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Aus der Provinzialhauptstadt
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Durchweg muh man bie TNelloralions- und Liedelungsarbeiten, die der Arbeitsdienst der TlSDAP. im Ried mit grohem Mut angefangen und bisher in bester Weife vorangebracht hat,
Beratung: 16 und 20 Uhr, Kirchenplatz 2, Große Deutsche Modenschau. — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Saison in Kairo" mit Renate Müller und Willy Fritsch.
— Sch üle r k o nzert der Schule Cläre Schlesier-Altmann. Am kommenden Sonn- taa, 24. September, 10.30 Uhr, veranstaltet die Musikschule Cläre Schlesier-Altmann im Hause Goethe- straße 63 ein Schülerkonzert unter Mitwirkung von Waltraud Schüttler (Geige) und Heilwig R o • io ff (Cello). Zur Aufführung gelangen Werke von I. S. Bach, Schumann, Schubert, Dvorak, Mozart usw. Auf die gestrige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.
Kampf den Schwähern!
Das Staatspresseamt teilt mit: Um den in den letzten Tagen anläßlich der Regierungsumbildung in Hessen auftauchenden Gerüchten ein für allemal mit dem nötigen Nachdruck entgegenzutreten, empfiehlt es sich, das Borgehen der Offenbacher Polizeidirektion anzuwenden, die kurzerhand jeden Verbreiter derartiger Gerüchte fest- nimmt und ins Konzentrationslager verbringt. Nur so kann diesen Volksschäd- l i n g e n das Handwerk gelegt werden.
Bei den Soldaten der Arbeit.
Mit Reichsstatthalter Sprenger, Staatsminister jung und Landesbauer n- präsident Or. Wagner ins hessische Ried.
Besprechung vor einem großen verbesserungsbedürf- Wiesenplan in der Nähe von Lorsch am
Der Offenbacher Polizeidirektor hat folgendes bekanntgegeben: „In den letzten Tagen wurden in Offenbach von unverantwortlicher Seite Gerüchte über angebliche Vorgänge in Hessen verbreitet, die in ihrer Aufmachung frei erfunden und geeignet sind, eine Beunruhigung hervorzu- rufen. Ich mache darauf aufmerksam, daß ich rücksichtslos und ohne Ansehen der Person, ihres Alters, ihres Geschlechts und ihrer Stellung im öffentlichen Leben gegen diejenigen Vorgehen werde, die derartige Gerüchte weiterverbreiten. Ich werde nicht dulden, daß sich das Krebsgeschwür einer z e r se tzenden Gerüchtemacherei, die von feindlicher Seite ausgeht und von denjenigen, die ohne Stänkereien nicht leben zu können glauben, weiterverbreitet werden, ausbreitet. Personen, die auch nur im entferntesten an der Weitergabe solcher Gerüchte sich beteiligen, werden, selbst wenn diese Personen den Zusatz machen sollten, daß sie selbst nicht an diese Gerüchte glaubten, sofort fest- genommen und in das Konzentrations- lager übergeführt werden. Auch auf langjährige Parteiangehörigkeit oder die Bekleidung einer Amtswalterstelle wird in diesem Falle von mir keine Rücksicht genommen werden, da alte Porteigenossen oder Amtswalter, welche sich an diesen Schwätzereien beteiligen, beweisen, daß sie trotz ihrer langjährigen Parteizugehörigkeit und trotz ihrer Amtswaltertätigkeit noch nicht die nötige Reife besitzen, sonst müßten siedieSchädlichkeitderartigerSchwätze- r e i e n für die Bewegung erkennen; solche Schwätzer bedürfen daher dringend der Erziehung durch das Konzentrationslager."
Die Pressestelle der Polizeidirektion teilt hierzu mit, daß bereits vorgestern auf Anordnung des Herrn Polizeidirektors eine der Personen, die sich an solchen Schwätzereien beteiligte, der Helmut Müllmerstadt, der seit 1931 Mitglied der NSDAP, ist, verhaftet wurde. Weitere Der- Haftungen stehen bevor.
Jtan&funfüfcerfrofluttfl des ersten Spatenstichs zur Reichsauiobahn.
