Lin Znch über die Mische Bewegung in Heffen
*
ir
20315
1900
800
3600
1575
Schauer und Knecht freigesprochen
Ausland als Kronzeuge gegen Deutsch- suchung werde auch ergeben, ob Professor Des« land angeführt werden konnte. An sich sei I sauer in dieser Beziehung mit Rechtsanwalt Dr.
abe.
Aus aller Welt
I
2.60
3.00
3.40
__
Tagewerke auf der Baustelle:
scher i war. iwel*
Welhnaehta-Kaffee schön, kräftig
Jubiläums-Kaffee sehr fein, aromatisch
■r9 it ran«
US. rtö«
InteiT« >r der m der ahrtS' -r her chal),
Mck itrcue, f Bei- chiefcr assiver ines einem
Der schweizerische Nationalrat stimmte dem M i • litärbudget zu, das insgesamt 91 Millionen Franken vorsieht. Das sind 1,7 Millionen Franken an Ausgaben weniger, als der Voranschlag von 1932 oufwies.
Gestern nachmittag hat Reichsaußenminister Freiherr von Neurath den englischen Botschafter Sir Eric P h i p p s zu einer längeren Aussprache empfangen.
Die Finanzsanierungsvorlage wurde im französischen Senat mit 206 gegen 57 Stimmen verabschiedet.
*
In Madrid ging die Aussprache über die Regie- rungserklärung mit der A n n a h m e e i n e s B e r - trauensvotums durch das Parlament zu Ende. Mit 265 gegen 53 Stimmen nahmen die Cortes die von der radikalen Fraktion eingebrachte Vertrauenstagesordnung an.
rs. irlel die ieste lam- M- irtf) Der der der är.
Md) 'S h» her lurütf, 'ch in tarn- wisse daß 140
Zu«
!om- Der den umt, > in azen itom« entft n bet ihrese- 1 zur 'a6 er : wird
nd. - 1 habe I des ihW jette«
ge-
Kleine politische Nachrichten.
Reichspräsident von Hindenburg empfing gestern nachmittag den Reichskanzler Adolf Hitler zum Vortrag. Ferner empfing der Herr Reichspräsident den Reichsaußenminister F r e i - Herrn von Neurath und den deutschen Bot- schafter in Moskau, N a d o l n y.
Hitler schasst Arbeit!
Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeitsbeschaffungsprogramm:
not. ®un. Not *4 l (Bö.
1 and die elfter, chluß. ’röcn
„ . onnte. An sich sei sauer in dieser Beziehung mit Recht
es kaum zu verstehen, daß Dessauer mit Thormann in Verbindung gestanden k diesem Manne Beziehungen unterhielt, aber I -------
Maßnahme:
Instandsehungs- und Lrgänzungsarbeiten in Offenbach
Gebäude-Jnftandfehungsarbeiten in der Gemeinde Lrbes-B üdesheim
Instandsehungs- und Lrgänzungsarbeiten an öffentlichen und sonstigen Gebäuden kreisangehöriger Gemeinden des Kreises Dillenburg
Inftandsehungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden, Schulen, Rathäusern usw. in verschiedenen Gemeinden des Kreises der L d e r
Instandsetzung von öffentlichen Gebäuden der Gemeinde Rleder-Ingel- Helm
eisin- sonst h die lehr
näher jettes sohen r sei -oßen ). Er inter- e er« iehalt mbau wesen, -sessen. , schon en ssteuell ,m pes' ielnfut sollten. ug#
W i, baß letom' :n be- i Hrt-
Diese Mini'
be.
ft
Köstlicher Tee in blibschen Geschenkdosen, Scho- Gmmericher Lelter^wen 49 tshD
>r de/ itkannt' V'lse»' ilt, ilunS können- Dos' orlti Rü<W ppro*
V
ftr
3m Festsaal der Universität Budapest überreichte der deutsche Gesandte von Mackensen die vom Reichspräsidenten verliehene Goethe-Medaille dem hervorragenden Germanisten Universttätspro- fessor Dr. Gedeon Petz. Prof. Petz dankte für die hohe Auszeichnung und betonte, daß er und seine Vorfahren stets treue Söhne des ungarischen Vol- kes gewesen, ihre deutsche Abstammung jedoch nie I verleugnet hätten.
