Ausgabe 
20.10.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

sämtliche Tabake zweimal!

Mundstuck hergestellt ol

ERNTEN 87 BIS 80 MU STER CIGARETTEN MISCHUNGSNUMMER R 6 o/M

Sie Innere Mission unter neuer Mrnns

I »um - für om Wint-rhilssw-rk erlallen: Mitten IN einer

$ 6 mr trm $or Cf «n.Hrhliw non Pfarrer We n - Zeit größter außenpolitischer Entscheidungen gehen h, ,7° ÄbeS f murhe °®eneralfup«lntenbent wir mit unserem Volke In die Not de- kommenden n e r(n m Ehre nprSstd inten er. Winter- hinein. Aber wir gehen a Is einer,

nanntt Sn den Vorstand wurden neu gewählt, neuerte-Boll diesen Weg nicht mehr m -.gen-

m aaivs qa*ns ** v m,

Innere Mission. Auf Vorschlag von Pfarrer

des oder der Räume berechtigt. Die aufgewendeten Kosten und die Art der Arbeit sind nachzuweisen. Arbeiten, die in Schwarzarbeit ausgeführt sind, dürfen nicht berücksichtigt wer­den. Rechnungen sind nur anzuerkennen, wenn der Gewerbebetrieb des Ausstellers polizeilich an- .....gemeldet und in die tzandwerk-rolle oder das Han- Der Reichszufchuh wird aber nur gewährt, wenn I delsregister eingetragen ist.

9er Mchszuschuß sjjrWandsetzungsakbeiien

Richtlinien des Reichsarbeitsministers.

Berlin, 18. Oft (TU.) Der Reichsbischof hat an die Pfarrer folgenden Aufruf zur Beteili­gung am Winterhilfswerk erlassen: Mitten in einer

die Gesamtkosten der Arbeiten minde­stens 100 Mark betragen. Der Reichszuschuß beträgt ein Fünftel der Gesamtkosten.

Für die Teilung von Wohnungen und den Umbau sonstiger Räume z u Woh­nungen kann Reichszuschuß gewährt werden, wenn durch die Teilung zwei und mehr Wohnungen, durch den Umbau eine oder mehrere Wohnungen geschaffen werden. Als Umbau gilt auch Aufstockung, jedoch muß jede Teilwohnung für sich abge­schlossen sein. Der Reichszuschuß beträgt 50 v. 5). der Kosten, im Höchstfälle 1000 Mark für jede Teilwohnung und für den einzelnen An- und Ausbau.

Ueber die Bewilligung des Zuschusses entscheidet auf Antrag die oberste Landesbehörde bzw. die von ihr bestimmte Stelle. Der Antrag muß vor Beginn d e r Arbeiten ge ft eilt werden. Zur Antragstellung ist der Grundstückseigentümer, her Mieter oder ein sonstiger Inhaber des Gebäu-

außer dem Präsidenten, dem Direktor und dem Schatzmeister die Pfarrer Wendelin (Dresden), Braune (Lobetal) und Hallbach (Nürnberg).

Kirchenminister Weber, zu dessen Ministerium in Zukunft die Innere Mission gehört, dankte den aus der Leitung des Zentralausschusses Aussckei- denden, insbesondere seinem bisherigen Direktor Jeep, für die hingebende Arbeit. Reichs- bischof Müller wies dann die versammelten Führer der Inneren Mission darauf hin, daß nicht äußere Form, sondern der innere Neubau das Entscheidende sei und bleibe. Der neu berufene Präsident des Zentralausschusses, Pfarrer Th e - mel, sprach über die Zukunftsaufgaben der Inne­ren Mission. Die Innere Mission wisse sich in Treue, Kameradschaft und Waffenbrüderschaft ge- rade jetzt dem W i n t e r h i l f s w e r k verbunden. Das setze aber voraus, daß die Notwendigkeit evan­gelischer Liebestätigkeit innerhalb und außerhalb der Kirche als biblischer Auftrag erkannt würde. Ein neuer Bund sei zwischen Kirche und Innerer Mission geschlossen. Die Kirche müsse Be­weglichkeit, Tatkraft und Wendigkeit der Inneren Mission in sich aufnehmen. Die Innere Mission dürfe nicht mehr Angst haben vor Bürokratisierung. An den Reichspräsidenten und an den Reichskanzler wurden Telegramme gerichtet, in denen sich die Führer der Inneren Mission in Fürbitte hinter die Führer des Staates stellen und ihnen Treue geloben.

