Ausgabe 
21.10.1933 Zweites Blatt
 
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e Wellempfang

messerscharfe Trennung e edelster Ton (>Noralon<)

Handball im Gau XII der OT.

Ccfte$ Spiel der Gießener Turnerschaft.

Der morgige Sonnlag sieht auch die Mann- toaften der Gießener Turnerschaft »Tbie biesiahnge Derbandsrunde eingreifen. Die erste die iUr GausonderNasie Bezirk Gießen gehört, trifft Im Verlauf der Runde aus di- Mannschaften von Wetzlar, Hachenburg und 1900 Gießen. Sich unter diesen Gegnern durchzusetzen, wird für bie Ber­einigten eine außerordentliche Kraftprobe bedeuten, da sie burchweg gegen gut eingespielte Mann- anwtreten haben. Schon das erste Spiel, iu dem sich auf bem Unioersitätssportplatz ber Id. Wetzlar stellt, wird barüber Aufschluß geben, welche Aussichten man ben Gießenern m ^en weiteren Kämpfen geben kann unb m welchem Maße man mit chnen als ernsthaftem Gegner zu rechnen haben W IHe Wetzlarer, beren Spielstarke als langjährige Kreisklassemannschaft hinreichend bekannt ist, treten fast unverändert in ihrer vorjährigen Mufftellung an und dürften schon damit in Bezug auf Einheit- lidifeit unb Zusammenarbeit innerhalb ber Mann­schaft ben Einheimischen gegenüber ein großes Plus ooraushaben. Die Gießener Turnerschaft wird bas Spiel in folgenber Aufstellung bestreiten:

Helmert

Seyb Beitter

Sarenseck Malkomesius Schorrkopf Ploch Seipp Barth Kern Weigand

Da jeber einzelne über ein solides Können und auch über die nötige Wettspielerfahrung verfügt, wirb ber Ausgang bes Spieles im wesentlichen davon abhängen, wie weit die elf Spieler als eine geschlossene Einheit sich zusammensinden und zu handeln vermögen.

Die zweite Mannschaft spielt in der V-Klasse in einer Runde mit OSE. Gießen, 1900 Gießen II, Burkhardsfelden unb Beuern. Ihr morgiger Geg­ner ist Burkhardsfelden, unb da sie in einer für diese Klasse recht starken Aufstellung antritt, ist mit ziemlicher Sicherheit mit einem Sieg zu rechnen.

Die Iugendmannschaft des Mto., die ihre Spiel- runde bereits mit einem schönen unb vielver- sprechenden Erfolg einleiten konnte, trifft sich vor bem Spiel ber ersten in einem Freundschaftsspiel mit einer Hanbballmannschaft ber Höheren Privat­schule.

Handball her Sp.-Da. 1900

Zum ersten Male so lange die Hatrbballabteilung besteht, spielt bie erste Mannschaft der Spielvereini- gung 1900 in der Gauklasse des Gaues XII Nord- Hessen. Durch ihr langes Kämpfen und nicht zuletzt durch bas Arbeiten bes Handballausschusses ist cs gelungen, den Verein in ber höchsten Klasse bes Handballs zu sehen. Die erste Mannschaft hat aber auch ben Handball im Lahnbezirk im letzten Jahre am besten vertreten und somit Anspruch, in dieser Klasse zu spielen. 1900 ist aber auch der einzigste DSV.-Verein dieser Klasse. Die Gegner sind Tv. Hachenburg, Tv. Wetzlar unb Turnerschaft Gießen. Die Gruppe ist klein, aber sehr spielstark.

Am Sonntag weilt die erste Mannschaft In Hachenburg, hat aber auch auf dem Wester­

In ber Reihe ber Derbanbsspiele ber Bezirks- klasse empfangt morgen bie Liga ber Spielvereini- gung 1900 bie Liga von Germania Marburg auf Dem Platz an ber Liebigshöhe. Beibe Mannschaften sind noch ohne Rieberlage. Marburg ist im Schluß- Dreieck außerorbentlich gut besetzt: ber Angriff ist schnell unb schubsicher. Die Germanen haben in jüngster Zeit an Spielstärke gewonnen unb bie Blauweißen werben gut tun, von Anfang an mit allem Eifer zu kämpfen. Vor allem wirb sich emp­fehlen, sich zu schnelleren Aktionen aufzuraffen, ohne vor bem Tor bie Ruhe zu verlieren. Die Blauweißen müssen auf Heinbach verzichten

empfangen auf eigenem Platz die eifrigen kräftigen Schüler von Watzenborn-Steinberg.

