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21.8.1933 Erstes Blatt
 
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Wirtschaft

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Ohne Gewähr

19. August 1933

10. Zichungstag

4 Ottalnn« gn 10000 M. 22821

60308 80121 81490 81945 87104 93627

13906

180 »«totnne |u 600 Hi. 7265 9416

60968 61085 81344 62205 122919 136034

Ser verkehr mit Setsaaten inländischer Erzeugung

64 »rtrinne ,u 1000 M. 6072 12483 37344 68829

60007 60312 66898 72689 7T694 76112

204 eu 600 W.

2302 3475

Im Gewinnrade verblieben:

in

190003 191246

303879 349392

17004 28280 33440

49031 63664 64299

72892 74111 74462

128691

182610

239940

288978

327790

381180

46937 47026 49424 60204 60388 60636

78289 80645 82677 84251 84566 86922

111479 130216

172826 199600 220752

247406

268490 284730

318416 334658

365513 391320

16460

48206

70204

89791

114401 131762

176932 201308 231223 248105 269946

289614 321036 336503 378050 393329

142302

201702 260331

296168 354527

119813

169483

222349

282259

316471

358376

388131

91479 122016 143973 170634 204929 217285 236747

262774 293734 315526 340183 367821 389050

115822 144249 177204 203528 231531 251404 274805 292841

325784 336364 378088 393390

156471

214590 264288 313338 357390

27532 30234

99170

18185

119567 167687

189582 210870 239933

266484

280360

311216

327347

348824

336423 399146

215385 97604

165819

36012

374706 287057

164556

42699 147644 206464 377889

87698

186913

238212

281683

326788

392334

16371 47251

66748 88397

111558 140014 164612

190573 214649 225228 248715 280538 306625 323951

353123 376601

117111 167801

205'jG 1

280110

302509

350390

388063

100052

128764

150960 179945

205774

219869 245576 258143 293781

317522 341494 370920 389475

78624

10957 276060

27717 111403 246731 384078

11349

125283 176122 231700 282764 326999 365035 394635

116598 146400 182014 210158 232208 260o39

277199 29 1866 327322 346339 380455 398352

200767 250610

37638 291552

38234 111835 275504

16262

116986 166379 194176

261311

299122 331174 386209

266697

69186 327394

40015 116798 356613

18219 67518 95191

165295 184402 260918 294000 331)626 333943

26236 74549

101119 121660 160968 193703 211013 243055 268033 282434 314644 328297 365108 390360 399441

77560 174071

231640 280932 321302 384905

12111 40179

66457 87644

107443 132767 162177 189452 210775 225216 248177 274009 302393 321245 352754 373263

104162 131040

153862 186822

206683 221893 247041 268057 299477 320828

343713 371717 391203

113563 142066 164775 202426 217167 234797 249112 286003 309656 337447 358224 389029

88794

193877

257456

287513

333645

168664

230389

273093

313536

375191

IV. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 15. Juli 1934.

3832

39104

54332

75494

6 (Setmnnt ju 10090 M.

8 OtioüiM eu 6000 M. 370928

10 ®etoinnt n 3000 M. 160230 328401

46 OtK-nne iu 2000 TL

8 ®ttnlnnt zu 5000 M. 292290

22 ®tlDlnn< »u 3000 M. 128516 200276 237680 334773 386791

38 ®ttn.nre xu 2000 M. 62230 101167 104312 151869 211932 236128 373656 381593 381598

je 5000, 634 jtu je 8000, 1898 zu j« 2000, 3802 zu je 1000, 6182 zu je 500, 18788 zu je 400 M.

über die obigen Richtlinien.

Darmstadt, den 15. August 1933. Hessische Bauernkammer.

Der Landesbauernführer: Dr. W a g n e r.

Sewinnauszug

5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

or Lüge uni) Derkum- eligion unb Dakrland ter alles zer^oten ab» aufraut.

tzyrachr, wetimte M jttiytt unterbrüdt hak, und dein Tatcrlanb, d deine Heimat, tröste, r.e den Loten unb bar em bu lebst unb liebst

169349 161994 187468

216130 246225 256928

390049

bis 160 Pfund 36 bis 40 Mark. Marktverkauf: Rinder ruhig, geringer Ueberftanb, Siälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine mittelmäßig, nahe­zu ausverkaust.