DerReichsbischos ruft die Pfarrer zum Muterhilsswerk.

In einer programmatischen Rede würdigte Gene- ralfuperintenbent v. K a r o w, der bisherige Präsi­dent des Zentralausschusses, das 2Ibtomnien als einen bedeutsamen Wendepunkt in der der Inneren Mission. Nachdem dann her bisherige Vorstand seine Aemter zur Verfügung gestellt hatte, wählte die Versammlung einstimmig Pfarrer e - mel zum Präsidenten und Pfarrer Sch.r-

Berlin, 19. Oft. (TU.) In einem feierlichen Akt, an dem der Reichsbischof in Begleitung des Kirchenministers Weber teilnahm, wurde die Einordnung der Inneren Mission in die deutsche evangelische Kirche in der Form eines Abkommens zwischen dem geistlichen Ministerium der Deutschen evangelischen Kirche und dem Zentralausschuß der Inneren Mission vollzogen. Nach diesem Abkommen bleibt der Zentralausschuß als s e l b st a nt> i g e Organisation erhalten. Die Relchskirchen- regierung richtet zwei Abteilungen der Inneren Mission ein. In der ersten sind die Manner-, Frauen- und Elternverbände zusammengefaßt die zweite umfaßt das besondere Arbeitsgebiet des Zenrral- ausschusses. An der Spitze leder Abteilung steht ein Referent im Geistlichen Ministerium. D^r tralausschuh bestellt den Referenten der ersten Ab­teilung zu seinem Präsidenten und danut zum Reichsführer der inneren Mission« der für den Gesamtbereich der Inneren Mission der Reichskirchenregierung vera n t - wörtlich ist. Den Referenten der Zweiten Ab­teilung bestellt der Zentralausschuß zu seinem Direk­tor, der in dieser Eigenschaft dem Zentral­ausschuß verantwortlich ist. Es wird somit eine doppelte Querverbindung personeller Art zwischen dem Zentralausschuß für Innere Mis­sion und der amtlichen Kirche geschaffen.

Berlin, 20. Okt. (Vdz.) Der Reichsarbeits- Minister gibt nunmehr die Richtlinien bekannt, nach denen die Gewährung eines Reichszuschusses und einer Zinsvergütung für Jnstandfetzungs- und Ergänzungsarbeiten im Rahmen der Arbeitsbeschaffung erfolgen foll. Es handelt sich dabei insbesondere um den neuerlich für diese Zwecke bereitgestellten Betrag von 5 0 0 Mil­lionen Mark. Die Richtlinien betonen, daß bie Arbeiten fpäteftens am 31. März 1934 vollenbet fein müssen. Als Jnstand- etzungsarbeiten gelten Arbeiten jeher Art, bie her Beseitigung von Mängeln an Ge- b ä u b ° n bienen, z. B. Ausbesserungen, Schon- heitsreparaturen, Erneuerung her Dachrinnen unb Abflußrohre, Umbetfung bes Daches. Erneuerung unb Ausbesserung von Fenstern, Türen, Fußböben, Decken, Treppen, Treppengeländern, Beleuchtungs-, Heizungs-, Gas-, Wasseranlagen usw. Ergänzungs- arbeiten find solche, burch bie der Wert des Ge­bäudes auf die Dauer erhöht wird, also Einbau von Elektrizitäts-, Gas-, Heiz-, Lüftungs-, Bade-, Abortanlagen und Aufzüge, Anschluß an Kanali­sation usw. Als Arbeiten an Gebäuden in diesem Zusammenhang gelten auch Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an Einfriedigungen, sowie die Pflasterung von Hofslächen.

eten. nallct» unb n her h ' esst ftS« äS.8 eirn fie bT*» len»

ssL uheute

& ^ute Nicht grasen von bet ;ie all. sondern °!ukr>esvol. JW» sondern von M jetzt end.

diesem Seist t^anDeul|d>.

benoten 5 hrnie bnt<h

lachen.

DOr6ei, und mir alle

Führers 'i W'Wm, noti) auf ^.versucht wird, n Viirafen bas Sott eie daraus so, wie gelernt Haden: Mr bet großen Armee bah ber klare p des Führers mit Segenteil umgebogen

«Zugänge« in Lachsen.

