Zwiespältiges Echo in Paris
kranken und unsauberen
wir da-
Fernsehentwilllungsprogramm der Reichspost
, wie es Anschein
Erziehung zu deutscher Kunst.
Eine Kundgebung des NG.-LehrerbundeS im Berliner Sportpalast.
Bezeichnend für die Stimmung in Genf ist ein offenbar beeinflußter Artikel des .Lournal de G e n L v e", in dem auf eine weitgehende A e n d e - rungderLageseit Samstag hingewiefen wird. Das Blatt betont, daß ein von den drei Großmächten England, Frankreich und Italien angenommenes Abrüstunasabkommen, das Deutschland unter wirtschaftlichem Druck aufgezwungen
Oer Betrug au Deutschland
Lloyd George geißelt die „Schmach der Abrüstungskonferenz^.
müssen, um eine so mutige und heikle Operation au versuchen, wie sie die deutsch-französische Aussöhnung darstellt. Nur eine autoritäre Regierungsform wird es wagen, auf das Angebot des nationalsozialistischen Deutschlands ein- zugehen.
„Journal" begrüßt die aus Rom kommenden Meldungen, daß Italien vorläufig nicht an eine Geltendmachung des Viermächtepaktes denke. Per- tinax glaubt im „Echo de Paris" den Hinter.- arund für das Angebot zu einer direkten Aus- spräche darin erblicken zu können, daß man Frankreich von Polen und der Kleinen Entente trennen wolle. Um dies zu erreichen, sei der Reichskanzler geneigt, Frankreich einen zweiseitigen Abrüstungsvertrag zu bewilligen, der die Ueberwachung der deutschen Armee durch den französischen Generalstab und umgekehrt vorsehe. Es könne allerdings auch zwischen Mächten gleichen Ranges und gleicher Würde die Kontrolle ohne Prestigeverlust und ohne Beeinträchtigung der Eigenliebe erfolgen.
das Werk der Dolkswerdung nicht vollendet werde, würden wir auch nie eine deutsche Kunst haben können. Politisch und sozial sei Gewaltiges geleistet worden. Wirtschaftlich würden herrliche Fortschritte gemacht, aber man könne ruhig sagen, kulturell und künstlerisch lägen die zu lösenden Aufgaben nahezu noch zu 100 v. $). vor uns. Die Voraussetzung liege zum großen Teil auf dem Gebiet des reinen Erziehungslebens in charakterlicher, gefühlsmäßiger, völkischer und rassischer Einsicht. Die Zusammenballung sämtlicher deutscher Menschen zu einem einheitlichen Lebewesen, zu einem Dolksorga- nismus, zur Volkswerdung sei das Entscheidende auch in künstlerischer und kultureller Hinsicht. Auch in unserer Zeit sei aus Volkssehnsüchten der schönste Mensch gewordene Gedanke des deutschen Volkes gewachsen: Adolf Hitler.
Heichsinnenminister Or. Frick sprach dann über die deutsche Kunst: Das Wachstum der Kunst hat ein anderes Tempo wie politische Entschließungen. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch der künstlerische Staat im neuen Reich braucht seine Zeit, um in endgültiger Form vor unseren Augen zu erstehen. Dennoch bleibt entscheidendes zu tun übrig. Nicht umsonst hat uns der Führer in Nürnberg ermahnt, wachsam zu sein und nicht au dulden, daß sich die Vertreter der dunklen Mächte der Vergangenheit unter falscher Flagge ober im Vertrauen auf die allzu unbekümmerte Harmlosigkeit der Zuschauer in unseren neuen Staat einfcbmuggeln.
Für ihn ist alle Kunst der unmittelbarste und untrüblichste Ausdruck der tiefinncrsten Sehnsucht eine» Volke» nach feiner höchsten rassischen Gestalt. Nur bas schrankenlose Detcnntnl» jnr edelsten Nasse kann dem zukünftigen deutschen Kunstwerk den Adel verleihen, der e» würdig
Paris, 20. Ott. (WTB.-Funkspruch.) Aus dem Interview, das der Reichskanzler einem Mitarbeiter der „Daily Mail" gewährt hat, zieht das katholische Blatt L'Aube den Schluß, daß Deutschland nichts anderes als den Frieden suche und fragt: Warum sich also nicht zu einer di retten Aussprache bereitfinden? Die übrigen Blätter — in der Hauptsache rechtsstehende — wollen in den neuen Erklärungen nichts anderes erblicken als „ein geschicktes M a n ö o er, durch das entweder das ganze Problem auf das Viermächteabkommen abgeschoben oder Frankreich isoliert werden solle.