Frankfurter Eicrmarkt.

Frankfurt a. Olt., 19. Aug. Die Tendenz des Eiermarktes muh alS fest bezeichnet werden. Das Angebot sowohl vom In-, als auch vom Auslande ist weiterhin sehr knapp, wobei neben der saisonmäßig bedingten verringerten Produk­tion auch der Eigenbedarf der Landwirtschaft wäh­rend der Erntezeit mitgesprochen haben mag. Der Verkauf innerhalb deS Einzelhandels blieb zu­friedenstellend, daneben schritt auch der Groß­handel zu verstärkten Deckungen. Die Preise zo­gen überwiegend weiter leicht an und notierten wie folgt: Deutsche Frischeier Klasse S 10,75, Klasse A 10,50, Klasse B 10 und Klasse C 9,50. Bayern 9,50 bis 9,75, Holländer und Flandern 10 bis 10,50, Polen 8 bis 8,50, Mittel- und Schmutzeier 7 bis 7,25 Pf per Stück franko Frank­furt a. QIL

3n der heutigen Vormittogsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

II. Der RfG. sind die Raps- und Leinkuchen, die ... der Delmühle bei der Verarbeitung von inländi­schem Raps, Rübsen und Lein gemäß I anfallen, nach der Verordnung vom 23. März 1933 anzubie-

Die Sinter als Träger unserer Zukunft.

Don Or. Groß, Leiter des Aufklarungsamies für Äevölkerungspolitil und Rasienpflege, Berlin.

2 Prämien zu je 500000 und 100 Prämien zu je 3000, 2 Ge- roinne zu je 50000), 2 zu je 300000, 2 zu je 200030, 2 zu je 10.000, 2 zu je 75000, 8 zu je 50000, 24 -u je 25000, 136 zu je 10000, 324 zu

Dank aus, die an dem^Gedenktage mitgewirkt hüt- ten, insbesondere der Standarte 116.

Die SA. 116 fühle sich mit dem alten Regiment verbunden, das habe sich bei dem Aufmarsch in bester ID elfe gezeigt. Ai» alter Soldat, der drei Kaisern gedient habe, stehe ihm bas Recht der Kritik über den Aufmarsch zu. Diese Kritik könne nur günstig fein.

Als die braunen Bataillone gestern vormittag zum Feldgottesdienst aufmarschiert seien, habe er an zwei bedeutungsvolle Ereignisse gedacht. Das eine sei der Ausmarsch des Regiments 116 (Kaiser Wil- Helm II.) gewesen, das andere vor dieser Zeit, die Besichtigung des Regiments durch seinen Ches. Da­mals seien, genau so wie heute, treue, zum Tode bereite Truppen vorhanden gewesen. Wenn auch das Regiment 116 nicht mehr da sei, die S t a n - barte 116 erinnere an das Regiment, sie habe die Treue übernommen.

Die alten Soldaten freuten sich über den Geist, der heute herrsche.

Hätten wir am Ende des Weltkrieges eine derartige Stimmung gehabt, bann wäre der Krieg nie ver­loren worden, unb der Dolchstoß von hinten wäre unmöglich gewesen. Der Redner schloß seine begei­sternden Worte mit einem dreifachen Hurra auf un­seren Reichskanzler.

Oer weitere Verlauf des Abends.

Der prächtigen Stimmung, die durch die zün­denden Ansprachen der Redner geschaffen war, paßten sich die folgenden Darbietungen in bester Weise an. Der Heimatdichter Georg Heß sprach zunächst ein neues, selbstverfaßtes Gedicht, das die Bedeutung vom deutschen Wort und Sang und vom deutschen Tanz in bester Weise veranschaulichte. Es folgte dann der Auf­marsch des Bündes deutscher Madel, die unter Leitung von Frau Dr. Fischer die weiteren Dialektvorträae deS Heimatdichters durch Bortrag von Dolksliedern und Aufführung von deutschen Tänzen in bester Weise ergänzten. Sehr humorvoll war dabei das plötzliche Erscheinen des Detter Dalzer, der trotz seiner 60 Iahre sich mit seinem Hüttenberger Mädchen munter an dem Tanz der Jugend beteiligte.

Der übrige Teil des schön verlaufenen Abends wurde durch Musikvorträge der SA.-Kapelle und weitere Darbietungen von Heimatdichter Heß in bestunterhaltender Weise ausgeführt.