3n einer Verordnung anges der höhe- ebarf* gibt das fach- bildung einschneidende lafiung zum Studium en Schule heraus. In . a.: Das Interesse bes igen Schüler der höhe- chmen, die bereits g zur Hochschule r höheren Schule rschränten. Zu hie­be r p r i m a n e r und kndes in den nächsten n nod) /e/huseßenden i anjufertigtn ewch/t, daß fie of)ne einzelnen LtM den echaupi der geistigen

Auswertung der Ölinifterium. Die Gin- Quote ist Sache der nnl Sie hat babei in ichleit, ßeiftungewiöen

Schüler Miksicht zu islefe nur nach den me­ist unterlagt

ogung »echtssroni.

) Die PresseMe des er Deutscher giften

beitsschung Ȁ

bie unbedingte

Sie Dom Zührer des ; r kleinsten i

der Deutschen M I i die Schl-lV Wk A besonderen

ine-n ber törpe?

Ss"

W ®<la <e,®e*Ä

ftbenlen- 6ijrtnflafK"

f)i<u 5s«« W'H AM -MZ

--

S* 6

süchtiger unb eigenmächtiger Vereinzelung, sondern in geschlossener, straffgesuhr» ter Zusammengehörigkeit. Jetzt ist bie Zeit gekommen, wo sich bie große Samer ab - schäft erweisen wirb, welche uns oerbinbet. Ich habe in meinem Ausruf vorn 11. Oktober bazu auf­gerufen, baß wir uns als Menschen ber Kirche in ber Kamerabschaft bes Glaubens mitten in ben Kreis berer hineinstellen, bie nicht ruhen wollen unb können, bis auch ber letzte Volksgenosse ber ärgsten Not entronnen ist. Die evangelischen Pfarrer haben hier bie besonbere Pflicht ber Mah­nung unb bes Opfers. Unsere Worte sinb nur echt, wenn sie z u Taten führe n. Ich er­warte daher von allen beutschen evangelischen Pfar­rern, baß sie entsprechend bem Vorgehen anberer Berufsgruppen wenn irgenb möglich, 2 v. H. ihres Einkommens bem Hilfswerk Zufüh - r e n. Ich weiß wohl, baß biefer Betrag nur einen Teil ber Hilfeleistung barstellt, welche ber evange- lische Pfarrerstanb ber großen Not entgegensetzt. Aber biefer Beitrag soll ein Zeichen bafür fern, baß wir nicht nur privat helfen wo wir können, son­dern baß wir uns auch klar unb beutlich in bie Front gegen Hunger unb Kälte einreihen.

Ministerpräsident Göring verbietet Eingriffe in die Verwaltung.

Berlin, 17. Okt. (Dbz.) Nachbem ber preußi- sche Ministerpräsibent Göring für bie gesamte preußische Polizei bie Tätigkeit unb bie Beteiligung an nationalsozialistischen Fachschaften verboten hatte, ist jetzt vom Ministerpräsibenten auch jeher Eingriff von Fachschaften in anbere Gebiete ber Verwaltung untersagt worben. Anlaß dazu bot eine Anweisung ber Beamtenabteiluna ber NSDAP. Gau Groß-Berlin an sämtliche Fachschaftsgruppen- leitet, sie sollten ben Personalbestand, ihrer Behärbe baraufhin prüfen, ob noch Beamte barunter seien, bie für ben nationalsozia­listischen Staat untragbar seien, unb eine Aufstellung herüber einreichen. In seinem Er­laß schreibt nun ber Ministerpräsibent:Ick ver­biete hierburch allen Beamten als Fachschafts­gruppenleiter ober als sonstige Amtswalter ber Fachschaften auf berartige Anorbnungen bin Ermittlungen vorzunehmen unb Berichte zu erstatten. Ich weise erneut herauf hin, baß bie Fachschaften sich jeher Einmischung in Angelegenheiten ber Staatsverwaltung zu ent« halten haben unb baß insbesondre bie Be- banblung unb Beurteilung von Personalangelegen­heiten, gleichviel welcher Art unb zu welchem Zweck, ausschließlich Sache bes Behörden- I e 11 e r s unb ber von ihm bamit beauftragten Beamten ist."

Wettervoraussage.