Der Südwestdeutsche Rundfunk überträgt am Samstag, 23. September, die Feierlichkeiten anläßlich des ersten Spatenstiches beim Bau der Reichsautobahnen bei Frankfurt a. M. Die lieber- tragung wird von allen deutschen Sendern übernommen.
Takt, aber mit großer Beharrlichkeit weiter betrieben. Sollte es Japan gelingen, sich mit den bereinigten Staaten zu verständigen, wozu Ansätze vorhanden sind, so ist viel erreicht. Eine Isolierung seitens des Völkerbundes, die der moralischen und materiellen Unterstützung der Bereinigten Staaten entbehrt, ist für Japan keine Isolierung mehr. Dann kann Iavan auch den wirtschaftlichen Kampf mit dem Britischen Welt- reich, der an allen Ecken und Enden der Welt auflodert, mit einer gewissen Ruhe entgegensetzen. Und der zähe Kampf Chinas um die verlorenen Gebiete,.der aufs Neue zur großen, wenn auch nicht zur aktuellen Politik der Nanking-Regierung erhoben zu fein scheint, verliert für Japan feine ärgsten Gefahren. Alles hängt von Amerika ab, alles, sogar Krieg und Frieden.
Oer stille Garten.
Mir gegenüber liegt ein weiter Garten. Die Fenster meines Arbeitszimmers sehen hinein in seine große Ruhe. Für die Passanten der Straße ist er fast unsichtbar hinter dem verwitterten Wall seiner Mauer, mürrisch verwehrt er Unberufenen vas Geheimnis seiner grünen Tiefen. Aber die Wipfel feiner mächtigen Bäume nicken mir brüderlich zu, denn wir sind gute Freunde, der alte Garten und ich, sehr vertraute Freunde, die sich mancherlei zu sagen haben...
Ihm verdanke ich viel. Inmitten der grauen Enge der Stadt sind mir feine Rasenflächen, die dichten Püsche und das grüne Meer seiner Blätter ein täglich neues Geschenk. Wie eine verlorene Insel der Stille liegt er eingebettet in die steinerne Enge kahler Mauern, der Duft seiner Lindenblüten weht an Sommerabenden in meine Fenster, und das tiefe Rauschen feiner Wipfel schickt des Nachts gute Träume in meine Einsamkeit.
Die Stadt ist sich in allen Tagen gleich, aber im Gesicht des stillen ©artens lese ich den großen Wechsel der Jahreszeiten, das Werden und Sterben der Natur. Wenn an den Zweigen seiner Kastanien die braunen Knospen in der Sonne leuchten, wenn über den Büschen an der Mauer ein zartgrüner Schleier weht, dann weiß ich, daß der Frühling wieder über das Land gekommen ist, und das Flöten der Amsel klingt lustig die Straße herab.
Nun kommt für den Garten die große Erfüllung, der Rausch des Werdens, nun springen allenthalben die Knospen, drängen sich taufenb Blättchen ans Licht, stoßen junge Gräser durch das Winterlaub, und lachend winken die gelbseidenen Fahnen der Forsytien. Bald flötet und trillert es von jedem Zweig, eifrig bauen sich die Musikanten ihre kleinen Nester und geben vor Tau und Tag jubelnde Frühkonzerte. Und dann, eines Nachts, klingt drüben eine süße Melodie durch die dunkle Stille, dann ist der Sommer da, lockend verkündet durch die kleine Kehle der Nachtigall.
Dunkelrote Rosen blühen auf dem großen runden Beet. Schmetterlinge taumeln darüber hin, und die blanken Flügel der schwirrenden Käfer blitzen in der Mittagssonne. Nachts schwebt magisch das silberne Horn des Mondes herauf und taucht die schwarzen Baumkronen in schimmerndes Licht. Leuchtend blinzeln die Sterne durch das Geäst, und ein heimliches Rauschen und Flüstern geht um...