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Q': Kameraden von der 'Nen Anzahl jungS Ryt »pii U , '^icngcr die Der. r aber auch Zucht

»fn^eniniiidjemg^ 3en Tharakiere, die Man. rr^fchen, die Heroen der >°rtcr Arbeit, in unerbitt- m der Schule der Leiden. :>n deutschen Menschen sur ihn werben.

des heutigen TageS ist Laubftummen die Rede, r und sprach recht. 3a- Dolk! Höre wieder aus m Wunderwerk der Ac>

die uns durch Jesus , ! Höre wieder aus die setzten Obrigkeit, auf die er Mutter in der Fa- meinte und Staat Höre des Gewissens, die sich

Endlich find noch die Bestrebungen zu erwähnen, durch den Derwendungszwang für inländische Wolle und Anbauprämien für Flachs die heimische Er­zeugung von Gespinststoffen zu erhöhen.

o lantfiutcr s,htaü)tvrcstmarkt.

Frankfurt a. M., 21.Aug. Auftrieb: 1508 9'inber, darunter 416 Ochsen, 145 Bullen, 505 Kühe, 413 Färsen; 520 Kälber, 56 Schafe, 4325 Schweine. Es kosteten: Ochsen, vollfleischige, ausgemäst. höchst. Schlachtwerts, jüngere 29 bis 32, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige 20 bis 24; Bullen, jüngere, vollst, oder ausgemäfiete 23 by 26; Kühe, jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 24 bis 27, son­stige vollst, ober ausgemäfteie 20 bis 23, fleischige 16 bis 19, gering genährte 12 bis 15; Färsen, voll- fleischige, ausgem. höchsten Schlachtwerts 29 bis 33, vollfleischige 26 bis 28, fleischige 22 bis 25; anbere Kälber, beste Mast» und Saugkälber 36 bis 40, mitt­lere Mast- und Saugkälber 30 bis 35, geringere Saugkälber 25 bis 29; Schafe, beste Schafe 25 bis 28, mittlere Schafe 20 bis 24; Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 40 bis 43, vollst. Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 41 bis 43,50, von etwa 200 bis 240 Pfund 40 bis 43, von etwa 160 bis 200 Pfund 38 bis 42, fleischige von etwa 120

Dabei ist eines von vornherein selbstverständ­lich: Die kommenden Maßnahmen auf steuerpoliti- schcm, befoldungs- und tarifpolitischem Gebiet, zu deren Borbereitung der bevölkerungspolitische Beirat der Aeichsregierung unter Vorsitz von Ministerialrat Dr- Gütt kürzlich zwei wichtige Sitzungen abhielt, werden nicht wie bisher aus mitleidige llnterstützungsversuche hinauslaufen.

pflege unb Entlastung der kinderreichen Fa­milien kann niemals ein Gnadengeschenk sein, sondern ist eine pflicht des Staates, deren Erfüllung die Familie als selbstverständlich erwarten darf.

Denn wer über leine individuelle Arbeits­leistung hinaus durch gesunde Kinder die Grund­lagen der staatlichen Zukunft sichern hilft, leistet, völkisch gesehen, mehr sür sein Volk als der andere, der kinderlos aus der Welt geht und die Sorge für die künftige Entwicklung anderen überläßt. .

Beben die Schaffung der notwendigen wirt­schaftlichen Voraussetzungen muh aber auch wei­terhin zielbewußte Arbeit an der Schaffung einer neuen seelischen Haltung des Volkes treten. Denn alle Gesetze können nur Hindernisse aus dem Weg räumen und Schwierigkeiten be­seitigen helfen;

der Entschluß ,um Kinde und die Freude am Wachstum der gesunden Familie muß aus dem herzen der Menschen selber kommen, und deshalb ist die unermüdliche Arbeit am Wegräumen falscher Ideale und zersetzender Irr­lehren notwendig, damit unser Volk wieder dem gesunden Instinkt des Lebens folgen lernt.