Die Balkanstörung ist weiter nörblich vorge- brungen unb hat eine Staffel warmer Luft nach Polen unb Ostbeutschlanb verfrachtet, woburch stark verbreitete Nieberschläge fielen. Bei ben gegebenen Winbverhältnisfen ist bamit zu rechnen, baß bie Warmluft bis in unseren Bezirk gelangt unb Be­wölkung unb stellenweise auch etwas Nieberschlag mit sich bringt. Dabei wirb ber nächtliche Tempe­raturrückgang etwas gemilbert.

Aussichten für Samstag: Neblig unb be­wölkt mit kurzer Aufheiterung, nachts etwas mittler, vereinzelte Nieberschläge.

Aussichten für Sonntag: Etwas wechsel­haftes unb mäßig warmes Wetter.

Lufttemperaturen am 19. Oktober: mittags 10,3 Grab Celsius, abenbs 3.4 Grab: am 20. Dtober: morgens 0.4 Grab. Maximum 13 Grab, Mini­mum 0,7 Grab. Grbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Oktober: abenbs 7 Grab Celsius-, am 20. Oktober: morgens 4,3 Grab Celsius. Nieber­schläge 0,1 mm. Sonnenscheinbauer 5% Stunden.

ihnen tm Dienste am Volk bestehe. Ueber das ThemaSorgen unb Erwartungen des Lebensmit- teleinzelhänblers" referierte Generaldirektor Fritz Borrmann. Der Redner forderte als erstes unb letztes Gebot vom Berufsstanb den starken Willen zur Selbstbehauptung und eine entschiedene Rüh­rigkeit bei ber Verfolgung ber im Dienste des Vol­kes gelegenen Wirtschaftsaufgaben. In einer Ent­schließung wurde der Appell an alle Einkaufsge­nossenschaften des Kolonialwaren-, Feinkost- und Lebensmitteleinzelhandels gerichtet, sich zu einem Einheitsverbande deutscher Kolomalwarenhandler- genossenschaften zusammenzusinden, dessen Basis durch die beschlossene Satzungsänderung geschaffen ist. Die Entschließung gibt erneut dem Willen der im Edeka-Verbande zusammengeschlossenen 28 000 deutschen Kaufleute Ausdruck, sich rückhaltlos in ben Dienst der neuen Zeit unb ihres Führers zu stellen. Der Derbandstag beschloß auch bie Beteiligung an dem Hilfswerk der Regierung gegen Hunger und Kälte mit rund 385 000 Mark. Am Nachmittag fand im Dölkerschlachtdenkmal eine Gedenkfeier statt, deren Festrede das Vorstandsmitglied der Ebeka- Zentraloraanisation, Direktor Albert Werner (Berlin) hielt. Die Kundgebung an der historischen Stätte der Völkerschlacht fand ihren Abschluß durch den Gesang des Horst-Wessel-Liedes.

Vergebung neuer Mittel für öffentliche Arbeiten.

Berlin, 19. Okt. (WTB.) Von der Deut­schen Gesellschaft für öffentliche Ar- beiten A.-G. (Oeffa) ist im Rahmen bes Ar- beitsbefchaffungsprogramms vom 1. Juni 1933 eine Zahl weiterer Darlehen für eine Reihe volkswirt­schaftlich unb arbeitsmarktpolitisch bebeutfamer Maß­nahmen bewilligt worden. U. a. erhielten bie Stabt Trier 800 000 Mark für Arbeiten bes Stäbti­schen Gas- unb Wasserwerks, bes Schlachthoss unb des Elektrizitätswerks unb die Stadt Braun­schweig 500 000 Mark für Arbeiten ähnlicher Art, ferner die Stabt 21 a ch e n 700 000 Mark für Fertigstellung unb Instandsetzung von Kranken­häusern. Der seit langem geplante Um» unb Ausbau von Krankenhäusern in einer Reihe ost preußischer Städte wurde durch Bereitstellung von 1,3 Millionen Mark er­möglicht und für den Bau ber Saale-Brücke in Bernburg ein Betrag von 370000 Mark gewährt. Der Rhein-Main-Donau A.-G. würbe für bie Fertigstellung des Erlabrunn-Kraft­werks unb ber Wehranlagen an ben Staustufen Eichel unb Faulbach ein Krebit von 4,3 Millionen Mark grunbsätzlich bewilligt. Jrn ganzen wurden in ber letzten Woche von ber Oeffa Darlehen im Gesamtbetrag von 23 Millionen Mark neu bereitgestellt.

Steuererleichterungen für den zivilen Lustschuh.