Immer ist der alte Garten schön und voller Farben, zumal im Herbst, wenn das Laub flammend glüht und die Astern ihre bunten Köpfe wiegen. Der Wind raschelt und knistert im Jallaub, und die grünen Hüllen der Kastanien platzen mit dumpfem Prall am Boden, daß die glänzenden Früchte weit über den Rasen rollen. Aber dann fällt der erste Schnee. Die Kulissen der Bäume und Büsche, die verschlungenen Pfade und die breiten Wege sind jetzt, in der weißen Klarheit des Winters, ohne Geheimnis, aber über Nacht kommt das Wunder doch wieder auf leisen Sohlen in den alten Garten. Dann glitzern am Morgen die drei mächtigen Tannen am Rofenbeet in der kristallenen Pracht des Reiss, schimmernde Christbäume meines alten Freundes. Der steinerne Tisch unter der Linde ist ein Pilz mit dicker weißer Schneehaube, und wenn die Drosseln in die Zweige fallen, stiebt eine glitzernde Wolke auf in die kalte Luft.
Immer ist er eine drängende Lockung für mich, der weite Garten in seiner geruhsamen Abge- schlossenheit. Selten sehe ich Menschen auf seinen versteckten Wegen, und seine Blumen verblühen meist, ohne daß sie jemand pflückt. H. C. v. M.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Stadtheater: 20 Uhr, Bunter Abend. — Hausfrauen-
(Eigner Bericht unseres an der Fahrt beteiligten Redaktionsmitgliedes,)
Auf Einladung des Herrn Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger fand am Dienstag eine Fahrt zur Besichtigung der Tätigkeit des Arbeitsdienstes im hefsischenRied statt. An der Besichtigung nahmen viele Amtswalter der NSDAP., Vertreter der Behörden und der Presse darunter auch ein Vertreter des „Gießener Anzeigers", teil. Heber die richtungweisenden Darlegungen des Herrn Landesbauernpräsidenten, die der Fahrt ooraufgingen, und die bedeutsame politische Rede des Herrn Reichsstatthalters gelegentlich des gemeinsamen Mittagessens in Bensheim ist gestern schon berichtet worden. Unsere heutigen Zeilen haben den Zweck, einige besonders bemerkenswerte Eindrücke unseres Redaktionsmitgliedes von dieser Fahrt noch mitzuteilen.
Als Auftakt erlebte man am Dienstagfrüh im Hofe des Alten Palais zu Darmstadt zunächst einen Aufmarsch der Arbeitsdienstabteilungen, die von Herrn Reichsstatthalter Sprenger besichtigt wurden. Die jungen Leute machten dabei unter der Führung ihrer Leiter — durchweg Männer in gereiftem Lebensalter und sämtlich Kriegsteilneh- mer — den vorteilhaftesten Eindruck auf den Beobachter des interessanten Ereignisses. In ben Reihen dieser Arbeitsdienstkolonnen trat eine bewundernswerte Disziplin und Wohlerzogenheit zutage, die im erfreulichsten Gegensatz steht zu dem, was man noch vor nicht allzu langer Zeit, vor der Einrichtung des Arbeitsdienstes, an Unerfreulichem bei vielen jungen Leuten bemerken mußte. Es war eine ungetrübte Freude, diese — wie Reichsstatt- halter Sprenger in seiner Ansprache an die Abteilungen sich ausdrückte — „Soldaten derAr - beit" sowohl in Darmstadt bei dem Aufmarsch und dem Vorbeimarsch vor dem Reichs st atthal ter und dem Staatsminister Jung, wie auch im Arbeitsdienstlager Griesheim, im Arbeitsdienstlager in Bensheim und später an -en verschiedenen Arbeitsstellen im Ried zu beobachten.
Höflichkeit, Bescheidenheit, Dienstbereitschaft, volle Hingabe an die vorbildliche Sache des Arbeitsdienstes, kurzum alle lobenswerten Tugenden eines jungen Wannergeschlechts, das sich willig in disziplinierter Achtung und im Gehorsam vor der Autorität und den Steiferen beugt, konnte man dort zur Ehre dieser deutschen Jugend überall bekundet sehen.
Die Führer, die unter der Oberleitung von Bezirksführer F a a tz im Rahmen des Arbeitsdienstes der NSDAP, dieses Erziehungswerk betreiben, vollbringen damit eine Tat, die des Dankes und der wärmsten Anerkennung wert ist.