Diese Tendenz der französischen Presse veran- laßt Hervö in der „Victoire" zu folgender Bemerkung: Die deutsch-französische Aussöhnung wird vom nationalsozialistischen Deutschland g e - wünscht. Die klägliche ausweichende Ant- wort, die Daladier neulich in der französischen Kammer gab, beweist leider, daß bei einer parlamentarischen Reqierungsform die am Ruder befindlichen Politiker Seiltänzerkunststücke ausführen
machen kann, einst neben bie großen germanischen Kunstwerke des frühen Mittelalter» und der Antike zu treten.
Das artistische Treiben der Derpan- gentn 14 Jahre mit ihrem Internationausmus und ihrem Buhlen mit dem geistigen Kommunismus war die letzte Verirrung des liberalistifch-illdi- vidualiskischen Zeitalters, das in Deutschland mit dem 30. Januar 1933 feinen endgültigen Abschluß erreicht hat. Nur mit Grauen blicken wir heute auf das zurück, was uns die letzten 14 Jahre unter der Flagge von Kunst aufschwätzen wollten. Diese Schreckenskammern von verbogenen und entstellten Leibern, jenes Panoptikum von Abnormitäten, jene Fratzen und Larven werden, wenn sie sich als Kuriosum auf eine Nachwelt erhalten sollten, einbring, kicher und lauter als Worte verkünden, welch
Berlin, 19. 0 Minister hat bestick der die Bevölkerur angrissen schützen c ning wie der L Steuervergün fördern sei. Aufwer Indufirieuniernehim ffigen Unterne^mun ftonö unb bei fjau cdjufrüimen bjto. b Raffung von Sdjutji llamaivhyn und di« besonderer Lchutziruz, nen bei Grmitll aus Gewerbebetrieb, und aus Demietun der Einkommenstew Steuerabschnill der werden, wenn ein Instandsetzunasarb« jugesagt wurde.
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Essen, 19. 01 tagung am Dienste btndjttt, der Führ« 8°ben der nat sprachen und oe dem Wunsche Ausd "als ozia listj^ 31 e 11 e n Bezi, "ationalsozia mühten. Mini, ^?°''°nalzeiiung Än5Wiinl*” jwtni, vom Heuti der den Änn?0/-°n0f3e
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werde, nicht mehr in Frage kommen könne. Vielmehr stehe im Vordergrund der Gedanke von losen Besprechungen der vier Groh- machte, die zu einem allgemeinen Kompromiß führen könnten. Italien, die Vereinigten Staaten und vielleicht auch England könnten hierbei bie Vermittlerrolle spielen.
in ber Weltgeschichte" unb sagt: Konnte irgendeine sich selbstachtende Nation etwas anderes tun, als was Deutschland am vergangenen Samstag getan hat?" Deutschland ist von großen unb kleinen Staaten umgeben, bie an feiner Grenze mit b e n schrecklich st en Waffen drohen, bie jemals von ber Menschheit in ber Kriegsführung verwanbt würben. Deutschland hat keine Festungen, keine schweren Geschütze, keine Tanks, keine Lust- abwehraesckütze, bie alle wichtig Aur Verteibigung eines Landes gegen einen Einfall sind. W i e lange würden mir eine solche Erniedrigung unter ähnlichen Umständen ertragen Haden? Wenn jetzt die Mächte mit einem Krieg gegen Deutschland drohen würden, dann würde das moralische Recht auf selten Deutschlands sein. Das Herz und das Gewissen des englischen Volkes mürben einen solchen Kampf nicht unterstützen. Ab- schließend jagt Lloyd George ironisch, er gratuliere der englischen Regierung, daß es ihr gelungen sei, eine große Macht auf dem Völkerbund zu verteidigen und schließt mit den Worten: „Heil Mac- donalb".