München-Gladbach, 20. Dez. (TU.) 3m Dolksoerems - Prozeß wurde am Mittwochabend, nachdem der Staatsanwalt Freispruch der beiden Angeklagten mangels ausreichenden Beweises beantragt hatte, vom Gericht folgender Beschluß verkündet: „Die Angeklagten Professor Dessauer und Dr. Knecht werden k o st e n - los freigesprochen. Die ihnen entstandenen notwendigen Aufwendungen werden der Staatskasse auferlegt."
$ur Begründung dieses Urteils führte der Präsident an, das Gericht sei zu der Ueberzeugung gekommen, daß das Geschäft zwischen Dessauer und Hohn zu einem angemessenen Preis abgeschlossen worden ist. Daß Dessauer in dem öfters angeführten Brief an den Reichstagsabgeordneten Lammers die Unwahrheit gesagt habe, nahm das Gericht nicht an. Es müsse feststellen, daß Dessauer das ganze Geschäft lediglich aus Hilfsbereitschaft für Hohn und den Volks- verein abgeschlossen habe, und daß er damit keinerlei persönliche 3nteressen ver- folgt haben kann. Das Geschäft sei nicht nur juristisch, sondern auch kaufmännisch völlig ehrenhaft. Auch dem Angeklagten Dr. Knecht sei in keiner Weise nachgewiesen, daß er kaufmännisch auch nur unanständig gehandelt habe.
Der Präsident erörterte dann weiter die B e -
Die Lisoerhällnisse auf dem Rhein.
Die Lage auf dem Rhein hat sich noch nicht ge- bessert. Die Schiffahrt ist nach wie vor zur Untätigkeit verurteilt. Vom Kammer-Eck bis zur Pfalz von Caub wird noch starker Eisgang gemeldet, während ab Koblenz leichtes Eistreiben bis zum Niederrhein vorherrscht. Vor Caub hat sich die Eis- decke am Mittwochnachmittag wiederholt an mehre- ren Stellen in Bewegung gesetzt, um nach kurzer Zeit wieder zum Stillstand zu kommen. Durch das gewaltige Anstauen des Wassers infolge der Eisoer- chiebungen wurde die Lage für Caub gefährlich. Die Eismassen schoben sich unter lautem Krachen über- und untereinander und drückten gegen die Ufermauern. An der Landebrücke wurden sie sogar über die Böschung auf den Leinpfad geworfen. Die Anwohner der Rheinuferstraße nahmen sofort Räumungsarbeiten in den Quartieren vor. 3n der Stadt mußten Keller geräumt werden, in die teilweise schon Wasser eingedrungen war. Das Wasser stieg innerhalb einer Minute um 1,20 bis 1,30 Meter. Vor Lorch Haden sich im Laufe des Mittwochnachmittags ebenfalls große Eisverschiebungen vollzogen, so daß der Rhein dort fast eisfrei geworden ist. Das Bild bei Bacharach läßt wenig Hoffnung für eine glatte Abwicklung des Eisganges. — Die Nebenflüsse des Rheins sind noch vollkommen gesperrt. Auch auf dem Rhein-Herne-Kanal ruht zur Zeit noch jeder Verkehr. Ebenso konnte auch im Duisburg-Ruhrorter Hafen der Verkehr noch nicht ausgenommen werden.
Der Haupkausschuß
des Alpenvereins siedelt nach Stuttgart über.