Der Einblick in den Arbeitsdienst der jungen Leute war sehr aufschlußreich. In Griesheim sah man sie in Baracken als Zeichner bei der Bearbeitung von Plänen für die Kulturarbeiten im Ried (Meliorationen, Feldbereini- Susw), oder hinter dickleibigen Grundbuchen als Schreiber bei der Anfertigung von Auszügen usw. für die Zwecke der Kulturarbeiten, während andere Abteilungen zur gleichen Zeit im Freien ihrer Arbeitsaufgabe oblagen, ober durch sportliche Betätigung ihren Körper stählten. In Bensheim konnte man eine Anzahl der jungen Leute bei ihrer eifrigen und aufmerksamen Tätigkeit zur Versorgung der vielen Mittagessenbesucher beobachten, wobei sie sich als sehr geschickt, umsichtig und dienstfreudig erwiesen. Nebenbei sei hier verzeichnet, daß die Besucher für ihre Mittayessen den gleichen Speisezettel hatten wie die Ar- beitsoienftttnUigen, und daß die Suppe mit anschließender Bratwurst, Kartoffeln und Gemüse prächtig schmeckte. Lobenswert war auch, daß jedermann sein Mittagessen mit Getränk selbst z u bezahlen hatte, also nicht mehr — wie unter dem früheren System — die Zeche zu Lasten der Steuerzahler ging. Diese Sparmaßnahme im öffentlichen Haushalt ist nur zu begrüßen und wird zweifellos allgemeine Zustimmung finden. Mit schönem Eifer waren die „Soldaten der Arbeit" auch draußen in den Gemarkungen bei ihren Aufgaben. Da wurde mit Sorgfalt die Grundlage für umfassende Feldbereinigungsarbeiten geschaffen, ober es würbe an Entwässerungsanlagen gearbeitet, um aus sauren Wiesen mit qualitativ minbermertiaen Gräsern hochwertige Wiesen mit ebensolcher ©rasnufcung zu machen, bamit auf diese Weise die Viehhaltung vorteilhafter als bisher gestaltet und die Rentabilität der bäuerlichen Wirtschaft gesteigert werden kann. An anderen Stellen war man eifrig dabei, im Flußlaufbeurk der Weschnitz durch umfassende Arbeiten vorbeugende Schutzmaßnahmen aegen eine Wiederholung der schweren Hochwasserschäden vom vorigen Jahre zu schaffen, indem man durch Vertiefung, Erweite- rung und Grablegung von Gräben für günstigere Abflüsse des Wassers sorgt. Wer sich an die schwere Wasserkatastrophe im vorigen Jahre durch die Weschnitz mit ihren großen Schäden für die Bevölkerung erinnert, wird die energische Inangriffnahme und Durchführung dieser Arbeit als eine begrüßenswerte Tat ansehen. Sehr beachtenswert sind auch die Siedlungsarbeiten, die der Wie-
als mustergültig und wirtschaftlich sehr verheißungsvoll bezeichnen.
Für Oberhessen ist dabei bemerkenswert, daß die gleiche Energie und Kraft des Planens und Vollbringens in kurz absehbarer Zeit auch dem Vogelsberg zugute kommen dürfte.