I u n g ist keineswegs so abaelehnt worden, nach den ersten Pressemeldungen den , , hatte. Weil man den Frieden will, und weil selbst die wildesten Pressehetzer im Grunde ihres Herzens Angst vor ihrer eigenen Hetze haben, setzt sich ganA langsam di» Ueberzeugung durch, daß vielleicht doch der sicher sie Weg zum Frieden derjenige einer unmittelbaren Aussprache sei. Wohlgemerkt, einstweilen ist die» eine reine Der- nunstserwägung zahlenmäßig noch beschränkter Kreise. Wenn die Vernunft jedoch einmal einen bestimmten Weg bejaht, so liegt es an der Entwicklung, daß sich auch die Gefühle für diesen Weg erwärmen unb eines Tages die Bejahung der Herzen folgt. Es wird ein weiter Weg allerdings sein. Und es werden manche Rückschläge eintreten. Das darf Deutschland jedoch nicht irremachen, immer unb Immer roicbcr birekt an Frankreich zu appellieren. Einmal schmeichelt bie» bem sranzösi- |d)en Gcltungsbebürsnis, zum anbern aber bringt es eine Diskussion in Gang, bie ber Auftakt zu einer wirklichen Derstänbigung sein kann.
Der Appell an Frankreich.
Don unserem H-Korrespondenten.
Paris, den 17. Oktober 1933.
So grotesk es klingen mag: die stärkste Militärmacht Oer Wett, ist aus bem friebliebenbften Volk, den Franzosen, hervorgegangen. In Deutschlanb mag man bie Behauptung von ber Friebensliebe der Franzosen bezweifeln. Aber auch in Frankreich bezweifelt man Die Friedensliebe der Deutschen, und auf diesem gegenseitigen Mißverständnis beruht im Grunde die kritische Zuspitzung der europäischen Lage. Die französische Presse hat Deutschlands Ausscheiden aus dem Völkerbund in beispiellos hetzerischer Weise als eine kriegerische Kampfansage an Frankreich ausgeschlachtet. Es ist geradezu ungeheuerlich, wie durch diese Presse eine Panikstimmung erzeugt worden ist. Besonders in der französischen Provinz sieht man schon wieder die „Ulanen" durch die gesegneten Gaue Frankreichs traben und hört den Donner der „Dicken Berta . Wie ist diese Panik möglich?
Der Franzose, das hat die Kriegsgeschichte ber letzten hundert Jahre bewiesen, ist tapfer in ber Verteibigung, aber er versagt im Angriff. Die Franzosen von heute haben nichts mehr gemein mit den „Bärenmützen" Napoleons, die durch ganz Europa marschierten, um Eroberungen zu machen. Der Franzose ist verbürgerlicht, sein Ideal ist das Gluck des kleinen Mannes: Familienbehaa- lichkeit, feste Rente, Obstgarten, Karnickeljagd, all- sonntäglich das Huhn im Topfe und an schönen stillen Tagen der geruhsame und neroenschonendc „Sport" des Angelns. Man hat diesem auf das Idyll bedachten Volk jedoch planmäßig eingeredet, Deutschland, der böse Nachbar im Osten, trachte nach Brand und Mord, nach Einfall, Gemetzel und neuen Schlachten. So hat man dieses verbürgerlichte Volk dazu bekommen, sich bis an die Zähne zu bewaffnen. Es ist wirklich absurd: die Franzo- fen sind aus Pazifismus zu Militaristen geworden. Gerade aus dieser Spannung aber, friedliebendes Volk und kriegerischer Generalstab, ängstliches Kleinbürger- und Bauerntum und hetzerische Pre'se, ist jedoch die Gefahr entstanden, die den Frieden Europas bedroht.