Der Hauptausschuß des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins siedelt am 1. 3anuar 1934 von Innsbruck nach Stuttgart Über. Die Uebersiedlung ist bereits im Gange. An einem von der Bevölkerung massenhaft besuchten Abschiedsabend für den bisherigen Hauptvorstand sagte der erste Vorsitzende des Gesamtvereins, Rektor Pros. Dr. Klebelsberger, in seiner Rede unter stürmischem Beifall der Anwesenden, die große verbindende Idee des Alpenvereins, die über staatliche Grenzen hinweg zur größten und weitesten Einheit der gemeinsamen Sprache und Kultur und zur deutschen Gemeinschaft führte, werde auch weiterhin das Ziel des Hauptausschusses bleiben.
Line vierköpfige Familie ermordet.
Schiebung in -er Bad-Nauheimer Synagogenfrage.
WSN. Bad-Nauheim, 20. Dez. Auf Antrag der Stadtratsfraktion wurde in Sachen der Bürgschaftsleistung der Stadt Bad-Nauheim zugunsten des Neubaues der Synagoge ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und durch die Kriminalpolizei die Akten der Israelitischen Gemeinde beschlagnahmt. Ein dabei Vorgefundenes Schriftstück machte auch die Beschlagnahmung der Akten des Münchener Geldgebers erforderlich. Zugleich wurde die Vernehmung des dortigen Geldgebers vorgenommen. Fest steht bereits, daß der Münchener Geldgeber selbst die Stadt nicht an erster, sondern an se chster Stelle der Bürgen setzte. Demnach dürfte die Inanspruchnahme der Stadt Bad-Nauheim als Bürge mit an Gewißheit grenzender Wahrscheinlichkeit von vornherein ausgeschlossen sein. Wer die Stadt Bad-Nauheim von der sechsten an die erste Stelle der Bürgschaftsurkunde setzte, wird durch die Untersuchung festgestellt werden.
Oer Offenbacher Rabbiner in Schuhhast genommen.
WSN. Offenbach, 20. Dez. Der hiesige Rabbiner Dr. Dienemann ist in Schutzhaft genommen worden. Von dem Offenbacher Polizeidirektor hatte er sich die Genehmigung zur Abhaltung von Vorträgen in der jüdischen Kultusgemeinde geben lassen. In einem dieser Vorträge schilderte er die Gewalttaten des Königs Herodes und betonte, daß auch während der französischen Besatzungszeit derartige Gewalttaten vorgekommen seien. Aber für das Judentum sei es gleichgültig, ob es von einem französischen General ober einem Polizeipräsidenten regiert werde. Wegen dieser unverschämten Aeußerung wurde über den Rabbiner die Schutzhaft verhängt und die Ueberführung ins Konzentrationslager beantragt
Ein Arzt in Schuhhast genommen.
WSN. Oppenheim, 20. Dez. Durch das Sonderkommando Oppenheim und die Gendarmerie wurde der praktische Arzt Dr. Schmitt in Nieder- Saulheim in Schutzhaft genommen. Dr. Schmitt hatte der Frau eines Straßenwärters, die vor der Entbindung stand, gegen ihre Beschwerden morgens eine Spritze gegeben. Als sich das Befinden der Frau im Laufe des Tages verschlimmerte, bemühten sich Hebamme und Krankenschwester mehrfach um das Kommen des Arztes, der jedoch abwesend roar; wie es heißt, nahm er an einer Treibjagd teil. Schließlich sollte die Frau in bedenklichem Zustand auf Anordnung des telephonisch herbeigerufenen Chefarztes der Entbindungsanstalt Mainz dorthin gebracht werden, starb aber auf dem Transport. Die Erregung der Bevölkerung von Nieder-Saulheim gegen Dr. Schmitt war darob so groß, daß er in Schutz- Haft genommen wurde. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Ermittlungen aufgenommen.
Berliner Frühbörse.
