegt sich eine flache Stö­rung, an deren Rückseite maritime Luft abwärts fließt. Durch diese werden beim Zusammentreffen mit der stark erwärmten kontinentalen Luft ver­einzelte Gewitterstörungen hervorgerufen. Doch baut sich über Skandinavien und auch im Rord- westen hoher Druck auf, der dann wieder gün­stigen Einfluß gewinnen und die Schönwetter­lage bald wieder Herstellen wird.

Aussichten für Dienstag: Vereinzelte Gewitterstörungen, danach Wiederherstellung der Echönwetterlage.

Aussichten für Mittwoch: 3m wesent­lichen Fortdauer des sommerlichen Wetters

Lufttemperaturen. Am 21. Mai, mittags, 21 4 Grad Celsius, abends 13,4 Grad Celsius. Am 22. Mai, morgens, 13,2 Grad Celsius. Maximum 21.6 Grad, Minimum 3,8 Grad. Sonnenscheindauer U3/* Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zen­timeter Tiefe. Am 21. Mai, abends, 24,2 Grad Celsius, am 22. Mai, morgens, 15,0 Grad Celsius.

Heutige Wasserwärme der Lahn: 17 Grab Celsius.

Auch langjährige Fahrer »1

sind erstaunt, wenn sie ältere Fahrzeuge mit Dunlop-Supra-Reifen fahren. Erschütterungsfrei ||

fährt jetzt der Wagen über die schlechtesten Straßen. Das Klappern der Karosserie hat aufgehört; das Fahren ist wieder ein Genuß!

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Ä Ar.- AK »i® Mitglieder üe um y' niMg-ng ber 1932 die Mse des Len [er 1 a u e r lig in Bonn wurde auch d Förderer der humperdi^ berufen. Den huMe Wort irte die he Ligen. Eine U Mitglieds schäft am 1.3 Tätigkeit begas 757 Mitglieder dem aber bis. wieder jururffli richl auf den Hrhällniffe zu tont, dab, lola sich nicht wesen Mitglieder in j(t, Dem Mck die Mnderun hältnisfeii Mark an M ständig wäre Mark, von l wurden. Wäh 1928 noch 11 verzeichnete, ein Rückgang gegangenen 2 Leider sind ir gesellschast f zugeslossen, tr an die Gefells entsprachen. 21 ilnioersitc ausgezcihlt, ge vermögen am Zl.Dczemb 3m Berichlsja in Offenbach i in Bad-Rauhe im Winter 1931 Barträge. Am freunden und herzlicher Dan dieser ernsten < gehalten haben knüpft, dieses desuniver terstützen. Warten:®ii Zeichen einer S höltnisse sich oersichtlicher l fehen können. Mkn Konzen! des in seltene! deichen Balke land roiebe "lgegenzr Mstesleben gei 9m Anschluß unb dem Ber laftunfl erti tobann wui P« lurnusmäßi ben Herren Br, «ri-Sb, rtUenfloge jamllid) au5 H wurde' Anstelle

Schriftwart unb Wilhelm Scheibt als Gegenzeich- ner. Darauf ernannte ber Oberturnwart Karl Erb zu feinen Mitarbeitern: Karl Müller als Män- nerturnroart unb fteUoertretenten Oberturnwart, Karl Reuter als zweiten Turnwart, Karl Strack als Spielwart, Franz Sauer als Schwimmwart, Karl Vetter als Volksturnwart, Georg Wahl als Wanberwart, Karl H e r ch e n r ö b e r als Fecht- wart, Wilhelm ßaubon als Zeugwart unb Georg Dellof als Hallenwart. Der Oberturnwart schloß seine Berufungen mit bem Gelöbnis, ber Jugenb unb bem Vaterlanb zu bienen. SeinHoch!" galt bem beutschen Vaterlanb. In bas gemeinsam ge­lungene Deutschlanblieb stimmte bie Menge begeistert ein.