Hinter der Presse steht das Kapital der R ü st u n g s i n d u st r l e. Die Redaktionen sind großenteils publizistische Propagandaorgane des Generalstabs und des Auswärtigen Amtes. Wildgewordene Parsümindustrielle, wie der augenblicklich etwas in der Versenkung verschwundene Herr C o t y , fühlen sich als Napoleoniden, wenn sie Leitartikel im Stile von Heeresbefehlen schreiben. Die Durchschnittsbildung des Franzosen außerhalb Paris ist nur eine recht beschränkte. Die Ehrfurcht vor dem geschriebenen Wort, die einfachen und harmlosen Gemütern eigen ist, verleitet den Franzosen dazu, den Zweckmeldungen der Pariser Presse ein allzu großes Gewicht beizulegen. Nur so konnte es kommen, daß in diesen Tagen allen Ernstes in vielen Familien der Pariser Vorstädte darüber beraten wurde, wohin man im Falle einer neuen deutschen Invasion flüchten wolle. Wenn man als Deutscher dieser Gesinnungsoergiftuna entgegentritt, so stößt man auf Ablehnung und Mißtrauen. Alle Greuelmeldungen werden ausgewärmt, unb bie Friedensbekenntnisse Adolf Hillers werden als eine besonders verruchte Tarnung des teutonischen Eroberungswillens angesehen.
Unb doch gibt es keinen anderen Weg ber Befriedung Europas, als einen Ausgleich zwi - schen Deutschland und Frankreich. Der deutsche Freiheitswille und die deutsche Forderung nach Ehre und Gleichberechtigung find zu groß, als daß Deutschland jemals daraus verzichten könnte. Die französische Rüstungsstärke ist so gewaltig, als daß Deutschland auch nur im Traum daran denken könnte, mit kriegerischen Mitteln das Versailler Diktat zu beseitigen. Es bleibt nur bie V e r st ä n d i - g u n g zwischen beiden Völkern übrig. Der Kanzler hat in überzeugendster Weise nachgewiesen, daß nach der Rückkehr des Saargebiets an das Reich keinerlei Grcnzkonflikte mit Frankreich mehr bestehen. Deutschlands Zukunft liegt im Osten. Frankreichs Ausbauwille wird sich auf Jahrzehnte hinaus in Nordafrika betätigen können. Die Industrien der beiden Staaten ergänzen sich. Die Volkscharaktere werden im gleichen Augenblick sehr viel Aehnlichfeit aufweisen, indem es gelingt, der Verhetzung Einhalt zu tun. Der Weg hierzu ist wiederum nur der unmittelbare Appell von Volk zu Volk. Treffen sich. Deutsche und Franzosen tm Völkerbund oder auf internationalen KonferenAen, Io steht eine Scheidewand zwischen ihnen. Treffen sich Deutsche und Franzosen unter vier Augen, entweder in Frankreich ober in Deutschland, so ist sehr bald der Kontakt von Herz zu Herz hergestellt.
Hier liegt der Ansatzpunkt für die kommende Verständigungspolitik. Eine halbe Woche lang hat bie französische Presse sich ausgetobt, auf einen Befehl von oben hin scheint sich jedoch eine Aende- rung des politischen Kurses anzukündigen. Adolf Hillers Angebot einer direkten Vorhand-
Berlin, 19. Oki. (TU.) Die Fachabtei- lung für Kunsterziehung unb Kunst- p ' lcge bcs Nationalsozialistischen Lehrerdunbes trat im Sportpalast mit ihrer ersten großen Kund- gebung für deutsche Kunst unb Kunsterziehung vor bic Oefsentlichkeit. Der Kustos ber Rheinischen Hei- matmusecn, Dr. Oskar Kaspar, hielt einen von Lichtbildern begleiteten Vortrag über ft u n ft und Volk, in dem er bie geistigen Triebkräfte zeigte, die bas eigenartige deutsche ober besser nordische Wesen in unserer nationalen Kunst bestimmen. Ein Staat, wie ber jetzt beseitigte, bem bic Staatsform über ben Slaatsbcftanb ging, konnte auch in künstlerischen Aeußerungen seines Volkes kaum über einen bloßen Formalismus hinauskommen. Gerade in ihrer Wirklichkeitstreue offenbare bic deutsche Kunst am stärksten ben nordischen Geist. In der deutschen Kunst liege ein nationales Vermächtnis das zu Huken, heilige Pflicht fein sollte.