Berlin, 19. Okt. (VbZ.) Der Reichsfinanz­minister hat bestimmt, baß der zivile Luftschutz, der die Bevölkerung gegen Gefahren aus Luft­angriffen schützen wolle, im Interesse ber Bevölke­rung wie ber ßanbesoerteibigung auch burch Steuervergünstigungen weitgehend zu fördern fei. Aufwendungen für ben Luftschutz bei Inbuftrieunternehmungen (Werkluftschutz), bei son­stigen Unternehmungen mit großem Personalbe- ftanb unb bei Hausbesitzern für ben Bau von Schutzräumen bzw. den Ausbau dazu, für die Be­schaffung von Schutzgeräten, die Herstellung von Alarmanlagen unb bie Aufstellung unb Ausbilbung befonberer Schutztrupps in einzelnen Werken kön­nen bei Ermittlung bes Einko mm ens aus Gewerbebetrieb, aus Laub- unb Forstwirtschaft unb aus Vermietung unb Verpachtung für Zwecke ber Einkommensteuer unb Körperschaftssteuer im Steuerabschnitt ber Ausgabe voll abgesetzt werben, wenn etwa wegen des Charakters als Inftandsetzungsarbeit schon anderseits Erleichterung zugesagt wurde.

Eine preispolitische Entscheidung des Führers.

Essen, 19. Okt. (CNB.) Bei ber Gauleiter- fagung am Dienstag hat, wie bie Nationalzeitung berichtet, ber Führer eingehenb über bie Auf­gaben ber nationalsozialistischen Presse gesprochen unb gelegentlich dieser Ausführungen bem Wunsche Ausbrucf gegeben, baß bie natio­nalsozialistischen Minister ihre offi­ziellen Beziehungen z u einzelnen nationalsozialistischen Zeitungen lö­sen müßten. Ministerpräsibent Göring hat, wie die Nationalzeitung weiter schreibt, unter gleich­zeitiger Ankündigung eines erläuternden Schreibens gebeten, vom heutigen Tage ab durch Strei­chung der ben amtlichen Charakter der Nationalzeitung kennzeichnenden Kopfnote bem Wunsche des Führers Folge zu leisten.

Eine Kundgebung des Kardinals Bertram.

Breslau, 19. Okt. (CNB.) Der Fürsterzbischof von Breslau Kardinal Bertram richtet aus An­laß feiner Rückkehr von einem Besuch in Rom eine Kundgebung an die Diözesanen, in ber er u. a. sagt: Noch eine weitere überaus ernste unb schwere Sorge brückt auf viele tausenbe treuer katholischer Christen, bie Sorge um jene, bie im früheren Parteien st aat benjenigen Führern folgten, bie aus religiösem Pflichtgefühl bie geistige Auseinanbersetzung gegen Marxismus unb Bolschewismus in jenen Formen zu bewirken such­ten, Die sich bem früheren Staat anpaßten. Fern liegt uns bas Anfinnen, Fälle von wirklich straf­baren Hanblungen einer unbestechlichen Beurtei­lung zu entziehen. Unser teilnehrnenbes Hirten- wort bezieht sich auf jene Männer unb Frauen, die lauteren, beften unb loyalen Wil­lens waren unb finb. Wenn solche in sehr großer Zahl Schweres erbutbet haben unb erbulben, so hat bie Kirche unb nicht zuletzt ber Heilige Vater für sie ein warmes Herz. An bie leitenben Stellen in Reich unb Staat ric en wir bie bringenbe Bitte, getroffene harte Maßnahmen einer ernstlichen wohlwollenben unb beschleunigten Revision zu un­terziehen. Ich darf hinzusügen, baß ich in allem oben Gesagten mich vollkommen einig weih mit ben Oberhirten aller deutschen Diözesen.

*

Ministerpräsident Göring empfing in Aus- Übung der ihm übertragenen Befugnisse bes Reichs- statthalters ben neuen Bischof oon 9Jlun- ft er Clemens August Graf von Galen, um von ihm den im Reichskonkordat feftgelegten Treueid entgegenzunehmen. Der feierlichen Hand­lung wohnte u. a. Staatsminister Rust bei. Im Anschluß an den Staatsakt fand em Frühstück statt, zu dem ber Ministerpräsibent ben Vertreter bes Nuntius, Msgr. Prälat Dr. Colli, mit Pater Gehrmann gebeten hatte.