Der neue Vereinsführer, Herr Reining. führte im weiteren Verlauf der Veranstaltung u. a. aus, daß die deutsche nationale Revolu­tion für unsere deutschen Turnvereine von aller­größter Bedeutung sei. Das Verdienst unserer großen Führer sei es, daß endlich Klassenkampf und Parteiengezänk verschwunden seien. Wir deutschen Turner reihten uns geschlossen in die nationale Front ein, zumal es uns leicht sei, als Schüler des Turnvaters Zahn in national­sozialistischem Sinne zu arbeiten. Die Aufgabe der Vereine sei es, deutsches Volkstum zu pfle­gen, bei der Wehrhastmachung unserer Jugend mitzuhelfen und unsere Mitglieder in völkischem Geist zu erziehen. SeinSieg-Heil!" galt den Führern, Reichspräsident von Hindenburg, und Reichslanzler Adolf Hitler. Mit dem Be­kenntnis, dem gemeinsam gesungenen Horst- Wessel-Lied, schloß die Kundgebung.

2n flotter Folge wurde nun die Vielgestaltig­keit deutschen Turnens den Gästen vor Augen ge­führt, in dem fast alle Abteilungen des Vereins an den verschiedensten Geräten antraten. Ganz besonderen Anklang fanden die vorgeführten Frei­übungen von Turnerinnen und Turnern, die auch beim deutschen Turnfest in Stuttgart geturnt toer- oen. Alle Hebungen zeichneten sich durch große Exaktheit in der Vorführung aus und wurden beifällig aufgenommen. Die Turner Karl Reu­ter, Karl Schick und die beiden Brüder Her­bert zeigten Kunstfreiübungen der schwierigsten Art und ernteten damit besonders starken Bei­fall. Zum Schluß der Veranstaltung wurde noch in Wort und Bild für das 15. deutsche Turnfest in Stuttgart geworben. Zwei Werbefilme,Stutt­gart ruft" undTurner heraus" gelangten zur Vorführung.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Der Feldherrn- hügel" undMein Freund der Millionär".

*

Schulpersonalien. Mit sofortiger Wirkung beurlaubt wurde der Lehrer Ludwig Sommer au Großen-Linden (Kreis Gießen). Jln den Ruhestand verseht wurde der Lehrer an ber Volksschule zu Reu-Zsenburg Johann Troll auf sein Rachsuchen vom 1. 3uni 1933. Ernannt wurde der Studienrat an der Realschule in Schot­ten Hugo H a hn mit Wirkung vom 1. Mai 1933 an zum Studiendirektor an dieser Schule.

** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am gestrigen Sonntag konnte Frau Johanna W o r ch, Witwe, Frankfurter Straße 93, in körperlicher unÄ Giftiger Frische ihren 75. Geburtstag feiern.

*Plahkartenvorverkauf. Die Reichs­bahndirektion Frankfurt teilt mit: Hm Gleich­mäßigkeit bei der Ausgabe von Platzkarten zu erzielen, wurde die Frist für den Vorverkauf von Platzkarten, die in Verbindung mit Sommerur­laubskarten 10 Tage beträgt, für die Zeiten des stärkeren Reiseverkehrs auf sämtliche Fahraus­weise ausgedehnt.

** Otto totrabun fall. Hntoeit von Lich ereignete sich in der Rächt zum Sonntag gegen 24 Hhr ein Motorradunfall. Der etwa 25 Jahre alte Bürochef Otto Weinbrenner von hier lwohnhaft Brandgasse 8) hatte anscheinend die Gewalt über sein Kraftrad verloren, geriet von ber Straße ab und stürzte einen Abhang hin­unter. Er erlitt dabei innere Verletzungen. Sein Beifahrer erlitt nur geringfügige Verletzungen. Der Lenker des Kraftrades mußte in die Chirur­gische Klinik eingeliefert werden.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Auftrieb: 1395 Rinder, darunter 348 Ochsen, 124 Bullen 515 Kühe, 374 Färsen: 1148 Kälber: 19 Schafe' 5124 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 29 bis 32 Mk., (ältere) 25 bis 28, sonstige vollfleischige (jüngere) 20 bis 24- Dullen, jüngere, vollst.ischige. höchsten Schlacht- Werts 27 bis 20. sonstige vollfleischige oder aus- gemäftete 23 bis 26; Kühe: jüngere voll­fleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 27, son­stige vollfleischige ober ausgemästete 21 bis 24 fleischige 17 bis 20, gering genährte 12 bis 16- öarfen (Kalbinnen, Sungrinber): vollfleischige au^rei^ctc höchsten Schlachtwerts 30 bis 33* vollflelschige 27 bis 29, fleischige 22 bis 26. -! K.a b e r: beste Mast, unb Saugkälber 41 bis 45 mittlere 21011- und Saugkälber 36 bis 40, geringe DAber 27 bis 35. Schweine: vollfleischige etwa 240 bis 300 Pfund Lebend- getollt 35 bis 38, von etwa 203 bis 240 Pfund A 29, von etwa 160 bis 200 Pfund 34 bis 37 Mk. Marktverlauf: Rinder ruhig, geringer Heberstand: Kälber und Schafe mittel* 9eraumt; Schweine schleppend, geringer