Für dieses bedeutsame Erziehungs- und A r b e i t s w e r k in den Arbeitsdienstabteilungen tm Ried, das die Führer und die Soldaten Der Arbeit in gleicher Weise ehrt, gebührt dem Herrn Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, der Seele und dem oorwärtstreibenden Faktor der ganzen Einrichtung, besonderer Dank. Er hat sich die nachdrückliche Förderung und Ausbreitung des durch den Arbeitsdienst vertretenen neuen Ethos der Arbeit sowohl zum Nutzen der Allgemeinheit, wie auch zum Besten der Erziehung und Schulung der jungen Männer in diesem Dien ft der Arbeit für Zwecke des friedlichen deutschen Wiederaufbaues zur besonderen Aufgabe gemacht. Daß es ihm mit dieser Aufgabe sehr ernst ist, konnte man bei der Besichtigungsfahrt in vielfältiger Weise beobachten. In getreuer und verständnisvoller Weise haben ihm bei diesem guten Werke bisher — soweit es von außen her zu beurteilen ist — besonders der Landesbauernpräsident Dr. Wagner und Ministerialoberrevisor Reich als Mitarbeiter Gefolgschaft geleistet. Daß die maßgebenden Herren sich dabei auch den Wünschen und Vorschlägen aus dem Kreise der Ortsbevölkerung geneigt zeigen und ihre Förderung nach Maßgabe aller Möglichkeiten, aber doch unter vorsichtiger Abwägung aller Verhältnisse, gerne in die Waagschale werfen werden, konnte man im Verlauf einer
Rande des Corfther Waldes bemerken, als Orts- bürgermeifter und landwirtschaftliche Fachberater den Herren Reichsstatthalter Sprenger, Staatsminister Jung und Landesbauernpräsident Dr. Wagner ihre Anliegen vortrugen.
Man gewann im Ried den Eindruck, daß der Arbeitsdienst der NSDAP, unter der Leitung von Bezirksführer F a a tz bei der weiteren Betreuung und Förderung durch den Herrn Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger zu einer Quelle des Segens für die Bevölkerung im engeren Bezirk, aber auch für den Gaubereich und darüber hinaus für das deutsche Vaterland werden wird.
Reichsstatthalter Sprenger begrüßt die Soldaten der Arbeit.
WSN. Darmstadt, 20. Sept. Dor der gestrigen Besichtigungsfahrt durch das Meliorationsgebiet im Ried begrüßte Reichsstatthalter Sprenger die im Hofe des Alten Palais aufgestellten Abteilungen des im Ried eingesetzten gr ei billigen Arbeitsdienstes mit folgenden Worten:
„Ich grüße euch, ihr Soldaten der Arbeit. Durch euch wird bewiesen, daß die deutschen Sohne sich freiwillig hinter die große Idee stellen, das neue Reick; zu einem Reich der Arbeit zu machen. Ihr beweist durch die Tat, daß es ein Reich der Arbeit ist und bleiben wird. Bis in die letzten Tage hinein hetzte eine gewisse ausländische Presse, von Bluts- und Wesensfremden, die aus Deutschland geflüchtet sind, beeinflußt, und behauptet, daß wir den Krieg wollten.
Wir sind die lebendigen Zeugen, daß unser Wollen nur eines ist: nicht durch Eroberung fremder Gebiete, sondern durch eigene Kraft und eigene Arbeit unser Volk wieder stark zu machen.
In euch ist hierin ein herrlicher Beginn ßu erblicken. In Hessen wird bewiesen, daß wir aus eigener Kraft und durch eigene Arbeit unfruchtbaren Boden in den Dienst für Volk und Vaterland stellen. Diese Taten beweisen mehr als alle Hetzreden dieser aus- ländischen Tendenzpresse. Die Welt wird uns Achtung entgegenbringen, sobald ihr erkennbar ist, wie
deutsches Bauern- und Arbeitertum das Leben seines Volkes sicherstellt.
Geht mit Stolz ans Werk, ihr Soldaten der Arbeit, denn ihr seid es, die den Grundstein legen dürfen für Deutschlands neue Stärke."
Weich' großes Interesse das Reich den hessischen Meliorationsarbeiten entgegenbringt, geht daraus hervor, daß der Reichssiedlungskommissar, der frühere mecklenburgische Ministerpräsident Granzow, an der Besichtigungsfahrt teilnahm. Ferner nahmen neben den in unserem vorstehenden Bericht Genannten u. a. teil der Oberarbeikssührer Faatz, der SA.-Brigadeführer Hauer und der SS.- Stadartenführer Herbert.
deransiedlung von Bauernsöhnen, Gärtnern usw. dienen und mit dazu beitragen sollen, erwerbslose Volksgenossen, die für diese Zwecke fachlich geeignet sind und in sich Gewähr für den sicheren Aufbau einer neuen Existenz bieten, aus der Stadt auf das Land hinauszubringen.