VfB. Gießen.

Das ursprünglich für bie Liga bes VfB. ange­setzte Derbandsspiel gegen Lollar in Lollar ist auf ben 17. Dezember verschoben worben. Die Liga bes VfB. ist also am morgigen Sonntag spielfrei.

Die II. Mannschaft bes VfB. hat in Watzenborn- Steinberg anzutreten, und zwar als Gegner ber »weiten Elf bes Plagoereins. Die Grünweißen haben einen sehr ernst zu nehmenden Gegner vor sich. Ob es gegen die spielstarken Gastgeber zu einem Siege reichen wird, ist sehr fraglich. Die III. Mannschaft bestreitet ein Derbandsspiel gegen bie III. von Lollar.

^ZL.Teutonia-'Watzenborn-Steinberg

Die Liga bes FE.Teutonia" Watzenborn-Stein- berg hat am morgigen Sonntag bas fällige Ber- banbsfpiel in Ockershausen zu bestreiten. Das Spiel- selb in Ockershausen wird auch für bie Teutonen schwerer Boben sein. Ob bie Mannschaft, bie sich in ben bisherigen Berbanbsfpiclen ausgezeichnet geschlagen hat, in Ockershausen einen Sieg ober em Unentschieden zu (anben vermag, ist aber doch noch fraglich. Dem (Ergebnis sieht man mit um so mehr Interesse entgegen.

(5porfabfeilung des Tv. Wieseck.

Am morgigen Sonntag treten brei Mannschaf­ten bes Tv. Wieseck auf ben Plan, alles Berbanbs- spiele. Die 1. Elf spielt auf eigenem Platz gegen die gleiche bes BfR. Lich. Die gegnerische Mannschaft stellte in ben vergangenen Berbanbsfpielen einen guten Gegner. Es bleibt jetzt abzuwarten, ob bie Spielstärke geblieben ist. Auf alle Falle muffen bie Einheimischen alles baransetzen, günstig abzuschnei- den. Die Zuschauer haben mit einem spannenden Spiel zu rechnen. Bor dem Spiel der ersten Mann­schaften begegnen sich die zweiten Garnituren der beiden Bereine. Die 1. Jugend muß nach Watzen- bormSteinberg unb wirb einen harten Stanbpuntt haben.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Am morgigen Sonntag stehen sich auf bem Heu­chelheimer Sportplatz bie beiben ersten Mannschaf- ten bes FC. Großen-Buseck unb bes Sportvereins 1920 Heuchelheim im Derbandsspiel gegenüber. Eine Voraussage über dieses Spiel zu treffen, ist sehr gewagt, zumal Heuchelheim durch Ersatz geschwächt antritt. Der Vorteil bes eigenen Platzes bürste in biefem Spiel kaum ins Gewicht fallen, da sich die beiden Gegner schon oft gegenüberftanben.

Die erste Jugenbmannschaft muß zum Pflichtspiel nach Bieber, gegen beren gleiche Mannschaft sie am vergangenen Sonntag nicht gerade überzeugend mit 4:3 gewinnen konnte.

Kußball-Kampf Deutschland-Belgien.

Die lange Reihe ber Fußball-Länberkämpfe der neuen Saison wirb am Sonntag mit bem Spiel gegen die Auswahlmannschaft Belgiens in Duis­burg begonnen. Rach über zwanzigjähriger Pause ist roieber einmal Belgien der Gegner. Belgien tritt überhaupt erst zum vierten Male gegen Deutsch­land an. Die deutsche Vertretung rekrutiert sich dies­mal lediglich aus westdeutschen Spielern, Die in folgender Aufstellung antreten: Buchloh (Speldorf): Dusch (Duisburg), Hund (Schwarzweiß Essen), Ja­nes, Bender, Breuer (Fortuna Düsseldorf): Albrecht (Fortuna), Wigold (Fortuna), Hohmann (Benrath), Kuzorra (Schalke), Kobierski (Fortuna Düsseldorf).

Eine Voraussage über den Ausgang bes Kampfes ist kaum zu geben. Ob ein Sieg über Belgien nach ben bisherigen brei Rieberlagen möglich ist, und wie er möglich ist, wird abzuwarten bleiben. Schiedsrichter ist ber Schwebe Otto Olsson. Die zweite Halbzett des Spieles wirb im Runbfunk übertragen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 (Liga) Germania Marburg (Liga).

treten mit folgender Mannschaft an:

Schlarb

Zeiler Lippert Langsdorf Heilmann Schmelz Luft Grünewald Wilhelmi Bromm Roth.