Öcr bayrische KultuSm nister und Heichsführer desNS-Lehrerbundes, Hans Schemm
sprach bann von ber Verantwortung ber Gegenwart für 2000 Jahre Vergangenheit unb für 2000 2ahre Zukunftsgestaltung. Von all den herrlichen Erscheinungen der Vergangenheit hatten sich die letzten zehn bis fünfzehn Jahre mit erschreckender Deutlichkeit abgehoben. Diese Erkenntnis könne auf eine schlichte Formel gebracht werden. D i e Geschlossenheit wurde vernichtet, die Menschen fingen an zu teilen. Erst als der' Nationalsozialismus sich zu rühren begann, hoben sich bie ersten Umrisse eines neuen Kunstempfindens ab. Kunst habe niemals mit Unterhaltung unb Zeit- pertreib etwas zu tun. Die nationalsozialistische Forderung heiße: Kunst, K ü n ft I e r und Volk müssen fürelnanbcr erzogen werben. Wenn
Bei einer Besprechung im Reichspostministerium gab Ministerialdirektor Gieß bekannt, welche Maßnahmen zurWeiterentwicklungdes Fernsehens die Deutsche Reichspost für die nächste Zeit plant. Es wurde Uebereinftimmung erzielt, daß zur weiteren Verbesserung der Bildgüte die Versuchsbilder in 180 statt bisher in 90 Zeilen aufgeteilt werden sollen. Die Wiederholung der Bilder, 25mal in der Sekunde, wird zunächst beidehalten werden. Die Deutsche Reichspost wird den vorhandenen Ultrakurzwellensender mit Beschleunigung für die neuen Normen umbauen, was etwa 2 bis 3 Monate in Anspruch nehmen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Fernsehindustrie eine Reihe von Empfangsgeräten fertiggestellt haben, mit denen sich diese Sendungen aufnehmen lassen. Außerdem hat bie Deutsche Reickspost einen zwei- ten Ultrakurzwellensender in Auftrag gegeben, um neben dem Bild auch gleichzeitig den Ton auf zwei getrennten Wellen von etwa 7 Meter Länge übertragen zu können. Dieser Sender wird voraussichtlich im April fertig werden. Dann können Tonfilme mit den Versiichsempfängern ausgenommen werden. Ferner beschafft die Deutsche Reichspost ein Fernsehabtaftgerät, damit neben Filmen auch Personen unb Szenen übertragen werben können. Daburch lassen sich bic Versuchs-
ßonbon, 18.Oft. (TU.) Unter der Ueberschrift: „Gebrochenes Versprechen" äußert sich Lloyd George in einem, in der „News Chro- nicle" erschienenen Copyright-21rtife( zum Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund und der Abrüstungskonferenz. Lloyd George geißelt mit scharfen Worten den Völkerbund und die Komödie der Ab- rüstungskonferenz, wo bie Staatsmänner über bie Glorie bes Friedens unb bie Brüderschaft ber Nationen sprächen, während sie daheim alles täten, um noch tödlichere Waffen herzustellen. Es fei an der Zeit gewesen, der Schmach der Abrüstungskonferenz Einhalt zu gebieten, denn die anmaßende Rechtsoerdrehung habe Europa an den Rand des Krieges gebracht. Der schmähliche Vertragsbruch der den Völkerbund beherrschenden Nationen jei die Ursache, warum Hitler sein Manifest im Namen der deutschen Nation verkündet habe. Er habe damit der Entrüstung eines hochehrbaren Mannes in Deutschland über den an seinem großen Lande verübten schamlosenundvollendetenBe- trug und Verrat Ausdruck gegeben.
Lloyd George spricht dann wörtlich von der Infamie dieses abscheulichsten Vertragsbruches
Programme wesentlich bereichern. Auch die Erweiterung der Sendezeiten für Fernsehdarbietungen ist vorgesehen. Voraussichtlich werden an mehreren Tagen ber Woche breimalige Versuchssendunaen ftattfinben. Die Zwischenzeit wird die Deutsche Reichspost für Versuche mit den verschiedenen Empfangs- und Sendearten, über die Reichweite der Ultrakurzwellensendungen, mit Uebertragungen auf Kabelleitungen unb mit Dezimeter- und Zenti- mcterroeUen ausnutzen. Sobald, Zwischenfilmfender und -empfänger so weit entwickelt fein werden, daß damit eine einwandfreie Uebertragung und Aufnahme von FreilichtsAenen gewährleistet erscheint, wird die Deutsche Reichspost auch Apparate dieser Art für die Weiterentwicklung des Fernsehens einsetzen.