Amerikas zu segeln. Japan ist nicht mehr im Schlepptau der großen Mächte, sondern deren Rivale. Japan ist s e I b ft e i n e ar o ß e N a - t i o n geworden, die sich im Wettstreit mit England und Amerika befindet.
Das sind stolze Worte, und nicht nur Worte, sondern ganz die Gefühle, die dieses Volk nach der Beendigung des mandschurischen Konflikts bewegen. Daß die verantwortliche japanische Politik sich nicht blenden läßt, sondern die Lage sehr nüchtern und skeptisch beurteilt, ist nichts destoweniger zum Besten der Nation. Japan kann die Gegnerschaft einzelner Mächte aushalten: aber in die Isolierung, die während der mandschurischen Zwischenfälle mit oder ohne Verschulden der Japaner entstanden war, will die japanische Regierung nicht wieder hineingeraten. Diese Politik Japans wird mit allem
Gauparteitag Hessen-Nassau.
Sonntagsrüäfahrkarten zum Gauparteitag
Zu der Gautagung der NSDAP, und den damit verbundenen Veranstaltungen, die vom 23. bis 25. September in Frankfurt a. M. stattfinden, werden von allen Bahnhöfen der Reichsbahndirektions- bezirke Frankfurt und Mainz Sonntagsrückfahrkarten nach Frankfurt a. M. ausgegeben. Diese Karten gelten zur Hinfahrt von Samstag, 23. September, 0 Uhr bis Montag, 25. September, 24 Uhr und zur Rückfahrt vom 23. September 12 Uhr bis 25. September 24 Uhr.
Aufruf des Bezirksleiters der Deutschen Arbeitsfront an alte Arbeitgeber.
Der Gauparteitag am 23. und 24. September bedeutet für Frankfurt nicht nur ein politisches, sondern auch ein wirtschaftliches Ereignis. An alle Arbeitgeber ergeht daher der Aufruf, die bei ihnen beschäftigten Nationalsozialisten so rechtzeitig von der Arbeit am Samstag fortzulassen, daß alle planmäßig zu den Veranstaltungen antreten können.
Fahrpreisvergünstigung auf der Frankfurter Straßenbahn.
Es wird darauf hingewiesen, daß jeder, der im Besitz der Festschrift (Preis 0,20 Mk.) ist, durch Ein- kleben einer Wertmarke von 0,70 Mk., erhältlich im Straßenbahnhäuschen an der Hauptwache, im Quartieramt Niedenau 65 und an den Bahnhöfen ankommender Sonderzüge, sich unbeschränkte freie Benutzung der Frankfurter städtischen Straßenbahn während der Dauer des Gauparteitages sichern kann. Die Festschrift gibt u. a. einen klaren Heberblick über die gesamte Gliederung des Gaues, seiner sämtlichen Dienststellen und Nebenorganisa- tionen.
Zum Eintritt in das Stadion sind Karten für 0,20 Mk. überall erhältlich. Dieselben sind jedoch nur in Verbindung mit dem Festabzecchen (0,25 Mark) gültig.
Sitzplätze zur Stadionkundgebung.
Zur Stadionkundgebung am Samstag, 23. September, um 20.30 Hhr, werden eine beschränkte Anzahl Sitzplätze zum Preise von 5 und 10 Mark zur Verfügung gestellt. Die Karten sind im Vorverkauf ab Donnerstag, den 21. September, 9 Hhr, Adolf-Hitler-Haus, Gutleutstrahe 8/12, erhältlich.
Oie NSOAp. der Krastquell des neuen Reiches.
Mit ungeheurer Wucht hat die NSDAP, unsere dem Verfall nahe Wirtschaft erfaßt und ihre Räder wieder in Gang gebracht. Neues Leben pulst durch unser Vaterland, überall regen sich fleißige Hände, um das begonnene Werk zu fördern. Es kann keinen Fehlschlag geben, denn der Befehl und Wunsch unseres Führers allein schon ist eine sichere Grundlage für den Erfolg jeden Unter- nehmens, und so konnte der Volkskanzler beim Reichsparteitag in Nürnberg der Welt das Gesicht eines neuen Deutschlands zeigen. Das geeinigte Volk legte dort feinem Führer ein gewaltiges Treuegelöbnis ab. Nicht einer Macht beugten sich hier deutsche Stämme, aus vollem Herzen sprach die Nation ihrem Retter tiefsten Dank aus.