ueoer|tanD.

Adolf Hitler Ehrenführer der »Deutschen AZehrschast".

Als erster waffenstudentischer Verband nahm die Deutsche Wehrschaft", deren Mitglied u. a. der preußiswe Ministerpräsident Göring ist, in einer außerordentlichen, ungewöhnlich stark be achten Vertretertagung zu G i e ß e n zu der neugeschaffe- nen Lage Stellung. Wie der frühere Verbands- leiter Dr. Glatzer unter stürmischem Beifall auf dem Feftkommers mitteilte, hat Adolf Hitler die angetragene Schirmherrschaft dankend angenommen.

Unter den Teilnehmern sah man eine ganze Reihe führender Nationalsozialisten: Gauleiter, Staatskommissar und M. d. R. Florian Düs­seldorf (Rbeno-Borussia, Köln); M. d. R. Klipp, Weimar (Sugambria); M. d. Pr. L. Freitag (Rheno-Borussia, Köln); Standartenführer bei der Reichsleitung und Adjutant im bayrischen Innen­ministerium Zech, München (Bajuvaria); den fränkisch-rheinischen Gauredner K i n f e l i n, Mim- ster u, a.

3n spontanem Entschluß wurden bie angesetzten Beratungen und Tagungen kurz abgebrochen und einmütig der neue Verbandsführer Dr. Schmidt- kamp, Gelsenkirchen, mit diktatorischen Voll- machten ausgestattet, d. h. es wurde so zum ersten Male überhaupt in einer studentischen Korporation das Führerprinzip in die Tat umgesetzt. Der neue Verbandsführer betonte, dieDeutsche Wehrschaft" könne mit Stolz von sich sagen, sie sei der einzige studentische Verband, der vorn ersten Tage seines Bestehens an Juden und Freimaurern den Ein­tritt verboten, die Satisfaktion verweigert und von feinen Mitgliedern ein Blutsbekenntnis auf Gene­rationen zurück gefordert habe. Es gäbe keinen Verband an allen Hochschulen des deutschen Sprachgebiets, der dem neuen Deutschland und seinem Führer näher stünde als die Deutsche Wehrschaft, wie Adolf Hitler durch Uebernahme der Schirmherrschaft bekundet habe.

Zu Amtswaltern mit bestimmtem Ge- schäftsbereich berief der Berbandsführer West- Haff (Rheno-Borusfia, Köln), Sielmann, Schilling, Schmitt; z. B. V. M. d. R. Klipp, M. d. R. Florian, Kinkelin. An den Schirmherrn Reichskanzler Adolf Hitler und an ben Reichsminister Göring wurden Huldigungstelegramme gesandt. Mit dem Horst- Wessel-Lied fand die Tagung ihren Abschluß. Erhebungen über den Verkehr mit Milch

in Hessen.

Die Staatspressestelle teilt mit: In der Woche vom 22. bis 27. Mai finden in sämt­lichen Gemeinden Hessens Erhebun­gen über den Berkehr mit Milch statt. Diese Erhebungen sollen die Unterlagen für die Ver- Handlungen mit dem neuernannten Reichskommissar