Berlin, 21. Dez. (WTB.-Funkspruch.) Irn Berliner Frühverkehr blieb es zwar sehr still, doch ist auf Grund der in der deutschen Wirtschaft weiter zu beobachtenden Besserungstendenzen nach wie vor ein weiter freundlicher Grundton vorherrschend. Für Renten rechnet man ebenfalls mit weiter kleinstem Geschäft, so daß vielleicht leichte Kursabschwächungen eintreten könnten, wobei vor allem Liquiditätsrücksichten vor dem Jahresende eine Rolle spielen. Kurse waren noch nicht zu hören.
Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach spricht am 1. Januar 1934 von 11 bis 11.15 Uhr in einer Reichssendung über alle deutschen Sender über das Thema: „Neujahrsbotschaft an die deutsche Jugend".
Wettervoraussage.
Nachdem die Polenstörung sich abgeflacht hat und weiter gewandert ist, breitet sich der hohe Druck über das Festland aus. In seinem Bereich werden die Luftmassen zusammensinken, so daß sich der Himmel zeitweise stärker aufklart, wobei nachts infolge der Ausstrahlung wieder Frost eintritt. Eine neue Störung bei Island bringt aber sehr warme Luft mit sich und wird bei ihrer Weiterentwicklung später wieder Eintrübung und somit auch allgemeine Milderung verursachen.
Aussichten für Freitag: Zunächst zeitweise stärker aufklarend, nachts leichter Frost, trocken.
Aussichten für Samstag: Nach anfänglich ruhigem Wetter mit Nachtfrost Bewölkungsauf- zug und allgemeine Milderung.
Amtliche Wintersportnachrichten.
Sauerland, Winterberg: Nebel, — 1 Grad, 23 Zentimeter Pulverschnee, 6 bis 10 Zentimeter Neuschnee, Sport gut.
Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Star« ker Schneefall, — 4 Grad, 32 Zentimeter Schnee, 11 bis 15 Zentimeter Neuschnee, Sport gut.
Was Boeckel begonnen hatte, wurde von Philipp Köhler-Langsdorf und Otto Hirsche! weiter- getragen. Man strebt unerschrocken zu einer „wah- ren Volkspartei" aus Bauern, Handwerkern und Arbeitern. 48er=(Erinnerungen schlagen durch, mehr aber noch die Erinnerung an den Bauernkrieg, die im Juni 1897 zu einem Aufruf für ein Denkmal Florian Geyers führt. Das Bauerntum tritt immer mehr in den Vordergrund, der Kamvf wird um den Charakter Deutschlands als vorwiegender Ackerbaustaat geführt. Der „Hessische Bauernbund" wird im Landtag eine nicht mehr zu übersehende politische Potenz. Mit dem Aufgehen im Bund der Landwirte allerdings tritt dann die rein wirtschaftspolitische Orientierung vor der weltanschaulichen in den Vordergrund.
Das wird alles anders, als mit Ferdinand Werner ein neuer Mann an die Spitze der völkischen Bewegung tritt, der nach langen Jahren des Kampfes, besonders nach dem Novemberzusam- menbrud) das Jahres 1918, gegen die Weimarer Republik und für eine Befreiung des deutsch-völkischen Lebens tn die Schranke tritt. Sein Kampf mündet ein in die nationalsozialistische Bewegung, die im zweiten Teil dieses Buches von dem bekannten Abgeordneten Wilhelm Seipel, soweit sie gleichzeitig Bauernbewegung in Hessen war, eindrucksvoll dargestellt wird. Der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, hat dem fesselnden Buch ein Geleitwort gewidmet, das die reiche Tradition des Hessenlandes im Kampf um die völkische Reinheit unseres Volkstums anerkennt und in warmen Worten der hessischen Vor- kämpfer einer völkischen Erneuerung gedenkt. Zahlreiche zeitgenössische Dokumente, Briefmanuskripte, Karikaturen, Flugblätter und anderes, dazu die Bilder der völkischen und nationalsozialistischen Führer in Hessen sind eine wertvolle Ergänzung des Textes.