Dieses neue Deutschland begegnet uns heute auf Schritt und Tritt, so auch im gigantischen Kamps gegen die Arbeitslosigkeit. Auch die Lotterie der NSDAP, für Arbeitsbeschaffung ist trotz ihres noch nie dagewesenen Umfanges in zwei Monaten, also vier Wochen vor der Ziehung, fast vollständig ausverkauft, und die letzten Lose sind nur noch in einem Teil der Verkaufsstellen zu haben. Jeder, der bis heute zur Seite stand, muß sich daher beeilen, eines der letzten Lose zu erwerben. Keiner darf sich abseits von Volksgemeinschaft und Glück stellen!
NSOAp.
Der Leiter der Ortsgruppe Gießen-Mitte weist darauf hin, daß der Fahrpreis von 1,40 Mark zur Fahrt nach Frankfurt von den Fahrtteilnehmern, die vorher das Parteitagsabzeichen zu erwerben haben, bis Freitagmorgen 10 Uhr bei dem Orts- gruppen-Geldoerwalter L e i t h ä u s e r auf der Deutschen Bank eingezahlt sein muß. Die Fahrkarten werden geschlossen von der Ortsgruppe beschafft und am Samstag 3,20 Uhr auf dem Bahnhofsplatz am Pavillon ausgegeben. Ferner weist der Ortsgruppenleiter schon auf die am nächsten Mittwoch stattfindende Versammlung der Ortsgruppe mit Fahnenweihe hin, bei der die Teilnahme aller Mitglieder und Parteianwärter der Ortsgruppe Mitte Pflicht ist. Nur in ganz dringenden Behinderungsfällen, die zwei Tage vorher zu melden sind, wird Beurlaubung für diesen Abend bewilligt.
In der Ortsgruppe Gießen-Nord findet am kommenden Freitag, 20,30 Uhr, bet Gastwirt Stephan, Steinstraße, Blockabend für die Zelle 4, Block 5 (ab Wernerwall 47 bis Ecke Marburger Straße, Steinstraße 88 bis Ecke Marburger Straße und Schottstraße) statt. Das Parteitagsabzeichen muß am Freitag von 15 bis 19 Uhr in der Gastwirtschaft von Nohl, Ederftrahe 6, von denjenigen Personen, die sich bei der Ortsgruppe zur Teilnahme am Gauparteitag gemeldet haben, abgeholt werden.
Die NS. - Frauenschaft Gr^ßen-Süd kündigt an, daß die Essenausgabe der Zellen 6 und 8 Freitag und Samstag 3 Uhr auf der Kreisleitung, Montag für Zelle 7, Friedrichstraße 53, stattfindet.
Der Bezirksführer und Staffelführer 116, Dr. Schäfer, vom NSKK. gibt einen Bezirksbefehl bekannt, nach dem am kommenden Freitag, 20,30 Uhr, im Cafe Leib außerordentlicher Korpsabend stattfindet. Jeder Kamerad muß unbedingt erscheinen. Wer fehlt, hat mit dem Ausschluß zu rechnen. Pfennigsammlung in den Schulen für Jugendherbergen und Schulwandern.
Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum erläßt folgende Verfügung über die Pfennigsammlung in den Schulen 3um Bau und zur Erhaltung von Jugendherbergen, sowie zur Verbilligung des allgemeinen Schulwanderns:
„Dem vom Reichsminister des Innern befürworteten Antrag des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen auf Einführung einer Pfennigsammlung in den Schulen entsprechend, wird vom 1. Oktober 1933 an in allen Volks- und Höheren Schulen eine Pfennigsammlung eingeführt. Die Schuljugend soll zum Bau, zur Erhaltung von Jugendherbergen und zur Verbilligung des allgemeinen Schulwanderns für jeden Monat des Jahres je einen Reichspfennig Beittag zahlen. Für die Kinder Erwerbsloser übernimmt nach aufklärenden Worten des Lehrers gern ein
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