Schiedsrichter ist Stumpf (Friedberg).

Die Ligareferve empfängt die gleiche bes Sport­vereins 1920 Lollar. Das Treffen wirb vor bem Ligaspiel ausgetragen. Die Gäste dürfen nicht unter- schätzt werben. Von ben Blauweißen erwartet man eine bessere Leistung, als sie im letzten Spiel gegen Lollar gezeigt wurde. Die 3. Mannschaft fährt nach Bieber unb tritt bort gegen bie 1. Mannfchaft an. Bieber ist ein harter Gegner und es kann sehr wohl sein, daß diesmal das Spiel für die 1900er mit Punktverlust endet.

Zugendspiele.

Die 1. Jugend fährt voraussichtlich nach Hachen­burg zum fälligen Derbandsspiel. Die 1. Schüler

waldboden einen sehr schweren Stand. Die Gast­geber haben am vergangenen Sonntag nach großem Sampf knapp 6:4 gegen den Tv. Wetzlar verloren. Die Mann,chaft ist sehr schnell unb auf eigenem Platz sehr gefährlich.

Die zweite Mannschaft spielt gegen Tv. Beuern L

Tisch-Tennis her Sp.-Dg. 1900.

TD. 1860 Lich 1900 II 5:6.

Eine verstärkte 2. Mannschaft der Spogg. 1900 gastierte dieser Tage beim TD. Lich und konnte einen nur knappen Sieg mit nach Hause nehmen. Die ersten vier Gießener Spieler gaben ihren Geg­nern in jedem Satz eine Borgabe von 10 Bällen, die in den meisten Fällen nicht aufgeholt werden konnte. Außerdem bewiesen die Licher, daß sie in der letzten Zeit viel dazugelcrnt haben.

Deutsche Motorradfahrer siegen in Ungarn

Deutsche Motorrad- und Automobil-Rennfahrer beteiligten sich an einer Veranstaltung auf der Gödöllö-Rennstrecke bei Budapest Fast durchweg gab es deutsche Siege. Bei den Motorrädern siegte in der Klasse bis 1000 ccm Rosemeyer- Lin­gen auf seiner RSU., während Möritz (Victoria) im Seitenwagenrennen triumphierte. Bei den Wa- gen gewann Kohlrausch - Eisenach (Austin) in der lOOOer-Klasse, unb Burggaller lieh sich auf Bugatti die schwere Klasse nicht entgehen.

Der heutsche Rudersport geeint.

Nachdem nun auch der Norddeutsche Ruderoer­band, der alte Deutsche Wassersportverband, ber NS -Wassersport-Bund Berlin, die Regattagemein­schaft SD. Berlin und der Ruderverbanb der Be­rufs- und Fachschulen Berlin ihre Auflösung und den Uebertritt in ben Deutschen Ruder-Derbanb be- schlossen haben, gibt es nun auch im Rubersport außerhalb dieser Fachschaft praktisch keine Vereine mehr.

Simultanspiel gegen hen Deutschen Schachmeister.

Der Schachklub Gießen hatte für ben gestrigen Freitag abenb zu einem Simultanspiel gegen Den Deutschen Schachmeister Brinkmann ringe- laben. Im Kampf gegen 26 Partner konnte ber Schachmeister 21 Spiele gewinnen, 2 wurden von ihm verloren unb 3 Partien remis beendet. Dir kommen auf die Veranstaltung noch zurück.

__________(Schloß des redaktionellen Teils.»

wenn ... Ja, wenn wir noch in der Postkutsche fahren wenn wir unsere Speisen noch an ber offenen Feuerstelle bereiten und wenn wir unsere Häuser mit dem Kienspan erleuchten müßten! Wir würden uns im Zeitalter der Technik nicht mehr wohl fühlen. Und doch gibt es heute noch Dinge und Arbeiten, die sich fast genau so abwickeln wie in alten Zeiten. Z. B. wäscht man in ungezählten Haushaltungen bie Wäsche noch mit ber Hand anstatt sich einer moder­nen, wäscheschonenden, Arbeit, Zeit und Mühe spa­renden Waschmaschine zu bedienen. Ja, wenn! Wenn Vater waschen müßte, würbe bei ber nächsten Wäsche sicher mit einerMiele^-Elektro-Waschmaschine ge- waschen werden. 5314V

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