Es ist selbstverständlich, daß bei der jetzt em- sehenden Aufklärungsarbeit alle Hebertreibungen und Einseitigkeiten vermieden werden müssen- Wer um die ganze Gröhe der Aufgabe weih, kommt nicht in die Versuchung, mit Schlagworten oder gar Drohungen den Willen zum Kinde wecken zu wollen. Wir können nur eines tun: Mit zartestem Saft, zugleich aber auch mit leiden­schaftlicher Ucbcrjcugung die kranke Seele unseres Volkes wieder auf den Weg gesunden Emp­findens zurüctzuführen. Gelingt uns das und schafft gleichzeitig der Staat, wie jetzt sicher zu erwarten steht, die wirtschaftlichen Vor- ausseyungenfüreinsorgenlosesund freudiges Familienleben, dann wird in kurzer Zeit das Gespenst des völkischen Todes, das jetzt über Deutschland steht, gebannt fein und ein neuer völkischer Frühling dem politischen | folgen, der dann die Zukunft unseres Staates in fernste Zeiten hinein sichert-

Dor wenig Zähren schrieb eine einsichtige | tapfere Frau und Mutter einmal den Sah:

Nur bas Volk hat eine sichere Zukunft, bei | dem unmittelbar neben der Rationalflagge die Leine mit kinderwindeln flattert.

Damals erntete dieser Sah allseitig Hohn und Spott und nur wenige konnten begreifen, dah in diesen Worten die einzige geschichtlich richtige Antwort auf die Frage nach dem Sein und Der- gehen der Dölker liegt- Inzwischen ist, dank ziel- bewuhter Aufklärungsarbeit, jener Standpunkt törichten Spottes überwunden worden, und heute beginnen Millionen die Wahrheit dieser Worte einzusehen. Denn tatsächlich gibt es keine andere Grundlage für die Zukunft, als immer neue Geschlechter gesunder, lebensfähiger Kinder. Alle Säten der Politik und der Wirtschaft sind Sages­werk, wenn nicht immer neue Generationen hin- einwachsen und übernehmen, was die Däter schufen. .

Das hatte die abgelaufene Zeit vergessen. Sie legte das Schwergewicht auf den einzelnen und seine Leistung im Laufe seines Lebens, und sie vergah dabei Wert und Dedeutung der Geschlechterfolge Mehr noch: Ehe und Familie, Kinder und Elternglück verfielen zunehmend dem Hohn und Spott einesaufgeklärten" Zeitalters, das fchliehlich in Duhenden von eleganten Mode­blättern Sag für Sag als zeitgemäßes Ideal die Frau mit dem rassigen Kleid, dem schnittigen Auto und dem Luxuspinscher als standesgemäßem Kinderersah propagierte. Und die wirtschaft­liche Folge dieser seelischen Haltung ist dann gewesen, dah die Hauptsteuerlast immer mehr auf die Schultern der kinderreichen Familien gewälzt wurde, deren Ernährer man bei An­stellung und Wohnungsmieten und an tausend anderen Stellen des öffentlichen Lebens gegen­über den Ledigen bewuht benachteiligte-

Diesen Weg in den Abgrund muh unser Dolk nun schleunigst verlassen, wenn es seine Zukunft Teilen will- Die erste bedeutsame Tat der Re­gierung war das Gesetz zur Der Hütung erbkranken Vachwuchses, das die Mög­lichkeit gibt, die kranken und minderwertigen Erb- linicn von der Fortpflanzung im Dolk auszu­schalten. Ihm sollen jetzt nach dem Willen des Führer» beschleunigt jene positiven Maß­nahmen folgen, die der erbgesunden Familie wieder die wirtschaftliche Möglichkeit zum unbesorgten Leben geben und zugleich alle jene wirtschaftlichen Bedenken und Schwierig­keiten aus der Welt räumen, die in der heutigen Zeit die Gründung kinderreicher Familien so schwer machen.

3n der heutigen Nachmitlagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 ®etninne ,u 100000 M. 66991

114 Oetoinne iu 1000 @1. -----

39162 44803 47899 48455 49735 66672

von ter 621, ter Geist 3t. Unsere Erziehung, fr ; national und religiös, lssorin muh ein tieftein- Herz Mgen. Aus ter :ljgion erhebt sich d-e edle je Wer soll uns alsdann eue deine 6aat aus sur e dein Haus dem au nicht vor ter Macht der -t und den er gesandt hat. ft du grob und stack und Len die M-r d'ch ist suchen, dann Md ver ' aus dir ruhen und dnh zu Geschlecht bis m die

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Oie Lage der Landwirtschaft.