Wenn auch die Versuchssendungen zunächst nur für einen kleinen Kreis von Fachleuten und Bastlern bestimmt sind, verfolgen sie doch das Ziel, das Fernsehen sobald als möglich in das Rundfunkprogramm einzugliedern und Deutschland den Vorsprung zu erhalten, den es durch die Bemühungen der Deutschen Reichspost in Zusammenarbeit mit der Industrie auf dem Gebiete des Fernsehens vor den anderen Ländern Europas errungen hat.
mals aus Deutschland vertreiben mußten. Aber nicht allein jene ins Gebiet des Pathologischen reichenden Machwerke wünschen wir nun nicht mehr au sehen. Auch jene eiskalten gänzlich undeutschen Konstruktionen, wie sie unter dem Namen der neuen Sachlichkeit ihr Geschäft trieben, müffen heute ausgespielt haben. Man komme uns heute nicht mehr mit ben novemberlichen Phrasen von der „neuzeitlichen Kunst".
Echte Kunst ist nie neu und ist nie alt, sondern f i e entströmt dem Herzblut de» Volke s, das auch nie neu oder alt ist, sondern von Ewigkeit zu Ewigkeit Kunst. E» muß jetzt endgültig Schluß gemacht werden mit diesem Geist der Zersetzung, der nun lange genug an Deutschland» herzen genagt hat. Auch von den letzte» Ucbcrreftcn und all dem, wa» sich heute durch Uliniftertüren wieder eindrängeln will, müsse» wir uns frei machen.
Die Zeit der Kompromisse ist vorbei, unb wir all» wollen nicht bulbcn, baß bie Worte unseres Führer» mißachtet werben, weder auf politischem, noch auf künstlerischem Gebiet. Und wenn versucht wird, mit abgebrauchten liberalistischen Phrasen das Volk dumm zu reden, so antworten Sie darauf so, wie Sie es als Nationalsozialisten gelernt haben: Wir alle fühlen uns als Soldaten Der großen Armee Adolf Hitlers und dulden es nicht, daß der klare und einfache Sinn der Weisungen des Führers mit dialektischen Kunststücken ins Gegenteil umgebogen wird.
Beschränkung des Zuganges zur Hochschule in Sachsen.
Dresbeh, 19.Ott. (TU.) In einer Verorbnung „Anpassung bes Umfanges ber höheren Schulen an ben Bedarf" gibt das sächsische Ministerium für Volksbildung einschneidende Bestimmungen über die Zulassung zum Studium und zur Oberstufe der höheren Schule heraus. In dieser Verordnung heißt es u. a.: Das Interesse des Volkstänzen und das ber jetzigen Schüler ber höheren Schule verlangt Maßnahmen, bie bereits zu Ostern ben Zugang zur Hochschule unb zur D b e r ft u f e ber höheren Schule in ber notroenbigen Weise beschränken. Zu bleiern Zweck werden bie Oberprimaner und Untersekundaner des Landes in ben nächsten Monaten zu vom Ministerium noch festzusctzcnden Zeiten, je drei Arbeiten anzufertigen haben. Die Aufgaben finb so gewählt, bah sie ohne Rücksicht auf bie Sonberart der einzelnen Schule den Grad der Denkschulung und überhaupt ber geistigen Leistungsfähigkeit feststellen. Die Auswertung ber Ergebnisse erfolgt burch das Ministerium. Die Einzelauslese für die zuständige Quote ist Sache der Schule, bie ihren Schüler kennt. Sie hat babei in gleicher Weise auf Persönlichkeit, Leiftungswillen und Leistuungsfähigkeit der Schüler Rücksicht zu nehmen. Eine schematische Auslese nur nach den me- chanisch errechneten Noten ist untersagt.