Auf den Bischofssitzvon Berlin hat Papst Pius XI. den bisherigen Bischof von Hildesheim Prälat Nikolaus Bares berufen. Die (Ernennung wird vom Hl. Vater am Donnerstag im Konsistorium verkündet werden.
*
Die Wirtschaftsoerhandlungen zwischen Deutschland und der Schweiz sind mit der Unterzeichnung einer Zusatzvereinbarung zum Wirtschasts- abkommen vom 15. November 1932 abgeschlos - s e n worden.
e
Der italienische Unterstaatssekretär S u v i ch hat an Reichskanzler Adolf Hitler nachstehendes Telegramm gerichtet: „Beim Verlassen deutschen Bodens beehre ich mich, (Eurer Exzellenz a u f das herzlichste zu danken für die vielen Freundlichkeiten, die mir erwiesen wurden, und für die Gelegenheit, die mir geboten wurde, die Erneuerung Deutschlands unter der Führung Eurer Exzellenz zu bewundern "
*
Mussolini hat dem österreichischen Gesandten Rintelen mitgeteilt, daß der italienische Unterstaatssekretär S u v i ch dem österreichischen Bundeskanzler Dollfuß zwischen dem 10. und 20. Januar einen Besuch ab ft atten werde.
Tätern ermordet. Nach der Tat hatte der Mörder das Haus angezündet. Die Einwohner des Ortes bemerkten in der Nacht den Brand. Bei den Löscharbeiten wurde die furchtbare Bluttat aufgedeckt. Die Ermittlungen der Polizei haben vorläufig zu der Annahme geführt, daß es sich um einen Racheakt handelt. Zahlreiche Haussuchungen haben bisher keinen (Erfolg gehabt.
Eifersuchtsdrama in München.
3n einem Münchener Krankenhaus hat ein dort beschäftigter 25jähriger Laborant seiner Braut, einer 24jährigen Verkäuferin, die ihn besucht hatte, Schwefelsäure ins Gesicht geschüttet und sich dann selbst mit Zyankali vergiftet. Die Schwerverletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand gibt vorerst zu Besorgnissen keinen An- laß. Wie man noch erfährt, scheint es sich um eine Eifersuchtstat zu handeln.
Tödlicher Fenstersturz im Wuppertaler Polizeipräsidium.
Aus einem Fenster des vierten Stockwerkes des Wuppertaler Polizeipräsidiums sprang ein Mann, der vor dem Erkennungsdienst aussagen sollte. Es handelt sich, wie der Poli^eibericht mitteilt, um einen 48jährigen Bandwirker, der feftgenommen war, weil er seinen Arbeitgeber und seinen Mitarbeiter jahrelang verleumdet hatte. Während der Vernehmung war der Festgenommene plötzlich auf das Fensterbrett gesprungen, offenbar um über die angrenzenden Dächer zu entfliehen. Bei diesem Versuch stürzte er von einem Dachvorsprung ab, trug schwere Verletzungen davon und ist kurz darauf im Krankenhaus g e ft o r b e n.
Fünfköpfige Familie vergiftet aufgefunden. Drei Tote.
In der Wohnung der Familie Wilhelm Fischer in Milspe i. W. fand man den Ehemann Fischer und die ältere Tochter t o t auf, während die Mutter und zwei weitere Kinder noch Lebenszeichen von sich gaben. Die Mutter wurde mit den Kindern sofort ins Krankenhaus gebracht, wo inzwischen ein weiteres Kind gestorben ist. Man hofft, die Mutter durchbringen zu können. Der Zustand des anderen Kindes ist besorgniserregend. Es wird angenommen, daß sich die Familie vergiftet hat, doch konnte die genaue Todesursache bisyer noch nicht festgestellt werden.
Glückwünsche des Reichspräsidenten an Isolde kurz.
Der Herr Reichspräsident hat der Schriftstellerin Frau Dr. h. c. Isolde Kurz anläßlich Der Vollendung des 8 0. Lebensjahres in einem herzlichen Schreiben seine Glückwünsche ausgesprochen.