Die Bedingungen für die Gestaltung von Er­lös und Kosten in der Landwirtschaft haben sich, wie das Institut für Konjunkturfor­schung berichtet, seit dem Frühjahr 1933 nicht mehr verschlechtert, auf Teilgebieten sogar ge­bessert. In der großen Linie gesehen, haben sich die Preise für tierische Produkte, gestützt durch die Mahnahmen der Regierung, im allgemeinen behauptet, zum Teil erholt, während die Preise für Getreide und Kartoffeln in Anbetracht der Aussicht auf eine gute Ernte und infolge der geringen Vachfrage nachgeben mußten.

Durch die Neuregelung der Fettwirtschaft sind besonders die Preise für Iverkmilch, Butler und käse, die im Winter 1932/33 völlig zusammen, gebrochen waren, wieder etwa auf den Stand des Vorjahres gehoben worden.

Auf den Viehmärkien konnten sich, verstärkt durch Saisoneinflüsse, zum Teil nennenswerte Preissteige- rungen durchsetzen, besonders auf den Schweine- Märkten. Allerdings find die Preise nicht wieder so hoch wie vor einem Jahr. Die Eierpreise dagegen bewegen sich infolge der Drosselung des Eierimporls durch die Zollerhöhung und die Kontingentierung der Einfuhr seit Februar 1933 über dem Stand des Vorjahres. Die Getreidepreise sind bis Anfang August auf etwa 98 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken (1913 = 100). Im Vergleich zur Vorkriegs­zeit sind damit die Getreidepreise aber immer noch erheblich höher als die Preise für Schlachtvieh (Index = 66) und etwa ebenso hoch wie die Preise für Vieherzeugnisse (Index = 100). Die Erlösgestal­tung der Landwirtschaft hat sich mithin im ganzen kaum verändert, dasselbe gilt für die Entwicklung der Kosten.

wenn sich die Lage der Landwirtschaft im ganzen seit dem Frühjahr 1933 äußerlich nur wenig verändert hat, so haben doch grundlegende Regierungsmahnahmen die Voraussetzungen für eine Besserung geschaffen.

Der Derschuldungsdruck ist durch das Ge­setz vom 1. Juli 1933 gemindert worden. Die Landwirte müssen nunmehr für den größten Teil ihrer Kredite nur noch 4Vi Prozent statt wie bis­her 8 Prozent und mehr zahlen. Das zweite Uebel, unter dem die Landwirtschaft leidet, ist die lieber- Produktion an einzelnen Erzeugnis­sen, hauptsächlich Kartoffeln und Fultergelreide, und die gleichzeitige Untererzeugung bei anderen Früchten. In Zukunft ist die Rentabilität des Oel- fruchtbaues durch Maßnahmen der Reichsregierung erneut gesichert, durch welche die Selbftperjorgung mit pflanzlichen Deien und Delkuchen gefördert, d. h. die Rohstoffversorgung der Margarine- und Del- kuchenindustrie vom Auslande mehr ins Inland verlagert wird. Ferner wird der Landwirtschaft für den Anbau von Raps und Flachs eine feste Kalku- lationsbasis gegeben und überdies der Getreidemarkt entlastet. Verstärkt wird diese Wirkung noch durch Maßnahmen zur Milderung des dritten Grundübels, nämlich der bis vor kurzem aussichtslosen Kon­kurrenz des wichtigsten Produktes der Landwirt- schäft, der Butter, gegen die Margarine. Der in­folge der Kontingentierung der Margarineproduk­tion entstehende Ausfall an Delkuchen soll möglichst im Inlande auf Kosten der Produktion von Kar­toffeln und Futtergetreide durch Steigerung des Anbaues von Futtermitteln ersetzt werden.

Durch diese Umstellung sollen bessere Absatz­möglichkeiten für inländische Milch und Fette geschaffen werden.