Arbeitstagung der deutschen Nechtssront.
Berlin, 19. Oft. (TU.) Die Pressestelle bes Bunbes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen teilt u. a. mit:
In einer mehrstünbigen Arbeitssikung bes Führerrats bes Bunbes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen gab Reichsjustizkommissar Dr. Frank ben Fachleitern ber Berufsgruppen bie Arbeitsaufgaben für bie nächste Zeit bekannt. Grundsatz ber Bunbes- Organisation, so erklärte er, ist bie unbebingte Führungshierarchie, bie vom Führer bes Bunbes bis Aum Obmann ber kleinsten Zelle reicht. Als nächste Zukunftsaufgabe ber Deutschen Rechtsfront würben bann weiterhin bie Schaffung weitgehender sozialer (Einrichtungen für die gesamte Iuristengilde beschlossen. Ein weiterer Punkt war die organisatorische Begründung unb Eingliederung der Fachzeitschriften sämtlicher Berufsgruppen in die Rechtsfront. In allernächster Zeil werden allo neben ber allgemeinen Bundeszeitschrift „Deutsches Recht" die besonderen Fachblätter der Berufsgruppen Verwaltungsbeamte, Richter unb Staatsanwälte, Notare, Rechtsanwälte, Rechtspsleger, Wirtschaftsrechtler (Volkswirte) in ber Oefsentlichkeit als Organe ber Rechts- front erscheinen. Das Prinzip ber körperlichen Ertüchtigung würbe in bie Organisation zum Zweck bes gesunden Ausgleichs für bie geistige Arbeit, insbesondere bes juristischen Nachwuchses ausgenommen unb besondere Richtlinien für deren Durchführung ausgearbeitet.
Edeka Tagung in Leipzig.
Am 16. Oktober wurde im großen Saale des Zoologischen Gartens in Leipzig ber vom Ebeka- Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften e. V., Sitz Berlin, einberufene außerordentliche Ber- banbstaa durch den PräsDenten, Stab trat Fritz Lösch (Augsburg) eröffnet. Von ben Ehrengästen hielten Begrüßungsreden u. a. ber Präsident bcs Rekofei Dr. Hayler, Professor Dr. Hillring - haus von der Deutschen Zentralgenosienschafts- fasse unb ber Führer des RH.-Verbandes Wilhelm Kunze. Das Hauptreferat „Genoffenschaftsbewe- flung und Einzelhandel" hielt Oberregierungsrat Dr. Tiburtius. Der Redner wies auf die bedeutsamen Erziehungsaufgaben hin, die gerade innerhalb der EbekaOrganisationen in mustergültiger Werse durchgesuhrt würden. Die auf solcher Dosis stehenden Einkaufsgenossenschaften würden auch den Großhandel nicht ausschatten, im Gegen- teil, sie strebten nur danach, mit ihm zusammen für die Allgemeinheit zu wirken, es wäre nur zu wünschen, wenn Großhandel, Einkaufsgenossenschaften und Landwirtschaft sich in dem einzigen Wollen verbündeten, den Dersorgungsanspruchen des Publikums gerecht zu werden. Der Ein^lhandel fei sich auch darüber klar, daß feine Genossenschaften nicht dem Selbstzweck dienten und daß der oberftt, Grundsatz jeglichen wirtschaftlichen Strebens ib
Der Viermächtepatt.
Kein Abrüstungtzabkommcu ohne Deutschland.
Genf, 19. Oft. (TU.) Der Präsident ber Abrüstungskonferenz. Henberson, gab ber Presse eine Erklärung über bie Lage nach dem Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz. Er betonte, cs gebe Umstände, in denen der Vier- m ä d) t e p a M von Wert sein könnte als Mittel, um innerhalb des Völkerbundes Uebereinftimmung zwischen den Mächten herbeizuführen Es würde cdoch nur Verwirrung bringen und das Mißtrauen teigem, wenn man den Biererpaft an die Stelle 'er Abrüstungskonferenz fetzen wollte Dieses Bor- gehen würde sowohl der Konferenz al» dem Vierer- pakt schaden.
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