Indische Mischung aromatisch, erlesener Geschmack
Prozeß als Verteidiger aufgetreten war, sich heute wegen Krankheit aber hatte entschuldigen lassen, in Schutzhaft zu nehmen wegen lanoesverräte- rischer Umtriebe im Verein mit Professor Foer« ft e r (Paris), die bis in die jüngste Zeit andauern. Es fei Steckbrief gegen Dr. Thormann ergangen, da der Verdacht bestehe, daß er flüchtig ist. Voraussichtlich würde die Inschutzhaftnahme a n - derer Persönlichkeiten erforderlich werden, gegen die die Untersuchungen noch schweben. Die Unter»
Die rumänischen Parlamentswahlen haben einen Sieg der Regierung ergeben. Nach Angaben aus Regierun^kreisen soll d i e nationalliberale Partei Ducas etwa 55 v. H. der Stimmen erreicht haben. Da schon 40 v. H. der Stimmen zur Sicherung der Wahlmehrheit genügen, ist mit einer überwältigenden Mehrheit der Nationalliberalen zu rechnen.
Aunst und Wissenschaft.
Goethe-Medaille für Professor Gedeon Petz, Budapest.
die Verhandlung habe ergeben, daß Dessauers Vaterlandsliebe im Rahmen seiner Weltanschauung nicht in Zweifel gezogen werden könne. In seiner idealistischen Einstellung habe er den Beteuerungen Mühlons, daß er seine Vergehen bereue und wieder gutmachen wolle, nur z u gern geglaubt. Er habe auch wohl die ganze Schwere der Verfehlungen Mühlons nicht gekannt. Es fei auch zu bedenken, daß man heute im neuen Staat diese Dinge ganz anders ansehe, als das damals geschah. Das Gericht fei zu der Ueberzeugung gekommen, daß nichts gegen die vaterlandsliebende Gesinnung Dessauers spreche, deshalb habe es auch beschlossen, daß nicht nur d i e K o st e n des Verfahrens, sondern auch die notwendigen Aufwendungen der Angeschuldigten der Staatskasse zur Last gelegt werden.
Ein Nachspiel.
Der Verteidiger Dessauers Dr. Thormann schwer belastet.
Nach der Urteilsverkündung teilte der Gladbacher Polizeipräsident der Presse mit, daß er angeordnet habe, Rechtsanwalt Dr. Thormann, der im
angehörigkeit gemäß §§ 18 bis 24 des Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes vom 22. Juli 1933 zu beantragen.
Architekten gehören zur jRcidteifammcr der bildenden Künste.
Berlin, 20. Dez. (TU.) Zu den Bekanntmachungen in Presse und Rundfunk über Vorbereitung einer Reichskammer der Technik, erklärt derDrä - sident der Reichskammer der bildenden Künste:
„Um Mißverständnissen zu begegnen, stelle ich fest, daß die Baukunst als Mutter der bildenden Künste innerhalb der am 15. November 1933 begründeten Reichskulturkammer der Reichskammer der bildenden Künste angehört. Alle A r cd i t e k t e n, die diesen Namen zu Recht führen, insofern sie künstlerisch, schöpferisch tätig sind, gehören demnach in die Reichskammer der bildenden Künste, währenddem Bautechniker oder Bau- bejlill’ene, einerlei wie sie sich selbst bezeichnen, deren Schaffen im Ganzen gesehen, nicht unter dem Gesichtswinkel einer künstlerischen Tätigkeit zu beurteilen ist, nicht in die Reichskammer der bildenden Künste gehören. Die Erstgenannten haben sich, um ihren Beruf weiter ausüben zu können, nunmehr sofort bei der Reichskammer der bildenden Künste zu melden."
Kein SA.-O enstanzug in der Reuja^rsnacht.