(Erläuterungen:

Die Oelkuchen dürfen also, da sie nach dem Ge­setz vom 23. März 1933 ohne Genehmigung der RfG. nicht in den Verkehr gebracht werden dürfen, erst dann dem Bauer ausgeliefert werden, wenn feststeht, daß die RfG. die Oelkuchen freigegeben hat und die 'Monopolabgabe von 50 Mark für 1000 Kilogramm Leinkuchen unb 20 Mark je 1000 Kilo­gramm Raps- bzw. Rübfenkuchen entrichtet wurde. Die RfG. fällt diese Entscheidungen in der Regel in Abständen von zwei Monaten, erstmalig am 15. September 1933. Die Oelrnühle ist berechtigt, die gezahlte Monopolgebühr für Oelkuchen dem Bauer weiter au berechnen, wenn dieser die Auslieferung der Kuchen verlangt. Die Ausgleichsabgabe her 50 Pf. je Liter Del wird somit vom Bauer, so­weit er das Del selbst schlagen läßt und einen Schlaglohnvertrag vorlegt, nicht mehr erhoben. Cr hat aber, falls er auf Rücklieferung der Delkuchen bestehl und diese von der RfG. freigegebtn sind, die obengenannte Monopolaebühr für Oelkuchen zu entrichten. Falls er auf Rückgabe der Oelkuchen verzichtet, werden diese zum Preise von 95 Mark Je 1000 Kilogramm bei Leinkuchen unb 60 Mark je 1000 Kilogramm bei Rapskuchen bzw. Rübsenkuchen von der Oelmühle bzw. von ber RfG. übernommen.

Vordrucke für Ursprungszeugnisse a) bei Verkauf der Oelsaaten. b) bei Vorlegen eines Schlaglohnvertrages, sowie Vordrucke für den Schlaglohnvertrag selbst, können bei der Hessischen Bauernkammer angeforbert werben. Außerbem erteilt bie Hessische Bauernkam- wer Interessenten auf Anfragen nähere Auskunft

ten. Die RfG. behält sich vor, bie Delkuchen selbst ; u übernehmen ober an bie Delmühle zurückzuocr- aufen, unb zwar unter folgenden Bedingungen:

1. Die Monopolabgabe für Leinkuchen aus in­ländischer Saat beträgt bis auf weiteres 50 Mk.

je 1000 Kilogramm, ber Uedernahmepreis be­trägt 95 Mark je 1000 Kilogramm.

2. Die Monovolabgabe für Rapskuchen aus in- länbijcher oaat wird bis auf weiteres auf 20 Mark je 100 Kilogramm ermäßigt, der Ucber- nahmepreis beträgt 60 Mark je 1000 Kilo­gramm.

3. Raps- und Leinkuchen aus inländischer Saat müssen von der Delmühle auf eigene Kosten eingelaaert werden. Am 15. September 1933 ist ber RfG. erstmalig, von da an in Abständen von 2 Monaten anzumelden, welche Bestände an solchen Delkuchen vorhanden sind und diese Bestände ihr zur Uebernahme anzubieten.

Beträgt der Bestand bei einer Delmühle fünf­zehn Tonnen, so kann die Delmühle ihn ohne Rücksicht auf bie genannten Termine ber RfG. anbieten.

M. Die Ausgleichsvergütung wie zu I wird von der RfG unter den entsprechenden Bedingungen auch derjenigen Delmühle auf Antrag gezahlt, bie auf Grunb eines ber RfG. einzureichenben Schlag- lohnoerlrages (Vertrag zwischen Delmühle unb An­bauer) Raps-, Rübsen ober Leinsaat inländischer Aussaat für den Bauer schlägt unb bem Bauer bas Del, abgesehen vom reinen Schlaglohn, frei von allen übrigen Zuschlägen liefert. Delkuck-en, bie auf Grund des Schlaglohnvertrages anfallen, kann die Delmühle dem Bauer erst zurückliefern, wenn bie RfG. biefe nach Bezahlung ber Monopolabgabe für ben Verkehr freigegeben hat. Die RfG. behält sich vor, diese Kuchen zu ben gleichen Bedingungen wie zu II selbst zu übernehmen. I

Rachstehend gebe ich bie Richtlinien für bie Zah­lung einer Ausgleichsvergütung bei Verarbeitung inlänbifcher Raps-, Rübsen- unb Leinsaat bekannt:

I. Die Reichsstelle für Getreibe, Futtermittel unb sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse (RsG.s zahlt jeder im deutschen Zollgebiet gelegenen Delmühle. die nachweisbar Raps. Rübsen oder Leinsaat inländi­scher Erzeugung unvermischt mit ausländischen Saaten verarbeitet bat, auf Antrag für je 100 Kilo­gramm Rüb- oder Leinöl eine Ausgleichsoergütung von 50 Mark, sofern die nachstehenden Bedingungen erfüllt sind:

1. Als Abrechnungsunterlagen find von der Del­mühle ber RfG. einzureichen:

a) Das Ursprungszeugnis vom Anbauer bei der zuständigen Bürgermeisterei zu beschaffen;

b) der Verwerlungsfchein vom Anbauer bei der Hessischen Bauernkammer zu bean­tragen ;

c) die Verkaufsverträge Vertrag zwischen Anbauer und Delmühle über den Verkauf von Delsaaten an die Delmühlen. Dem Bauer ist ein Verkaufspreis von mindestens 30 Mk.

x je Doppelzentner Raps und Rübsen und

mindestens 22 Mark je Doppelzentner Lein- jaat für gesunde trockene Ware ab Dollbahn- [tation bei Waggoniadungen, bei kleineren Mengen frei Delmühle zu zahlen;

d) Frachtbriefe, Lieferungsscheine und andere Urkunden die bezeugen, daß die Delsaaten wirklich angeliefert und von ber Delmühle verarbeitet worben sind.

2. Es bestehen besondere Abrechnunasgrunblagen über die Delausbeute bei ben verschiedenen Del­saaten

3. Auskunftspslicht ber betreffenden Bauern ober ber Delmühle auf Grunb der Verordnung vom 13. Juli 1923, sowie bie Pflicht für jebe Del­mühle ab 1. August 1930 über bie Lagerbe- ftänbe in in- unb auslänbischem Raps. Rübsen unb Leinsaat mit Ursprungsbezeichnung Buch zu führen. Aus ben Aufzeichnungen muß Menge und Preis der daraus hergestelllen und abge- setzten Erzeugnisse hervorgehen.

kameradschaftliche« Zusammensein

statt Rach einigen flotten Märschen der hiesigen SA.-Kapelle entbot Standartenführer Cutter^ un­ter Hinweis auf bie innere Verbundenheit der ©tan- barte 116 mit bem alten Regiment herckichen Will- sommengruh. Er wies auf bie hohen Aufgaben der SA. hin, um gleichzeitig in kurzen Zugen deren Gründung und Entwicklung zu erläutern.

Die SA. kämpfe für Recht. Freiheit unb Ehre, sie sei berufen, zusammen mit ben übrigen Volks­genossen eine Volksgemeinschaft ju bilben für ein freies beutsches Volk.

Sein Sieg-Heil galt bem Führer, Reichskanzler Rächten/Gefang des Horft-Weffel-Liedes sprach sodann . , _

(Sfuöienrat Holzel

über die Geschichte des Regiments 116. (Er erläuterte zunächst die am 17. 6. 1813 erfolgte Gründung des Regiments, das als Garde-Füsilier- Regiment, später als 2. Großh. Hess. Infanterie- Regiment ..Grohherzog" bzw. Inf.-Regt. 116 bezeich­net, zunächst in Darmstadt, später auch teilweise in Friedberg unb Dffenbach liegend, 1868 nach Gießen tarn. Sodann gab der Redner ein anschauliches Bild von der ruhmreichen Vergangenheit des Regi­ments 116, das Im Weltkriege immer dort eingesetzt worden sei, wo besondere Leistungen verlangt wur­den. Er erwähnte d.e hohen Auszeichnunaen, bie bem Regiment zuteil würben, insbejonbere daburch. daß der frühere Kaiser Chef des Regiments wurde unb das Regiment feinen Namenszug tragen durste. Schwer sei das Regiment, das im Weltkriege bis zuletzt im Feuer gestanden habe, von ber Nachricht betroffen worben, baß ber Kaiser abgebantt habe. Der Rebner wies bann auf bie innere öerbunben- beit zwischen ber Bürgerschaft unb bem Regiment hin, die sich sowohl während des Krieges, als auch bei ber Rückkehr bes Regiments in besonderem Maße gezeigt habe.

Durch das Diktat von Versailles sei wohl die Form des Regiments zerstört, nicht aber der Geist. Der Geist des Regiments 116 sei In der SA.-Jugend wiedererwacht.

Nach den mit stürmifchem Beifall aufgenommenen Ausführungen sprach

(Generalmajor a. D Mohr

als Vorsitzender der Dffiziersvereinigung 116 und als Dsfizier des alten Regiments denen besonderen