Berlin, 20. Dez. (CNB.) Die Oberste SA.-Füh« rung hat folgende Verordnung erlassen:
Vom 31. Dezember 1933, 22 Uhr, bis 1. Januar 1934, 8 Uhr, ist das Tragen des Dienst» anzugs außerhalb der Privatwoh- nungen für sämtliche Angehörige aller derObersten SA.-Führung unter» stellten Gliederungen verboten. Ausgenommen sind Wachen und Posten sowie die zum Dienst eingesetzten Straßenpatrouillen, Feldjäger, Hilfspolizei und dergleichen.
Ern Gedenktag: Vor neun Zähren verließ der Führer die Festung Landsberg.
Berlin 21. Dez. (TU.) Der „Völkische Beobachter" meldet: Dor neun Jahren, am 20. Dezember 1924, wurde unser Führer Adolf Hitler aus der Festung Landsberg am Lech entlassen. Anläßlich dieses Tages überreichte Standartenführer Schaub im Auftrage der übrigen damaligen Festungskameraden des Führers diesem ein Album mit Aufnahmen von dem damaligen Festungsaufenthalt.
'N tOTh. hl. sch
Ziehungen D e s a u e r s z u M ü h l o n. Hier stellte das Gericht eft, daß Mühlon während des Krieges auf die schwer st e Weise in Wort, Schrift und durch sonstige Handlungen s i ch am deutschen Vaterland vergangen hat. Sein verbrecherisches Treiben sei umso schlimmer, als er, der frühere Kruppdirektor, vom
— Entwickelung der völkischen Bewegung. Die antisemitische Bauernbewegung in Hessen von der Böckelzeit bis zum Nationalsozialismus von Dr. Eugen Schmahl — Entwickelung der nationalsozialistischen Bauernbewegung in Hessen von Wilhelm Seipel, MdR., Fauerbach v. d. Höhe, mit einem Geleitwort von Gauleiter Jakob Sprenger, Reichsstatthalter in Hessen. Preis kartoniert 3,60 Mark, in Ganzleinen gebunden 4,80 Mark, mit 16 Tafeln zeitgenössischer Bilder, Verlag Emil Roth GmbH, in Gießen. — (649) — Dor wenigen Wochen haben wir in einem Aufsatz eines Mannes gedacht, ohne den die antisemitische Bewegung in Hessen, die in so vielem als Vorläufer des erfolgreicheren Nationalsozialismus angesprochen werden kann, einfach nicht zu denken ist. Es ist eine Pflicht historischer Treue und völkischer Dankbarkeit, wenn auch dieses Buch, das soweit wir wissen, zum erstenmal die Entwicklung der völkischen Bewegung in unserer hessischen Heimat in ihrem geschichtlichen Ablauf schildert, an Otto Boeckel anfnüpft. Eugen Schmahls biographische Skizze dieses auch heute noch bei unseren oberhessischen Bauern unvergessenen Volksmannes schildert ungemein anschaulich und fesselnd die geistige Entwickelung Boeckels und sein politisches Werden zum Führer einer Volksbewegung, die weit über Hessen hinaus große Kreise unseres deutschen Volkes ergreifen und durch Jahrzehnte hinaus »eft- halten sollte. Wenn auch die besondere wirtschaftliche Struktur des platten Landes in Oberhessen den antisemitischen Tendenzen der Boeckel-Beweguna vor allem günstig war, so ist doch kein Zweifel, daß auch im ganzen gesehen das überspitzte hochkapitalistische Wirtschaftssystem, je mehr es dem anonymen Finanzkapital Gelegenheit zu einer ungeheuren und keineswegs berechtigten Machtfülle bot, | sehr viel Anlaß gab, das deutsche Volk zur Besin- I nung auf feine völkischen Grundkräfte aufzurufen. |
ffiic die „Kattowitzer Zeitung" aus Rzeszow (Ostgalizien) berichtet, rouroe in der Nacht in der Ortschaft Swiniec eine vierköpfige Familie, Mann, ä Frau und zwei Kinder von bisher unbekannten


